Geht es Euch mittlerweile auch immer öfter so, dass Ihr in die Zeitung schaut und Euch Angst und Bange wird?
Nein, nicht wegen der Streitereien zwischen Georgien und Russland. Das ist Säbelrasseln, eine Art internationaler Schwanzvergleich.
Nein, es geht um die politische Entwicklung in den für uns relevanten "westlichen" Ländern. Also das, was in unserer Jugend und Sozialisationsphase, in meinem Fall in den Achzigern, der "sichere Hafen" war. Die Russen waren böse, die Amerikaner nicht. Die Franzosen waren berechenbar, die Italiener nicht. Und jenseits der Mauer gab es böse Kommunisten die innerhalb von 40 Jahren ein ganzes Land in die Pleite geführt haben.
Eben jene Menschen sind heute wieder salonfähig. Und da kommen wir schon wieder zum Titel meines heutigen Blogs: Angst.
Der Saarländer hat heute wieder einmal klar gemacht wes Geistes Kind er ist. Siehe im Spiegel (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,578372,00.html).
Zitat:
"KRITIK AN FAMILIENUNTERNEHMEN
Lafontaine fordert Enteignung von Schaeffler
Neue Provokation von Oskar Lafontaine: Der Chef der Linkspartei fordert eine radikale Änderung der Eigentumsverhältnisse in Deutschland. Große Vermögen vieler Familienunternehmen seien "grundgesetzwidrig", der fränkische Automobilzulieferer Schaeffler müsse enteignet werden.
Hamburg - Oskar Lafontaine sagt den reichen Familienbetrieben den Kampf an. In einem Gespräch mit dem Magazin "Capital" stellt er die Eigentumsverhältnisse in Deutschland infrage. Die großen Vermögen vieler Familienunternehmen seien "grundgesetzwidrig", kritisiert der Chef der Linkspartei.
Als Beispiel führt Lafontaine den fränkische Automobilzulieferer Schaeffler an, der Ende August nach monatelangen Verhandlungen den Dax-Konzern Continental übernahm. "Kein Mensch" könne "in seinem Leben zehn Milliarden Euro auf verfassungsgemäße Weise anhäufen", sagt Lafontaine in dem Interview. Auf diesen Betrag bezifferte der Chef der Linkspartei das Vermögen der Schaeffler-Eigentümer.
Der Schaeffler-Reichtum sei vielmehr "das Ergebnis einer fortdauernden Enteignung der Belegschaft und deren großen Beitrag zur Produktivität und Wertschöpfung". Insofern fordere er bei Lichte betrachtet nur "die Rückübereignung an die rechtmäßigen Eigentümer, nämlich an die Belegschaft.
Lafontaine warnte am Montag zudem vor den Folgen der internationalen Finanzkrise, die auch Deutschland gefährlich werden könne. "Die internationalen Finanzmärkte sind in einem Ausmaß destabilisiert, dass die ökonomischen Folgen für niemanden abschätzbar sind", sagte er in Berlin.
Die Neuordnung der internationalen Finanzen müsse zentrales Thema auch für die deutsche Politik werden. Laut Bundesfinanzministerium hat die US-Bankenkrise zwar wenig Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, könnte aber das Wachstum und damit den Bundesetat dennoch belasten.
als/dpa"
Die Tatsache dass es Menschen gibt die das sagen ist es nicht die mir Angst macht. Aber dass in manchen Gegenden dieser Republik ein Drittel der Wahldeppen diesem Rattenfänger hinterherlaufen, DAS macht Angst. Kann sich jemand erklären warum gerade in dem Teil der Republik, der mit Billionen von (West-)deutschen Steuereuros aufgepäppelt worden ist soviele Menschen vergessen haben was diese Nicht-Demokratie bedeutet hat? 18 Jahre Wartezeit auf nen Trabbi? Missstände und Umweltzustände wie am Baikal-See? Unterdrückung und Stasi? Bespitzelung in der eigenen Familie?
Und die gleiche Partei wollen die Leute wieder wählen?
Unglaublich. Das ist ja fast so heftig wie in den USA, wo die Leute jetzt wieder auf McCain springen weil er eine gänzlich unqualifizierte rechtsradikale und fundamentalistisch christilich orientierte bigotte Waffenfetischistin als Vize auserkoren hat. Aber das ist ja schon wieder ein anderes Thema...