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veni vidi vega

Hauptthema ist mein Alltagswagen, ein Ford Fiesta MK7 (2009), aber auch mein Hobbyauto Audi 80 B2 (1984) und diverse andere Themen kommen nicht zu kurz.

Fri Jan 06 13:17:49 CET 2017    |    VincentVEGA_    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: 1 (C13), Nissan, Pulsar

Über den Nissan Pulsar hatte ich mich in meinem letzten Artikel ja nur kurz zwiespältig geäußert.

Ich fuhr ihn nur kurz unter Stress als Mietwagen und hatte gar nicht die Zeit, mich wirklich mit ihm auseinanderzusetzen.

 

Keine Schönheit.Keine Schönheit.Nun wollte ich den Pulsar Diesel als Vergleich zum Astra noch einmal fahren. Beim Händler standen nur Benziner, der Diesel war in einer anderen Filiale. Da diese genauso weit weg war wie die in der ich stand, lehnte ich das Angebot, den Wagen bringen zu lassen ab und fuhr am nächsten Tag selbst hin.

Das reservierte Fahrzeug war jedoch nicht da - es wurde leider als Ersatzwagen herausgegeben. Überschüttet von gutem Kaffee und Worten der Entschuldigung bekam ich die Schlüssel für einen Benziner mit Automatik. Ja meine Güte, sowas kommt halt mal vor, erst recht so kurz nach Neujahr.

 

Fenster! Er hat echte Fenster!Fenster! Er hat echte Fenster!Wer sich für den Pulsar wirklich interessiert, kann ja auch noch den entsprechenden Testbericht lesen, der zum Text auch nochmal eine einheitliche, möglichst objektive Bewertung der jeweiligen Eigenschaften bietet.

Nur hätte ich wirklich gern den Diesel gehabt, da ich wissen muss, ob mir die 110 PS überhaupt für meine Bedürfnisse ausreichen, ich befürchte ja eher nicht. Andererseits sind Renault-Dieselmotoren durch die jahrelange Erfahrung des Herstellers oft überraschend gut unterwegs.

 

Die große Stärke des Pulsar.Die große Stärke des Pulsar.Nun stand er also da, ausgerechnet auch noch in biederem Mausgrau, was das Unscheinbare dieses Autos noch zusätzlich betont. Der Einstieg ist höher als üblich, aber noch nicht auf dem Niveau eines Golf Sportsvan, also eigentlich genau richtig. Dazu sind die Vordersitze endlich ausreichend dimensioniert (bei japanischen Modellen sonst oft ein Problem) und schön weich gepolstert. Das Raumangebot vorne ist so gut, in alle Richtungen ist mehr als genug Bewegungsfreiheit, sodass man problemlos alle denkbaren Sitzpositionen durchprobieren kann, vom SUV-artigen Throngefühl unter voller Ausnutzung der großen Innenhöhe bis hin zum entspannten Halbliegen.

 

Bei der Sitzprobe fällt auch schnell auf, wie übersichtlich das Auto ist. Während der Astra fast schon ein Designerstück ist, im Gegenzug aber nur Schießscharten statt Scheiben hat, ist der Nissan außen ..ähm... ähm.. konservativer gestaltet, hat aber echte Fenster! Gefällt mir richtig gut! Übersichtlicher fand ich nur den Golf bis jetzt, und der hat auch eine zu breite C-Säule.

 

Das macht den Pulsar für mich eigentlich schon zum idealen Seniorenauto, wenn es denn kein teurerer SUV sein muss. Der Einstieg ist leicht, die Sitzposition kann wirklich jeder für sich finden, das Gestühl fängt die künstlichen Hüftgelenke weich auf und man sieht alle Ecken, ohne sich den Hals verdrehen zu müssen. Sogar die Motorhaube ist im Blick. Senioren- und kinderfreundlich sind auch die niedrige Ladekante und der weite Öffnungswinkel der Türen.

