MOTOR-TALK News - Aktuelle News rund ums Auto & Motorrad aus der Redaktion

30.09.2008 13:49    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: , , , ,

ZIVILE MOTORRÄDER MIT ONBOARD-KAMERA IN BELGIEN UND FRANKREICH

 

Achtung an alle Verkehrsteilnehmer in Belgien und Frankreich!

 

Für die E40 und E411 hat die belgische Polizei nun aufgerüstet, neben den vielen zivilen Videofahrzeugen haben die Belgier nun auch offiziell angekündigt Geschwindigkeitskontrollen mit zivilen Motorradstreifen durchzuführen.

 

Die Motorräder vom Typ Honda Pan European unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht von den normalen Strassenversionen, lediglich eine kleine Beule unterhalb des linken Blinkers welche die Kamera und die Messeinrichtung beinhaltet, verrät das hier etwas nicht stimmt.

 

Angeblich sollen auch bereits 5 Motorräder des gleichen Typs von Frankreich gekauft worden sein. 

 

 

 

 

INTERESSANTE PATENTIERTE KOMBINATION AUS FUSSRASTE UND BREMSSCHEIBENSCHLOSS

 

Auf der Website eines französischen Anbieters wurde eine interessante Kombination bestehend aus einer Alu-Fussraste präsentiert, die gleichzeitig als Bremsscheibenschloss fungiert. Eine einfache aber tolle Idee, wie ich finde. Vorbei die Zeiten der zuhause vergessenen Schlösser, der verkratzten Verkleidungen und der langen und nervigen Sucherei unter dem Sitzhöcker.

 

Und vor allem vergisst man das montiere Schloss nicht beim losfahren, da man durch eine fehlende Fussraste merkt das etwas nicht stimmt.

 

Der Preis ohne fahrzeugspezifischen Adapter (ca. EUR 8,50) liegt bei nur EUR 59,--. 

 


29.09.2008 20:56    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: ,

Auch Stewardessen bei AirFrance muessen manchmal etwas leiden, aber ich glaube die Dame trägt's mit Fassung. Erst eine Runde tanzen, dann das Schwein gefolgt von der Ente präsentieren und zum Schluss den verehrten Fluggästen die Weinkarte zeigen...

 

Und da sag mal einer das immer nur die deutschen Malle-Urlauber im Flieger für Stimmung sorgen. 

 

Ich glaube ein Lufthansa-Pilot haette wohl die Passagiere zur Raison gerufen oder im schlimmsten Falle von Bord holen lassen...

 

Nein, das Video ist LEIDER NICHT auf meinem Rueckflug entstanden. :D

 


29.09.2008 15:17    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: ,

ReiserouteReiseroute

Zehntes Update: La Fortuna > Sarcero > Sarchi > Alajuela

 

 

Von La Fortuna aus ging es am vorletzten Tag unseres Urlaubs über Sarcero und Sarchi zum Hotel in der Nähe des Flughafens von Alajuela bei San Jose.

 

Sarcero ist bekannt durch die bunt angemalten Pferdekarren, die man überall stehen sieht und bietet ein Tal mit viel Kaffeeanbau. Dort kann man u.a. auch mal eine Kaffeeplantage und Rösterei besichtigen. In Sarchi ist die Hochburg der Kunst- und Möbeltischler und wir sahen uns ein paar Läden und Werkstätten an. In einer Werkstatt sahen wir dem Inhaber zu wie er Intarsien in eine Tischplatte aus Pinienholz schnitzte, als wir wegfuhren schenkte uns der Herr einfach so eine gedrechselte Holzschüssel – einfach so – eine echt nette Geste.

 

Ich hatte ein Hotel in der Nähe der Airports gebucht und wir mussten vorher noch unseren Terios bei POAS in der Nähe des Airports abgeben. Naja, wie zu erwarten waren meine beiden Blank-VISA-Belege natürlich noch nicht von Cahuita aus bei denen angekommen. Nach einer Rückgabeinspektion ohne Beanstandungen und Probleme brachte man uns sogar mit einem eigenen POAS-Bus kostenlos bis ins 5km entfernte Hotel.

