22.12.2012 01:57
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XG30_2000
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Kommentare (25)
2006 Dodge Sebring
Hallo nochmal!
Inspiriert von meinem ersten Blog-Eintrag möchte ich Euch gerne den Dodge Stratus / Chrysler Sebring vorstellen. Ich besaß das Auto zwar nie, mag es aber trotzdem gerne.
Es war im Jahre 2006 als wir unsere Urlaubsplanung machten. Es sollte nach Florida gehen und da gehört nun mal ein standesgemäßes Auto dazu (Mietwagen). Wir hatten zwar bereits die ganzen 14 Tage über einen Mietwagen im Reisepreis inbegriffen, ich wollte aber nicht gerade mit einem Hyundai Accent die USA ergründen. Schließlich geht es hier um DAS Autoland schlechthin und ich bin ein Auto-Verrückter. Also machten wir beim Reiseveranstalter ein Upgrade um zwei Klassen, weil ich da die Chance recht hoch angesehen habe, dass wir mit mindestens sechs Zylindern unterwegs sein könnten.
Ich studierte vor der Reise ausgiebig die Internetseiten der Autovermietung und natürlich auch der Hersteller, um die Kandidaten auszuspähen. Der Chrysler Sebring / Dodge Stratus (baugleich) waren schon heiße Kandidaten. Es stellte sich nur die Frage nach der Motorisierung. Es gab einen 2,4-Liter-Vierzylinder und den bekannten 2.7-Liter-V6.
Nach langem Warten und viel Aufregung kamen wir nun am Flughafen in den USA an, gingen zu Dollar (so hieß die Vermietung) und machten alle Formalitäten klar. Das war gar nicht so einfach, weil wir keine Kreditkarte hatten - wir mussten deswegen 200 Dollar Kaution in bar leisten. Auf den Übergabedokumenten habe ich schon gesehen, dass es sich um das besagte Auto handelte. Wir bekamen die Schlüssel und gingen samt Gepäck zum Parkhaus, in dem das Auto stand. Dort waren sehr viele Autos abgestellt - wir mussten einige Minuten lang suchen. Mitten auf dem Parkdeck war eine Art Häuschen, von dem aus eine Dame nach dem Rechten schaute. Am Auto angekommen habe ich instantan das Gepäck auf den Boden fallen lassen, habe das Auto per Funkfernbedienung geöffnet, die Fahrertür geöffnet und die Motorhaube entriegelt. Ich bin nach vorne gelaufen (meine Frau schaute etwas verdutzt) und habe die Motorhaube aufgemacht. Dann sah ich ihn: DEN V6. Was für ein herrlicher Tag, dachte ich mir nur. Währenddessen kam die Frau aus ihrem Häuschen auf uns zu und fragte, ob denn alles in Ordnung wäre. Ich sagte "Yes, thank you, i'm just checking the engine". Sie: "Is everything okay with the engine?". Ich: "Yes, it's a V6". Darauf hin lachte sie nur und ging wieder. Wahrscheinlich dachte sie sich, dass ich bekloppt bin - nicht zu unrecht
Wir haben ca. 6000 völlig problemlose Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Ich habe den Durchschnittsverbrauch auf dieser Strecke ermittelt: 8,1 Liter/100 km. Ich finde das war sehr ordentlich. Wir haben meistens (glaube ich) um die 40 Dollar für eine Tankfüllung bezahlt. Der Dodge hat übrigens 87-Oktan-Sprit vertragen, was die meisten dort vertranken. Solchen Sprit kann man hierzulande gar nicht kaufen! Das Auto war recht weich gefedert, sehr leise und lies sich sehr angenehm fahren. Die Sitze waren gut. Die Klimaanlage kühlte wie der Teufel. Der Motor ist schon recht modern aufgebaut: 4 Nockenwellen, 24 Ventile, quer eingebaut, Steuerkette, Kompakt-Zündspulen direkt über den Kerzen. Dabei ist das Auto unglaublich günstig - beim Händler haben wir diese Autos als Neuwagen für etwa 18.000 - 20.000 Dollar stehen sehen.
Ich mochte das Autofahren in den USA sehr - die totale Entspannung. Auf den Highways sind meist 55 Meilen/Stunden angesagt (ca. 90 km/h) und auf den Interstate-Autobahnen sind meist 70 erlaubt (ca. 115 km/h).
Von meinen Auto-Erlebnissen und -Eindrücken in den USA werde ich in einem anderen Beitrag berichten.
