MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

27.08.2011 17:30    |    manni9999 manni9999    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: , , , , , , ,

 

 

 

Hallo Leser :),

 

mittlerweile habe ich den Audi TT schon fast 7 Jahre und habe rund 189 tkm mit ihm zurückgelegt. Bisher hat er mich immer ohne größere Probleme ans Ziel gebracht.

Liegengeblieben bin ich mit dem TT noch nie, wobei ich zugegebenermaßen schon ein paar Mal Glück hatte. :D

 

Im Frühjahr hatte ich beschlossen, das Fahrwerk meines TT weitgehend zu überholen für die nächsten 190 tkm :cool:.

Außerdem hatte ich ein Jahr zuvor schon ein Gewindefahrwerk von Bilstein und verstellbare Querlenker von KW gekauft, aber dann aus unerfindlichen Gründen den Einbau immer vor mir her geschoben.

 

Glücklicherweise musste der TT im August zur Hauptuntersuchung und auch die große Inspektion war fällig.

Grund genug, nach einer Inspektion des Fahrzeugzustands die nötigen Ersatzteile zu kaufen und die Teile, die für eine große Inspektion benötigt werden.

 

Den Startschuß gab dann letztlich ein Federbruch vorne rechts. Glücklicherweise brach die Feder so, das keine Teile herausgefallen sind, nichts blockiert oder beschädigt wurde und der Federweg quasi erhalten blieb.

 

 

Übersicht:

  • Die erforderlichen Arbeiten habe ich weitgehend selbst durchgeführt.
  • Beim Audi-Händler habe ich lediglich die Gummilager in den bereits ausgebauten Aufhängungsteilen wechseln lassen, was ohne spezielle Ausrüstung nicht machbar ist. Der Audi-Händler hat auch die obligatorische Vermessung des Fahrwerks nach dem Zusammenbau vorgenommen.
  • Dank der Eigenleistung habe ich nun meinen TT intensiv von unten kennengelernt, also die Stellen, wo Wachs und Politur nicht hinkommen, nie die Sonne scheint und wirklich jedes Bauteil schmutzig ist. Zur Ausführung der Arbeiten ist es nicht notwendig, Masochist zu sein, aber es erleichtert die Angelegenheit ungemein. :p Beim 3.2er stand anscheinend im Lastenheft der Konstrukteure, das Eng Spaß macht und zum Ausbau eines Bauteils immer mindestens zwei andere Teile mit ausgebaut werden müssen. ;)

 

Umbau #1Umbau #1Umbau #2Umbau #2Umbau #3Umbau #3

 

 

 

Maßnahmen Vorderachse:

  • Neue Federbeine, also Stoßdämpfer und Federn. Verbaut wurde ein Gewindefahrwerk.
  • Neue Domlagergummis, Axialrillenkugellager und Achsgelenke.
  • Neue Gummilager in den Querlenkern. Zum Ausbau der Querlenker muss beim 3,2er übrigens der komplette Aggregateträger der Vorderachse ausgebaut werden. :(
  • Neue Spurstangen und Faltenbälge.
  • Nach Prüfung des Zustands beider Gelenkwellen habe dann auch neue Gelenkwellen beschafft.
  • Neue Koppelstangen, neue Stabilisatorlager.
  • Korrosionsschäden beseitigt.
  • Spurverbreiterung von 15 mm auf 10 mm pro Rad reduziert.

 

Vorderachse Rechts Vorher #1Vorderachse Rechts Vorher #1Vorderachse Links Vorher #1Vorderachse Links Vorher #1Vorderachse Vorher #1Vorderachse Vorher #1

 

Vorderachse Links Vorher #2 Vorderachse Links Vorher #2 Vorderachse Vorher #2Vorderachse Vorher #2Vorderachse Vorher #3Vorderachse Vorher #3

 

Vorderachse Rechts Nachher #1Vorderachse Rechts Nachher #1Vorderachse Links Nachher #1Vorderachse Links Nachher #1

 

 

 

Maßnahmen Hinterachse:

  • Neue Federn, neue Stoßdämpfer. Verbaut wurde ein Gewindefahrwerk.
  • Neue Gummilager in den Längslenkern.
  • Neue Querlenker oben. Neue Querlenker unten (Verstellbare Querlenker).
  • Nach Prüfung der Antriebswellengelenke habe dann neue Faltenbälge / Fettfüllungen verbaut.
  • Neue Koppelstangen, neue Stabilisatorlager, neuen Stabilsator.
  • Korrosionsschäden beseitigt.
  • Spurverbreiterung von 20 mm auf 15 mm pro Rad reduziert.

