Europas größte Auto- und Motor-Community
Login
Passwort vergessen?

05.10.2011 10:32    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Frankreich, Eier, Scooter, Gendarmerie, Kameras, Sicherheit

Ich möchte Euch heute zwei Meldungen der letzten Tage aus Frankreich präsentieren.

 

Die herbeigerufenen Feuerwehr-Notärzte staunten nicht schlecht, als sie am letzten Sonntagmittag zu einem verunfallten Scooterfahrer in die Nähe der kleinen Ortschaft Brissac-Quincé - zwischen Nantes und Tours gelegen – auf den Plan gerufen wurden. Zunächst ging man noch von einem „normalen“ Unfall, eventuell unter Alkoholeinfluss aus. Zeugenaussagen berichteten, das der 46-jährige Fahrer des Zweirades inmitten der Ortschaft in einer 30’er-Zone in einem sehr langsamem Tempo einfach umgekippt sei – glücklicherweise ohne dabei unbeteiligte zu verletzen oder weitere Sachschäden als an seinem eigenen Motorroller zu verursachen.

 

 

Die Ärzte standen vor einem Rätsel, eine erste Kontrolle ergab 0,0 Promille. Doch der verunfallte blutete sehr stark im Schritt, was ein wenig ungewöhnlich erschien wegen der doch recht geringen Geschwindigkeit vor dem Unfall. Bei der Begutachtung stellte sich heraus, dass der Herr sich zuvor zuhause selbst entmannt haben muss! Polizisten fanden sein abgetrenntes Gemächte in der heimischen Tiefkühltruhe. Direkt nach dieser Tat schwang sich der „Herr“ auf seinen Roller und kam noch gute 12km weit, bevor ein Blutsturz dieser wilden Fahrt ein jähes Ende bereitete.

 

Warum er dies tat bleibt nach wie vor ein Rätsel. Der Mann ist inzwischen in die Klinik von Angers eingeliefert und nicht in einem kritischen Zustand. Ärzte versuchen nun dort die von ihm abgeschnittenen Weichteile wieder an ihren angestammten Platz zu nähen.

 

Sachen gibt’s!

 

Eine andere Meldung betrifft die technische Aufrüstung der französischen Gendarmen.

Immer mehr Fahrzeuge des Typs Citroen C4 der Gendarmerie werden nun mit neuartigen Signalanlagen einer EADS-Tochter aufgerüstet. Der Clou dabei sind nach vorn und hinten gerichtete in die Signalanlage integrierte Kameras, die automatisch die Kennzeichen aller Verkehrsteilnehmer erfassen, auswerten und über eine Datenfunkverbindung mit einem Zentralcomputer abgleichen. So sollen als gestohlen gemeldete Autos und zur Fahndung ausgeschriebene Täter in Zukunft schneller dingfest gemacht werden.

 

 

Die Kameras verfügen ferner eine Bildverstärkerfunktion, um auch bei schwachem Restlicht oder schlechtem Wetter noch vernünftige Bilder liefern zu können. Zusätzlich werden noch 4 weitere Kameras (davon eine im Innenraum) am Fahrzeug angebracht, um den massenweisen Anschuldigungen wegen Grundloser Gewalt seitens der Gendarmen und den verbalen Attacken oder dem aggressiven Verhalten der hinten mitfahrenden Fahrgäste mit Videobeweisen entgegenzuwirken, die nicht selten in den Bannmeilen und Problem-Vorstädten in der Vergangenheit zu Gewaltexzessen geführt haben.

 

Bei den Aufrüstungskosten pro Fahrzeug hält sich die französische Regierung vornehm zurück, gibt aber an das bis spätestens 2015 alle Gendarmerie-Fahrzeuge mit diesem System ausgestattet sein sollen – nicht zuletzt zum Schutze der Gendarmen.


06.09.2011 13:05    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: Mietwagentest, Peugeot, 207, CC, 207CC, Sixt

Und schon wieder war ich zusammen mit meiner Freundin in Deutschland unterwegs, weil wir zu einer Hochzeit eingeladen waren. Als wir Freitag in Bremen ankamen, hatte uns Sixt schon mal zuvorkommender weise vorsorglich ein kleines Cabrio für uns reserviert – passend zum (fast) letzten brauchbaren warmen Sommer-Sonnen-Wochenende.

Diesmal sollte es ein Peugeot 207CC sein.