 

Das Hotel war für seine 48 US$ okay, zumal bei HRS.de stand das es einen kostenlosen Airport-Shuttle anbietet. Da wir aber bereits den nächsten Morgen um 5h in der frühe abreisen mussten, die Rezeption aber erst ab 5.30h besetzt ist musste ein Taxi organisiert werden. Plötzlich sagte der Inhaber das zum Hotelpreis noch irgendwelche ominösen Steuern hinzukommen würden und das das Zimmer nun 54 US$ kosten würde – Klar doch, alles wegen dem „kostenfreien“ Airport-Taxi.

 

Klar hat er nun eine negative Bewertung bei HRS.de bekommen, denn der dreiste Taxifahrer chauffierte uns ohne sein Taxameter einzustellen bis zum Airport und als wir die Koffer aus dem Wagen holten fragte er nach Geld für die Tour. Ich sagte ich habe nichts bei mir und das das Hotel bezahlt, er meinte darauf nur: „OK!“. Frei nach dem Motto, versuchen kann man’s ja mal. Miese Tour.

 

Im Airport sind die bei abreise fälligen Steuern pro Nase nun auch auf 26 US$ gestiegen. Der Flieger nach Miami ging pünktlich um 7.30h ab und kam ohne Verzögerung nach gut 3h an. In Miami dann wegen Gewitter in New York gut 100 Minuten Verspätung des Anschlusses, während des Wartens habe ich den wohl teuersten und schlechtesten Tiefkühlfleisch-Burger meines gesamtes Lebens gegessen - ausgerechnet im Land der Hamburger - und weiter ging es ein wenig später nach New York JFK, wo wir mit gut 90 Minuten Verspätung ankamen.

 

Eigentlich wollte ich noch shoppen, weil mein PASSAT CC ja bekanntlich nicht mit meinem LG Telefon spricht sollte es ein NOKIA N95 sein. Dies war aber trotz Duty-free in JFK viel zu teuer (649.99 US$) im Gegensatz zu 329 EUR im Internet. Das Boarding nach Paris war fast pünktlich und um 22.00h hoben wir mit etwas Verspätung als achtes Flugzeug in der Warteschlange in den verregneten New Yorker Himmel ab. Gegen 10.30h kamen wir nach einem ansonsten unspektakulären Flug in Paris CDG an und wir nahmen erst mal eine Dusche in der KLM / AirFrance Lounge im Terminal 2F. Der Anschluss nach Toulouse war ebenfalls pünktlich um 15.55h, also waren wir 17.30h bei uns zuhause.

 

Costa Rica sieht mich bestimmt irgendwann mal wieder, aber sicherlich nicht in der Hauptsaison. Die Preise für Lebensmittel, Sprit und Unterkünfte schrecken schon sehr ab. Dazu kommen die unverschämt hohen Kosten für Nationalparks und Sehenswürdigkeiten.


29.09.2008 15:13    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: ,

Neuntes Update: La Fortuna und Vulkan El Arenal

 

Die kleine Stadt La Fortuna ist eine Touristenhochburg gleich in der Nähe des Vulkans Arenal. Dieser nur 1.633m hohe Vulkan ist einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas. Der letzte Ausbruch fand zwar 1968 statt, aber seither spuckt er rund um die Uhr und stetig Lava und Gesteinsbrocken und grummelt von Zeit zu Zeit etwas.

 

Zum Leidwesen der Hoteliers änderte der Vulkan vor 60 Jahren einfach die aktive Seite von der Stadtseite im Nordosten auf die unbewohnte Nordwestseite. Von der Stadt aus ist abends deshalb nur ein Feuerschein in den Wolken, die aus dem Vulkankegel aufsteigen zu sehen. Um die Lava selbst zu sehen, muss man in das kleine Dorf El Castillo reisen. Da wir die letzten Tage bis zu unserem Abreisetag in der Umgebung von La Fortuna verbringen wollten, buchten wir für 3 Tage ein Doppelzimmer im Hotel Sierra Arenal für 40 US$ die Nacht. Das Beste war, das man von seinem Bett aus den Vulkan immer im Auge hat. Wir sind am nächsten Tag vorbei an den vielen Thermen in Richtung Vulkan aufgebrochen. Ein weiterer romantischer Geldspartipp: Die Thermen sind sehr teuer, was den Eintrittspreis betrifft (ca. 30 US$ pro Nase) und das Interieur ist eher kitschig-amerikanisch als hochwertig. Dabei brauchen die Betreiber noch nicht einmal Heizkosten zahlen! Deswegen haben wir unseren Wagen einfach auf dem Parkplatz der Tabacon-Therme geparkt, sind 50m die Straße weiter gelaufen bis zu einer kleinen Brücke und zu einem dort versteckt gelegenen Trampelpfad.

