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ProjecTT - Der Audi sieht rot

Mein Traumauto aus Ingolstadt steht in rot vor der Tür - und wartet auf viele geplante Umbauten. Tun wir ihm doch diesen Gefallen...

17.08.2014 23:53    |    primeTT    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: 8N, Audi, Dach, Dachzierleisten, Lackierung, Leisten, rot, TT, Tuning

Hallo ihr Lieben,

 

lange hat sich hier nichts mehr getan - das lag meist daran, dass ich vermehrt ProjekTT gearbeitet habe, und es sich zumindest außen so langsam aber sicher einem Endstadium nähert. Was ist bisher passiert: Der Gummipömpel am Dach wurde gegen die Haiflosse vom 8J getauscht (Bild im Anhang). Der Wasserkasten, die Wischerarme und die Türgriffe wurden glanzschwarz lackiert. Somit sind nur noch zwei Teile am Auto matt: Die Felgen (werden im Winter gemacht) und die Dachzierleisten - letztere sind heute Thema dieses Artikels. Die Leisten sind aus Alu und Audi hat viele Kosten aber keine Mühen gescheut, die Leisten erdbebensicher anzubringen. Auf gehts!

 

 

Material

- 22x Niete (Baumarkt oder Audi ist egal, hauptsache sie passt genau)

- Nietenzange

- Bohrmaschine mit diversen Stahlbohrern

- Durchschläger

- Gummihammer

- Fläschen Klarlack/Hohlraumversiegelung

 

 

Vorbereitung

BlindnieteBlindnieteDie Leisten sind unterhalb der Türdichtung genietet, über dem hinteren Dreiecksfenster sind sie 3x geklipst. Als erstes muss also die Türdichtung weichen. Am besten macht man vor dem Ausbau ein Foto, wie die Türdichtung am Ende wieder zu sitzen hat. Nun aber zur Dichtung: Vorne am Türschanier angefangen, arbeiten wir uns vorsichtig entlang der Leiste und ziehen die Dichtung nach unten. Kurz vor dem hinteren Dreiecksfenster ist die Dichtung in einem Stopfen, hier muss man etwas fester ziehen. Es reicht, wenn die Dichtung bis zur Seitenscheibe gelöst wird, weiter runter muss sie nicht (s. Foto).

 

 

Nieten entfernen

Überreste der NietenstifteÜberreste der Nietenstifte Als nächstes müssen die alten Nieten weichen. Dazu nimmt man die Bohrmaschine mit einem Stahlbohrer, die etwas größer ist als das Loch der Niete; jedoch sollte er kleiner als der Nietenkopf sein. Bohrmaschine am Loch angesetzt und langsam bohren, dann sollte man schnell merken, dass sich im Idealfall der Kopf um den Bohrer wickelt und man ihn einfach abnehmen kann. Wie dem so ist, passiert das leider nicht immer, manche Nieten drehen sich mit oder der Stahlstift ist zu wulstig. Kommt ihr mit dem Bohrer nicht weiter, erzielt man mit einem schmalen Schlitzschraubendreher und einem Hammer zum Abschlagen auf die harte Tour das gleiche Ergebnis.

Insgesamt elf Nieten pro Seite müssen weichen, dann kann die Leiste vorsichtig nach unten heraus abgenommen und am Dreiecksfenster ausgeklipst werden. Dann heißt es erstmal Metallspähne aus dem Innenraum saugen.

 

Klemmen über dem SeitenfensterKlemmen über dem Seitenfenster Leiste weg, Nietenstifte noch da - hier benöigen wir jetzt den Durchschläger. Dieser sollte auf KEINEN Fall größer sein als die Niete, ansonsten gibt es sehr schnell Blechschäden. Im Idealfall ist der Durchschläger minimal kleiner als der Nietenstift. Der Durchschläger wird an den Stift angesetzt und der Gummihammer erledigt den Rest. Vorsicht beim Schlagen, nicht dass die A-Säule komische Formen annimmt. :p Die kleinen Stücke fallen entweder in die A-Säule oder C-Säule, die meisten purzelten bei mir schon an den Seitenverkleidungen vorbei in den Fußraum.

 

 

Montage

Drei Tage später war es dann soweit, ich konnte die schwarzglänzenden Leisten beim Lackierer abholen - erster Eindruck: Wow, was Kleinigkeiten und ein bisschen Farbe ausmachen!

Doch vor dem Zusammenbau präparieren wir unsere Baustelle etwas. Hierzu werden die Löcher von innen und außen mit Klarlack überzogen (der kleine Klarlackpinsel der Originalsets funktionierte hier bestens), damit nichts rostet, falls wir beim Arbeiten etwas verkratzt haben. Alternativ tut es auch eine Hohlraumversiegelung, die in die Ritzen kriecht. Kurz trocknen lassen, und die neue Leiste kann dran.

 

Endergebnis Endergebnis Der Einbau erfolgt im umgekehrter Reihenfolge, demnach wird zunächst die Leiste über dem Dreiecksfenster eingeklipst und anschließend entsprechend der Löcher ausgerichtet. Am besten drückt hier ein zweiter Helfer die Leiste ans Auto, während ihr die ersten Nieten mithilfe der Zange befestigt. Wichtig ist hierbei, dass die Zange und die Niete stets an die Leiste gedrückt wird, sonst sitzt die Niete nicht richtig. Elf mal das Ganze pro Seite, dann darf die Türdichtung wieder rein. Bitte erst die Tür zumachen, wenn die Dichtung wirklich richtig sitzt, ansonsten steht die Scheibe unter Spannung.

 

Und schwupps, zwei Stunden vom Tag sind um, und der TT ist wieder ein Stück individueller und hat zwei matte Teile weniger. Im Anhang noch ein Bild vom lackierten Wasserkasten und die Wischerarme, sowie von der umgebauten und angepassten TT 8J Haifischflosse.

Wie immer freue ich mich über euer Feedback und bedanke mich fürs Lesen! :)

 

primeTT

 

Endergebnis #2Endergebnis #2TT 8J HaifischflosseTT 8J HaifischflosseWasserkasten & Wischer lackiertWasserkasten & Wischer lackiert

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01.05.2014 21:57    |    primeTT    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: 8J, 8N, Audi TT, Bilder, Fotosammlung, Oberhausen, Treffen, Tuning

Mein erstes Treffen im CentrO in Oberhausen dieses Jahr. Trotz der schlechten Wettervorhersage haben sich am 01. Mai gut 50 Audi TTs auf dem obersten Parkdeck getroffen. Und wie das eben so ist: Regen wurde vorhergesagt, deswegen tippe ich diese Zeilen hier auch mit einem heftigen Sonnenbrand im Gesicht :D Aber besser so, als anders.

 

Auf dem Treffen waren einige Bekannte von TTfaq und dem Fahrzeugpflegeforum, insgesamt war es ein sehr netter Nachmittag mit schönen Autos und tollem Sound im Parkhaus!

 

Gruß, primeTT

 

 


18.04.2014 16:56    |    primeTT    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: 8N, Audi, Dachhimmel, Innenraum, TT, Verkleidung

Nach dem S-Line Umbau geht es wieder zurück ins Innere. Ziel heute ist ein Umbau des gesamten Dachhimmels von grau auf schwarz.

 

Was wird benötigt?

- Kleiner Schlitzschraubendreher

- Großer Schlitzschraubendreher + Tuch

- Kombizange

- Tube Fett

- Viel Geduld und 'ne Packung Pflaster :)

 

 

Der Ausbau

Zuerst muss dem schwarzen Dachhimmel Platz gemacht werden, folglich muss alles graue zunächst demontiert werden. Die Demontage und die spätere Montage kann nur in einer einzigen vorgegebenen Reihenfolge erfolgen, sonst klappt es nicht. Sämtliche Verkleidungsteile sind nur geklipst, das hat beim Einbau Vorteile, beim Ausbau Nachteile. Vorteil ist, der Einbau geht ziemlich zügig; der Ausbau hingegen ist teilweise echte Fummelei und es geht gerne mal eine Halterung dabei zu Bruch.

