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Spike's Autoecke

31.05.2013 12:16    |    spike_xxx spike_xxx    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: , , , ,

Letzte Woche hatte ich mal wieder die Gelegenheit ein für mich neues Auto zu testen.

Beim Kauf unserer letzten Autos gab es einen Gutschein für das BMW on Demand Programm mit dazu. 1 Tag den BMW ihrer Wahl fahren hieß es. Warum also nicht.

Problematisch ist nur, diesen Tag zu finden. An einem Wochentag mit Arbeit bringt es wohl wenig. An den Wochenenden sind die “interessanten” Fahrzeuge permanent ausgebucht. Ein paar Stunden gehen zwar immer. Wenn ich aber einen Gutschein für einen ganzen Tag habe, will ich auch einen ganzen Tag fahren. Also diesen Gutschein kann man nur unter der Woche einlösen. Anders gehts nicht. Es sei denn man begnügt sich mit einem 118d. Aber selbst das wird schon eine Herausforderung am Wochenende.

Nachdem dann feststand, das ich letzte Woche Freitag frei habe, habe ich mich mal auf die Suche nach dem passenden Auto gemacht. Und siehe da, ich bin fündig geworden. Ein 650i Cabrio war verfügbar. Und zwar den ganzen Freitag und auch am Donnerstag. Also schnell die Buchung gemacht. Von Donnerstag 14 Uhr bis Freitag Abend 18 Uhr. Gekostet hat es nichts. Auch wenn es mehr als 24 Stunden sind. Alles war mit dem Gutschein abgedeckt. Danke BMW.

 

Also habe ich mich am Donnerstag um kurz vor 14 Uhr in der BMW Welt eingefunden um das Schmuckstück in Empfang zu nehmen. Nach einigen Formalitäten ging es dann in die Tiefgarage und da stand es. Ein weißes 6er Cabrio mit M Paket. Das macht schon was her. Ein Blickfänger. Keine Frage. Das ist wohl eines der schönsten Autos die BMW derzeit baut, vielleicht auch eines der schönsten Autos die es derzeit überhaupt gibt.

Ein Rundgang ums Auto, keine Schäden. Gut, der Wagen hatte auch erst 3000km auf der Uhr. Ich habe mir dann gleich erstmal das Verdeck geöffnet. Wenn schon Cabrio, dann auch offen.

Eine sehr interessante Farbkombination. Weiß außen, weiß innen. Aber leider diese hässlichen Allu Zierleisten. Naja, darüber kann man hinweg sehen.

Ausgestattet war das Auto auf einem guten Level. Nicht komplett die Ausstattungsliste runter gekreuzt aber das wichtigste war an Bord. Gefehlt hat mir eigentlich bei diesem Auto nur das Surround View. Also die Kameras in den Spiegeln usw.. Man kommt natürlich auch ohne aus. Aber der 6er ist nicht gerade sehr übersichtlich, man sitzt sehr tief und so ganz klein ist er auch nicht. Da sind so kleine Kameras beim Einparken durchaus hilfreich. Zumal man die schönen 20 Zoll Felgen auch gern unzerkratzt lassen möchte. Aber es ging auch ohne.

Als akkustisches Highlight war die Bang & Olufsen Soundanlage verbaut.

 

Gut, also die richtige Sitzposition eingestellt und schon konnte die 8 Zylinder erweckt werden. In einem Auto ohne Dach kommt die Akkustik eines solchen Triebwerks doch noch etwas anders rüber. Das zaubert einem doch gleich ein Grinsen in’s Gesicht. Natürlich ist so ein 6er keine Krawallbude. Also stellte sich nach der kurzen Kaltstartphase erstmal vornehme Zurückhaltung ein. Naja, das war nicht anders zu erwarten.

Also erstmal die ersten Kilometer durch den Stadtverkehr. Stop & Go. Zeit genug um etwas die Sonne zu genießen und an einigen Knöpfen zu drücken.

Zuerst mal die Dumpfbacken Einstellung der B&O Soundanlage korrigiert. Beim ersten Einschalten des Radios wären wohl bei geschlossenem Verdeck die Nähte aufgesprungen. Hatten die “Vorbesitzer” doch in den Soundeinstellungen und am Equalizer den Bass auf +100 gestellt. Das müssen dann wohl eher die Gehörlosen gewesen sein, die durch reine Vibration Musik wahrnehmen. Also habe ich mich erstmal an den Einstellungen dazu verdingt und alles auf ein normales Level gestellt. Und siehe da – eine Soundanlage zum genießen. Einfach großartig diese Klangtiefe. Und auch bei offenem Verdeck und höheren Geschwindigkeiten kann man Sprache sehr gut verstehen. Diese Anlage ist wirklich top.Jetzt interessierte mich noch eine weitere Frage. Wie klingt nun so ein BMW V8 Cabrio? Im Stop & Go Verkehr eher nach nix. Ohhh gott. Start-Stop Automatik. So geht doch der V8 tatsächlich bei jedem halt aus. Also in meinem 116d lasse ich mir das gefallen. Da stört es mich auch nicht mehr und es gehört dazu. Aber in einem 650i? Also das passt so gut wie ein Aldi Aufkleber an einem Rollce Royce. Also habe ich dann mal alles ins Sport Programm geschaltet und auf Handschaltung umgestellt. Das brachte den Vorteil das der V8 immer an blieb und zum anderen war jetzt etwas mehr Klang von hinten zu hören. Der 650i mit M Paket hat eine andere Abgasanlage als ein 650i ohne M Paket. Zwar sehen die Endstücke gleich aus. Der Klang ist aber etwas aggressiver.

