Winterreifen – Kennzeichnung und Eigenschaften

Je nach Witterung können die Straßen kalt, aber trocken, nass oder sogar rutschig von Schnee und Eis sein. Winterreifen sind speziell für niedrige Außentemperaturen konzipiert. Eis, Matsch und Schnee, aber auch streckenweise trockene Fahrbahnen können in der kalten Jahreszeit mit den saisonalen Reifen sicher bewältigt werden. Welche Eigenschaften Winterreifen haben, woran Ihr sie erkennt und wann Ihr sie aufziehen solltet, erfahrt Ihr im Video.

FAQ: Wissenswertes zu Winterreifen

  • Die Eigenschaften von Winterreifen

    Ab Außentemperaturen von 7 Grad Celsius solltet Ihr auf Winterreifen umsteigen. Winterreifen haben ein wesentlich gröberes Profil als Sommerreifen. Innerhalb der Profilblöcke sind zahlreiche Greifkanten eingearbeitet, mit Rillen und Einschnitten versehen. Rillen im Profil sorgen dafür, dass Matsch und Schnee gut vom Reifen weggeleitet werden. Die vielen Lamellen geben beim Abrollen zusätzliche Bodenhaftung. Die Gummimischung der Winterreifen bleibt auch bei niedrigen Temperaturen elastisch, sodass die Winterreifen besser auf dem Untergrund haften. Für dauerhaft warme Temperaturen sind Winterreifen nicht ausgelegt. Das verringert die Fahrsicherheit und erhöht aufgrund der stärkeren Traktion die Abnutzung der Reifen.

  • Die Reifengröße bestimmen

    Wenn Ihr neue Winterreifen anschaffen wollt, muss zunächst die korrekte Reifengröße bestimmt werden. Diese findet Ihr entweder im Fahrzeugschein oder seit Ende 2005 in den neuen Fahrzeugpapieren, den Zulassungsbescheinigungen Teil 1 und Teil 2. Andere mögliche Reifengrößen für Euer Auto sind in dem sogenannten Certificate of Conformity (COC) zu finden. Dieses Dokument wird bei Neuwagen vom Hersteller mitgeliefert. Dort sind alle passenden Reifengrößen aufgelistet.

    Eine weitere Möglichkeit, die Reifengröße zu bestimmen, ist der eingeprägte Code auf der Seitenwand des Reifens. Hier findet Ihr die nötigen Informationen über Reifengröße, Breite, Felgendurchmesser und zulässige Höchstgeschwindigkeit. Bei Winterreifen muss ein Hinweis auf die Höchstgeschwindigkeit im Sichtbereich des Fahrers angebracht werden. Allerdings gibt es inzwischen bereits Winterreifen mit dem Geschwindigkeitsindex V, bei dem bis zu 240 km/h zulässig sind, oder W, für bis zu 270 km/h. So gibt es auch mit Winterreifen bei der Höchstgeschwindigkeit kaum noch Einschränkungen.

  • Winterreifen-Kennzeichnung

    Ob ein Reifen auch wintertauglich ist, erkennt Ihr an der Winterreifen-Kennzeichnung. Die sollte das M+S-Symbol sowie das Schneeflocken-Symbol beinhalten. M+S steht für Mud and Snow, also Matsch und Schnee. Winterreifen mit dieser Kennzeichnung haben verbesserte Fahreigenschaften, insbesondere beim Anfahren, Bremsen und in Kurven. Allerdings ist das M+S-Symbol nicht geschützt und teilweise auch auf Ganzjahresreifen zu finden. Darum ist es wichtig, dass Eure Winterreifen zusätzlich das Schneeflocken-Symbol tragen. Dieses Symbol wird von der amerikanischen Straßenbehörde NHTSA an Reifen vergeben, die im Winterreifentest einen festgelegten Grad an Traktion erreichen.

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