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"Rendezvous im kleinen Roten"-Ein Erlebnisbericht

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"Rendezvous im kleinen Roten"-Ein Erlebnisbericht

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"Rendezvous im kleinen Roten"-Ein Erlebnisbericht

 

 

Da steht die Versuchung in der grellen Sommersonne, umgarnt von einem wolkenlosem Himmel und verführerischen Temperaturen, die einladen zu einem Rendezvous der besonderen Art. Kraftstrotzende aber elegante Linien zieren das Kleid. Scharfe Kanten im Zusammenspiel mit weichen Linien und wohlproportionierte Formen, die an die großartigen Vorfahren erinnern lassen, verführen das Auge des Betrachters. Das M-Sportpaket verleiht der ohnehin schon gefälligen Silhouette mit filigranen 19- Zöllern und nachgewürztem Gewand das Gewisse etwas, was dem Beobachter, ohne mit der Wimper zu zucken, den Drang spüren lässt einen Tanz zu wagen.

 

"Dach runter, Endorphine hoch"

 

Lassen wir der Versuchung freien Lauf und steigen ein in ein Abenteuer mit vielen ungeklärten Fragen.

Charmant schmeichelt das Innere des Z4, mit der etwas holprigen Kennung sDrive23i, dem Piloten. Intuitiv angeordnete Instrumente, einladende Sportsitze, die einem fühlen lassen, ob sich der Einsatz im Fitnessstudio gelohnt hat und einem Volant, das zum Anpacken zwingt und sich perfekt an die Handflächen schmiegt. Hat man erst einmal seine richtige Position im Arrangement gefunden, wird der Tänzer mit einem nicht enden wollenden Ausblick über die schier endlos lange Motorhaube belohnt, der besonders durch die extrem tiefe Sitzposition verstärkt wird. Auch Großgewachsene finden im Z4 problemlos Platz und schnell kommt ein Gefühl von Geborgenheit auf.

Genug geschwärmt, es wird zum Tanz gebeten. Per Knopfdruck erwacht der Reichensechszylinder und brabbelt, fast enttäuschend leise ,im Leerlauf vor sich hin.

Die Sonnenstrahlen kitzeln dem Fahrer im geschlossenen Cockpit ins Gesicht und zwingen die Hüllen fallen zu lassen: Also Dach runter, Endorphine hoch!

 

"Ab aufs Parkett"

 

Interessant, dass BMW seinen Z4 offiziell nur im Stand das Aluminiumklappdach öffnen lässt. Bei unserem Test jedoch ging das Öffnen und Schließen anstandslos bis 15 km/h.

Nichtsdestotrotz überrascht das Dachsystem mit einer flinken Vorgehensweise und lässt die Konstruktion im kleinen und sehr verbaut wirkenden Kofferraum innerhalb von 20 Sekunden verschwinden.

Ab aufs Parkett: Sonorer Sechszylindersound betört die Ohren, sobald der Dirigent das Gaspedal streichelt, und lädt ein durch die Gassen des knackigen 6-Gang-Getriebes zu fliegen. Erstaunlich, dass der BMW längsdynamisch mit seinen 204 PS und dem relativ hohem Gewicht von 1,5 Tonnen flink vom Fleck kommt und die Prospekt-Daten mit 6,6 Sekunden von Null auf 100 subjektiv erfüllt. Jedoch fehlt es ihm merklich an Durchzugskraft, was dem Drehmoment von maximal 250 Newtonmetern bei saugertypischen 2750 U/min geschuldet ist, wobei dieses Manko schnell wieder verfliegt, weil man das enggestufte Getriebe gerne betätigt und das Schalten somit nicht zur nervender Schwerstarbeit verkommt.

Die Testroute führt über die Schwäbische Alb, also perfekt zum Kurven räubern. Der anfängliche Eindruck, mit dem Fahrzeug Eins zu sein, wird in der Kurve dann zur Farce. Die spitze Fahrwerksabstimmung der Vorgänger stand im aktuellen Z4 leider nicht im Lastenheft. Deutlich schiebt die Karosserie sicherheitsbetont sowohl Kurveneingangs als auch -ausgangs über die Vorderräder, begleitet von spürbaren Wankneigungen-und das mit optionalem M-Fahrwerk!

Selbst in der Sportplus-Einstellung, welche die adaptiven Dämpfer härter einstellt und den Motor noch giftiger ansprechen lässt, kann dies nicht unterbunden werden. Dafür packen die Stopper ordentlich zu, selbst bei längerer sportlicher Gangart.

