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SideWinder80

Mein Käfer-Blog

Mon Jan 09 12:07:17 CET 2017    |    SideWinder80    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Eine Zusammenfassung des letzten Jahres.

 

Unglaublich wie die Zeit so vergeht. Der letzte Artikel hier ist schon über ein Jahr alt...da wird es doch Zeit hier mal den Staub abzuklopfen und etwas frischen Input zu liefern. Andererseits es muss ja auch immer erstmal etwas geben, über das man berichten kann. ;)

 

Was ist also im letzten Jahr alles passiert? Fangen wir vorne an, im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Ende des letzten Artikels ließ ja erahnen, dass wir an die Vorderachse gehen mussten. Die Traghebel hatten in den Rohren für meinen Geschmack (und vermutlich auch für den TÜV) etwas zu viel Spiel. Da man ja immer erst hinterher schlauer ist, hatte ich die Lager der VVA nicht gleich schon bei der Resto neu gemacht. Ja ich weiß...

 

 

Die Vorderachse

Da war sie also die erste Baustelle des Jahres - nützt aber alles nichts und deshalb haben wir die Achse zunächst ausgebaut, alles wieder in Ordnung gebracht und wieder montiert. Gedauert hat das Ganze nur 3 Tage - wobei ich fairerweise dazu sagen muss, dass wir immer nur abends nach der Arbeit schrauben konnten. Und wie das immer so ist, fallen einem dabei ja auch gleich noch ein paar weitere Sachen auf, so hatten sich auch zwei Manschetten der Lenkhebel schon verabschiedet. Die kamen dann auch gleich neu.

 

Am Ende der Aktion musste natürlich die Spur noch eingestellt werden. Wir haben das zwar wieder so grob eingestellt, aber da mussten doch die Profis nochmal ran. Ich hatte daher einen Termin in Wuppertal bei einer bekannten Käfer-Werkstatt. Hier sollte mal ein geschultes Auge auf die Vorderachse und auch gleich auf die Bremsen schauen, abschließend noch Spur und Sturz rundum prüfen und einstellen. War nen netter Kontakt, Achse und Bremsen waren schnell eingestellt und zur Achsvermessung ging es außer Haus.

 

Tja und manchmal treibt der Zufall ja ein komisches Spiel...der Betrieb wo die Vermessung stattfinden sollte, hatte meinen Termin "verbaselt" und leider keine Zeit für mich. :mad: So kam es nach einem kurzen Telefonat dazu, dass ich in Wuppertal Ronsdorf in einer kleinen freien Werkstatt landete, die zufällig eine nigel-nagel-neue Vermessungsanlage hat. Aber das war noch nicht alles, der Senior-Chef war vor seiner Selbstständigkeit Meister bei VW und stammte da aus der Käfer-/Bulli-Zeit. Auf dem Hof standen auch gleich noch zwei weitere Käfer und wir kamen schnell ins Gespräch. Prompt bekam ich sogar eine der gerade für die Mittagspause fertig gewordenen Grillwürste angeboten - sehr lecker übrigens.;)

 

Nach der Pause nahmen wir meinen Woody in Angriff - was soll ich sagen, der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Der Wagen lag noch nie so gut auf der Straße wie nach dieser Achsvermessung. Dabei kam natürlich auch raus, dass die Hinterachse völlig verstellt war - was wiederum sehr interessant ist Denn eigentlich ist er ja vor zwei Jahren in D'dorf :rolleyes: zum einstellen gewesen und seither hatten wir an der Hinterachse nichts mehr gemacht. Wie dem auch sei, den Laden in Wuppertal kann ich nur wärmstens empfehlen. Wer also ne gute freie Werkstatt in der Ecke sucht, der darf sich gerne bei mir melden...;)

 

Vergaser und Lambda-Tool

Kaum war das Thema endlich vom Tisch, ging es auch schon mit großen Schritten Richtung TÜV-Termin. Was mir vorher noch zunehmend Sorgen bereite war, dass der Motor im kalten Zustand immer schlechter lief. Je kälter die Umgebungstemperatur, umso schlechter wollte er laufen. Nach dem Anlassen musste ich ihn in aller Regel etwa 5 Minuten mit dem Gaspedal bei Laune halten, damit er nicht sofort wieder abstarb. Zunächst habe ich mal alle Einstellungen kontrolliert und testweise alle einfachen Sachen (Kerzen, Kabel, Zündspule usw.), die ich noch auf Lager hatte, getauscht - half aber alles nicht. :( Nachdem ich, wie immer hier im Forum, ein paar gute Tipps bekam, baute ich zunächst mal eine Lambda-Anzeige fest ein. Das stand ohnehin noch auf der ToDo-Liste und der VintageSpeed-Auspuff hat auch schon entsprechende Zugänge - fehlte also nur noch die Sonde und das Zubehör.

 

Nachdem ich mich ein wenig schlau gemacht hatte, fiel meine Entscheidung auf ein Zt-3 Kit von Zeitronix. Kostentechnisch im guten Durchschnitt, die Kits liegen alle so im Bereich zwischen 200 und 300 Euro. Auch hier kann ich den Service sehr empfehlen, schnelle Antworten und noch schnellerer Versand. Was ich beim Zt-3 als enormen Vorteil für meine Zwecke sah: Das Gerät ist dreigeteilt - Sonde mit Kabel, "Lambda-Computer" und Anzeige. So konnte ich das Kabel schön durch vorhandene Öffnungen vom Auspuff in den Innenraum links unter die Sitzbank führen. Hier fand der Lambda-Computer seinen Platz, denn hier lag schon prophylaktisch ein Kabel mit Zündungsplus. Die Anzeige konnte ich ebenfalls recht elegant unter dem Teppich entlang des Mitteltunnel nach vorne führen. Die Anzeige "pappt" nun erstmal direkt vor dem Schalthelbel auf dem Mitteltunnel - dank Klettbefestigung ist sie auch flux aus dem Sichtfeld entfernt, wenn sie mal die Optik nicht stören soll. Die ganze Montage hat keine Stunde gedauert.

 

 

Jetzt hieß es erstmal ein paar Meßfahrten vornehmen und gucken wo sich der Lambdawert mit dem aktuellen Setup so befindet. Zuletzt wurde er beim Einbau des Vergasers vor etwa einem Jahr geprüft. Schnell stellte sich heraus das er nun tendenziell etwas zu mager lief - nicht viel aber etwas zu sehr. Das war insbesondere auch im Leerlauf der Fall. Mit den Erkenntnissen und dem entsprechenden Feedback hier aus dem Forum (hier nochmals vielen Dank an Vari-Mann, rudi1967, kyra55 und all die anderen) habe ich zunächst mal ein paar verschiedene Düsen für den Gaser bestellt und mich rangetastet. Am Ende wurde die Leerlaufdüse etwas größer gewählt und die Einstellungen des Gasers etwas angepasst. Jetzt erreicht er in fast allen Zuständen die erstrebenswerten Lambda 0,85 und stellt sich auch kalt nicht mehr ganz so bockig an. Obgleich es so ganz ohne anfängliche Spielerei mit dem Gaspedal immer noch nicht geht...

 

TÜV

Da stand er nun an der erste TÜV-Termin seitdem er nach der Resto und der damaligen TÜV-Abnahme wieder auf der Straße ist. Eigentlich kein großes Ding, wäre da nicht die Sache mit dem VintageSpeed-Auspuff. Mir war schon klar das es dafür kein Gutachten gibt, aber ich dachte mir so laut ist er nicht und vielleicht kann man das ja mit einer Einzelabnahme hinbekommen. Was soll ich sagen - ging nicht so ohne Weiteres. :( Der TÜV-Mann meines Vertrauens winkte gleich ab - ich müsse dazu erst irgendwo nach Bottrop, weil das nicht jede kleine TÜV-Station kann und die Chance, dass das was wird sähen wohl eher mau aus. Kurzum ich solle den Aufwand und vor allem das Geld lieber sparen. HU und AU haben wir dann gleich gelassen, da es die Plakette ja ohnehin nicht gegeben hätte.

 

Was also tun? Erstmal mussten HU und AU gemacht werden, sonst wäre die Saison vorbei ehe sie so recht angefangen hatte. Also erstmal den VintageSpeed runter und der originalen Topf samt der TDE-Rohre wieder drauf. Am nächsten Morgen gleich wieder zum TÜV - jetzt war alles kein Problem. Bei der AU noch kurz den CO-Wert um eine viertel Umdrehung korrigiert ;) und die Sache war schon mal erledigt. Im Anschluss philosophierten wir noch, was in Sachen Auspuff wohl so geht. Schnell wurde klar, am besten was mit Gutachten - und wer sich jetzt ein bisschen auskennt, der weiß das da am Ende nicht viel übrig bleibt...

 

Auspuff

Dachte ich zu Anfang der Saison noch das es dieses Jahr mal nicht so viel zu tun geben würde, war ich jetzt also schon eines besseren belehrt. Meine Auspuff-Wahl fiel auf eine CSP SuperCompetition - warum? Es gibt sogar eine ABE und auch in Sachen H-Zulassung stellt das keine allzu großen Komplikationen dar. Ich entschied mich für die Edelstahl-Variante, die VintageSpeed konnte ich glücklicherweise nahezu verlustfrei wieder abstoßen. Nach etwa 6 Wochen Lieferzeit lag sie dann vor mir die SuperCompetition - schönes Teil :cool:. Macht auch optisch nochmal was anderes her. Die VintageSpeed war zwar auch auffällig jedoch im direkten Vergleich wesentlich dezenter. Vor der Montage musste zunächst aber noch ein Zugang für die Lambda-Sonde implantiert werden - da uns zum Edelstahl-Schweißen die Geräte fehlen, haben wir es kurzerhand abgegeben.

 

 

So dauert halt alles seine Zeit. Wir hatten mittlerweile Anfang August und weil ich zugesagt hatte im September bei einer Hochzeit zu fahren, entschloss ich mich die Saison mit dem Serientopf samt TDE-Rohren zu Ende zu fahren. Irgendwie hatte ich wohl schon geahnt, dass es nicht mit "mal eben drunterschrauben" enden würde. ;)

 

Nachdem die Hochzeitsfahrt erledigt war, gingen wir frisch ans Werk. Zunächst verlief dann auch alles weit weniger kompliziert als gedacht. Zwar mussten die Biegungen des Fächerkrümmers etwas angepasst werden - aber das stellte sich als weniger aufwändig dar, als ich das zunächst annahm. So war die erste Montage schnell erledigt. Allerdings offenbarte sich dann ein nicht zu unterschätzendes Problem. Die Gummileitungen die von der Ölpumpe um Ölfilterträger im linken hinteren Radhaus führten lagen quasi am Krümmer an. Nun...da sich Hitze und Gummi nur bedingt vertragen musste hier also eine Lösung her, so konnte es nicht bleiben.