 

Es ist zwingend notwendig, dass wir beim hinteren Verbindungsstück des Himmels anfangen. Dieses ist mit 4 Federklammern befestigt, wobei die beiden Äußeren in einer Aufnahme zusätzlich mit den C-Säulenverkl. verbunden sind. Beginnt bei der Dichtung der Heckklappe und zieht dort vorsichtig die Blende nach unten, bis ihr mit der Hand darunter kommt und die 4 Aufnahmepunkte der Klammern seht. Mit etwas Gewalt drücken wir die Verkleidung nach unten und lösen diese damit.

 

Anschließend müssen die Seitenverkleidungen mit den Lautsprechergittern nach vorne gezogen werden, da die C-Säulenverkleidungen hinter diesen eingerastet sind. Bei Fahrzeugen mit Sitzbänken muss diese unter Umständen vorher ausgebaut werden dafür, konnte ich aufgrund des Quattro Sport Umbaus nicht nachprüfen. Auf dem Foto sind zudem alle Kofferraumverkleidungen demontiert, dies ist NICHT erforderlich und hatte andere Gründe.

Sind die Seitenverkleidungen aus den entsprechenden Gegenstücken der C-Säulen gezogen, lösen wir nun die großen C-Säulenverkleidungen. Auch diese sind mit vier Klammern befestigt, dazu haben sie noch einen Führungsstift aus Plastik, der gerne bricht - also nicht zu sehr beim Aus-/Einbau verkanten oder zu schräg ansetzen.

Sind diese auch draußen, ist die Hälfte geschafft, als nächstes kommen die langen A-Säulen dran. Diese weisen auf ihrer gesamten Länge insgesamt fünf unserer mittlerweile lieb gewonnenen Federklammern auf, die beim Rausziehen ziemlich fiese Geräusche machen - nicht abschrecken lassen und beherzt ziehen. Am besten versucht man, den Druck bzw. die Ziehkraft möglichst nah an den Klammern anzuwenden und im Idealfall mit der Hand um die Halterung zu kommen, denn je näher man dran ist, desto mehr Kraft kann man aufwenden und desto weniger biegt sich die Verkleidung. Die letzte Klammer sitzt ziemlich fies auf Höhe der letzten 15cm der Frontscheibe, aber auch diese stellt nach einigen Versuchen kein Problem mehr da.

 

Bevor wir uns nun dem letzten großen Stück, dem eigentlichen Himmel, zuwenden, muss der "Kleinkram" vorne raus. Die Sonnenblenden sind jeweils an den Außenseiten verschraubt und die Schraube ist mit einer runden Abdeckkappe bedeckt. Löst diese, dreht die Schraube raus und zieht sie ein Stück runter. Löst anschließend die Kabelverbindung zum Fuß der Sonnenblende (hierfür wird der ganz schmale Schraubenzieher benötigt zur Hilfe) und die Blende kann abgenommen werden. Anschließend werden die Lampen der Sonnenblenden ausgebaut und zu guter letzt die Halter jeweils zur Innenseite. Hierfür brauchen wir den breiten Schlitzdreher, den wir in ein Tuch einwickeln und damit vorsichtig unter den Halter gehen und ihn abhebeln. Als erstes fliegt einem die Abdeckkappe, danach der Halter entgegen.

Ist das erledigt, muss die Innenraumlampe raus. Dazu wird die transparente Plastikabdeckung abgenommen und mit dem Schraubenzieher VORSICHTIG die goldenen Klammern angehoben: Die Lampe ist nun nur noch eingehakt und kann nach unten herausgenommen werden. Auch hier trennen wir die Stromverbidnung und haben nun alles vorbereitet, um das letzte Stück rauszubauen.

 

Der Dachhimmel fällt einem jetzt schon automatisch ein Stück weit entgegen. Gehalten wird er nur noch von Federklammern (war ja klar...) und von den gelben A-Säulen Styropor-Verkleidungen, die mit Plastikzapfen befestigt sind. Die Klammern befinden sich links und rechts von der Innenraumleuchte sowie davor. Sind auch diese gelöst, ist es allerdings noch zu früh, um voller Euphorie den alten Dachhimmel durch die Gegend zu schmeißen - die Innenraumüberwachung hängt noch dran. Daher auch hier wieder: Stecker lösen (ggf. kann man sich hier gut den Innenspiegel zur Sichthilf einstellen), Kabel beiseite packen und ENDLICH kann der Dachhimmel durch die Heckklappe nach draußen - alles ist ausgebaut! :)

 

Zusammengefasste Vorgehensweise (Reihenfolge):

Mittlere Verbindung hinten ausbauen -> Seitenverkleidung vorziehen -> C-Säulen ausbauen -> A-Säulen ausbauen -> Sonnenblenden ausbauen -> Lampen ausbauen -> Dachhimmel aushaken -> Innenraumüberwachung abklemmen -> Dachhimmel raus

 

 

Der Einbau

... erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, sprich zuerst wird die Innenraumüberwachung wieder angeklemmt, der Dachimmel eingesetzt usw. Hier noch ein paar Tipps zum Einbau:

 

- Es bringt euch und eurer Karosse viel, wenn die neuen Federklammern vor der Montage leicht mit Fett eingerieben werden. So gehen sie leichter rein (halten tun sie ohnehin bombenfest) und ihr erspart euch Quetschereien.

- Prüft lieber zweimal, ob die Stecker der Innenraumüberwachung wieder richtig am neuen Himmel sitzen, bevor ihr diesen einklammert - wenn am Ende etwas nicht funktioniert, ist der Frust groß. Aufpassen beim Nachjustieren: Die Stecker lösen sich gerne.

- Beim Einbau der A-Säulen ist auf die Türdichtungen zu achten, diese dürfen nicht eingequetscht werden bzw. wenn sie es doch tun, müssen diese anschließend unter der Verkleidung rausgefrösselt werden, sonst regnet es rein. Selbiges gilt für die C-Säulen und die Gummilippe der Heckklappe.

- Prüft vor Einbau eines neuen Teils, ob wirklich alle Klammern der alten Teile auch draußen sind. Gerne bricht an der Verkleidung selbst die Halterung ab, sodass die Klammer noch in der Karosserie steckt. In dem Fall kommt die Kombizange zum Einsatz.

 

Abschließend noch ein paar Impressionen aus dem Innenraum. Die Arbeitszeit betrug knapp 7 Stunden mit Pausen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als nächstes steht das TT-Treffen am 01. Mai an, dazu wird hier im Blog sicherlich auch ein Artikel zeitnah kommen. Anschließend wird der TT aufpoliert und im Sommer gibt es ein paar Modifikationen an der Edel01, dazu bald mehr. Wie immer freue ich mich über Kritik, Anmerkungen und eure Comments und bedanke mich fürs Reinschauen!

 

 

Liebe Grüße und Frohe Ostern! Euer primeTT


01.03.2014 19:54    |    primeTT    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: 8N, Audi, Inlays, Phantomschwarz, Scheinwerfer, S-Line, Stoßfänger, TT

Endlich geht es weiter! Nachdem der Wettergott es im Winter mit uns gnädig meinte und sich in den letzten Wochen hier im Rheinland von seiner freundlichen Seite gezeigt hat, konnte ich den schon lange geplanten Umbau früher machen, als ich dachte - umso besser. Nach einem im Winter erfolgten Umbau auf Quattro Sport innen samt Austausch des gesamten grauen Dachhimmels gegen einen schwarzen, widme ich mich mal wieder dem Äußeren. Tagesordnung: S-Line Front mit phantomschwarzen Einsätzen, Kühlergrill und Audizeichen, dazu rote Scheinwerferinlays, um mein Farbkonzept konsequent fortzusetzen - rot-schwarz, so soll er sein, los gehts!

