bei mir sind jetzt innerhalb von 15.000km und 10 Monaten nacheinander 3 Zündspulen ausgefallen. Bereits nach dem zweiten Ausfall im Oktober hatte ich den Entschluß gefaßt, die restlichen 4 vorsorglich beim nächsten Servicetermin austauschen zu lassen, aber die 2000km wollte die letzte Spule wohl nicht mehr halten, also mußte ich mal wieder außerplanmäßig in die Werke.
Aus dem letzten Fall lassen sich aber ein paar Sachen ableiten, die für Leute mit Rucklern und / oder Selberschrauber nützlich sein können.
1. Probleme mit den Zündspulen müssen nicht zwingend die gelbe Motorwarnleuchte leuchten lassen!
Bei der letzten Spule hat sich zwei Male die Motorwarnleuchte für länger gezeigt und einige Male nur sehr kurz aufgeblitzt. Gestern morgen - einige hundert Meter vor den Toren der Werkstatt - habe ich mal getestet und konnte den Fehler provozieren, indem ich in einem hohen Gang mit viel Gas (mindestens 75% der Pedalstellung) aus dem Bereich von 1200 Umdrehungen hochbeschleunigte. Das Auto fühlte sich an, als würde die Kupplung rupfen ... es ruckelt schon arg ... bei Drehzahlen über 2000 läuft der Motor augenscheinlich dann wieder sauber. Und alles lief ohne ein Zucken der Warnleuchte ab ...
Das bedeutet aber auch, daß es wahrscheinlich Fälle gibt, wo die Zylinderabschaltung nicht greift (vermutlich recht großzügiger Schwellwert). Mittel- und langfristig bedeutet das wohl, daß der Kat trotz einer vorgesehenen Zylinderabschaltung Schaden nehmen kann, wenn diese nicht greift. Deshalb würde ich das Thema auch nicht auf die lange Bank schieben. "Läuft ja wieder" kann demnächst "So'n Kat is' aber teuer!" bedeuten.
2. Baustände sind rel. einfach zu erkennen, "braune" Zündspulen sind braun ;-)
Nach Aussage der Werkstatt haben die alten, fehlerhaften Spulen einen braunen Dichtring, die neueren einen schwarzen. Ob und wie weit also schon neue Spulen über den Kerzen sitzen, ist also rel. einfach erkennbar.
Weil es hier im Forum genügend Fälle gab, wo die Spulen auf Kulanz getauscht wurden, kann man ein Chargenproblem vermuten. Daher würde ich solche Spulen auf jeden Fall spätestens beim nächsten Servicetermin austauschen lassen oder es selbst machen - auch, wenn die Spulen knapp 50,- brutto das Stück kosten. Günstiger als ein Kat ist es allemal, vom Gewinn an Zuverlässigkeit ganz zu schweigen ;-) Übrigens kriegt man die Spulen für ca. die Hälfte des Preises, wenn man nicht bei BMW kauft. Wer sich auf Bosch nicht verlassen will, findet für den Preis auch Alternativen von Vemo, Febi oder Metzger.
Da ich von einem Arbeitskollegen erfahren habe, daß beim letzten Servicetermin sein S3 aus 2006 kostenlos von Audi einen Satz neuer Spulen spendiert bekommen hat, gehe ich davon aus, das Bosch wohl in den Jahren 2006 / 2007 wohl ein Problem gehabt hat, das motor- und markenübergreifend für Probleme sorgt. Aber das ist nur Spekulation.
Halbgas-Vollpfosten
Hallo Leute,
bei mir sind jetzt innerhalb von 15.000km und 10 Monaten nacheinander 3 Zündspulen ausgefallen. Bereits nach dem zweiten Ausfall im Oktober hatte ich den Entschluß gefaßt, die restlichen 4 vorsorglich beim nächsten Servicetermin austauschen zu lassen, aber die 2000km wollte die letzte Spule wohl nicht mehr halten, also mußte ich mal wieder außerplanmäßig in die Werke.
Aus dem letzten Fall lassen sich aber ein paar Sachen ableiten, die für Leute mit Rucklern und / oder Selberschrauber nützlich sein können.
1. Probleme mit den Zündspulen müssen nicht zwingend die gelbe Motorwarnleuchte leuchten lassen!
Bei der letzten Spule hat sich zwei Male die Motorwarnleuchte für länger gezeigt und einige Male nur sehr kurz aufgeblitzt. Gestern morgen - einige hundert Meter vor den Toren der Werkstatt - habe ich mal getestet und konnte den Fehler provozieren, indem ich in einem hohen Gang mit viel Gas (mindestens 75% der Pedalstellung) aus dem Bereich von 1200 Umdrehungen hochbeschleunigte. Das Auto fühlte sich an, als würde die Kupplung rupfen ... es ruckelt schon arg ... bei Drehzahlen über 2000 läuft der Motor augenscheinlich dann wieder sauber. Und alles lief ohne ein Zucken der Warnleuchte ab ...
Das bedeutet aber auch, daß es wahrscheinlich Fälle gibt, wo die Zylinderabschaltung nicht greift (vermutlich recht großzügiger Schwellwert). Mittel- und langfristig bedeutet das wohl, daß der Kat trotz einer vorgesehenen Zylinderabschaltung Schaden nehmen kann, wenn diese nicht greift. Deshalb würde ich das Thema auch nicht auf die lange Bank schieben. "Läuft ja wieder" kann demnächst "So'n Kat is' aber teuer!" bedeuten.
2. Baustände sind rel. einfach zu erkennen, "braune" Zündspulen sind braun ;-)
Nach Aussage der Werkstatt haben die alten, fehlerhaften Spulen einen braunen Dichtring, die neueren einen schwarzen. Ob und wie weit also schon neue Spulen über den Kerzen sitzen, ist also rel. einfach erkennbar.
Weil es hier im Forum genügend Fälle gab, wo die Spulen auf Kulanz getauscht wurden, kann man ein Chargenproblem vermuten. Daher würde ich solche Spulen auf jeden Fall spätestens beim nächsten Servicetermin austauschen lassen oder es selbst machen - auch, wenn die Spulen knapp 50,- brutto das Stück kosten. Günstiger als ein Kat ist es allemal, vom Gewinn an Zuverlässigkeit ganz zu schweigen ;-) Übrigens kriegt man die Spulen für ca. die Hälfte des Preises, wenn man nicht bei BMW kauft. Wer sich auf Bosch nicht verlassen will, findet für den Preis auch Alternativen von Vemo, Febi oder Metzger.
Da ich von einem Arbeitskollegen erfahren habe, daß beim letzten Servicetermin sein S3 aus 2006 kostenlos von Audi einen Satz neuer Spulen spendiert bekommen hat, gehe ich davon aus, das Bosch wohl in den Jahren 2006 / 2007 wohl ein Problem gehabt hat, das motor- und markenübergreifend für Probleme sorgt. Aber das ist nur Spekulation.
Kantholz
2x