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5 takt motor von ilmor

5 takt motor von ilmor

Themenstarter

Hallo liebe Autofreunde,

 

 

 

Bin zuletzt auf den 5 takt Motor von Ilmor, erfunden von Gerhardt Schmitz, gestoßen.

 

Laut Internet soll es sich dabei ja um eine Neuheit handeln und für ein Motor der Zukunft d.h. wenig Verbrauch, 130 Ps weitere Daten auf: www.5-takt-motor.com

 

Was haltet Ihr eigentlich davon? Oder gibts schon ähnliche Motoren dieser Art? Hätte dieser 5Takt Motor eine wirkliche chance gegen die riesiege Konkurrenz?

 

Wäre Ihnen sehr dankbar für eine Information


  • 1x

Ich habe keine Ahnung von diesem Motor. Aber er wird so oder so keine Chance haben, da die Zeit des reinen Verbrennungsmotors zu Ende geht. Hybridmotoren treten an seine Stelle, wo der Verbrennungsmotor nur noch dann zugeschaltet wird wenn der Elektromotor nicht mehr auf genügend Akkustrom zugreifen kann, der Verbrennungsmotor wird also zum Range Extender (Reichweite-Verlängerer) für den Hauptantrieb = Elektromotor.

Außerdem kommen jetzt reine Elektroautos auf den Markt und evtl. hat die Brennstoffzelle eine Zukunft.

Für neue Verbrennungsmotoren ist die Zeit abgelaufen.


Zitat:

Original geschrieben von claus-geiger

Außerdem kommen jetzt reine Elektroautos auf den Markt und evtl. hat die Brennstoffzelle eine Zukunft.

Für neue Verbrennungsmotoren ist die Zeit abgelaufen.

Aber sicher. Über hundert Jahre lang ist die Elektrotechnik vergeblich gegen die Verbrennungstechnik bei den Straßenfahrzeugen angetreten, und jetzt auf einmal sollen die Elektroautos alles niederwalzen...wer's glaubt!

 

Über den 5-Takt-Motor würde ich gerne Näheres sagen, leider habe ich das auch jetzt erst entdeckt und betrachte mich daher als völlig uninformiert in der Sache.

 

Offenbar sind solche Kreationen prädestiniert dafür, einer bestimmten Lobby in die Quere zu kommen. Daher wird deren Entwicklung und Verbreitung eher unterdrückt als gefördert. Aber die kläglichen Elektro-Versuche, die werden toleriert. Weil die können der althergebrachten Viertakt-Otto-Technik (auf dem Markt) nicht gefährlich werden.

 

Meine persönliche Vermutung!


Zitat:

"Über hundert Jahre lang ist die Elektrotechnik vergeblich gegen die Verbrennungstechnik bei den Straßenfahrzeugen angetreten, und jetzt auf einmal sollen die Elektroautos alles niederwalzen"

 

 

Bei einem Ölpreis von weniger als 100$ hatte die Elektrotechnik tatsächlich keine Chance. Aber zum Glück sind diese Zeiten vorbei und Du wirst zusammen mit uns allen 150$ = 2€ und 200$=3€ und 300$=4€ in den nächsten 5-10 Jahren erleben. Da fahren wir dann entweder gar nicht oder elektrisch. Essen werden wir auch weniger.


Zitat:

Original geschrieben von claus-geiger

Bei einem Ölpreis von weniger als 100$ hatte die Elektrotechnik tatsächlich keine Chance. Aber zum Glück sind diese Zeiten vorbei und Du wirst zusammen mit uns allen 150$ = 2€ und 200$=3€ und 300$=4€ in den nächsten 5-10 Jahren erleben.

Das könnte sich schon so in der Art abspielen, da gebe ich Dir schon recht.

 

Aber wir müssen schon bei der ganzen Wahrheit bleiben. Die Elektrotechnik bei den Straßenfahrzeugen war nicht nur wegen der niedrigen Ölpreise in der Vergangenheit chancenlos, sondern vor allen Dingen aufgrund massiver konstruktiver Nachteile. Und außerdem: Der Strom muß ja auch von wo herkommen, und dieser Faktor ist jetzt schon nicht unproblematisch. Im Moment ist es vielleicht noch so, daß man die Elektrofahrzeuge nachts auflädt, wo der zusätzliche Bedarf nicht so ins Gewicht fällt. Aber wie das erst aussehen muß, wenn die mit Verbrennungsmotoren ausgestatteten Fahrzeuge alle durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden sollen, das will ich mir durchaus nicht vorstellen.

