Mein S60 wackelt in der Kälte - ist das gefährlich oder nur normal?
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Hallo miteinander!
Ich hab einen Volvo S60 D5 BJ 2002, der heuer das allererste Mal nicht mehr in einer Garage steht, sondern draußen. Und genau heuer ist es unfassbar kalt bei uns. -20 Grad Celsius sind derzeit bei uns keine Seltenheit. Nun zum Thema: ich muss halt morgens mit meinem Auto los und dabei das extrem kalte Auto starten. Natürlich warte ich dabei immer die Vorglüh-Lampe ab und zünde erst nach deren Verschwinden im Armaturendisplay. Seit es aber derart bitterkalt ist, startet mein Volvo mehr wie ein Traktor als der ehemals elegante "Winterbüffel" in meiner Garage. Soll heißen: nach dem Zünden wackelt der Motor kurz und der Drehzahlmesser zittert etwas auf und ab. Ich hab einen Automaten und lasse nach dem Zünden das Auto dann auf Stellung "P" und geb ihm etwas Gas. Damit stabilisiert sich der Motor nach wenigen Sekunden (hinten raus hab ich eine ordentliche Dieselwolke aus dem Auspuff raus) und ich kann ganz normal fahren. Sobald der Motor dieses Prozedere einmal hinter sich hat, startet das Auto den Tag über ganz normal - ohne das geringste Mucken. Am Besten natürlich dann, wenn er noch "warm" ist.
Ich hab mir jetzt aber schon Gedanken gemacht, ob das normal ist, dass meinem Motor Kälte offenbar so schlecht tut. Oder bilde ich mir da nur was ein und ist das Verhalten ganz normal?
Was meint ihr dazu? Ich hab die SuFu schon angeworfen und nur von Fehlern gehört, wo das Auto minutenlang wackelt oder der Motor irgendwie "stört" - bei mir sind's wenige Sekunden und ich kann's durch Gasgeben in Stellung "P" (hoffe, dass ich das auch tun darf) stabilisieren - wie erwähnt.
Hat das sonst noch jemand so? Ist das Verhalten bekannt? Sollt ich mir Sorgen machen?
Das Auto soll mit jetzt 106000KM noch heuer einen Zahnriemenwechsel bekommen und ich würd ihn gern noch länger fahren...
Danke für eure Meinungen/Tipps/Hinweise!
LG, Justus |
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Im Moment irgendwie eine Standardfrage ...
Ich tippe auf defekte Glühkerzen oder bei dem Baujahr evtl. Injektoren.
Hast Du in Deinem D5 keine Standheizung? Die würde sicher helfen (aber natürlich das Problem nicht beseitigen).
Grüße
Martin
Moin,
vielleicht ist es auch ziemlich simple. Min Tipp: Bei der Kälte ist der Dieselfilter leicht vereist. Wenn der dann morgens den zähen Diesel zusammen mit dem Eis aus dem Filter zu den Injektoren durchläßt, kann es zu solchen Symptomen kommen (in der Garage konnte der Diesel/Filter nicht einfrieren). Würde auch erklären, warum im Laufe des Tages alles i.O. ist.
PS: Sehe gerade, da läuft schon was zum Thema: www.motor-talk.de/.../...elfilter-v70-wieder-eingefroren-t3737967.html
Jörgensen
Moin,
ich würde jetzt auch mal auf die Glühkerzen tippen. Wenn nur schon ein Injektor hin wäre, würde der Motor denke ich gar nicht anspringen, oder?
Bei meinem V70 D5 habe ich eine ähnliche Sache seit gestern auch. Steht der 220.000km gelaufene Wagen 6-7 Stunden über Nacht oder während der Arbeit bei -14°, ist der Start zwar kernig, aber klappt gut. Zündung nach 1-2 Sekunden mit dem gewohnten "Wbrummm". Steht der Wagen aber länger in der Kälte (übers WE zb), springt der Wagen nach 2 Sekunden Anlassen nicht an und ich halte den Schlüssel dann so lange auf "Anlassen" fest bis er nach ca. 8 Sekunden und 1-3 nicht erfolgreicher Zündungen dann laut nagelnd anspringt. Das nageln verschwindet dann fast sofort nach weiteren 1-2 Sekunden und der Motorlauf ist wie gewohnt. Meiner Ansicht nach wird hier wohl eine der Glühkzerzen gestorben sein und der betroffene Zylinder nagelt dann bei der Zündung. Vlt ist Dein Startvorgang eh ähnlich - nur jeder beschreibt es halt anders
Werds die Tage beim
checken lassen bzw. Glühkerzen tauschen lassen.
Lg Jörg
Agent P
Mein S60 wackelt in der Kälte - ist das gefährlich oder nur normal?
Ich tippe auch eher auf den Dieselfilter.
Auch wenn der heutige Diesel Additive gegen das Flocken innehat, so sind kleine Restmengen im Filter doch frostanfällig.
Die Wischwasserdüsen frieren ja auch ein, obwohl Frostschutz bis -30° drin ist
Hinzu kommt dass alle Öle und Schmierstoffe bei dieser Kälte sehr, sehr zäh sind und eine Weile brauchen, bis sie richtig "flutschen".
Daher empfehle ich bei dieser Kälte die Drehzahl so niedrig wie möglcih zu halten, bis die Betriebstemperatur erreicht ist. (Das ist NICHT die Wassertemp. Anzeige. Das Öl muss Temperatur haben. Und das hat es erst ne ganze Weile NACH dem Wasser erreicht)
Motoren können durchaus einfrieren. In vielen Regionen werden Fahrzeuge aus diesem Grund gar nicht erst aus gemacht.
Bei nächtlichen Temperaturen von bis zu -20° kann es morgen daher schon mal zu Startschwierigkeiten und rauhem bzw. unruhigem Motorlauf kommen.
Diese Symptome sollten bei Betriebstemperatur "spätestens" verschwunden sein.
Mein T6 ächzt auch schon. Motor sehr laut, brummt, zickt etc.. Nach ein paar KM schnurrt er jedoch wieder
Wenn er sehr spät anspringt und dann ne schwarze Wolke hinten rauspustet dürfte mind. 1 Glühkerze hinüber sein.
Sen
Kann mir jemand sagen, wie man bei einem D5 XC90 die Glühkerzen wechselt? Ich hab die gerade bei Skandix für nicht mal einen Zwanziger/Stck. gefunden, da lohnt sich die Überlegerei ja gar nicht. Ist das sehr kompliziert? Ich hab das bei Glühkerzen erst fünf- oder sechs mal gemacht, und bislang nur an Benz und BMW.
Bei meinen aktuell 120' Km ist es sowieso nur eine Frage der Zeit, bis ich die alle wechslen müsste, von daher kann ich das dann auch gleich machen, bei dem Preis. Wenn es denn Besserung bringt...