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Firmenwagen oder Privatfahrzeug mit Kilometergeld?

Firmenwagen oder Privatfahrzeug mit Kilometergeld?

Themenstarter

Servus liebe Gemeinde!

 

Da ich beruflich anteilig viel mit meinem Privatfahrzeug im Außendienst tätig bin stelle ich mir die Frage, ob ein Firmenwagen nicht eventuell günstiger für mich wäre. Das Fahrzeug wird zu 65% geschäftlich (ca. 11.0000km) und zu 35% (ca. 6000km) privat genutzt. Mein Arbeitgeber bezahlt mir für die gefahrenen Kilometer 0,30€.

 

Zu den Fakten:

Mein Auto ist ein 2.0 TDI, Baujahr 2007, 120.000km, für den ich folgendes bezahle:

- Finanzierungsrate/mtl.= 200,00 €

- KFZ-Steuer/jährl.= 308,00€

- Versicherung mit VK/mtl. = 82,50€

- Benzinkosten/mtl. ca. 180,00€

- Ausgaben für Wartung und Reparaturen sind zu unterschiedlich, um mit Ihnen zu rechnen denke ich.

 

Zu meinem Einkommen:

- Grundbruttolohn/mtl. = 2600,00€

- Provisionen durchschnittlich/mtl. = 1300,00€

- Gesamtbrutto durchschnittlich/mtl. = 3900,00€

- Kilometerpauschale durchschnittlich/mtl. = 250,00€ (steuerfrei), was etwa 850 geschäftlich genutzte Kilometer im Monat entspricht.

 

Was würdet ihr mir raten? Kenne mich da überhaupt nicht aus. Wie sieht es mit der 1%-Regelung aus? Könnte ich den Firmenwagen auch privat nutzen (Fahrtenbuch erforderlich?). Was wäre für mich bzw. meinen Arbeitgeber von Vorteil?


blubb0815 blubb0815

Hesse

VW

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Dienstwagen

 

1% des listenpreises + 0,03% des listenpreises pro km (wohnung-arbeitsstätte) - letztere können entfallen wenn du ausschließlich im Außendienst tätig bist.

 

das kommt auf dein brutto drauf, wird somit versteuert und wird vom netto wieder abgezogen. das was du dann netto weniger hast, kostet dich der wagen.

 

ob sprit dabei ist und ob du im Gegenzug auf Gehalt verzichten musst, musst du mit deinem Arbeitgeber besprechen. dann kannst du für dich entscheiden ob es sich rentiert.


Anhand Deiner Zahlen lässt sich einfach berechnen, dass es sich in Deinem Fall nicht rechnet, den eigenen PKW geschäftlich einzusetzen.

 

Im Schnitt erhältst Du monatlich knapp 300 € Kilometergeld. Dem gegenüber stehen monatliche Kosten in Höhe von 500 €. Darin sind noch keine Inspektionen, Reparaturen, Reifen etc. enthalten, ebenso wenig Rücklagen für ein neues Fahrzeug. Realistisch musst Du also mindestens 700 - 800 € pro Monat veranschlagen.

 

Einen Firmenwagen kannst Du i. d. R. auch privat nutzen; die Regelungen hierfür werden mit dem AG vereinbart. Für die Privatnutzung werden pauschal 1 % des Bruttolistenpreises versteuert, bei einem Anschaffungspreis von 45.000 € wären dies 450 € monatlich. Je nach persönlichem Steuersatz sind dies +/- 200 € (musst Du mal anhand einer Steuertabelle für Deine Verhältnisse nachrechnen, z. B. auf www.nettolohn.de). Ein Fahrtenbuch ist nur dann zu führen, wenn Du nicht pauschal versteuert wirst. Bei Deinem relativ hohen Privatanteil würde ich grob schätzen, dass Du jedoch mit der 1% Versteuerung günstiger fährst.

 

Gruß

Der Chaosmanager


Zitat:

Original geschrieben von corrado2708

Zu den Fakten:

Mein Auto ist ein 2.0 TDI, Baujahr 2007, 120.000km, für den ich folgendes bezahle:

- Finanzierungsrate/mtl.= 200,00 €

- KFZ-Steuer/jährl.= 308,00€

- Versicherung mit VK/mtl. = 82,50€

- Benzinkosten/mtl. ca. 180,00€

- Ausgaben für Wartung und Reparaturen sind zu unterschiedlich, um mit Ihnen zu rechnen denke ich.

Die Finanzierungsrate kannst Du nur begrenzt mit einrechnen.

Auch die Versicherung mit VK nur begrenzt.

 

Aber ich rechne mal monatliche Kosten zusammen:

200,00 € Finanzierung

6,88 € KFZ-Steuer

82,50 € Versicherung mit VK

180,00 € Benzinkosten

37,50 € Wartung für 18.000 km zu 0,025 € je km

= 506,88 € pro Monat.

- 250,00 € Ersatz AG

= 256,88 € pro Monat Eigenkosten

 

Dem stelle ich nun Firmenwagen gegenüber:

300,00 € Eigennutzung (1% von 30.000 € teurem Neufahrzeug)

- 150,00 € etwa SozVers + Lst

+ 60,00 € Tanken für Privatfahrten

= 210,00 € pro Monat Eigenkosten

 

Nun, hört sich ja erstmal gut an, aber zum einen ist der Neupreis eines Fahrzeuges dieser Klasse vermutlich über 30.000 € und zum zweiten schaffst Du mit der Finanzierung ja auch eigenen Wert. Irgendwann fällt die Rate weg und dann läufst du ins Plus, als letztes sei auch erwähnt dass du KFZ-Versicherungskosten dann nicht mehr steuerlich absetzen kannst (dann fehlen 990,-- € Abschreibung am Jahresende).

 

Von daher täte ich sagen, dass Du mit KM-Geld vom Arbeitgeber besser stehst als mit Firmenfahrzeug.

 

Desweiteren erhältst Du Dir ein Stück Unabhängigkeit vom Arbeitgeber...


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