 

 

Groß, aber nicht variabel.Groß, aber nicht variabel.Noch mehr Lob gibt es für Reihe zwei, wo der Platz gut und gerne mit einer B-Klasse mithalten kann. Der Pulsar dürfte hier der Klassenbeste sein, er würde auch als Taxi eine gute Figur abgeben. Leider sind die Sitzflächen hinten wieder japantypisch zu kurz, doch die bequeme Polsterung und eine Mittelarmlehne mit Cupholdern bemühen sich erfolgreich um Ausgleich.

Auch der Kofferraum enttäuscht nicht, im Alltag dürfte der Pulsar so ziemlich alles schlucken - im Nutzwert bügelt der Nissan Pulsar seine Gegner.

 

Es wäre aber noch mehr drin gewesen, denn ein Variabilitätswunder ist er nicht. Sitze asysmetrisch geteilt umklappen geht, mehr aber nicht. Und dann bleibt da noch eine fette Stufe. Schade, dass im Detail nicht weiter gedacht wurde.

 

Nicht schön, aber praktisch und passabel gemacht.Nicht schön, aber praktisch und passabel gemacht.In manchen Tests wird über die Innenraumqualität geschimpft, das kann ich so nicht nachvollziehen. Ich fand weder schiefe Spaltmaße noch unzureichend entgratetes Plastik. Klar, man kann hier keine handschmeichelnden Wunder erwarten, doch es ist alles solide zusammengebaut, was beim ersten Qasquai ja noch ganz anders war. Das Lederlenkrad fühlt sich auch nach Leder an und die Kunststoffe sind auch nicht wirklich schlechter als im 3er BMW. Vergleich gefällig?

Der Pulsar muss sich in seiner (Preis-) Klasse nicht verstecken, sticht aber auch nicht positiv aus der Masse heraus.

 

 

Der Motor ist soweit ich weiß auch von Renault oder zumindest unter Beteiligung von Renault entwickelt worden. Das muss ja kein Nachteil sein. Der Motor ist angenehm leise und dürfte für Otto Normalfahrer genau richtig sein. Die 115 PS kommen subjektiv genau hin, er reicht stets aus, macht aber keinen Spaß. Dank Turbo kommt er für den berühmten Sprint über gelbe Ampeln oder Einfahren auf stark befahrene Straßen rechtzeitig in die Puschen, beim Auffahren auf die Autobahn oder beim Überholen fehlt ihm dann aber doch ein längerer Atem. Für 1200ccm macht er seine Sache aber unterm Strich gut. Mehr Dampf hätte ich mir zwar gewünscht, aber notwendig ist es nicht.

 

Auffallend ist, dass der Motor recht lange brauchte (ca. 15 Minuten), um warm zu werden, und das Start-Stop-System hat bereits bei eindeutig noch kaltem Motor eingesetzt. Was soll das denn? Darauf angesprochen, hatte mich der Verkäufer nur mit ungläubigem Staunen angesehen.

 

Die trotz leichten Gasgebens unveränderte Drehzahl und die entsprechenden Sprünge bei mehr/weniger Gas haben die Automatik als CVT enttarnt. Vor Jahren hatte die B-Klasse alle Vorurteile bezüglich bauartbedingter Nachteile eines stufenlosen Getriebes bestätigt. Bis auf die Haltbarkeit, da hat Mercedes die markentypische Ausgereiftheit bewiesen. Man denke aber an die Getriebe des Honda Jazz, die sich sehr schnell in ihre Bestandteile auflösen. Hoffentlich hat Nissan hier gute Arbeit geleistet.

 

Übersichtliche InstrumenteÜbersichtliche InstrumenteGummibandeffekt wie in der B-Klasse? Nö. Gasbefehle werden spontan umgesetzt, die Drehzahländerungen erfolgen fast unmerklich, die Automatik ist im Alltagsverkehr, der zugegebenermaßen durch den harten Wintereinbruch gemächlicher als sonst rollte, ein guter Begleiter. Wer unsensibel die 0/I - Stellung des Gaspedals exzerziert, wird jedoch feststellen, dass das Getriebe eher die ruhigere Gangart schätzt, doch gänzlich aus der Fassung lässt sich die X-Tronic nie bringen. Nissan hat seine Hausaufgaben gemacht und dürfte hier den aktuellen technischen Stand von CVTs anbieten.