 

Macht es angesichts eines solchen Szenarios von sich multiplizierenden Öl-Preisen nicht viel mehr Sinn, den Einsatz von Verbrennungsmotoren zu fördern, die nur einen Bruchteil der jetzt eingesetzten Konstruktionen verbrauchen? Zusätzlich gibt es dann auch noch die Möglichkeit, auf alternative Kraftstoffe umzusteigen (siehe Elsbett, siehe Biogas oder Ethanol usw.). Das Problem ist: Momentan herrscht ein Elektrofahrzeug-Hype, daß einem nur so schwindlig wird und daß überhaupt niemand mehr an etwas Anderes mehr denken kann. Da wird auch sehr viel Scharlatanerie betrieben, weil von einem seriösen Umgang mit Fakten und Tatsachen kann man da wirklich nicht mehr sprechen.

 

Ändern muß sich etwas, das ist klar. Aber etwas durchdacht sollte das schon sein.


5 takt motor von ilmor

"Bruchteile" des Energieverbrauchs kann man jetzt nur noch mit E-Motoren erreichen, da sie 5-10 mal so effizient sind. Aufladung erfolgt mit "Smart Grids" intelligenten Netzen, dann wenn viel Strom da ist oder bei Nacht. Arbeitsplätze müssen daher in Zukunft generell mit Ladekabeln und Zählern ausgestattet sein. Verbrennungsmotoren nur noch für die Landwirtschaft und da dann vielleicht auch Biokraftstoffe. Sie sind nur eine sehr begrenzte Übergangslösung, außer wenn man Algen verwenden würde, die 10 mal so schnell wachsen wie z.B. Raps oder Mais... Es gibt viele Möglichkeiten, aber man muss sie gründlich durchrechnen. Ohne den Faktor 5 an Verbesserung der Efiizienz kann man alles gleich den Hasen geben...


Zitat:

Original geschrieben von claus-geiger

"Bruchteile" des Energieverbrauchs kann man jetzt nur noch mit E-Motoren erreichen, da sie 5-10 mal so effizient sind.

Das ist eine wohl gar optimistische Angabe. 3-5 lasse ich gelten. Aber da ist noch überhaupt nicht der Verlust durch Laden und Speichern eingerechnet, denn dann läuft das Verhältnis genau umgekehrt. Und die Problematik des enormen zusätzlichen Gewichtes durch die Akkumulatoren wird auch nicht berücksichtigt. Von den Produktions- und Materialkosten einmal ganz zu schweigen.

 

Und die Frage, wie der zusätzliche Strombedarf vernünftig abgedeckt werden soll, wenn etwa vier Fünftel der Landfahrzeuge mit Strom laufen sollen, hast Du auch nicht beantworten können. Am Ende steigen noch die Stromkosten genauso exorbitant wie die Benzin- und Diesel-Preise.

 

Wie gesagt: Entscheidend ist immer die ganze Wahrheit. Wer bei seiner Planung auf Halb- oder Teilwahrheiten baut, der verrennt sich ziemlich schnell.


Zitat:

Original geschrieben von manthose

Hallo liebe Autofreunde,

 

 

 

Bin zuletzt auf den 5 takt Motor von Ilmor, erfunden von Gerhardt Schmitz, gestoßen.

 

Laut Internet soll es sich dabei ja um eine Neuheit handeln und für ein Motor der Zukunft d.h. wenig Verbrauch, 130 Ps weitere Daten auf: www.5-takt-motor.com

 

Was haltet Ihr eigentlich davon? Oder gibts schon ähnliche Motoren dieser Art? Hätte dieser 5Takt Motor eine wirkliche chance gegen die riesiege Konkurrenz?

 

Wäre Ihnen sehr dankbar für eine Information

Hallo,

ist eine recht interessante Erfindung .

Aber: es wird daran schon seit mindestens 2009 gearbeitet .

Ilmor dürfte gute Verbindungen zu Mercedes haben - und

trotzdem kein Prototyp im Auto ?

http://www.ilmor.co.uk/concept_5-stroke_1.php

Man gibt selbst Probleme im Teillastbereich an - im Teillastbereich

funktioniert die verlängerte Expansionsphase nicht wirkungsgradsteigernd - da der Abgasrestdruck in diesem Bereich nicht hoch genug ist .

- Motordrehzahlen wurden recht hoch gewählt - (5000 -7000U/Min als optimaler Nutzungsbereich)

Grüße


Zitat:

Original geschrieben von Yaris 99

Man gibt selbst Probleme im Teillastbereich an - im Teillastbereich funktioniert die verlängerte Expansionsphase nicht wirkungsgradsteigernd - da der Abgasrestdruck in diesem Bereich nicht hoch genug ist .

