Yoshi`s Blog

Der Ultimative Blogsinn

09.02.2013 19:24    |    Yoshi007    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: , , , , , ,


2014-cla-class-futuremodels-gallery-exterior-03-full2014-cla-class-futuremodels-gallery-exterior-03-fullNach etwas längerer Zeit mal wieder etwas neues von mir. In diesem Artikel soll es heute mal nicht über irgendwelche Videos oder News aus der weiten Welt der Automobilindustrie gehen, wobei letzteres nicht ganz richtig ist, da dieses Thema auch gerade in anderen Foren heiß diskutiert wird. Diesmal geht es um das liebe Geld. Ein Thema wo bekanntlich die Freundschaft aufhört. Um genau zu sein um die eklatanten Preisunterschiede zwischen dem nordamerikanischen und dem deutschen Automarkt.

 

Am letzten Wochenende wurde ja bekanntermaßen das Finale der National Football League (Super Bowl) ausgetragen, welcher von knapp einer Milliarde Menschen weltweit verfolgt wurde. Nicht weniger dürften während der Werbepausen auch den neuen Clip zum demnächst erscheinenden Mercedes CLA gesehen haben. In diesem Werbespot geht es um Satan (gespielt von US-Filmstar Willem Dafoe) der einen jungen Mann verführen möchte. Natürlich hat die moderne Dr. Faust Story ein Happy-End, denn den Mercedes CLA - so die Aussage des Film - kann sich jeder leisten und so werden alle Wünsche eines jungen Mannes wahr, auch ohne sich mit dem Teufel einlassen zu müssen.

 

2014-cla-class-futuremodels-gallery-exterior-02-full2014-cla-class-futuremodels-gallery-exterior-02-fullNachdem ich das gesehen hatte wollte ich natürlich mehr wissen. Also schnell das Tablet in die Hand genommen und auf die amerikanische Webpräsenz des deutschen Autobauers gesurft. Scheinbar hatten aber in diesem Moment auch andere die Idee sich weitere Informationen auf der Seite zu holen, weshalb der Seitenaufbau doch recht langsam war. Nachdem dann die Seite fertig geladen war, erschien er auch gleich auf der Startseite. Neben dem groß angekündigten Preis von 29,900 US-Dollar (rund 22.440 Euro) gab es auch eine Microseite mit weiteren Details und Bildern.

 

Anfangs dachte ich mir nur, wow der Preis ist echt eine Ansage wusste damals aber noch nicht, dass es sich dabei tatsächlich um den CLA 250 handeln sollte. Dies hatte ich erst vor wenigen Tagen durch Zufall von einem guten Freund gehört und war doch danach ziemlich entsetzt, was der deutsche Kunde dagegen bezahlen muss. Zum Vergleich: in Deutschland steht der CLA 250 ab 38.675 Euro in der Liste. Das sind fast 42 Prozent Unterschied! Doch wie rechtfertigt Mercedes diesen Aufschlag?

 

2014-cla-class-futuremodels-gallery-interior-01-full2014-cla-class-futuremodels-gallery-interior-01-fullDafür gibt es verschiedene Gründe: Es ist natürlich hinlänglich bekannt das der Amerikaner es gewohnt ist, dass die Autos gut ausgestattet, stark motorisiert und diese sehr preiswert sind. Darüber hinaus werden die meisten Autos ausländischer Marken nicht in den USA gebaut, sondern importiert. Deshalb können die Hersteller nicht nachträglich auf individuelle Wünsche ihrer Kunden eingehen. Die Fahrzeuge werden also reichhaltig vorkonfektioniert in bereits geschnürten Austattungspaketen angeboten. Das erklärt aber noch nicht die günstigen Preise. Hier kommt dann der -derzeit günstige- Dollar-Euro-Kurs ins Spiel. Ein weiterer Grund für die günstigen Preise sind auch die Mitbewerber aus Asien, welche auf dem nordamerikanischen Markt ein besseres Ansehen als zum Beispiel bei uns genießen und deshalb die deutschen Autobauer in den Preiskampf zwingen.