 

 

Aber für einen ersten Soundcheck ging es: https://youtu.be/sN5nZhphobw

 

Was also tun - ich holte mir zunächst Rat hier im Forum. Es gab unterschiedliche Ansätze. Der Versuch noch eine der guten Bugpack Filterölpumpen mit Gegenlager im Pumpendeckel und O-Ring-Dichtung zu bekommen, scheiterte leider daran, dass es diese Pumpen nicht mehr gibt und keiner der bekannten oder unbekannten Händler sie noch auf Lager hatte. Und dann musste das Öl vom Filter ja auch noch zum Ölkühler der am hinteren Achsrohr hängt. Nach etwas probieren haben wir uns dazu entschlossen den Filterträger samt Filter an einen neuen Platz zu verlegen. Zusätzlich löteten wir zwei Kupferrohre als Verlängerungen an Ein- und Ausgang der Ölpumpe. So konnten wir den kritischen "Heißbereich" hinter dem Krümmer verlassen und führen die Ölleitungen nun unterhalb der Luftleitbleche nach vorne und folgen ihnen nach oben Richtung Getriebe. Der Ölfilter hängt nun auf der Innenseite der hinteren linken Stoßdämpferaufnahme an der Bodengruppe. Hier ist genug Platz und man kommt sogar beim Ölwechsel noch besser an den Filter als zuvor im Radhaus. Der Weg zum Kühler war von hier aus dann auch nur noch eine Fingerübung.

 

 

Blöderweise gab es durch die lange Standzeit der entlasteten Hinterachse einen Kollateral-Schaden - die rechte Achsrohrmanschette hatte aufgegeben.:rolleyes: Und ja, sie war erst vor zwei Jahren bei der Rest neu gekommen. Doch an der Stelle wo das Gummi bei der Produktion verschweißt wurde hatte sich ein Riss aufgetan und so hatten sich 700 ml Getriebeöl verabschiedet. Wir mussten also ungeplant noch eine weitere Schicht unter dem Auto einlegen. Schnell war klar, dass wir die Achse nicht demontieren wollten. Es kam daher nur eine geteilte Manschette in Betracht. Ob das dichthalten wird...nun das muss die Zeit nun zeigen. Für den Moment ist es jedenfalls der Fall.

 

 

 

Sonstiges

Gibt es sonst noch Neuigkeiten - ja, wenn auch nur ne Kleinigkeit. Und zwar einen neuen Schaltknauf. Der ein oder andere hier aus dem Forum wird das Modell kennen. :p;)

 

 

Was steht als nächstes an? Nun der Winter ist ja gerade in vollem Gang aber sobald das Salz von den Straßen gewaschen wurde, steht ein Besuch beim Lackierer an...ein zwei kleine Macken wollen bzw. müssen vor dem Saisonstart noch beseitigt werden.

 

Abschließend will ich hoffen, dass es nicht erst wieder über ein Jahr dauert bis es hier neues zu lesen gibt. :)


Thu Oct 29 15:01:18 CET 2015    |    SideWinder80    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Da ich nun doch schon länger nichts mehr geschrieben habe, will ich mal versuchen, die zwischenzeitlich quasi vergangene Saison Revue passieren zu lassen. Es war glücklicherweise eine Saison ohne schwere Komplikationen oder Ausfälle.

 

Auch nach der kompletten Zerlegung, Überarbeitung und dem Neuaufbau tut der Käfer das, wofür er bekannt ist: Er läuft und läuft und läuft...

 

Die Saison begann, wie im letzten Artikel geschrieben, bereits im März. Das Streusalz des hier nicht vorhandenen Winters war größtenteils von der Straße gespült und es gab die ersten trockenen Wochenenden. So ging es bis Ende April regelmäßig auf meiner Hausstrecke auf einige kleine Ausfahrten.

 

 

 

Langsam aber sicher näherte sich der 1. Mai und damit das wohl größte und bekannteste Käfertreffen - zumindest hier in Deutschland. Eigentlich der Saisonauftakt in der Käferszene. Somit stieg der Reiz dort auch einmal mit dem eigenen Käfer dabei zu sein. Also den Schrauberkollegen befragt und ja, der hatte auch Zeit und Lust auf einen kleinen Roadtrip.

 

Einfache Strecke sind es 260 Kilometer bis nach Hannover. Unser Plan: Früh hin und nicht ganz so spät wieder weg. Nachdem die Wetterprognose geprüft war, stand die Sache eigentlich fest. Klar war, sollte es regnen bzw. Regen angesagt werden, blasen wir die Sache ab. Da bin und bleibe ich rigoros - so es sich verhindern lässt wird er keinen Regen, geschweige denn nasse Straßen mehr sehen. Gut, wenn es unverhofft anfängt zu meimeln während man unterwegs ist, dann ist das halt so. Es kam was kommen musste, von Tag zu Tag verschlechterte sich die Prognose, sodass wir den Roadtrip schon zu den Akten gelegt hatten. Als es aber am 30.04. abends zumindest nach trockenem Wetter aussah, entschlossen wir uns spät abends spontan doch zu fahren. Wer würde schon wissen wie es erst nächstes Jahr aussehen wird?

 

Wir trafen uns nach einer kurzen Nacht um 05:30 Uhr wieder an der Schrauberhöhle, ließen den Käfer einen Moment warmlaufen und machten uns zunächst auf zur örtlichen Tankstelle. Sowohl Käfer wie auch wir brauchten etwas Wegzehrung. Der Käfer bekam frische 25 Liter Ultimate 102 eingeschenkt, während wir uns mit Croissants und Kaffee versorgten. Anschließend ging es auch schon auf die Bahn in Richtung Hannover. Mit gemütlichen 100 - 120 km/h ließen wir den Käfer die 260 Kilometer einfach laufen.

 

Zwischendurch legten wir immer mal wieder kleine Zwischensprints ein, um den Motor (und uns) aus der Drehzahlmonotonie zu wecken. Insgesamt verlief die Anreise problemlos - wir hielten lediglich zwei Mal, um menschlichen Bedürfnissen nachzugehen. Der Käfer, da bin ich mir sicher, hätte die Pausen nicht gebraucht. Die Kontrollinstrumente zeigten durchweg konstante und völlig unkritische Werte.

 

Jeder der schon mal am 1. Mai nach Hannover gefahren ist weiß, je näher man dem Ziel kommt desto dichter wird der Verkehr an luftgekühlten Fahrzeugen. Irgendwann tat einem da schon der Arm vom grüßen der vielen Gleichgesinnten weh. Schließlich kamen wir um kurz nach 09:00 Uhr im Zielgebiet an und reihten uns in die vergleichsweise noch kleine Schlange ein, die zur Zufahrt auf den luftgekühlten Parkplatz führt. Nachdem wir geparkt hatten, ging es zunächst über den Teilemarkt. Anschließend durch die Reihen der ausgestellten Fahrzeuge. Gegen frühen Nachmittag entschieden wir uns den Rückweg in Angriff zu nehmen. Der gestaltete sich genauso problemlos wie die Anreise. Wieder in heimatlichen Gefilden angekommen, wurde der Durchschnittsverbrauch ausgerechnet und siehe da, er kann auch sparsam - 7,6 l/100 km. Auf meiner Hausstrecke nimmt er sich so zwischen 9-10 Liter.

 

Viele Bilder habe ich in Hannover leider nicht gemacht - irgendwie verpennt...:rolleyes:

 

 

Nach dem Maikäfertreffen war erst einmal wieder Alltag auf der Hausstrecke angesagt. So ging es Wochenende für Wochenende über die umliegenden Landstraßen. Was mir dabei immer wieder auffiel war, dass ich mich für jeden Schaltvorgang aufgrund der leicht nach hinten versetzen Sitzposition - wir haben den Endanschlag des Sitzes bei der Resto etwas verlängert - nach vorne unten lehnen muss. Hier musste Abhilfe geschaffen werden. Fündig wurde ich schließlich bei Vintage Speed, von denen ich bereits den Auspuff fahre. Aufgrund der tollen Verarbeitung besagten Auspuffs entschied ich mich für ein längeren, nach hinten abgewinkelten Schalthebel. Positiver Nebeneffekt ist eine gleichzeitige Schaltwegeverkürzung.

 

 

 

Auch hier ist die Verarbeitung wirklich toll. Einbau und Justierung sind ebenfalls keine Raketenwissenschaft. Einzig daran, dass die Arretierung für den Rückwärtsgang sich von drücken auf ziehen geändert hat, muss man sich einen Moment gewöhnen. Optisch fügt sich der Schalthebel sehr harmonisch in das Gesamtkonzept ein. Und das aller wichtigste: Es funktioniert im Fahrbetrieb jetzt genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

 

Kurz nach dem Einbau stand auch wieder ein Treffen an. Diesmal hier in der Region - das RE-Beetle 2015 in Recklinghausen. Spontan hatte ich mich dort mit Vari-Mann verabredet. Die Anreise war bedeutend kürzer als Hannover, sodass ich nach knapp 25 Minuten Fahrt bereits am Treffen ankam. Vari-Mann war samt jbvw bereits vor Ort. Wir beschnupperten als erstes gegenseitig die Käfer und steuerten im Anschluss zunächst den Kaffeeausschank an - war ja schließlich noch früh. Nach dem ausgiebigen Begutachten der zahlreich erschienen Käfer und Konsorten, etwas Kuchen, einer Bratwurst sowie einem Eis, brachen wir dann auch jeweils wieder auf.

 

 

 

Was sich mal wieder bestätigte: Nett mal die Menschen hinter den Nicknames kennenzulernen.

