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05.10.2011 10:32    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: , , , , ,

Ich möchte Euch heute zwei Meldungen der letzten Tage aus Frankreich präsentieren.

 

Die herbeigerufenen Feuerwehr-Notärzte staunten nicht schlecht, als sie am letzten Sonntagmittag zu einem verunfallten Scooterfahrer in die Nähe der kleinen Ortschaft Brissac-Quincé - zwischen Nantes und Tours gelegen – auf den Plan gerufen wurden. Zunächst ging man noch von einem „normalen“ Unfall, eventuell unter Alkoholeinfluss aus. Zeugenaussagen berichteten, das der 46-jährige Fahrer des Zweirades inmitten der Ortschaft in einer 30’er-Zone in einem sehr langsamem Tempo einfach umgekippt sei – glücklicherweise ohne dabei unbeteiligte zu verletzen oder weitere Sachschäden als an seinem eigenen Motorroller zu verursachen.

 

 

Die Ärzte standen vor einem Rätsel, eine erste Kontrolle ergab 0,0 Promille. Doch der verunfallte blutete sehr stark im Schritt, was ein wenig ungewöhnlich erschien wegen der doch recht geringen Geschwindigkeit vor dem Unfall. Bei der Begutachtung stellte sich heraus, dass der Herr sich zuvor zuhause selbst entmannt haben muss! Polizisten fanden sein abgetrenntes Gemächte in der heimischen Tiefkühltruhe. Direkt nach dieser Tat schwang sich der „Herr“ auf seinen Roller und kam noch gute 12km weit, bevor ein Blutsturz dieser wilden Fahrt ein jähes Ende bereitete.

 

Warum er dies tat bleibt nach wie vor ein Rätsel. Der Mann ist inzwischen in die Klinik von Angers eingeliefert und nicht in einem kritischen Zustand. Ärzte versuchen nun dort die von ihm abgeschnittenen Weichteile wieder an ihren angestammten Platz zu nähen.

 

Sachen gibt’s!

 

Eine andere Meldung betrifft die technische Aufrüstung der französischen Gendarmen.

Immer mehr Fahrzeuge des Typs Citroen C4 der Gendarmerie werden nun mit neuartigen Signalanlagen einer EADS-Tochter aufgerüstet. Der Clou dabei sind nach vorn und hinten gerichtete in die Signalanlage integrierte Kameras, die automatisch die Kennzeichen aller Verkehrsteilnehmer erfassen, auswerten und über eine Datenfunkverbindung mit einem Zentralcomputer abgleichen. So sollen als gestohlen gemeldete Autos und zur Fahndung ausgeschriebene Täter in Zukunft schneller dingfest gemacht werden.

 

 

Die Kameras verfügen ferner eine Bildverstärkerfunktion, um auch bei schwachem Restlicht oder schlechtem Wetter noch vernünftige Bilder liefern zu können. Zusätzlich werden noch 4 weitere Kameras (davon eine im Innenraum) am Fahrzeug angebracht, um den massenweisen Anschuldigungen wegen Grundloser Gewalt seitens der Gendarmen und den verbalen Attacken oder dem aggressiven Verhalten der hinten mitfahrenden Fahrgäste mit Videobeweisen entgegenzuwirken, die nicht selten in den Bannmeilen und Problem-Vorstädten in der Vergangenheit zu Gewaltexzessen geführt haben.

 

Bei den Aufrüstungskosten pro Fahrzeug hält sich die französische Regierung vornehm zurück, gibt aber an das bis spätestens 2015 alle Gendarmerie-Fahrzeuge mit diesem System ausgestattet sein sollen – nicht zuletzt zum Schutze der Gendarmen.


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