28.06.2012 00:39
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peppar
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16.06.2012 14:53
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peppar
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„Nano“ ist kein Gütesiegel...
...das durfte ich des Öfteren schon feststellen. Dennoch wollte ich dem folgenden Produkt eine Chance geben, weil die Recherchen im Netz doch sehr vielversprechend klangen.
C.Quartz ist eine „Keramikversiegelung“, bestehend aus ~20nm großen Siliziumdioxid- und Titandioxid-Partikeln, die, neben dem Lack, auf verschiedenen Fahrzeugflächen angewendet werden kann. Hersteller ist die Firma CarPro, die so mancher von euch vielleicht durch „Iron X“ kennt.
Geliefert wird das Produkt in einem verschweißten Alubeutel, zusammen mit einem Applikator, einigen kleinen Velourtüchern und etwas Silicatgel zur Trockenhaltung. Die C.Quartz-Flasche ist zusätzlich folienversiegelt, wobei innerhalb dieser Folie ein Aufkleber, mit Label und Chargennummer, beiliegt. Anwendungshinweise findet man, in knapper Form, auf der Außenseite der Verpackung.
Auf dem Foto sieht man einen leicht veränderten Packungsinhalt gegenüber der vorherigen Version. Zuvor war der Applikator ein ganzes Stück breiter und der Verpackung zusätzlich ein paar Wattepads beigelegt.
Wäre alles reibungslos abgelaufen, wüsste ich bis heute nicht, dass der Verpackungsinhalt ein wenig umgestellt wurde, aber mir war doppelter Spaß vergönnt!
Bei der 1. Versiegelung hatte ich das Auto zuvor gewaschen, geknetet, poliert, nachgereinigt, entfettet, abgeklebt und direkt vor der Applikation noch einmal entfettet (IPA). Die Temperaturen lagen bei 27°C, ganz im Rahmen des C.Quartz, welches bis 30°C appliziert werden kann.
Der Ablauf unterschied sich von anderen Beschreibungen lediglich dadurch, dass der übliche Schleier, der sich nach dem Auftrag zeigt, bei mir in den Farben des Regenbogens schimmerte.
Dieser Schleier kam auch nicht zeitverzögert, sondern sozusagen direkt hinter dem Applikator zum Vorschein, und selbst das spätere Abnehmen dieses Schleiers, erschien mir viel zu leicht, im Vergleich zu dem, was andere vor mir, schilderten.
Ich kontaktierte den Shop, dieser zusätzlich den Hersteller und so begab man sich auf Fehlersuche.
Ein Anwendungsfehler war nicht auszumachen, allerdings blieb eine Unbekannte in der Geschichte stets erhalten: die Luftfeuchtigkeit.
Meine Wetterstation ist hier äußerst kreativ und die Wetterdienste sind sich auch selten einig - also bleibt da nur mein Gefühl. Unter dem Einfluß von 27°C und stundenlangem Werkeln am Auto, blieb mir dann aber auch nur noch eine wage Einschätzung, dass es eher „drückend“ war.
Da sich mein Polo, im trockenen Zustand, völlig unauffällig zeigte, wollte ich die 1. Wäsche abwarten, die nicht vor Ablauf von 7 Tagen stattfinden soll. Selten mit so viel Hochspannung mein Auto gewaschen, war das Ergebnis durchwachsen... An manchen Stellen ein beeidruckender Abperleffekt, an anderen, wie ich ein C.Quartz nach einigen Monaten einschätzen würde. An der vorderen Dachkante sogar eine Stelle, die beim Abtrocknen wirkte, als wenn sich zum falschen Zeitpunkt Tau darauf abgelegt hätte. Alles nicht wirklich dramatisch, aber eben mit dem Restrisiko, dass sich das C.Quartz vielleicht vorzeitig verabschieden würde und der Winter war nicht mehr so weit entfernt.
Lange Rede – kurzer Sinn: ich entschied mich, das ganze Procedere zu wiederholen.
Das heißt bei C.Quartz allerdings auch: polieren... C.Quartz ist nur abrasiv entfernbar (klar, habe ich einen erfolglosen Test mit 99,9% Isopropanol durchgeführt
Neues Spiel, neues Glück... neue Applikation - aus Zeitgründen aber nur eine Schicht und neben einem geleckten Wagen ganz wichtig: perfektes Wetter! Es herrschten nun gnädige 20-21°C und nicht der Hauch einer überhöhten Luftfeuchtigkeit war spürbar- herrlich!
Wie beim ersten Mal auch...