Das ist natürlich ein überaus wichtiger Teilaspekt. Ich habe keine große Ahnung von der Technik und möchte mich daher bewußt zurückhalten. Aber es ist immerhin zu respektieren, daß Jemand so große Anstrengungen unternimmt, um eine energieschonendere Kraftmaschine zu produzieren, als es die bisherigen Verbrennungsmotoren waren und bislang auch sind.

 

Ich habe mich nach Deinem Hinweis schon gefragt, ob man nicht zwischenzeitlich einen zusätzlichen Turbolader aktivieren könnte, der die Luft direkt in den mittleren Zylinder hineinbläst, um die Druckkraft zu erhöhen. Aber dann bräuchte man ja einen zusätzlichen Einlaßkanal und selbstverständlich auch ein Ventil dafür, doch dann wird die Mechanik zu kompliziert, weil die Steuerzeiten ja nicht immer identisch wären mit denen anderer Ventile.

 

Und dann ist mir auch gleich wieder etwas eingefallen, was im Zusammenhang mit dem Formel 1-Motor von Renault schon einmal im Gespräch war (kurz bevor sie Benetton aufgekauft hatten und mit Fernando Alonso durchgestartet waren): Man wollte Ventile einbauen, die elektromagnetisch betätigt werden (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) - und das Ganze elektronisch gesteuert, sodaß man keine Nockenwelle und Federn (die wurden davor schon durch Pneumatik ersetzt) brauchen würde. Ich könnte aber jetzt nicht sagen, ob ein solcher Motor tatsächlich eingesetzt worden wäre. Aber ein solcher Mechanismus wäre zweifelsohne auch hier sehr hilfreich.

 

Eine weitere Überlegung von mir wäre, ob man eventuell die Kanäle von den Zylindern zum Niederdruck-Expander entsprechend steuern könnte, durch einen variablen Durchlaß, einen Bypass (kleinerer Querschnitt = höherer Druck und Geschwindigkeit) oder einfach über eine primitive Steuerklappe. Falls irgend so etwas die Kräfte im Niederdruck-Expander erhöhen könnte.

 

Aber ich denke, daß sich über kurz oder lang für solche Spezialfälle ein Trick finden wird, wenn auch nicht innerhalb von zwei Jahren. Es gab früher auch das Turboloch oder das Vergaserloch, es hat ewige Zeiten gedauert, bis einmal die Ersten mit einer Einspritzung gekommen sind (Gutbrod und Mercedes in den 50er Jahren), sogar der findige Preston Tucker ist kurz davor daran gescheitert. Es gibt so viele Beispiele in der Geschichte, bis hin zum Vorderradantrieb.

 

Ich würde Herrn Schmitz in jedem Fall wünschen, daß sein Engagement Früchte trägt! :)


Nachexpansion kam erstmalig in den Sinn als es darum ging, den fatalen Wirkungsgrad von einfachwirkenden Dampfmaschinen zu steigern (ist etwa 250 Jahre her). Auch damals "wußten" alle Experten ganz genau, daß die popelige Nachexpansionsenergie eh vom zusätzlichen mechanischen Aufwand aufgefressen würde und sich das auf gar keinen Fall durchsetzen würde...bis es dann zum Schluß jede Menge hocheffizienter 4-, 6- und sogar 8fach-Expansionsmaschinen gab ;-)

 

Gleiches gilt für Turbinen, Abgasturbolader, Dieselmotoren im Flugzeug...alles "unmöglich", bis es dann doch auf ein Mal auf dem Markt war. Letztlich kommt es nur darauf an, daß irgendein Großer der Branche Morgenluft wittert und mit seinen alten Konzepten am A... ist (Stichwort Hybrid - da haben vor 10 Jahren auch noch alle "Fachleute" abgewunken und gelacht, seit Toyotas Prius tut's keiner mehr).

Dann steigt plötzlich die professionelle Forschung ein, und ruck-zuck ist es DAS Konzept von Morgen - natürlich eines von einem Markenhersteller "erfunden" **LOL**

 

Na ja, warten wir's mal ab...

 

Gruß

Roman

 

 

PS: Daß u.a. die Elektroautos jetzt erst im Kommen, hat weniger was mit böser Lobby oder mangelnder Ladestromversorgung zu tun. Der Grund liegt einfach darin, daß erst die Akku-Entwicklungen der letzten 10 jahre das nötige Speichermedium erbracht haben. Bisher war einfach die Reichweite bei vertretbarem Gewicht nicht hoch genug zu kriegen.

Hybrid&Co haben die Brückentechnologie gestellt, der Akkumarkt zieht endlich nach...u.a. auch dank einer florierenden Handyindustrie und derem ständig wachsenden Akkuanspruch ;-) Manchmal gibt's gar keine Verschwörung der Automafia - auch wenn man gern eine hätte... **ggg**


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