 

 

Der Einkauf

 

AusgangssituationAusgangssituation Man nehme... einen Stoßfänger Modell S-Line/V6 "8N0 807 101 BJ". Die passenden Gitter dazu unten links, rechts und mitte, einen phantomschwarzen Grill, ein neues Audiemblem, zwei Führungsprofile, und zwei Seitenblenden. Ach ja, und eine Luftführung zum Ladeluftkühler, denn ich wollte meine alte nicht zurechtschneiden und anpassen, da hab ich mir gedacht, das ist gut investiertes Geld... nicht! Tatsächlich bekam ich unter der Teilenummer der "ultra-super-raren-Spezialluftführung für S-Line Fronten" eine originale für die normalen Stoßstangen, die mit einem Heißluftfön und einer großen Schere bei Audi zurechgeschnitten wurde. Na herzlichen Dank, hoffentlich machen die das bei Sicherheitsteilen nicht auch so. Außerdem brauchte ich noch ein Paar Scheinwerferinlays, ich wollte gleich umbauen und nicht warten auf den Lackierer.

Dazu gab es noch "etwas" Kleinkram, was eben so anfällt. Wenn es nach dem Preis geht scheinbar vergoldeter K1-Kleber von Audi, neue Osram Cool Blue Intense Xenon-Brenner, zwei Led Standlichter und neue Arbeitshandschuhe (ich wollt' mir auch mal was gönnen :))... "Was des koscht!!", würden unsere Schwaben sagen, und recht hätten sie - gefühlt wird alles immer teurer, erst recht bei Audi.

Sei's drum, nach mehreren Besuchen beim Lackierer war alles vorbereitet und fertig zum Einbau.

 

 

Alles muss runter

 

Front demontiertFront demontiertDie Liste der Demontagen ist nicht gerade kurz, denn um die Scheinwerfer auszubauen, muss die Frontschürze runter. Um die auszubauen, müssen zuvor die Radhausschalen weichen (wenn man Platz haben will), ferner müssen Motorverkleidungsteile runter. Nicht zu vergessen die Scheinwerferreinigunsanlage (ab jetzt SWRA, sonst breche ich mir die Finger), die in der Front hängt - dafür sollte man das Wischwasser ablassen. Anleitungen dafür gibt es ja en Masse, daher erspare ich mir die einfachen Arbeitsgänge der Verkleidungen.

Die Front selbst ist mit zwei Schrauben am Unterboden, sechs Schrauben oben im Motorraum (unter der Schlossträgerverkleidung) und zwei Muttern in den Radkästen fest. Ferner rastet sie in den Führungsprofilen am unteren Ende der Kotflügel ein, in diesen ist sie ebenfalls nochmal verschraubt. Hat man alle Schrauben gelöst, kann man die Front behutsam nach vorne ziehen. Am besten stellt man sie auf ein Kissen direkt vor den Wagen, dann reicht der Schlauch der SWRA noch gerade so, ohne sie direkt abklemmen zu müssen. Ich habe mir sagen lassen, unsere amerikanischen Freunde nennen die SWRA "Alien supply line", wenn man sich die anschaut, finde ich den Namen passend. Den Alien-Schlauch kann man nun an beliebiger Stelle abziehen, aber bitte einen Eimer bereithalten. Ist das erledgt, kommt die Front beiseite und wir widmen uns den Scheinwerfern.

Einbauort SWEinbauort SW Hier ist Vorsicht geboten, die oberen Halter des Scheinwerfers brechen gerne - man muss zu ihrer Verteidigung aber sagen, dass sie dezent unterdimensioniert sind in Anbetracht des Gewichts der Scheinwerfer... vielleicht waren sie mal ursprünglich ein Getränkehalter, und Audi hat beim Konstruieren wieder zur Schere gegriffen wie bei der Luftfüh... naja. Insgesamt sind die SWs mit je vier Torxschrauben fest, eine davon befindet sich versteckt im Radkasten. Ich würde dringend raten, vor dem Ausbau oben die Position der Halter mit Edding zu markieren, das erleichtert das Einstellen der Spaltmaße und Abstände später ein wenig. Die Stecker gehen ziemlich schwer raus, sofern man allein arbeitet und gleichzeitig noch den Scheinwerfer festhalten muss. Die kleine Plastiknase unten muss eingedrückt werden bis es 'klackt', dann kann man den Stecker abziehen. Selbiges gilt für den Blinker; wobei man diesen einfacherer auch aus dem Gehäuse drehen kann. Die Scheinwerfer waren endlich draußen, jetzt gings ab in den Keller.

 

 

Die Scheinwerfer

 

Scheinwerfer ausgebautScheinwerfer ausgebaut SW offenSW offen

Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten: Heißluftfön oder Backofen. Ich hatte Bedenken wegen der doch umfangreichen Xenon-Elektrik, meine Scheinwerfer zu backen, schließlich wollte ich sie rot und nicht schwarz angebrannt :cool:

Zuerst müssen die Klammern mit einem kleinen Schraubenzieher gelöst werden, vier Stück an der Zahl. Auf dem Bild sind zwei markiert. Anschließend beginnt man unten entlang der markierten Klebelinie, mit dem Heißluftfön zu arbeiten. Zwischendurch kann man auch VORSICHTIG mit einem Stechbeitel dazwischengehen und das Gehäuse ein bisschen vom Glas trennen. Ist das erledigt rundum, kann das Glas (bzw. Plastik) abgezogen werden. Umgebauter Scheinwerfer Umgebauter Scheinwerfer Das Ersetzen der Inlays ging relativ zügig, doch vor dem Zusammenbau habe ich eine neue Schicht Kleber in die dafür vorgesehene Fuge getan, die ich zuvor von alten Kleberesten befreit hatte - man hätte auch den alten bestimmt weiterverwenden können durch erneutes Erhitzen, war mir aber zu riskant. Vor dem Zusammenbau nochmal den letzten Schmutz rausgeklopt (bitte nicht von innen mit einem Tuch, Finger oder sonst was auf das Glas packen), die neuen Blinker eingesetzt, die letzten Fingerpatscher von den Inlays gewischt und dann gabs die zweite Hochzeit - Glas und Scheinwerfer waren wieder vereint. :) Noch schnell die Klammern befestigen und außen noch eine schöne abdichtende Klebewurst draufmachen, sicher ist sicher. Mit ein bisschen Spüli am Finger lässt sich diese auch prima verteilen und zurechtkneten.

Zu guter Letzt wurden die neuen Leuchtmittel eingesetzt, die neuen Brenner und LEDs machen sich mit ihrem bläulich-weißen Licht super in roten Inlays.

 

 

Zusammenbau mit Komplikationen

 

demontiertdemontiert Bisher ging alles wunderbar, es wurde endlich mal Zeit für ein paar Pannen - und die kamen gleich knüppeldick. Nicht nur, dass der Klimakondensator mit einem Auswurf an öliger Kühlflüssigkeit seinen Unmut über meinen Umbau äußerte (wahrscheinlich gefiel ihm der neue Grill nicht, dahinter sah er so alt aus), auch die von der Erstbesitzerin eingebaute Standheizung hat mir partout den Zugriff auf das linke Führungsprofil verweigert. Die Heizung hatte mich aus platztechnischer Sicht schon immer gestört und jetzt wo eh schon alles ausgebaut war... kurzum, der TT darf endlich wieder frei durchatmen und hat jetzt 10kg abgespeckt, alles raus was keine Miete zahlt und Ärger macht. Soll sie doch mit der Rücksitzbank, dem Aschenbecher und Kondensator ne Selbsthilfegruppe "Verstoßene TT-Teile" gründen, ich brauchte Platz! Die Profile waren nun endlich dran, die neue Front schon bestückt mit der Waschanlage und dem neuen Grill (der ziemlich beschissen passte, um ehrlich zu sein trotz alles 100% original Audi), die Scheinwerfer saßen wieder - es konnte endlich angebaut werden. Ohne Helfer war das, zugegeben, wirklich blöd, ich musste sie als Hilfslösung zunächst oben provisorisch festschrauben, bevor ich mich daran begeben habe, die Gewindebolzen wieder in den Kotflügel zu stecken und von innen mit einer Langnuss festzuschrauben. Danach wurde viel verschraubt und wieder abgebaut, neu justiert und wieder angeschraubt, bis alles an seinem richtigen Platz saß. Die frisch lackierten Gitter einzusetzen, war dann aber mehr als belohnend - der Farbkontrast phantomschwarz/brilliantrot ist fantastisch und war die Mühe wert.

