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Frage zur Restaurierung eines 911 Targa Softtop

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Frage zur Restaurierung eines 911 Targa Softtop

Hallo.

Ich restauriere einen 911 Targa Bj. 70 mit faltbarer Heckscheibe.

Jetzt habe ich das Problem das ich nicht genau weiß wie die Fuge auf dem Bild (Verbindung Seitenwand-Motorhaube richtung Heckscheibe HL) auszusehen hat. Angeblich war bei diesem Modell dort eine solche Fuge. (Habe das Fahrzeug bereits teilzerlegt gekauft)

Meine Frage ist:

Weiß jemand wie breit und wie tief diese Fuge sein muß bzw. ob sie auch wirklich dahin gehört ?

 

Ich bedanke mich im vorraus für euere Hilfe.

MFG, Jörg.



Hallo

 

Original wurde der Flansch komplett mit Messinglot durchgelötet und dabei der Spalt mitgefüllt.

Weitere Anpassungsarbeiten an der Ecke wurden gezinnt. Später hat man nur etwas gelötet und mehr gezinnt. Beim rautrennen des Gammelteils müssten die Messinglotreste auffallen wenn man den Flansch runter bis zum Stoss zur Ecke Motordeckel blank macht dürfte man auf Reste des Lot stossen.

 

So wie das Bild aussieht passt der Radius für den Scheibenrahmen nicht optimal daher unbedingt vorher erst mal die Heckscheibenhinterkante mit Rohrgestell einpassen.

 

Nach dem lackieren bei der Montage festzustellen das man einen sichtbaren Spalt hat wo auch ständig das Wasser drin steht versaut einem mehr Arbeitszeit als vorher einpassen. Motordeckel sorgt für die Kantenkontur wobei man denn Motordeckel unten bündig mit den Endspitzen Seitenteil einpasst und zwar am besten mit eingebauter Gasdruckfeder, Abstandsgummis und Schloss. Wenn die Hinterkante optimal passt wird oben Spaltgenau gezinnt.

Wenn der Motordeckel zu hoch steht dann erst mal checken ob das Scharnier luft in der Lagerschraube hat bzw Scharnier passend nachsetzen.

 

Wenn der Heckquerträger draussen ist dann kann man eine Luftnummer mit den Endspitzen der Seitenteile riskieren aber irgendwann muss das Teil ja wieder rein also besser mit dem Finishen warten bis alle Anbauteile dran sind.

 

Noch ein Hinweiss die Türspalte werden mit montiertem Aggregat eingestellt weil dann die Karosse noch etwas auseinandergeht. Alternativ kann man auch an der Heckquertraverse 100kg anhängen.

 

Wenn das Auto auf Rädern steht dann kann man ja die Fahrzeuhöhe ausmessen und solange Gewicht addieren bis die Grundhöhe erreicht ist.

 

Bei Unklarheiten evtl. einfach die Porsche Classic in Freiberg löchern. Für die Heckscheibe gab/gibt es eine Lehre

 

Grüsse


Themenstarter

Hallo,

vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort !!!!

Ich werde die Tipps umsetzen. Vielen Dank.

 

Nochmal zu der Ecke HL. Habe ich das richtig verstanden, dass die Fuge nachher nicht mehr sichtbar ist und glatt übergeht ?!

 

Gruß Jörg.

 

PS: Melde mich nochmal, wenn ich die 100 KG dran und alle Spaltmaße etc. kontrolliert habe.


Hallo

 

die Fuge ist nachher nicht sichtbar ein "echter" Porsche 911 war nie Grossserie und daher wäre eine sichtbare Trennfuge ein Faupax. Bei den frühen 911 wurde noch viel mehr als die Trennfuge gezinnt z.B die finale Form der Vorderkotflügel über den Blinkleuchten ist gezinnt (wird oft beim Anbau von Neuteilen "vergessen").

 

Sichtbare Trennfugen sind eine Tatsache in der Grosserie und oft der Quell von Rost.

 

Bei dem Spaltmass von der Türhinterkante zum Seitenteil muss man sehen wie weit der aufgeht.

