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Alfa Romeo 145, 146, 147, GT, MiTo, Giulietta:

"Pro Tag verbrennt der Konzern 15 Millionen Euro"

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"Pro Tag verbrennt der Konzern 15 Millionen Euro"

Man muss sich schon langsam verwundert die Augen reiben, wie Fiat mit Alfa Romeo noch die Kurve kriegen will.

 

Eine Österreichische Zeitung titelt jetzt "Letzte Chance 4C ", dabei ist immer unsicherer wie und wann und für wen eigentlich dieses Auto kommen soll. Und welche Stückzahlen und welcher Preis. Dabei wird darauf hingewiesen, dass die aktuellen Schulden fast 7 Milliarden Euro betragen und der Konzern täglich ein Minus von über 15 Millionen einfährt!

 

Mit dem angeschlagenem Image eines Kleinwagenherstellers will man scheinbar wieder die ganz obere Premiumklientel ansprechen, und das auch noch, wo Europaweit fast das gesamte Händlernetz am Boden liegt.

 

Die Frage die bleibt: Können sich die FIAT-Manager eigentlich selbst die Schuhe binden oder bekommen sie das auch nicht hin?

 

Eins steht langsam fest: Wenn FIAT Alfa nicht verkauft, kann man es bald aus der Konkursmasse herauskaufen, ob es den Italienern passt oder nicht.

 

Wie kann man so eine großartige Marke nur so zu Grunde richten?


Ich denke das Alfa Image ist, ohne jemandem die Schuld in die schuhe schieben zu wollen, mittlerweile dermaßen ruiniert das ein Re Launch niemals die Ausmaße annehmen kann von denen Fiat da immer wieder phantasiert. Maserati als Marke ist doch viel weniger vorbelastet und als Name klangvoller. Die Giulia, die ja angeblich mit Hinterradantrieb und phantastischem Design kommen soll, einfach als Maserati Mittelklasse verkaufen, die lässt sich auch teurer verkaufen als ein Alfa Romeo. Den SUV kann man streichen und nur als Jeep verkaufen, Fiat besorgt die Kleinwagen bzw als 500L sogar fast die Kompaktklasse. Fiat nimmt den MX-5 Ableger als Barchetta Nachfolger.

 

Die Alfa Romeo kann eigentlich nur durch einen grossen Paukenschlag gerettet werden, zB durch einen Wechsel des Eigentümers, der ein besseres Ansehen als Fiat hat.

 

Sympathien hat irgendwie jeder für die Marke, aber wenn es dann darum geht selbst einen zu kaufen bekommen die meisten Kunden kalte Füße.


Fiat Chef bringt Maserati ja gerade in Front. Sicherlich eine attraktive Marke, nur mit geringer Stückzahl.


"Sympathien hat irgendwie jeder für die Marke, aber wenn es dann darum geht selbst einen zu kaufen bekommen die meisten Kunden kalte Füße."

 

Völliger Quatsch. Alfa Romeo verkauft nicht deshalb keine Autos, weil die Leute sie nicht kaufen wollen, sondern weil man den grössten Teil der traditionellen Marktsegmente aufgegeben hat. Langsam kommt der Moment, meinen wunderbaren 166 zu ersetzen. Die in den Autozeitschriften gezeigte Giulia wäre "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" ein idealer Nachfolger, die Giulietta aber nicht.

 

Aber kommt die Giulia überhaupt? Marchionne sagt, sie werde nur produziert, wenn sie perfekt sei. Nun ist aber leider nichts perfekt, was von Menschen geschaffen ist, und ein Alfa sowieso nicht (allerdings auch längst nicht so viel weniger als andere, wie gemeinhin kolportiert wird). Also kommt die Giulia wohl gar nicht.


Ach was? So einfach ist das? Schlicht und ergreifend wieder Autos in den "traditionelle Marktsegmenten" bauen und die Autos verkaufen sich wieder? Wer hätte gedacht das die Lösung so einfach ist.... Natürlich müssen mehr Modelle angeboten werden, aber das wird nicht reichen.

 

Der 159 zB ist so ein Modell im traditionellen Marktsegment gewesen. Sah gut aus, war gut verarbeitet, hatte konkurrenzfaehige Dieselmotoren, die Benziner waren auf dem Papier auch nicht schlecht. Verkaufte sich trotzdem nicht wie erwartet, was nicht an den bekannten Mängeln wie Steuerkette und Lenkung lag, die erst nach ein paar Jahren auftraten.

Mir persönlich sind 5 159 Interessenten aus dem Bekanntenkreis bekannt die einen Kauf erwägten aber dann doch lieber was anderes kauften. "Sieht ja gut aus, aber....." Dann war es entweder die 45km entfernte nächste Werkstatt oder eben der Fiat Ruf.

 

Das Image ist einfach für den Massenmarkt in Europa versaut, von ein paar Liebhabern kann die Marke nicht überleben.

 

Das scheint S. Marchionne auch so zu sehen:

"Laut Sergio Marchionne möchte man mit der „Wiederbelebung“ der Marke erst in USA beginnen und wenn dies erfolgreich gelungen ist, will man Marktanteile in Europa zurückgewinnen. Das Alfa Romeo Image wäre in USA nicht ganz so stark geschädigt, wie es in Europa der Fall ist. Das schlechte Image in Europa resultierte vor allem aus Alfa Modellen, die lediglich mittelmässige Qualität und wenig zeitgemässe Motoren aufwiesen...." Quelle: http://www.alfa-romeo-club.ch/.../...2%20Sorgenkind%20Alfa%20Romeo.pdf

 

So gesehen macht die Konzentration auf die USA nicht nur wegen der hiesigen Krise Sinn sondern auch weil Alfa dort unvorbelasteter agieren kann.


"Pro Tag verbrennt der Konzern 15 Millionen Euro"

Wenn man Deinen link öffnet und alles liest, Gunmetal, werden Deine Argumente ziemlich zerzaust.


Themenstarter

Zitat:

Original geschrieben von Gunmetal

So gesehen macht die Konzentration auf die USA nicht nur wegen der hiesigen Krise Sinn sondern auch weil Alfa dort unvorbelasteter agieren kann.

"Wir erschließen Märkte, wo die Kunden noch nicht wissen, dass wir sie über den Tisch ziehen werden"

 

Die goldene Alfa Romeo Kundenstrategie seit der FIAT Übernahme 1986 :D


Ich verstehe sowieso nicht, was der Quark mit den SUVs soll (gut, dass die erstmal nicht kommen). AR soll für Sportwagen stehen, und nicht für träge Geländewagen - denn sowas wird wohl oder übel dabei rauskommen, wenn AR versucht einen SUV auf die Beine zu stellen.


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