 

Ach ja, da war ja noch was...als ich auf dem Treffen zurück zu meinem Käfer kam, pappte da eine Visitenkarte am Scheibenwischer - ich dachte erst an die übliche Werbung bzw. irgendeine Kaufanfrage. Es entpuppte sich aber als die Visitenkarte eines Fotografen. Er bat um Kontaktaufnahme zwecks Fotoaufnahmen für einen Kalender. Nach etwas Bedenkzeit schrieb ich ihn via Mail an. Kurzum: Mein Käfer wird im 2017er Kalender eines bekannten Verlages erscheinen. Die Aufnahmen dazu wurden in Bochum, in der Nähe der Jahrhunderthalle, gemacht - alles in allem eine tolle Aktion. Insbesondere das ich jetzt auch mal ein echt professionelles Foto vom Käfer habe. Veröffentlichen kann ich es hier leider nicht, aber wer mag kann ja mal einen Blick in den 2017er VW Käfer Kalender werfen, sobald der erscheint... ;)

 

So langsam dümpelte die Saison ihrem Ende entgegen. Doch bevor es nun allmählich in den Winterschlaf bzw. die Revisionszeit geht, stand noch das einzige Treffen des Oldtimertreff-Ruhr (ehemals Oldtimertreff-Zollverein) auf dem Programm. Die sonst zwischen April und Oktober an jedem 1. Sonntag im Monat stattfindenden Treffen, hatten leider aufgrund von Bauarbeiten und wohl anderen Verstimmungen dieses Jahr entfallen müssen. Die Veranstalter fanden glücklicherweise mit der Zeche Ewald in Herten einen ähnlich attraktiven Standort für das Treffen. Dieses Jahr stand er jedoch nur einmal noch zur Verfügung. So machte ich mich samt Käfer am 04.10. - es war übrigens optimales Wetter auf nach Herten. Die Anfahrt war nur unwesentlich länger als nach Recklinghausen.

 

 

 

 

Die Veranstaltung ist wirklich gut gelungen. Es waren viele schöne Autos zu sehen. Auch die neue Location in Herten ist sehr gut für das Treffen geeignet. Mir gefiel es sogar besser als in Essen. Die Planungen sehen wohl so aus, dass das regelmäßige Treffen ab der kommenden Saison immer dort stattfinden soll. Aktuellen Plänen zufolge soll dort ab dem kommenden Jahr auch ein Oldtimerzentrum entstehen. Oldtimerbesitzern und Fans kann ich das ganze wirklich empfehlen.

 

Jetzt ist es beim Schreiben doch wieder ein etwas längerer Artikel geworden. Zeit für ein kleines Fazit und den Ausblick auf die Winterzeit. Die Saison verlief wirklich ohne Komplikationen. Eine positive Erkenntnis war auch, dass der Tausch der Riemenscheibe zu Anfang des Jahres offenbar mein Öl-Problem gelöst hat. Seither ist er tatsächlich trocken - das hatte ich ja fast nicht mehr für möglich gehalten und mich schon damit arrangiert.

 

In der Wintersaison gibt es jetzt den normalen Service. Ölwechsel ist gerade schon gemacht, jetzt noch Bremsen nachstellen, alles mal durchkontrollieren und etwas nachziehen. Das Übliche halt. Es steht aber auch eine größere Aktion an der Vorderachse an. Die Tragarme haben etwas zu viel Spiel - es müssen also neue Lager in die Achsrohre. Ja, ja....ich weiß, ich hätte es gleich bei der Resto schon machen sollen. :rolleyes: Nun ja, aber der Winter steht ja vor der Tür und im nächsten Jahr geht's schon wieder zum TÜV. Hilft also alles nichts, es muss angegangen werden. ;) Ganz "nebenbei" sind wir dann auch gerade noch dabei, einem alten Mini Kombi wieder Leben einzuhauchen.

 

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal.


Sat Apr 18 21:57:09 CEST 2015    |    SideWinder80    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Der Winter, der zumindest hier, ja eigentlich gar keiner war dürfte jetzt wohl endgültig vorbei sein und langsam aber sicher nähert sich der Saisonbeginn.

 

Wobei wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich die ersten Runden bereits Anfang März gedreht. Nachdem die Streusalzschicht auf den Straßen durch einen kräftigen Regen weg gewaschen und es zwar kalt aber wieder trocken war, bot sich die ein oder andere Gelegenheit für eine kleine Runde. :) Allerdings mag er die Kälte nicht so recht, bedurfte es doch jeweils einer gewissen, etwas bockigen Warmlaufphase bis er gewillt war zu fahren. Die jetzigen Temperaturen ab 10-15 Grad aufwärts gefallen da wohl Fahrer und Fahrzeug gleichermaßen besser. :D

 

In der Winterpause ist nicht viel passiert. Es gab einen neuen, etwas verstärkten Frontstabi von Tafel-Tuning bzw. letztlich Eibach. Die Empfehlung dazu kam, nach Schilderung der Probleme beim Fahrverhalten (nervöse Vorderachse, Ziehen ins kurveninnere), mal wieder hier aus dem Forum.

 

 

Und es hat geholfen. Kein Vergleich zum Fahrverhalten mit dem Serienstabi. Außerdem haben wir uns noch um eine neue Riemenscheibe gekümmert. Den Stein des Anstoßes dazu gab der zeitweise auftretende leichte Ölaustritt hinter der Riemenscheibe. Ich vermutete ein Problem mit der Rückförderschnecke auf der Rückseite der Scheibe. Dazu muss man vielleicht wissen, das die Kurbelwelle auf dieser Seite des Motors keinen Simmering besitzt sondern lediglich eine Ölablenkscheibe. Der Vorteil der neuen Riemenscheibe ist zudem die eingravierte Gradeinteilung, was das Einstellen und Prüfen der Zündung auch gleich erleichtert. Ach ja und schick ist sie dann auch noch.

 

 

Auch bei dieser Wahl bin ich den Empfehlungen hier gefolgt. Ob es die Sache mit dem ab und zu unter dem Motor hängenden Öltropfen gelöst hat...nun das muss sich noch zeigen. Der Einbau war nicht allzu schwer. Alte Riemenscheibe mittels entsprechendem Abzieher abnehmen, neue in der Passung etwas anwärmen, dann aufstecken und wieder mit 45nm anziehen. Nur das Blech hinter der Riemenscheibe musste etwas "angepasst" werden - was zum Einen zu einem kleinen Wutanfall :p und daraus resultierend dazu führte, das es auch nochmal zum Beschichter musste. Glücklicherweise ging das echt unkompliziert und schnell. :)

 

Die ersten etwas wärmeren Tage habe ich dann für eine Komplettreinigung genutzt. Lack, Scheiben, Gummiteile, Innenraum etc. Und damit alles schön glänzt, gab es dann noch 6 Schichten LiquidGlass auf den Lack. :cool:

 

 

 

 

Jetzt kann die Saison also richtig losgehen. Aber keine Sorge, wie immer wird sie die ein oder andere Tücke mit sich bringen und ich werde dann hier berichten. ;) Die erste Tücke war schon mal, dass die eigentlich neue Zündlichtpistole einfach nur durch liegen im Schrank aufgegeben hat...aber wie war das? Wer billig kauft...mal gucken was es da so gibt.


Mon Dec 29 21:52:23 CET 2014    |    SideWinder80    |    Kommentare (10)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Jahresabschluss

 

Schnee- und Eisregen, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt - was gäbe es da besseres zu tun als...ja genau, in der Schrauberhöhle zu sitzen. Ist ja nicht so, als hätte es in den letzten Wochen noch Plusgrade gegeben, bei denen man gemütlicher hätte arbeiten können. :D

 

Aber es gab noch so ein paar Kleinigkeiten die vor dem Jahresende noch erledigt werden wollten. Auf dem Weg schnell etwas Kaffee und was für den Grill besorgt, die Heizung angemacht und schon ließ es sich eigentlich ganz gut aushalten.

 

Angefangen haben wir mit den Edelstahlrohren, welche den Gebläsekasten mit den Heizbirnen verbinden. Durch den neuen Auspuff war hier noch der Austausch der Aluschläuche nötig. Im Sommer hatte ich die Heizung ja nicht vermisst, aber bei den Ausfahrten zum Saisonende war es schon recht frisch. :D Die Edelstahlvariante ist deutlich stabiler, lässt sich dadurch aber nur wiederwillig in die richtige Position bringen. Zu allem Überfluss muss das Rohr unterhalb der Verblechung - auf engstem Raum - auch noch um "sieben Ecken" herum :(...nun zu guter letzt hat's dann doch irgendwie geklappt. Und optisch ist es auch noch mal etwas schicker.

 

 

Weil wir eh schon am Motor werkelten, haben wir auch gleich noch ein paar Schläuche getauscht. Bei der "Endmontage" im Sommer hatten wir nur diese stoffummantelten Benzin- und Unterdruckschläuche zur Hand. Die Qualität ist...aber das hatten wir ja schon mal. ;) Vor allem aber sieht man den Zustand der Schläuche durch den Stoffmantel nicht. Zwischenzeitlich hatte ich etwas qualitativ hochwertiges besorgt. Diesmal ohne Stoffmantel, stattdessen ein Gummischlauch mit Gewebeeinlage - natürlich spritfest und als Benzinschlauch ausgewiesen. Neben der Variante mit 6 mm Innendurchmesser für die Hauptleitung, hatte ich auch je 3 Meter mit 4,5 und 3 mm für die Unterdruckleitungen sowie die Tankentlüftung besorgt. Die machen allesamt schon rein haptisch einen deutlich besseren Eindruck.

 

Beim Wechsel des Schlauchs vom Tank zur Leitung im Rahmentunnel ist uns aufgefallen, dass unten am Tank - direkt am Anschlussflansch für den Schlauch - ein kleiner Tropfen Benzin hing. Irgendwas ist da undicht. Für den Wechsel der Benzinleitungen war eh gerade kein Sprit mehr im Tank, so konnten wir das gleich mit erledigen. Wollen wir mal hoffen, dass es jetzt mit neuem Sieb und neuer Dichtung endlich dicht ist. Aber besser mal im Auge behalten. Ach ja, den Benzinfilter zwischen Tank und Rahmentunnel haben wir gleich noch gewechselt. Er war zwar erst ne halbe Saison alt, aber schon recht verschmutzt. Ich vermute mal das auch der neue Tank nicht ganz sauber war.