 

Fertig :)Fertig :) Zu guter letzt...Zu guter letzt...

 

Danken möchte ich an der Stelle meinem Lackierer, der mit mir viel viel zu tun hatte und echt einen extrem pingeligen Kunden einmal mehr zufriedenstellen konnte. :) Ebenso allen Leserinnen und Lesern, die hier reinschauen und die immer Feedback geben, was jederzeit erwünscht ist. Falls jemand Ähnliches am TT vorhat und irgendwas wissen will (oder genauere Anleitungen braucht), immer her damit! :) Mit ein paar Vergleichsbildern nach dem Motto "was Farbe ausmachen kann", entlasse ich euch jetzt auch, ist schon spät geworden. Bis zum nächsten Umbau dann, der ganz ganz sicher kommen wird.

 

Euer primeTT

 


23.01.2014 22:41    |    primeTT    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: 8N, Anleitung, Audi, Polieren, Scheinwerfer, TT

AusgangssituationAusgangssituationLang ist's her, heute packte mich mal wieder die Schreiberlust. Diesmal geht es um etwas allgemeines, nichts TT-spezifisches... Scheinwerfer. Wir alle haben sie, kennen sie, und pflegen sie. Dennoch bleiben gerade Steinschläge nicht aus, wodurch die Scheinwerfer schnell ihren optischen Charme verlieren. Diesen unvergleichlichen Neuglanz in den Verkaufshallen, in denen man sich makellos spiegelt - daran dachte ich oft, als ich meine Xenonaugen in Sandstrahloptik bei der allwöchentlichen Wäsche betrachtete. Da ich bald die Scheinwerferinlays in Wagenfarbe lackieren möchte, musste ich an der Optik der Plexigläser bzw. Streuscheiben etwas ändern, denn neben den Steinschlägen zeigte sich im rechten Scheinwerfer ein Parkrempler des Vorbesitzers sowie dutzende Kratzer meiner vergeblichen Polierversuche. Nach langem Suchen und Austauschen mit anderen habe ich mir ein Set zusammengekauft, und dann in zwei Tagen die Scheinwerfer bearbeitet. Das ist keine Universalanleitung und ich garantiere nicht, dass es immer klappt - jedoch habe ich wie folgt die besten Resultate erzielt

 

#1 Material

- Schleifpapier 600

- Nassschleifpapier 1200

- Nassschleifpapier 2000

- Nassschleifpapier 3000

- Klebeband

- Meguiars Plastx

- Sonax Kratzentferner/Rotweiss Acryl- und Plexiglaspolitur

- Meguiars Headlight Protectant

- Applicator Pad

- Weicher Polierschwamm

- Weiche Baumwolltücher/Polierwatte

- Microfasertuch

 

#2 Schleifen

AbklebenAbkleben

Ganz wichtig, zuerst wird alles gut abgeklebt. Sicherheitshalber zwei, drei Schichten mit ausreichender Breite, denn jetzt wirds deckig. :cool:

Dies ist mit Abstand der wichtigste Schritt, von daher ist dieser auch mit größter Sorgfalt auszuführen! Je besser man hier arbeitet, desto besser und zufriedenstellender ist das Ergebnis - hier baut ihr also euren Grundstein für Scheinwerfer im Neuwagenlook. Grundsätzlich ist beim Schleifen zu beachten: Von Grob nach Fein. Wir beginnen demnach mit dem 600er Papier trocken. Geschliffen wird solange wie nötig und so viel wie möglich. Die meisten Scheinwerfer haben eine UV-Schicht drauf und evtl. weitere Schichten, bis man endlich am Plexiglas ankommt. All das muss runter. Dabei ist es völlig normal, dass seltsame Muster entstehen, da die Schichten ja logischerweise nicht geichmäßig abgehen. Um mal eine Zahl zu nennen: Nur mit dem 600er habe ich über eine halbe Stunde pro Scheinwerfer gearbeitet. Man entwickelt nach einer Zeit ein gutes Gefühl dafür, wo noch geschliffen werden muss, und wo man bereits fertig ist, denn über diese Bereiche gleitet das Papier wesentlich besser. Wichtig ist, dass ihr regelmäßig einen neuen Bogen nehmt, wenn der alte abgenutzt ist. Geschliffen wird vertikal oder horizontal, aber bitte nicht kreuz und quer.

Die Scheinwerfer werden hierdurch komplett undurchsichtig und matt - das ist völlig normal und erwünscht. Wenn man mit dem 600er durch ist, kommt das 1200er. Hier beginnen wir, nass zu schleifen. Den Scheinwerfer vorher mit einer Blumenspritze einnebeln oder mit der Hand anfeuchten - nicht vergessen, wir schleifen hier nass und arbeiten nicht mit einer Diamantensäge... demzufolge genügt ein feuchter Film auf dem Scheini allemal, wir setzen ihn nicht unter Wasser. Selbiges wie eben gilt auch hier: Ausreichend Zeit nehmen, lieber ein Durchgang zu viel als zu wenig, bis dass alle gröberen Schleifspuren vom 600er beseitigt sind. Bearbeitungszeit hier betrug ebenfalls fast eine halbe Stunde.

Der Ablauf ist identisch beim 2000er und 3000er, immer erst wechseln, wenn wirklich alle Ecken mit dem vorigen ausreichend behandelt wurden. Zwischendurch kann man immer mal wieder mit einem Tuch den Schleifschmier runternehmen und kontrollieren, wie weit man ist.Abgeschliffener Scheini Abgeschliffener Scheini

 

#3 Polieren Nr. I

Ist das Schleifen erledigt, ist das Schlimmste erledigt - ab jetzt fängt es an, Spaß zu machen. Mit Sonax Kratzentferner oder wahlweise Rotweiss Acryl Politur und mit Meguiars PlastX haben wir zwei mittlere Polierpasten und eine milde Politur"lotion". Habe sowohl mit Sonax als auch mit Rotweiss bereits gearbeitet, beides erfüllte hier seinen Zweck. Mit diesen beginnen wir auch. Die Paste ist sehr ergiebig und kann sparsam mit einem weichen Baumwolltuch oder auch Polierwatte aufgetragen werden, hier hat jeder seine Vorlieben.

Langsam kreisend, nehmt euch Zeit für diesen Schritt. Teilt euch die Fläche in Quadrate zum Bearbeiten ein - mit einer 10x10cm Fläche solltet ihr nicht in einer Minute fertig sein. Geduld ist hier gefragt.

 

#4 Polieren Nr. II

ErgebnisErgebnisJetzt kommt Meguiars PlastX zum Einsatz. Zu PlastX ist zu sagen, dass sie keine echte Maschinenpolitur ist. Man kann sie zwar auch so verarbeiten, ist jedoch sehr schnell verbraucht, also aufpassen und nichts einbrennen ;)

Ich habe sie mit einem weichen Schaumstoffpad 75mm erst langsam mit der Bohrmaschine verarbeitet (der 75mm-Teller ist handlicher und gerade für die Ecken des TT-Scheinwerfers gut geeignet, zum Schluss mit der Poliermaschine und einem extra weichen Schwammpad um den letzten Glanz rauszukriegen. Grundregeln beim Lackpolieren gelten auch hier, also nichts überstürzen und mit langsameren Drehzahlen anfangen, um ein Gefühl für Material und Politur zu bekommen. Für PlastX benutzen wir ausschließlich weiche Aufsätze, die Politur ist sehr mild. Poliert wird solange, bis euch der Glanz gefällt. Zwischendurch werden die Polierreste mit dem weichen Microfasertuch abgetragen, um ein Zwischenresultat zu sehen - spätestens hier sieht man dann, wer ordentlich geschliffen hat und wer nochmal nacharbeiten muss.