 

Nach dem Abstieg befindet man sich direkt unter der Straße (Vorsicht, denn unter der Brücke ist der Beton sehr glitschig) und in der Nähe befinden sich die Reste einer alten Therme am Fluss, die Anfang des 19. Jahrhunderts von den einheimischen dort errichtet wurde. Es war niemand da, also hatten wir diesen vergessenen Platz ganz für uns alleine. Einfach schön, das Wasser hatte wieder angenehme 40 Grad, stellenweise sogar etwas mehr und man konnte darin echt entspannen und abschalten. Wir hatten sogar das Glück einen Jesus-Christ-Lizard zu sehen, der über das heiße Wasser lief um Mücken und Libellen zu fangen.

 

Das bekommt man auf keinen Fall wenn man nur einen Steinwurf nebenan seine 60 US$ bezahlt hätte und dazu ist das Wasser das gleiche. Wichtig ist nur immer daran zu denken, niemals den Kopf in das heiße Wasser einzutauchen, da dieses Bakterien enthält die sich im menschlichen Gehörgang sehr wohlfühlen und sich dort super vermehren.

Kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit fuhren wir weiter nach El Castillo und aßen bei einem sehr netten und empfehlenswerten Einheimischen („Tourist Info“) zu Abend, es gab Kaffee, Fruchtsäfte und 8 frisch mit viel Herz zubereitete Schaschlik-Spieße mit eigens gemixter Sauce, sowie traditioneller Kürbiskuchen für nicht einmal 12 US$. Ein weiterer Geheimtipp. Der einheimische sagte uns dass man von der Straße weiter oben einen tollen Blick auf den Vulkan hätte und somit fuhren wir hoch bis es nicht mehr weiterging.

 

Er hatte nicht zu viel versprochen, der Vulkan spuckte Lava und schoss Gesteinsbrocken in sicherer Entfernung vor uns die gesamte Bergflanke hinunter. Ein richtig sehenswertes Schauspiel. Hinter uns das ständige blinken der Leuchtkäfer sah fast so aus als ob ein Sternenregen niederging. Nach ein bis zwei Stunden des Zusehens machten wir uns langsam in der Nacht auf den Rückweg. Eine gut 2m lange Giftschlange namens „Fer-de-Lance“ kreuzte vor unserem Wagen seelenruhig die Straße.

 

Am anderen Morgen ging es zum Wasserfall von La Fortuna, wieder ein kostenpflichtiger Nationalpark in Privathand. Von den Eintrittsgeldern werden gemeinnützige Projekte in der Stadt finanziert. Das Wasser ist sehr kalt, der Abstieg etwas beschwerlich – trotz der vielen Stufen. Unten angekommen kann man baden oder sich zum sonnen auf die heißen Lavasteine legen, aber der Ort ist zugenagelt von Touristen und wenig interessant für Naturliebhaber.

 

Für den Nachmittag haben wir noch eine gut 3-stündige Tour zu Pferd zu den Flanken des Vulkans El Arenal gemacht, das war ebenfalls sehr eindrucksvoll denn ich hätte nie gedacht das ein 12 Jahre altes Pferd bei den auf- und abstiegen auf rutschigen Schotterwegen und Flussquerungen doch geländegängiger ist als unser liebgewonnener Terios, und das mit nur einem PS! Die Pferdetour ist zu empfehlen, der Veranstalter aber mit Sorgfalt zu wählen, denn manchmal sieht man echt ausgebeutete Klepper mit Touristen oben drauf und ich finde das muss nicht sein. Am besten vorher den Stall und das Pferd gut anschauen um beim kleinsten Makel den Veranstalter wechseln.

