01.05.2013 15:07
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Rockport1911
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Kommentare (37)
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3 (6N & 6N2),
Polo,
VW
Grüßt euch,
heute gibts hier mal wieder einen Neuzugang zu bestaunen. (Scheut euch nicht die Bilder großzuklicken)
Der "alte" silberne Golf hielt sich die letzten neun Monate eigentlich ganz gut. Der Motor und das teure Soundsystem konnten zwar bis zuletzt nicht überzeugen aber sonst gabs keine Ausfälle. Allerdings hörte sich der Turbolader am letzen Tag schrecklich an (vermutlich Lagerschaden) , aber darum soll sich ein Anderer kümmern.
Der Nachfolger ist ein neuer Golf VII Comfortline 1.6 TDI BMT 105 PS 5-Gang.
Das "Deep-Black-Perleffekt" verschluckt zwar viele Details und Konturen aber mir gefällt die neue Außenansicht sehr, auch wenn Ich anfangs befürchtete mir würde die niedrige Front nicht zusagen.
Die optinalen Xenon-Scheinwerfer sowie die Nebelscheinwerfer werten die Front extrem auf. Anders als bei der letzten Generation sind Nebelscheinwerfer erst ab Highline Serie.
Auch die eckigen Rückleuchten könen sich sehen lassen. Aus diesem Blickwinkel sind jedoch die massiven "Ränder" um die Radkästen zu sehen, die werden seit Jahren größer.
Ein weiteres äußeres Merkmal der siebten Generation ist der speziell geformte Tankdeckel.
Schon den neuen VW-Schlüssel gesehen? Fühlt sich irgendwie billiger an als der Alte.....
Nun aber rein in die gute Stube:
Dieser Golf kommt in der Comfortline-Austattung, innen alls schwarz auf schwarz.
An der Türverkleidung sind die Schalter der Fensterheber auf die ebene Fläche hinter den Türgriffen gewandert. Die schräge Anordnung im Sechser war besser. Die Aluoptik der Dekorleisten machen im gesamten Cockpit einen hochwertigen Eindruck und sollten wesentlich beständiger sein als die Klavierlackoptik der Highline-Austattung.
Leider schlecht auf den Bildern zu erkennen: Der optionale 14-Wege ergoActive-Sitz ist zwar super bequem, hat aber an der vorderen linken Ecke einen Hebel auf den man beim Einsteigen öfters unbeabsichtigt tritt. Die Massagefunktion ist auch nett.
Das Cockpit kann sich echt sehen lassen, besonders die leicht zum Fahrer geneigte Mittelkonsole fällt auf. Auch die geschwungene Klappe als Übergang zur Schaltkulisse sieht sehr fließend aus.
Einziger Kritikpunkt ist das Mutifunktions-Lederlenkrad, zum Einen wäre da der Klavierlack der sehr Kratzempfindlich ist. Der findet sich bei dieser Innenausstattung nirgendwo anders im Auto. Zum Anderen wäre das diese Schalterflut, die entstanden ist weil die Schalter auf den Enden der Blinker- und Wischerhebel auch aufs Lenkrad gewandert sind. Das sind über 20 Stück !
Hier ist das Radio "Composition Media" verbaut, dessen Bedienung gewohnt gut ist. Die extra Tasten unter dem Display sind entfallen, somit muss man jetzt öfter den Touchscreen berühren. Der Screen hellt sich automatisch auf wenn man mit der Hand in die Nähe kommt, sehr nett. Der Sound ist gut, zwar kommen die Bässe etwas zu kurz aber es klingt sehr klar. Nichts rappelt.
Der AUX-und USB-Anschluss befindet sich im Ablagefach unter dem Klimabedienteil. Schön das VW diese Anschlüsse direkt herausgeführt hat und man nicht noch extra Adapterkabel kaufen muss wie früher.
Die Rückfahrkamera sendet zwar nicht das beste Bild, ist aber sehr hilfreich. Irgendwie könnte der Bildschirm größer sein....
Ab in die Zweite Reihe. Im Gegensatz zur harten Rücksitzbank im 6er ist das hier fast schon ein Sofa, da fährt man gerne hinten mit.
Die Becherhalter sind in die Mittelarmlehne gewandert, mal schauen ob die Falten im Sitz noch verschwinden.
