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28.06.2012 00:39    |    peppar peppar    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: , , , , , ,

Der Zahn der Zeit nagt unaufhörlich...

 

...und durfte an unserem Passat auch 10 Jahre ungehemmt knabbern.

 

Die „Bissspurenbeseitigung“ dann durchgeführt und beibehalten, war nun, nach 11 Jahren, mal wieder Zeit was Neues zu testen...im Visier: die Kunststoffe und Gummis.

 

Meine Wahl fiel auf den C4 Permanent Trim Restorer von Gtechniq und weil es zum Vergleich lockte: das neue Cquartz DLUX von CarPro... beides Nanoprodukte für Kunststoff und Gummi und, laut Hersteller, mit beträchtlicher Standzeit.

 

 

Gtechniq C4 Permanent Trim Restorer ist als 15 ml Flasche erhältlich und hätte bei einem Liter den amüsanten Preis von ~1993 Euro. Der Hersteller spricht von einer Standzeit bis zu 2 Jahren, einem matten Finish und grenzt die Anwendungsbereiche auf unlackierte Kunststoffe und Gummis ein. Anwendungshinweise befinden sich auf der Rückseite der Flasche.

 

 

Cquartz DLUX wird als 30ml Flasche geliefert und käme auf ~832 Euro/ Liter. CarPro nennt eine Standzeit von bis zu einem Jahr, Anwendungsbereiche sind Kunststoff, Gummi und alle Arten von Felgen. Die Anwendung wird hier ebenfalls auf der Rückseite der Flasche beschrieben.

 

 

 

 

 

Beide Produkte setzen für die Applikation voraus:

gründlich gereinigte, von Vorgängerprodukten befreite und entfettete Oberflächen - zum Zeitpunkt der Applikation kühl und trocken, ohne direkte Sonneneinstrahlung.

 

Gtechniq C4 wird, mittels beigelegten Wattepads, dünn aufgetragen und umgehend vom Überschuss befreit. „Immediately“ steht auf der Rückseite der Flasche...:rolleyes:

 

Dem Cquartz DLUX liegen Tücher und ein Applikatorschwamm ebenfalls bei, also wird das Produkt hiermit dünn auf der Oberfläche verteilt. Im Gegensatz zu C4, ist bei bei diesem Produkt nun aber eine Wartezeit, von einigen Minuten (temperaturabhängig), einzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt ist das Ergebnis sehr glänzend - nicht erschrecken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Entfernen des Produktüberschusses, nimmt man ein weiches Mikrofasertuch und wischt sanft, eher einem Abtrocknen vergleichbar, über die Fläche, bis evtl. Schlieren beseitigt sind. Dies ist bei beiden Produkten ohne besondere Ansprüche, an die Machart des Mikrofasertuches, angegeben - fusselfrei sollte es aber schon sein.

 

1-3 Stunden nach der Applikation des Cquartz DLUX, sollte das Auto nicht bewegt werden und bis zum Ablauf von 24 h, ist Regen/Wasser unbedingt zu vermeiden! Gtechniq erwähnt diesbezüglich nichts, also ist C4 wohl direkt belastbar.

 

Ich hatte mich, bei der Aufteilung der Flächen, spontan entschieden. Ein Schachbrettmuster durch evtl. Produktunterschiede, wollte ich möglichst vermeiden und uninteressante Bereiche, setzte ich nicht in direkten Vergleich.

 

Uninteressante Bereiche waren für mich: Dichtungsgummis und Wasserschutzleiste im Bereich der Windschutzscheibe, weil diese in halbes Jahr zuvor erneuert wurden. Genauso wenig Herausforderung, sah ich in Front- und Heckschürze, weil dieser Kunststoff einfach noch ordentlich und unverblasst aussah, wenn im Frontbereich nach ~180000 km auch aufgeraut.

 

Mein Hauptinteresse lag vielmehr bei den Teilen, bei denen die 11 Jahre nicht mehr zu leugnen waren, denn hier könnten beide Produkte wirklich ihr Können beweisen.