 

Hinterachse Links Vorher #1Hinterachse Links Vorher #1Hinterachse Links Vorher #2Hinterachse Links Vorher #2Hinterachse Vorher #1Hinterachse Vorher #1

 

Hinterachse Vorher #2Hinterachse Vorher #2

 

Hinterachse Rechts Nachher #1Hinterachse Rechts Nachher #1Hinterachse Links Nachher #1Hinterachse Links Nachher #1

 

 

 

Sonstige Maßnahmen:

  • Radhausverkleidungen ausgebaut, vier Schmutznester und ein paar einsame Rostpickel beseitigt. Die vollverzinkte Karrosserie ist quasi rostfrei. Rost war hauptsächlich, aber zum Glück nur in kosmetisch störender Dosis, an den Aggregateträgern zu finden. Einzig die hinternen Antriebswellen waren stark angerostet.
  • Schmutz sammelt sich in größeren Mengen zwischen den Radhausverkleidungen und der Karosserie, und zwar genau dort, wo die Schwellerabdeckung montiert ist. Das sind die vier Schmutznester, die man gelegentlich ausräumen sollte.
  • Defekte bzw. korrodierte Teile der Unterbodenverkleidung erneuert.
  • Die große Inspektion bei Kilometerstand 180 tkm durchgeführt und zusätzlich die Ölstände in den Getrieben geprüft und den Kraftstofffilter gewechselt.
  • Anschließend habe ich das Fahrwerk vermessen lassen und das Licht einstellen lassen.
  • Nach dem Vermessen muss der der Lenkwinkelsensor für das ESP einen Nullabgleich per Diagnosetool erhalten.
  • Die TÜV-Abnahme der Fahrwerksumbauten ging dann problemlos und ohne Mängel über die Bühne genau wie die ebenfalls fällige Hauptuntersuchung. Ein erfreuliches Ergebnis für so einen weitgereisten Audi TT. Motor, Getriebe, Katalysatoren usw. sind übrigens noch original. :)

 

 

 

Was ist ich von einem Fahrwerksumbau erwarte:

  • Eine für mich optisch ausreichende und einstellbare Tieferlegung von ca. 30 mm.
  • Eine stärkere Tieferlegung kam wegen der für mich nicht akzeptablen Verschlechterung des Komforts und der Alltagstauglichkeit (Parkhäuser, Bordsteine, miese Straßen in NRW) nicht in Frage.
  • Eine möglichst große Tieferlegung war für mich kein Kriterium bei der Fahrwerksauswahl.
  • Reise- und Langstreckentauglicher Fahrkomfort trotz Tieferlegung.
  • Eine optisch dezente Spurverbreiterung mit originalen Rädern bzw. Sonderrädern von Audi in den für den TT vorgesehenen Standardgrößen.
  • Umbauarbeiten an der Karosserie wie z.B. Radläufe ziehen oder bördeln kamen für mich nicht in Frage.
  • Ein straffes und stabiles Fahrverhalten.
  • Komponenten in guter Qualität mit Einbauanleitung und TÜV-Papieren, die viele Kilometer halten.
  • Verminderung des negativen Sturzes der Hinterache auf ein Maß, das den einseitigen Reifenverschleiß hinten auf den Innenseiten reduziert und auch optisch besser aussieht.
  • Da ich keine Rennsportambitionen habe und von Fahrwerksabstimmung keine Ahnung habe, habe ich mich für ein vorkonfiguriertes Fahrwerk entschieden, also mit Stoßdämpfern, deren Druck- / Zugstufe nicht einstellbar ist.
  • Bisher habe ich nach dem Einstellen der gewünschten Tieferlegung nichts mehr an den Fahrwerken eingestellt.