Ein großer Kritikpunkt am Design ist das kleine Fenster der A-Säule. Keine Ahnung wer sich das ausgedacht hat und welcher Controller das durchgewunken hat. Für bessere Sicht sorgt diese Schießscharte jedenfalls nicht, auserdem sorgt das für einen seltsam geformten Türrahmen.
Blick in den Kofferraum, sofort fällt der hohe Ladeboden auf.
Clevere Unterbringung des Warndreiecks.
Dieser Golf kommt mit einem echten Reserverad, kostet zwar extra aber wir wissen ja das der Reifengummi im Ernstfall nie funktioniert.
Nun zum Motor, hier ist 1,6er TDI verbaut den Ich auch schon in diversen anderen Autos fahren durfte. Im silbernen 6er Golf fiel mir das große Turboloch immer negativ auf, erst ab 1700 Umdrehungen und dann auch nur bei Vollgas gings akzeptabel vorwärts. Wer sich erinnern kann weiß das Ich in dem alten Motorraum den stets präsenten Rotstift bemängelt habe.
Beim Neuen siehts hier viel besser aus.
Hübsche Motorabdeckung, reißen wir das Teil mal runter
Am Grundmotor scheint sich optisch nicht viel geändert haben. Am deutlichsten werden die Änderungen am Turbo und dem neuen integrierten Ladeluftkühler. Hier sorgt ein extra Wasserkreislauf und ein recht teurer Kühler direkt im Ansaugrohr für die Kühlung.
Nein ernsthaft das Teil macht viel mehr her als die billigen Plastikkühler der einfachen TSI´s.
Der Ausgleichsbehälter ist recht flach, der Dieselfilter umso größer. VW hat den Einsatz der Gummiknubbel stark eingeschränkt, im alten Golf waren die überall im Motorraum. Trotzdem befindet sich an der Klimaleitung ein scheinbar nutzloser Plastikring.
Diese "Konstruktion" wurde 1zu1 aus dem 6er übernommen. Die Knubbelsammlung die eine Druckleitung zum Ansaugbereich hält, war wohl jemandem stark ans Herz gewachsen
Hübsch verkleideter Wischwasserschlauch.
So jetzt aber los, am Zündschloss fällt auf das die Startposition nur kurz angeklickt werden muss. Der Anlasser wird automatisch solange betätigt bis das Maschinchen läuft.
Die größten zwei Veränderungen zum alten Modell bestehen darin das die elektrische Handbremse und das Start-Stop-System serienmäßig sind.
Die elektrische Handbremse und Auto-Hold Funktion brauchen etwas Gewöhnung. Mir als Altwagenfahrer fehlt hier die Rückmeldung, es dauert meist zu lange bis die Bremse angezogen ist und man kann nur an einer kleinen LED (und im Tacho) erkennen ob sie aktiv ist.
Das Start-Stopp-System funktiniert tatsächlich ganz gut. Trotzdem werde Ich es in Zukunft ausschalten, der Verschleiß ist mir einfach zu hoch, auch wenns nur ein Leasingauto ist. Beim Anlassen geht immer ein Ruck durchs Auto.
Das 5-Gang Getriebe schaltet sich etwas hakelig, erfahrungsgemäß legt sich das ber nach ein paar tausend Kilometern noch. Bei 100 dreht der Motor etwa 1800U/min.
Wo wir schon beim Motor sind: Das Turboloch ist immer noch sehr präsent, immerhin ist es nicht mehr so groß und penetrant. Auch setzt der Druck etwas dezenter ein, nicht mehr so brachial wie im alten Modell.
Hier sieht man das Start-Stopp-System in Aktion. Die Öltemperatur ist recht hoch da Ich gerade von einer Bundesstraße komme.
Ansonsten ist und bleibt es ein Golf vor allem im Bereich Fahrwerk, die billige Hinterachse merkt man im langsamen Betrieb gar nicht.
So Ich hoffe ihr könnt euch ein gutes Bild vom neuen Golf machen. Ich bin recht zufrieden mit der neusten Generation vor allem was die Qualitätsanmutung angeht. Oben ist zwar viel negative Kritik geschrieben aber so bin Ich nunmal.
Was kostet der Spaß?
So wie er oben zu sehen ist sinds knapp 30.000 Euro Listenpreis. Bei der Ausstattung und dem Motor ist das durchaus gerechtfertigt, ein 2.0 TDI hätte etwa 2600 Euro mehr gekostet.
Also dann bis später,
Markus |

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