 

Gtechniq C4 kannte ich bereits, also schnappte ich mir - zum Aufwärmen - das Cquartz DLUX und startete mit der Heckschürze, aus der Kategorie „uninteressant“.

 

Hatte ich irgendwo erwähnt, dass ich diesen Bereich als ordentlich, in Farbe und Zustand, betrachtete...? ;)

 

 

 

 

 

Es folgten die Leisten im Bereich Türen und Schweller.

Diese sind eigentlich aus Hartgummi, bei unserem 3BG aber mittlerweile so hart, dass sie glatt als Kunststoff durchgehen. Verblasst sind sie sowieso...

 

Hier setzte ich DLUX im Bereich der Türen ein und C4 im Bereich des Schwellers.

 

 

Außer dass DLUX nach dem Nachwischen zunächst seidenmatt und C4 direkt matt erschien, war farblich kein Unterschied auszumachen. Ich hatte den Eindruck, dass Cquartz DLUX kleine Materialschäden (Steinschläge etc.) ein wenig besser kaschiert.

 

Bei den Fensterdichtungen, trennte ich nach Seiten. Auf die Fahrerseite kam DLUX, auf die Beifahrerseite C4. Diese Dichtungen waren vom Außenspiegel bis zum Kofferraum grau, stumpf und tendenziell unruhig/fleckig, aber durchaus noch als Gummi identifizierbar.

 

 

Die festverklebten Bereiche - die Seitenfenster des Kofferraums- waren am stärksten mitgenommen. Hier saßen, bis letzten Sommer, partiell Verkrustungen, die nur mühsam zu entfernen waren. Auch wenn das Gummi nicht sichtbar rissig oder porös erschien, bildeten sich, nach gewisser Zeit, immer wieder klar abgegrenzte, helle Flecken.

 

Cquartz DLUX zeigte an dieser Stelle, ein einziges Mal, eine Auffälligkeit - es schien einzuziehen. Hier legte ich kurzerhand, während der ersten 5 Minuten etwas nach, bis der übliche, glänzende Zustand erreicht war (5 Minuten setzte ich bei 20° C als Wartezeit an). Nach Abnahme des Produktüberschusses, waren sämtliche Dichtungen nun farblich angeglichen und seidenmatt - ohne erkennbare Flecken.

 

Gtechniq C4 zeigte keine Auffälligkeiten bei der Applikation, dafür aber beim Ergebnis. Dem intakten Gummi gab er in üblicher Weise seine Ursprungsfarbe zurück, die Flecken konnte er aber lediglich nachdunkeln. Sie waren eindeutig sichtbar geblieben, eine farbliche Angleichung fand nicht statt.

 

 

 

 

 

Nach dieser Feststellung war für mich klar, dass der Kühlergrill alleine dem Cquartz DLUX vorbehalten wäre. Dessen Kunststoff war sehr stumpf, stark verblasst und teilweise fleckig.

 

 

Den restlichen Kunststoffbereich der Front, schloss ich dann ebenfalls mit Cquartz DLUX ab, dieser Bereich stand ja aber nicht im Focus meines Tests.

 

Passt...! :)

 

 

Meine persönlichen Eindrücke...

 

Im Allgemeinen, haben beide Produkte die verblassten Teile wieder in ein schönes sattes Schwarz verwandelt, beide auf gleichem Niveau. C4 ist direkt matt aufgetrocknet, Cquartz DLUX ist zunächst seidenglänzend und bekommt nach und nach, während der Trocknungsphase, das matte Finish. „Matt“ ist so zu verstehen, dass beide Produkte den Charakter des Ausgangsmaterials einfach beibehalten. Ein seidenglänzender Kunststoff ist nicht matter als zuvor, mattes Material nicht glänzender...so mein Eindruck.

 

Der Extremfall bringt C4 eindeutig an seine Grenzen. Sind fleckige Areale im Material oder Aufhellungen, durch Beschädigung wie Steinschläge, Kratzer etc., bleiben diese sichtbar, wenn auch nachgedunkelt. Cquartz DLUX schafft es diese Problembereiche in gewissem Maße anzugleichen.

