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Ideen zu Kfz-Anpassungen bei Mobilitätseinschränkungen - Woran sollten die Autobauer arbeiten?

Ideen zu Kfz-Anpassungen bei Mobilitätseinschränkungen - Woran sollten die Autobauer arbeiten?

Guten Tag,

 

ich bin Studentin an der Technischen Universität München und bin derzeit an einem Projekt des Lehrstuhls für Technologie- und Innovationsmanagements beteiligt, in dem wir nach technischen Lösungen suchen, die das Autofahren für Menschen mit körperlichen Einschränkungen einfacher bzw. komfortabler machen können.

 

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, Autos mit Hilfe technischer Umrüstungen an bestimmte Mobilitätseinschränkungen anzupassen. Doch wir sind uns sicher, dass längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Ich würde mich freuen, durch dieses Forum Personen kennenzulernen, die diese Auffassung teilen.

 

Ich auf der Suche nach Personen, die beim Autofahren durch körperliche Einschränkungen beeinträchtigt werden und daher Ideen entwickelt haben, etwas an Ihrem Auto umzurüsten. Darüber hinaus haben Sie ein Interesse daran, die technologischen Innovationen auf dem Gebiet der Kfz-Anpassungen in Kooperation mit der TU München voranzutreiben.

 

Es würde mich sehr freuen, wenn Sie mich zu diesem Thema kontaktieren und sich mit uns über Ihre Visionen und konkreten Ideen zu der Kfz-Umrüstung austauschen.

 

Beste Grüße

 

http://www.tim.wi.tum.de/


Guten Abend,

 

ich bin auch mit der Mobilität eingeschränkt und habe mir ein Auto umbauen lassen damit ich mobil bin. Auf dem Lande ist es ja nicht möglich einzukaufen geschweige mit dem Bus in die Stadt zu kommen.

 

Auf der Rehacare 2012 musste ich wieder feststellen das die Autohersteller mal wieder nur die teuersten Autos ab Werk mit einigen umbauten herstellen. Wer kann sich denn nach einem Unfall ein neues Auto und den dazugehörigen noch leisten?

 

Ich bin gern bereit mit Euch Informationen aus zu tauschen.

 

 

MfG gini68


Zitat:

Original geschrieben von gini68

 

Auf der Rehacare 2012 musste ich wieder feststellen das die Autohersteller mal wieder nur die teuersten Autos ab Werk mit einigen umbauten herstellen. Wer kann sich denn nach einem Unfall ein neues Auto und den dazugehörigen noch leisten?

Jetzt übertreibe mal nicht. Richtig, auf der Rehacare siehst du nur ungebaute Porsches, Benze oder Audis.

Allerdings werden im allgemeinen auch "normale" Autos umgebaut.


meehster meehster

4000 Nm und Frontantrieb

Zitat:

Original geschrieben von rheinschiene

Zitat:

Original geschrieben von gini68

 

Auf der Rehacare 2012 musste ich wieder feststellen das die Autohersteller mal wieder nur die teuersten Autos ab Werk mit einigen umbauten herstellen. Wer kann sich denn nach einem Unfall ein neues Auto und den dazugehörigen noch leisten?

Jetzt übertreibe mal nicht. Richtig, auf der Rehacare siehst du nur ungebaute Porsches, Benze oder Audis.

Allerdings werden im allgemeinen auch "normale" Autos umgebaut.

Ich war dieses Jahr auch da und Porsches habe ich da nicht gesehen ;)

 

Dafür einen Lancia und beim letzten Besuch vor ein paar Jahren einen Daihatsu. Auf der Rehacare sieht man also nicht nur die teuren Modelle der teuren Hersteller.

 

Zum Thema selbst kann ich nicht viel beitragen. Sobald die Kiste die "Easy-Entry"-Funktion hat und der Tankeinfüllstutzen auf der Fahrerseite liegt, habe ich ein weitgehend zufriedenstellend auf meine Behinderung eingerichtetes Auto.


Zitat:

Original geschrieben von meehster

Zitat:

Original geschrieben von rheinschiene

 

Jetzt übertreibe mal nicht. Richtig, auf der Rehacare siehst du nur ungebaute Porsches, Benze oder Audis.

Allerdings werden im allgemeinen auch "normale" Autos umgebaut.

Ich war dieses Jahr auch da und Porsches habe ich da nicht gesehen ;)

 

Dafür einen Lancia und beim letzten Besuch vor ein paar Jahren einen Daihatsu. Auf der Rehacare sieht man also nicht nur die teuren Modelle der teuren Hersteller.