 

Neben ausspannen waren wir danach noch mit essen beschäftigt, gleich in der Nähe des Hotels haben wir eine 2-Personen Fischplatte mit Hummer und allem was das Meer so hergibt vertilgt, inklusive aller Getränke waren die 80 US$ für ein festliches Abschlussessen gut investiert.


29.09.2008 15:06    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: ,

Achtes Update: Nuevo Arenal > Tenorio Nationalpark > La Fortuna

 

An nächsten Morgen dann schnell weg vom Ort des Grauens, zum Vulkan Tenorio (1.916m). Diesmal sollte nicht wieder unser kleines „Ü-Ei“ leiden, sondern dieser Park glänzt mit einem kleinen Wasserfall, blauem Wasser und vielen heißen Quellen.

 

Da wir nicht wieder ganz bis in den Süden bis Canas runter wollten, schauten wir in der Karte nach einer alternativen Route. Diese gab es wohl auch – in Form eines Feldweges – wir fuhren frisch drauf los. In einem kleinen Dorf namens Tierras Morenas angekommen fragten wir nach dem Weg und ein kleiner kauziger aber netter Opa zu Pferd mit Strohhut brachte uns zum schmunzeln: Bijuagua? Tilagua? Tenorio?

 

Zusätzlich zu seinen schweren Hörproblemen versuchte er noch unsere Karte zu deuten (was ihm ohne Brille trefflich schwerfiel). Jedenfalls meinte er wohl, dass der Weg über Canas besser sei. Wir bedankten uns aber wir fuhren trotzdem den Feldweg weiter. Kurze Zeit später erfuhren wir was der alte Farmer meinte. Der Weg war zum Teil bis zur Hälfte vom Wasser weggerissen und tiefe Spurrinnen verlangsamten das Fortkommen.

Keine Menschenseele weit und breit und ich sah mich schon mit einem Loch in der Ölwanne den ADAC in München anrufen, aber es gab noch nicht einmal ein GSM-Netz hier! Also stur weiter geradeaus.

 

Dann endlich Zivilisation! Häuser! Eine Siedlung! Aber was war das? Uns trennte ein breiter doch etwas schnell strömender Fluss von der anderen Seite. Es führte eine Straße runter zum Ufer, wird wohl eine Wurt sein. Ich zog die Schuhe aus und durchquerte das Wasser bis zur anderen Seite ganz langsam, das Ergebnis war ungefähr eine halbe Kniehöhe und fester steiniger Grund. Für unser Ü-Ei ein durchaus schiffbares Gewässer! Meine Freundin durchquerte den Fluss mit dem Terios langsam und souverän bis zur anderen Seite.

 

Es ging weiter auf einer geteerten Straße bis zum Nationalpark, beidem wir gegen Mittag ankamen.

 

Blauer WasserfallBlauer Wasserfall

Die gut 45 Minuten Fußmarsch (ca. 2km) bis hinunter zum Wasserfall lohnen sich. Das Wasser erstrahlt wirklich hellblau. Die kommt durch die vielen im Wasser gelösten Schwefelteilchen, die das Sonnenlicht reflektieren. Nach dem Wasserfall weiter zu einer Aussichtsplattform, die einen schönen Blick über die Wälder und Hügel bietet. Es fing an zu regnen, wir setzten unseren Weg fort vorbei an heißen Quellen, einer Flussgabelung an der blaues Wasser auf braunes Morastwasser trifft und sich mischt hinweg über Baumstämme zur Querung der Flüsse bis an eine Stelle wo mehrere heiße Quellen am Ufer eines reißenden Flusses münden.

 

Beim Eingang in den Nationalpark trägt man sich in ein Buch ein, somit weiß man wie viele Leute sich vor einem im Park befinden. In Anbetracht der Anzahl Leute, die unseren Weg in Richtung Ausgang kreuzten kamen wir zu dem Schluss dass sich genau jetzt ein heißes Bad – allein schon wegen dem strömenden Regen – anbieten würde.

 

Die blaue LaguneDie blaue Lagune

Da wir keine Badeklamotten eingepackt hatten ging es halt auch mal ohne. Es war einfach wunderschön, der Regen, das 40 Grad warme Wasser und direkt nebenan das rauschen des reißenden Flusses vermischt mit den Geräuschen des Urwaldes. Und Tarzan und Jane in Ihrer Badewanne – echt voll romantisch. Beim einsetzen der Dunkelheit machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz und fuhren über Upala an der Grenz zu Nicaragua und San Rafael de Guatuso bis nach La Fortuna.