Viele Grüße XG |



Kommentare: 25
22.12.2012 09:25 |
Hellhound1979
Schöner Bericht, zu der US Oktanzahl ist zu sagen das die diese nicht in ROZ (Research Oktan Zahl) angeben sondern in MOZ (Motor Oktan Zahl)+ROZ/2.
Das bedeutet dein getankter 87Oktan US Sprit entspricht unserem 91Oktan Normalbenzin.
(91ROZ + 82,5 MOZ)/2=86,75 ~ 87Oktan
Daraus folgt:
Super (95+85)/2 = 90 Oktan (USA)
Super Plus (98+88 )/2 = 93 Oktan (USA)
22.12.2012 09:38 |
Kickdown-169
Schöner Bericht, habe gestern auch erst unsere nächste USA-Reise gebucht, Neuengland 15Tage im ab ende September (Indian Summer mit etwas Glück).
Habe vorsichtshalber bei Alamo Mietwagenklasse "Luxury" gemietet, mal sehen was es gibt (Cadillac DTS o.ä.).
Bei meiner letzten USA-Reise 2009 (Westen) hatten wir zwar auch einen V6, allerdings einen Toyota Camry
Grüße
Markus
22.12.2012 09:49 |
AudiA42008
Nach vier USA reisen kann ich dieses Gefühl bei der Mietwagenübergabe nachvollziehen :-)
Als ich das erste Mal in den USA war (Anfang 90er Jahre) hatte ich pures Glück, ich hatte eigentlich einen Kleinwagen gemietet, die Autovermietung hatte aber nur noch ein Pick-up und ein Chevrolet Caprice da. Ich hab mich für den Caprice entschieden
Der Chevi hatten einen 4.3 Liter V8, das war für mich wie eine andere Welt, da ich bis dahin nur Trabant und Golf 2 1.6 gewohnt war.
Ich hatte viel Spaß mit dem Auto, auch wenn ich anfangs skeptisch war, ob ich den in alle Parkhäuser etc. komme, aber das ist ja im Ami Land kein Problem

Bei meiner zweiten Reise hatte ich einen Chevrolet Impala, Bj 2000 oder so. Auch ein schönes Auto, aber leider mit einem sehr lahmen V6 Motor.
Die dritte Reise war 2008, da hatte ich erst einen Chrysler PT Cruiser, mit dem bin ich dann irgendwo zwischen Los Angeles und Las Vegas liegen geblieben, nach vier Stunden warten kam dann ein LKW mit einem Suzuki Forenza
auf der Ladefläche vorbei. Das Ding war echt schlimm, mir ist vier Mal während der Fahrt der Kofferraum aufgegangen, weil ein Koffer gegen das nicht verkleidete Gestänge gekommen ist. Ich hab das erst später gemerkt, da ich dachte es war ein Defekt am Schloss, und nicht eine fehlende Verkleidung.
Letztes Jahr hatte ich einen Jeep Grand Cherokee mit einem 3.8 Liter V6 Pentastar Motor, einfach herrlich

Nächstes Jahr fliege ich wieder (Westküste), ich hab wieder ein SUV (Midsize) gebucht, weil der Jeep echt Spaß gemacht hat.
22.12.2012 09:53 |
Kickdown-169
Hehe, da hast du ja Mietwagentechnisch auch schon einiges durch gemacht
Ich hatte 2009 vor dem Camry V6 auch erst einen Chevrolet HHR (vergleichbar mit dem PT-Cruiser), dieser hat uns in der Texanischen "Wüste" mit Motorproblemen verlassen
Dann konnte ich wählen zwischen Chrysler Sebring Cabrio und dem Camry, der Cabrio war uns leider vom Kofferraum zu klein, also ab in den Toyota
(Den neueren Camry gibts ja immerhin in Deutschland auch nicht).
Ich habe prinzipiell bei der Mietwagenvergabe immer etwas pech, Schwiegervater mietet in den USA immer kleinste Klasse und bekommt grundsätzlich einen Ford Taurus oder Cadillac CTS
Ich miete 2013 Luxury und bekomme wahrscheinlich eine Mercedes C-Klasse oder sowas
PS:
@ XG30_2000
Schöner Blog, mal ganz nebenbei: Fährst du deinen Hyundai XG noch? Habe selbst viel Zeit in dem XG30 eines guten Freundes verbracht
Grüße
Markus
22.12.2012 10:36 |
scion
Schöner Artikel.
Wir hatten Kategorie "Fullsize" und den Chrysler 300C mit der gleichen Maschine, die da aber nur 190 PS leistet. Wir fanden den total lahm, gerade auf bergigen Strecken musste die Automatik oft runterschalten und vom Gefühl, kam es einem wie 100 PS vor. Verbrauch war bei ca. 60cent/Liter ziemlich egal. Die Ausstattung war trotz Sondermodell Touring nur Basis.