 

• Vorstellung / Fahrbericht (++++O)

 

Der kleine und fahrfertig etwas über 1.550kg schwere französische oben-ohne Flitzer macht mit seinem energischen 115kW-Triebwerk schon sehr viel Spaß. Manchmal jedoch scheint das 6-stufige Getriebe – besonders in den ersten beiden Gängen nicht so ganz 100%ig auf so viel Power des 1,6l-Motors abgestimmt zu sein, denn manchmal geht der Gangwechsel in diesem Bereich ein wenig ruppig und zuckelnd über die Bühne. Diese Tatsache fällt aber auch gerade wegen des recht straffen Fahrwerkes nicht so sehr ins Auge denn entgegen aller französischen Gepflogenheiten ist dieses Chassis schon deutlich härter als bei vergleichbaren Konkurrenten. Die äußeren Abmessungen können täuschen: Der Radstand des 207’ers ist mit 2,54m sogar ganze 2cm länger als der meines Mégane Coupé Cabriolets.

 

 

Schade das Peugeot diesem Flitzer nicht von Haus aus ein paar breitere haftfreudigere Reifen spendiert hat, denn Aufgrund der als mehr als ausreichend zu bezeichnenden Motorisierung tendiert der Wagen manchmal in schnell gefahrenen Kurven besonders im Heckbereich dazu ein wenig boshaft zu werden, insbesondere dann wenn das metallene Klappdach im Kofferraum verstaut ist und so den Schwerpunkt weiter nach hinten gelegt hat. Hier greift das ESP denn aber sanft und bestimmt ein, um schlimmeres zu verhindern.

 

Beachtliche 220km/h liegen am Ende an, wenn man dem Franzosen die Sporen gibt wobei der Sprint von 0 auf 100km/h laut Werksangabe 8,6 Sekunden dauern soll – diese fast 9 Sekunden kommen einem als Fahrer aber ganz und gar nicht so lang vor denn alles in allem verfügt der spritzige Motor eigentlich immer und in fast jedem Geschwindigkeitsbereich noch über ausreichend Reserven.

 

• Bedienbarkeit / Intuitivität (++OOO)

 

Ein wenig spartanisch jedoch gibt sich die Ausstattung – und immerhin handelte es sich beim getesteten Wagen schon um eine gehobene Variante. Neben den üblichen Merkmalen wie elektrischen Außenspiegeln und automatisch abblendendem Innenspiegel verfügt das Auto lediglich noch über einen Bordcomputer und über ein vom Klang her ein wenig durchwachsenes und blechern klingendes CD-Radio mit Bediensatellit am Lenkrad.

 

Das wichtigste Merkmal eines Cabrios ist ja schließlich das Dach und hier muss man leider anmerken, dass dessen Öffnungs- und Schließprozess verglichen mit anderen Stahldach-Cabrios doch einen kleinen Tick länger dauert und man das beim 207CC mit zwei getrennten Knöpfen erledigen muss, wo z.B. der Mégane und ein Mercedes SLK nur einen einzelnen Knopf für das Runterfahren der Seitenscheiben und die Dachöffnung bieten. Besonders viel Zeit geht beim getrennten Hoch- und Runterfahren der vorderen und hinteren Seitenscheiben drauf, was sich leider aufgrund deren Konstruktion – insbesondere der Dichtung dazwischen - nicht parallel bewerkstelligen lässt.

 

 

Alle weiteren Bedienelemente befinden sich an ihrem erwarteten Platz und lassen kaum Wünsche offen.

 

• Verarbeitung / Qualität (++++O)

 

Für ein Cabrio fühlt sich die Karosserie erfreulicherweise sehr steif an, im Innenraum quietscht und knarzt nichts und auch das Dach bleibt im geschlossenen Zustand erstaunlich still im Bereich der vorderen Dichtungen, sogar wenn man mal ein paar Schlaglöcher überfährt. Hier kann der Peugeot punkten.

 

• Verbrauch / Nutzen (++OOO)

 

Die hinteren beiden Plätze sind wirkliche Notsitze und weder Kindern noch Erwachsenen über eine längere Distanz zumutbar. Die Rückenlehnen sind sehr steil und die Beinfreiheit stark eingeschränkt, selbst wenn die Passagiere vorne auf ein Maximum Platz machen. Auch der Einstieg nach hinten gelingt bei geschlossenem Dach nur mit ein paar Verrenkungen. Dieses Auto sollte wirklich nur von zwei Personen bewegt werden.

