02.11.2008 08:23    |    ScaniaChris ScaniaChris    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: , , , , , , ,

Wie denkt ihr über eine selbsttragende Bauweise beim LKW?

UmformteileUmformteile

Still und heimlich wurden mit der IAA komplexe Umformteile im Rahmen bei Scania eingeführt. Bisweilen haben alle Hersteller auf einfache Formen, wie T-, U-, Rohr- und H-Teile gesetzt. Maximal war die Anbindung aus einem Formteil, welche über diese Einfachheit hinaus geht.

 

Sind das jetzt die ersten Anzeichen für einen Wandel, von der Leiterrahmenbauweise hin zur selbsttragenden Bauweise, wie sie heute bei PKW's umgesetzt wird? Die Belastungen statisch und dynamisch sind bei Nutzfahrzeugen erheblich größer, als bei PKW's.

 

Wie denkt ihr darüber? Seht ihr darin eher ein Chance oder denkt ihr, es wird schlechter? Wie würde so ein Fahrzeug in selbsttragender Bauweise aussehen? Wird sich dadurch das Gewicht senken? Bleibt die Stabilität erhalten? Welche Befürchtungen begleiten Euch?


Kommentare: 18

02.11.2008 09:45    |    oflow oflow

Nunja, das Rahmenchassis muss auch gewissen Anforderungen an die Flexibilität erfüllen. PKW-Karosserien werden auf Steifigkeit konstruiert, NFZ-Rahmen nicht.


02.11.2008 10:36    |    ziegenhans ziegenhans

bei schwerer Belastung im Gelände könnte es durch die flexilibität eng werden durch Tonnen schwerer belastung Beispiel schüttgut bereich. Denn da härtsch andere Gesetze als wie auf der straße.


02.11.2008 11:08    |    Zoker Zoker

Selbsttragende Karrosserien wird es beim LKW nicht geben. Der Leiterrahmen wird blieben, nur werden zum Zweck der Steifigkeit und der Gewichtsersparniss die Quertraversen in anderen Formen gebaut.

 

Der Leiterrahmen ist einfach perfekt, es gibt so viele verschieden Aufbauten die auf das gleiche Chassi kommen, das lässt sich mit einem selbsttragenden Rahmen nicht realisieren. Das ganze würde die Massenproduktion doch stark einschränken.


02.11.2008 13:38    |    Reachstacker Reachstacker

Naja, so gesehen sind alle U, H, T usw Profile "Umformprofile".

Die hier gezeigten Umformprofile sind ja immer noch U-Profile nur das man anscheinend zwecks besser Produktivität die Enden im Formverfahren geändert hat.

Sieht auch so aus als ob mein dabei den Stresspunkt ausgedehnt hat.

Soll heissen: kleinere Punktbelastung an der Verbindung zum Hauptrahmen bei gleicher oder besserer Flexibilität (Verwindung)

 

Auf lange Sicht wird es wohl beim Leiterrahmen bleiben.

Ausnahme: Tatra mit Zentralrohrrahmen.

 

Selbst bei kleineren NFZ (ausser Bussen, Kässbohrer SETRA z.B.) hat sich selbstragend nicht durchgesetzt.

Beispiel: Dodge Van, nachdem sie es von Rahmen auf selbstragend umgebaut hatten sank ihr Marktantail von 30% auf weniger als 5%

 

Die Hersteller können experimentieren soviel sie wollen, produzieren sie am Kunden vorbei wirds böse ausgehen....

 

Gruss, Pete


02.11.2008 13:42    |    ScaniaChris ScaniaChris

Für mich sieht das eher nach geschlossen Teilen aus und nicht nach U's.

 

Der neue Querträger soll Gewicht einsparen. Im oberen Bild wird die Rahmenmontage des Sattelplatte dadurch ermöglicht. Andere brauchen dafür immer noch eine Montageplatte.