 

Werden wir Deutsche also über den Tisch gezogen? Nicht unbedingt, denn oft bestücken die Hersteller ihre US-Modelle mit schlechterer Materialqualität und weniger aufwendiger Technik als bei Fahrzeugen in unseren Breitengraden. Doch, ob der CLA nun mit Trommelbremsen und einer weniger üppigen Sicherheitsausstattung vom Band rollt kann ich mir auch nicht vorstellen. Ich glaube eher, dass Mercedes genau weiß was dessen Kunden bereit sind zu bezahlen und dieses auch dementsprechend ausnutzen. Das es sich hier gerade ausschließlich um die Marke mit dem Stern dreht, sei beispielhaft genannt. Bei den anderen ausländischen Herstellern ist dieses Prozedere leider auch gängige Praxis.

 

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Sind die Preise gerechtfertigt? Wird der Deutsche ausgeblutet? Schreibt es in die Kommentare.

 

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2014 cla class futuremodels gallery interior 03 full


09.02.2013 19:48    |    BirgerS

Keine Ahnung was die da anbieten wollen. Auf der Mercedes-USA-Seite ist die Rede von einem 208 PS Motor. Der CLA 250 ist hier aber mit 211 PS angegeben. Und ob das ein Einstiegs- oder das Topmodell ist...?

Einfach mal die Fakten abwarten, bis man sich über Spekulationen aufregt ;)

BTW sind die Steuern in den USA auch geringer. Sind die 30.000 Dollar überhaupt bereits inkl. Steuern?


09.02.2013 19:51    |    oli

Das ist doch schon immer so gewesen, dass die Amis für einen Neuwagen bedeutend weniger zahlen als alle anderen. Das hat zum Einen mit dem traditionell starken Dollar zu tun - was ja momentan nicht wirklich der Fall ist - und auch mit dem Zahlungswillen der Amis. Die amerikanischen Hersteller haben sich schon in den 60ern für die "low road option" entschieden, also einfache, billige, häufig kosmetisch erneuerte Autos. Die Europäer bauen im grossen und ganzen das Gegenteil, Autos der "high road option": Gute Langzeitqualität. So einen "engineering overkill" wie es im Audi-Autohaus steht würde sich ein amerikanischer Massenhersteller nie ausdenken. Dementsprechend müssen die Europäer sich dem amerikanischen Preisniveau anpassen. Obendrauf zu dem erwähnten Preis kommen übrigens auch noch Steuern.

 

Wenn man mal vergleicht, was der Volvo XC90 in verschiedenen Ländern kostet:

 

USA - 3,2 Liter Benziner "R Design" ab 42500$ ohne Steuern, 31800€

Deutschland - D5 AWD ab 48500€

Norwegen - D5 R Design, ab 873000 NOK, 118000€

 

So...und wer meckert hier? ;)

 

Lieb Gruss

Oli


09.02.2013 19:53    |    norske

Yoshi,

an die Farbkombination Deines Blogs kann ich mich auch nach über einem Jahr nicht gewöhnen… ;)

Aber zum Thema:

Du machst in Deiner Berechnung einen Fehler, denn in den USA sind die angegebenen Preise Nettopreise, da es in den verschiedenen Bundesstaaten unterschiedliche Mehrwertsteuersätze gibt. Folglich müsstest Du den amerikanischen Nettopreis des CLA 250 von 29.900,- US-Dollar (22.440,- €uro) mit dem deutschen Nettopreis von 32.500,- €uro vergleichen. Das relativiert die Differenz dann ein kleinwenig.

 

Falls jetzt jemand auf die Idee kommen sollte, sich einen der so günstigen deutschen USA-Exporte zu importieren, dann sollte derjenige noch einmal gründlich rechnen. Auf den Kaufpreis plus S & H müssen noch 30,9 % Zoll (10 %) und EUSt (19 %) hinzu gerechnet werden, dazu kommen noch diverse Gutachten (Abgasgutachten und Datenblatt), ggf. Umbauten damit der Wagen StVZO konform ist, sowie die TÜV-Vollabnahme. Für den daraus resultierenden Endpreis entfällt dann jeglicher Garantieanspruch.

