Kurbelwellenproblem bei Rieju MX 50

Themenstarter

Moin moin Leutz,

bin ein sog. newby in diesem Forum und auf der Suche nach Info und Hilfe darauf gestoßen. Meine gesamte Schraubererfahrung lässt sich leider nur herunterbrechen auf /8 Basteleien vor über 20 Jahren :( daher bedenkt bei Euren Antworten (auf die ich schwer hoffe), dass ihr es mit einem absoluten Laien zu tun habt.

Kurz zur Vorgeschichte: Mein Sohn träumte schon seit seinem 5. Lebensjahr von einem eigenen kleinen Bike oder einem Quad. Ich war dann relativ bald bereit, ihm seinen Wunsch zu erfüllen, aber lange Zeit waren die Bedenken der besten Ehefrau und Mutter wirksamer, als die kindliche Begeisterung des Juniors (und des Vaters ;-) ). Im April des letzten Jahres war es dann so weit: Vater und Sohn hatten mütterliche Bedenken erfolgreich zerstreut und eine Crosser sollte ins Haus. Kein Mini Bike o.ä. sondern schon eine kleine Maschine aus gutem Hause und guter Qualität. Nach einigem Hin und Her haben wir dann bei einer Rieju MX 50 zugeschlagen. 750 Euronen war uns beiden die Anschaffung wert, sogar inclusive Protektorenjacke. Die Kiste lief anfänglich richtig gut und Junior machte die örtliche Kiesgrube mit Begeisterung und viel Talent unsicher. Irgendwann begannen dann aber Probleme wie schlechtes Startverhalten, manchmal zu hoch touren etc. Dann kam der große Fehler: Ein technisch sehr versierter Nachbar (ist er wirklich: älterer pensionierter Herr, schraubt an Oldtimer Motorrädern und Mopeds) bot seine Hilfe an und schraubte den kompletten Motor auseinander, säuberte die Teile und baute alles wieder zusammen. Danach lief das Moped zunächst wieder hervorragend, kam auf Kick sofort und alles schien gut. Auf einmal ging es wieder los: Sie sprang schlecht an, verbrauchte binnen kurzer Zeit zwei Zündkerzen und dann tat sich nicht mehr viel. Also Kiste auf den Hänger und ab zum freundlichen. Dort dann die Diagnose: neben diversen Kleinigkeiten - Kurbelwelle verzogen. Macht summa summarum ca. 450,- an Reperatur. Meine Fragen: a) Lohnt das überhaupt (neue KW)? b) Kriegt man für vergleichbares Geld evtl. auch einen Austauschmotor (ist ja angeblich ein Allerweltsmotor (Morini))? c) Kennt hier jemand günstige Bezugsquellen für Teile? Und - wenn a) positiv, was für eine Kurbelwelle passt sonst noch? Die Original KW kostet alleine schon über 200,-. Ziemlich viel Text für den ersten Post aber wenn ihr die hängenden Schultern von unserem kleinen Crosser sehen würdet...

Bin über jeden Tip und Vorschlag dankbar.

Beste Grüße aus dem Emsland,

Rudi


Hallo Emsland Rudi.

 

Zitat:

Original geschrieben von rrj67

a) Lohnt das überhaupt (neue KW)?

Was sich lohnt,

wer kann dir das schon verbindlich sagen,

doch mein Argument - warum eine neue KW - warum nicht die vorhandene überholen.

 

Die Kurbelwelle ist doch gepresst?

Sind die Seitenzapfen defekt?

 

Wenn sich die die Wangen zueinander verdreht haben und sonst ist alles iO - neuen Kurbel-Pleuel-Zapfen in entsprechendem Übermaß, ein neues Lager und das Pleuel entsprechend dem Übermaß-Zapfen honen - wieder zusammenpressen , ausrichten und dann gehts besser als zu vor ;-)) !

 

Die 50cc und 60cc Motoren von Moto-Morini in den Jahren 1980 hatten alle diese Krankheit, weil die einen zu leichten Preßsitz machen - nach den Übermaß-Zapfen war weitgehend Ruhe.

 

Ich glaube;

sogar wenn du alle Zapfen erneuern müsstest,

dürfte die KW-Reparatur bei weitem keine 200€ kosten.

 

Das Verpressen und Richten der Wangen muß natürlich schon einer machen der gut Ahnung davon hat!

 

 

Tschüüs


Themenstarter

Hallo 4-Ventiler,

danke für Deine Antwort!!

Zitat:

Die 50cc und 60cc Motoren von Moto-Morini in den Jahren 1980 hatten alle diese Krankheit, weil die einen zu leichten Preßsitz machen - nach den Übermaß-Zapfen war weitgehend Ruhe.

Unser Maschinchen ist aber von 2005. War da das von Dir beschriebene Problem noch aktuell? Ich werde Deinen Vorschlag auf jeden Fall einmal anbringen.

 

Beste Grüße,

Rudi


Hallo Rudi.

 

Ist die KW , also Wangen/Zapfen gepresst oder nicht?

 

Ich kenne das Problem außer von den Morini

uA auch von sogenannten Bahnmotoren - vom 500cc Weslake-Speedway:

http://www.bahnsporttechnik.de/body_weslake.html

Da wurden diese Rundscheiben nicht gegossen, sondern aus vorvergütetem ChroMo gefertigt, ohne diese Scheiben weiter zu härten.

 

Das hat einen Vorteil,

mann kann solch gefertigte Kurbelwellen ohne Probleme präzise und einfach auf super Spitzenlauf ausrichten - aber nach einigen Starts auf griffigen Grasbahnen hat sich die KW so sehr verstellt, daß nem Linsenträger die Kontaktlinsen in die Schutzbrille fallen würden.

Mit den Halbharten Kurbelwangen war das Thema nicht mal mit Übermaß-Zapfen erledigt, aber besser als im Originalzustand.

 

Ist in deinem Umfeld kein Tuner der Speedwaymotore macht?

 

Zu solchen oder ähnlichen Leuten mußt du gehen - wenn der ne Presseinrichtung zum Kurbelwellen Verpressen hat, da lacht der über deine Minikurbelwelle

 

Die KWs von solchen Bahnmotoren wiegen um die Zehn Kilo.

 

 

Tschüs


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