 

Und da es jetzt tatsächlich in den Winterschlaf geht - mittlerweile sind alle Straßen mächtig gesalzen - habe ich zu guter letzt noch das Erhaltungsladegerät "eingebaut". Ich hatte hier noch ein BDV090 von Black&Decker liegen. Praktischerweise liegen da gleich drei Adapter bei. Einer mit Krokodilklemmen, einer für den Zigarettenanzünder und einer mit zwei Ringösen. Ich habe mich für die Ringösen-Variante entschieden. Diese kann man direkt mit an die Polklemmen an der Batterie schrauben und das Kabel am Fersenbrett vorbei in den Fussraum hinter dem Beifahrersitz schieben. So muss man im Sommerbetrieb nicht immer alles wieder wegbauen und braucht nur das Kabel zurückschieben. Das Gerät selbst kann man quasi nicht falsch bedienen, es gibt nur einen Wählschalter für die Einstellung zwischen 12 und 6 Volt. Den Rest macht das Gerät alleine. Ich überleg' allerdings noch, ob ich das Ganze vielleicht zusätzlich noch mit einer Zeitschaltuhr versehen soll...mal sehen.

 

Und das war es dann wohl auch mit der Schreiberei in diesem Jahr. Ist ja aber auch nicht mehr viel übrig. ;) Mal sehen, was das nächste Jahr so bringt. Ich hoffe jedenfalls auf gutes Wetter, insbesondere wenn die Treffen anstehen - denn da will ich im nächsten Jahr doch mal auf dem ein oder anderen auflaufen. Dieses Jahr kam da irgendwie immer was dazwischen, ob's nun das Wetter, Urlaub oder technische Probleme waren. Aber auch für das kommende Jahr fallen mir noch so ein oder zwei Kleinigkeiten zum Schrauben ein und so'n alten Rumpfmotor (AB) habe ich hier auch noch liegen... :cool:

 

Bevor sich die Tore der Schrauberhöhle schließen, hier noch ein paar "Winterimpressionen"...

 

 

 

Euch allen natürlich auch einen guten Rutsch ins neue Jahr. :)


Wed Nov 19 22:47:39 CET 2014    |    SideWinder80    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Was glänzt denn da so schön?

 

Die warmen, vor allem aber trockenen Tage neigen sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Also Zeit mal wieder was hier im Blog zu schreiben. ;) Allerdings war und ist auch beruflich gerade viel zu tun, quasi Hauptsaison...

 

Nachdem es bei den ersten Nacharbeiten um das leidige Thema Vergaser ging, der läuft seither übrigens immer noch tadellos, waren noch zwei größere Baustellen abzuarbeiten. Zum Einen musste er nochmal zum Lackierer und dann war da ja noch die Sache mit dem Wertgutachten.

 

Das er nochmal zum Lackierer musste war eigentlich klar. Die ein oder andere Macke macht man beim Zusammenbauen und Einstellen zwangsläufig irgendwie ins frisch lackierte Blech. Egal wie vorsichtig man vorgeht. Wir waren allerdings wirklich vorsichtig, sodass hier kaum "Schadstellen" entstanden sind. Daneben gab's noch ein, zwei (wirklich nicht mehr) kleine Läufer bzw. Lacknasen die es noch zu beseitigen galt.

 

Also an einem der sonnigen Freitage, auf einer kleinen Ausfahrt nach der Arbeit, mal kurz beim Lackierfachbetrieb meines Vertrauens vorbeigeschaut und die Terminsituation geprüft. Siehe da ich hatte Glück, bereits ne knappe Woche später könnte ich den Käfer vorbeibringen. Wir sind dann noch kurz die Stellen zusammen durchgegangen und haben den Termin fix gemacht.

 

Alles weitere war dann recht unspektakulär. Den Käfer Montags abgegeben und Freitags in derselben Woche konnte ich ihn auch schon wieder abholen. Glücklicherweise alles im Trockenen. Ich hab' dann auch gleich noch nen halben Liter von der Farbe mitgenommen. Man weiß ja nie... :D;)

 

Jetzt musste als nächstes noch ein Wertgutachten her. Einerseits natürlich für die Versicherung, schließlich soll er nicht mehr nur Haftpflicht versichert sein, andererseits natürlich auch mal um einen externen Blick auf unsere Arbeit zu bekommen. Mein Schrauberkollege hatte vor einiger Zeit mal einen Unfall mit seinem alten Mini Cooper und daher Kontakt zu einem Sachverständigen der sich auf Old- und Youngtimer spezialisiert hat. Mit diesem Gutachter nahm ich kurzerhand mal Kontakt auf, um zu klären ob er auch Wertgutachten für mein Anliegen erstellen würde. Dem war natürlich so, wir vereinbarten also einen Termin für die Begutachtung.

 

Kaum war ich zum vereinbarten Termin am DEKRA-Stützpunkt angekommen, ging's auch gleich in die Halle zur Bewertung. Es dauerte nicht lange und es hatte sich gleich ein ganzes Rudel aus weiteren Kunden und Sachverständigen um den Käfer versammelt. Hier und da hörte man "die sind aber auch selten geworden" und "der ist aber in tollem Zustand". Zwischenzeitlich zählte ich mal sieben weitere Leute. Das alle voll des Lobes waren, macht einen schon ein bisschen stolz. :) Nach einer knappen Stunde, etlichen Fotos, Begutachtung innen wie außen sowie oben und unten war es dann geschafft. Den Ordner mit allen Rechnungen sowie seine (Geburts-)Urkunde vom VW-Museum hatte ich natürlich ebenfalls dabei, fein säuberlich sortiert und mit Kostenaufstellung. Wir hielten noch ein bisschen Smalltalk und in ca. 4-6 Wochen soll das Gutachten, nach Gegenkontrolle in der Zentrale, da sein. Ich war schon gespannt wie es wohl ausfallen würde.

 

Der Sachverständige gab mir noch den Tipp, dass es im Prinzip zwei Werte gibt - den Marktwert und den Wiederherstellungswert. Ohne mich jetzt in die genauen Details zu verirren entspricht der Marktwert, wie der Name schon sagt, dem gängigen Marktwert den ein Fahrzeug in diesem Zustand hat. Der Wiederherstellungswert ist, einfach erklärt, im Prinzip die Summe aller Rechnungen die zur Herstellung des aktuellen Zustands notwendig sind. Dieser ist in den meisten Fällen höher als der reine Marktwert. Er empfahl mir das bei der Wahl der neuen Versicherung zu beachten, da viele Versicherer oftmals nur den Marktwert des Fahrzeugs versichern.

 

Einige Wochen später war es endlich soweit. Der ersehnte Umschlag lag im Briefkasten. Also erstmal alles stehen und liegen gelassen - schnell die ersten Zeilen und Seiten überflogen :eek: das hatte ich dann so auch nicht erwartet:

 

Zustandsnote: 1-

Marktwert: ca. 10.000 Euro

Wiederherstellungswert: ca. 28.000 Euro

 

Ausschnitt aus der Zusammenfassung:

Zitat:

...

Das Fahrzeug wurde hinsichtlich der Originalität und des Allgemeinzustandes bewertet. Es zeigte sich in vollständig überarbeiteten Zustand, welche als deutlich überdurchschnittlich eingestuft werden kann.

...

Zustandsnoten - Benotung nach dem Institut für Sachverständige - IfS:

Note 1

Makelloser Zustand; keine Mängel an Technik, Optik und Historie (Originalität); Fahrzeug der absoluten Spitzenklasse; unbenutztes Original (Museumsauto) oder mit Neuteilen komplett restauriertes Spitzenfahrzeug; wie neu (oder besser); sehr selten!

Note 2

Guter Zustand; mängelfrei, mit leichten Gebrauchsspuren; Original oder fachgerecht und aufwendig restauriert; keine fehlenden oder zusätzlich montierten Teile.

Note 3

Gebrauchter Zustand; normale Spuren der Jahre; kleinere Mängel, aber voll fahrbereit; keine Durchrostungen; keine sofortigen Arbeiten notwendig; nicht schön, aber gebrauchsfertig.

Note 4

Verbrauchter Zustand; nur bedingt fahrbereit; sofortige Arbeiten notwendig; leichtere bis mittlere Durchrostungen; einige kleinere Teile fehlen oder sind defekt; teilrestauriert; leicht zu reparieren (bzw. restaurieren).

Note 5

Restaurierungsbedürftiger Zustand; nicht fahrbereit; schlecht restauriert bzw. teil- oder komplett zerlegt; größere Investitionen nötig, aber noch restaurierbar; fehlende Teile.

 

Wow - ich hatte ja auf eine 2- eventuell 2 gehofft. Aber das es ne 1- geworden ist, hat uns doch mächtig stolz gemacht. Das "-" in der Bewertung ergibt sich durch die zwar zeitgenössischen Umbauten (er ist halt nicht ganz original) und der Tatsache das er neu lackiert wurde. Zwar im Originalfarbton aber eben nicht mehr Erstlack. Aber damit kann ich sehr gut leben. :p

 

Kommen wir also zu der Frage was der ganze Spaß, also die zweieinhalbjährige Vollresto des ehemals champagnerfarbenen Käfers bis dato gekostet hat...wer bis hierher aufmerksam gelesen hat kann sich das aufgrund der Daten aus dem Gutachten ja schon denken. Die veranschlagten 28.000 Euro und noch etwas mehr für Werkzeuge, doppelt oder falsch gekaufte Teile etc. stecken belegbar drin. Um mal einen Einblick in die größeren Posten zu geben und weil mich immer mal wieder Fragen dazu via PN erreichen:

 

  • 4.700 Euro - Käfer im Urzustand vor jetzt knapp 4 Jahren
  • 2.900 Euro - Voll-Lackierung zerlegtes Häuschen
  • 5.000 Euro - überarbeiteter Motor inkl. teils neue Anbauteile
  • 1.600 Euro - neues Getriebe
  • ...

 

Weiter geht es mit Kosten für's pulverbeschichten diverser Teile und der Bodengruppe, Reifen und Felgen, Stoßdämpfer, Blechteile, Kleinteile, Dichtungen, RetroSound-Radio und Lautsprecher, Teppich Sätze etc. pp.

 

Gar nicht berücksichtigt sind natürlich die unzähligen Stunden bei Bratwurst und Radler in der Schrauberhöhle - aber das darf man bei nem Hobby eigentlich ja gar nicht rechnen. Andere haben halt ne' H0-Eisenbahn für zig tausend Euro im Keller. ;) Die ganze Aktion wäre jedoch insbesondere ohne die Hilfe durch meinen Schrauberkollegen definitiv nicht möglich gewesen. Auch die immer wieder tolle Motivation und tatkräftige Hilfe hier im Forum, sei es mit Tipps, Ratschlägen, verkauften oder geliehenen Teilen verdient immer wieder ein ganz dickes Danke und Daumen hoch. Ganz nebenbei hat man hier, mittlerweile nicht nur virtuell, einige nette neue Kontakte knüpfen können.