 

#5 Versiegeln

Die in #2 angesprochene UV-Schutzschicht ist wichtig; soll der Scheinwerfer ja schließlich nicht vergilben und den Sonneneinflüssen nachgeben. Die Schicht ist jetzt weg, drum tragen wir eine vergleichbare Versiegelung auf. Bei dem Schritt scheiden sich die Geister, denn hier greift jeder zu seinem eigenen Produkt nach Wahl. Wachs, Lackversiegelung, manche benutzen Klarlack... ich habe mich für Meguiars Headlight Protectant entschieden. Das wird mit einem Applicatorpad sorgfältig aufgetragen und gleichmäßig verrieben.

 

Ergebnis: Sämtliche Steinschläge sind draußen, der Parkrempler ist beseitigt, alle Kratzer sind verschwunden. Und nein, auf dem Endfoto sind das keine Kratzer, sondern ein Zaunelement wo Licht durchkommt :D.

 

 

Anmerkungen:

- Genannte Produkte dienen nur als Beispiel und nicht als Werbung, viele andere Alternativprodukte können sicher ähnliche Ergebnisse erzielen

- Die gesamte Bearbeitungszeit für einen Scheinwerfer betrug ca. 4h

- Materialkosten belaufen sich auf ~50€, ein neuer Xenonscheinwerfer kostet bei Audi 1083€+Auschlag des jeweiligen Händlers+19% USt

- Ich übernehme keine Garantie auf Erfolg mit dieser Anleitung

- Schwierigkeit (1 - einfach, 10 - unmöglich): 3-4, etwas Erfahrung im Schleifen und vernünftiges Material vorausgesetzt

 

Über Feedback freue ich mich immer! :) Euer primeTT


16.10.2012 19:04    |    primeTT    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 8N, Anleitung, Audi, S-Line, TT, Tuning

Wie beim letzten Mal angedeutet, heute mal wieder Blog & eine Kurzanleitung in einem, vielleicht hilft sie ja dem ein oder anderen; diesmal geht es ums Thema Einstiegsleisten. Beim TT insofern ein interessantes Thema, da die S-Line Einstiegsleisten wohl zum begehrtesten Zubehör am Auto gehören - und nachdem ich sie zum ersten Mal gesehen hatte, wusste ich gleich: Die MUSST du haben! Die örtliche Audi-Niederlassung hat mich jedoch zunächst schnell wieder von diesem Vorhaben abgebracht: Bei aller Liebe, aber mehr als 200€ pro Leiste war dann doch zuviel des Guten. Wie es der Zufall wollte, bin ich ein paar Wochen später zu meinem Glück gekommen, einem bekannten Auktionshaus sei dank.

 

Vorab hier eine Liste mit allen benötigten Teilen, sofern diese nicht mitgeliefert werden und wir davon ausgehen, dass die alten Befestigungsmaterialien beim Ausbau kaputtgehen (Teilenummern fürs Coupé):

 

- S-Line Leiste links [8N8 853 491 C]

- S-Line Leiste rechts [8N8 853 492 C]

- 8x Gummitülle [1H0 853 586]

- 6x Klips klein [8N8 853 573]

- 2x Klips groß [8N8 853 573 A] -> Teilenummer hier ggf. abweichend

 

KlipseKlipse

1) Alte Einstiegsleiste abnehmen: Zunächst muss die alte Leiste natürlich runter. Diese ist, wie auf dem Bild zu sehen ist, mit vier Klipsen befestigt, die in einem Loch mit einer hell-grünen Gummitülle einrasten. Zusätzlich befindet sich entlang der Aluplatte mit der Aufschrift TT oder S-Line und genau darüber noch ein breiter und ein schmalerer Streifen doppelseitiges Klebeband, welches seinem Namen mehr als alle Ehre macht - ich dachte, eher bricht die Leiste durch als dass das Klebeband nachgibt. Hierzu habe ich am breiteren Teil der Einstiegsleiste angefangen (also die Seite, die zum Heck zeigt), diese vorsichtig nach schräg oben zu ziehen, sodass erstmal die drei Klipse aus ihrer Verankerung springen. Ist dies erledigt, arbeiten wir uns durch gleichmäßig kräftiges Ziehen langsam nach vorne hin und lösen die an dieser Stelle aufkeklebte Leiste vom Schweller. Anschließend wird der Klips vorne unter dem Türscharnier ausgehakt und wir können die Leiste komplett abnehmen.

 

Nach erfolgter ReinigungNach erfolgter Reinigung

2) Reinigen und präparieren: Fast zehn Jahre hat mein Wagen hier scheinbar erfolgreich Dreck und allen möglichen Unrat gesammelt; der ganze Rotz muss weg. Doch vorher zieht man am besten noch mit einer Spitzzange eventuell abgebrochene Klipse und die alten grünen Gummitüllen aus den Löchern raus, bevor diese noch in den Schweller fallen (wie es mir vorne links passiert ist). Dann entfernt man das restliche Klebeband (bei mir war es fast das gesamte, es blieb kaum etwas an der Leiste), damit man eine glatte Oberfläche für die neuen Leisten schafft. Klingt öde, ist es auch. Nun wird das gesamte Teil gereinigt, womit auch immer - da hat wohl jeder sein Hausmittelchen. Bei mir war's WD40. Wichtig ist, dass der letzte Reinigungsgang mit einem entfettenden Reiniger (wie beispielsweise jener Fensterreiniger, der sich die ersten vier Buchstaben mit einem Berliner Rapper mit Totenschädel teilt) gemacht wird, sonst haftet das Klebeband der neuen Leisten nachher nicht gut - daher die Stelle auch nicht polieren, obwohl es mich geradezu danach gelechzt hat.

 

3) Einbau vorbereiten: Die vier Löcher im Schweller versehen wir hierzu mit unseren neuen kleinen Gummitüllen (hat Audi da eigentlich alte Ohrstopfer aufgekauft oder warum sehen die Dinger so dämlich aus?) und die Leisten präparieren wir mit den Klipsen. Drei kleine und ein großer pro Leiste (siehe Bild). Um mir später etwas Fummelei zu ersparen, habe ich die Lasche vom oberen Klebeband so umgelegt, dass sie oben rausschaut, die untere dann entsprechend unten. So kann man das Klebeband noch abziehen, wärhend man die Klipse schon ausgerichtet und teilweise leicht eingerastet hat. Macht man die Schutzfolie vorher ab, hat man bei einer Neuausrichtung je nachdem ein paar Probleme.

 

AusrichtungAusrichtung Fertiges ErgebnisFertiges Ergebnis

4) Einbau: Nun wird die neue Leiste befestigt. Hierzu das Klebeband wie oben beschrieben vorbereiten, die Türdichtung leicht und vor allem vorsichtig hochziehen und die Leiste hier zunächst einmal drunterschieben, soweit es geht. Sollten die Klipse noch immer nicht in der Nähe vom Loch sein, muss nachjustiert werden. Der Schritt ist immer etwas fummelig und erfordert etwas Geduld, ist damit aber doch relativ gut zu bewerkstelligen. Ist die Leiste nun unter der Dichtung und kann in den Löchern mit den Tüllen einrasten, wird die Leiste an den Stellen der Klipse vorsichtig reingedrückt. Ich persönlich fand es angenehmer, erst am breiteren Ende die Klipse einzurasten und dann vorne unter der Tür, weil es andersrum schwieriger war, auf drei Klipse gleichzeitig zu achten und diese auszurichten - habe beide Varianten ausprobiert, es klappt mit beiden. Wichtig ist, dass ihr die Schutzfolie vom Klebeband abzieht, sobald der erste Klips sitzt und die anderen theoretisch auch mit etwas Kraftaufwand einrasten würden, sonst gibt es nachher Probleme beim Abziehen, wenn alle Klipse schon eingerastet sind. Ist die Schutzfolie ab und sitzen die Haken, muss die Leiste an den Stellen, wo sich Klebeband befindet, längere Zeit angedrückt werden (wenn es beim Loslassen einen knallartigen Ton gibt, ist sie soeben wieder an der Stelle losgegangen und muss erneut angedrückt werden).