29.09.2008 15:02    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: ,

Siebtes Update: Quepos > Pazifikküste > Transamericana > Nuevo Arenal

 

Den nächsten Morgen ging es sehr früh mit dem Wagen weiter in Richtung Norden. Vorbei an den schrecklichen Touristenhochburgen Parrita und Jacco. Letztere Stadt glänzt durch die vielen und absolut unpassenden Hochhäuser direkt in Strandnähe und es wird weiter kräftig gebaut.

 

Der Strand und die Bucht von Herradura sind zwar (noch) nett anzusehen und wurden auch im Film „1492“ als Urwald-Kulisse benutzt, mittlerweile läuft dieses Gebiet aber Gefahr mit Apartments regelrecht dichtplaniert zu werden. Wir folgten der Transamericana bis Canas, wer hier erwartet dass die wichtigste Nord-Süd Verbindung Amerikas eine Autobahn ist, wird enttäuscht sein. Die Straße ist nicht viel mehr als eine schlaglochübersäte Urwald-Landstraße.

Von Canas weiter nach Tilaran und um den See herum bis Nuevo Arenal. Ich wollte eigentlich die letzten Tage in ruhigen verbringen, und so entschlossen wir uns in dem Hotel „Eco-Lodge“ in Nuevo Arenal zu nächtigen. Die Lage und die Aktivitäten in Hotelnähe klangen verlockend. Eigener Naturpark mit See, Reiten, Canopy und vieles mehr. Das Hotel war recht gemütlich von Interieur und so blieben wir.

 

Dann am Abend die Ernüchterung, eine amerikanische Reisegruppe mit wild gackernden Damen und dickleibigen Herren, die nichts besseres zu tun hatten als wie die Heuschrecken über ein drittklassiges Buffet herzufallen und einem noch dazu das Besteck zu klauen wenn man selber mal kurz nicht am Platz ist. Dies festigte meine Entscheidung und wir planten entsprechend um, ich ging zur Rezeption und verkündete meine Abreise für den nächsten Morgen.

 


29.09.2008 14:57    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: ,

Sechstes Update: Tal von Orosi > San Isidro > Bahia (Pazifik) > Quepos

Wir beendeten die Rundtour durch das Orosi Tal am nächsten Tag, der Stausee war trotz der Regenfälle erstaunlich leer. An Wege lag noch die Ruine der Kirche aus der Kolonialzeit. Ein wirklich sehr schöner Platz zum pausieren.

 

Über das zentrale Gebirge hinweg sind wir dann Richtung Westen aufgebrochen, um neben der Karibikküste auch einmal die Pazifikküste zu sehen. Als wir in Dominical ankamen erhielten wir von einer einheimischen Tica den Tipp nach Ventanas zu fahren da dieser Strand menschenleer sei und auch sehr schön anzusehen sei. Gesagt, getan.

 

Der Strand gehört zu einer alten Kokosplantage, die direkt in einer Felsenbucht bis an das Wasser reicht. Die Gezeiten haben bereits tiefe Tunnel, die von einer Seite des Felsens bis zur anderen reichen, gegraben. Als wir ankamen, konnten wir den Wagen auf dem bewachten Parkplatz der Plantage für gut 300 Colones die Stunde parken, somit mussten wir nicht viel ausladen.

 

Der Strand ist echt Traumhaft, die Tunnel am Nordende sind sehenswert, die Felsen im Süden sind von Affen bevölkert. Der Strand selber ist aus sehr feinem dunklem Vulkansand und frei von Steinen oder stacheligem Getier oder scharfkantigen Muscheln. Einfach paradiesisch. Wir verbrachten den Nachmittag dort und machten uns auf den Weg in die Hafenstadt Quepos.