(301 mal aufgerufen)
22.12.2012 10:59 |
Rockport1911
Also Ich kann dem Chrysler Sebring nichts abgewinnen. Da ist einfach nichts besonderes dran.
Mich würde da eher ein Modell aus den neueren Erscheinungen interessieren, die auch einen halbwegs ansprechenden Innenraum haben z.B. der neue 300C, neuer Mustang, neuer Camaro.
Gegen einen klassischen CrownVic hätte Ich auch nichts. Die letzten Exemplare sollen ja vor Allem an Autovermietungen gegangen sein.
22.12.2012 13:24 |
schipplock
jetzt freut man sich schon ueber V6 Motoren?! Hat hier irgendjemand die Zeit um 20 Jahre vorgespult
?
22.12.2012 14:05 |
e90ioldie
Man sieht nur, dass das Auto (von aussen) sehr sauber und gepflegt wirkt, aber dass jemand dran hängt, sieht man nicht ...
Wurde der schon mal voll ausgefahren, so autobahnmäßig ??!
22.12.2012 14:11 |
schipplock
was willst du hoeren? Dass der Automat und das Diff in den USA keinen Extra Oelkuehler haben und deswegen nach laengerer Vollgasbelastung sich in Staub aufloesen
?
22.12.2012 14:17 |
e90ioldie
Auweh !!?
Nee, nur kurz hochjubeln und nicht mit Golf-GTI&Co. ein Leistungsrennen veranstalten ...
... und vorher doppelten Zusatz-Ölkühler "reinklatschen"!
22.12.2012 15:18 |
XG30_2000
Hallo und vielen Dank für Eure zahlreichen Beiträge.
@Hellhound1979: Das war mir gar nicht bewusst (Oktan). Man lernt nicht aus. Vielen Dank für Deine Ausführung.
@Kickdown- 169: Da bleibt mir nur, einen schönen Urlaub zu wünschen.
@AudiA42008: V8 ist die Macht
. Das nächste Mal würde ich auch eine noch höhere Klasse wählen.
Greetz
XG
22.12.2012 15:21 |
e90ioldie
.
23.12.2012 12:28 |
XG30_2000
Hallo nochmal.
@Kickdown- 169: Ich hatte einen Hyundai XG30 - deswegen auch der Name. Es war ein interessantes Auto.
@scion: Ein 300C gefällt mir außerordentlich gut. Für mich ein Traumwagen - am liebsten mit dem HEMI-Motor.
@Rockport1911: Subjektiv gesehen hat der Sebring in den USA den Charme eines Golf. Das ist ein billiges Fortbewegungsmittel. Amerikaner, die Geld haben, gehen da auch nicht dran. Trotzdem mochte ich den Wagen gern leiden. Er bietet viel für wenig Geld.
@schipplock: Tja. Hierzulande ist ein V6 schon etwas Besonderes, finde ich. Und Du hast recht: In Zukunft steigt die Exklusivität eines V6.
@e90ioldie: Wahrscheinlich wurde der nie ausgefahren. Eigentlich laufen die Dinger aber recht lange drüben. Ölkühler werden eh überschätzt
.
Viele Grüße
XG
23.12.2012 20:16 |
Lewellyn
USA-Reise ohne Kreditkarte? Mutig!
23.12.2012 22:07 |
Kickdown-169
@XG30_2000
Darf man fragen was du jetzt fährst, nach dem XG?
Mein Kumpel hat sich nach vielen tausend Euro an Instandhaltungskosten von dem XG trennen müssen, nach einer 1000 Euro Getriebereparatur erlitt das Fahrzeug einen Motorschaden, durch ein beschädigtes Ersatzteil.
Er bestellte sich einen neuen VW Jetta DSG, der natürlich nie an den XG ran kam, trotz viel investiertem Geld, ist der XG uns immer noch sympathisch. Nun steigt mein Kumpel Mitte bis Ende nächsten Jahres auf einen Volvo S60/S80 um.
Grüße
Markus
24.12.2012 11:22 |
XG30_2000
@Kickdownn- 169: Nach dem XG hatte ich eine Weile lang einen Mondeo MK3 V6. Jetzt ist es seit August ein Volvo S60 von 2001.
Der XG hat mich auch ein wenig geärgert, es hielt sich aber in Grenzen.