Und wenn man dann mal den Stop&Go Verkehr verlassen hat, etwas mehr Gas geben und unter Last schalten kann, zaubert dieses Auto ein Lachen ins Gesicht. Zum einen schieben die 450PS natürlich ordentlich nach vorn. Das Ganze aber ab ca. 2500 Touren von einem durchaus brachialem Sound begleitet. Und spätestens beim ersten Hochschalten kommt einem unweigerlich ein “ja varäck” über die Lippen. Die 8 Gang Automatik sortiert in Windeseile den nächsten Gang ein. Wozu benötigt man da noch ein Doppelkupplungsgetriebe? Begleitet wird dieser Gangwechsel von einem Fauchen, Rotzen – keine Ahnung wie man es beschreiben soll. Es klingt einfach geil. Lässt man den Motor abtouren, im 2ten oder 3ten Gang dann blubbert, knallt und rotzt es aus den Endrohren. Das ist eine wahre Freude. Wie mag das erst sein, wenn diese Abgasanlage mal 20.000km gelaufen ist? Bisweilen schießt er schon fast unanständig – sodass man selbst im Cabrio sitzend erschrickt. Das ist mir zwei mal in Wolfratshausen passiert. Beim ersten mal habe ich mich noch umgeschaut wer denn das war und wo das herkam, bis ich begriffen habe das mein eigenes Auto da geschossen hat.

Stellt man alles auf Comfort und cruist so dahin passiert das eher nicht. Da herscht vornehme Zurückhaltung. Schließlich ist man ja in einem noblem, luxuriösem Cabrio unterwegs. Und das kann er eben auch perfekt. Das Fahrwerk beherscht sowohl die flotte Gangart als auch das cruisen. Bequem ist es auch in so einem 6er, solange man nicht auf den hinteren 2 Sitzplätzen platz nehmen muss.

Der 6er beherscht auch unterschiedliche Stufen des offen fahrens. Von Stürmisch bis komod ist alles drin. Hier kann man mit den Seitenscheiben und den zwei Windschotts variieren. Fakt ist, das man auch mit 160 auf der Autobahn noch Zugfrei in diesem Auto fahren kann. Man kann sich aber auch bei 50 schon die Frisur ruinieren.

Schließt man das Verdeck, kann man auch jenseits der 200km/h noch recht entspannt und ruhig reisen. Es ist in diesem Stoffdach Cabrio dann kaum lauter als in einem Auto mit Blechdach. Jedoch, wie bei den meisten Stoffdach Cabrios, sieht es geschlossen nicht mehr annähernd so schön aus wie offen. Hier würde ich jetzt wieder das 6er Coupé bevorzugen. Aber man kann ja nicht alles haben.

 

Alles in allem ein sehr sehr schönes Auto. Ich würde es schon fast als ein Traum Auto bezeichnen. Es ist nahezu perfekt.Das zeigt auch, das ich keine Fotos oder Videos gemacht habe. Ich wollte einfach nur fahren. Sorry dafür. Aber so war es nun mal. Donnerstag Abend war schönstes Wetter. Wir sind dann durch unseren Wunderschönen Landkreis Weilheim gecruist. Bis hin zum Hohenpeißenberg. Einfach nur genießen. Und am Freitag waren wir in München, am Starnberger See. Ich hätte das Auto noch länger gebraucht um Zeit für Bilder zu finden.


26.06.2012 19:53    |    spike_xxx spike_xxx    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: , ,

Der gelegentliche Besuch im Autohaus, das gelegentliche Unterzeichnen von Kaufverträgen führt gelegentlich zur Möglichkeit einer Probefahrt, ganz ohne gerade aktuelle Kaufabsichten.

So hatte ich jetzt die Möglichkeit endlich einmal einen BMW M5 zu fahren.

 

Nun gibt es der aktuellen Generation dieses Automobiles ja so einige Vorbehalte gegenüber. Als erstes wird da immer wieder der Motor genannt. Ja, es ist kein V10 mehr. Er hat „nur noch“ 8 Zylinder. Zu allem Überfluss auch noch von 2 Turboladern beatmet. Vorbei die Zeit der frei atmenden Saugmotoren. Dazu noch zu viel Gewicht und ein schlechter Klang.

All das sorgte dafür, dass auch ich bereits mit etwas gedämpfter Euphorie an dieses Auto heran getreten bin. Freilich, ich habe mich tierisch auf diesen Termin gefreut. Aber ich glaube jeder kennt das Gefühl wenn man eher mit gedämpfter Erwartung ran geht um ja nicht enttäuscht zu werden.

 

Nun stand ich vor dem Auto. Gut, der 5er sieht schon Chic aus. Der M5 wirkt irgendwie noch etwas mächtiger. Aber so auf den ersten Blick gibt er sich nicht zu erkennen. Understatement nennt man das glaube ich auf Denglisch.

Außen Schwarz. Innen Schwarz. Getönte Scheiben. Das wirkt irgendwie – böse. Zum Glück hatte er keine Alu Interieurleisten verbaut. Die gefallen mir nämlich nicht. Aber das ist ja eher eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Wer sich mit der Bedienung und dem Interieur der aktuellen BMW Fahrzeuge auskennt, wird auch im M5 vor keine Probleme gestellt. Einzig die Bedienung des Wählhebels des Doppelkupplungsgetriebes weicht von der normalen Automatik ab. Ist aber auch kein Hexenwerk.