So, jetzt muss ich aber wieder raus, denn meine Augen fangen an zu bluten… :D

 

Alaaf

Norske

 

Edit:

@ BirgerS:

Die auf der US-Website angegebenen SAE-hp musst Du in DIN-PS umrechnen, 1 SAE-hp entspricht 1,01387 PS, somit sind 208 SAE-hp 210,88496 DIN-PS.


09.02.2013 20:41    |    Goify

Die Werbebilder sind grauenvolle Photoshop-Gebilde.

 

Zu den Preisen wurde schon alles gesagt und hier wird keiner verarscht, denn in den USA gibt es traditionell viel kürzere Aufpreislisten, wenn es denn überhaupt welche gibt (macht es für den Hersteller viel einfacher, als wenn er für jeden einzelnen eine Sonderanfertigung bauen muss) und zudem ist es zumindest in Deutschland üblich, bei jedem Preis noch einen Rabatt auszuhandeln. Es kann gut sein, dass der US-Preis nur noch mit der vor Ort gültigen Steuer zu beaufschlagen ist. Dann kostet der Wagen wohl nahezu das gleiche hüben wie drüben.


09.02.2013 20:58    |    norske

Zitat:

Original geschrieben von Goify

[…]

denn in den USA gibt es traditionell viel kürzere Aufpreislisten

[…]

Welche Auswirkungen das auf den Fahrzeuggrundpreis haben soll, zumal einiges an Sonder- und Komfortausstattung in den US-Modellen standardmäßig vorhanden sein muss, damit sich das Auto in den USA überhaupt verkaufen lässt, will mir nicht einleuchten. Daher bitte ich um eine Erklärung.

 

Alaaf

Norske


09.02.2013 21:58    |    Bastelpappa

C63 AMG Sedan lt. US-Konfig MSRP $59,800* = 44741,70 €

C 63 AMG lt. De-Konfig ab 73.482,50 Euro

das sind fast 30.000€

 

Mehrzeschdes - je mehr desto Zetsche

 

Mercedes Benz 2013 C Class C63 AMG Sedan Specs

The 2013 C63 AMG Sedan MSRP $59,800*

Passenger capacity 5

Trunk capacity 12.4 cu ft

Transmission type 7-speed automatic

Engine 6.3L AMG V-8

Power 451 hp @ 6,500 rpm

0 - 60 4.4 sec

City Fuel economy 13 mpg

Highway Fuel economy 19 mpg


09.02.2013 22:16    |    Goify

@norske:

Es ist teurer, jedes Modell individuell zu fertigen, als ein gut ausgestattetes Standard-US-Modell, was dann gegebenenfalls mit kleinen Aufwertungen durch den Importeur versehen wird.


09.02.2013 22:36    |    Reachstacker

Im grossen ganzen sehr gut geschriebener Artikel.

 

Ein paar Kleinigkeiten:

 

Preis ist immer Netto, also auf die 29'000 kommen noch Ueberfuehrung und Papiere sowie 7% Steuer.

Soll heissen bis der Wagen im Hof steht kostet er um 32 bis 33'000.

 

SAE PS wurden schon erwaehnt, wobei uns PS recht egal sind, solange es davon genug gibt das man den Wagen nicht schieben muss. ;)

 

Etwas zum Dollar im Allgemeinen: Wir rechnen hier nicht laufend auf Euro um, egal was der Wechselkurs ist, die Inlands Kaufkraft ist etwa 1:1

 

Rabatte gibts hier auch, reine Verhandlungssache, aber die in D ueblichen Hoehen werden kaum erreicht.

 

Die Preise sind auch etwas niedriger weil es kaum Einzel/Sonder Bestellungen gibt. In der Regel hat der Haendler 3 Ausstattungslinien im Hof und gut ists. Das gilt besonders fuer Importfahrzeuge.