 

Leiste im DetailLeiste im Detail

Et voila, die Leisten sitzen und sehen totschick aus! Manche mit denen ich gesprochen habe, verwenden für die Ecken einer Einstiegsleiste (fahrzeugunabhängig) gerne Dichtmasse. Ich habe davon hier abgesehen, da die Leisten an den äußeren Seiten eine flexible Gummilippe haben, die dicht abschließt und ich sie an den originalen auch nirgends sehen konnte.

Einen großen Dank an euch wie immer fürs Lesen; Kritik, Anmerkungen und Feedback sind immer gern gesehen. :)

 

Gruß, primeTT


14.10.2012 18:39    |    primeTT    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: 8N, Audi, TT

Gefühlt lang ist's her seit dem letzten Eintrag, aber nun gibts endlich Neuigkeiten vom Go-Kart, wie mein Kumpel den TT so schön getauft hat. Nachdem ich eigentlich dieses Jahr nicht mehr viel großes dran machen wollte, kam dann (wie es wohl viele kennen) doch noch einiges. Heute geht es um die Tieferlegung, da hatte ich im letzten Eintrag schon drauf hingewiesen. Habe längere Zeit nachgedacht, ob ich mir nun Federn oder ein Fahrwerk hole, letzten Endes ist es dann auf die Federn hinausgelaufen, die Gründe: Wenn schon (Gewinde-)Fahrwerk, dann wollte ich mir ein H&R-Fahrwerk holen, was preislich verdammt hoch angesiedelt ist und ohne Einbau gut und gerne im vierstelligen Bereich landet. Zweitens: Stoßdämpfertest beim örtlichen TÜV oder ADAC haben sie mit Bravour bestanden. Drittens: Es geht mir mehr um die Optik und nicht um die Kurvenlage in der Hatzenbach auf der Nordschleife. Da waren H&R-Federn (35mm vorne und hinten) ein guter Kompromiss aus Kosten (~190€), Optik und Straßenlage. Der Einbau war dann beim bekannten Händler kein großes Problem (mal davon abgesehen, dass sich mir noch immer die Fußnägel aufrollen, wenn ich daran denke, was wir alles probiert haben, um das rechte Federbein am unteren Querlenker auszuhängen), anschließend kleine Probefahrt und ab auf den Vermessungsstand (wo er fast schon aufgesetzt hätte). H&R Federn [35/35] direkt nach EinbauH&R Federn [35/35] direkt nach Einbau Im Nachhinein als nützlich erwiesen hat sich die Tatsache, dass ich die Domlager direkt mit gekauft und getauscht habe (wenn man schon einmal das Federbein draußen hat), eines davon wies stärkere optische Verschleißerscheinungen und leichten Abrieb auf.

 

Nun aber zum Thema Fahrkomfort: Der ist in Kombination mit den 225/40 R18... nun ja, auf Landstraßen wirklich absolut hervorragend, auf Autobahnen stark schwankend (manche Autobahnen sind in super Zustand, aber spätestens auf der A3 geht die Holperei los) und in der Stadt, dank unserer besch***** Straßen hier, echt eingeschränkt - nicht störend, aber auch nicht mal mehr ansatzweise komfortabel. Aber das Problem kennen wir ja seit Jahren und bin ich auch bereit einzugehen, denn die eierlegende Wollmilchsau (oder das tiefergelegte, 200PS-Komfortauto mit 4L Verbrauch) gibt es eben doch nicht - oder noch nicht, wer weiß. Probleme seitens der Freigängigkeit gab es bis hierhin noch keine, bei vollem Lenkeinschlag ist vorne noch ausreichend Platz (18" mit ET32).

 

H&R Spurplatten (30/40mm)H&R Spurplatten (30/40mm)

Dannn ging es weiter mit Distanzscheiben - und dem daraus entstehenden Gutachten-Eintragungs-Chaos beim TÜV bzw. bei der GTÜ. Vorne fahre ich 30mm und hinten 40mm, macht also vorne 15mm pro Rad und hinten 20mm. Nachdem die passenden, längeren Bolzen für vorne (H&R DR-System zum Durchstecken) endlich ankamen und ich die hinteren Bolzen gekürzt habe (H&R DRA-System zur Festmontage), war die Montage schnell erledigt. Und siehe da, er steht annähernd bündig, so wie ich es von Anfang an wollte (nicht mehr und nicht weniger).

 

Fahrwerk + SpurplattenFahrwerk + Spurplatten

Also ging es mit 3 Gutachten (Felgen, Fahrwerk und Spurplatten) zum GTÜ-Prüfer, denn eine Einzelabnahme nach §21 ist hier nicht notwendig... oder doch? Beim Fahrwerk und den Felgen gab es keine Probleme, beides in Kombination im Toleranzbereich und durch die Gutachten abgedeckt. Dann kamen die Sorgenkinder dran, die Spurplatten - technisch gesehen gibt es hier auch keinerlei Bedenken, kein Schleifen am Kotflügel (hierzu habe ich vorsichtshalber die Schraube an den vorderen Kotflügeln vorher schon rausgedreht) und ausreichend Freigängigkeit in den Radhäusern. Problem machte die Einpresstiefe - das H&R-Gutachten deckt Felgen der Größe 8x18 bis ET33 ab, sprich mit Spurlatte hinten dann eine Gesamt-ET von 13 ... die Voltecs haben allerdings 32, womit ich letzten Endes bei einer Einpresstiefe von 12 lande. Und für eine solche UMbaumaßnahme (ob 1mm oder nicht) liegt kein Gutachten mehr vor und muss per (teurer) Einzelabnahme vom TÜV abgenommen werden. Super! 1mm, der mich gute gute 80-100€ kosten wird und technisch keinerlei Auswirkungen hat! Sei's drum, der Winter rückt näher und die Barracudas kommen im November ohnehin in den Keller (oder neben den Nachttisch, mal sehen) - die Einzelabnahme wird somit auf kommende Saison verlegt.

 

Mein nächster Eintrag wird wohl wieder ein Blogeintrag & How-To in einem werden, sofern der Import meiner E... ach, ich verrate mal noch nichts, nachher geht das Paket womöglich auf seiner 8.500km-Reise verloren und ich stehe mit leeren Händen da. Vielen Dank fürs Lesen - wie immer freue ich mich über alle Kommentare, Anregungen und Kritik! :)

 

Gruß, primeTT


02.10.2012 22:51    |    primeTT    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: 8N, Anleitung, Audi, TT, Tuning

Passend zum Herbst, ein neuer Blogeintrag. Nebst Fahrwerk- und Distanzscheiben-Umbau (dazu bald mehr) wollte ich mich heute mal mit meinem Innenraum, genauer gesagt mit der Schaltkonsole, beschäftigen. Die serienmäßige Gummi-Manschette hat mich schon von Anfang an gestört und mein original Schaltknauf war extrem zerkratzt, da musste schnell Ersatz her. So sieht's im Bestfall nachher ausSo sieht's im Bestfall nachher aus Diesen habe ich noch schneller gefunden - aber dann einige Zeit gebraucht, um ihn zu einem annehmbaren Preis zu erwerben - die Rede ist vom Audi Individual Schaltknauf in Aluminium mit gelochtem Leder (normal beim VAG-Konzern ~170€). Warum gerade den Individual Schalthebel? Das gelochte Leder passt hervorragend zu den gelochten Alcantara-Einlagen am Sitz und der rote Rand am Schaltknauf passt natürlich perfekt zur Wagenfarbe und zu den Felgen mit rotem Rand. Zu all dem sollte dann auch der Gummipömpel getauscht werden. Dazu habe ich mir mithilfe des ansässigen Sattlers eine Alcantara-Schalthebelmanschette geklöppelt, als Muster haben wir natürlich die Gummi-Manschette verwendet, wobei die Alcantara-Variante ein gutes Stück länger sein musste, damit es nicht zu sehr spannt beim Schalten. On top wollte ich die serienmäßigen Befestigungsschrauben für den Aluring gegen schwarz eloxierte Schrauben austauschen und habe mir im Netz passende bestellt (M4x10, Zylinderkopf).