Dann wird das Fahrzeug vom Kundenbetreuer aus der Tiefgarage gefahren. Bei Tageslicht noch einmal ein Rundgang zur Übergabe und dann ist es so weit.

 

Ich setze mich ans Steuer des BMW M5.

 

Sitz einstellen, Spiegel einstellen. Erst mal rum gucken auf die allgemeinen Anzeigen. Naja, den Überblick verschaffen. 3700km stehen auf der Uhr. Also darf man auch mal richtig Gas geben wurde mir gesagt.

Dem Druck auf den „Start“ Knopf stand nichts mehr im Wege. Mit einem kurzen Schütteln erwacht das V8 Triebwerk zum Leben. Mit einem tiefen brummeln pendelt sich die Drehzahl im Leerlauf ein. Am DKG Wählhebel schnell das R angewählt, Bremse loslassen. Nichts passiert. Ahhh. Stimmt. Da war was. Der Wagen rollt erst los wenn man etwas Gas gibt. Da muss man sich wieder dran gewöhnen.

 

Gut, also runter vom Hof und erst mal gemütlich im langsam einsetzenden Feierabendverkehr durch die Stadt. Das ist gar nicht so schlecht. Hat man doch so, häufig an der Ampel stehend, genug Zeit an diversen Einstellungen, Knöpfchen und Hebelchen zu spielen. Da ich mich ja mit den allgemeinen Systemen eines BMW sehr gut auskenne, habe ich die Zeit genutzt, um mir die M Knöpfe am Lenkrad zu konfigurieren und mir eben die einzelnen M-spezifischen Einstellungen mal anzusehen.

Aus diversen Videos wusste ich ja, was dies alles so sein soll und wozu es dient. Nette Spielerei. Oder sagen wir mal so. In dem Moment war es eine Spielerei, später habe ich dann auch durchaus begriffen wozu dass alles gut ist.

 

Also habe ich die Stadt so langsam durchfahren. Mal schneller, mal langsamer. Mal weniger Gas, mal etwas mehr. Aber so richtig konnte mich das noch nicht, sagen wir mal, flashen.

 

Dann ging es auf die Autobahn. Hier stellte ich jetzt mal alles auf Sport Plus. Das hatte ich mir so auf den M1 Knopf programmiert, inklusive des Schaltens mit den Schaltwippen im schnellsten Schaltprogramm. Auf das Abschalten der Stabilitätskontrolle habe ich verzichtet. Ich bin nur ein normaler Autofahrer und nicht Walter Röhrl. Zudem habe ich ja am öffentlichen Straßenverkehr teilgenommen. Also erst mal keine wilden Experimente.

Die 80 werden aufgehoben. Ich bin gerade im Fünften Gang. Also mal eben schnell das Pedal durchgetreten. Gut, das geht zügig voran und beschleunigt wie am Gummiband gezogen. Aber den X6 Hybrid Fahrer kann das noch nicht vom Hocker reißen. Das kann der dicke SUV auch. Hmmm, haben etwa doch alle mit ihren unkerufen Recht?

 

Das nächste Bremsmanöver ließ auch nicht lange auf sich warten. Jetzt besann ich mich darauf, dass ich ja in einem M sitze. Also bei 110 oder 120 erst mal in den 3. Gang runter geschaltet und nochmal geprüft ob denn wirklich alles in Sport Plus angekommen ist. Und dann der nächste Versuch.

 

Gaspedal trifft Bodenblech.

 

Da war es. Genau deswegen sitze ich gerade in einem M5. Wie von einer Tarantel gestochen, begleitet von einem Höllenlärm, stürmt oder eher reißt es den M5 nach vorne. Der Ritt auf der Kanonenkugel. Meine Gedanken sind gefühlt nicht mitgekommen. 7000 Umdrehungen, die schaltanzeige im HeadUp Display Blinkt rot. Instinktiv ziehe ich die rechte Schaltwippe. Ein Ruck, ein Knall. Es geht ungebremst weiter voran. Ein kurzer Blick auf die Geschwindigkeit. 240. Scheiße, ich wollte doch erst mal ruhig fahren und mich an das Auto gewöhnen.

Also runter vom Gas, ein paar Gänge hochschalten und das erlebte erst mal mit einem großen Grinsen im Gesicht verarbeiten.

 

Gut, von nun an folgten mehrere Beschleunigungsarien aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten in unterschiedlichen Gängen. Einfach so zum Spaß und um das Auto kennen zu lernen. Andere Verkehrsteilnehmer waren ja auch unterwegs. Alles in allem aber doch recht unterhaltsam. Ein Fakt ließ mich etwas stutzen. Wie konnte es sein das ich irgendwas mit 270 im Display lesen konnte, wo das Auto doch bei 250 begrenzt ist? Ganz einfach. Es gab keine Begrenzung. Am nächsten Tag, 5 Uhr morgens - kein Verkehr, habe ich’s genau überprüft. 318km/h hab ich laut HUD geschafft. Dann kam der nächste Knick in der Autobahn.

Bei dieser Geschwindigkeit wird daraus eine richtig enge Kurve. Und wer die A95 kennt weiß, dass diese Autobahn nicht zu denen mit ewig langen Geraden zählt. Hier entspricht die Streckenführung noch genau dem Weg, den die alten Germanen volltrunken mit ihrem Pferdefuhrwerk nahmen.

