3C (B6)
VW Passat B6 & CC:

Hoher Ölverbrauch, Nagelgeräusch 3C 1,6 l Benziner

Hoher Ölverbrauch, Nagelgeräusch 3C 1,6 l Benziner

Hallo,

mein Passat 3C, 1,6 L Benziner Bj. 04/2006, 60 000km, Motorkennbuchstabe BSE, macht seit dem Winter ab und an Probleme:

 

Es fing an mit dem Aufleuchten von 2 Leuchten: 1. Die ESP-Leuchte (dieses Schleudersymbol) und eine Sekunde später die Abgaswarnleuchte (dieser Motorblock). Nach einem Motorneustart war es weg. Kam aber wieder und ging auch wieder weg. Mit dem Aufleuchten war teilweise auch ein Leistungseinbruch zu verspüren. Dann war länger Ruhe und der Wagen fuhr normal.

 

Auf einmal gab es aber ein drehzahlabhängiges Nagelgeräusch, komischerweise erst ab 2000 Umdrehungen. Das hörte sich nicht gut an und ich bin in eine freie Werkstatt meines Vertrauens (die hiesige VW Werkstatt hat dieses Vertrauen nicht (mehr)). Die waren aber sehr ratlos, allerdings war der Ölstand sehr niedrig, ein Liter Nachschlag hat das Nagelproblem gelöst.

 

Seit dem ging zweimal die Öllampe an, wegen des geringen Ölstandes und ich habe 2 liter nachgekippt. Damit liege ich deutlich über einem Liter je 1000 km. Vorher habe ich in den 2 Jahren Intervall überhaupt kein Öl nachfüllen müssen!

 

Inzwischen leuchtete auch mal wieder die Leuchtenkombination wie oben beschrieben auf, aber ohne Leistungsverlust. Vor ein paar Tagen hatte ich dann über 10km wieder das Nagelgeräusch. Es ging von allein wieder weg.

 

Fakt ist: Irgendetwas stimmt nicht! Spritverbrauch normal, äußerlich keine Öllecks zu entdecken. Fahre meistens Landstraße mit 70 km/h, ca. 20% Stadtverkehr, wenig Autobahn.

 

Ich habe Sorge um die Reparaturkosten und spiele mit dem Gedanken, den Wagen in Zahlung zu geben und mir evtl. einen Touran - Jahreswagen zu kaufen. Die 100 PS mit dem 3C sind eh etwas knapp bemessen.

 

Fragen:

1. Was könnte für ein Defekt vorliegen?

2. Gibt es Anhaltspunkte, mit welchen Reparaturkosten zu rechnen wäre (Garantie nicht vorhanden).

3. Ist dieser Motor ansonsten eher anfällig oder auch für weitere Jahre zuverlässig?

 

Vielen Dank für Stellungnahmen!!!

 

Grisuhu


Das Nageln deutet darauf hin, dass die hydraulischen Ventilspiel-Ausgleichselemente der Schlepphebel nicht mehr ausreichend mit Öl versorgt worden sind. Dadurch wird das Ventilspiel sehr groß, schlagende Geräusche sind die Folge. Ursache dafür ist in der Regel mangelnder Öldruck, bei dir wahrscheinlich wg. zu geringem Ölstand, weil die Geräusche nach dem Auffüllen verschwanden.

 

Dieser niedrige Öldruck hat dem Ventiltrieb und dem Kurbeltrieb mit Sicherheit nicht gut getan. Bist du längere Zeit damit gefahren, sind Folgeschäden wahrscheinlich. Ob nun der hohe Ölverbrauch Folge oder Ursache ist, kann man aus der Ferne nicht beurteilen.

 

Der auf dem EA827 basierende BSE ist normalerweise sehr robust.


Käfer1500 Käfer1500

3C (B6)

Die ESP und Abgaswarnleuchten kamen sicher nicht ohne Grund und werden Fehlerspeichereinträge hinterlassen haben. Di ewürde ich bei einer VW Werkstatt Deines Vertrauens (sollte es auch in Deiner Umgebung noch einige geben) erst mal auslesen lassen.

Deutlich über ein Liter Öl je 1000 km hört sich gar nicht gut an. Für den robusten BSE völig untypisch und jenseits jeder Verschleißgrenze. Allerdings ist der BSE gebraucht einigermaßen günstig zu bekommen, so daß sich evtl. ein Motortausch eher lohnt als ein Verkauf und ein Kauf eines Gebrauchten mit unbekannter Vorgeschichte. (Ich gehe mal davon aus, daß Du ein ehrlicher Mensch bist und beim Verkauf den Motorschaden mit angibst und demensprechend wenig Geld für den alten bekommst)


Themenstarter

Danke soweit. Leider hat die e-mail-Benachrichtigung über die Antworten nicht funktioniert.

 

Wenn das Nageln (damit bin ich einmal 3 km und einmal 10km gefahren) nur eine Folge ist, was kann den dann die Ursache für den plötzlich hohen Ölverbrauch sein?