 

Nachdem ich alles beisammen hatte, konnte die Montage losgehen (das wird jetzt ein Mini-How-To und Blogeintrag zusammen).

 

Schaltgestänge nach Schritt 1)Schaltgestänge nach Schritt 1) 1) Demontage: Zunächst einmal musste alles abgebaut werden. Dazu den originalen Schaltknauf einfach entgegen dem Uhrzeigersinn mit ein wenig Kraftaufwand drehen und anschließend abdrehen. Danach mit einem Torx-Dreher die 8 Schrauben am Aluring rausdrehen und diesen vorsichtig wegnehmen (Achtung, die Aluteile verkratzen leider schnell). Im Folgenden kann dann die Gummimanschette mitsamt der Alu-Tülle abgenommen werden, das Schaltgestänge liegt nun frei.

 

2) Schaltknauf Vorbereitung: Der Audi Individual Schaltknauf ist für neuere Fahrzeuge gedacht, die kein Gewinde mehr am oberen Ende des Schaltgestänges haben, sondern er wird lediglich draufgesteckt. Dazu haben neuere Schaltgestänge keine kreisrunde Form, sondern sind an einer Seite etwas abgeflacht und haben eine Kerbe, in der die im Schalthebel befindliche Nut und Kante einrasten - dadurch kann der Knauf nicht mehr verrutschen. So schön das Prinzip ist, für den TT 8N war das leider unbrauchbar, daher musste die Kante im Schaltknauf mühsam weggefeilt werden. Dazu eine lange, dünne und möglichst grobe Feile verwenden.

 

3) Manschette an Knauf: Anschließend präparierte ich den Schaltknauf mit der Manschette. Dazu einfach die Manschette bis oben hin unter den Knauf ziehen und unter die kleine Verbreiterung einfädeln - anschleißend kommt der Plastikhalter für die Manschette an den Schaltknauf, diese wird einfach aufgesteckt und hält dann die Manschette fest.

 

Provisorische AusrichtungProvisorische Ausrichtung Schelle anbringen, Schritt 4)Schelle anbringen, Schritt 4) 4) Schaltknauf aufstecken: Da ich nun alle Teile vorbereitet hatte, konnte die Montage erfolgen. Dazu wird vor dem Aufstecken die originale Audischelle (würde ich empfehlen, passt perfekt und ist preiswert) oder aus dem Baumarkt eine Rohr-/Schlauchschelle an die unteren kleinen Plastiknasen umgelegt, aber noch nicht anziehen! Nun wird der Knauf auf das Schaltgestänge aufgesteckt. Durch die abgefeilte Kante benötigt das auf den letzten Zentimetern etwas Kraftaufwand, damit das Gestänge auch bis zum Anschlag im Knauf einrastet. Jetzt wird die Manschette hochgeklappt und der Knauf wird (im besten Fall gerade) ausgerichtet. Mit einer Kneifzange wird anschleißend die Schelle soweit zusammengedrückt wie nötig (viel Kraftaufwand, aber bitte nicht durchpitschen). Voila, der Knauf ist schonmal fertig!

 

5) Manschette vorbereiten: Der Knauf sitzt, widmen wir uns nun der Manschette. Diese wird nun wieder runtergeklappt und der Auflage für den Aluring angepasst. Hier ist zu beachten, dass die Manschette in keinem Gang spannt und dafür eine aureichende Größe hat (dazu an einem Ende festhalten und durchschalten). Gerade der erste, zweite und fünfte Gang muss überprüft werden, da hier die Manschette die weitesten Wege "gehen" muss - hier gilt wirklich: Gekürzt werden kann im Nachhinein immer noch leicht, verlängern jedoch nicht mehr - daher lieber zu lang als zu kurz, kennen wir Männer ja. ;)

 

Schritt 6) Löcher stanzenSchritt 6) Löcher stanzen 6) (optional) Löcher stanzen: Sofern man ein dickeres und stabiles Leder wie Alcantara verwendet, müssen die Löcher für die Schrauben manuell reingestanzt/geschnitten werden, da die Schrauben nicht spitz, sondern abgeflacht sind - da ist mit simplen Reindrehen kein Durchkommen. Hierzu am bestem schauen, dass die Manschette plan liegt mit dem äußeren Rand der Schaltkulisse und dann mit einem spitzen Gegenstand (bei mir wars ein Teppichmesser) ein X-fömiges Loch stanzen. Nun die Manschette an dieser Stelle provisorisch mit einer Schraube fixieren und die Prozedur für alle anderen 7 Löcher wiederholen. Hierbei ist zu beachten, dass die Manschette auf dem äußeren Ring KEINE Falten oder Überlappungen aufweist, sonst habt ihr beim Aluring später Probleme, diesen gleichmäßig aufzusetzen. Abhilfe schaffen können hier kleine Einkerbungen und Schnitte, die ich mir in die Manschette gemacht habe, um um die Kurve zu kommen ohne Überlappungen.

 

Fertiges ErgebnisFertiges Ergebnis 7) Aluring aufschrauben: Nun folgt der letzte Schritt, der Aluring muss wieder drauf. Je nach Lederart ist dies mit Abstand der fummeligste Schritt, sofern man es perfekt haben will, hier ist ein bisschen (viel) Geduld gefragt. Habt ihr Schritt 6 gemacht, demontiert man die Schrauben zunächst wieder, möglichst OHNE dabei die Manschette zu verrrücken. [Leute, die Schritt 6 übersprungen haben, steigen hier ein) Nun kommt der Aluring drauf mit den acht Schrauben. Dazu überprüfen, ob die Manschette richtig sitzt, Aluring drüberstülpen und die Acht Schrauben durch die Manschette in die Gewinde reindrehen. Zwischendurch immer mal wieder die Manschette nachziehen und zurechtlegen, damit möglichst wenig übersteht, aber auch kein Stoff verschenkt wird. Sollte es irgendwo haken, einfach mit einem dünnen, spitzen Gegenstand ein Loch vorstanzen, sofern dies nicht in Schritt 6 explizit erfolgt ist. Ist der Ring montiert und alle Schrauben gleichmäßig angezogen, sollte eigentlich alles fertig sein. Kleine Schönheitsfehler wie überstehende Stücke der Manschette schneiden wir mit einem Teppichmesser oder Nagelschere vorsichtig ab (Alcantara bitte nur schneiden, mit dem Messer habe ich keine guten Erfahrungen gemacht -> neigt stark zur Fransenbildung).

 

8) Am Ergebnis erfreuen: Hierzu einfach einen Klappstuhl neben den Wagen stellen, ein Bier aus dem Kühlschrank holen und sich seine Arbeit anschauen!