 

Die Autobahn ist verlassen. Auf der Landstraße geht es weiter. Die anfängliche Ernüchterung ist der sprichwörtlichen „Freude am Fahren“ gewichen. Im Landstraßentempo werden Kurven zu Geraden. Der M5 kann nicht nur auf der Geraden schnell sein. Es geht auch extrem zügig um die Kurve. Die Lenkung ist direkt und im entsprechenden Sport Plus Modus auch etwas schwergängiger. Jedoch, und das ist mein persönliches empfinden, würde ich es mir noch einen tacken direkter und fester wünschen. Aber das sind Kleinigkeiten und Fragen des persönlichen Geschmacks.

Er lässt sich zielsicher und absolut berechenbar in jede erdenkliche Kurve zirkeln. Dabei lässt das Fahrwerk kaum Seitenneigung zu. Erstaunlicher Weise ist es aber nicht extrem hart. Da ist auch ein durchaus guter Kompromiss gelungen. Ich hatte nie das Gefühl in einem extrem sportlich, hartem Auto zu sitzen. Obwohl er das, gemessen an den Fahrleistungen, ja ist.

 

Hat man den M5 erst einmal kennen gelernt. Hat man sich erst einmal an das Auto gewöhnt. Dann passt er wie ein Maßanzug. Man bewegt sich mit einer unsäglichen Leichtigkeit von A nach B. Und man ist, gemessen an der Straßenverkehrsordnung, irgendwie immer zu schnell.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt beim sportlichen Auto? Richtig, der Klang. Motor, Auspuff, Getriebe, Differential. Alles zusammen ergibt ja eine Klangkulisse.

Der M5 neigt bei niedertourigem Fahren, genau wie auch der M3, zum säuseln. Ich nenne dieses Geräusch mal so. Meine Frau hat den M3 nach der ersten Probefahrt gleich als „Säuselkiste“ bezeichnet. Aber das tut hier nichts zur Sache.

Der M5 hat, wie gesagt, dieselbe Eigenschaft. Wo auch immer es herkommen mag. Das kann bisweilen etwas nervig sein. Wenn man so gemütlich vor sich hin fährt stört dieses Geräusch irgendwie. Aber im Zweifelsfall kann man ja das Radio etwas lauter machen.

 

Die Soundkombination Motor-Auspuff ist beim M5 ja irgendwie speziell. Es ist kein typisches V8 grollen, es ist kein V10 und es ist kein 6-Ender. Ich weiß nicht wo die BMW Soundingenieure diese Akustik ausgegraben haben. Ich weiß auch nicht ob es von Anfang an so geplant war oder ob es ein Fehler gewesen ist. Aber eins weiß ich. So beschissen sich ein M5 in diversen Videos (Youtube, TV) auch anhört. Wenn man damit fährt und ihn Live hört ist es einfach nur Geil. Anders kann ich es nicht beschreiben. Ich vermag diesen Klang nicht zu beschreiben. Aber er geht einem nicht mehr aus dem Ohr und man kann nicht genug davon bekommen. Dazu dieses geniale bloppen und schießen beim hoch schalten, beim vom Gas gehen, beim runter schalten. Göttlich. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

 

Und bevor jetzt die V10 Liebhaber protestieren. Ich kenne den V10 Klang auch. Ich bin den auch im M6 gefahren. Zweifelsfrei ein akustisches Sahnestück. Aber der Klang vom jetzigen M5 ist auch sehr stark. Er ist anders als man ihn vielleicht erwarten würde. Aber er ist verdammt gut.

 

Jetzt hat man also so ein Auto vorm Haus stehen. Dann will man damit fahren. Meine Frau hatte dann, wie immer, eine geniale Idee.

 

Warum fahren wir nicht zum Kesselberg?

 

Klar, gut 15 Minuten fahrt dahin. Und dann geht es Kurve an Kurve bergauf. Also genau das Richtige für so eine M Testfahrt. Motorradfahrer kennen diese Strecke sicher. In diesem Kreisen ist er wohl recht bekannt, der Kesselberg. Auch meiner Frau ist er bestens bekannt. Trieb Sie doch noch vor wenigen Jahren ihre 1000er GSX-R mit Funken sprühender Fußraste den Berg hinauf.

 

Im M5 ist es nicht weniger aufregend. Die schier unendliche Kraft, der nicht enden wollende Vortrieb. Gepaart mit Kurvengeschwindigkeiten jenseits von Gut und Böse. Bevor der M5 rutscht, fällt der Beifahrer aus dem Sitz.

Bisher kam als Kommentar von meiner Frau bei allen Autos immer nur „Mit meiner Susi bin ich schneller. Da haste keine Chance“. Beim M5 hieß es nur „das könnte knapp werden“.

 

Ein Wort noch zu den Bremsen. Sie sind vorhanden. Sie verzögern absolut standfest. Auch am Ende der doch rasanten Bergabfahrt am Kesselberg bremst noch alles wie in der ersten Minute. Sauber.

Ja, dann war der Abend auch schon fast vorbei. Am nächsten Morgen habe ich das Auto dann wieder zurückgegeben. Um einige Erfahrungen reicher und schlussendlich tatsächlich mit dem „habenwill“ Gefühl. Das hätte ich nicht gedacht – auch nicht nach den ersten Kilometern.

 

Letztendlich ein absolut starkes Auto was seinem Ruf 100%ig gerecht wird. Ich behaupte sogar, er ist noch etwas besser.

 

Negatives? Viel nicht. Das Doppelkupplungsgetriebe kommt bei weitem nicht an den Komfort eines Wandlerautomaten ran. Gut, das soll und muss sicher nicht sein. Was aber wirklich negativ ist. Es ist kaum möglich mit dem Auto, nennen wir es mal, millimetergenau zu rangieren. Es rollt immer eher ruckartig los. Wenn man da noch wenige Zentimeter rollen muss bis zur Wand (zum Beispiel Tiefgarage oder KFZ Aufzug) läuft man immer Gefahr, das erst nichts passiert und dann der Ruck zu groß ist und man gegen die Wand rumpelt.