 

Ist die Umstellung auf festes Intervall und jährlichem Ölwechsel sinnvoll?

 

Trägt VW bei Motorschäden außerhalb der Garantie einen Teil des Schadens mit? Bei 60.000 km und 4 Jahren sollte so etwas eigentlich nicht passieren, oder? Oder ist das komplett ausgeschlossen?

 

 

Gruß

Grisuhu


Themenstarter

was mir noch einfällt: Das letzet mal "Nageln" vor ein paar Tagen war definitiv mit genug Öl im Bauch. Evtl. kommt das Öl nicht überall dahin wo es soll. Komisch ist nur, dass das nur selten passiert.

 

Gruß

Grisuhu


A-Klasse Rainer A-Klasse Rainer

3C (B6)

Hoher Ölverbrauch, Nagelgeräusch 3C 1,6 l Benziner

Hallo Allerseits

Bei meine 1.6 FSI hatte er auch genagelt.

Es war nicht wie vermutet die Ventilstößel,sonder der Kolben hatte zu viel spiel in der Laufbahn,daher war das Nageln.Der Ölverbrauch stieg dadurch auch an,aber nicht so hoch wie bei dir.

Wenn die Stößel länger als 30 Sekunden Trocken laufen sind sie Kaputt und müßen gewechselt werden.Dann nageln sie immer oder sehr oft.

Steht bei mir im Rep.Buch.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.


Der BSE hat keine Stößel, sondern Rollenschlepphebel zur Ventilbetätigung. Diese sind etwas unempfindlicher gegen Ölmangel.


Käfer1500 Käfer1500

3C (B6)

Ich würde wiegesagt zunächst mal in die Werkstatt und Fehlerspeicher auslesen Lassen. Zusätzlich ein Kompressionsdiagramm schreiben lassen. Das ist relativ günstig und danach kann man sehen, ob der Motor ein größeres Problem hat. Ferndiagnosen hier werden nichts bringen.


Themenstarter

Danke!


Themenstarter

Hi,

ich habe mal den Fehlerspeicher ausgelesen:

 

Adresse 01: Motorelektronik Labeldatei: PCI\06A-906-033-BGU.lbl

Teilenummer: 06A 906 033 AT

Bauteil: SIMOS72 1.6l 2VG 9600

Revision: --H02--- Seriennummer: VWZCZ000000000

Codierung: 0000071

Betriebsnr.: WSC 20725 134 81587

 

1 Fehler gefunden:

16688 - Zylinder 4: Verbrennungsaussetzer erkannt

P0304 - 006 - Kurzschluß nach Plus - Sporadisch

Umgebungsbedingungen:

Drehzahl: 2464 /min

Luftmasse/Hub: 381.5 mg/H

Temperatur: 87.0°C

Lambda: -11.7 %

 

Readiness: 0000 0000

 

 

 

Adresse 03: Bremsenelektronik Labeldatei: PCI\3C0-614-095-C2.lbl

Teilenummer SW: 3C0 614 095 P HW: 3C0 614 095 P

Bauteil: ESP 440 C2 H015 0003

Revision: H015 Seriennummer: 0658616464

Codierung: 0013686

Betriebsnr.: WSC 05311 000 00000

 

1 Fehler gefunden:

01314 - Motorsteuergerät

013 - bitte Fehlerspeicher auslesen - Sporadisch

Umgebungsbedingungen:

Fehlerstatus: 00101101

Fehlerpriorität: 3

Fehlerhäufigkeit: 1

Verlernzähler: 213

Kilometerstand: 60056 km

Zeitangabe: 0

Datum: 2010.05.10

Zeit: 13:05:43

 

 

 

Die letzten 500 km ist er normal gefahren, ohne Warnleuchten oder Geräuschen), allerdings ist der Ölverbrauch nach wie vor sehr hoch!

 

Helfen die Fehlercodes?

 

Gruß

Grisuhu


kusser77 kusser77

3C (B6)

Hoher Ölverbrauch, Nagelgeräusch 3C 1,6 l Benziner

hallo zusammen,

 

mein 1,6 fsi hat jetzt auf knapp 20.000km rund 5liter öl gefressen.

bis zum ersten service bei 30.000 km hatte er keinen tropfen gebraucht. bei kilomerstand 37.000 fing es an mit nachfüllen.

aber so ein nageln wie deiner hatte er noch nie.

 

bei dir steht im fehlerspeicher das er zündaussetzer hatte. das war bestimmt der grund warum die gelbe motorlampe( MIL ) aufgeleuchtet hat. hatte meiner auch mal. da wurden alle 4 zündspulen auf garantie gewechselt. seitdem ist ruhe .


Themenstarter

Hi,

ich war ja heute in der freien Werkstatt und habe Kompressionsmessung, Zündkerzenwechsel, 1 Zündkabelwechsel, Moptorreinigung (MotorClean) und Ölwechsel auf Mobil 0W40 gemacht.

 

Fazit:

Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt: Zylinder 1-3 haben 13-14 Bar, Zyl. 4 nur 7,2.