 

@ oli

 

Was Du da schreibst ist echt Kaese, die Euro Autos sind oft technischer Overkill mit vergoldeten Auspuffschrauben und recht Unzuverlaessig. Will ich Problemlose Langzeitqualitaet kaufe ich mir einen Ami, bestenfalls noch bestimmte Japaner. VW, BMW und Audi (gleich dreimal nicht) sind nicht Autos die man sich wegen ihrer Zuverlaessigkeit kauft sondern wegen Fahrvergnuegen und Image.

 

-----

 

Noch was zu Importen: die Mehrheit der in den USA verkauften Fahrzeuge wird auch in Nordamerika gebaut. Das fuehrt dazu das einige der in den USA/Nordamerika gebauten Importmarken exportiert werden.

 

 

Im Gegensatz zu D haben die Importmarken aber einen hoeheren Marktanteil als die Einheimischen.

 

 

 

Gruss, Pete


09.02.2013 23:04    |    norske

@ Bastelpappa:

Auch hier wieder: USA = Nettopreis | Deutschland = Bruttopreis

Der deutsche Nettopreis beträgt 61.750,- €uro und die Differenz damit „nur“ noch rund 17.000,-

 

@ Goify:

Danke, jetzt habe auch ich es begriffen. ;)

 

@ Pete:

Da ich etwas häufiger mal in den USA Teile, Literatur und sonstige Artikel bestelle und die Versandkosten nach Deutschland von den Anbietern teilweise sehr hoch angesetzt werden, habe ich mir eine USA-Adresse über einen Mail Forwarder zugelegt. Diese Adresse ist im Bundesstaat Indiana, da hier, laut Forwarder, kein Sales Tax anfällt.

OT: Sagt Dir die USPS Form 1583 etwas? Da blicke ich nicht durch, wenn Du mit dieser Form etwas anfangen kannst, würde ich mich freuen, wenn Du mir das Thema näher bringen könntest – vielleicht aber besser per PN.

 

Alaaf

Norske


10.02.2013 00:04    |    Bert Benz

Zitat:

Wird der Deutsche ausgeblutet?

Ähh vielleicht besser der Käufer in Deutschland... Wird man jetzt schon gezwungen sowas zu kaufen für Geld?!

 

Sollte der Preisunterschied trotz zzgl. sales tax des jeweiligen US Bundesstaates wirklich so extrem sein, ist es eine Unverschämtheit von Daimler.


10.02.2013 01:45    |    B.Trüger

Viele der genannten Faktoren verkleinern den Preisunterschied. Dennoch sind deutsche Autos in den USA deutlich günstiger zu kaufen als in ihrem Heimatland.

 

Woran liegt das? Man ist hierzulande einfach bereit, mehr zu zahlen. Wer den Preis zahlt, ist also im Grunde genommen selbst schuld. Man könnte ja auch auf ein anderes Produkt ausweichen. Da man das nicht tut, scheint der Preis angemessen zu sein.


10.02.2013 08:13    |    Elchtest2010

Steuer hin oder her, ich finde es generell eine Frechheit dass man woanders mehr oder weniger bezahlt. Egal für was. Die Steuern sind die eine Sache , aber was kann ich denn dafür dass man woanders weniger verdient. Dabei sieht man dann auch für welchen Preis etwas anzubieten WÄRE. Natürlich wird dann gesagt es sei eine Mischkalkulation, eigentlich lege man ja beim Verkauf in den USA drauf. Selbst wenn es so wäre ... Was ich nicht glaube, was passiert, wenn in Europa der Markt zusammenbricht ... Wird dann nur noch zu Minus verkauft ? Was ich einsehe sind Transport, Überführung, Zollkosten etc. Aber alles andere ist eine Frechheit. Gilt ja genauso für andere Marken (Porsche, VW). Kann man übrigens nicht nur auf Autos anwenden. Aber Seat in Spanien ist glaube ich auch ein gutes Beispiel.