 

 

 

Entscheidung für das Bilstein Gewindefahrwerk B14:

  • Nachdem mich das Fahrwerk von H&R etwas enttäuscht hatte habe ich mich dann für das Bilstein B14 entschieden.
  • Bilstein bietet auch ein Sportfahrwerk B12 mit einer festen Tieferlegung von 25 mm für den 3,2er an. Interessanterweise kostet es fast genau so viel wie das B14.

 

 

 

Das vorhandene H&R 29 431-2 Gewindefahrwerk:

  • Es handelte sich um ein 29 431-2 (Komfort-Abstimmung). Es war 2005 das aktuelle Fahrwerk mit Zweirohrdämpfern.
  • Eingestellt war es auf die geringstmögliche Tieferlegung.
  • Eingebaut habe ich das Gewindefahrwerk bei Kilometerstand 18 tkm Anfang 2005.
  • Verbaut war es fast genau 170 tkm und gut 6 1/2 Jahre.

 

Was mir am H&R Gewindefahrwerk nicht gefallen hat:

  • Von Anfang an schlug das Fahrwerk beim Durchfahren von kurzen, tieferen Bodenwellen vorne durch.
  • Bei einem Besuch beim Hersteller wurden auf Kulanz vorne andere, stärkere Federn verbaut. Damit war das Problem jedoch auch nicht vollkommen gelöst.
  • Meiner Meinung nach ist das Fahrwerk vorne etwas zu weich und hinten etwas zu hart abgestimmt. Die Federn der Vorderachse sind beim 3,2er mit DSG wegen der höheren Achslast ganz einfach überfordert.
  • Knarzgeräusche der vorderen Federbeine, Ursache waren die Gleitlagerbuchsen im Federbein, die bei Kilometerstand 60 tkm auf Kulanz bei H&R erneuert wurden.
  • Federbruch vorne rechts bei Kilometerstand 188 tkm. :(
  • Das gesamte Fahrwerk hat sich um ca. 1,5 bis 2 cm gesetzt.
  • Die Federn der Hinterachse produzierten immer wieder mal Pong-Geräusche beim Arbeiten, was sich auch nicht durch Verdrehen der Federn abstellen ließ.

 

Was mir am H&R Gewindefahrwerk gefallen hat:

  • Regelmäßige Stoßdämpfertests beim ADAC bescheinigten den Stoßdämpfern bis zum Schluß noch eine gute Wirksamkeit.
  • Die Verstelleinrichtungen waren zwar nicht aus rostfreiem Stahl, aber Dank Montagepaste und Haftfett auch nach 6 Jahren noch verstellbar. Beim Ausbau ließen sich hinten die Höhenverstellungen noch von Hand drehen, nachdem ich den Schmutz abgewischt hatte.
  • Der Hersteller im Sauerland zeigte sich bei meinen beiden Besuchen sehr kulanz und hilfsbereit bezüglich meiner Beanstandungen.
  • Akzeptabler und Langstreckentauglicher Fahrkomfort bei geringstmöglich einstellter Tieferlegung.

 

Mein Fazit zum H&R Gewindefahrwerk:

  • Mein Fazit zum H&R Gewindefahrwerk ist zwiespältig.
  • Wegen des Federbruchs und der meiner Meinung nach unzureichenden Federtragkraft vorne für den 3,2er mit DSG würde ich es nicht mehr kaufen.
  • Andererseits hat es 170 tkm ohne Probleme seinen Dienst verrichtet.
  • Für den vorne leichteren 1,8T wird auf der Vorderachse ebenfalls von Durchschlagen berichtet. Daher ist es meiner Meinung nach nur eine Option, wenn man sein Fahrzeug besonders tief legen möchte.

 

 

 

Das neue Bilstein B14 Gewindefahrwerk:

  • Es handelt sich um die 2010 produzierte Variante. Es handelt sich um Einrohr-Stoßdämpfer.
  • Eingebaut habe ich das Gewindefahrwerk bei 188,4 tkm Anfang August 2011.