 

Wer jetzt glaubt nun ist erstmal Ruhe, dem sei gesagt: Es gibt immer was zu tun...Nacharbeiten, Instand halten, kontrollieren, verbessern. In diesem Sinne geht's nach einer knappen halben Saison, welche erwartungsgemäß hauptsächlich von Test- und Einstellarbeiten geprägt war, nun voller Vorfreude auf das nächste Jahr in die Saison-Nachbereitung. Damit wird's auch hier sicherlich immer wieder was zu lesen geben.

 

Und weil ein Blog-Eintrag ohne Fotos wie Currywurst ohne Pommes ist, gibt's hier noch ein paar Impressionen der letzten Ausfahrten...

 


Sun Sep 14 22:05:38 CEST 2014    |    SideWinder80    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Vergaser oder Versager?

 

Jetzt sind also zwei Monate ins Land gegangen seitdem der Woody wieder auf die Straße darf. Natürlich ist nicht gleich von Anfang an alles so wie es sein soll, wenn man sein Auto bis auf jede noch so kleine Schraube auseinander hatte. Daher sind die ein- oder anderen Nacharbeiten erforderlich gewesen bzw. sie sind es teils noch. ;) Das war ja auch zu erwarten.

 

Anfangen will ich mal mit dem Thema Vergaser, da dies bis dato sicherlich eines der Themen mit den größten Nachwehen war. Im Rahmen des Neuaufbaus hatte ich für den Motor ja einen neuen 34-PICT 3 Nachbau-Vergaser von BOCAR gekauft. Was bereits bei der Einstellung des Motors und später dann auch bei der AU auffiel war, dass der Vergaser recht schlecht auf die Einstellungen reagierte. Etwaige Einstellungen an der Leerlauf- und der CO-Schraube führten kaum merklich zu Änderungen.

 

Das alles wurde begleitet von ständigen Problemen mit dem Leerlauf - sprich er ging bei jeder passenden Gelegenheit im Stand aus. :rolleyes: Nachdem ich alle anderen Komponenten ausgeschlossen hatte (Zündkerzen, Kabel, Zündspule, neue kontaktloses Zündmodul etc.), blieb eigentlich nur noch der Vergaser übrig.

 

Nach reiflicher Überlegung entschloss ich mich dazu hier nochmal tätig zu werden und auf die Suche nach einem brauchbaren original Solex Vergaser zu gehen. Nicht zuletzt dank eines Hinweises hier aus dem Forum, bin ich so an Guido Wensing gekommen. Er bietet u. a. die Überholung von Vergasern, Kaufvergaser und Tuning-Vergaser an. Nach einem netten telefonischen Beratungsgespräch entschloss ich mich seiner Empfehlung zu einem 37er Vergaser zu folgen. Beim 37er handelt es sich um einen entsprechend modifizierten 34er original Solex-Vergaser, der natürlich neben der Bearbeitung vollständig überholt wurde. Die Lieferzeit sollte zwei bis drei Wochen dauern. In der Zwischenzeit sollte ich schon einmal die CSP-Tuning-Ansaugbrücke gegen eine Serienbrücke tauschen und den Anschlussflansch für den Vergaser konisch auf 37 mm aufweiten.

 

Gesagt getan. Zunächst habe ich also ein neue Ansaugbrücke besorgt. Diesmal gleich ein aufgearbeitetes Originalteil und keine Reproduktion. Vor der Montage noch "schnell" den Flansch konisch auf 37 mm geweitet und schon war das Teil montiert. Wobei "schon" relativ ist, das hat auch ein, zwei Stündchen gedauert. ;)

 

 

Ein weiteres Thema was ich ohnehin noch auf dem Zettel hatte war das Thema Auspuff. Bislang werkelte da ja ein Serienendtopf mit TDE Endrohren. Da es für die anstehenden Einstellungs- und Abstimmungsarbeiten des Vergasers notwendig gewesen wäre einen Anschluss für die Lambdasonde einzuschweißen, ich aber ohnehin noch tätig werden wollte, habe ich das im selben Zug gleich miterledigt. Bloß welchen Auspuff nehmen? Gelandet bin ich schließlich bei der Sportversion von Vintage Speed. Komplett aus Edelstahl bei weitgehender Einhaltung der Serienoptik - sieht man mal vom Rohrdurchmesser ab. Und auf beiden Seiten einen Zugang für den Anschluss einer Lambdasonde.

 

 

Im Nachgang war der Auspuff genau die richtige Entscheidung. Tolle Optik, schöner Sound und dabei keinesfalls zu laut oder aufdringlich. Er fügt sich quasi perfekt in das ganze Fahrzeugkonzept ein wie ich finde. Aber das ist am Ende natürlich auch ein stückweit Geschmacksache und das ist auch gut so. ;)

 

Nachdem nun mittlerweile drei Wochen vergangen waren, erwartete ich langsam aber sicher auch eine Meldung darüber das mein neuer Vergaser fertig ist und wir einen Termin zum Einbau und Bedüsung machen können. Doch noch tat sich nichts - außer das die Probleme mit dem BOCAR-Vergaser immer schlimmer wurden. An ein normales Fahren war mittlerweile nicht mehr zu denken. Was insofern problematisch war, als dass einige Pflichttermine anstanden: Wertgutachten, Nacharbeiten beim Lackierer etc.

 

Was also tun? In diesem Moment kam die ganz große Hilfe mal wieder hier aus dem Forum. Wirklich ganz großes Kino! :) Kurzfristig bekam ich völlig unkompliziert leihweise einen originalen 34er Solex-Vergaser angeboten. Zum einen um sicher prüfen zu können, dass die Probleme tatsächlich vorm Vergaser herrühren und zum anderen um den Rest meiner Saison zu retten - denn noch immer war ein Liefertermin für den bestellten Vergaser nicht klar.

 

Kaum war der Leihvergaser montiert, war klar das die Probleme tatsächlich vom Vergaser kommen. Der originale 34er Solex lief schon deutlich besser als sein BOCAR-Pendant zuvor. Neben dem Leerlauf der jetzt auch funktionierte, nahm er auch die Befehle vom Gaspedal deutlich besser an.

 

Parallel versuchte ich den Kontakt zu Guido Wensing wieder aufzunehmen um mal nach dem Stand der Dinge zu hören. Schließlich waren die avisierten 3 Wochen zwischenzeitlich schon verstrichen. Hier auf MT hatte er in einem Thread noch von gerade durchgeführten Umbauarbeiten in seiner Werkstatt berichtet und das es so leider zu etwas längeren Lieferzeiten kommt.

 

Nachdem der Kontakt dann wieder hergestellt war, ging es glücklicherweise weiter. Der Vergaser sollte kurzfristig fertig sein und wir vereinbarten einen Termin für den 27.08. vor Ort in Borken. Da soll der Vergaser gleich eingebaut und auf den Motor abgestimmt werden.

 

Früh morgens also auf nach Borken, um etwa 09:00 Uhr soll es losgehen. Von mir aus sind das knapp 90 km einfache Strecke, die in knapp einer Stunde und 20 Minuten bei gemütlicher Fahrt erledigt waren. So traf ich um kurz vor neun am Ziel ein. Ein Industriegebiet in Borken-Weseke. Nach kurzer Begrüßung, einem guten Kaffee und kurzer Begehung der Räumlichkeiten war auch klar was es mit den Bauarbeiten so auf sich hat. Neben dem Bau seines Wohnhauses wird gerade auch die ganze Werkstatt umgekrempelt. Daher gerade alles in geordnetem Chaos. Also tatsächlich entsprechende Umstände vor Ort und nicht, wie so oft schon, irgendeine vorgeschobene Ausrede weshalb es mal wieder länger dauert als angekündigt. Das kenne ich ja leider auch zur Genüge.

 

Und da lag er dann - der 37er. Optisch tadellos und vermutlich sauberer als Solex ihn selbst irgendwann mal ausgeliefert hatte. Jetzt sollte es also losgehen. Wir haben ihn zunächst erstmal so, wie Guido ihn vorbedüst hatte, montiert.

 

 

Anschließend sind wir vier "Runden" über die Landstraße, natürlich samt Lambda-Tool. Die Vollast-Werte waren schon gut, so um 0,85-0,91. Beim Wechsel von Teil- auf Vollast und beim beschleunigen nach dem Gangwechsel gab's noch ein kleines Einknicken in Richtung zu mager. Was auf der Anzeige des Lambda-Tools schön zu erkennen war. Das größte Problem sollte aber der Leerlauf darstellen - den hat er nämlich gar nicht gehalten. Aber das kannte ich ja schon. ;)

 

Das Abstimmen des Leerlaufs hat so auch einen Großteil der Arbeit ausgemacht. Dafür musste Guido noch einige Male die Leerlauf- sowie die Zusatzkraftstoffdüse wechseln und die Bohrung in der Drosselklappe anpassen.

 

Als er anschließend auch im Stand lief und einstellbar war, haben wir den Leerlauf wieder auf 900 U/Min eingestellt. Dabei hat er jetzt ein Lambda-Wert von 0,98-1,0. Anschließend sind wir zurück auf die "Teststrecke" gefahren. In allen Fahrzuständen zeigte das Lambda-Tool - mal abgesehen von kurzzeitigem abmagern beim raschen beschleunigen - Werte zwischen 0,83-0,90. So sollte es sein und auch der Lauf im Stand passte jetzt. Insgesamt hat die ganze Abstimmung knapp zwei Stunden in Anspruch genommen.

 

Und jetzt kommen wir natürlich zur wichtigsten Frage, wie fährt er sich denn nun? Er fährt sich deutlich schöner als mit dem 34er BOCAR (wenn der mal lief) - aber das hatte ich quasi erwartet. :D Allerdings läuft er auch tatsächlich nochmals merklich besser, als mit dem geliehenen 34er Solex. Er entwickelt aus allen Lebenslangen einen sauberen, kraftvollen Durchzug. Auch das zuvor beschriebene kurze Einknicken nach den Gangwechseln hat Guido mit seiner Abstimmung wirklich völlig verschwinden lassen. Ich bin noch immer gleichermaßen überrascht und angetan davon, wie schön der Motor mit einem ordentlich abgestimmten Vergaser laufen kann. So muss das sein. Ich hatte die Hoffnung darauf nach dem Theater mit dem 34er BOCAR ja schon fast aufgeben. :) Über den Verbrauch kann ich mich ebenfalls nicht beklagen, der lag bei der letzten Prüfung an der Tankstelle bei etwa 9 Litern auf 100 Kilometer, bei überwiegend Landstraße und Autobahnetappen.