 

Zum Thema selbst kann ich nicht viel beitragen. Sobald die Kiste die "Easy-Entry"-Funktion hat und der Tankeinfüllstutzen auf der Fahrerseite liegt, habe ich ein weitgehend zufriedenstellend auf meine Behinderung eingerichtetes Auto.

Ich war auch auf der Reha-care dieses Jahr auch dort.

Kann ich voll bestätigen.

 

Einen Porsche habe ich allerdings dort gesehen. (umgebaut) ;)

Habe einen auf dem Gelände gesehen


Ideen zu Kfz-Anpassungen bei Mobilitätseinschränkungen - Woran sollten die Autobauer arbeiten?

Hallo rd-TUM,

 

es freut mich, daß es Menschen gibt, welche sich um die Technik für Fahrzeuge behinderter Verkehsteilnehmer gibt. Seit 1970 bin ich Oberschenkelamputiert. Mein Schwiegervater ist KFZ Mechanikermeister und hat mir ein Auto umgebaut. Da mir ein Neuwagen zu teuer war, habe ich mir immer ein gut gebrauchtes Auto gekauft und selbst umgebaut. Da ich nur das Gaspedal auf die linke Seite bauen muß, ist es nich ganz so schwierig. Es ist körperlich anstrengend, klappt aber einwandfrei. Da ich seit 2000 wieder Motorrad fahre, baue ich die Fußbremse auf die linke Seite. Natürlich ist der Umbau am Motorrad TüV geprüft. Der Gaspedalumbau im PKW ist nicht abnahmepflichtig.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Motoerwin


Meine Antwort richtet sich in erster Linie an die Themenstarterin rd-TUM, aber auch an motoerwin.

 

Ich bin - wie motoerwin - rechts oberschenkelamputiert. Da ich schon 1972 amputiert wurde habe ich schon einiges an Erfahrungen gemacht, mit den Umbauten des Gaspedals auf die linke Seite.

Ich stimme motoerwin zu, dass diese nicht abnahmepflichtig sind, aber nur dann, wenn das originale Gaspedal auf der rechten Seite zusätzlich erhalten bleibt.

Bei meinen Umbauten habe ich die (teure) Erfahrung gemacht, dass dieser leicht zu entfernen oder wegzuklappen sein muss, so dass nicht behinderte Fahrer ganz normal mit dem rechten Pedal fahren können. Wenn nicht behinderte Fahrer das zusätzliche linke Pedal versehentlich mit einem Kupplungspedal verwechseln, dann wird's teuer, glaubt mir!

Ich habe die Umbauten bei meinen Fahrzeugen selbst gemacht, und zwar so, dass man das zusätzliche linke Pedal nach oben wegklappen kann, wo es dann von einem starken Magneten gehalten wird.

Bei dem Übertragungsbügel vom rechten auf das zusätzliche linke Pedal muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Bewegung des Bremspedals uneingeschränkt bleibt.

Ob jemand dann vor dem Standard-Gaspedal auf der rechten Seite einen Sperrbügel braucht, um nicht versehenlich mit seiner Prothese Gas zu geben, muss selbst testen und für sich entscheiden.

Soweit zum Umbau, der im Fahrzeug eingebaut wird.

 

Was mich aber wesentlich mehr beschäftigt, ist eine mobile technische Lösung, mit der ich jedes beliebige (Automatik-) Fahrzeug spontan benutzen kann.

Dies wäre hilfreich für diese Situationen:

Ich arbeite in einer Firma mit einem Fahrzeugpool. Mein Chef will aber kein Fahrzeug speziell für mich umbauen lassen.

Ich brauche einen Leihwagen, wegen Ausfall des eigenen Fahrzeugs, bei einer Dienstreise mit Flug, oder im Urlaub.

Diesen Wunsch habe ich aus der Rehacare 2012 mit verschiedenen Ausstellern diskutiert. Bisher keine Reaktion!

 

Daher habe ich mir mittlerweile selbst eine solche Lösung gebaut, aber nur für Fahrzeuge mit stehendem Gaspedal (unten angelenkt).

Wenn jemand daran Interesse hat, kann ich gern mit einem Foto dienen.

 

Trotzdem wäre es meiner Meinung nach ein guter Ansatz für die Industrie, mobile Umrüstmöglichkeiten zu entwickeln.

 

mfg

HGST


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