 

Was mir am Bilstein Fahrwerk nicht gefällt:

  • Vorne ist am Federbein das Blech für die Kabelhalter so gestaltet, das sich das Federbein nicht bis zum Endanschlag in den Radlagerträger einschieben lässt.
  • Bilstein könnte angesichts des Preises auch vernünftig passende Hakenschlüssel zum Verstellen mitliefern.

 

Was mir am Bilstein Gewindefahrwerk gefällt:

  • Meiner Meinung nach eine wirklich gelungene Fahrwerksabstimmung.
  • Guter Fahrkomfort auch auf schlechten Straßen bei der eingestellten Tieferlegung von 30 mm.
  • Die Tieferlegung kann moderat auf ca. 30 mm eingestellt werden.
  • Angenehmes, straffes und unaufgeregtes Federverhalten, kein Durchschlagen, kein Hüpfen.
  • Absolut geräuschlos, keine Dämpfer- oder Federgeräusche.
  • Der technische Telefonservice von Bilstein ist sehr kompetent und hilfsbereit.

 

Mein Fazit zum Bilstein Gewindefahrwerk:

  • Zur Zeit würde ich es wieder kaufen. Langzeiterfahrungen habe ich mit dem Fahrwerk noch nicht.

 

 

 

Vergleich H&R 29 431-2 Gewindefahrwerk versus Bilstein B14 Gewindefahrwerk:

  • Meiner Meinung nach ist das Fahrwerk von Bilstein besser und harmonischer abgestimmt als das Fahrwerk von H&R.
  • Die mögliche Tieferlegung beim Bilstein Gewindefahrwerk beträgt vorne und hinten 30 mm bis 50 mm.
  • Die mögliche Tieferlegung beim H&R Gewindefahrwerk beträgt vorne 40 mm bis 70 mm, hinten 30 mm bis 60 mm. Wer seinen TT richtig tief legen möchte, sollte das Fahrwerk von H&R kaufen und die Abstriche beim Fahrkomfort akzeptieren.
  • Leider habe ich bisher nicht die Möglichkeit gehabt, ein aktuelles H&R Monotube Fahrwerk im TT zu fahren und mit dem Bilstein Fahrwerk zu vergleichen.

 

 

 

Manfred

 

 

 

Wir wünschen allzeit gute FahrTT!

 

 

 

Bitte denkt an die Netiquette und die Nutzungsbedingungen von Motor-Talk. :)


Kommentare: 24

27.08.2011 19:38    |    hades86 hades86

Meines Wissens waren die Dämpfer im H&R-Fahrwerk auch von Bilstein.


27.08.2011 19:38    |    docfraggler docfraggler

interessant waere noch, was der spass nun alles in allem gekostet hat im do-it-yourself modus.

 

 

gruesse vom doc


27.08.2011 20:13    |    manni9999 manni9999

Ich habe keine Ahnung, woher die Stoßdämpferpatronen bei dem H&R Fahrwerk stammen.

Jedenfalls haben sie einwandfrei durchgehalten.

 

Ich schätze, das Lifting hat ca. 3300 Euro gekostet.

Beispiele:

Die TÜV-Abnahme und Papiere ändern schlug mit ca. 140 Euro zu Buche, der Freundliche wollte rund 500 Euro für den Wechsel der Gummilager und das Vermessen.

 

Der Rest ging fürs Material drauf.

840 Euro für zwei Antriebswellen

900 Euro für das Bilstein-Fahrwerk

240 Euro für die verstellbaren Querlenker

usw... usw...

 

Eigentlich versuche ich, die Rechnungsbeträge zu verdrängen oder am besten zu vergessen. :p

Für das Geld muss eine alte Frau lange stricken und sich eine junge Frau oft bücken...

 

Wenn du noch Werkzeuge kaufen musst, wird es noch teurer.

Und mit einem Knarrenkasten und Schraubendrehersortiment aus dem Baumarkt kommst du nicht weit.

