7,5 Tonnen LKW, mehrere Fragen zu Pausenzeiten, Auslandsregelungen etc.
Themenstarter
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Hallo,
wir haben eine Tischlerei und werden am Montag mit einem geliehenen 7,5 to LKW (Mercedes Axor 815) zur Lieferung und Montage von selbstproduzierten Möbeln nach England (Hatfield, ca. 30km nördlichen von London). Von Calais nach Dover wollen wir die Fähre nehmen inkl. LKW Verladung.
Der LKW hat soweit ich weiss noch die "alten" Tachoscheiben. Wie sieht es mit Pausenzeiten aus? 4,5 Stunden fahrt und dann 45minuten Pause? kenne mich da leider nicht so gut aus... Gelten überall die gleichen Bestimmungen (wir fahren ja durch DE, NL, BE, F und GB) bezüglich Pausenzeiten und Geschwindigkeiten? Gibt es sonst etwas besonderes zu beachten?
Wäre nett wenn ihr mir helfen könnt.
Danke! |





Fahrpersonalverodnung
AETR
http://www.gueterkraft.de/Regionalkonferenz_Vortrag_Dittmann.pdf
Fahrverbote in Europa
werkverkehr
sicher das analog aufgezeichnet wird? ist der Digi verbaut und keine Fahrerkarte vorhanden wirds teuer
Ladungssicherung ist auch ein wichtiges Thema
CMR-Frachtbrief
"Lenk- und Ruhezeiten 2008 - Vogel - Verlag
Beförderung von Fahrzeugen auf Eisenbahn oder Fährschiffen:
In diesem Fall kann der Fahrer seine TÄGLICHE Ruhezeit einmal für höchstens eine Stunde unterbrechen,wenn
der an Land verbrachte Teil der täglichen Ruhezeit vor oder nach der auf dem Fährschiff oder der Eisenbahn verbrachten täglichen Ruhezeit liegt,
während beider Teile der Ruhezeit ein Bett oder Schlafkabine zur Verfügung steht.
Nimmt der Fahrer die Unterbrechung in Anspruch,verlängert sich seine tägliche Ruhezeit um 2 Stunden,d.h.im Regelfall von 11 auf 13 Stunden und bei verkürzter Ruhezeit von 9 auf 11 Stunden"
Zuerst beginnt mal damit, vorher einen Tätigkeitsnachweis auszustellen.
Die LuR kannst Du direkt beim BAG in Erfahrung bringen: http://www.bag.bund.de/.../Fahrpersonalrecht__02.html - verständlicher dargestellt ist es allerdings in dieser PDF: http://www.bag.bund.de/.../Fahrpersonalrecht__02.html
Bei den Waren ist Werksverkehr anzunehmen. Dieser muss vorher bei der BAG angemeldet werden.
Warum nimmst Du nicht den Zug. Der Vorteil liegt darin, dass soviel Personen im Preis inbegriffen sind, wie es Sitzplätze im Fahrzeug gibt. Das kann ein erheblicher Vorteil sein.
Aus Sicherheitsgründen solltet Ihr bis mind. drei Stunden vor Calais keine Pause mehr einlegen. Die Gefahr, einen blinden Passagier einzusammeln, ist enorm hoch. Die Briten wollen bei der Einschleusung von unerwünschten Fremdlingen Kopfgeld haben! Das wird nicht günstig!
In Frankreich dürft Ihr schneller als 80 km/h fahren. Sogar auf routes national wird man von der Gendarmerie angehalten schneller zu fahren, wenn man langsam unterwegs ist. In Belgien ist absolutes Rauchverbot am Steuer (wird teuer bestraft). In GB solltet Ihr damit rechnen, dass auf einer Straße plötzlich ein Roundabout (Kreisverkehr) kommt. Die Briten können Kreisverkehre fahren, also immer schön zügig durch, d. h. rechtzeitig vorher informieren, wohin ihr wollt. Achja, die haben dort Linksverkehr, d. h. man fährt auf der anderen Seite. Das geht ganz einfach, wenn man auf den fliessenden Verkehr achtet. Bleibt mit einem defekten Fahrzeug von der Autobahn runter. Sofern das Fahrzeug liegen bleibt, kostet das eine empfindliche Strafe und das Fahrzeug wird von einem ziemlich kostenaufwändigen Abschleppdienst von der Bahn geholt.
Für die Pausenzeiten ist alles EU. Nur halt den maschinell ausgefüllten Tätigkeitsnachweis für alle Fahrer mitführen: http://www.bag.bund.de/.../Taetigkeitsnachweis__FahrP.html