 

Der Moror wackelt im Leerlauf, zieht man im Leerlauf den Ölstab etwas hoch, dampft er im Kolbentakt daraus, ebenso aus der Öleinfüllöffnung (erinnert eher an eine Dampflock). Der Druck geht also in den Motorblock. Motorschaden stände irgendwann bevor. Die Mechaniker waren sehr erstaunt, dass dies bei einer Laufleistung von 60 Tkm so heftig auftritt.

 

Wenn man überhaupt reparieren möchte, empfahlen sie den Austausch des unteren Blocks, wobei das aber sehr aufwändig wäre. Der nackte Block kostet bei VW ca. 1500 - 1600 €, aber ein riesen Zeitaufwand und alle Dichtungen und Kleingedöns müsse auch neu, also schnell Richtung 3000 €.

 

Der Wagen ist 4,5 Jahre alt, hat zwar alle Servicetermine wahrgenommen, den letzten aber im September 2009 in der freien Werkstatt.

 

VW wird sich vermutlich weigern kulant zu sein, oder?

 

Ich bin fix und fertig. Der Wagen wurde weiß Gott nicht hart beansprucht und zudem gut gepflegt und dann so was.

 

Was meint ihr dazu?

 

Gruß

Grisuhu


Käfer1500 Käfer1500

3C (B6)

Zitat:

Original geschrieben von grisuhu

Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt: Zylinder 1-3 haben 13-14 Bar, Zyl. 4 nur 7,2.

Das hatte ich befürchtet, deshalb riet ich oben zur Kompressionsmessung!

Schwachstelle am 1.6 BSE sind wohl weniger die Ventile (Zylinderkopf), sondern mehr die Kolben / Kolbenringe. Man hört teilweise von "unrunden" Kolben oder Zylinderlaufbahnen, was durch Deine Beobachtungen (rhythmischer Druck auf die Kurbelgehäuseentlüftung einerseits und Ölverlust andererseits) bestätigt wird. Wären es die Ventile, wäre der Motor schon lange Schrott, die machen bei einem Schaden viel schneller schlapp und reißen dann ab. Aber auch hier droht unmittelbar ein schwerer Motorschaden, der auch Folgeschäden (Getriebe,...) nach sich ziehen kann!

 

Ich würde folgendermaßen vorgehen:

1. freundlich mit VW reden, ob Kulanz möglich ist und was dann ein ATM bei VW mit Einbau etc. kostet

2. mit einem Schrottplatz / Ersatzteilhändler / freier Werkstatt reden, was der Einbau eines Gebrauchmotors kostet. Der BSE ist im Golf sehr weit verbreitet und dementsprechend relativ gut mit erträglicher km-Leistung (ist ohne Gasumrüstung ja kein Vielfahrermotor) zu finden. Vielleicht bietet Dir ja einer den Motorwechsel für 2000-2500€ an.


Zitat:

Original geschrieben von grisuhu

Hi,

ich war ja heute in der freien Werkstatt und habe Kompressionsmessung, Zündkerzenwechsel, 1 Zündkabelwechsel, Moptorreinigung (MotorClean) und Ölwechsel auf Mobil 0W40 gemacht.

 

Fazit:

Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt: Zylinder 1-3 haben 13-14 Bar, Zyl. 4 nur 7,2.

 

Der Moror wackelt im Leerlauf, zieht man im Leerlauf den Ölstab etwas hoch, dampft er im Kolbentakt daraus, ebenso aus der Öleinfüllöffnung (erinnert eher an eine Dampflock). Der Druck geht also in den Motorblock. Motorschaden stände irgendwann bevor. Die Mechaniker waren sehr erstaunt, dass dies bei einer Laufleistung von 60 Tkm so heftig auftritt.

 

Wenn man überhaupt reparieren möchte, empfahlen sie den Austausch des unteren Blocks, wobei das aber sehr aufwändig wäre. Der nackte Block kostet bei VW ca. 1500 - 1600 €, aber ein riesen Zeitaufwand und alle Dichtungen und Kleingedöns müsse auch neu, also schnell Richtung 3000 €.

 

Der Wagen ist 4,5 Jahre alt, hat zwar alle Servicetermine wahrgenommen, den letzten aber im September 2009 in der freien Werkstatt.

 

VW wird sich vermutlich weigern kulant zu sein, oder?

 

Ich bin fix und fertig. Der Wagen wurde weiß Gott nicht hart beansprucht und zudem gut gepflegt und dann so was.

 

Was meint ihr dazu?

 

Gruß

Grisuhu

Es ist schon sehr seltsam von einer Werkstatt, eine solche Aussage (Austausch Zylinderblock) nur aufgrund einer Kompressionsprüfung zu treffen. Eine seriöse Aussage kann man nur nach einer Zylinderkopfdemontage oder notfalls einer Endoskopie der Zylinder treffen. Anders lässt sich der Schaden - und damit der tatsächlich erforderliche Reparaturumfang - nicht diagnostizieren.

 

Vor einer Kopfdemontage würde ich allerdings die Kulanzfrage klären.


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