10.02.2013 09:25    |    schipplock

Zitat:

Zu den Preisen wurde schon alles gesagt und hier wird keiner verarscht, denn in den USA gibt es traditionell viel kürzere Aufpreislisten, wenn es denn überhaupt welche gibt (macht es für den Hersteller viel einfacher, als wenn er für jeden einzelnen eine Sonderanfertigung bauen muss) und zudem ist es zumindest in Deutschland üblich, bei jedem Preis noch einen Rabatt auszuhandeln. Es kann gut sein, dass der US-Preis nur noch mit der vor Ort gültigen Steuer zu beaufschlagen ist. Dann kostet der Wagen wohl nahezu das gleiche hüben wie drüben.

grundsaetzlich verstehe ich deine Argumentation, aber Mercedes muss diese Autos in dieser Konfiguration ja trotzdem zusammenbauen und das macht fuer Mercedes sicher bei der Herstellung garantiert keinen Kostenunterschied, ob nun der deutsche Michel einen CLA 250 mit Ausstattung X bestellt oder Ausstattung X fuer die USA gedacht ist. Zusammengesteckt muss er ja in beiden Faellen und das passiert sicherlich im gleichen Werk. Fuer Mercedes gibt es nur den Unterschied, dass sie den Merc fuer die USA erst in die USA schiffen muessen, dafuer Kosten beim Transport, Import und bei der Zulassung haben.

 

Und dafuer bieten sie ihn dann viel guenstiger an? Na, ich weiß ja nicht; fuer mich ist das immer noch eine Frechheit :). Aber der Markt ist dort ja anders als hier und wahrscheinlich moechte Mercedes einfach nur Fuß fassen.

 

B.Trüger hat da wohl irgendwie Recht; wenn Merc fuer diesen Preis hier gekauft wird, ist das wohl immer noch guenstig genug :).


10.02.2013 10:30    |    GT-Liebhaber

Die genauen Ausstattungsumfänge sind noch nicht bekannt. Ich kenn das so, das die Modelle zwar nen dicken Motor haben, aber der Ausstattungsumfang lange nicht den deutschen Umfang oder Möglichkeiten erreichte.

 

Der Amerikaner ist doch auch völlig anders gestrickt als wir. Der geht in den Laden und will jetzt ein Auto.

 

Wie soll Mercedes das auch machen sonst? Wenn jeder Ami sein Fahrzeug bis ins Kleinste konfigurieren könnte, wie lange soll der darauf denn warten - Stichwort Verschiffung. Meint Ihr so´n RoRo-Carrier wartet nur auf jeden einzelnen Benz?


10.02.2013 10:38    |    B.Trüger

In vielen anderen Ländern sind die Leute gewohnt, Autos beim Händler gleich mitzunehmen. Die wollen nicht monatelang warten. So auch in den USA.

 

Die US-Versionen sind bei Mercedes meist deutlich besser ausgestattet. Beispielweise sind bei vielen Modellen ab einer bestimmten Motorisierung COMAND, Leder und ein Panoramadach einfach serienmäßig.

 

Man kann da rechnen wie man will. Die Autos sind in den USA einfach billiger als bei uns. Und zwar nicht, weil sie schlechter sind, sondern weil die Preisbereitschaft geringer ist. Ein Minusgeschäft ist es dennoch nicht. Die Hersteller verdienen auch da noch genug.

 

Gut finde ich das auch nicht. Aber so funktioniert's nun mal bei den Herstellern. Man nimmt, was man kriegen kann. Die Marke Mercedes scheint in Deutschland so stark zu tragen, dass da mehr von den Leuten zu holen ist. Nach VW sind sie dennoch die 2 in der Zulassungsstatistik.


10.02.2013 10:39    |    Bernd N

"ist die Rede von einem 208 PS Motor. Der CLA 250 ist hier aber mit 211 PS angegeben."

 

Das ist dem schlechten US-Benzin geschuldet.