Im Gegensatz zum ersten Mal, bildete sich der Schleier nun zeitverzögert und war hellgrau, wie des Öfteren auf Bildmaterial gesehen. Bei Bedarf, hätte ich jetzt auch, mit ausreichend Zeit, nachkorrigieren können. Das Abnehmen des Produktschleiers war dieses Mal auch so, wie von anderen beschrieben - gewöhnungsbedürftig und relativ anstrengend. Hier empfand ich Velourtücher am besten. Je kürzer die Faserstruktur, umso so leichtgängiger das Nachpolieren, denn das C.Quartz fühlt sich zu diesem Zeitpunkt an, wie eine gummierte Oberfläche.
Bei einem knapp einjährigen Wagen, der nur Handwäsche kennt, war die Ausgangsbasis natürlich keine Herausforderung. Von meinem Empfinden her, würde ich es so beschreiben, dass C.Quartz genau das fixiert, was gegeben ist. Es nimmt keinen Glanz heraus, es legt aber auch keinen obendrauf...so eine Art „Snapshot“. Peppergrey-Metallic mag aber auch nicht gerade die auskunftsfreudigste Farbe sein...
Die erste Wäsche bestätigte mir, dass der 2. Anlauf eine gute Entscheidung war. Ich hatte nun überall gleichmäßig einen tollen Abperleffekt, keine Flecken oder sonst was... einfach wie es sein sollte. Hier habe ich natürlich ein bisschen mit den Einstellungen meiner Gartenbrause gespielt...
Die folgenden Fotos sind nicht alle direkt nach einer Wäsche entstanden. Regen zog ich immer vor, weil ich mir doch einen Unterschied zwischen unserem Leitungswasser und Regenwasser einbilde. Das Foto mit Fensterdichtungen liegt darin begründet, daß diese ungeplant zum C.Quartz kamen (ich hatte nach Beendigung der Arbeiten und Abziehen des Klebebandes ganz offensichtlich C.Quartz an den Fingern *räusper*). Ich verwendete über den ganzen Zeitraum ein Shampoo, frei von rückpflegenden Stoffen oder Glanzverstärkern - für einen unverfälschten Eindruck. Nach Lust und Laune kam das, für eine Auffrischung vorgesehene, „Reload“, zum Einsatz. Den Einfluss des Reload zeigen immer die darauf folgenden Bilder. Direkt nach der Applikation, habe ich den eben frisch gewaschenen, mit Reload behandelten und abgetrockneten Wagen nicht mehr nass gemacht... ich habe Nachbarn....
nach 6 Wochen: Wäsche
nach 9 Wochen: Wäsche + Reload
nach 11 Wochen: Wäsche
nach 15 Wochen: Wäsche + Reload
nach 15 Wochen: Regen
(nach 21 Wochen: Wäsche + Reload - ohne Fotos)
nach 25 Wochen: Väterchen Frost und ein verstellter Weißabgleich...
nach 25 Wochen: Regen
nach 28 Wochen: Wäsche + Reload
nach 32 Wochen: Regen
nach 32 Wochen: Wäsche
nach 35 Wochen: Regen
nach 37 Wochen: Wäsche + Testende
Fazit:
Trotz anfänglicher „Nano-Skepsis“, hat mich C.Quartz nicht enttäuscht. Gerade als Winterversiegelung finde ich dieses Produkt äußerst interessant. Ich hatte nie den Anspruch, dass die Versiegelung ein Jahr (laut Produktbeschreibung) hält, mein Wunschziel von 6 Monaten hat es ja aber sogar übertroffen. Es ist äußerst robust und kann bei evtl. Umwelteinflüssen, die das Shampoo nicht beseitigt, mit Isopropanol abgewischt und damit wieder "frei geschaufelt" werden.
Jemandem, der mit C.Quartz in die Fahrzeugpflege einsteigen will, würde ich davon abraten. Zwar ist es für den Endverbraucher gedacht und nicht gerade hochkomplex, aber dafür verzeiht es Fehler und unstimmige Faktoren zu wenig. Ein frisch ausgehärtetes C.Quartz, durch eine Handpolitur zu beseitigen, kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Wer diese Keramikversiegelung in Erwägung zieht, dem lege ich nahe, zumindest den User Guide auf der Herstellerseite zu lesen, denn die Anwendungshinweise auf der Verpackung sind meines Erachtens zu dürftig.
Empfindliche Nasen seinen gewarnt! Die Trägerstoffe, die sich beim Auftrag verflüchtigen, haben es in sich!
Was den Verbrauch betrifft, kann ich jetzt nur von meinem kleinen Polo ausgehen. Die Flasche war für 2 Schichten C.Quartz ausreichend...die Anwendung auf reine Lackflächen bezogen.
Am Rande sei noch erwähnt, dass auf der Herstellerseite (unter „Testimonials“) ein unabhängiger Labortest nach ISO-Norm zu finden ist. Ich kann zwar wenig damit anfangen, halte es aber für eine lobenswerte Sache.
Grüße Peppar |
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