 

Im Berliner Stadtverkehr, der durch den heftigen Wintereinbruch wie erwähnt langsamer vonstatten ging, bin ich mit ca 7 Litern gefahren, mit deaktiviertem Start-Stop und einigen roten Ampeln. Für einen Benziner in einem Kompaktwagen ist das ein zeitgemäßer Wert, doch auf schnellen Autobahnetappen dürfte der kleine Turbo Durst bekommen. Der Tankinhalt von 46 Litern ist dann nicht mehr ganz so der Brüller, reicht aber für Otto Normalfahrer sicher aus.

 

Das Navi ist nicht mehr zeitgemäß.Das Navi ist nicht mehr zeitgemäß.Dank der Übersichtlichkeit überzeugt auch der gefühlte Wendekreis, ich bin da aber auch sehr indifferenziert, entweder ein Auto lässt sich gut manövrieren oder eben nicht. Der Nissan ist aus meiner Sicht Ersteres. Die Lenkung ist recht leicht, entkoppelt aber für meinen Geschmack zu sehr von der Fahrbahn, das Glatteis ließ sich kaum erfühlen. Hm.

Dafür waren die Bremsen tadellos, das Auto stand immer sehr schnell und hat nicht schiefgezogen, die Dosierung gelang auf Anhieb. So soll es sein.

 

Kurven sind nicht so sein Ding, er ist etwas schaukelig abgestimmt und schwingt nach, was bei flott überfahrenen Bodenwellen etwas verunsichert. Dennoch bleibt der Pulsar sicher in der Spur, das ESP regelt auch nicht zu grob und erschreckt den Fahrer nicht. Die Traktion war stets gut. Erst harte Lenkeinschäge á la Elchtest bringen das ESP auf die Palme und verleiten es zu Eingriffen, die mehr Feingefühl vermissen lassen.

 

Leider sorgt die künstliche Lenkung mit der etwas unglücklichen Dämpferabstimmung dafür, dass der Wagen recht träge und gesetzt wirkt. Sportfahrer dürften aber auch nicht die primäre Zielgruppe des Pulsar darstellen. Dumm nur, dass der Komfort auch nicht so ganz passt, denn auf kurze Stöße wie z.B Bodenwellen reagiert der Nissan kaum, die Schläge kommen direkt durch und das Auto wippt dazu noch unangenehm nach, es ist permanent Unruhe in der Karosserie, was auf Dauer nervt.

 

Nerven ist auch eine Domäne des Infotainments, die Bedienung ist für mich zu unlogisch und die Grafik des Navis ist ein Witz. Pixeliges 2D? Ich bitte euch! Der Klang des Radios war dazu auch noch erschreckend dumpf, der Bass ging, aber die Höhen waren mies. Zwar ist die Rückfahrkamera gut (siehe Bild), aber da kommen wir zum Nächsten. Parksensoren hat er nicht, aber eine Kamera. Dürfte wohl einmalig sein, diese Kombi.

 

Auch lässt es sich Nissan nicht nehmen, die japanische Tradition (insbesondere auch Nissans!!) der Zwangskoppelungen fortzusetzen. Für das Basismodell gibt es nämlich keine Extras, von der Farbe abgesehen. Für das Topmodell auch nicht, aber das soll ja auch das Rundum-Sorglos-Paket sein. Wer auch nur eine Sache mehr haben will, muss die nächsthöhere Linie nehmen, da sind die Optionen auch nur wieder als Pakete zu haben, die einander auch teilweise bedingen. Puh!