 

 

Einige Male schon wurden hier US-Preise ohne Tax deutschen Preisen incl. 19% MwSt. gegenübergestellt.....


10.02.2013 10:42    |    B.Trüger

Nein. Das ist der Angabe in SAE-horsepower geschuldet.

So schlecht ist das Benzin dort nicht. Wenn man 88 Oktan liest, muss man bedenken, dass das als Motoroktanzahl (MOZ) gemessen wurde, nicht als Researchoktanzahl (ROZ) wie bei uns. Das muss man erst umrechnen, um es vergleich zu können.


10.02.2013 11:32    |    Daemonarch

Ich erinnere mich daran, das ich mal richtig gestaunt habe, als ich im Urlaub 1990 bei einem spanischen VW-Händler reingeschaut hatte... Da stand ein nagelneuer Golf2 GTI für 19.000 Mark, welcher bei uns mindestens 10.000 mehr gekostet hätte. Da bin ich schon ins grübeln gekommen.


10.02.2013 12:21    |    Zooplus

Autos sind in den USA billiger als in D. Übrigens auch in Polen oder Ungarn oder Tschechien oder oder oder

Warum? Marktwirtschaft! Die Deutschen sind bereit die hohen Preise zu zahlen. Würden sie weniger kaufen oder billigere Autos kaufen, dann würden die Preise sinken. Das passiert zur Zeit in Spanien oder Italien.

Ein Freund von mir importiert regelmässig Autos aus den USA nach D.


10.02.2013 13:03    |    Yoshi007

Danke norske für die Info :) War es sonst eig. immer gewohnt das ein Sternchen auf die noch zu entrichtende tax aufmerksam macht... aber sei es drum ob der Unterschied nun 40 oder 30 prozent beträgt, ein "Schnäppchen" bleibt es dennoch...

 

@Zooplus auf das Thema Re-Import wollte ich eigentlich auch noch im Artikel eingehen aber wenn man bedenkt welche Kosten da noch auf einen drauf zu kommen, wie z.B. die auf den Kaufpreis in den USA zu entrichtende Steuer (kann je nach Bundesstaat variieren) oder das der Traumwagen noch verschifft werden muss, was ebenfalls einige tausend Euro kosten kann. In Deutschland angekommen, muss das Auto gegebenfalls umgerüstet werden, um eine deutsche Zulassung zu bekommen. Da ist der Schnäppchenfaktor schnell wieder futsch.


10.02.2013 13:05    |    Goify

Gibt es keine Möglichkeit, ein US-Fahrzeug nicht überführen zu lassen, sondern in Deutschland im Werk abzuholen?


10.02.2013 13:23    |    schipplock

lol :-) .


10.02.2013 13:31    |    Reachstacker

@ Goify

 

Das ging frueher auf jeden Fall. Allerdings faehrst Du dann die US Ausfuehrung mit Zollkennzeichen aus dem Werk. Zumindest wuerde es die Rueckueberfuehrung sparen.


10.02.2013 13:52    |    louk

Frage mich, wie MB mit der Kiste in den USA erfolgreich sein will. Die hat weniger Platz als ein Polo und in den USA denkt man big is beautiful. Da hat man einfach mehr Platz, breitere Strassen, mehr Landschaft, größere Autos.


10.02.2013 17:52    |    norske

Zitat:

Original geschrieben von B.Trüger

[…]

Wenn man 88 Oktan liest, muss man bedenken, dass das als Motoroktanzahl (MOZ) gemessen wurde, nicht als Researchoktanzahl (ROZ) wie bei uns. Das muss man erst umrechnen, um es vergleich zu können.

Das ist so nicht richtig. In den USA wird die Klopffestigkeit über die AON – Average Octane Number (ROZ+MOZ)/2 beschrieben.