Und dem Geldbeutel tut so ein Auto auch nicht gut. Nach 300 Kilometern habe ich 58 Liter nachgetankt.

 

Da sage ich nur: PROST

 

Ich muss mich auch noch für die wenigen Bilder entschuldigen. Einige werden noch folgen. Aber so richtig Viele habe ich nicht gemacht. Bei all dem Fahrspaß habe ich das knipsen bzw. filmen irgendwie vernachlässigt.

 

Um jetzt den „hier werden Autos bei Probefahrten verheizt“ Meckerern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Ich habe vor der Probefahrt gefragt, was ich alles machen darf. Es hieß: „Alles. Und wenn wir danach einen Satz neue Reifen brauchen ist das unser Problem. Es ist ein M. Geben Sie ruhig richtig Gas.“

Es braucht keinen Satz neue Reifen, ich habe keine Launch Control ausprobiert. Ich bin nicht um jede Kurve gedriftet. Es lief alles in ganz normalem, sportlich, zügigem Rahmen.


27.04.2012 07:42    |    spike_xxx spike_xxx    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: , , ,

Ja ja, so ist das. Kaum ein Jahr rum und schon steht wieder ein neues Auto auf dem Hof.

Diesmal ging es ja um den durchaus geplanten Ersatz des 5ers. Dieser wird ja im Juli 3 Jahre alt und stand somit zum Tausch an.

Was tun - sprach der Blinde.

Also kreisten unsere Gedanken so über dies und das. Überlegungen in viele Richtungen. Aber so ganz genau war es eigentlich bis zum 31.3.2012 nicht geklärt. An diesem Tag machten wir uns eher zufällig mal auf den Weg zur BMW Niederlassung. Und was sahen die Augen meiner geliebten Frau? Der ganze Hof stand voller Z4's. Na was für ein Zufall. Stand doch dieses Modell durchaus recht weit oben auf der Wunschliste.

Bei BMW stand diese gezeigte Hofdekoration unter dem Namen "Cabrio Wochen".

Nun, es parkten schon ein paar schöne Z's rum. Aber einer hatte es uns schon beim ersten durchqueren des Fuhrparks angetan. Tiefseeblau mit weißer Lederausstattung. Genau so hätten wir ihn denn wohl auch konfiguriert. Naja. Also haben wir mal einen der Verkäufer aufgesucht und uns mit ihm zusammen gesetzt.

Die Anforderungen an einen Z4 waren denkbar einfach.

 

1. 6 Zylinder sind ein muss, es muss aber nicht unbedingt ein 35i sein - ist ja eher ein Auto zum cruisen.

2. Automatik, wobei die nicht unbeding ein k.o. Kriterium gewesen wäre

3. er muss von der Farbkombination gefallen (Frauenauto :) )

4. .....gab es schon nicht mehr.

 

Also hat er sich an seinem Computer auf die Suche gemacht. Und da war er. Tiefseeblau, weißes Leder, Automatik und ein 23i - also 6 Zylinder. Einer der letzten - denn bestellen kann man diesen Motor schon seit Mitte 2011 nicht mehr. Downsizing. Auch im Z4 gibt es nur noch 4 Zylinder Motoren, bis auf den 35i/is. Wie sich rausstellte gab es noch genau dieses eine Auto in der für uns passenden Farb-Motor-Getriebe Kombination.

Was soll ich sagen. Das Herz schlug schneller und irgendwie schien es ein Glückstag zu sein. Also erstmal raus und alles begutachtet.

Das Auto war wie gemacht für unsere Vorstellungen. Es passt irgendwie alles.

 

Z4 23i

2,5l Reihensechszylinder Saugmotor

204PS

Sportautomatik

M Sportpaket und Sportfahrwerk

Navi Professional

HiFi Professional

USB, Bluetooth und all so Zeugs

Regensensor, Xenon, Lenkradheizung, Sitzheizung und blablabla.

 

Also mal Probesitzen und einmal starten. Ja, was für ein genialer Klang - scheiß auf 4 Zylinder Turbo.

Naja. Nach all dem Spaß musste nun natürlich noch das finanzielle passen. Also wieder an den Tisch und zahlenschubbsen. Aber was soll ich sagen. Es dauerte keine 10 Minuten. Blablabla - 20% Nachlass weil es ja ein Bestandsfahrzeug ist und nochmal 8% weil ja Cabrio Wochen sind.

Bei den Konditionen war der Vertrag so schnell unterzeichnet wie eine Frau normalerweise Schuhe kauft. Erst danach haben wir dann geklärt wie es denn überhaupt mit dem 5er alles geht. Denn eigentlich läuft das Leasing ja noch 3 Monate. Aber wenn man wieder einen BMW kauft gibt es eine 90 Tages Regel. Soviel vorher bzw. nachher kann man ein Auto zurückgeben. Und da fällt der 5er ja rein. Also hatten wir am 31.3. ein neues Auto gekauft. Da der 5er ja erst ab Mai in die 90 Tage Regel fällt und der Z4 bis Ende April vom Hof musste (nur dann galten die Konditionen) haben wir die Übergabe und den Beginn des Leasingvertrages eben auf Ende April, nach unseren Urlaub gelegt. Und somit haben wir eben am Mittwoch den Elvis, das neue Auto meiner Frau, abgeholt. Und nun steht er da und ich darf nicht damit fahren....... :D

 

Soviel erstmal zur Geschichte der Anschaffung.