 

Die Kamera ist gut, das Verschwommene ist nur der Winterdreck.Die Kamera ist gut, das Verschwommene ist nur der Winterdreck.Auch gibt es nicht viel zu individualisieren, der Innenraum ist immer Schwarz und Extras nach Belieben wählen geht ja nun wie erwähnt auch nicht. Allerdings: Die volle Hütte mit allem, wirklich allem kostet keine 28.000 Euro. Drin sind dann ein kräftiger 190-PS-Benziner, eine Assistenzarmada mit 360-Grad-Kamera und mehr, ein Navi, Lederausstattung, große Alus, und so weiter. LED-Scheinwerfer gibt es auch als Krönung, aber die dürften gegen das IntelliLux-Matrixlicht des Opel Astra weitgehend chancenlos sein. Das Basismodell kostet ca. 17.000, kommt aber direkt mit dem hier vorgestellten Motor, der schon eine solide Vorstellung abgeliefert hat und bietet Tempomat und Bluetooth, aber z.B. keine hinteren Luftausströmer, die wegen der großen Scheiben doch angebracht sind. Die Preise würde ich also als fair und im direkten Vergleich insbesondere ausstattungsbereinigt als günstig bezeichnen. Leider muss man oft zwangsweise in die Paketfalle tappen.

 

 

 

FAZIT:

 

Der Pulsar ist durchaus interessanter, als es das gähnend langweilige Äußere vermuten lässt. Motor und Getriebe sind nicht die besten auf dem Markt, zeigen sich aber rundum zufriendestellend. Das Platzangebot ist überragend und die Übersichtlichkeit ausnehmend gut. Das qualifiziert den Pulsar zum tadellosen Familienauto auf geringer Verkehrsfläche. Fahrsicher ist er auch, und die Preise sind für mein Empfinden günstig.

 

Der Nissan ist einerseits ein echter Europäer, man merkt, wie sehr man unseren hiesigen Geschmack treffen wollte, gleichzeitig aber auch ein Japaner alter Schule: Gute Komfortausstattung, die man dann wieder in zig dämlichen Kombinationen bei den Extras zwangskoppeln und zusammenwürfeln muss, unsagbar biederes Styling und Schwächen im Detail, dafür aber mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis und gutem Gebrauchswert.

 

Zum Facelift würde ich mir ein neues Navi, eine feinere Abstimmung und einen stärkeren Diesel mit ca. 140 PS wünschen. Dann würde ich ihn vielleicht sogar dem Astra vorziehen.

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Fri Jan 06 15:38:27 CET 2017    |    der_Derk

Ah, Suzuki Liana und SX4 haben endlich einen würdigen Nachfolger gefunden ;)

 

Zitat:

Auch lässt es sich Nissan nicht nehmen, die japanische Tradition (insbesondere auch Nissans!!) der Zwangskoppelungen fortzusetzen. Für das Basismodell gibt es nämlich keine Extras, von der Farbe abgesehen. Für das Topmodell auch nicht, aber das soll ja auch das Rundum-Sorglos-Paket sein. Wer auch nur eine Sache mehr haben will, muss die nächsthöhere Linie nehmen, da sind die Optionen auch nur wieder als Pakete zu haben, die einander auch teilweise bedingen. Puh!

Nunja - das ärgert vielleicht den Erstkäufer, als nicht-Neuwagenkäufer finde ich die Pakete erheblich praktischer. Man weiß was man haben möchte, weiß welche Ausstattungslinie man dafür braucht, und muss nur noch danach suchen. Da stört mich dann die "Premium"-Aufpreispolitik im Sinne von "Sie können sich jeden Blödsinn konfigurieren, gerne auch die dickste Maschine ohne Klimaanlage" schon eher, denn genau sowas konfigurieren sich dann anscheinend wirklich viele...


Fri Jan 06 15:47:59 CET 2017    |    VincentVEGA_

@der_Derk

Nun, ohne diese Paketpolitk dürfen sich die ausstattungsbereinigt guten Preise kaum machen lassen, da der Einbau fester Kombinationen die kostspieligen Rüstzeiten am Fließband entscheidend minimiert. Auch der Bezug der Komponenten ist so planbarer und effizienter.

