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Ist Markentreue nur emotional ?

Ist Markentreue nur emotional ?

Ja... frage ich,

 

Einige sind AUDI Fans.... Audi, Seat,VW,Skoda,alles eine "Wichse"

wo bleibt die "Individualität"?


Handschweiß Handschweiß

Wolfhalter

BMW

mein BMW:

70% emotional. BMW=Bayern=mir-san-mir=Mythos

15% rational. BMW=Hinterradantrieb=viel schöner als Frontkratzer. Außerdem haben sie mehr für den "alten Wagen" bezahlt.

15% irrational: als Werksangehöriger bekäme ich jedes halbe Jahr einen neuen Audi oder VW, will aber nicht.

 

mein Mercedes:

100% emotional, macht überhaupt kein Sinn, aber Spaß.


deville73 deville73

The world of gentlemen

Der Kauf eines Oldtimers dürfte zu nahezu 100% emotional sein.

Da gibt es Erinnerungen an die eigene Jugend, Fahrten in die Ferien, das erste eigene Auto, was auch immer.

Dazu kommen die früher wichtigere Formgebung, die stets markentypische Züge trug und bestimmte Eigenschaften des Interieurs.

 

Da diese Dinge heutzutage aber beinahe allesamt abgeschliffen, ausgebügelt und angeglichen sind, die Autos somit standardisiert und bis auf Details beinahe beliebig austauschbar geworden sind, spielt die Emotionalität heute keine große Rolle mehr.

 

Da sind eher Dinge wie Preis, Betriebskosten, Wertverlust und Gesamthaltbarkeit von Bedeutung.

 

Wir leben halt in einer vergleichsweise unemotionalen, von Märkten (also rein rationalen Gedanken) und temporären Sachzwängen geprägten Zeit.

Schön ist das nicht.


MadX MadX

Be mad or be dead

Markentreue ist sicher nur emotional.

Denn heutzutage gibt es doch keine echte Identität mehr.

Beispiele:

Mercedes verkauft Renaults mit Stern, in den 90ern wurde der VR6 aus dem VW-Regal in die V-Klasse verbaut.

BMW verbaut im Mini Toyota-Diesel und PSA-Benziner

Opel ist schon seit Ewigkeiten GM.

Saab war ab den 90ern nur noch ein Opel mit anderer Karosse.

 

Mit sinken der Wertschöpfung sinkt doch auch die Individulität und Bindung.

 

Greetz

MadX


MW111 MW111

Vespa

Ich finde, daß das emotionale heute viel zu sehr auf der Strecke bleibt. Lautlos soll der moderne Musterbürger am besten Co2-frei sein Ziel erreichen. Entweder mit seinem Elektromobil, bei dem nach 60-70 Kilometern nachladen angesagt ist (an eine einigermaßen passable Reisegeschwindigkeit jenseits der 110km/h sollte man hierbei gar nicht wagen zu denken:D...) oder aber mit der S-Bahn, bei der man schon froh sein kann, den letzten Sitzplatz zu ergattern:eek:. Nun sind aber nicht alle Leute gewillt, da auch mitzumachen, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut. Denn dank Mineral- und Mehrwertsteuer werden auch auf diese Weise viele Menschen auf den rechten Weg gebracht. Zumindest dahingehend, daß sie alle paar Jahre ein immer noch umweltfreundlicheres und verbrauchsärmeres Fahrzeug kaufen. Das erscheint dann doch etwas absurd: denn die größte Umweltbelastung entsteht ja bei der Produktion, bzw. der Verschrottung eines Wagnes. Zusätzlich ist unsere Gesellschaft mittlerweile auch darauf getrimmt, immer etwas neues haben zu wollen. Die Firmen erkennen dies, sodaß das Teuerste am ganzen Auto mittlerweile die Werbung sein dürfte. Und so kauft der treue Mercedeskunde plötzlich einen Renault, nur weil Mercedes einen Stern vorne draufgeklebt hat:confused:. Würden die Leute heute mal die Augen aufmachen und ihr Auto nach der Optik kaufen, so führen die Neuwagenhersteller wohl oder übel größere Verluste ein. Doch das wird so schnell wahrscheinlich nicht passieren und so wird man in naher Zukunft wahrscheinlich ein abgeschlossenes Ingeneurstudium benötigen, um beim eigenen Wagen eine Glühbirne zu wechseln; wie gut, daß das der Händler des Vertrauens für 100€ gerne übernimmt. So geht die Emotionalität auch damit verloren, daß es dem Normalsterblichen fast unmöglich gemacht wird, am eigenen Auto noch großartig rumzuschrauben (man sieht ja nichtmal mehr den Motor, wenn man unter die Haube schaut:mad:).


Ist Markentreue nur emotional ?

Emotional geht bei neuen Autos nicht weil das was ansprechend ist, finanziell noch

weniger geht als die gummibereiften Verzichtserklärungen, die man sich leisten könnte (die ich aber nicht will)

 

Je mehr ich die Zukunft kenne, um so mehr liebe ich alte Autos.

Nein! Ich will weder Long- noch Mid-Range-Radar und ein Auto was

sich bei Autofreier Straße vor einer Kinderfreien Hofeinfahrt erschreckt

und mir ne unnötige Vollbremsung hinhaut, das dürfen die Hersteller behalten.

Da kann ich schon Markenübergreifende Emotionen aufbauen, die sind halt nur sehr negativ.

 

Markentreue kenn ich auch bei Oldtimern nicht und ich kann mich für jegliche alte

mechanische Technik begeistern. Übrigens beinhaltet (hoffentlich) jede Ent-

scheidung für oder gegen einen Oldtimer ( auch bei Vorkriegsautos)

EXTREM rationale Momente. Doch - ein Duesenberg SJ würde mir

schon gefallen, aber da müßte ich erst noch 300 Jahre sparen

:confused:

 

Rational betrachtet isses auch nett, wenn man sich den Unterhalt leiseten kann....

 

Wo hab ich nur meine Wunschliste fürs Christkind hin (wühlmodus-ein) :cool:

 

Frohe Weihnachten für alle Motortalker :)

Christoph


Themenstarter

Ihr sprecht mir einfach aus dem Herzen, ich liebe meinen alten Saab, moderne Autos mögen mehr können, mehr leisten, mir ist es egal, ich freue mich über gut gepflegte alte BMW, über Leute die ihren alten Kadett mit Freude fahren, etc. wir alle fahren keine "praktischen" Schuhkartons ,sondern die letzten individuell geformten Autos, an derem Äusseren man die Automobilmarke erkennen kann. !!!!


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