05.02.2013 21:35
|
peppar
|
Kommentare (41)
| Stichworte:
1:64,
Fahrzeugmodell,
Modell,
Modellbau
Den 2. und letzten Teil zum Thema, widme ich einem sehr kleinen Audi TT, der mit einem Maßstab von 1:64 eine ganz besondere Herausforderung darstellte. Hintergründe könnt ihr hier erfahren...
Theorie und Praxis: was das Format 1:64 wirklich heißen würden, wurde mir erst so richtig mit dem Auspacken des Modells bewusst und im Hinblick auf Veränderungen, lachte ich erstmal herzlich los. Wie gut ich mich hier noch dem großen Original annähern konnte, war mir mehr als schleierhaft, aber genau diesem Reiz war ich ja verfallen.
Auch wenn ihm etwas Staubwischen oder eine Scheibenpolitur im Inneren sicher nicht geschadet hätten, war an eine Demontage gar nicht zu denken... dafür hatte der Hersteller schon gesorgt. Handelte es sich schließlich um ein Spielzeugmodell und hier sollen ja bekanntlich keine Kleinteile verschluckt werden. Hier hätte ich wohl eher Bedenken, daß es jemand gleich im Ganzen versucht, aber das steht auf einem anderen Blatt... Fakt ist: für ein Spielzeugmodell war die Umsetzung mehr als gelungen! Respekt! Für mich war nun entscheidend, dass die Lackierung bereits die richtige war und ich direkt zu den sonstigen Änderungen übergehen konnte. Ich schlich mich still und leise ins entsprechende Nutzerprofil, wühlte mich durch die Fahrzeugfotos und notierte mir sämtliche Änderungen, die mir auffielen. Jetzt konnte es auch schon losgehen...
Ich nahm ein winziges Stück 5000er Nassschleifpapier -quasi an Wasser vorbeigeführt - und entfernte diese aufgedruckten Symbole. 5000er klingt ja „scharf“ wie ein Tempo... aber das war hier mehr als ausreichend, denn der Lack war butterweich und obendrein nicht wirklich überschwänglich dick aufgetragen, was so manche Kante verriet. Was die Nässe des Nassschleifpapiers betrifft, war natürlich allerhöchste Vorsicht geboten, damit keine Feuchtigkeit oder nasser Schleifstaub in den Innenraum vordringen.
Im Heckbereich stellte ich nebenbei fest, dass oberhalb der 3. Bremsleuchte ein Defekt im Klarlack vorlag. Ich griff auf weichen transparenten Acryllack aus dem Bastelbereich zurück, füllte die Stelle auf, lies sie trocknen und verschliff erneut. Da die 3.
Es lief glatt... ich hatte bereits zwei Sachen erledigt und die kleine Saftorange war noch heile! Ich freute mich über jeden kleinen gelungenen Schritt wie ein Schneekönig, denn eins war klar: Ausbesserungen irgendwelcher Pannen wären an diesem kleinen TT nicht wirklich machbar... es musste alles auf Anhieb gelingen!
Wenn etwas schief gehen sollte, dann bitte spätestens jetzt, also ging ich nun die Felgen an, bei denen ich noch die größten Bedenken hatte. Zwischen den Speichen befanden sich partiell derart kleinen Lücken, dass ich befürchtete, diese -selbst mit dem
Nach der Durchtrocknung wurde alles ausgepackt und erneut eingepackt, denn jetzt folgten Außenspiegel, Tankdeckel, Kühlergrill und Diffusor, die ich natürlich beim Abkleben frei hielt. Ich frage mich heute noch wie ich es hinbekam, die silber angedeuteten
Hurra...soooo viiiiel auf einen Streich und immer noch war die kleine Saftorange heile!
Am schwersten war es übrigens, nach dem Lackieren die Finger still zu halten und die Teile nicht auszupacken, bevor der Lack überhaupt eine Chance auf Trocknung gehabt hätte... platzt man doch vor Neugier und will die Resultate sehen!
Die Spiegeldreiecke, zu dem Zeitpunkt schwarz glänzend, wollte ich einfach, mit einem Pinselstrich, matt absetzen und der Auspuff sollte noch silber lackiert werden.
Da schmökerte ich am Vorabend ein bisschen hier durchs Forum und stolpere durch Zufall über den Beitrag, dass die Endrohre des Vorbild-TT 's von silber in schwarz matt umgestaltet werden sollten und der Termin auch schon stand!
Wer die Saftorange kennt weiß, dass ein Modell solange nicht die Saftorange sein kann, wie der Lack keinen top gepflegten Zustand hat und davon war dieser Lack doch ein ganzes Stück entfernt. So half ich dem Lack ein wenig auf die Sprünge, gab zugunsten einer schönen Färbung ein µ Reifenpflege auf das Gummi
Keine Pannen, keine Schäden... alles auf Anhieb gelungen... Gimme Five - kleine Saftorange!
Eindeutig war das die Saftorange in klein, die ich da vor mir stehen hatte, aaaaber.... es fehlte der Felgenstreifen und man mag kaum glauben, was so ein Felgenstreifen ausmacht, vor allem dann, wenn er eben fehlt! So richtig glücklich war ich also nicht...
Von der Umsetzung eines solchen, hatte ich mich schon recht früh verabschiedet. Ich sah hier einfach keine realistische Chance, ein vernünftiges Ergebnis hinzuzaubern... dafür war das doch alles zu klein und was gäbe es Schlimmeres, als ein ungleichmäßiger, welliger oder zu dick geratener Felgenstreifen, der letztlich die ganze Optik versaut?! Mit welchem Werkzeug denn auch und hätte ich überhaupt eine gelben und roten Lack, um das benötigte Orange anzumischen? Huch... ich hatte sogar ein Orange hier und das schien gar nicht so daneben zu liegen...hmmm...
Die Deckkraft lies nach dem Erstauftrag zu wünschen übrig, also wiederholte ich das Spielchen und hatte... Tatatataaaa... einen orangen Felgenstreifen... dünn und gleichmäßig! *hüpf hüpf freuuuu* Endlich erkannte ich sie voll und ganz... die Saftorange - sooo musste sie sein!
Ich muß schon sagen, dass man bei 1:64 wirklich an gewisse Grenzen kommt... abhängig vom Umfang der Veränderungen und dem Werkzeug natürlich. Ich setzte hier nichts anderes ein, als bereits in Teil 1 nachzulesen. Die Vorgehensweise war auch keine andere, aber dieses Format ist halt wirklich klein, wenn man noch individualisieren möchte.
Auf jeden Fall - und das ist das Wichtigste - war es eine gelungene Herausforderung und ein riesen Spaß!
Wie im ersten Teil des Artikels schon erwähnt, möchte ich nochmal darauf hinweisen, daß ich keine Aufträge annehme - bitte habt Verständnis dafür! Es tat doch irgendwann gut, Küchen- und auch Schreibtisch ohne Bastelutensilien zu sehen...denn letztlich war alles improvisiert, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.
Grüße Peppar |





. Mit viel Abstand, sehr vorsichtig eingenebelt und nach und nach eine deckende Schicht erhalten, lief zu meiner großen Freude, keine der kritischen Stellen aus. *freu*


Haarscharfes Timing und so schwenkte ich gleich auf schwarz matt um... das würde bis zur Übergabe prima passen. Hoffentlich würden dem Fahrzeughalter nicht noch andere Dinge einfallen, die er jetzt gerade ändern will...































































































































































































































































