 

Das Ganze lohnt sich nur, wenn dir ein Auto wirklich gefällt und du es noch längere Zeit fahren willst. :)

Der TT ist beim Ersatzteilkauf ohnehin ein teures Vergnügen.

 

Grüße

 

Manfred


27.08.2011 22:48    |    brainstormer brainstormer

Neu sieht's einfach immer klasse aus.

 

Allerdings sind 840 € wegen ein paar angerosteten Gelenkwellen schon ein Brocken.

 

Gibs zu, eigentlich hätte es gereicht, wenn Du Dir bei H&R ein paar stärkere neue Federn für vorne geholt hättest ;-)

 

Aber ich kenne das, frei nach dem Motto "Wo wir doch schonmal dabei sind" kommt Teil um Teil neu und nachher fällt man in Ohnmacht bei der Teilerechnung.

 

Aber schön ist's :-p


27.08.2011 23:45    |    Gnarf Gnarf

Manfred, hast Du sehr schön gemacht, die Arbeit und die Seite...wie immer in der TT-Lounge:)

 

Auch wenn ich fast nie was dazu schreibe.

 

Schön sind auch immer die Bilder!

 

Was ich immer wieder interessant finde, egal ob Serienfahrwerk, oder nachträglich: Federbruch. Das ist meiner Meinung nach heute ein Thema bei ziemlich allen Herstellern. Smart, BMW, Audi, Mercedes-Benz usw. Alle haben damit zu kämpfen.

 

Mal mehr, mal weniger.

 

190 000 km sind zwar nicht wenig, aber genaugenommen ist der Wagen gerade richtig eingefahren, DAS ist noch keine extreme Laufleistung.

 

Ebenso haben viele Hersteller mit Fahrwerksteilen zu kämpfen, die ausgeschlagen sind. Gut, das tritt "langsamer" ein, die Autos werden immer stärker, schneller, schwerer.

 

Ich denke, gerade die gebrochenen Federn sind deutlich gefährlicher als Achsteile, denen man einen zunehmenden Verschleiss anhört.

 

Gruss

 

Daniel


28.08.2011 10:24    |    manni9999 manni9999

Ja, Federbrüche gibt es leider immer wieder mal. :(

Nicht sehr schön und eigentlich sollte das nicht passieren, weil es sehr gefährlich sein kann.

 

Natürlich waren nicht alle Bauteile, die ich erneuert habe, defekt.

Beim Austausch warte ich z.B. bei Gummibälgen ja nicht, bis sie wirklich undicht sind.

 

Definitiv Austauschreif waren meiner Meinung nach:

Federn vorne / hinten

Stabilisator hinten

Gummilager der Längslenker hinten zum Aufbau

Innere Bälge der Gelenkwellen, Fettfüllung aller Gelenke

 

Gummilager der vorderen Querlenker

eine Koppelstange vorne

Die Außengelenke der Gelenkwellen vorne , die inneren Bälge sowie alle Fettfüllungen der Gelenke

Eine Lenkmanschette

 

Allerdings habe ich keine Lust, an einer Dauerbaustelle zu arbeiten.

Daher bin ich kein Freund davon, heute eine Koppelstange, morgen dies und übermorgen jenes Teil zu tauschen.

Außerdem fühlt sich der TT beim Lenken nun irgendwie wieder straffer an.

Vielleicht liegts auch daran, das die Brieftasche nun erleichtert ist. :p

 

@brainstormer

Die hinteren Gelenkwellen waren zwar verrostet, da sind nur die Bälge und die Fettfüllungen neu.

Die Wellen habe ich entrostet und neu konserviert.

Getauscht habe ich die Gelenkwellen vorne.

Andererseits, wenn man schon alles rausreißt... :D

 

Grüße

 

Manfred


28.08.2011 15:52    |    manni9999 manni9999

Und nach getaner Arbeit das Waschen nicht vergessen. :p



28.08.2011 16:35    |    Star-TT Star-TT

Hallo Manfred :),

 

Hatte Catweazle Dir etwa geholfen? :D Da mangelt es aber gewaltig an Schaum im Bad. ;) Auf dem angehängten Bild kann man sehen, wie das aussehen sollte, damit alles schön sauber wird. :p Der Schaum ist übrigens Zauberwatte. ;)



29.08.2011 19:47    |    manni9999 manni9999

Ähm, sags nicht weiter, das ist ein Foto von mir. :D

Das Bild zeigt mich übrigens gewaschen und gekämmt...


