5 (6R & 6C)
VW Polo 5:

Longlife. Fluch oder Segen?

Longlife. Fluch oder Segen?

Eigentlich ja ne tolle Idee die Service Intervalle flexibel zu gestalten. Wenn ich aber in anderen Foren lese, dass die Fahrzeuge teilweise nach 8000km-10000km zum Service müssen, dann habe ich da so meine Bedenken.

 

Ist der Polo eigentlich von Werk aus auf Loglife eingestellt?

Was sind beim Polo die Maximal-Abstände zwischen 2 Inspektionen? Habe da was von 60000km gelesen.Kann das sein?


Hallo!

 

Kann die Fragen leider nicht genau beantworten, da ich den Polo auch noch nicht habe.

 

Was ich aber auf jeden Fall weiß, ist dass man das Longlife "rauscodieren" kann! D.h. beim Service wird kein spezielles (sündhaft teures) Longlife-Öl eingefüllt, sondern ein "normales".

Dadurch hast du dann feste Einjahres bzw 15.000km Intervalle.

 

Wenn die Longlife Intervalle ganz kurz werden, dann liegt das meistens am extremen Kurzstreckenbetrieb, vor allem bei Dieselmotoren. Und wenn man viel Kurzstrecke und einen Diesel fährt UND dann auch noch einen Rußpartikelfilter hat (wie alle Diesel-Polos), dann gute Nacht...

(Stichwort: Ölverdünnung)

 

 

Von Werk aus ist er auf Longlife eingestellt! Wenn dein Polo nicht gerade extrem viel Kurzstrecke durchstehen muss, dann ist das auch mit dem Longlife kein Problem, und es wird große Intervalle geben! ;)


Zitat:

Original geschrieben von Salamipizza

Und wenn man viel Kurzstrecke und einen Diesel fährt UND dann auch noch einen Rußpartikelfilter hat (wie alle Diesel-Polos), dann gute Nacht...

(Stichwort: Ölverdünnung)

Gerade die Diesel leiden typischerweise nicht an Ölverdünnung,

das bleibt den Benziner vorbehalten.

Die Filter sind ein anderes Thema ..

 

Grüße Klaus


Zitat:

Original geschrieben von Salamipizza

 

Was ich aber auf jeden Fall weiß, ist dass man das Longlife "rauscodieren" kann! D.h. beim Service wird kein spezielles (sündhaft teures) Longlife-Öl eingefüllt, sondern ein "normales".

Dadurch hast du dann feste Einjahres bzw 15.000km Intervalle.

Hallo,

 

da würden dir die Jungs auf www.t5-board.de aber gewaltig was anderes erzählen. Das LL3 5W30 kann nicht ausprogrammiert werden, die Mechanischen Komponenten und wie du selber andeutest vor allem die aktiven DPFs sind zwingend auf dieses Öl angewiesen. Die Ölverdünnung sollte sich durch die Umstellung von PD auf CR Einspritzung bei den Dieseln verringert haben.

 

Und sündhaft teuer ist das LL3 eh nur beim Freundlichen, ich stelle selbstbeschaftes beim Ölwechsel bei und spar mir den Apothekenpreis, machen übrigens die meisten T5 R5 TDI Fahrer, weil da gehen nämlich 7,5l von der Edelsuppe rein :-).

 

mfg Castro


-billabong- -billabong-

CPI Formula R

Zitat:

Original geschrieben von Rider66

Ist der Polo eigentlich von Werk aus auf Loglife eingestellt?

 

Was sind beim Polo die Maximal-Abstände zwischen 2 Inspektionen? Habe da was von 60000km gelesen.Kann das sein?

Hi

 

Ja der Polo ist von Werk aus auf Longlife eingestellt...

 

60000 Habe ICH jetzt noch nie gesehen/gehört... Normal ist Longlife alle 30000-35000Km (Das ist soweit ich das weiß das Maximum bei VW/Audi) oder 2 Jahre...

 

 

Grüße Dani


Longlife. Fluch oder Segen?

Zitat:

Original geschrieben von Salamipizza

Von Werk aus ist er auf Longlife eingestellt! Wenn dein Polo nicht gerade extrem viel Kurzstrecke durchstehen muss, dann ist das auch mit dem Longlife kein Problem, und es wird große Intervalle geben! ;)

Mein Golf V ist ein reines Langstreckenfahrzeug (mind. 150 km einfach), doch der Bordcomputer mahnte bereits nach 13 Monaten und 15.600 km zum ersten Longlife-Service. Erklärung der Werkstatt: "Das Öl war fix und fertig.". Angenommener Grund waren meine häufigen Volllast-Etappen und die mit ihnen einhergehenden, hohen Öltemperaturen.

