156 2.4 diesel starke Russabgasse
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hallo, habe ein problem mit meinem 156 turbo diesel, aus dem auspuff kommt starke russabgasse,auto ist service geplegt und habe ihn schon auslesen lassen und zeigt keinen fehler an. nach 200 300 kilometern sieht das heck aus als hätte dies gebrant. an was könnte das liegen?wäre um jeden tipp dankbar |






Hallo,
erst einmal die gute Nachricht:
Im Gegensatz zu blauem Rauch, bei dem Motoröl in den Verbrennungsvorgang kommt (defekte Kolbenringe, etc.) und weißem Rauch, bei dem Kühlwasser (meist über die Zylinderkopfdichtung) in die Verbrennung gelangt, ist schwarzer Rauch "nur" ein ungünstiges Verhältnis von Luft und Diesel, was zu einer unvollständigen Verbrennung mit großen Rußpartikeln führt.
Folgendes kommt in Frage:
- Die Luftmenge passt nicht, was an dem Luftmassenmesser, oder aber auch an defekten Schläuchen (ein kleines Loch) im Ansaugtrakt, oder im Ladetrakt liegen kann. ...einfach absuchen, oder scharf hören, ob irgendwo etwas zischt, oder pfeift...
- Die Dieseleinspritzmenge passt nicht, was einem "hängendem" Injektor liegen könnte, der die Einspritzmenge dem Zylinder nicht mehr richtig zumisst. Bei dem Verdach hierauf solltest z.B. bei einem Bosch Diesel-Center (KEIN einfacher Bosch Dienst, die haben keine Ahnung!!!) eine Messung der Rückflussmengen der Injektoren machen lassen
Gruß, Jörn
1xDie Rückflussmenge kann man auch bei ner ganz normalen werkstatt messen lassen. Da werden die auf die Anschlüsse für den Rücklauf Röhrchen gesteckt und startet dann an. Kann man sehr einfach den defekten Injektor rausfinden.
...inzwischen sind tatsächlich die Köfferchen mit den Testkits so billig geworden, dass sich viele Werkstätten das anschaffen ...Ahnung haben sie aber dennoch NICHT! Ein Common Rail System ist komplex und die Messergebnisse sind nicht immer eindeutig und deshalb ist es eine Kunst diese richtig zu interpretieren.
Die reine Rückflußmenge sind ja nur dann verändert, wenn das Hängen des Injektors NUR beim Öffnen, oder NUR beim Schließen auftritt (oder wenn er NUR permanent leckt). Nur dann nimmt die Rückflußmenge in den Röhrchen zu, oder ab. Wenn der Injektor aber z.B. sowohl beim Öffnen hängt (dadurch würde eigentlich der Rückfluß kleiner werden), aber ZUSÄTZLICH noch kontinuierlich etwas leckt (dadurch würde die Rückflußmenge größer werden), kann sich das so die Waage halten, dass die Defekte nicht erkannt werden.
In diesem Fall kann ein Erfahrener Meister oder Ingenieur den Defekt trotzdem am Fluktuieren des Rückflusses im Röhrchen erkennen(in "seinem" Röhrchen von "seinem" Testkit, mit dem er unendlich viel Erfahrung hat)
Es sind leider unendlich viel Nullen im Werkstattmarkt unterwegs!
Gruß, Jörn
Naja schon richtig, dass dort viele Nullen rumrennen, aber mit nem gescheiten Tester mit dem man die Korrekturwerte der einzelnen Injektoren bzw auch mit den Röhrchen kann man doch schon die meisten probleme in diese Richtung lösen.
156 2.4 diesel starke Russabgasse
...einen gescheiten Tester haben doch die wenigsten Werkstätten! Die meisten kaufen sich nur einen billigen Röhrchenkit und schwatzen dem Kunden gleich einen neuen Inektor auf, wenn sie was nicht verstehen, oder evtl. sogar nur einen Messfehler erzeugt haben.
Ein vernünftiger Tester hat auch einige Druckuhren, denn gerade die neueren Generationen von Piezo-Injektor-Applikationen bringen nur aussagekräftige Ergebnisse, wenn man die Druckverhältnisse mitüberwacht. Außerdem braucht man parallel einen guten Motor-Steuergerät-Analyzer. Wenn man dann einen Injektor identifiziert hat, heißt das noch lange nicht, dass er wirklich die Ursache des Fehlers, den der Kunde bemängelt hat, ist. Man braucht dann noch einen "out of the car" Injektor-Prüfstand, wie z.B. den Bosch EPS 200.
Das ist das Diagnose-Minimum; alles andere ist Pfusch!!!
Gruß, Jörn
1x