 

Was die Verwindbarkeit des Rahmens anbelangt, ist man da wohl geteilter Meinung. Manche mögen die eher weichen Rahmen á la Mercedes, MAN und IVECO, da dadurch die mangelnde Anpassungsfähigkeit der Achsen ausgeglichen wird. Andere mögen lieber den eher steiferen Rahmen von Scania und setzen auf die Achslastverteilung im Boogie und anderen Finessen, die da eingebaut sind.


02.11.2008 13:51    |    Hell_Master Hell_Master

Im Zuge der Globalisierung und der teueren Spritpreise

sehe ich eine Chance für diese kOnstruktion....

lass den LKW 10 tausend mehr kosten

aber wenn die Firma entdeckt dass dadurch 100 000 gespart werden kann indem der LKW leichter geworden ist, bei ähnlicher belastung

dann werden viele Firmen da zugreifen!

 

sobald sich dann sowas rumgesprochen hat, dann ist dies auch der neue Standart geworden!

 

Klar kann man in der Leiterrahmen Bauweise vieles Draufpacken...

aber im endeffekt entscheidet nicht mehr die Nützlichkeit sondern die ersparniss!

 

gutes beispiel dafür ist der PKW

früher konnte man im motorraum mit dem motor kuscheln.. heute passt keine hand dazwischen!

auch wenn das andere nützlicher war.


02.11.2008 13:56    |    Zoker Zoker

Das Problem ist doch eher das bei der Selbsttragenden Bauweise auch der Aufbau in die Konsturkition mit einbezogen werden muss. Und da liegt das Problem, die Flexibilität die der Leiterrahmen hat wäre mit einer selbsttragenden Bauweise nicht mehr gegeben.


02.11.2008 14:06    |    ScaniaChris ScaniaChris

Bei manchen Fahrzeugen setzt man heute schon auf die selbsttragende Bauweise des Aufbaus und reduziert den Leiterrahmen auf das absolute Miniumum, so beispielsweise bei KOM's oder Kofferfahrzeugen.


04.11.2008 18:40    |    ongelbaegger ongelbaegger

In manchen Bereichen könnte ich mir in Zukunft auch Verbundwerkstoffe vorstellen, die mit herkömmlichen Bauteilen kombiniert werden. Man führe sich die Entwicklung der Rohstoffpreise vor Augen. Diese ist noch lange nicht am Ende, oder wird da nie ankommen. Ich denke, daß wir uns in ein paar Jahren noch umsehen werden, was da alles passieren wird.

 

Ich selbst favorisiere aber keine Bauweise. Ich muß mit Allem arbeiten können, auch in Zukunft.


04.11.2008 22:29    |    Matze1390 Matze1390

was könnte man an einem ganz normalen tautliner als bsp, aus plastik machen ??? die hecktüren vlt ...., den hauptrahmen verkürzen bis zur hälfte vom trailer bzw vor den achsen '??, edschas komplett aus plaste


05.11.2008 00:07    |    Reachstacker Reachstacker

(Zitat ScaniaChris:)

Der neue Querträger soll Gewicht einsparen. Im oberen Bild wird die Rahmenmontage des Sattelplatte dadurch ermöglicht. Andere brauchen dafür immer noch eine Montageplatte.

(Ende Zitat.)

 

Guckt man sich das Bild genau an sieht man das die Sattelkupplung auch hier mittels einer Platte auf den Rahmen montiert ist.

Man kann das genietete Stück (in blau) direkt über dem oberen Ende des Armes für die Federung sehen.

 

Alle geschlossenen Kastenauflieger in den USA sind eh Rahmenlos schon seit Jahrzehnten und benützen das "stressed skin" System.

Auch die Rahmen der Aufleger für den Containertransport sind auf das absolute Minimum reduziert.

Sattelschlepper (SZM) und Kipper kann ich mir Rahmenlos nicht ganz vorstellen.

 

Selbstragend spart auch nicht immer soviel Gewicht, dazu kommt ja auch noch Langlebigkeit und Wiederverwendungswert.