 

Neben dem 37er Vergaser selbst war es aber sicherlich auch nicht die schlechteste Entscheidung ihn direkt von Guido einbauen und auf den Motor abstimmen zu lassen. Schließlich kennt er sein Produkt am besten. Mir selbst hätte einerseits das Lambda-Tool, vor allem jedoch auch die Erfahrung in der Thematik gefehlt. Somit habe ich mich bei Guido an der richtigen Adresse gefühlt.

 

Am Ende hat es zwar statt 3 knappe 8 Wochen gedauert bis der Vergaser fertig und eingebaut war. Abschließend kann ich aber feststellen, dass sich das Warten auf jeden Fall gelohnt hat und ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden bin.


Sun Jun 29 22:39:55 CEST 2014    |    SideWinder80    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Wenn Du willst das etwas gemacht wird - mach' es am besten selbst!

 

Es ist vollbracht, der Woody darf auch höchst offiziell wieder am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. TÜV-Prüfung bestanden, Änderungen eingetragen.:cool: Aber der Reihe nach.

 

Nachdem der Käfer zum prüfen, einstellen und TÜV-Abnahme weg gebracht war, stieg natürlich die Vorfreude schon mächtig. :) Wenn alles normal laufen würde, sollte er in einer Woche fertig sein. Eigentlich hätte mir ja da schon klar sein müssen, das es länger dauern würde - immerhin hatte es, bis auf den Motorenbauer, ja noch keiner geschafft seine eigenen Termine auch einzuhalten.

 

Ja und was soll ich sagen, als wenn ich es nicht schon geahnt hätte. Donnerstags vor dem angepeilten Termin nahm' ich dann mal den Hörer in die Hand um nach dem Status zu fragen - ich hatte bis dahin nichts gehört. Meine Vorahnung sollte sich bestätigen, man hatte noch gar nicht angefangen. Ein unerwarteter, krankheitsbedingter Ausfall. Nun gut, kann ja in der Tat vorkommen. Nur komisch, dass das irgendwie immer dann passiert wenn ich irgendwo Termine habe...Krankheitsausfälle, Einbrüche, Maschinenausfälle. Schon komisch diese Häufung und Telefon scheinen auch alle nicht zu besitzen, um bspw. mal von sich aus den zahlenden Kunden zu informieren. Natürlich ein Schelm der hinter solchen Dingen nur faule Ausreden vermutet...;)

 

Soweit so gut, jetzt sollte ich zu Beginn der Folgewoche näheres erfahren. Also wieder durchgeklingelt und...Ihr ahnt es schon - wieder nix. Aber für morgen, da steht er ganz fest auf der Liste. Ich war eh schon schlecht gelaunt, aber als dann am nächsten Tag wieder von plötzlichen Krankheitsausfällen die Rede war, man wieder nicht angefangen hatte und man sich nichtmal von sich aus gemeldet hatte, ist mir höflich aber in der Sache doch recht deutlich der Kragen geplatzt. Ich hab' ja für vieles Verständnis aber ich lasse mich nur ungern ver*****en. Insbesondere dann nicht wenn ich ausreichend vorher Termine abstimme und am Ende auch die zuvor besprochene Zeche zahle. Ist ja nicht so, als hätte ich meinen Nachbarn um Hilfe gebeten. Nein diese Firmen verdienen ihr Geld damit, da wird ja nichts aus Nächstenliebe gemacht.

 

Wir peilten jetzt also den Montag in anderthalb Wochen an. Und plötzlich ging es dann fix. Ende der Woche erhielt ich unverhofft den Anruf, dass man sich den Wagen jetzt angesehen hätte und ein paar Sachen aufgefallen sind. Hier und da waren falsche Schrauben (Festigkeit) verbaut, dort fehlte eine Kontermutter usw. - aber genau deshalb war er ja da. Also machen und gut. Hier dachte ich noch jetzt läufts.

 

Als ich dann gerade zum verlängerten Wochenende zum 24h-Rennen am Nürburgring aufbrechen wollte, klingelte wieder das Telefon. Es gab Probleme. Die Einstellarbeiten waren soweit erledigt, allerdings könne man keinen TÜV machen, da kein Gutachten für die Achse vorläge. Richtig, hatte ich ja auch so gesagt und vor Ort besprochen. Ich hatte ne Briefkopie und die Rechnung der Achse mitgegeben, auf der sie mit TÜV-Freigabe aufgeführt war. Man könne aber auch die Nummer nicht mehr erkennen. Gut zugegeben, wir haben die Achse gestrahlt und neu lackiert, aber mit nen bisschen gucken war sie schon noch erkennbar. Weitere Probleme würden die Mangels-Felgen machen, die nicht gleich wären. Dabei hatte ich die Nummern der zwei nachträglich besorgten 5,5er extra mit denen verglichen, die ich da schon hatte.

 

Ich beschloss also die Nummer da abzubrechen und den Wagen ohne TÜV und Wertgutachten wieder abzuholen. Als es dann soweit war, sind wir auf dem Rückweg direkt mit dem Käfer beim TÜV vorbei, um die Sache mal direkt und aus erster Hand zu klären. Siehe da, alles halb so wild bzw. gar kein Problem. Nur für die Achse sollte ich noch das passende Gutachten besorgen. Aber auch das sollte sich dank des tollen Einsatzes von Ludibug hier aus dem Forum, von dem ich die Achse auch erstanden hatte, im Endeffekt als unproblematisch darstellen. Hier nochmals vielen, vielen Dank dafür. :)

 

So ausgerüstet ging es dann zum Prüfungstermin - Ergebnis bestanden und die Eintragungen sind auch erledigt.:cool: Der Prüfer war, so möchte ich nicht ohne ein ganz klein bisschen Stolz anmerken, sogar recht angetan vom Woody und seinem jetzigen Zustand.

 

Klar sind noch einige Detailarbeiten zu erledigen. Aber alles Dinge die man nach und nach angehen kann. Wäre ja auch langweilig wenn's nicht noch die eine oder andere Kleinigkeit zu schrauben gäbe, oder? :)

 

Auf der Liste stehen noch so Sachen wie Details im Innenraum anpassen, das Thema Auspuff bedarf noch des ein oder anderen Gedanken und gerade überleg' ich den BOCAR-Vergaser noch gegen einen originalen Solex zu tauschen. An oberster Stelle steht jetzt aber erstmal die Erstellung eines Wertgutachtens für die Versicherung, sowie ein Termin beim Lackierer um die Spuren des Zusammenbaus und den ein oder anderen Läufer noch korrigieren zu lassen.

 

Aber eins nach dem anderen und wenn sich die Sonne zeigt, geht's auch erstmal auf die Straße. Das haben wir uns nach zwei Jahren und zwei Monaten ja auch mal verdient.

 

Also keine Sorge, ich werde euch also auch in Zukunft auf dem Laufenden halten mit meinen Erlebnissen rund um den Käfer. Und wer weiß, vielleicht sieht man sich ja auch auf dem ein oder anderen Treffen mal.


Sat May 31 00:37:25 CEST 2014    |    SideWinder80    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Fast geschafft.

 

So, wir für unseren Teil sind seit Donnerstag Nachmittag fertig. In einem Feiertags-Endpsurt haben wir den letzen Teppich verklebt, die Vordersitze wieder eingebaut und die Stoßdämpfer vorne eingestellt. Und natürlich haben wir noch so diversen Kleinkram erledigt.

 

Ich denke das Ergebnis kann sich jetzt schon sehen lassen - obwohl das finale Finish erst noch ansteht.

 

 

Am Freitag ging es dann auf nach Düsseldorf, hier kommt der Woody jetzt zum Käfer-Spezialisten. Neben der Feinabstimmung (Spur, Sturz, Grundeinstellung Motor etc.) wird da auch TÜV/AU und das Gutachten für die Versicherung gemacht. Daher ging es erstmal zum örtlichen Anhängerverleih um einen vernünftigen Auto-Hänger zu mieten. So ausgestattet war die Reise nach Düsseldorf kein Problem.

 

 

Ja und jetzt heißt es warten. Wenn alles klappt ist er Ende kommende Woche fertig und darf dann auch wieder auf eigener Achse bewegt werden. Ich bin ja schon sehr gespannt.

 

Das soll dann als kleiner Zwischenstatus erstmal reichen - alles weitere dann wenn er wieder zu Hause ist. ;)


Thu May 08 18:45:33 CEST 2014    |    SideWinder80    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Letzte Runde - Wer will nochmal, wer hat noch nicht? oder The Final Countdown

 

Es ist soweit, es gibt ein festes Ziel. Am 30.05. ist ein Termin in der Werkstatt gemacht - finaler Check und dann zum TÜV. Doch vorab, wie sieht es eigentlich aktuell aus?

 

In den vergangenen Wochen haben wir uns noch um die ein oder andere Detail-Arbeit gekümmert. Die zwei noch fehlenden 5,5er Mangels-Felgen sind inzwischen aufgetrieben, bereits pulverbeschichtet und seit vorgestern sind dann auch rundum 195/60er Reifen aufgezogen. Wenn das jetzt nicht passt - das kommende Wochenende wird es zeigen - fress' ich glatt nen Besen! ;)

 

 

Im weiteren Verlauf haben wir dann zunächst einmal die Türen ausgerichtet. Das war auch so ein Ding vor dem wir uns die ganze Zeit schon gedrückt hatten. Am Ende war es dann jedoch weit unproblematischer als angenommen. Ich hatte vorab hier ein bisschen im Forum gestöbert - wird ja irgendwer schon Mal gemacht haben die Einstellerei... ;) Ich wollte zwar erst gar nicht glauben das es so geht wie beschrieben, aber Tatsache es geht. Dichtungen, Anschlag usw. weg lassen - dann die Höhe der Tür an der Sicke hinten ausrichten. Jetzt Dichtung, Anschlag und Fangband rein - Zack, passt. Das war schon fast zu einfach...