 

Die Wartezeit bis zu Abnahme des Produktüberschusses, hat mich beim Cquartz DLUX zu keinem Zeitpunkt gestört. Während der Trocknung des einen Bauteils, wurde einfach das nächste behandelt. Hatte ich eine kleine Stelle übersehen, wurde innerhalb dieser Zeit problemlos nachgelegt...alles in einer angenehmen Arbeitsgeschwindigkeit.

 

Die vollständige Aushärtungsphase, von 24h ohne Wasserkontakt, ist natürlich etwas, das einkalkuliert werden muss. Ich hatte das Ganze ja geplant und das passende Wetter vorbestellt, aber sicherlich ist das ein Argument, das für Gtechniq C4 spricht.

 

Mal schnell, im Vorbeigehen, ein Bauteil behandelt, ist man mit Gtechniq C4 sicherlich schneller unterwegs und hat keine Wartezeit im Anschluss.

 

Bei diesem Produkt, gefiel mir am wenigsten die verwaschene Formulierung „immediately“ oder „as soon as possible“ (Herstellerseite), was das Nachwischen betrifft. Bei einem großen Bauteil und milden Temperaturen sicherlich nichts, vorüber man nachdenken müsste. Bei hochsommerlichen Temperaturen und einem verzwickten Bauteil, wie z.B. einem Wabengrill, könnte das aber eine sehr sportliche Angelegenheit werden!

 

Die bessere Ausstattung liefert Cquartz DLUX. Mit dem Applikatorschwamm, den man mit einem Tuch umwickelt verwendet, lässt sich auf den großen Flächen wunderbar und zügig arbeiten. Die Velourtücher zeigen sich komfortabler als Wattepads, weil sie noch präziser anwendbar, definitiv fusselfrei und sehr lange einsetzbar bleiben. Eine nicht zu verachtende Kleinigkeit, ist ein Kunststoffeinsatz in der DLUX-Flasche, der das Produkt tropfenweise abgibt (wie bei medizinischen Tropfen). Spätestens als mir die offene C4-Flasche kippte, wusste ich, wie fein so etwas doch ist - wenn es auch nicht unbedingt die Motivation des Herstellers gewesen sein mag...;)

 

Aufgrund von Preis, Ausstattung, „Härtefallbewältigung“ und „Gemütlichkeit“, wurde das Cquartz DLUX mein persönlicher Favorit, wenn es letztlich auch nur um Nuancen ging.

 

Eins haben beide Produkte auf jeden Fall gemeinsam: wenn auch völlig unterschiedlichen Charakters, sind sie einfach zu handhaben und äußerst sparsam in der Anwendung, was den Preis doch relativiert.

 

 

 

Nachtrag: Das Cquartz DLUX hat eine begrenzte Haltbarkeit, die dem C.Quartz identisch ist. Laut Hersteller ist hierbei von 6 Monaten die Rede, wobei Temperatur und Feuchtigkeit Einfluß nehmen können. Gut verschlossen und trocken gelagert, würde ich das Cquartz (DLUX) relativ zeitnah aufbrauchen.

 

Noch eine Sache...

Ich weiß nicht mehr wo ich es aufgeschnappt habe, aber beim C.Quartz (ohne DLUX) sollte man die Wagenwäsche eine Woche lang vermeiden. Das C.Quartz ist nach der vollständigen Aushärtung Regen und Wasser gegenüber stabil, bei Reinigern ist aber Vorsicht geboten... in dieser Anfangszeit. Da CquartzDLUX ein modifiziertes C.Quartz ist, würde ich es auch bei diesem Produkt so halten und mich 7 Tage lang beherrschen...weil es schlichtweg nicht schaden kann. Einfach wegschauen, wenn die Kiste dreckig ist...die Nanotierchen müssen erst wohnhaft werden! ;)


16.06.2012 14:53    |    peppar peppar    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: , , , ,

„Nano“ ist kein Gütesiegel...