 

Ich denke doch das es sich bei dem oben gezeigten Beispiel um Produktionsvereinfachungen handelt die Nebenbei vielleicht auch etwas Gewicht sparen.

Hauptsächlich spart es aber Zeit (und Geld) in der Produktion.

 

Gruss, Pete


05.11.2008 03:52    |    ScaniaChris ScaniaChris

;) Mit Platte habe ich die Montageplatte gemeint, nicht die Sattelplatte.

 

Es handelt sich hierbei um die JSK 42 K7 (SCANIA). Die findest Du hier: http://www.jost-world.com/.../...rodukt-katalog-truck-und-trailer.html Dort kannst Du Dir auch die Explosionszeichnung ansehen.


05.11.2008 04:02    |    Reachstacker Reachstacker

Ah... Jetzt kapier ich das besser :)

Das spart dann schon wieder ein paar Kilo.

 

Wieso ist der Handgriff bei Deutschen Sattelkupplungen auf der falschen Seite?

Der zum öffnen/schliessen, da muss man ja ganz ums Auto rumlaufen?

Gibts die auch mit Druckluftbetätigung?

 

Gruss, Pete


05.11.2008 04:07    |    ScaniaChris ScaniaChris

Georg Fischer Verkehrstechnik hat die Recohitch(R)

 

Die Jost solltest Du mit dem KKS bekommen.

 

Warum bist Du so scharf auf die Druckluftbetätigung?


09.11.2008 14:49    |    Reachstacker Reachstacker

Reine Geschwindigkeitssache, bei uns gibt es viel pick & drop.

 

Habe da grade was gelesen von MAN die benützen jetzt auch so ein Formteil zur Führung der Hinterachse anstatt von Massivstreben.

Leider kann ich im Moment das Bild nicht finden.

Es sieht aus wie ein H mit krummen Enden :)

Da ist auch ein Vergleichstest in Lastauto & Omnibus im Augustheft, zwischen: Iveco, MAN, Mercedes und Scania, der Benz ist da 800 Kilo schwerer wie der MAN, Iveco und Scania liegen dazwischen, aber auch einiges leichter ( etwa 600 kilo) wie der Benz....

 

Hier das Link zum MAN: MAN Teil Seite 18

 

Hier der Vergleich auf Seite 12: Test x Vier

 

Gruss, Pete


09.11.2008 18:12    |    ScaniaChris ScaniaChris

Pete,

 

meinst Du den X-Lenker? Stammen tut der von ZF. Querträger kann ich in den Quellen weder als Bilder noch als Text erkennen.

 

Viel interessanter bei dem Vergleichstest finde ich die Motorauslegung und das Ergebnis.

 

Denkst Du da an Verteilerverkehre? Ich versuche immer ohne Gewalt Kupplungen zu öffnen, dabei ist es egal ob eine Sattelkupplung oder eine Anhängekupplung. Das geht auch. Von brachialer Gewalt, wie sie durch die Öffnungssysteme ausgeübt wird, halte ich nicht wirklich viel. Vielleicht erleben wir ja mal ein integriertes System, welches nicht nur die Kupplung öffnet, sondern vorher durch Veränderung der Einstellungen für Leichtgängigkeit sorgt?!?

 

Allzeit Gute Fahrt!

:-) ScaniaChris


09.11.2008 19:30    |    Reachstacker Reachstacker

Ja, Verteilerverkehr.

Nein nicht wegen Gewalt :D Nur wegen Zeit sparen.

Ich mach das ja so das wenn ich den Auflieger absetzen will setz ich die Aufliegerbremse und stoss kurz zurück dann öffnet das Sattelschloss sehr einfach und leicht :)

 

Wahrscheinlich meinte ich schon den X-Lenker, ich krieg doch manchmal Teile verwurschtelt/durcheinander mit meinem Altdeutsch :D

 

Ja der Motorenvergleich war auch interessant!

 

Gruss, Pete :)


09.11.2008 20:07    |    ScaniaChris ScaniaChris

Anbei ein Bild des X-Lenkers.



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