 

Anschließend konnte auch die "Dampfsperre" in Form der Plastikfolie und die Türverkleidungen samt Anbauteilen wieder zurück an Ort und Stelle.

 

 

Nachdem die Türen versorgt waren, ging es im Innenraum weiter. Die noch fehlende Rosette für den Luftaustritt im Fersenbrett war zwischenzeitlich auch angekommen. Einmal dabei, habe ich auch gleich die Sicherheitsgurte und die Rückbank wieder eingebaut. Alles in allem ging das ganz flüssig von der Hand.

 

 

Einmal im Fluss nahm ich mich gleich noch den verbliebenen Elektrik-Problemen an. Die Hupe wollte noch nicht hupen und die Öltemperatur zickt auch irgendwie rum - dachte ich jedenfalls. Das mit der Öltemperatur ist so eine Sache. Ich habe mich bei der Art des Gebers für die Peilstab-Variante entschieden. Hier scheiden sich ja die Geister was wohl die richtigere, bessere, schönere Variante ist. Peilstabgeber, Ölbablass, Bohrung...

 

Nun, da der Motor bisher allenfalls ein paar Minuten und eine kleine Runde auf dem Hof gelaufen ist, sich die Temperaturanzeige dabei aber nicht bewegt hatte, konnte ich gar nicht mit Sicherheit sagen ob sie hätte was anzeigen müssen... Also erstmal einen Topf Wasser aufgesetzt und in das kochende Ergebnis, mit eingeschalteter Zündung natürlich, den Peilstabgeber gehalten. Siehe da - Elektrik-Problem Nummer eins - was also wohl gar keins war - gelöst. :D

 

So konnte es weitergehen. Ran an die Hupe - wie sollte es auch anders sein? Ein simples Masseproblem. Der seitliche Bügel am raid-Hupenknopf, der die Masse-Verbindung herstellt, hatte wohl nicht genug Kontakt. Schnell ein zusätzliches kleines Massekabel sauber mit der Nabe verbunden und MÖÖÖÖÖPPP :eek: ist das laut - Hupe geht. Da sich der Knopf zusammen mit der Nabe dreht besteht hier auch keine Gefahr der Kabelverdreherei.

 

Da nun also auch diese Themen vom Tisch waren, ging es nochmals außen weiter. Nach Vorbehandlung mit Wachs konnten die Trittbretter und die Stoßstangen - ja es sind neue ;) - wieder montiert werden.

 

Die Trittbretter hatte ich ganz zu Anfang schon mal neu gekauft, natürlich in der berühmten "Original-Qualität" von der ich schon Mal berichtete. Der schwarze Lack (oder was immer das sein mag) blätterte seinerzeit schon beim Auspacken ab...

 

Aber ich hatte sie vor jetzt gut drei Jahren dick mit MS Fett behandelt, ein Jahr gefahren und nun gut zwei Jahre einfach in einer feuchten Ecke der Halle liegen lassen - was soll ich sagen, kein Rost. :cool: Also kommen sie erstmal wieder dran und wenn sie irgendwann doch fällig werden, gibt's welche aus Edelstahl spendiert.

 

 

Bei den Stoßstangen habe ich mal zum "Mittelpreis-Segment" gegriffen. Im Großen und Ganzen konnte ich vier grobe Preisstufen ermitteln:

 

  • Stufe 1 ca. 50 Euro/Stk. - aber da steht schon schnell rostend in der Artikelbeschreibung :rolleyes:
  • Stufe 2 ca. 70 Euro/Stk. - ähem ja, äh im Prinzip wie Stufe 1 wie mir scheint...
  • Stufe 3 ca. 200 Euro/Stk. - Original-Qualität... :D
  • Stufe 4 ca. 450 Euro/Stk. - Edelstahl

 

Das Stufe 4 vermutlich die langlebigste Lösung sein würde, ist klar - aber nochmal knapp 1.000 Euro für zwei Stoßstangen ist auch schon ein Wort, wenn man gerade in den Endzügen einer Vollresto ist. Ich habe mal zur Stufe 3 gegriffen. Der Woody wird ein Schönwetter-Käfer, ausgiebige Pflege inklusive. Zusammen mit der Wachsbehandlung sollte das eigentlich gehen, oder? Ich werde es sehen (und vermutlich bereuen... ;) ).

 

Die Passgenauigkeit ist jedenfalls gut - keine Probleme. Und es sieht auf jeden Fall besser aus als die gammeligen, mit Dellen bepflasterten Originale. Die lege ich mal bei Seite, ich werde bei Gelegenheit mal sehen, was das wohl kostet die wieder schön machen zu lassen.

 

 

Was bleibt jetzt eigentlich noch zu tun? Die 5,5er Felgen müssen noch montiert werden. Außerdem noch drei Teppiche im Innenraum, inkl. Verkleidung der vorderen Boxen im Fußraum sowie Einbau der vorderen Sitze und der Einstiegsleisten. Ja und im Prinzip war es das dann...:eek:

 

Seit heute läuft, wie anfangs erwähnt, ja auch der Countdown. Wir müssen fertig werden. Am 30.05. geht's auf in eine professionelle Käfer-Werkstatt. Angefangen von der Feineinstellung des Fahrwerks (Spur/Sturz etc.) über Kontrolle der Bremsanlage und Grundeinstellung des Motors, bis hin zu einem prüfenden Gesamtblick auf unser Werk. Bevor es dann auch zum TÜV geht.

 

Die Spannung steigt also - die Straße rückt näher... :cool:


Mon Apr 07 01:05:12 CEST 2014    |    SideWinder80    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Also wenn man es dann schon schafft mal wieder regelmäßig zu schreiben, dann soll man das ja auch tun. :D Unter der Woche war ich mal kurz an der Halle um ein paar Teile abzuwerfen, die noch im Kofferraum lagen. Netterweise hatte mein Mitstreiter schon ein paar neue Schrauben besorgt, so dass jetzt auch der zweite Scheinwerfer sitzt. Ich wollt' ja gar nicht schrauben, aber das konnte ich einfach nicht lassen...:cool: (Und ja, auf dem Bild ist die Kofferraum-Haube nicht ganz geschlossen - bevor sich einer über die Spaltmaße wundert...;) )

 

 

Richtig weiter ging es dann eigentlich erst am Samstag. Da die Scheiben jetzt ja wieder drin sind und sich die Türen so einigermaßen schließen lassen - die Feinjustierung fehlt noch - war es Zeit für einen kleinen "Frühjahrsputz" im Innenraum. Anschließend wurde die neue Bodendämmung, so selbstklemmende Dämmmatten (natürlich kein Bitumen) verlegt. Dann ging es an den Kofferraum hinter der Rücksitzbank. Der originale Teppich, ich erinnerte mich beim auspacken aus dem blauen Sack wieder daran, hatte es hinter sich. Versifft, ausgerissen und total spröde - hilft nichts, das kann da nicht wieder hin. Da fiel mein Blick dann auf den Karton mit den Filz-Teppich- äh... Spezial-Käferhimmel-Filzfliesen ;).

Da waren ja noch nen paar über und das Zeug ließ sich gut verarbeiten. Kann man ja mal probieren.

 

Was soll ich sagen, als wenn's dafür gemacht worden wäre. Die originalen Teppiche für die Radhäuser waren noch zu retten, so dass es jetzt eine Kombi aus originalen Seitenteilen und den Teppichfliesen geworden ist. Das beste an der Sache aber ist, selbst die Farbe passt.

 

 

Irgendwie lief es dann gerade - gibt ja manchmal so Tage. Wenn auch zu selten. :p Daher habe ich mich dann noch an den Umbau der Fersenbretter begeben. Wieso Umbau? Irgendwo müssen die Lautsprecher ja hin. Der eine Serien-Lautsprecher saß ja ursprünglich mal im Armaturenbrett links neben dem Tacho. Nur sitzen da ja jetzt die Zusatzinstrumente und sind wir mal ehrlich nen ganz klein bisschen mehr darf's dann schon sein.

 

Das ist aber fast leichter gesagt als getan. Als erstes muss man mal Lautsprecher finden, die auch optisch zumindest einigermaßen in so ein Auto passen. Wenn sie schon sichtbar sind - das ist ja für den ein oder andere Puristen schon Stilbruch, dann sollten sie einigermaßen dezent sein. Also schlicht schwarz, mit schwarzem Gitter und so wenig "BlingBling" wie möglich. Das wiederum scheint gerade irgendwie out zu sein. Der Besuch der örtlichen Geiz- und Blöd-Märkte offenbarte zwei Dinge:

 

1. Car-Hifi scheint mir derzeit insgesamt out zu sein - Machten die Abteilungen vor ca. 13/14 Jahren noch die Hälfte der Audio-Abteilung in den Märkten aus, sind's heute gerade mal zwei oder höchstens drei Regalmeter.

 

2. Das was von Car-Hifi übrig geblieben ist, scheint seiner Zeit dann auch voraus. Designmässig offenbar schon auf Raumschiffe oder ähnliches ausgerichtet. Rote Membrane, Chromfoppel-Hochtöner, blaue LED-Beleuchtung - Junge, junge...na ja, wem's gefällt. Ich bin da ja tolerant, aber eben nicht das was ich für den Käfer suchte.

 

Irgendwann abends kam dann mal ne Nachricht vom Kollegen - da gab's was. Schwarze Membrane, 2 Wege Koaxial-Lautsprecher mit schwarzem Gitter und 13 cm Durchmesser - Crunch DSX52. Also mal bestellt und ich muss sagen, dass ich das durchaus so akzeptieren kann. Klanglich kann ich dazu noch nichts sagen, gehört habe ich sie noch nicht. Aber alles ist besser als der 42 Jahre alte Lautsprecher aus dem Armaturenbrett und ein High-Definition Car-Audio-System soll's ja eh nicht werden - die Zeiten sind vorbei. ;) Die meiste Zeit werde ich wohl dem Motor lauschen. Also wird das so schon passen.

 

Wo jetzt nur hin mit den Dingern? Für vorne hab' ich schon länger so Kunststoff-Verkleidungen die rechts und links im Fußraum an die Seitenwand hinter den Teppich kommen - aber ich glaub das wird ein eigener Artikel. ;) Die Passgenauigkeit ist, ach' lassen wir das erstmal...