 

...das durfte ich des Öfteren schon feststellen. Dennoch wollte ich dem folgenden Produkt eine Chance geben, weil die Recherchen im Netz doch sehr vielversprechend klangen.

 

C.Quartz ist eine „Keramikversiegelung“, bestehend aus ~20nm großen Siliziumdioxid- und Titandioxid-Partikeln, die, neben dem Lack, auf verschiedenen Fahrzeugflächen angewendet werden kann. Hersteller ist die Firma CarPro, die so mancher von euch vielleicht durch „Iron X“ kennt.

 

Geliefert wird das Produkt in einem verschweißten Alubeutel, zusammen mit einem Applikator, einigen kleinen Velourtüchern und etwas Silicatgel zur Trockenhaltung.

Die C.Quartz-Flasche ist zusätzlich folienversiegelt, wobei innerhalb dieser Folie ein Aufkleber, mit Label und Chargennummer, beiliegt. Anwendungshinweise findet man, in knapper Form, auf der Außenseite der Verpackung.

 

Auf dem Foto sieht man einen leicht veränderten Packungsinhalt gegenüber der vorherigen Version. Zuvor war der Applikator ein ganzes Stück breiter und der Verpackung zusätzlich ein paar Wattepads beigelegt.

 

Wäre alles reibungslos abgelaufen, wüsste ich bis heute nicht, dass der Verpackungsinhalt ein wenig umgestellt wurde, aber mir war doppelter Spaß vergönnt! :rolleyes:

 

Bei der 1. Versiegelung hatte ich das Auto zuvor gewaschen, geknetet, poliert, nachgereinigt, entfettet, abgeklebt und direkt vor der Applikation noch einmal entfettet (IPA).

Die Temperaturen lagen bei 27°C, ganz im Rahmen des C.Quartz, welches bis 30°C appliziert werden kann.

 

Der Ablauf unterschied sich von anderen Beschreibungen lediglich dadurch, dass der übliche Schleier, der sich nach dem Auftrag zeigt, bei mir in den Farben des Regenbogens schimmerte.

 

Dieser Schleier kam auch nicht zeitverzögert, sondern sozusagen direkt hinter dem Applikator zum Vorschein, und selbst das spätere Abnehmen dieses Schleiers, erschien mir viel zu leicht, im Vergleich zu dem, was andere vor mir, schilderten.

 

Ich kontaktierte den Shop, dieser zusätzlich den Hersteller und so begab man sich auf Fehlersuche.

 

 

Neben akribischer Beschreibung meiner Vorgehensweise, startete ich einen Gegentest, an einem alten Motorradtank - unter identischen Witterungsbedingungen. Das gleiche Bild - ein Regenbogeneffekt. Hatte ich doch die Hoffnung, dass es nur an meiner Lackfarbe lag... :rolleyes:

Ein Anwendungsfehler war nicht auszumachen, allerdings blieb eine Unbekannte in der Geschichte stets erhalten: die Luftfeuchtigkeit.

 

Meine Wetterstation ist hier äußerst kreativ und die Wetterdienste sind sich auch selten einig - also bleibt da nur mein Gefühl. Unter dem Einfluß von 27°C und stundenlangem Werkeln am Auto, blieb mir dann aber auch nur noch eine wage Einschätzung, dass es eher „drückend“ war.

 

Da sich mein Polo, im trockenen Zustand, völlig unauffällig zeigte, wollte ich die 1. Wäsche abwarten, die nicht vor Ablauf von 7 Tagen stattfinden soll. Selten mit so viel Hochspannung mein Auto gewaschen, war das Ergebnis durchwachsen...

An manchen Stellen ein beeidruckender Abperleffekt, an anderen, wie ich ein C.Quartz nach einigen Monaten einschätzen würde. An der vorderen Dachkante sogar eine Stelle, die beim Abtrocknen wirkte, als wenn sich zum falschen Zeitpunkt Tau darauf abgelegt hätte. Alles nicht wirklich dramatisch, aber eben mit dem Restrisiko, dass sich das C.Quartz vielleicht vorzeitig verabschieden würde und der Winter war nicht mehr so weit entfernt.

