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06.04.2011 22:11    |    peppar peppar    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: , , ,

Stjärnagloss Glaspärla Hyper Beader – ein kleiner Test

 

 

Bei meiner letzten Bestellung war die Neugier zu groß, um widerstehen zu können und so landete Stjärnagloss Glaspärla in meinem Warenkorb. Über die Firma konnte ich nichts Genaueres herausfinden, aber bei Titel und diversen Produktbezeichnung schließe ich mal daraus, dass es sich um ein schwedisches Produkt handelt.

 

Der Glaspärla Hyper Beader wird in der deutschen Fassung wie folgt beschrieben:

 

„Stjärnagloss Glaspärla ist für die abschließende Note auf dem Lack entwickelt.

Verdünnen Sie es 1:10 und sprühen es direkt auf Ihren Lack, Plastik und Glas.

Wischen Sie sofort mit einem sauberen Mikrofasertuch nach.

Verdünnen Sie Glaspärla 1:2 für den Einsatz in einer Foam Gun, aufsprühen und direkt wieder abspülen.

Glaspärla Hyper Beader hinterlässt einen angenehmen Glanz, aber das beste ist, wenn es regnet!

„Schwimmende“ Perlen aus Wasser strömen auf Ihrer Fahrzeugoberfläche.

Reduziert den Aufwand für den nächsten Waschgang!

Wax sicher und konzentriert! Schnelle Anwendung, geringer Aufwand!

Ideal als Trocknungshilfe. Nach dem waschen und VOR dem Trocknen einfach auf den Lack aufsprühen und beim Trocknen Zeit und Mühe sparen.“

 

 

 

Den Geruch würde ich in Richtung Glasreiniger einordnen, was die Optik betrifft, sieht man kleinste Partikel in der orangenen wässrig-dünnen Flüssigkeit schweben...ich tippe auf Wachs.

 

Für den ersten Test habe ich das Glaspärla mit normalem Leitungswasser in der Verdünnung 1:10, in einer 500 ml-Sprühflasche, angesetzt.

 

Mein Wagen ist ein halbes Jahr alt und wurde mit einer „Nanoversiegelung“ unbekannten Labels ausgeliefert, von der allerdings nach spätestens 3 Monaten nichts mehr zu sehen war. Zum Zeitpunkt dieses Tests und aus Mangel an Zeit, war mein Lack also lediglich „wetterbehandelt“.

 

 

Ablauf:

 

Gewaschen wurde der Wagen mit dem Stjärnagloss Körsbär Wash & Wax und ganz zum Schluß mit einem weichen Wasserstrahl abgespült.

 

4-5 Minuten nach dem letzten weichen Wasserstrahl, unbehandelt

 

 

Ich habe den Wagen dann mit dem Glaspärla, nach den Anwendungshinweisenbehandelt, auf den Einsatz an Glasflächen und Kunststoffen allerdings, so gut wie möglich, verzichtet.

 

Mein aller erster Eindruck war alles andere als die große Begeisterung! Überall waren leichte Schlieren zu sehen, auf dem Lack, den Scheiben und den Kunststoffen, die wohl doch etwas Sprühnebel abbekamen. Abgetrocknet hatte ich in gewohnter Weise, mit dem Orange Drying Towel, mit welchem ich noch nie irgendwelche Schlieren hatte. Der Wagen stand schattig und angetrocknet war auch nichts, da ich unmittelbar nach dem zügigen Aufsprühen mit dem MFT abtrocknete. Ein zweites gründliches Nachwischen, mit einem Poliertuch, entfernte jedoch alle Rückstände. Bei den Scheiben, zog ich vorsorglich die Wasser-Spüli-Methode vor, zumal meine Scheibenversiegelung sicherlich nicht der größte Freund irgendwelcher wachsartigen Rückstände ist.

 

Um einen Vorher-Nachher-Vergleich zu haben, ging ich nun erneut mit einem weichen Wasserstrahl, stellvertretend für den gesamten Lack, über die Motorhaube und wartete erneut 4-5 Minuten, für ein Vergleichsfoto.

 

Abgesehen von ein paar wenigen Wassertropfen an der vorderen Kante, war allerdings, nach diesem Zeitraum, die Motorhaube längst trocken. So habe ich das ganze noch einmal wiederholt und ab und an den Auslöser der Kamera gedrückt, um die Arbeit des „Hyper Beaders“ festzuhalten. So sah es dann aus, ungefähr innerhalb einer Minute:

 

 

 

Der Vollständigkeit halber, habe ich am Folgetag noch einmal Wasser auf die Motorhaube gesprüht und mit der Kamera festgehalten. Auch wenn ich hierzu kein Vergleichsfoto bieten kann, könnt ihr mir glauben, dass solch ein Abperlverhalten länger nicht mehr auf meinem Wagen gesichtet wurde ;)

 

 

 

 

Von der angesetzten Mischung habe ich bei meinem Kleinwagen um die 200-250 ml gebraucht, mit grober Aussparung von Kunststoffen und Glasflächen.

 

Mein Fazit:

 

Trotz dem anfänglichen Ärgernis über die Schlieren, die ein etwas aufwendigeres Abtrocknen oder kurzes Nachpolieren erfordern, war ich von dem Effekt des Stjärnagloss-Produktes äußerst positiv überrascht und schenke den „schwedischen Glasperlen“ ein Plätzchen in meinem Sortiment.

Die Perlen, die ich beim Einsprühen zu sehen bekam, sind sicherlich keine perfekten kugelrunden Wasserperlen, wie man sie bei einer gründlichen Wachsversiegelung sieht. Dennoch hat mich das Ergebnis, bei dieser Ausgangsbasis, ziemlich überzeugt. Einen großen Pluspunkt sehe ich darin, dass man sich recht spontan entscheiden kann, ob man diesen Schritt bei der Fahrzeugpflege integriert oder lieber auslässt, weil der Zeitaufwand, für die Anwendung, doch ziemlich gering ist.

Im Hinblick auf eine Standzeitverlängerung eines Wachses, werde ich das Stjärnagloss Glaspärla sicherlich hin und wieder einsetzen. Was den Glanz betrifft, kann ich nicht wirklich viel dazu sagen, da mein Lack ja noch ziemlich jungfräulich ist und zudem noch in einer Farbe, die wirklich viel verzeiht, es dafür aber auch umso schwieriger macht, solche Dinge zu beurteilen.

 

Bei der Anwendung auf Glas- und Kunststoffflächen hatte ich weder ein gutes Gefühl, noch ein schönes Ergebnis, davon werde ich auch weiterhin Abstand nehmen.

 

 

 

Ich bitte zu berücksichtigen, dass ich zu den Einsteigern, im Bereich der Fahrzeugpflege, zähle und dieses Produkt zu ersten Mal angewendet habe. Ich kann daher nicht ausschließen, dass die Schlierenbildung ein Fehler meinerseits war und durchaus vermeidbar gewesen wäre! Trotzdem hoffe ich, dass ich einigen Interessierten, ein kleinen Einblick in den Stjärnagloss Glaspärla Hyper Beader geben konnte.

 

In diesem Sinne...ein schwedisches...

 

Ha det så bra!


Schreiberlein


 

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