11.04.2012 06:34    |    spike_xxx spike_xxx    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: , , , , , ,


Nun Leute. Es ist schon wieder ein Jahr vergangen. Unglaublich.

 

Mit unserem X6 habe ich gestern in der Früh die 20.000km Marke durchbrochen. Wie immer hat man in dem Moment keinen Knipsomaten in Reichweite. Nicht mal das iPhone. Das lag in meiner Tasche auf dem Rücksitz.

Na egal. Auf jeden Fall ist es mal an der Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen.

Wie man an den gefahrenen Kilometern sieht, steht das Auto nicht nur rum. Nein, es wird auch bewegt.

Von Kurzstreckengondelei bis zu langen Autobahnetappen war alles dabei.

 

Fangen wir mal mit den positiven Dingen an.

Da wäre zum einen der allgemeine Fahrkomfort. Nicht umsonst belegte der X6 Hybrid bei einer Automobilzeitschrift (4 große Buchstaben) einen der vordersten Ränge im Vergleich der leisesten Autos, gemessen im Innenraum bei 130km/h. Es ist ein durchaus lässiges und entspannendes fahren. Seinen Beitrag dazu trägt natürlich der V8 in Verbindung mit dem Elektromotoren bei. Es geht immer zügig, absolut stressfrei und irgendwie entspannt voran. Dies ist sicher auch der erhabenen Fahrposition zuzuschreiben. Dieses Auto entschleunigt. Es regt einen zum cruisen an - nicht zum rasen. Auch wenn man dies vorzüglich damit machen kann.

Vielmehr macht man es sich in den Sportsesseln bequem und lauscht den leisen oder lauten Tönen aus dem großartigen Audio System.

Noch genau so viel Spaß wie am ersten Tag macht die Sucht nach dem elektrischen Fahren. Wann immer es geht wird es versucht. Man perfektioniert mit der Zeit seine Fahrweise und erziehlt damit erstaunliche Resultate. Natürlich wird deswegen kein Sparmobil aus dem X6. Man wird nicht mit 3 Litern auf 100 Kilometer auskommen. Das ist einfach nicht möglich - bei 2,5 Tonnen Lebendgewicht, Reifen so breit wie Ölfässer und dem Luftwiderstand einer Einbauküche.

Aber das von BMW versprochene Einsparpotential von 20% zum X6 50i erreicht man ohne große Anstrengungen, trotz 350kg Mehrgewicht. So schaffe ich es im Normalbetrieb mit einer Tankfüllung um die 700km. Das entspricht dann einem Verbauch von ziemlich genau 12 Litern. Bei sehr defensiver Fahrweise hab ich auch schon knapp 800km geschaft - 10,5Liter. Mehr geht natürlich immer - nach oben gibt es kaum Grenzen. Es begab sich auch schon, das nach knapp 400km zum Tankstop gerufen wurde. Das sind dann jenseits der 20l. Spaß muss man eben bezahlen.

Was man auch als durchaus positiv sehen kann ist das Image des Autos - so man darauf Wert legt. Sicher. Die Hybrid Schriftzüge sind klein und kaum Sichtbar. Aber wenn sie dann mal entdeckt werden oder man lautlos auf den Parkplatz gleitet ist man der meist positiven Blicke sicher. Auch muss man auf Gespräche eingestellt sein. Der ein oder andere fragt schon mal. Besonders Autobahnraststätten scheinen die Leute gesprächig zu machen. Hierbei spielt es keine Rolle ob Deutsch oder sonst eine Sprache. Man erntet schon mal ein "a realy nice car" oder so. Also verstecken ist nicht mit dem X6 - mit dem Hybrid noch weniger.

Was ist noch positiv. Der Antrieb an sich natürlich. Der V8 schiebt ordentlich an und klingt saugut. Obwohl er gerne etwas lauter sein könnte. Wobei dies dann wieder gegen den ersten Punkt meiner Positiv Liste arbeiten würde. Ich glaube aber, das BMW hier einen doch recht guten Kompromis gefunden hat. Es ist eben keine Kravallbude.

Positiv würde ich auch die relative Dynamik dieses Panzers bewerten. Man glaub nicht wie zügig er dann doch um's Eck geht. Natürlich immer im Verhältnis zum Gewicht gesehen. Ein leichteres Auto ist da natürlich überlegen.

 

Wo Licht, da auch Schatten.

Ja, dieses Auto ist ein BMW. Ja, dieses Auto ist teuer. Aber es ist nicht in Deutschland gebaut. Und das merkt man. Die Qualität ist spürbar schlechter als zum Beispiel im 3er, 5er oder 7er. Man mag gern den Versuch unternehmen es wegzureden. Es geht aber nicht. Es ist eben schon das ein oder andere Knistern beim überfahren von Unebenheiten zu hören. Es sind eben nicht überall schöne Materialien verbaut. Das alles ist kein Beinbruch und auch kein Weltuntergang. Aber man merkt es. Alles andere wäre gelogen.

So ist dies auch der erste BMW mit dem wir schon mal eine Panne hatten. Besser gesagt meine Frau. Der Motor ist einfach ausgegangen, in der Stadt, und ließ sich auch nicht mehr zum leben erwecken. Erst der BMW Servicetechniker konnte weiterhelfen und so kam das Auto dann in die Werkstatt. Nach 3 Tagen haben wir ihn wieder bekommen. Natürlich ohne einen Cent zu bezahlen und mit kostenlosem Mietwagen. Einen genauen Grund haben wir auch nie erfahren. Naja, die Elektronik eben.