Kurz vor Dominical sahen wir einen Geldtransporter auf dem rechten Seitenstreifen mit geöffneter Tür, was mich etwas wunderte. Ich machte ein Foto und fuhr weiter zum 6km entfernt gelegenen Polizeiposten an der Kreuzung San Isidro / Quepos. Mit meinen wenigen Spanisch-Kenntnissen und dank des Fotos teilte ich den Beamten mit das kurz vor dem Ort ein Geldtransporter offenbar Probleme hat, mit offener Tür dasteht und weit und breit kein Personal in Sicht ist. Die Beamten setzten sich in Bewegung und wir fuhren weiter in Richtung Quepos. Die gut 60km lange Strecke vorbei an schier endlosen Palmenhainen, die der Ölgewinnung dienen, ist nur eine von vielen Schlaglöchern durchsetzte Schotterstrecke. Es fing wieder einmal der Abendregen an, die Leute fuhren bei Dunkelheit ohne Licht und durch die Flutwellen der Schlaglöcher auf der Motorhaube und vor den Scheinwerfern war es schwer genug überhaupt die Straße zu erkennen.

 

In Quepos angekommen nächtigten wir in einem Hotel. Am Abend sahen wir im Fernsehen in den lokalen Nachrichten einen Bericht über unseren Geldtransporter vom Nachmittag, offensichtlich wurde dieser angehalten und ausgeraubt und die Begleitpersonen gefesselt die Böschung zum Meer hin heruntergeworfen. Beide sind – von wenigen leichten Verletzungen abgesehen – wohlauf.


29.09.2008 14:52    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: , , ,

Fünftes Update: Archäologische Stätte von Guayabo > Vulkan Turrialba > Orosi

 

Von der archäologischen Stätte aus führte uns der Weg weiter in Richtung des Vulkans Turrialba. Der kreisrunde und mittlerweile erloschene Vulkankrater liegt in einer Höhe von 3.328m und ist meistens in dichte Wolken gehüllt. Ideales Terrain also um mal die Steigleistung unseres Terios zu prüfen!

 

Der archäologische Guide wünschte uns viel Glück und fragte im weggehen nur noch ob ich ein sicherer Fahrer im Gelände sei, da der Weg die ersten 2 bis 3 km sehr schlecht – besonders in der jetzigen Regenzeit - sei…

 

Wir sind also losgefahren und der Weg – welcher weg? Zumindest für uns Europäer war derselbe nur schwer zu erkennen. Es ging sehr langsam voran und dank Differentialsperre wurden selbst kleinere Gräben, die der Regen in die Schotter und Schlammkruste erodiert hatte souverän gemeistert. Etwas weiter waren sogar noch ein paar Häuser an denen wir vorbeikamen, die Einwohner winkten freundlich als wir vorbeifuhren. Wenig später ein kurzer Abstecher auf eine geteerte Straße und weiter rauf zum Vulkankrater. An manchen Stellen, besonders jenseits der 2.800m machte der kleine Daihatsu manchmal „Dicke-Backen“ und es fehlte an Elan und vor allem Vorwärtsdrang. Es begann zu regnen und die rutschigen Steine gemischt mit dem Schlamm trugen ihr übriges zum fortkommen bei. An manchen Stellen musste man die Kupplung zusammen mit dem Gas durchtreten und abrupt wieder kommen lassen, um die Steigungen zu meistern. Dieses Prinzip funktionierte und brachte den Wagen dann so circa 3 bis 5m mit einem Satz voran.

 

Wenig später, so circa 5km vor dem Eingang der Vulkan-Nationalparks versperrte eine große Planierraupe die Straße, der nette Herr nutzte den Regen und das Gewicht seiner Baumaschine um die unzähligen Schlaglöcher zu kitten. Er sah uns und mit einem Lächeln machte er unseren kleinen Terios bemitleidend Platz. Ich versuchte anzufahren, was aber aufgrund der starken Steigung und dem Matsch misslang. Unser „Ü-Ei“ lehnte sich nun kräftig nach links in die Böschung und drohte im Morast stecken zu bleiben und die Felswände auf der Seite drohten mit unschönen Verzierungen im Lack.

