27.11.2010 23:17
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peppar
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Antibeschlagversiegelung,
Anti-Fog,
Kerona
Eigentlich...
...wollte ich ja einen Langzeittest starten...für die Antibeschlagversiegelung „Anti-Fog“ von „Kerona“...oder den Versuch die Physik auszutricken. Der Blick aufs Außenthermometer in der letzten Zeit, hat mich dann aber doch zum Einbau einer Standheizung getrieben und so verändern sich wohl nun die zukünftigen Testergebnisse. Mein Erfahrungswert bezieht sich deshalb auf einen Zeitraum von 1,5 Monaten und der Erstanwendung als absoluter Laie. Vielleicht helfen dem ein oder anderen Interessierten, trotz allem, meine ersten Gehversuche mit diesem Produkt, denn bisher sind Erfahrungsberichte darüber, meines Erachtens, recht rar...soviel schon mal vorab.
Auslöser dieses Produkt auszutesten, war die Tatsache, dass mir beschlagene Scheiben doch ziemlich auf den Zeiger gehen! Es ist ja nicht so, dass man dem Beschlag nicht Herr werden könnte, u.a. durch den Einsatz der Lüftung, Klimaanlage, Trockenmittelchen, Vermeidung von Feuchtigkeit im Innenraum oder einfach durch „zuhause bleiben“, aber den Beschlag erst gar nicht entstehen zu lassen, hielt ich doch für die beste Idee!
Zufällig auf der Homepage des Herstellers auf dieses Produkt aufmerksam geworden, las ich vor meiner Kaufentscheidung dort folgende Beschreibung:
„Kerona Anti-Fog ist ein hochwirksames Antibeschlagmittel für Kunststoff- und Glasoberflächen. Die neuartige Reinigungsformel entfernt Schmutzpartikel und hinterlässt einen ultradünnen, lang anhaltenden und transparenten Antibeschlagfilm. Für eine streifenfreie, glasklare Sicht.
Kerona Anti-Fog eignet sich für: ·Fahrzeuginnenscheiben ·Motorrad- und Helmvisiere ·Brillen und Maske ·Badezimmerspiegel
Kerona Anti-Fog Vorteile: ·Verhindert zuverlässig Beschlagbildung ·Lang anhaltender Schutz ·Entfernt Verschmutzungen ·Universell einsetzbar
Einsatzbereich: Autopflege, Motorradpflege, Camping, Bootspflege, Haushalt, Brillenpflege Inhalt: 50 ml
·Oberfläche von grobem Schmutz reinigen. ·Kerona Anti-Fog sparsam auf ein fusselfreies, weiches Tuch geben. ·Oberfläche abschnittsweise sorgfältig polieren. Fertig.“
„Fertig? Ist das alles? Klingt ja einfach...“ dachte ich und so war es auch schon im Warenkorb.
Nach der Lieferung hielt ich dann eine kleine weiße Flasche in der Hand, die mir aufgrund ihrer Größe, bereits ein Gefühl für das Wort „sparsam“ vermittelte und rückseitig folgenden Hinweis enthielt: „Verbrauch: ausreichend für ca. 3-5 m²“. Die Flüssigkeit war wässrig in der Konsistenz, glasklar und mit einem leichten Geruch von Lösungsmitteln versehen, die Anwendungshinweise blieben, wie die oben aufgeführten, unverändert „knapp“.
Da ich nicht so recht wusste, welche Rückschlüsse ich bei: „Oberfläche von grobem Schmutz reinigen“ auf die Reinigungswirkung des Produktes- bei gleichzeitiger Versiegelung, ziehen konnte, habe ich mich entschieden, die Scheiben vorzureinigen- mit Wasser und etwas Pril. Eine saubere Schiebe hielt ich einfach für die beste Basis und so konnte es auch schon losgehen!
Bewaffnet mit ein paar fusselfreien Baumwolltüchern und dieser putzigen Flasche, machte ich mich dann an die Arbeit. Mit einem gewissen Maß an Misstrauen, beschränkte ich mich vorerst auf die Innenseite der Heckscheibe, denn der Anwendungshinweis „Oberfläche abschnittsweise sorgfältig polieren. Fertig.“ verriet mir ja nicht wirklich, wie hoch der Polieraufwand tatsächlich ausfallen würde. Die Heckscheibe hielt ich zudem, mit ihrer Beschlagsneigung und Zugänglichkeit beim Arbeiten, für einen hervorragenden Testkandidaten!
Ärmel hochgekrempelt, zwei Finger in das saubere Baumwolltuch gesteckt, durch kurzes Kippen der Flasche, jeden Finger mit einem Tropfen Flüssigkeit betupft und los ging’s: in kleinen, kreisenden Bewegungen, in einer oberen Ecke beginnend, zügig aufgetragen, bis das Tuch keine Flüssigkeit mehr abgab. Ich war überrascht, dass diese geringe Menge Flüssigkeit, eine Fläche von ca. DIN A 5 bedeckte. Schleier, Trübungen, Film o.ä. konnte ich gar nicht feststellen und so arbeitete ich mich nach und nach auf der Scheibe vor. Anschließend polierte ich, der Anweisung folgend, mit einem neuen, sauberen und fusselfreien Baumwolltuch, die behandelte Scheibe nach, aber nur ein wenig und noch ein wenig mehr den Sinn dieses Polierens hinterfragend, zumal keinerlei Schleier oder derartiges zu sehen war...!? Und weil ich gerade so herrlich drin war (die Nachbarschaft nickte mir mittlerweile im Vorbeigehen mitleidig lächelnd zu)
Nach der Behandlung mit diesem Anti-Fog waren die Scheiben glatt, wie ein Baby-Popo! Wenn man eine Stelle versehentlich ausgelassen hatte, war dieses durch das „Nachpolieren“, es war wohl mehr ein gründliches Nachwischen, direkt spürbar und fühlte sich fast an, als wenn die Scheibe gar nicht ebenmäßig wäre. Diese Stellen konnte ich aber problemlos ergänzen, so dass sich letztlich die ganze Scheibe plan und glatt anfühlte. Ob das der Sinn des Nachpolierens war? Ich wurde nicht ganz schlau, aus diesem Verarbeitungshinweis...