 

Lange Rede – kurzer Sinn: ich entschied mich, das ganze Procedere zu wiederholen.

 

Das heißt bei C.Quartz allerdings auch: polieren...

C.Quartz ist nur abrasiv entfernbar (klar, habe ich einen erfolglosen Test mit 99,9% Isopropanol durchgeführt ;)).

 

Neues Spiel, neues Glück... neue Applikation - aus Zeitgründen aber nur eine Schicht und neben einem geleckten Wagen ganz wichtig: perfektes Wetter! Es herrschten nun gnädige 20-21°C und nicht der Hauch einer überhöhten Luftfeuchtigkeit war spürbar- herrlich!

 

Wie beim ersten Mal auch...

 

...beträufeln...beträufeln...im Kreuzgang auftragen...im Kreuzgang auftragen...Uhrzeit im Blick...Uhrzeit im Blick

 

Restschleier auspolierenRestschleier auspolieren

Im Gegensatz zum ersten Mal, bildete sich der Schleier nun zeitverzögert und war hellgrau, wie des Öfteren auf Bildmaterial gesehen. Bei Bedarf, hätte ich jetzt auch, mit ausreichend Zeit, nachkorrigieren können. Das Abnehmen des Produktschleiers war dieses Mal auch so, wie von anderen beschrieben - gewöhnungsbedürftig und relativ anstrengend. Hier empfand ich Velourtücher am besten. Je kürzer die Faserstruktur, umso so leichtgängiger das Nachpolieren, denn das C.Quartz fühlt sich zu diesem Zeitpunkt an, wie eine gummierte Oberfläche.

 

 

 

 

 

Der Applikator hat die Anwendung nicht so tapfer gemeistert. Man kommt damit zweifellos an Ziel, aber die 1.Generation war doch um einiges komfortabler. Bei dieser schmalen Variante, neigt das Tuch andauernd zum Verrutschen, und irgendwann wird’s auch in den Fingern krampfig. Ich hoffe, man hat mittlerweile wieder auf die 1. Variante umgestellt.

 

 

 

 

 

 

Nach der Aushärtungszeit von 48h wollte ich Vorher-Nachher-Bilder schießen, aber ein Haufen Wolken kam aus dem Nichts herbeigeeilt und drängelte sich mal wieder ins Bild...:mad:

Bei einem knapp einjährigen Wagen, der nur Handwäsche kennt, war die Ausgangsbasis natürlich keine Herausforderung. Von meinem Empfinden her, würde ich es so beschreiben, dass C.Quartz genau das fixiert, was gegeben ist. Es nimmt keinen Glanz heraus, es legt aber auch keinen obendrauf...so eine Art „Snapshot“. Peppergrey-Metallic mag aber auch nicht gerade die auskunftsfreudigste Farbe sein...

 

 

 

Die erste Wäsche bestätigte mir, dass der 2. Anlauf eine gute Entscheidung war. Ich hatte nun überall gleichmäßig einen tollen Abperleffekt, keine Flecken oder sonst was... einfach wie es sein sollte. Hier habe ich natürlich ein bisschen mit den Einstellungen meiner Gartenbrause gespielt...:)

 

 

Die folgenden Fotos sind nicht alle direkt nach einer Wäsche entstanden. Regen zog ich immer vor, weil ich mir doch einen Unterschied zwischen unserem Leitungswasser und Regenwasser einbilde. Das Foto mit Fensterdichtungen liegt darin begründet, daß diese ungeplant zum C.Quartz kamen (ich hatte nach Beendigung der Arbeiten und Abziehen des Klebebandes ganz offensichtlich C.Quartz an den Fingern *räusper*). Ich verwendete über den ganzen Zeitraum ein Shampoo, frei von rückpflegenden Stoffen oder Glanzverstärkern - für einen unverfälschten Eindruck. Nach Lust und Laune kam das, für eine Auffrischung vorgesehene, „Reload“, zum Einsatz. Den Einfluss des Reload zeigen immer die darauf folgenden Bilder. Direkt nach der Applikation, habe ich den eben frisch gewaschenen, mit Reload behandelten und abgetrockneten Wagen nicht mehr nass gemacht... ich habe Nachbarn....:D