24.12.2012 11:30 |
Kickdown-169
Okay, gute Wahl, fahre privat auch einen Volvo S60, geschäftlich XC 60
24.12.2012 16:23 |
CopCar
Ich würde den Sebring ziemlich vielen anderen Autos die ich täglich sehe vorziehen. Mir gefiel auch der 300M. Aber wehe man muss beim Sebring mal an die Batterie..
24.12.2012 18:24 |
DonC
Mein "erster" war ein Buick Lacrosse mit dem legendären 3.8 V6.
Abartig Bums untenrum und immer noch angenehm sparsam - um die 8,5 Liter.
Die nächsten Jahre buchten wir auch fast immer die "kleinste" Klasse und wir bekamen jedesmal einen Chevy Impala.
Der 3.5er ist eine Qual - der zieht wirklich nix weg und das Getriebe ist unkomfortabel.
Aber der 3.9er ist genial - meist E85-tauglich und mit Zyinderabschaltung läuft der im Langstreckenschnitt mit etwa 7,2 Litern - hat aber bei pedal-to-the-metal richtig Bums.
Dieses Jahr war es ein Mini-SUV - Ford Escape - der hatte recht wenig Platz, reichte aber und war schön kurz und wendig.
Der 3.0 V6 ging mit dem kurz übersetzten 6-Stufen-Automaten zwar abartig vorwärts, aber der hat mehr gesoffen als ein Cadillac V8.
V8 muss ich im Urlaub nicht haben - habe ich ja hier
Vor allem fahr ich im Urlaub fast diesselbe Strecke wie in D im ganzen Jahr
Sollte also sparsam sein...
24.12.2012 23:33 |
docfraggler
wir waren in 2005 drueben und hatten einen 2.4l sebring, haben in drei wochen fast 5000 meilen runterfahren, verbrauch irgendwo bei 7.5 litern, wenn ich mich richtig erinnere. der wagen ist mir durchweg positiv in erinnerung, hatte vor allem eine gut klingende stereoanlage ab werk.
seitdem wir drei wochen in usa waren, hab ich keine lust mehr schnell zu fahren, ist einfach entspannter...
gruesse vom doc
25.12.2012 07:19 |
Harhir
Kann ich nach fast 12 Jahren in USA nur nachvollziehen. Ist viel entspannender. Tempomat einschalten und gut ist.... ;-)
Das steigt man nach 1000 km noch entspannt aus.
So alle paar Jahre komme ich nach Deutschland und das Autofahren macht mir dort keinen Spass mehr. Auf der rechten Spur ein LKW Parkplatz und links wird nur gedraengelt. Dazu wird extrem aggressiv gefahren.
Die USA Autos moegen nicht fuer dauerhafte Hoechstgeschwindigkeit ausgelegt sein, aber dafuer fuer Reisekomfort. Und mir ist das auch wichtiger.
25.12.2012 13:18 |
DonC
Naja, der Reisekomfort leidet bei den aktuellen Modellen doch beträchtlich im Gegensatz vor 15 Jahren...
28.12.2012 01:02 |
XG30_2000
Hallo,
ich habe noch etwas interessantes zu dem 2.7-Liter-V6 gefunden.
Das sind Reparaturhinweise vom Hersteller. Es sind drei Teile:
https://www.youtube.com/watch?v=M3y6gmk3qIw
http://www.youtube.com/watch?v=yvXLJZDzAo0
und
https://www.youtube.com/watch?v=CG-M6aCwLXc
Sehr schöne Videos und richtig tolle Infos, finde ich. Interessant ist, dass beim 2.7er die Wasserpumpe von der Steuerkette angetrieben wird und dass sich das Wasserpumpengehäuse im Öl-Bereich befindet. Nach kurzer Recherche habe ich - wie zu erwarten war - Infos darüber gefunden, dass das ein Schwachpunkt bei diesem Motortyp ist. Wenn die Wasserpumpe undicht wird, läuft das Kühlwasser natürlich sofort in den Ölkreislauf.
Viele Grüße
XG
28.12.2012 11:39 |
DonC
Jo, das ist ein alter Hut
Darum immer Sealing Tabs in das Kühlwasser, das auch alle 3 Jahre gewechselt werden sollte
02.02.2013 00:05 |
Trackback
Kommentiert auf: Allgemeine Kaufberatung:
Limousine bis 6.000€ für Erstwagen
[...] Original geschrieben von XG30_2000
@julian1405:
Der Chrysler Sebring V6 ist ein geiles Auto: Siehe diesen Blog-Beitrag von mir dazu.
ja, stimmt schon. Schluckt nur leider ziehmlich viel :/ Jedenfalls die früheren Modelle, [...]
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