 

Gefühlvoll konnte ich den kleinen vor dem umkippen oder abrutschen bewahren und setzte zurück. Jetzt nur nicht aufgeben! Ich habe gut 30m zurückgesetzt bis kurz vor die letzte Serpentine, der Herr im Bulldozer machte ein Winkzeichen zu sich und ich beschleunigte, um an der Planierraupe endgültig vorbeizukommen. Es klappte! Mit circa 20 bis 30 km/h hüpfte der kleine Terios wie von einer Hummel gestochen am Baufahrzeug wie ein Flummi vorbei und das schwerste Teilstück des Aufstiegs war geschafft. Wenig später noch ein weiterer Halt am Tor des Nationalparks wegen der Belehrung das man nur maximal 30 Minuten auf der Aussichtsplattform verbleiben dürfe wegen der vulkanischen Gase. Das anfahren nach den Plausch mit dem Nationalpark-Sheriff funktionierte dann wieder in 2m-Häppchen den Berg hinauf nach dem Prinzip „fliegende Kupplung“. Am Gipfel angekommen fragte ich mich schon was mehr stinkt, die schwefelhaltigen Gase oder der Geruch der verbrannten Kupplung? Nach einer Abkühlphase dann der langsame Abstieg in Richtung Tal und ohne besondere Vorkommnisse.

 

Im Tal angekommen fuhren wir in Richtung des Tals von Orosi, was durch den Kaffeeanbau und sein sehr mildes Mikroklima bekannt ist. In Orosi legten wir dann auch Pause für die Nacht ein.


29.09.2008 14:47    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: ,

Viertes Update: Cahuita > Turrialba > Archäologische Stätte von Guayabo

Wir sind früh morgens von Cahuita aus in Richtung Turrialba gefahren. In der Nähe der Stadt in Richtung Nordwesten befindet sich die einzige der Öffentlichkeit frei zugängliche archäologische Stätte des Landes. Die Regierung Costa Ricas setzt stark den Schwerpunkt auf die Ausweitung der Nationalparks, doch leider bleiben die über das Land verteilten historischen Stätten alle unerschlossen. Als wir in Guayabo ankamen wurde es bereits dunkel und wir suchten eine Herberge. Gleich in der Nähe der Archäologischen Stätte konnten wir eine komplette Villa mit gut 200qm Wohnfläche für 30 US$ mieten, das komplette Interieur war nagelneu und die Besitzerfamilie war bereits komplett auf den boomenden Tourismus in der Gegend eingestellt. Demnächst soll in Guayabo auch ein Museum eröffnet werden, denn zurzeit lagern alle gefundenen Grabbeigaben und Petroglyphen (Steinreliefs) im zentralen Museum in der Hauptstadt San Jose.

 

Jedenfalls bekamen wir am nächsten Tag auch ermäßigten Eintritt in deren Schmetterlingshaus, dort sahen wir die Kokons einer Schmetterlingsart die fast wie iPod-Zubehör aussahen mit Bonbonfarben und fließenden Formen und goldenen Streifen und Punkten auf der Hülle. Die Besitzerfamilie hatte einen familiären Draht zu einem archäologischen Guide (Schwager) und so profitierten wir am nächsten Morgen von einer gut zweieinhalb Stunden dauernden Führung für mich und meine Freundin durch die Ruinen von Guayabo. Diese Stätte ist klassifiziert als „Prä-Kolumbianisch“ und wurde bereits 800 v.Chr. erbaut. Als die ersten europäischen Siedler Anfang des 15. Jahrhunderts ankamen, wurde diese Siedlung frisch verlassen vorgefunden. Eine Theorie ist das die Eingeborenen durch mitgebrachte europäische Krankheiten verstorben sind, andere Vermutungen gehen in die Richtung dass der ansässige Stamm von einem konkurrierenden Stamm in kriegerischer Auseinandersetzung vertrieben wurde. Da Kulturell die präkolumbianische Epoche nichts mit den Mayas oder Azteken zu tun hat, kann man leider keine massiven Steinbauten besichtigen. Zu sehen gibt es lediglich bis zu 2m hohe kreisförmige Grundmauern für tipiförmige Konstruktionen aus Holz mit Palmendächern, sowie heute noch funktionierende – sowohl überirdisch als auch unterirdisch verlaufende – Aquädukte und Brunnenanlagen.