Umgerechnet auf die europäischen bzw. deutschen Ottokraftstoffqualitäten entspräche das:

Normalbenzin: (ROZ 91, MOZ 82,5): AON 86,8

Super: (ROZ 95, MOZ 85): AON 90

Super Plus: (ROZ 98, MOZ 88): AON 93

Quelle: Shell Deutschland Schmierstoff GmbH

Die in Deutschland / Europa übliche Angabe der ROZ resultiert zum einen daraus, dass dieser Wert einfacher zu ermitteln ist und zum anderen daraus, dass der ROZ Wert höher liegt und so eine bessere Qualität vorgegaukelt wird.

 

Alaaf

Norske


10.02.2013 18:47    |    schipplock

@louk, ja genau, denn wie jeder weiß besteht die USA groeßtenteils aus unbesiedelter Wuestenlandschaft. Einfach nur geradeaus und so :P.

 

In den USA gibt es laengst einen Markt fuer kompakte, praktische und sparsame PKW. Schau dir Ford USA an; man verkauft Fiesta und Focus erfolgreich in den USA, weil auch in den USA der Kraftstoffpreis gestiegen ist und sich so manche Menschen Gedanken darueber machen.

 

Auch Toyota USA verkauft Yaris und Corolla in den USA.

 

Die Zeiten von "big is better" sind doch seit ca. 30-40 Jahren vorbei.

 

Gut finden muss man das nicht.


10.02.2013 20:49    |    Elchatori

es ist doch gaaaanz einfach:

 

Warum leckt sich der Hund seinen Schwanz?

Weil er´s kann! :p

 

 

...fast jedes Unternehmen nimmt das was halt geht. Preise werden erhöht solange man annimmt, dass der Verbaucher es akzeptiert, dass es "gut geht".

Da die Verbraucher (aka das Volk) aber eine wabernde Masse darstellen, die zu keinerlei Konsens + Absprache fähig sind wird das ausgenutzt.

Diese Vorgehensweise von Daimler ist wie bereits mehrere angemerkt haben zwar nicht fair oder fein, aber sie befinden sich sozusagen in "allerbester Gesellschaft".

 

Und nebenbei (weil es so schön zum Thema passt) die Langzeitqualität die hier von Audi oder Daimler erwähnt wurde... ist bereits lange vorbei - ja es gab sie!

Und ihr glaubt doch selbst nicht, dass das großteils auf schusselige Ingenieure oder versehentliche Fehler zurückzuführen ist :rolleyes:

Das ist Geschäftssinn!


12.02.2013 11:27    |    B.Trüger

@ norske:

 

Danke für die Aufklärung. War mir nicht klar.


17.02.2013 20:57    |    Masterkenobi

Ich möchte mal wissen welch' edle Materialien oder technische Finessen einen Aufpreis des deutschen CLA 250 von über 16.000 € rechtfertigen.


18.02.2013 09:28    |    Goify

Es sind 10.000 €.


18.02.2013 20:05    |    Masterkenobi

Der CLA 250 soll in Deutschland 38.675 € und in den USA ca. 22.440 € (29.900 $) .

Das sind bei mir 16.235 € Unterschied.


18.02.2013 20:13    |    Goify

Wenn du ein paar wesentliche Parameter weglässt oder die Kommentare nicht liest, könnte man auf 16.000 € kommen.

 

Zitat:

Original geschrieben von Norske:

Du machst in Deiner Berechnung einen Fehler, denn in den USA sind die angegebenen Preise Nettopreise, da es in den verschiedenen Bundesstaaten unterschiedliche Mehrwertsteuersätze gibt. Folglich müsstest Du den amerikanischen Nettopreis des CLA 250 von 29.900,- US-Dollar (22.440,- €uro) mit dem deutschen Nettopreis von 32.500,- €uro vergleichen. Das relativiert die Differenz dann ein kleinwenig.


18.02.2013 20:26    |    Masterkenobi

Gut wenn es so ist stimmen die 10.000 €. Ausstattungsbereinigt dürfte die Differenz aber trotzdem wieder größer werden. Elektrische Sitze, Command oder die Thermotronic dürften in D z.B. nicht Serie sein.


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