 

Demzufolge lässt nicht nur häufiger Kurzstreckenbetrieb das Öl im Zeitraffertempo altern. Ich halte gleichwohl am LL-Serviceintervall fest (beim Golf V hat man noch die Wahl zwischen Fest- und LL-Intervall).


hallo,

 

die Überschrift ob Fluch oder Segen stimmt schon. Für die, die überwiegend Kurzstrecken fahren, sportlich auf BAB unterwegs sind und schwere Anhänger ziehen ist es wohl weniger etwas. Ich würde sagen das LL-Öl ist was für den gemütlichen Fahrer oder jemanden wie mich, der nur Bundes- und Landstraße fährt dafür aber zügig.

 

Mein Polo 1.4TDI hat den 50.000km Intervall beim ersten mal bin ich 56.000km weit gekommen dann wollte er zum LL-Service und die letzten beiden Ölwechsel bin ich in den 2 Jahren nur jeweils 30.000km gefahren, aber nach Anzeige hätte ich dort auch 50.000+ geschafft.

 

Ich würde das einfach ausprobieren. Für mich ist das ganze auf keinen Fall teurer, LL habe ich 270 bis 320EUR bezahlt, das hätte ich für die kleine und große Inspektion auch bezahlt. Aber die Angaben beziehen sich auf einen Diesel zum LL beim Benziner kann ich nix sagen.

 

Mein Vater fährt geschäftlich im Jahr 50.000km und der hat mit seinen LL-Autos: A4 B6 2.5TDI, Passat 3C 2.0TDI PD und aktuell A4 B8 2.0TDI CR auch meistens die max. 30.000km bei dem LL-Service geschafft.


Mein Golf V ist ein reines Langstreckenfahrzeug (mind. 150 km einfach), doch der Bordcomputer mahnte bereits nach 13 Monaten und 15.600 km zum ersten Longlife-Service. Erklärung der Werkstatt: "Das Öl war fix und fertig.". Angenommener Grund waren meine häufigen Volllast-Etappen und die mit ihnen einhergehenden, hohen Öltemperaturen.

 

Demzufolge lässt nicht nur häufiger Kurzstreckenbetrieb das Öl im Zeitraffertempo altern. Ich halte gleichwohl am LL-Serviceintervall fest (beim Golf V hat man noch die Wahl zwischen Fest- und LL-Intervall).

Ja, das ist so bei den PD-Dieseln, im www.T5-Board.de gibts dazu einen Ölanalysefred.

Die PDs verdünnen das Öl stärker mit Dieselkraftstoff als die CRs. Das kommt durch das Nacheinspritzen von Dieselkraftstoff in der aktiven DPF Regenerationsphase, dabei sind die Einspritzstrahlen bei den PDs ungünstiger ausgerichtet, so dass der Dieseleintrag entlang der Zylinderwand größer ist als bei anderen Einspritzsystemen.

 

Das Öl ist dementsprechend wirklich fertig, und man tut den Motörchen in jedem Fall etwas gutes wenn man alle 15.000 wechselt.


Hallo,

 

ich lese gerade interessiert mit.

 

Heißt das irgendwo im Motor ist ein Sensor, der die Ölqualität misst?

 

Ich dachte immer die Inspektionsanzeigen gehen nach 15000 km oder einem Jahr, bzw. 30000 km oder 2 Jahren bei Longlife, an.

 

 

Gruß,

 

diezge


Hallo...

 

Meine Erfahrungen mit Longlife sind sehr zwiespältig.

 

Das Auto vor meinem momentanen Polo Bluemotion (Polo IV) war ein Audi Avant 1,9 TDI. Dort bin ich unter den gleichen Fahrbedingungen mit Longlive (sowohl Fahrstrecke, Laufleistung und Fahrstil) immer auf knapp 30.000 km bis zum nächsten Ölwechsel gekommen.

 

Der Polo schafft nun auch mit Longlife immer genau auf den Kilometer 15.000 km! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ;-)

 

Meiner Meinung nach gibt es da nur ein Kabel vom Kilometerzähler zur Serviceanzeige. Sensoren, Computer und komlizierte Berechnungen zur Ölqualität? ICH glaube da schon längst nicht mehr dran...

 

Der bestellte Polo V wird jedenfalls nach dem ersten Ölwechsel auf "Normal" umgestellt.

 

Es sei denn, die Laufleistung erhöht sich gewaltig. Aber in Hinsicht auf die Gewinne bei dem teuren Öl glaube ich da nicht wirklich dran...

 

Grüße aus Berlin


Longlife. Fluch oder Segen?

Zitat:

Original geschrieben von diezge

Hallo,

 

ich lese gerade interessiert mit.

 

Heißt das irgendwo im Motor ist ein Sensor, der die Ölqualität misst?

 

Ich dachte immer die Inspektionsanzeigen gehen nach 15000 km oder einem Jahr, bzw. 30000 km oder 2 Jahren bei Longlife, an.

 

 

Gruß,

 

diezge

also beim LL-Service heißt es immer nach Anzeige (meist max. 30.000km) oder nach 2 Jahren (730Tage-Zähler) oder die klassische Inspektion also 15.000km oder jährlich - ein Jahr kleine Inspektion (Ölwechsel-Service) und darauffolgende Jahr die große Inspektion (Ölwechsel-Service, Inspektions-Service), aber das steht an sich auch in jedem VW Serviceplan, der aus diesem Jahrzehnt ist.