Positiv für so einen Fall natürlich das integrierte BMW Notrufsystem. Ein paar Drehungen und Klicks am iDrive Knopf und schon kommt Hilfe. Das ist wirklich sehr vorbildlich von BMW. Aber man will es ja eigentlich lieber nicht nutzen.

Was fällt sonst noch negativ auf. Eigentlich nichts. Klar, das Auto ist an sich nichts für die Stadt. Er ist zu groß, zu unübersichtlich und der Wendekreis ist auch, sagen wir Überdimensioniert. Aber das wußte man ja vorher. Und irgendwie haben wir es bisher trotzdem in jede Lücke geschaft. Auch dank der ganzen Kameras am Auto. Man muss nur die richtige Lösung für ein Problem zur Hand haben.

Auch macht man die Erfahrung, das der X6 an sich ein sehr gutes Winterauto ist. Vorwärts kommt man immer - dank Allrad. Auch macht es Spaß, das der Allrad ganz BMW-Like sehr Hecklastig ausgelegt ist. Man kann sich gefühlt wie mit einem Hecktriebler fortbewegen. Das macht Spaß. Aber der Spaß endet beim bremsen. Nicht weil die Bremsen schlecht wären, ganz im Gegenteil. Aber 2,5 Tonnen schieben und schieben und schieben. Wenn es dazu noch bergab geht ist der Dicke kaum zu bremsen. Da muss man sich dran gewöhnen. Wenn man es weiß ist es kein Problem. Aber am Anfang hat es so manches Herzrasen ausgelöst.

 

Nun. Damit will ich mal beenden.

Als Fazit kann man sagen, das wir mit diesem Auto doch alles in allem sehr zufrieden sind.

Ich möchte ganz einfach wie folgt enden :

 

Dieses Auto braucht kein Mensch - aber es ist einfach geil


27.06.2011 06:31    |    spike_xxx spike_xxx    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: , ,

In den letzten 2 Tagen hatte ich wieder die Gelegenheit ein neues Fahrzeug aus der BMW Modellpalette zu testen.

Unser 5er musste zum Service in die Werkstatt. Das alleine würde ja allenfalls 45 Minuten dauern. Jedoch hatte sich ein Marder an einem Kühlwasserschlauch im Motorraum zu schaffen gemacht. Da dieser Schlauch nicht auf Lager war, musste der Dicke eine Nacht in der Werkstatt verbringen.

Um in dieser Zeit mobil zu bleiben stellte mir das Autohaus einen X3 xDrive20d zur Verfügung. Das hat mich natürlich gefreut da mich der X3, als so vielgelobtes Auto, schon immer mal interessiert hat.

Nun stand er da. Farbe Alpinweiß. 18" Alufelgen. Abgedunkelte Scheiben. Also nicht häßlich, wie ich finde.

Mit allen Extras, so wie er dastand, kam dieser X3 auf einen stattlichen Listenpreis von kanpp 54.500€. Kein Schnäppchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steigt man ein, erwartet einen ein BMW-typischer Innenraum. Die bekannten 4 Rundinstrumente. Der bekannte eigenwillige Automatikwählhebel. Auch die Bedienung der Klimaautomatik stellt den BMW erfahrenen Nutzer vor keine Rätsel. Alles gepaart mit einer doch recht ordentlichen Verarbeitung und hochwertigen Materialien. Nichts klappert, nichts knarzt.

Einzig die popelig wirkende Einfassung des Navi Bildschirms trübt den Gesamteindruck. Im Fahrzeug war das "kleine" Navi Business verbaut. Dies kommt mit einem kleinerem Bildschirm aus als das Navi Professional. Hier hätte man sicher eine schönere Einbauvariante finden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnell hat man auf dem voll elektrisch verstellbarem Gestühl die passende Sitzposition gefunden. Der getestete Wagen hatte die Standartsitze verbaut. Jedoch fällt sofort der Unterscheid zu den Sport- oder Komfortsitzen auf. Man vermisst dieses Gefühl "umschlossen" zu werden. Und dieses Gefühl verstärkt sich noch, sobald man fährt. Kommt man auf Geraden noch gut mit den Sitzen zurecht so fehlt in Kurven jeglicher Seitenhalt. So sportlich das Fahrwerk des X3 auch sein mag. Mit diesen Sitzen kann man es nicht wirklich genießen. In zügig gefahrenen Kurven hängt man schnell an der Mittelkonsole oder der Türverkleidung. Hier kann ich jedem wirklich die optionalen Sportsitze ans Herz legen. Mit dem Seriengestühl wird der Spaß sehr schnell eigebremst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommen wir zum Motor. Hier ist der 2 Liter 4 Zylinder Diesel mit 184PS verbaut. Mit seinen 380Nm sicher keine schwachbrüstiger Zeitgenosse. Kombiniert mit der absolut ruckfrei schaltenden 8 Gang Automatik ist für ausreichend flottes vorankommen gesorgt.

Jedoch muss ich an dieser Stelle einen Appell an BMW loswerden. Bitte Bitte Bitte - lasst uns doch die 6 Zylinder Motoren. Scheißt auf dieses Downsizing. Denn mal ehrlich. Jeder der sagt das so ein 4 Zylinder Diesel gut klingt scheint noch nie etwas anderes gehört zu haben, oder versucht sich irgend etwas schön zu reden. Nein, nein und nochmals nein. Dieses Motorgeräusch stuft den X3 in meinen Augen gleich eine Klasse runter.

