Volvo S60 I (R)

Bifuel/LPG vs. Diesel

hallo leute,

 

ich bin stolzer besitzer eines bifuel-s60 mit 356.000 km auf der uhr. so allmählich wird es zeit, über etwas neues nachzudenken. ein bifuel kommt nicht mehr infrage, weil die knapp 4.000 euro für eine komplette neue gasanlage mich doch seinerzeit nachdenklich gestimmt hatten. und beim kauf dachte ich eben: geil. benzinfeeling zum dumping-price. 2008 dann 4.000 euro. andererseits: wenn erst mal alles neu ist, dann läuft es problemlos....geschätzte sechs jahre.

 

dennoch: der sound des s60 (mit 140ps) kommt nicht im entferntesten an dieses scharfe röhren eines end90er v70 heran.

 

also bin ich am überlegen: den s60 fahre ich zu 80% mit gas und den rest eben mit superbleifrei. 50.000 im jahr. da ist der unterschied zum diesel nicht soooo gross. aber vor diesel-motoren hab ich schlichtweg angst. vorbei die zeiten, als ein daimler die 500.000-km-grenze problemlos überschritt. die super-duper-high-tech-diesel-motoren schaffen das nicht. meistens nicht.

 

okay, der 163-ps-volvo-diesel scheint ja wohl ein echter bringer zu sein. ein richtig guter motor.

und mein volvo-schrauber berichtet mir von einem der 450.000 auf der uhr hat und läuft........aber so richtig trau ich mich nicht. und dann der v70-sound. der schrauber hat mir allerdings auch einen 2010er v70 mitgegeben und ich muss sagen - 8 liter im durchschnitt sind für einen cng-verwöhnten ein echter horror.

 

ich schwanke also nun zwischen einem 163-ps-diesel und einem normalen benziner, den ich auf LPG umrüsten würde. mit LPG hab ich aber keinerlei erfahrung. mit cng schaff ich 280km für 18 euro - wie ist das bei LPG? und wie wäre das beim diesel?

 

und ich hab keinen bock mehr auf diese kurzen reichweiten - andererseits will ich auch nicht irgendwelche bomben im kofferrraum rumliegen haben. mein momentaner favorit: ein s80-I mit möglichst viel LPG-kapazität.

 

vieleicht hat jemand von euch etwas input für mich :-)

 

danke.

 

tom


Hallo

 

Seit knapp 2 Jahren fahre ich meinen ersten Diesel und an das Nageln habe ich mich bis heute nicht gewöhnt.

Andererseits weiß ich, dass der Motor lebt und den Sound habe ich nur in den ersten beiden Gängen.

 

Als ehemaliger LPG Fahrer (Renault Scenic) kann ich bestätigen, dass die kurzen Tankintervalle nerven. Dazu kommt, dass der Wiederverkaufswert eines Gasautos nicht eben hoch ist, und bei mir war es kein Polen-Einbau...der Eingriff in den Motor ist eben nicht von der Hand zu weisen. Die Injektoren waren zwei mal kaputt, auch wieder nach dem Verkauf, wie ich hörte. Also keine vertrauensbildenen Maßnahmen.

Der Verbrauch lag bei ca. 10 Litern Gas, bzw. 9 Litern Benzin. Für 112 PS ganz ok. Allerdings hat der Renault keine Bäume ausgerissen.

8 Liter für den Diesel sind Mittelmaß. Kommt auch ein wenig auf die Strecke und den Fahrstil an.

Bei mir, mit 185 PS, sind es um die 7 Liter.

 

Bei den einschlägigen Börsen gibt es so gut wie keine LPG Volvos, das scheint seinen Grund zu haben.

 

Wenn Dein Fahrprofil wirklich bei 50.000 km liegt, lohnt sich der Diesel auf jeden Fall.


LPG im Volvo ist möglich, und bisher (auf 30.000 km) auch problemlos. Volvos gelten zwar als nicht ganz unproblematisch, aber es gibt Experten, die auch die Turbomotoren, die laut Schwarzliste Ventilprobleme haben können, mit FlashLube umrüsten. Ich habe den 170 PS Sauger und der ist laut Prins und Borelliste ohne erkennbare Probleme umrüstbar.

Ich habe auch kein Flashlube. Für Autogas gilt allgemein (d.h. Mehrheitsmeinung): Vollgas auf Gas wird oftmals als problematisch angesehen. Bei meinem Wagen (Schalter) entsprechen gut 4.000 U/min allerdings etwa 180 km/h, was als Dauertempo ausreichend hoch ist. Der Verbrauch liegt bei 12 bis 13 Liter Gas à 70 Cent = 8.40 bis 9,10 € auf 100 km, entspricht etwa 6 bis 6,5 Liter Diesel auf 100 km bei 1,40 € Dieselpreis. Meine vorherigen Diesel (allesamt 320 CDI) lagen bei 9,3 bis 10,5 Liter Verbrauch, ich fahre also im satten Verbrauchsbereich.

Reichweite meines Gastanks in der Ersatzradmulde des V 70 bei 400 bis 500 km, je nach Fahrweise, also eine absolut ausreichende Streckenreichweite.

Somit gilt bisher für mich: Ich habe keine Schwierigkeiten mit dem Gas. Allerdings weiss ich nicht, ob ich die Anlage eingebaut hätte, es ist nunmal ein Eingriff in den Motor. Die Anlage hat mein direkter Vorgänger (mein älterer Bruder), der den Wagen vor mir hatte, zum Preis von 2.300 € einbauen lassen. Gegenrechnung: 11,5 Liter Benzin à 155 (?, weiss nicht, war lange nicht mehr tanken) = 17.82 € pro 100 km abzgl. 9.10 € = 8,72 € Mehrkosten pro 100 km.

2.300 € durch 8,72 € = 263 = in 26.300 km waren also die Anschaffungskosten rausgefahren.

Jetzt fahre ich also seit 3.700 km mein Guthaben raus für den Fall, dass das Gas den Motor doch noch killt. Ich denke, dass ich das ganze Thema erst zur Zufriedenheit für mich geklärt habe, wenn der Motor 250.000 km gemacht hat, damit ich für mich von einer Dauerhaltbarkeit ausgehen kann. D.H. nach weiteren 5 Wartungen, die ich bei meinem VOLVO Händler weiter mache, damit ich mir nicht nahher die Schuld geben muss, wenn ich den Motor doch vorher gekillt habe.

Autogas im VOLVO ist daher für mich nur eine Alternative, wenn man auf häufige schnelle Autonbahnfahrten im Vollastbereich verzichten kann und man berücksichtigt, dass ein Auto auch vernünftige Wartung braucht.


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