 

Mit dem Ergebnis war ich nach vielem Nacharbeiten an der Manschette und dem Einbau sehr zufrieden. Die Ledermanschette passt wie ich finde wesentlich besser in den schicken TT-Innenraum und der rote Streifen vom Knauf rundet das ganze perfekt ab. Unten noch ein paar interessante Infos für den Einbau! Über Feedback und Kritik freue ich mich immer! Wir lesen und schreiben uns dann demnächst zum Fahrwerk! :)

 

Gruß, primeTT

 

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Teileübersicht (alt & neu)Teileübersicht (alt & neu)

Verbaute Teile:

- Alcantara-Schalthebelmanschette (15€ Materialkosten)

- Audi Individual Schaltknauf (61€ ersteigert + 5€ VK)

- 9x eloxierte Schrauben M4x10 (9,79€)

- 2x Schelle VAG original (1,96€)

 

-> 92,75€ und 2h Arbeitszeit


02.09.2012 15:07    |    primeTT    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: 8N, Audi, TT, Tuning, Umbau

So, mein zweiter Blogeintrag - seit über einem Monat steht der TT schon vor der Tür (wie schnell die Zeit vergeht) und die ersten Sachen sind erledigt. So wurde der Wagen beispielsweise beim Fachbetrieb poliert und versiegelt, der Innenraum hat nun von mir eine Komplettreinigung hinter sich und die silbernen Akzente im Innenraum wurden aufpoliert. Nebenbei habe ich die Embleme (Grill und Heckklappe) gegen schwarze getauscht. Womit ich mich anschließend lange Zeit beschäftigt habe, war mein persönliches Lieblingsthema. Meiner Meinung nach steht und fällt ein Auto mit seinen Felgen, von daher war die Entscheidung definitiv nicht leicht. Schwarz glänzend mit poliertem Rand? Schwarz matt? Schwarz matt mit rotem Rand? Lediglich silber konnte ich gleich streichen, da dies nicht zum rot-schwarzen Konzept des Autos passte. Bei der Größe war für mich die Optik wichtig, aber er sollte auch noch annährend fahrbar sein. 8x18 mit einem 225/40 R18 ist, denke ich, ein vernünftiger Kompromiss in Sachen Optik & Farhbarkeit/Restkomfort (man bedenke die bald anstehende Tieferlegung). Nach ein paar Besichtigungen bei sämtlichen Rad-Reifen-Händlern in näherer und ferner Umgebung und eingängister Recherche im Netz (natürlich nur in unserem Forum ;)) standen letztendlich zwei Kandidaten fest:

 

Barracuda Voltec T6 Pure Sports (Aerotechnik Fahrzeugteile AG, Schweiz) oder ASA AR1 Race (ASA TEC GmbH). Beide liegen mit Reifen und Auswuchten im selben Preissegment (ca. 1500€ mit Reifen & Wuchten), womit sich beide nichts tun. Letzten Endes hat mich dann neben dem schickeren Design die Tatsache überzeugt, dass der farbige Rand der Voltec T6 in sämtlichen RAL-Farbtönen zu bekommen ist, was die Auswahl auf "lausige" 213 Farbtöne eingrenzt! ;) Darüber hinaus wird der Rand vom Hersteller geklebt, während bei der ASA dies alles meine Aufgabe gewesen wäre - zumal es hier nur ein Rot gibt, und wenn dieses nicht zum Auto passt, hat man Pech.

Für alle Interessierten: Die Farbe des TT's (brilliantrot) kommt dem RAL-Farbton Nr. 3002 (Karminrot) am nächsten, von daher wurde der Rand in dieser Farbe geordert.

 

 

Passend dazu mussten rote oder schwarze Bremssättel her. FoliaTec ist da in meinen Augen immer eine gute Anlaufstelle, und nach 2 Farbschichten rosso-rot, was mit einem Pinsel nach erfolgtem Abkleben kinderleicht zu verteilen ist (und nebenbei auch äußert ergiebig ist), wurde aus dem alten grau/rostbraun/aufflockungsgrau dann tatsächlich ein schön leuchtendes rot - passend zum Wagen.

 

 

 

 

 

 

Letzten Endes hat mich das Ergebnis nach der Montage der Voltecs wirklich umgehauen! Zwar ging ein ganzer Tag dabei drauf (zum ersten Mal Radwechsel an einem gebrauchten Wagen ist ohnehin eine Prozedur, sofern man es gründlich macht, sprich Auflagefläche blank machen, Gewinde reinigen, Bremssattel reinigen, lackieren & trocknen usw...), aber die Zeit ist es definitiv wert und der TT hat sich das verdient. :) Qualitativ haben mich die Felgenringe bei den Barracudas wirklich überrascht. Der geklebte Ring ist ein komplettes Stück und kein Felgenband mit einem Anfang und Ende, die sich dann irgendwo überlappen - er ist eine komplette Einheit ohne Kanten, der Farbton ist gut getroffen und optisch ein echter Hingucker.

 

Weiter geht's demnächst wohl mit dem Fahrwerk! Gewinde? Federn + Dämpfer? Nur Federn? H&R oder Eibach? Feedback oder Ideen sind immer gerne gesehen. :)


13.08.2012 22:15    |    primeTT    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: 8N, Audi, TT

Lange gesucht, ausgiebig begutachtet, von Dekra bestätigen lassen und anschließend über 180 Kilometer nach Hause gefahren: Seit erstem August steht der wunderschöne rote Audi TT 8N vor der Tür. Vorbesitzer wie man sie sich wünscht - Arzt, kleine Familie, scheckheftgepflegt bei Audi und nicht verheizt. Ein paar Daten zum Fahrzeug:

 

Audi TT 8N Coupé in Brillantrot

1.8T 132kw/180PS

Baujahr 07/2003, 115.000 gelaufen

Extras: 4 Airbags, Leder Alcantara, Standheizung, Sitzheizung, Xenon, Bose Soundsystem, ESP, Navigationssystem, Tempomat

 

Bisher ein absolut fantastisches Auto, innen wie neu (sogar das Leder) und außen sehr gut erhalten mit ein paar Gebrauchsspuren. Nach 5 Tagen putzen, putzen, noch mehr putzen und warten (wer denkt schon dran, Scharniere zu fetten, die Dichtungen einzuschmieren oder die Ritzen mit Zahnbürsten zu behandeln? Richtig, leider kaum jemand) hat sich die Arbeit wirklich gelohnt – der Wagen steht top da und wartet nun darauf, optisch ein noch größerer Hingucker zu werden, als er ohnehin schon ist. Nächste Woche geht er zum Aufbereiter (CAP Autopflege) zum Polieren und Versiegeln, anschließend sollen die ersten Maßnahmen ins Laufen kommen. Geplant sind unter anderem folgende Sachen:

 

Exterieur:

[ ] Dach folieren

[ ] Dachkantenspoiler

[ ] Heckdiffusor Quattro

[ ] Heckspoiler-Lippe

[ ] Lackierter Grill

[ ] Schwarze Embleme

[ ] Schwarze Felgen (roter Rand)

[ ] Schwarze Rückleuchten

[ ] Seitenblinker schwarz

[ ] S-Line Front

[ ] Spiegel folieren

[ ] Sportauspuff

[ ] Tankdeckel folieren

[ ] Tieferlegung

 

Interieur:

[ ] Quattro Sport Schalthebelmanschette

[ ] Quattro Sport Recaros

[ ] Quattro Sport Handbrems-Verkleidung

[ ] Scheiben bekleben

[ ] Soundanlage

[ ] Wildleder-Lenkrad

 

Das wird eine Menge Arbeit und einiges kosten, aber mit dieser Liste werde ich mir Zeit lassen – sehr viel Zeit lassen. Jedes Detail wird sorgfältig durchdacht und gemacht, sodass am Ende ein stimmiges rot-schwarzes Gesamtkonzept entsteht. Als erstes werde ich mit den Felgen anfangen. Ich freue mich schon tierisch auf die nächsten Fahrten und Jahre mit diesem fantastischen Wagen – hier im Blog wird jede Umbaumaßnahme natürlich mit Fotos und einem Artikel für die Nachwelt festgehalten ;-)

Über Kommentare und Anregungen/Ideen freue ich mich jederzeit.

 

Gruß, primeTT


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