 

Ansonsten gebe ich dir mit den Altherrenbeschleunigern SX4 und Liana recht: Mein Testwagen ist genau das richtige Auto für den konservativen Senior und ist im Vergleich zu den Suzukis durchaus schöner und moderner.


Fri Jan 06 16:27:07 CET 2017    |    Schlawiner98

Ich finde die Autos, die Nissan in letzter Zeit auf die Straße gebracht hat, allesamt ganz ok. Mir gefällt sogar die ziemlich schräge Juke. Übrigens auch der einzige (normale) Nissan mit ansehnlichem Lenkrad :(

Ansonsten halte ich den Pulsar für ein sehr gelungenes Auto. Viel Platz, gute Qualität, feine Ausstattung und faire Preise. Nichts, was so nicht auch im Text stand. Die 190 PS starke Variante würde ich tatsächlich gern mal fahren.


Fri Jan 06 16:40:24 CET 2017    |    VincentVEGA_

@Schlawiner98 dürften die Händler allerdings kaum vorrätig haben. Mit dem Diesel war das ja jetzt schon ein Akt, und 190 PS in dem Auto dürften noch seltener sein. Da würde ich vorab die Händler abtelefonieren, wer da einen hat, auf gut Glück wird man da wohl baden gehen.

 

Den Pulsar würde ich für den reinen Privatgebrauch übrigens sofort kaufen. Nur brauche ich den Einsteigekomfort und das Platzangebot (noch) nicht bzw. nicht mehr da die Folgeschäden von meinem Unfall vorletztes Jahr mittlerweile nahezu verschwunden sind. Das schlechte Infotainment ließe sich theoretisch durch ein Doppel-Din ersetzen, was ich sehr gut finde, nur dürten dann die Kamerafunktionen wohl nicht mehr ohne Weiteres gehen. Der Hauptpunkt ist für mich aber das Fehlen eines Diesels in der 140-PS-Klasse.

 

Du kannst dir aber sicher sein, dass ich den 1.5 dci trotzdem nochmal in den nächsten Wochen fahre und ein entsprechender Bericht bei den Tests folgen wird. Mir wurde geflüstert, die Federung sei beim Diesel besser, was ja einen der zwei Hauptmeckerpunkte entwerten würde ;)

 

Der Pulsar hat schließlich etwas mehr Beachtung verdient als ihm derzeit durch seinen Underdog-Status entgegen gebracht wird.


Fri Jan 06 16:42:28 CET 2017    |    Taxidiesel

Irgendwie ist er ja ganz gefällig, aber wenn man - wie du im Vergleich mit dem Astra schon sagst - die aktuelle Kompaktklasse beschaut, sieht er vor allem von innen aus wie vor zehn Jahren.

 

Schade eigentlich, seit dem Almera scheint Nissan im Kompaktsegment keine Rolle mehr zu spielen. Dabei ist Nissan ja eher für eine gute Qualität bekannt. Bekannte fahren seit bestimmt schon 20 Jahren einen Sunny, der einfach läuft und läuft und...

 

Größtes Manko ist aber wirklich das urinalförmige Lenkrad :D


Fri Jan 06 16:53:51 CET 2017    |    VincentVEGA_

@Taxidiesel

das Biedermeier-Styling ist für mich kein Grund, ein ansonsten gutes Auto zu meiden. Wohl aber wäre gelungenes Design wie beim Astra ein Grund, ein ansonsten gutes Fahrzeug erst recht zu kaufen. :D

 

Besser als der Tiida dürfte sich der Pulsar jedenfalls verkaufen, was ich Nissan auch gönne. Meine Kritikpunkte lassen sich mittels Modellpflege ja noch abstellen, da ist kein grober Schnitzer dabei.