30.08.2011 07:28    |    Star-TT Star-TT

Habe entsprechende Vorkehrungen getroffen, dass es unter dem Siegel der Verschwiegenheit bleibt, dass Du das auf dem Foto bist. ;) Du hast ja garkein Quietsche-Entchen......:(

 

Wie wäre es denn damit? :rolleyes: Mr. Gawith war "Musterknabe" für dieses Modell für diverse Wasserspielchen.......:p:D


31.08.2011 23:36    |    Robby1982 Robby1982

Hallo Manfred,

 

danke für den ausführlichen Bericht! Zum Thema H&R kann ich deine Erfahrungen bestätigen. Ich bin gestern mit nem Freund ein 8N Coupe 179 PS Fronti probegefahren, verbaut war ebenfalls ein H&R Gewinde (ob Mono oder Twin wussten die Besitzer nicht, aber es war nur 1 Jahr alt). Abgesehen davon, dass der Wagen in keinem guten Zustand war, kann ich das Durchschlagen der Dämpfer vorne ebenfalls bestätigen! War genauso wie du es beschrieben hast, der Wagen war auch sehr tief, ich schätze mal bis Gewindeende runtergedreht. Ich habe das Fahrverhalten auch als etwas hoppelig empfunden, nicht unangenehm hart so wie Ta Technix (ok das is knüppelhart) aber Langsamfahrkomfort ist anders.

 

Mein Cabrio hatte ebenfalls ein H&R also das Cupkit in 60/40 was auch locker um 2 cm vorne nachgesackt ist, hinten aber nur 0,5. Das sah so dumm aus, deswegen nie wieder Sportfahrwerk, wenn dann Federn oder Gewinde! Hoppelig hat es sich auch gefahren, was bei nem 90 PS Golf 3 aber nicht soo schlimm ist. Das FK Silverline in meinem GTI (Gewicht vorne fast wie beim Cabrio) fuhr sich langsam wesentlich ruhiger, war bei schneller Fahrt aber tendenziell nen Tick zu weich dagegen. Nachgesackt ist es nur um 1cm.

 

Also H&R scheint demzurfolge zu weiche Federn zu verbauen, wenn ich mich nicht irre...

 

Gruß Robby


01.09.2011 14:36    |    manni9999 manni9999

Ehrlich gesagt denke ich, das der Federungskomfort bei jedem Gewindefahrwerk dahin ist, wenn man es bis unten runter dreht. :)


29.10.2011 21:23    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Audi TT 8N:

 

Hinterachse Längslenker ausbauen.

 

[...] Hallo,

 

ja, hab ich, guckst du hier.

 

Der Bowdenzug der Handbremse wird am Bremssattel ausgehängt, er lässt sich nach vorne aus dem Längslenker [...]

 

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30.10.2011 18:55    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Audi TT 8N:

 

Welches Fahrwerk?

 

[...] Hallo,

 

zum Bilstein B14 habe ich was geschrieben - meiner Meinung nach ein gutes Gewindefahrwerk in Verbindung mit moderater Tieferlegung.

 

Wenn du nur [...]

 

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27.02.2012 20:39    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: nightwolf2801:

 

Schwafel-Thread der 2te, hier ist OT erwünscht!!!

 

[...] ab.

Bei mir Bilstein B14 versus Zweirohrsystem von H&R.

Mit dem Monotube habe ich keine Erfahrungen.

Guckst du hier.

[...]

 

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11.03.2012 17:45    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Audi TT 8N:

 

17" oder 18"

 

[...] Rahmen.

 

@Robby1982

Lese gerade, das du auch ein B14 verbaut hast.

Ich hab mal meine Meinung zu dem B14 Fahrwerk versus H&R in einem Blogartikel abgelassen.