 

Hinten ist das da schon etwas einfacher. Da ich nicht in die Hutablage sägen wollte, blieben ja fast nur noch die Fersenbretter unter der Rückbank. Also Maß genommen und die Lautsprecher eingesetzt, da ich gerade noch etwas Filz zur Hand hatte, gleich auch optisch noch etwas aufgewertet. Einzig für eine Seite brauch' ich noch diesen Plastik-Kragen für den Luftaustritt - der fehlte auf der einen Seite schon immer...mal gucken wo man sowas auftreiben kann. Aber sonst finde ich das Ergebnis ganz akzeptabel.

 

 

Und weil's wie gesagt gerade lief, danach noch ein paar Detailarbeiten erledigt: Sonnenblenden, Innenspiegel, Kleinkram hier und da...

 

 

Am Sonntag war dann da ja noch die Sache mit den Drehstäben. Also haben wir da nochmal alles auseinander genommen. Dank des digitalen Winkelmessers und der jetzigen Kenntnis über den Serienwinkel erstmal die Grundeinstellung der Drehstabschwerter eingemessen. Von da aus ging's dann über die Zählmethode innen 4 Zähne runter und außen 5 rauf.

 

Das Ergebnis hat zwei Seiten. Einerseits hat er jetzt ne schöne Höhe, so hatte ich mir das vorgestellt. Nicht zu tief. Aber da wo Licht ist, ist ja bekanntlich immer auch Schatten. Die Hinterräder (7x15 ET16 205/60) passen auch jetzt nicht unter die Kotflügel. Das wird so nix und tiefer will ich eigentlich nicht.

 

 

Also bleibt jetzt nur sich auf die Suche nach mindestens 2 anderen Felgen zu machen. Die 5,5x15 ET25 195/60 werden wohl nach hinten kommen - die passen da nämlich quasi perfekt rein. Nur was mach' ich dann vorne? Vielleicht 4,5x15 ET34 mit 175/65 oder 185/60 - mal gucken ob man das so machen kann und dann auch eingetragen kriegt... Nun ja, ich werde berichten wie es ausgeht. ;)


Tue Apr 01 23:05:50 CEST 2014    |    SideWinder80    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 1300, Käfer, VW

Da der Resturlaub aus dem Vorjahr nun dann aufgebraucht ist, geht's jetzt im normalen Trott weiter. Also beschränkt sich die Schrauberei wieder auf die Sonntage und vielleicht den ein oder anderen Samstag. Wobei es mittlerweile ja schon ganz schön in den Fingern juckt - ganz klar: Ich will jetzt fertig werden und endlich fahren. :cool::D

 

Allerdings will man jetzt manchmal auch einfach zu viel - dann wird's meistens nix mit dem Erreichen des Tagesziels. Ganz im Gegenteil, manchmal fängt man so beim nächsten Mal auch wieder ein paar Schritte vorher wieder an - aber wem erzähl ich das, Ihr kennt das sicher. ;)

 

Also eins vorne weg: Mein heimliches Ziel, den 1. Mai und damit das Maikäfertreffen habe ich schon abgehakt - auch wenn's schwer fällt.:(

 

Das kommt dieses Jahr vermutlich so 4-8 Wochen (also Sonntage ;) ) zu früh. Unsere ToDo-Liste wird zwar stetig kürzer, aber das ist de facto nicht zu machen. Selbst wenn er fertig würde, er muss dann auch noch über den TÜV. Ich bin da mittlerweile auch so weit, ihn vorher zu einem der örtlichen Käfer-Spezies zu geben.

Es kann vermutlich nicht schaden, wenn da auch noch mal jemand Drittes mit mehr Käfer-Erfahrung über unser Tun schaut, alle Einstellungen kontrolliert und bei Bedarf auch korrigiert. Nun ja und dann muss die erste Tour vielleicht auch nicht gerade eine 500 km Etappe (hin und zurück) werden...

 

So, nun aber wieder zu dem was sich an den letzten beiden Sonntagen getan hat. In der letzen Woche haben wir uns dem Einsetzen der Scheiben gewidmet. Das hatten wir zwar schon am Ende unserer Resturlaub-Woche probiert, aber da wären wir dann wieder bei dem zu viel wollen. ;)

 

Nachdem auch die Rahmen der Seitenfenster vom Beschichter zurück sind, also zuerst einmal die Drehfenster wieder zusammengebaut.

 

 

Anschließend haben wir dann die Türen wieder komplettiert.

 

Und ja, was soll ich sagen? Dabei bin ich mal wieder über die Top-Qualität einiger Zubehörteile gestolpert, diesmal in Form der Schachtleisten und Zierblenden für die Scheiben in den Türen. Man was ist das eigentlich ein bescheidener Mist den man da für teuer Geld geliefert bekommt? Wenn's wenigstens so billig wäre wie die Verarbeitung...dann würd's ja passen - aber nein, der Schrott kostet auch noch richtig Asche. Zu allem Überfluss dann oft auch noch mit Top-, Original- oder Deutscher-Qualität beschrieben.

Ihr ahnt wo das endet? Richtig, zumindest hier und da sind nun die Altteile wieder an Ort und Stelle. So manch 40 Jahre altes Teil ist, trotz oberflächlichem Gammel, besser als ein Neuteil in beworbener "Top-Qualität". ;) Dummerweise stammen einige dieser Teile noch aus der Anfangszeit und den damaligen Großbestellungen. Die liegen nun teils zwei Jahre zurück. Da ist also nix mehr mit umtauschen, verbuchen wir das also unter Lehrgeld. Einige Teile wandern sicher irgendwann in die Bucht, äh ja und ein gewisser Teil...ähm ja also, räusper ist nach einem dezenten Wutanfall - jetzt gänzlich unbrauchbar :D - in der Schrott-Tonne gelandet und wird der ordnungsgemäßen Wiederverwertung zugeführt. :p:D

 

Erstaunlicherweise lief aber das Zusammensetzen der Drehfenster und der Türen deutlich besser als erwartet. Die Türen müssen jetzt nur nochmal feinjustiert werden - da graut's mir ehrlich gesagt noch ein bisschen vor.

 

Dann ging's mit den hinteren Seitenscheiben weiter. Dichtung drauf, Kordel in die Dichtlippe, Silikon-Spray drauf, einer drückt einer zieht - *fump* sitzt. Jetzt noch schnell den Chrom-Keder (Kunststoff) im Wasserbad erwärmt und eingezogen. Das geht ja einfach - ok, die Grundtechnik hatten wir ja auch vom Mini Cooper schon drauf. :cool:

 

Jetzt die Heckscheibe. Und da hatten wir beim letzen Mal aufgegeben und eingepackt, Stichwort "zu viel wollen". Denn kaum war sie drin, machte es auch schon irgendwo *flop* und sie war wieder draußen. Diesmal hatten wir aber Verstärkung, so dass die Scheibe außen von zwei Mann in Position gehalten wurde und einer innen ziehen konnte. Somit hatte sie letztlich keine Chance. :D Jetzt hat's dann auch im ersten Anlauf des Tages hingehauen. Wie gesagt, manchmal muss man einfach aufhören wenn's nicht klappt. Mit neuem Elan klappt's dann meist besser. Die Frontscheibe war danach quasi nur noch Pflichtprogramm. Hier ist das Ergebnis:

 

 

Damit sind wir auch bei den Arbeiten des aktuell vergangenen Wochenendes angekommen. Eigentlich wollten wir als nächstes das Thema "Die Geheimnisse der hinteren Drehstäbe" nochmal in Angriff nehmen. Aber bei den Vorbereitungen zum Anbringen der vorderen Kotflügel war mir in der Vorwoche, mit Schrecken, aufgefallen das die Gummibälge der Traghebelgelenke an der Vorderachse porös sind. :eek:

Und ja - die waren neu gekommen. :mad: Immerhin, sie haben ganze 6 oder 7 Monate gehalten...und das ohne bewegt zu werden.:rolleyes: Was soll's hilft ja nichts, über die Qualität diverser Teile habe ich mich ja nun genug aufgeregt. Zum Glück gibt's die Dinger einzeln, sonst wäre der nächste Wutanfall mit Sicherheit vorprogrammiert gewesen.

 

Also Stoßdämpfer wieder ab, Achsschenkel raus, Sturzexzenter runter, flux die Gummibälge gewechselt und alles wieder zusammengeschraubt. Aufwand --> insgesamt ca. anderthalb Stunden, Kosten --> 16 Euro - jetzt hoffen wir mal das sie länger halten. :o

 

Da wir damit am Vorderwagen so gut wie fertig waren, schnell die Kotflügel mit MS Fett vorbehandelt und montiert. Dann noch die Beleuchtung wieder eingesetzt und getestet - läuft alles. Zum Tages-Finale dann noch die vorderen Radkästen komplett mit wachsbasiertem U-Schutz ausgesprüht. Soweit sieht das schon ganz gut aus, für den rechten Scheinwerfer brauchen wir noch ne neu Befestigungsschraube aber sonst...langsam wird das Gesamtbild wieder sichtbar.

 

 

Zeit mal grob aufzulisten, was noch auf der ToDo-Liste steht:

 

- Innenraum wieder einbauen, inkl. Teppich, Lautsprechern etc.

- Drehstäbe nochmal neu einstellen

- Trittbretter montieren

- kleinere Elektrikprobleme prüfen, Hupe funktioniert noch nicht, Öl-Temperaturmessung hat Aussetzer etc.

- Räder wechseln, mindestens vermutlich Reifen auf 195/60 15

- Türen und Hauben feinjustieren

 

Einen Satz neuer Stoßstangen wird's wohl auch noch geben. Auf den Bilder sieht's besser aus als in natura, die sind doch nicht mehr ganz so dolle. Mal sehen wo es adäquaten Ersatz zu halbwegs fairen Konditionen gibt. Und noch so diverser Kleinkram, wie alle Einstellungen nochmal prüfen etc.

 

Wir kalkulieren derzeit so mit ca. 5 Sonntagen bis er wohl soweit ist, dass wir ihn mal zur Begutachtung geben können. Danach geht's dann nochmal zu Lackierer, zwecks Beseitigung kleinerer Macken und Lackfehler. Abschließend gehts dann zur Oldtimer-Bewertung (nicht H-Gutachten) zwecks Vollkasko-Versicherung. Aber bis dahin gibt's sicher noch den ein oder anderen Artikel hier.

 

Das soll's dann erstmal gewesen sein. :)