 

Was das Lenkrad betrifft: Ich schaue eh die meiste Zeit auf die Straße und nicht auf das Pissoir vor mir.. :D

Da sprichst du aber was an: Das Rad ist wohl leicht nach links oder rechts geneigt, steht nicht parallel zu den ausgestreckten Armen. Ähnlich sinnfrei wie das nach rechts versetzte Lenkrad in meinem Audi 80. Ich muss aber sagen, beim Fahren fällt das überhaupt nicht auf, hätte ich das nicht irgendwo gelesen, wüsste ich es immer noch nicht.


Sat Jan 07 11:26:41 CET 2017    |    apfelgruener

Noch langweiliger ist nur ein VW ... Gääääähn


Sat Jan 07 12:30:02 CET 2017    |    ickeausberlin-audi

Wir haben den QQ mit 1.5 DCi 115 PS. Der Motor ist zumindest von der Leistungsausbeute und vom Fahrverhalten sehr angenehm und durch das Drehmoment relativ spritzig!


Sat Jan 07 15:38:39 CET 2017    |    VincentVEGA_

VWs sind in der Summe ihrer Eigenschaften oft die beste Wahl - die mäßige Langzeitqualität, die frechen Preise und die arrogante Haltung gegenüber den hiesigen Kunden disqualifizieren VW allerdings für mich, bis sich das endlich mal bessert...

 

Wenn der mit 5 PS mehr im größeren und vor allem schwereren Qasquai gut arbeitet, macht das ja schon mal Hoffnung. Ich glaube zwar nicht, dass ich wirklich einen Pulsar kaufe, aber fahren kann man ihn ja mal.


Sun Jan 08 16:55:17 CET 2017    |    Profi2010

Ich hatte mal die Gelegenheit den 1.5dci von Renault in der A-Klasse im Vergleich zum alten 1.8 CDI zu fahren (jeweils mit 109PS).

Der 1.5dci ist im Gegensatz zum 1.8er wesentlich träger und weniger drehfreudig, der 1.8er hat wenigstens noch etwas Fahrspaß vermittelt, aber der 1.5er war für mich eine reine Katastrophe, da es sich um einen Mietwagen handelte, habe ich den Wagen nach einer Stunde direkt wieder umgetauscht.

Auch Mercedes macht Fehler :D .


Sun Jan 08 19:56:29 CET 2017    |    AustriaMI

Grad in dunkelblau finde ich den Pulsar sehr gelungen. Und den Innenraum finde ich jetzt auch nicht gerade altbackener als den vom Astra. Ist aber nur meine persönliche Meinung.


Mon Jan 09 23:14:42 CET 2017    |    Zetapot

Den Pulsar mit dem kleinen Benziner hatte ich auch mal als Mietwagen, allerdings als Handschalter und war ziemlich enttäuscht.

Den Innenraum empfand ich als äußerst billig von der optischen Plastikqualität her. Das Silber am Lenkrad ist bemaltes Plastik wie bei einfachsten Musikanlagen aus den 90ern.

Der Tank erschien mir winzig, nach schneller Autobahnfahrt zeigte er eine Reichweite nach Volltanken von 380km an und ich hielt das für eine Fehlfunktion des Bordcomputers, dem war aber nicht so. Im Schnitt hat er bei mir 10,3L verbraucht.

Lenkung, Schaltung und Geräuschdämmung waren ganz gut soweit ich mich erinnere.


Tue Jan 10 15:33:07 CET 2017    |    Stormblazer

Bin den 1.5er Diesel probe gefahren und fand ihn eigentlich ganz stimmig, vermutlich weil ich halt gerne Fahrwerke der Marke "Sofa" mag. Zieht ganz brauchbar aus dem Keller aber ist halt alles ein wenig schwammig. Dafür ist die Sitzheizung super und heizt einem schön ein an diesen kalten Wintertagen :D (am Tag der Probefahrt hatte es -7° und die Kiste musste erst noch vom Eis befreit werden, Auto war also eiskalt). Was mir besonders gut gefiel war das au der Autobahn bei Vollgas und 195 auf dem Tacho das Innengeräusch sehr moderat war, also kein Dröhnen vom Wind oder sonstiges, musste nichtmal das Radio lauter drehen.