Natürlich. Flott ist er mit dem Motor. Es gibt, bis auf den Klang, sicher kaum Argumente die für einen, sagen wir 25d als 6 Zylinder sprechen. Die Fahrleistungen werden nur marginal besser sein. Aber da ein Autokauf auch etwas mit Emotionen zu tun hat, vor allem in dieser Preisklasse, sollte man hier nicht nur der Vernunft folgen. Für mich persönlich gehört in dieses Auto ein 6 Zylinder. Punkt.

Angaben zum Verbrauch kann ich leider nicht machen,da ich vergessen hatte den Bordcomputer zu resetten. Der Durchschnittsverbrauch wurde mit 7,6l angezeigt. Jedoch weis ich ja nicht wie dieser entstanden ist. Deswegen kann ich diese Zahl nicht wirklich bewerten.

An Bord befand sich auch die Start-Stop Automatik. Zum ersten Mal durfte ich dieses Erlebnis in Verbindung mit einer Automatik erleben (abgesehen von unserem Hybrid, da ist es aber alles etwas anders). Prinzipiell funktioniert es so ganz gut. Jedoch habe ich eine Situation erlebt in der sich dieses System eher nachteilig zeigte. Kreuzung, keine Ampel, man rollt nach und nach ran. Bleibt stehen - schaut noch einmal. Und genau in dem Moment wo man losfahren will geht der Motor aus. Nun, er geht zwar sofort wieder an. Jedoch vergehen schon ein paar Sekunden ehe man wieder losfahren kann. Es gibt erstaunlicher Weise auch keine Taste mehr um dieses System zu deaktivieren. Ich vermute das es abgeschaltet ist, wenn man das Fahrdynamikprogramm in den Sportmodus schaltet. Ob dies alles immer so im Sinne des Erfinders ist sein dahingestellt. Aber prinzipiell funktioniert es.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommen wir zum allgemeinen Fahrgefühl.

Hier konnte der X3 restlos überzeugen. Jetzt weis ich auch, warum er immer als der sportlichste SUV bezeichnet wird. Die Lenkung ist sehr direkt. Es ist erstaunlich mit welcher Leichtigkeit man dieses hochbeinige SUV durch Kurven zirkeln kann. Und es macht echt riesig Spaß. Einzig die Sitze bremsten den Spaß immer wieder ein. Aber dafür gibts ja Abhilfe.

Erstaunlich ist, das diese Dynamik nicht zu lasten des Komforts geht. Hier hat BMW im Verhältnis zum alten X3 eine 180° Wende hingelgt. Dieser konnte auch mit hervorragender Dynamik überzeugen. Jedoch war ihm jede Art von Komfort fremd. Der Neue kann tatsächlich beides. Einzig kurze Stöße und kurz hintereinander folgende Bodenwellen mag er nicht. Das ist aber eine Eigenschaft fast aller BMW Modelle und ist sicher zu einem gewissen Teil auf die Run-Flat Bereifung zurückzuführen. Durch die steiferen Flanken der Reifen ist hier eine wesentlich geringere Federwirkung gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nun die Frage. Ist ein solches Auto auch praktisch?

Diese Frage kann man durchaus mit Ja beantworten. Die hohe Sitzposition, der Überblick und das leichte ein- und aussteigen sind sicher von Vorteil. Auch ist die Karosserie erstaunlich übersichtlich. Klar, es verbirgt sich nichts hinter irgendwelchen Wölbungen und Bögen. Er ist ja doch recht Eckig gehalten. Auch die Sicht nach hinten ist ganz gut. Kein Verglich zu unserem X6. Jedoch würde ich trotzdem jedem mindestens das Park Distance Controll empfehlen. Auch die optionale Rückfahrkamera ist sicher eine Überlegung wert. Alles in Kombination ist für ~1000€ zu haben. Ein übersehener Stein, Poller oder Zaun führt schnell zu einem Schaden der den 3fachen Wert haben dürfte.

An der Ergonomie und der Bedienung an sich gibts nichts zu meckern. Der Einstieg gelingt vorn wie hinten problemlos. Auch ich als Vertreter der 2 Meter Fraktion finde im Fond ausreichend Platz. Hier ist auch eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger zu spühren.

Am Kofferraum gibts auch nichts zu meckern. Ich sage mal Klassenüblich. Unter dem Ladeboden befindet sich noch eine Ebene mit Fächern zum verstauen von Kleinzeug. Das ist ganz praktisch. Die Rückbank ist gleich in 3 Teilen umzuklappen. Verhältnis 40:20:40. Dies gehört wohl heutzutage zum guten Ton. Ich kann dem ganzen keinen wirklichen Vorteil zur herkömmlichen 60:40 Teilung abgewinnen. Aber es wird sich sicher jemand etwas dabei gedacht haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie fällt nun das Fazit aus.

Der X3 ist ein sehr gutes Auto. Er ist genau das, was er laut BMW sein soll. Ein sportliches SUV. Von seinen Maßen ist er noch relativ Kompakt geblieben was ihn zu einem angenehmen Begleiter, auch in der Stadt, macht. Er ist ist wendig und vermittelt ein sicheres, agiles Fahrgefühl. Bei der Bedienung und Ergonomie leistet er sich auch keine Schwächen.

Ob er nun den Preis von über 50.000€ wert ist muss jeder für sich entscheiden.

Aber scheinbar entscheiden sich sehr viele Interessenten für einen X3. Momentan liegt die Lieferzeit nach Bestellung bei ca. 11 Monaten!!!