In den folgenden 3-4 Wochen hatte ich die Behandlung fast vergessen, denn ich hatte ja im hinteren Bereich keine beschlagenen Scheiben mehr und der Schalter für meine Heckscheibenheizung fing Staub, wenn mich nicht bei Nässe, vor allem die Frontscheibe, des öfteren daran erinnert hätte, dass da ja etwas war. Einmal dachte ich: „Ha! Jetzt hab ich Dich, Heckscheibe...beschlaaagen!“ Aber das Einschalten der Heckscheibenheizung zeigte mir, dass der vermeintliche Beschlag, das Spritzwasser auf der Außenseite der Scheibe war.
Nach Ablauf von 4 Wochen kontrollierte ich noch einmal vorsichtshalber, ob sich bei genauerem Hinsehen, irgendwelche unerwünschte Nebeneffekte zeigen, bevor ich nach einer erneuten Reinigung aller Innenscheiben, mein Projekt vervollständigen würde. Ein genaues Begutachten der behandelten Scheiben, zeigte mir allerdings keinerlei unliebsamen Begleiterscheinungen, wie Trübungen, Schlieren o.ä., das Reinigen selbst (erneut mit Wasser-Pril), erschien mir an den bisher behandelten Scheiben, etwas „quietschiger“ als sonst, vielleicht durch die Wasseraufnahme des Produktes, war aber ansonsten problemlos.
Nach gleicher Vorgehensweise, wie beim ersten Durchgang, habe ich dann die Antibeschlagversiegelung, um die vorderen Seitenscheiben und die Frontscheibe, ergänzt. Bei der Frontscheibe, hatte ich den gewünschten Effekt nicht in gleicher Qualität hinbekommen, das möchte ich natürlich keinem vorenthalten! Während alle behandelten Scheiben, auch die eben behandelten vorderen Seitenscheiben, ganze Arbeit leisteten, kam bei der Frontscheibe nach dem „Polieren“ doch ein Beschlag durch. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, habe allerdings ein Mikrofasertuch im Hauptverdacht. Im Gegensatz zu allen anderen Scheiben, habe ich die Frontscheibe, nach dem Auftragen des Anti-Fog, mit einem solchen nachpoliert und dieses Mal ganz besonders gründlich gearbeitet, sozusagen im Endspurt noch mal richtig Gas gegeben! Bei einer angegebenen „Reichweite“ des Anti-Fog von 3-5 m² und bei Betrachten des Restinhaltes in der Flasche, war ich vielleicht auch einfach zu sparsam beim Auftrag, wenn man eine anschließende intensive Politur berücksichtigt. Ich gehe davon aus, dass ich die Hälfte des Anti-Fog schlichtweg wieder herunterpoliert habe! Dieses Jahr werde ich wohl nicht mehr dazu kommen, den Anwendungsfehler herauszufinden, dafür spielt das Wetter einfach nicht mehr mit...
Mein vorläufiges Fazit:
Ich bin mit der Leistung des Kerona Anti-Fog wirklich zufrieden und konnte in dem recht kurzen Zeitraum, von derzeit knapp 6 Wochen, keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen feststellen. Allerdings muss man das richtige Tuch und das rechte Maß für dieses „Nachpolieren“ finden, was mir, allem Anschein nach, nicht gänzlich gelungen ist oder man sollte beim Auftrag des Mittels doch nicht zu sehr geizen, denn der Inhalt der Flasche ist nicht so sparsam bemessen, wie ich zunächst befürchtete (geschätzt, ist in meiner Anti-Fog-Flasche, nach Behandlung eines Polos, etwas mehr als die Hälfte übrig). Wie vielen Innenreinigungen dieser Anti-Beschlag-Effekt standhält, kann ich nicht sagen, weil bisher nur zwei Innenreinigungen mit einer Wasser-Pril-Mischung (dezent dosiert) stattfanden und der Hersteller außer „langanhaltenden Schutz“ keine Angaben macht. Wenn ich Bedarf sehe, werde ich das Kerona Anti-Fog auf jeden Fall wieder verwenden! Auch wenn die Behandlung etwas aufwendiger ist, als reines Scheibenputzen, ist mir das bisherige Ergebnis den Aufwand wert!
Allen, die wie ich, zum ersten Mal das Produkt anwenden möchten, empfehle ich, vor der Behandlung der Autoscheiben, zunächst an einem Badezimmerspiegel o.ä. zu testen, um ein Gefühl für das Produkt zu entwickeln, damit eventuelle Anwendungsfehler, wie bei mir geschehen, ausbleiben.
Ich würde mich freuen, wenn sich einige finden, die ebenfalls Antibeschlag-Erfahrungen gemacht haben und hoffe allen „Kerona-Anti-Fog“-Interessierten, einen kleinen Einblick gegeben zu haben... auch was mögliche Pannen betrifft!
P.S.: Für die Fotoqualität möchte ich mich entschuldigen, die Lichtbedingungen waren sehr bescheiden und Blitzlicht keine Hilfe. |


, machte ich dann noch gleich die beiden hinteren Seitenscheiben. Das sollte für den ersten Eindruck in nächster Zeit erst einmal reichen. 