Vielleicht könntest du mal deine Sicht dazu posten, wenn du magst. :)

 

Grüße

 

Manfred

[...]

 

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12.03.2012 00:07    |    Robby1982 Robby1982

Ja dann schreib ich mal ein bisschen was dazu.

 

Also ich habe das B14 jetzt seit 4 Wochen drin und fahre es noch auf 17 Zollwinteralus. Morgen kommen die Sommerräder drauf, bin mal gespannt wie es dann wird. Zur Zeit fahre ich es mit dem maximal möglichen "Tüvtiefgang", also vorne 50 mm und hinten ca 45 mm Tiefgang, hat im Moment einen leichten Hängearsch, das will ich morgen abschaffen lassen, sprich vorne die 10 bis 15 mm Restgewinde noch nutzen, damit ich die gewünschte Keilform erreiche.

 

Mein Fazit nach 4 Wochen lautet: Renntechnik für die Straße!

 

Wer mit maximalem Tiefgang über den Asphalt kratzen will, ist hier falsch. Da mein TT ab Werk schon fast ein Allroad war, kam er durch das Gewinde nicht wirklich tief runter. Eigentlich steht er jetzt genauso da wie er vom Band hätte rollen sollen. Ich stand letzte Woche neben einem 3,2 Roadster auf 18 Zoll mit 40er H&R Federn, der Wagen sah optisch schon tiefer aus, ob es durch die S Line Front oder die 18er mit Distanzen anders gewirkt hat, also unendliche Tiefe ist halt nicht.

 

Aber das ist auch nicht das was man mit einem B14 erreichen will. Ich habe lange hin und her überlegt und war schon kurz davor das FK Silverline zu ordern. Aber nachdem mir mein Reifenhändler von nebenan samt HU/AU ein gutes Gesamtangebot gemacht hat und ich diese auf und ab Preispolitik von FK nicht supporten hab ich mich für das Bilstein entschieden. Klar würde ich gerne tiefer fahren, aus optischen Gründen, aber von der Fahrphysik her machen mehr als 50mm Tiefgang keinen Sinn, gerade da ich auch mal Nordschleife fahren will.

 

Zu den Fahreigenschaften, kann ich nur sagen, dass ich die richtige Wahl getroffen habe. Auf dem Weg zu meiner Arbeit gibt es eine dermaßen fiese Senke im Asphalt, da ist bisher jedes Auto schlecht drüber gegangen. Fahrwerkspoltern waren bei den meisten Autos mit denen ich da drübergefahren bin der Standard, mit dem B14 bügelt der TT da so souverän drüber weg. Hammer! Egal ob 50, 60 oder 70 km/h, ich habe nie das Gefühl, dass es dem Auto schadet.

 

Früher habe ich mich immer über Gullideckel, die in der Fahrbahn verschwunden waren, aufgeregt weil beim durchfahren dieser es immer ein Durchschlagen der Dämpfer oder harte Schläge auf die Karosse gegeben hat. Also war zickzack fahren angesagt. Das mache ich nicht mehr, ich merke die kaum noch.

 

Das krasseste war, als ich durch eine kleine Allee mit 120 gepflügt bin und dann eine Fahrbahnvertiefung mit dem rechten Vorderrad durchfahren musste weil der Gegenverkehr kam. Mit dem GTI und dem FK Silverline hätte es mir ums Auto weh getan, das hätte gnadenlos durchgehauen, das Bilstein hat das so geschluckt!

 

Ich merke echt je mehr ich die Technik vordere umso besser funktioniert es. Aber der Langsamfahrkomfort ist ebenfalls gegeben. Es hoppelt nicht, es liegt satt auf der Straße und gibt stetig eine gute Rückmeldung. Die will ich ja auch haben, klar ist die Straße gut fährt es sich erste Sahne, wie eine Sänfte. Fährt man über Bergbauschäden (viele kurze aufeinanderfolgende Stöße) geht es schon etwas turbulenter zu, aber da die meisten modernen Autos auch recht straff gefedert sind, sind die kleinen Komforteinbußen hier zu verschmerzen.