 

Das Radio allerdings....

Ich bin jetzt kein audiophiler Mensch, schon alleine weil meine Ohren die 4 Jahre Luftwaffe nicht ganz ungeschoren überlebt haben aber was da aus den Boxen scherbelt geht ja garnicht. Hatte Handy über Bluetooth verbunden und von Spotify mit hoher Quali gestreamt. Bass war so ein wenig da nachdem man per Hand mal nachgeregelt hat (auf die höchste Stufe) aber die Höhen haben selbst bei "etwas lauter" angefangen zu scherbeln. Und etwas Lauter im Sinne von Stufe 21 von 30. Navi kann ich nicht beurteilen weil der Händler die SD-Karte nicht rausgerückt hat, ist vielleicht auch besser so.

 

Mein einziger Vergleich in der Größen- und Preisklasse ist nur der Fiat Tipo und der macht zumindest Sound besser, kostet aber auch ein wenig mehr und ist im Innenraum gefühlt kleiner und wesentlich straffer von den SItzen und Fahrwerk her. Also wer einen bequemene Gefährten zum Kilometer machen sucht und nicht wirklich den ganzen Multimedia Plunder braucht ist mit dem Pulsar ganz gut bedient.


Tue Jan 10 17:43:24 CET 2017    |    VincentVEGA_

@Stormblazer gut zu wissen, dass sich da die Erfahrungen decken, selbst mein Fiesta mit der Basisanlage (!) klingt besser, hat dafür aber etwas schlechteren Empfang.


Wed Jan 11 20:06:59 CET 2017    |    SpecterB

Danke für den Bericht!

 

Ich bin vor ein paar Wochen ebenfalls mal einen Pulsar gefahren, allerdings in Australien. 7 Tage Great Ocean Road. Ich muss sagen, ich fand den Wagen sehr angenehm. Ok, klar - alles recht hartes Plastik, die Türen klingen beim Schließen wie wenn man ne Trommel fallen lässt und ja, das Soundsystem hat diesen Namen auch in der australischen Version nicht verdient. Ich bin dezent audiophil veranlagt, im Auto kann ich aber gerne Abstriche machen. Der Pulsar geht an dieser Stelle aber gar nicht. Zeitweise dachte ich, die Musik kommt aus dem iPhone. Sonst fand ich das Fahrzeug ganz spritzig. Dort gibt es ihn als Limo und sie verbauen einen Benziner mit 130 - 140 PS und Automatik, der hat gar keine Probleme mit Durchzug, selbst wenn man den riesigen Kofferraum (keine Zahlen zur Hand - aber wirklich riesig, 5er Niveau) voll beladen hat.


Thu Jan 12 21:03:59 CET 2017    |    Massow

@Schlawiner98 "Die 190 PS starke Variante würde ich tatsächlich gern mal fahren."

 

Mach mal. Mir hat er Spaß gemacht.

Vor allem gänzlich ohne Krawalloptik, der Wagen hat optisch keine 100PS :D

 

Den Radioklang fand ich ok, hab da aber auch keine großen Ansprüche. Für mein DLF-Gesabbel tuts das.

Auch die restlichen "inneren Werte" fand ich ok, sehr pflegeleicht. Der Pulsar hinterließ bei mir durchaus den Eindruck, das er für etwas länger, als nur den üblichen Leasingzeitraum konstruiert wurde.


Mon Jan 16 03:10:13 CET 2017    |    Kamui77

Der Pulsar hat mich bei erscheinen stark an den Toyota Auris I erinnert. Der Bericht über die Geräumigkeit bestätigt den Eindruck. Das CVT Getriebe wäre für mich persönlich ein Kaufgrund, die Turbobenzindirekteinspritzer dagegen überhaupt nicht. Das Innenraum wirkt, wie schon im Bericht beschrieben, ansonsten leider ziemlich langweilig.


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