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Wir schreiben ja seit Jahren während jeder Tour ausführliche Reiseberichte, machen Hunderte Fotos und filmen... Aber bei dieser Marokko-Tour nahmen diese Tätigkeiten völlig überhand.
Ich will nur einen kurzen Überblick geben - den gesamten Reisebericht hier reinzustellen würde den Rahmen sprengen (und warum haben wir ihn dann bei uns komplett auf der Seite stehen?). Wer mehr lesen will und viele Fotos kucken will, der schaut doch bitte auf www.bikerdream.de.
Und wer bewegte Bilder lieber mag: wir haben die 5 1/2 Std. Video-Rohmaterial auf 8 min runtergekürzt. War 'ne Sauarbeit ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=ClLBShhmNig
"Alles im grünen Bereich?" hören wir oft von Marokkanern, die sich ein paar markante Floskeln angeeignet haben, um mit den deutschen Touristen ins Gespräch zu kommen. Ins Gespräch kommen wollen sie alle. Noch lieber ins Geschäft.
Ein Kuhtreiber und ein Berber Von 3°C Tiefsttemperatur bis 32°C erleben wir ein großes Temperaturspektrum Ende April / Anfang Mai. Am Anfang der Tour bedruckt uns das Rifgebirge mit seinem satten Grün, das vor allem im östlichen Bereich von ausgedehnten Hanfplantagen auf terrassierten Hängen gestaltet wird und das Städtchen Chefchaouen mit seinem Blaulichtviertel.
Die Überquerung des mittleren Atlas ist für uns wie das Tauchbecken nach einem Saunabesuch. Während wir in Fes gerade noch bei 32°C durch die Gassen gewandelt sind, kneten wir auf dem mittleren Atlas bei Tiefsttemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in einer Tankstelle die Hände und wärmen die durchnässten Füsse mit dem x-ten, heißen Pfefferminztee.
Gottseidank sollte dies der einzige klimatische Ausrutscher bleiben, die restliche Tour zum Erg Chebbi und durch den hohen Atlas findet bei sehr angenehmen Temperaturen statt und vor allem der Hohe Atlas wird uns mit seinem Panorama in Erinnerung bleiben. Wir sandeln im Erg Chebbi, fahren bei ekligem Sandwind zu den großartigen Schluchten des Großen Atlas, kämpfen mit aufdringlichen Händlern und mit den nordafrikanischen Magendarmbakterien, lassen uns mit lebenden Schlangen ein, versuchen uns in marokkanischem Gefeilsche und vieles mehr.
Am Ende der Tour beschert uns die marokkanische Fähre durch vorübergehenden Spritmangel eine zwölfstündige Verspätung und zwingt uns zu einem nie da gewesenem Gewaltakt, einer 1000-Kilometer-Nacht-Heimfahrt. Ende gut. Alles gut.
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