 

Also ich bereue den Kauf nicht! Es war auf jeden Fall die richtige Wahl. Ich hatte mir zwischenzeitlich mal eine Härteverstellung gewünscht, da mich die zuletzt beschriebene Fahrsituation schon a bissl angenervt hat, aber zugleich kam der Gedanke auf, dass man dann eine sehr gute und derzeit ausgewogene Abstimmung wieder vermatschen würde. Alles perfekt geht halt nicht.

 

Dass ein solches Fahrwerk weitere Vorteile, beim starken Bremsen oder Anfahren (Geradeauslauf) mit sich bringt brauche ich hier ja nicht groß breit zu treten. Weniger Karosserieneigungen haben überall ihre Vorteile. Ich habe mich so daran gewöhnt, dass ich letzten bei einer Kurvenfahrt in der C Klasse meines Bruders (W204) fast seekrank geworden bin!!! :D

 

Anfangs erschien es mir etwas zu straff, aber ich habe mal gelesen, dass nach einer Einfahrzeit von ca. 1000 km die Dämpfer noch einen Tick weicher (harmonischer) werden sollen. Dies kann ich unterschreiben, vielleicht gewöhnt man sich aber auch dran nach ner Zeit, wenn man vorher ein pflaumenweiches Serienfahrwerk gewohnt war.

 

Ich kann nur jedem raten nicht am Fahrwerk zu sparen! Für mich hat sich der Mehrpreis gegenüber einem FK oder AP/DTS auf jeden Fall gelohnt!

 

Grüße Robby


12.03.2012 18:22    |    manni9999 manni9999

Hallo Robby,

 

Danke für dieses ausführliche Statement. :)

 

Grüße

 

Manfred


06.04.2012 12:37    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Audi TT 8N:

 

Günstiges Gewindefahrwerk für TT Roadster

 

[...] Hallo :),

 

Hier ein Artikel aus dem Blog TT-Lounge von manni9999, der ein H&N-Gewindefahrwerk gegen eins von Bilstein [...]

 

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09.04.2012 15:04    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Audi TT 8N:

 

Serien Federunterlage hinten bei H&R Gewindefahrwerk?

 

[...] fest und nichts geht mehr.

 

Du kannst ja die Federn mal etwas drehen, ob die Geräusche verschwinden.

Ich hatte ein H&R Gewindefahrwerk im TT , da ließen sich die Geräusche der Federn hinten leider nicht völlig zum Verschwinden bringen.

Ab und [...]

 

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21.05.2012 22:16    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Audi TT 8N:

 

tt springt vorne nach bilstein b14 einbau?!?

 

[...] Stoßdämpfertest müsste das zeigen.

 

Ein paar Bilder, wie das Federbein aussieht bei 30 mm Tieferlegung, findest du hier in dem Blogartikel.

 

Meiner Meinung nach hilft da nur:

- Federbeine ausbauen und nachsehen, ob die Teilenummern mit dem [...]

 

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02.07.2012 15:27    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Audi TT 8N:

 

3.2 Tieferlegung

 

[...] IMO fast genau so viel wie das B14 Gewindefahrwerk.

Ich kann aus eigener Erfahrung das B14 empfehlen.

Guckst du hier.

 

Grüße

 

Manfred

 

[...]

 

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08.08.2012 20:01    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Audi TT 8N:

 

Welches Gewinde für 3.2 ?

 

[...] Hallo aktenkoffer :),

 

hier ist ein Artikel aus dem Blog TT-Lounge, was zum TT 8N Forum gehört. Manfred alias manni9999 hat ein [...]

 

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05.04.2013 09:41    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Audi TT 8N:

 

Kostenvoranschlag beim freundlichen in Bischofsheim Fahrwerkseinbau

 

[...] Hallo schokoplasma :),

 

ich denke, dass mein ausgesprochen cleverer Ziehsohn Fabian Dich auf diesen Artikel im Blog TT-Lounge aufmerksam machen möchte. Manni, der ein sehr guter Lehrmeister ist ;), macht ja vieles [...]

 

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