 

Sehr eindrucksvoll neben den gefundenen Gräbern ist auch die Tatsache, dass sich die Leute damals wohl sehr gelangweilt haben müssen. Denn sie bauten eine 7m breite und gut 25km lange mit großen Basaltsteinen gepflasterte Straße, die nur zu Fuß benutzt wurde. Denn Räder oder Pferdegespanne waren nachgewiesenermaßen gänzlich unbekannt. Eine wirkliche Meisterleistung. Von der gesamten Anlage sind heute erst rund 15 bis 20 Prozent erschlossen, was sich alles noch im angrenzenden Dschungel versteckt wird wohl nie erschlossen werden da die Regierung offenbar kein Interesse an der Geschichte des Landes hegt.

 


29.09.2008 14:42    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: ,

Drittes Update: Tortuguero > Cahuita (kombinierter ÖPNV Bus & Flussboot)

 

Aus Kostengründen haben wir den gleichen Weg zurück gewählt, den wir gekommen sind. Die Boote von Tortuguero in die Hafenstadt Limon sind die reine Abzocke und kosten selbst in der Nebensaison stattliche 40 US$ pro Person, für noch nicht einmal ein Zehntel des Preises sind wir wieder nach La Pavona und weiter nach Cahuita gefahren. Cahuita liegt ganz im Südosten Costa Ricas und ist bekannt durch sein Korallenriff und den Naturpark. Das Riff wurde leider durch vulkanische Aktivität vor kurzen um sage und schreibe gut 2m angehoben, was den Tieren dort gar nicht bekommen ist. In Cahuita aber hat etwas anderes funktioniert: Weil die örtlichen Cabinas-Betreiber fürchteten das ein Nationalpark mit Eintritt die Leute vertreibt (siehe meinen letzen Absatz oben), ist der Eingang zum Nationalpark am Strand kostenfrei - während der zweite Eingang weiter im Westen an der Hauptstraße weiterhin 6 US$ kostet. Man wird beim betreten freundlich nach einer Spende gefragt und somit war ich gerne bereit 20 US$ dazulassen, da wir vorhatten etwas länger zu bleiben. So sollte das m.E. funktionieren mit den Nationalparks.

 

Der Nationalpark ist echt toll, Schlangen, Faultiere, grüne Leguane und gleich drei Affenarten - alles was das Herz begehrt. Unser Domizil war ein kleiner Bungalow mit kleiner praktischer Küche und Kühlschrank gleich direkt neben dem Park, somit kamen jeden Abend die Tiere bis vor die eigene Haustür. Ein echtes Schauspiel waren die hauseigenen Leguane, die auf dem Haufen Palmenschnitt im Garten wild lebten. Die beiden Kaimane im Brackwasser neben der Waschstelle und eine Lederschildkröte, die jeden Abend graste. Nett waren auch die vielen Krabben, die überall ihre Löcher im Rasen gebuddelt hatten und bei der kleinsten Bewegung flüchteten.

 

Hier haben wir erst mal einige Tage Station gemacht, den diese ganzen Tiere im eigenen Garten plus die Nähe zum Strand und Park plus der relativ guten Eigenversorgung dank der eigenen Küche im eigenen kleinen Häuschen für nicht einmal 30 EUR pro Tag ist ein Schnäppchen. Wir haben aus dem Garten die Kokosnüsse mit Reis und Bohnen zubereitet und die Zeit in Cahuita war einfach super.

 

Von da ab haben wir uns auf ein anderes Transportmittel festgelegt: Ein kleiner Daihatsu Terios (altes Modell). Wir haben ihn auf den Namen "Ü-Ei" getauft, wegen seinem knuffigen äußeren und seiner doch überraschenden Geländetauglichkeit, wie sich in den nächsten Tagen noch zeigen sollte. Die Vermietfirma POAS wollte für den Wagen während einer Woche inklusiver Vollkaskoschutz und aller Nebenkosten nur knapp 400 US$ - eigentlich ein guter Preis.


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 01.10.2012 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Electric Lounge

Wer sagt denn das eMobilität teuer ist?

Frankreich macht schonmal den Anfang www.ecarus.fr

 

FOTOS DER WAVE2012

 

Hier geht's zur Electric Lounge

(Dem Stammplatz für alle, die an eMobilität interessiert sind oder diejenigen die bislang dazu Fragen hatten...)

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