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Allgemein: Rally-Fahrwerk (Einstieg)
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Hallo Leute,
worauf kommt es eigentlich allgemein bei Raly-Fahrwerken an?
Machen es einige von euch, zwischen den Rallys das Fahrwerk zwischen den Schotter und Asphalt umbauen? (inkl. Eintragung?) Oder fährt man besten mit einem Allround-Fahrwerk, das man nur entsprechend abstimmt? Wenn ja, wie aufwendig ist die Abstimmung, muss man die Fahrwerksgeometrie anpassen nachlauf sturz usw.?
Was würdet ihr für Einsteiger empfehlen und warum gehen die Sereinfahrwerke gar nicht?
Danke schon mal für eure Antworten
Calm |
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Quertreiber
Wird bei den Wenigsten neu abgestimmt, man hat einmal eine grundabstimmung, mit der man zurecht kommt.
Um über das Fahrwerk noch ziet zu gewinnen, muss man erst einmal ganz konstant fahren. Auf der Rundstrecke zum Beispiel sagt man Rundenzeiten mit Abweichungen im Zentelbereich.
Dann kommt noch hinzu, dass sehr sehr viel Erfahrung von nöten ist, um ein Fahrwerk optimal abzustimmen.
Serienfahrwerk ist meistens zu weich und nicht stabil genug!
Mich interessiert das Thema auch brennend, auch wenn ich nicht vorhabe, Rally zu fahren.
Das ein Rallyfahrwerk nicht abgestimmt wird, je nach Untergrund, kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen.
Die Anforderungen sind einfach viel zu unterschiedlich.
Von Schotter mit großen Steinen und Schlaglöchern, über Schnee und Eis bis hin zu Teer wie in Deutschland muß alles möglich sein, und das in manchen Rallys auch noch gemischt. Zumindest die Dämpfer werden dahingehend getauscht oder eben anderes eingestellt.
Ich vermute mal, das Serienfahrwerke schon den Nachteil haben, daß diese nicht Progressiv arbeiten können.
Entscheidend ist hier wohl, daß es einen Low- und Highspeedbereich gibt, welcher sich in seinen Dämpfungseigenschaften unterscheidet. Fürs Kurven fahren arbeitet der Dämpfer zB langsam und bleibt dann hart, was zur Folge hat, daß der Aufbau sich nicht neigt. Für schnelle Arbeitsgeschwindigkeiten wie Schlagloch, Steine oder Sprünge, wird der Dämpfer dagegen weich, damit die Bodenhaftung so lange wie möglich erhalten bleibt, bzw die Feder die Energie bei einer Landung zB komplett aufnehmen kann.
Andernfalls wäre es kaum möglich, ohne Seitenneigung durch eine Kurve zu brettern, Sprünge ohne Nachfedern wegzudämpfen und trotzdem alle Schlaglöcher zu bügeln um maximalen Vortrieb zu haben.
Hier steht so einiges darüber drin.
http://www.zf.com/.../Rallye_N_zf.pdf
Gruß
PS: ich bin kein Experte, ich versuche nur Licht ins Dunkel zu bringen
Quertreiber
Bei den Werksteams ja.
Im privaten Rallysport denke ich nicht, dass ein Fahrwerk neu abgestimmt wird.
Zum Thema neigung in Kurven, ein bischen Neigung braucht man, um den Grenzbereich zu "spüren", ansonsten hast du einen übergang zwischen haft- und gleitreibung den du nur noch mit extrem viel glück/können wieder abfangen kannst.
Zwar gilt auf asphalt im allg. je härter (weniger seitenneigung) um so höher der Grenzbereich, aber umso schmaler wird er auch und umso schwerer den zu "ertasten".
Nunja ich schöpf mal aus den Vollen, ich bin seit ca 5 Jahren Mechaniker in nem privatem Rallyeteam und wir haben schon viel ausprobiert, von Serie über Sportfahrwerk bis hin zum Profi KW-Fahrwerk.
Das Problem bei ner Rallye sind immer noch die Strassenverhältnisse, wie man vllt schonmal gesehen hat, Feldwege, Schotter oder Strasse etc. und das alles in einer WP.
Zu Seriendämpfern und Fahrwerk ist einfach zu tief und zu weich. Gerade sowelche wie sie im GSI oder GTI verbaut sind eignen sich gut für die Strasse, aber so halten die vllt zwei Rallyes.
Sportfahrwerke sind schon recht gut und eignen sich aufgrund der Kosten besonders für privaten Sport mit kleinen Veranstaltungen. Meine Empfehlung geht da zu Bilstein mit der B6 Reihe in Kombination mit WeiTec Federn. Abzuraten ist von PseudoSport Namen wie Supersprint. Hab ich grad vorne drin und die Dinger sind nach 3 Rallyes fertig.
KW Gewindefahrwerke sind der Traum jedes Rallye Fahrers, weil sie einfach in der Höhe verstellt werden können und auch von dem Hersteller "erfahren" wurden.
Kurz es ist einfach eine grosse Belastung auf dem Fahrwerk und wenn es während einer Rallye den Geist aufgibt ist es einfach nur Scheisse.
Einstellen auf die Strecke können Profi Teams, weil die darauf angewiesen sind. Privatiers haben schon mehrere Fahrwerke zu Hause (!) liegen und verbauen die vor der Rallye, je nach Anforderung. Während der Rallye ein Fahrwerk wechseln, nur weil jetzt eine WP mit etwas Schotter kommt, macht keiner bis kaum einer. Abgesehen davon muss wieder Spur und Sturz wieder eingestellt werden und das alles in 20 min. Zu viel Stress für zu wenig Erfolg. Achja Sturz stellt man auf der Rundstrecke ein, bei der Rallye fahren die meisten mit Seriensturz vllt etwas ins negative.
Ziel eines Fahrwerkes bei einer Rallye ist möglichst ausgeglichen zu sein.
Allgemein: Rally-Fahrwerk (Einstieg)
Bilstein sind wirklich gute dämpfer, wobei die b6 serie eher was für die straße ist, aber weitec-federn????? die gehören für mich auch in die kategorie pseudo schrott!
Also nur weil ein Fahrwerk in der Höhe einstellbar ist, wird es nicht der "Traum" eines jeden Rallye-Fahrers werden. Dazu gehört noch ein wenig mehr, wie die Möglichkeiten zur Einstellung von Druck- und Zugstufe (für erfahrene Nutzer auch mit low- und highspeed dämpfung).
Wenn man von Rallye-Fahrwerken spricht sollte man sich eher bei folgenden Herstellern schlauch machen: ProFlex, Reiger, und Öhlins.
Nunja ich dachte es geht um einen Einsteiger...
Ich konnte nur sagen mit was ich meine Erfahrungen gemacht habe. Abgesehen davon kann man sich auch ein KW Fahrwerk für sein Fahrzeug "machen lassen" kostet halt dem entsprechend. Ich spreche bei Weitec auch nicht von ebay Schrott sondern von speziell angepasste Federn (Härte etc.), das machen die nämlich auch. Also nichts Kostenintensives.