Typischerweise setzt man 2 Mitarbeiter (150kg) auf die hintere Quertraverse und sieht zu wie der Spalt "aufgeht". Das tückische an den 911 Targas vor ca 1980 ist das die Bodengruppe im Bereich der Achsaufnahme relativ komplex mit mehreren Blechen geformt ist und das die Inneschweller partiel aufgedoppelt wurden. Wenn das Auto dort mürbe ist dann geht der Spalt viel weiter auf als er sollte.

Dann muss man erst mal die Bodengruppe sanieren und da ist eine Richtbank fast nicht zu vermeiden.

 

Viele 911 wurden schon mal "restauriert" und der Bereich wurde einfach durch ein neues Bodenblech ersetzt ohne die innen mürbe Struktur instandzusetzen.

 

Man erkennt es oft am einfachsten wenn man die Flanschdicke zwischen Bodenblech und Radhausblech hinten nachmisst oder einfach die Bleche durchzählt. Im Bereich unterhalb der Sitzbankmulde Richtung Ecke Sicherheitsgurtschraube sind es 4 Bleche und weiter hinten den Radius hoch zum Unterzug werden es 3 Bleche erst hinter der Quertraverse von den Stossdämpfern werden es 2 Bleche. ( Das Innenblech hört ca auf höhe Eintrittstutzen für Heizung auf ).

 

Solange man nur an der Aussenhaut arbeitet kann man das Thema links liegen lassen nur wenn man den Türspalt einstellen will dann sollte der Motor montiert sein. Es gibt "Profis" die den Türspalt durch abschleiffen des Türblatts oder versetzen der Türe korrigieren um nach der Motormontage wieder die Türe neu einzujustieren nur das man dann vorne den Spalt zum Kotflügel nochmal neu machen muss.

 

Wenn man das Seitenteil erneuert dann vorher das Spaltmass ausmessen oder nur mit eingebauten Aggregaten vorgehen ( oder auf der Richtbank ). Der 911 ist kein modernes Leichtbauauto und klappt ohne Seitenteile oder Aussenschweller nicht zusammen

 

Noch ein Tipp: die Türen werden einmal richtig eingestellt und dann werden die Scharnierbolzen gezogen während die Scahrnierplatten an der A-Säule mitlackiert werden. Bei den Türscharnieren laufen mit der Zeit die Broncebuschen aus die muss man vorher aufarbeiten.

 

Grüsse


Ich bin an Ihren Targa interessiert. Haeten Sie Interesse zu verkaufen und mit mir Kontak aufzunehmen? Mein Name ist Gerd Schnetkamp und Sie erreichen mich unter meiner Mobilnummer 0163 3333 233

Viele Gruesse


Frage zur Restaurierung eines 911 Targa Softtop

Er wird Dich nicht hören,

denn

er war schon seit fast drei Jahren nicht mehr hier im Forum. :eek: :eek:


Themenstarter

Sorry, ich hatte die Einstellungen eigendlich so das ich eine E-Mail bekomme wenn mich jemand anschreibt.....

 

Aber zu deiner Anfrage sage ich nur :

 

Glaubst du ernsthaft ich restauriere über mehrere Jahre, in ca. 1000 Std. mit meinen eigenen Händen, meinem Schweiß und meinen Nerven diese Auto, um es dann zu verkaufen ? :D :cool:


Zitat:

Original geschrieben von Jörki

Sorry, ich hatte die Einstellungen eigendlich so das ich eine E-Mail bekomme wenn mich jemand anschreibt.....

 

Aber zu deiner Anfrage sage ich nur :

 

Glaubst du ernsthaft ich restauriere über mehrere Jahre, in ca. 1000 Std. mit meinen eigenen Händen, meinem Schweiß und meinen Nerven diese Auto, um es dann zu verkaufen ? :D :cool:


Na ja ,einen Versuch war es wert .Du kannst mir ja ein paar Fotos von der erfolgreichen Restauration schicken ,und wenn Du trotzdem mal verkaufen willst !!!


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