 

nach 6 Wochen: Wäsche

 

nach 9 Wochen: Wäsche + Reload

 

nach 11 Wochen: Wäsche

 

nach 15 Wochen: Wäsche + Reload

 

nach 15 Wochen: Regen

 

(nach 21 Wochen: Wäsche + Reload - ohne Fotos)

 

nach 25 Wochen: Väterchen Frost und ein verstellter Weißabgleich... ;)

 

nach 25 Wochen: Regen

 

nach 28 Wochen: Wäsche + Reload

 

nach 32 Wochen: Regen

 

nach 32 Wochen: Wäsche

 

nach 35 Wochen: Regen

 

nach 37 Wochen: Wäsche + Testende

 

Neben der Tatsache, dass sich an Motorhaube und Dach nun Pfützen bilden, sind hier und da auch Ablagerungen auf dem Lack (liegende Flächen). Dieser zeigt sich rein nur bei feuchtem Zustand und wurde durch die normale Wäsche nicht entfernt. Mit "Reload" lies er sich, unter leichtem Druck und ohne große Mühe, entfernen. Seiten und Heckpartie, also die weniger belasteten Flächen, sind noch völlig intakt. Die Haptik ist allgemein aber nun eher stumpf... alles nicht mehr so schön und deswegen Ende der Testphase...nach 258 Tagen und 7200 km.

 

 

 

 

 

Fazit:

 

Trotz anfänglicher „Nano-Skepsis“, hat mich C.Quartz nicht enttäuscht. Gerade als Winterversiegelung finde ich dieses Produkt äußerst interessant. Ich hatte nie den Anspruch, dass die Versiegelung ein Jahr (laut Produktbeschreibung) hält, mein Wunschziel von 6 Monaten hat es ja aber sogar übertroffen. Es ist äußerst robust und kann bei evtl. Umwelteinflüssen, die das Shampoo nicht beseitigt, mit Isopropanol abgewischt und damit wieder "frei geschaufelt" werden.

 

Einen kleinen Wehrmutstropfen sehe ich in der Haptik des Lackes. Wer auf atemberaubende Glätte steht, wird enttäuscht werden. Nach der vollständigen Aushärtung, ist der Lack in einem Zustand, wie man ihn in vielen Showrooms ertasten kann...ohne Bonusglätte.

 

Jemandem, der mit C.Quartz in die Fahrzeugpflege einsteigen will, würde ich davon abraten.

Zwar ist es für den Endverbraucher gedacht und nicht gerade hochkomplex, aber dafür verzeiht es Fehler und unstimmige Faktoren zu wenig. Ein frisch ausgehärtetes C.Quartz, durch eine Handpolitur zu beseitigen, kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

 

Wer diese Keramikversiegelung in Erwägung zieht, dem lege ich nahe, zumindest den User Guide auf der Herstellerseite zu lesen, denn die Anwendungshinweise auf der Verpackung sind meines Erachtens zu dürftig.

 

Empfindliche Nasen seinen gewarnt! Die Trägerstoffe, die sich beim Auftrag verflüchtigen, haben es in sich!

 

Was den Verbrauch betrifft, kann ich jetzt nur von meinem kleinen Polo ausgehen. Die Flasche war für 2 Schichten C.Quartz ausreichend...die Anwendung auf reine Lackflächen bezogen.

 

Am Rande sei noch erwähnt, dass auf der Herstellerseite (unter „Testimonials“) ein unabhängiger Labortest nach ISO-Norm zu finden ist. Ich kann zwar wenig damit anfangen, halte es aber für eine lobenswerte Sache.

 

Grüße

Peppar


Schreiberlein


 

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