 

"Stadtcruiser für den Boulevard?"

 

Also doch nur Stadtcruiser für den Boulevard? Gemessen an den Vorgängern und dem sportlich ambitionierten Anspruch der Fangemeinde gewissermaßen schon!

Doch auch beim Cruisen gibt es kleine Punktabzüge: Für einen Wagen, der ausgestattet die 50.000 Euro-Marke knackt, sollte das Soundsystem auch Premium sein. Das verbaute Radiosystem Professional überfordert schnell die Lautsprecher und schmälert spürbar den Hörgenuss. An dieser Stelle sollte man dann doch zum Professional Lautsprechersystem greifen.

Aber mal ehrlich: Wir haben hier keinen Pampersbomber an der Hand, um für die Kinder „Schnappi das Krokodil“ auf und ab zu spielen, sondern einen rassigen Roadster, wo der Motor die Akustik bestimmt und diesen Makel herrlich ausmerzt. Das Fahrwerk in der komfortbetonten Normal-Einstellung lässt Querfugen und Gulli-deckel, trotz schmaler Flanken der wunderschönen 19‘‘-Bereifung, gut parieren und verursacht keinen Bandscheibenvorfall. Auch wenn man gemäßigt über die Straßen cruist, belohnt der Z4 den Geldbeutel des Fahrers mit einem verhaltenen Durst und erreicht problemlos die Werte des Herstellers von durchschnittlichen 8,5 Litern.

 

"Liebe auf den ersten Blick?"

 

Die sprichwörtliche „Freude am Fahren“ lässt im BMW die Zeit schnell vergessen.

Gerne hätte man noch eine Symphonie des Sechszylinderorchesters hören und fühlen wollen. Doch um diesen atemberaubenden Flirt mit nach Hause zu nehmen, stehen mindestens 36.400 Euro zwischen den Turteltauben. Unsere hier getestete Verabredung mit umfangreicher Sonderausstattung schlägt mit rund 45.000 Euro zu Buche. Also verlassen wir unser Rendezvous mit getrübter Stimmung, aber einem nicht enden wollenden, endorphingetränkten Gefühl der Zufriedenheit.

Also doch Liebe auf den ersten Blick? Das Herz sagt ja, wenn auch wie im realen Leben, Liebe immer mit Hindernissen zu begegnen ist. Niemand ist makellos, doch letztendlich zählt der Gesamteindruck mit einem guten langanhaltenden Bauchgefühl, das einem bestätigt: Es ist richtig!

Hut ab vor BMW so prägnante Emotionen in ein Fahrzeug zu integrieren.

Benjamin Schröter

 

Fazit

 

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Letztendlich entscheidet der Käufer, welche Präferenzen er hat. BMW‘s Z4 ist ein schön gezeichneter, klassischer Roadster mit einem gehörigen Schuss Komfort im Gegensatz zu seinen Vorgängern. Wer nach einem komfortbetonten und alltagstauglichen Sportler mit Frischluftgarantie sucht, der Emotionen weckt, ist bei BMW genau richtig.

 

 

 

Weitere Fahrberichte und Artikel zur Automobilbranche, die von jungen Automobilwirtschaftlern verfasst wurden, findet Ihr unter

 

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Netter Bericht, beschissene Bilder. ;)

 

Markus


Hallo

 

Da muss ich Markus recht geben. Der Text könnte auch aus einer BMW Werbung stammen, aber die Bilder hättest du besser nicht hier eingestellt, sagen nämlich gar nichts aus.

Nun zu deinem Bericht, hast dir ja Mühe gegeben, deine wie ich finde etwas zu übertriebenen Schliderungen hier zum Bessten zu geben.

 

Ich fahr den sDriv 30i seit nun mehr 2 Jahren und fast 60.000 km, ich würde Lügen, wenn ich sagen würde, das Auto macht keinen Spass.

Obwohl ich sehr zufrieden bin mit diesem BMW, würde ich nicht in solche nach (meiner Meinung) übertriebenen Lobeshymnen ausbrechen.

Aber möglicherweise ist es dein Erstes Auto dieser Art, nur so könnte ich das einigermaßen verstehen.

Also nichts für Ungut, aber jeder sieht das eben ein wenig anders.

 

Ich hoffe deinen Traumwagen kannst du dir bald kaufen.

 

Gruß Aljubo


Ich mag den kleinen Zettie... :D


Vielleicht ist der TE-Ersteller BMW Verkäufer und will den Abverkauf ankurbeln!:D


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