 

Was den klassischen Ölwechsel für viele günstiger macht, ist dass das Öl eine andere VW-Spezifikation hat und damit weniger als die Hälfte des LL-Öl kosten kann. Für das das LL-Öl kann ein VW-Servicebetrieb schonmal 20EUR pro Liter nehmen - z.B. kommen in die 4-Zylinder TDI über 5L Öl da ist man schon über 100EUR alleine für das Öl los - in einen Benziner kommt aber weiniger als in einen Diesel.


Saschiii Saschiii

nicht premiumtauglich!

Ich kann jetzt nur für die Diesel-Fahrer sprechen : Der "klassische" Ölwechsel wäre nur für die Diesel-Fahrer OHNE Partikelfilter günstiger, die DPF-Fahrzeuge MÜSSEN das teure Öl nach DIN 507.00 bekommen, auch bei festen 15000er Intervallen.

An sich wäre Longlifeservice ein Segen, wenn man die versprochenen maximal 30000 km zwischen den Ölwechseln erreichen könnte. Ich fahre mit meinem A3 2,0 TDI DPF ca. 35000 km im Jahr ( viel Autobahn bei 130 bis 150 km/h, keine Kurzstrecke, wenig Kaltstarts ) und habe ca. 20000 km zwischen den Ölwechseln und das ist für mich kein "Longlife"- Service. Ich dämpfe die Kosten dadurch, daß ich mein Öl selber zum Service mitbringe, bei ca. acht Euro pro Liter im freien Handel zu über 28 ( ! ) Euro beim Freundlichen macht das bei 3,8 Liter Ölinhalt schon was aus. A propos Ölinhalt: Die Autos mit viel Öl erreichen eher das 30000er Intervall. Mein Bruder hatte einen Audi A6 2,7 TDI DPF ( 8,5 Liter Öl ! ) der trotz relativ viel Stadtverkehr mit gelegentlichen Urlaubsfahrten problemlos die 30000 km erreicht hat.

Demnach wird es bei den kleinen Polo-Diesel-Motoren mit unter vier Liter Ölinhalt wahrscheinlich nichts werden mit 30000er-Intervallen, aber es heisst ja vorsichtshalber überall "bis maximal 30000 km" und schon sind die Hersteller aus dem Schneider , andererseits schreiben die Hersteller auch "mindestens 15000 km oder zwei Jahre", weniger will man der Kundschaft dann wohl doch nicht zumuten...;)


Zitat:

Original geschrieben von diezge

Hallo,

 

ich lese gerade interessiert mit.

 

Heißt das irgendwo im Motor ist ein Sensor, der die Ölqualität misst?

 

Ich dachte immer die Inspektionsanzeigen gehen nach 15000 km oder einem Jahr, bzw. 30000 km oder 2 Jahren bei Longlife, an.

 

 

Gruß,

 

diezge

Einen Sensor in dem Sinn einer direkten Messung wird auch nicht verwendet, beim T5 werden die aktiven Regenerationszyklen des DPF ausgewertet, desweiteren die Anlassvorgänge und die Flüssigkeitstemperaturen, aus dem ganzen Zahlenkram errechnet das Steuergerät wann es zum Freundlichen möchte. Die Foren anderer Fahrzeuge lassen beim Thema Wartungsintervalle und DieselPartikelFilter auf ähnliche Zusammenhänge rückschließen.


Zitat:

Original geschrieben von Castro67:

Ja, das ist so bei den PD-Dieseln, im www.T5-Board.de gibts dazu einen Ölanalysefred

Das liest sich plausibel. Nur: Ich fahre einen größeren Saugbenziner, keinen PD-TDI.

Je länger man das Gaspedal in den Veloursteppich massiert, desto früher wird man von der Multifunktionsanzeige zum Boxenstop genötigt. Gleichgültig, ob Otto- oder Dieselmotor. Mag aber gut sein, dass u. a. die hohen Verbrennungsdrücke des Selbstzünders die Öl-Additive speziell unter Volllast stärker/früher verschleißen lassen. Zähle mich zu den technisch interessierten Laien. :)


Zitat:

Original geschrieben von Saschiii

Ich kann jetzt nur für die Diesel-Fahrer sprechen : Der "klassische" Ölwechsel wäre nur für die Diesel-Fahrer OHNE Partikelfilter günstiger, die DPF-Fahrzeuge MÜSSEN das teure Öl nach DIN 507.00 bekommen, auch bei festen 15000er Intervallen.

Habe ich wieder was dazugelernt. Dass das LL3-Öl (VW 507.00) für die DPF-Motoren "entwickelt" wurde war mir bekannt, aber das die beim festen Intervall (15.000km) auch das teure Öl brauchen war mir neu.


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