 

 

Der spritzige und hochgezüchtete 1,6l-Motor gibt sich besonders bei zügiger Fahrweise recht durstig: Knapp 10,8l verbrauchte ich bei zwei Personen mit ein wenig Zuladung bei einem Autobahn-/Landstraßen-/Stadtmix von ungefähr 65/25/10%, eine Menge Holz für einen kleinen Hüpfer – dazu fuhren wir ca. 40% der Gesamtstrecke „offen“ und wegen des fehlenden Windschotts in gemäßigten Geschwindigkeitsbereichen.

 

• Kosten / Anmietung (++++O)

 

Das komplette Wochenende war für ca. 80 EUR zu haben, exklusive Versicherungen – guter Kurs für ein kleines Cabriolet (wenn das Wetter dazu passt).

 

Der getestete Wagen kostet laut aktueller Preisliste etwas mehr als 23.700 EUR, für eine Cabriolet das zu diesem Preis sowohl offen als auch geschlossen wegen des Stahldaches und des Motors eine gute Figur macht – insbesondere wenn man bedenkt das der schärfste Cabrio-Konkurrent aus dem Hause Renault und vergleichbaren Optionen zwischen 3.000 und 5.000 EUR mehr kostet.

Peugeot207CC_115kW.pdf (57 mal heruntergeladen)

31.08.2011 02:50    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: adidas, miCoach, Pacer, Zone, iSmoothRun, iPhone, iRunner, Endomondo, iMapMyRUN, Wahoo, Fisica, Dongle

Seit einiger Zeit bereite ich mich für einen Marathon vor. Ich bin letztes Jahr vom Virus „Laufen“ infiziert worden – unter anderem als Ausgleich zum fast ausschließlich in sitzender Position augeübten Berufsalltag.

 

Nachdem ich also im letzten Jahr in einem 4’er-Team einen Marathon im Staffellauf absolviert habe, hatte ich mir das feste Ziel gesetzt in 2011 den kompletten Marathon am 23.10. einmal allein zu laufen. Doch als blutiger Laufanfänger fragt man sich zunächst einmal wie man am besten mit dem Training anfängt? Und genau dort kommen die elektronischen Helferlein ins Spiel, von denen es eine schier unübersehbare Vielzahl zu geben scheint. Einige Applikationen sind sozusagen „unisex“ und sowohl auf dem Apple iPhone als auch auf anderen Plattformen verfügbar, wiederum andere Lösungen benötigen eine Hardware-Lösung und verbinden sich mit einer Website zur Auswertung der Daten.

 

Ich habe einmal meine persönlichen Favoriten zusammengestellt und versucht objektiv zu bewerten.

 

Da ich gerade von NOKIA zum iPhone umgestiegen bin, wechselte ich auch zwangsläufig einige Applikationen. NOKIA bietet z.B. den kostenlosen Sports Tracker, der bei meinen letzten Tests auf dem NOKIA N97 allerdings nur befriedigend abschneiden konnte, vor allem was den GPS-Emfpang und die Auswertungsmöglichkeiten betrifft. Wie gesagt, dieser Artikel soll primär die Lösungen aufzeigen, die momentan auf dem Apple iPhone existieren.

 

Adidas miCoach (Preis: Hardware ca. 80-140€/kostenfreie App, Wertung: ++++O)

 

 

Angefangen hat mein persönlicher Fitnesswahn mit ein Paar adidas-Laufschuhen, in deren Sohle fand ich eine merkwürdige Ausbuchtung, die mich dazu veranlasste einmal danach zu googlen um zu sehen um was es sich da genau handelte.

Es handelte sich hierbei um den Platz in der Mittelsohle für den adidas miCoach Schrittsensor. eBay sei Dank kam ich ein paar Tage später an ein günstiges adidas miCoach Bundle, bestehend aus einem kleinem runden Apparat, einem Herzsensor nebst Brustgürtel und dem bereits erwähnten Schrittsensor. Alles für nicht einmal 30€ inklusive Porto, also gut 100€ gegenüber dem Ladenpreis gespart!

 

 

Nach ein paar Tagen erhielt ich also endlich das Gerät und legte auf der Website mein Profil und meinen persönlichen Trainingsplan an. Adidas richtet sich im Besonderen an Anfänger, teilt die verschiedenen Herzfrequenzzonen in vier verschiedene Belastungsstufen (blau/grün/gelb/rot) und stellt ein Programm zur Synchronisation der erreichten Ergebnisse auf dem sogenannten Pacer und der Website zur Verfügung. Der erste Nachteil: Der Pacer verfügt über kein GPS, also muß man mühsam händisch nach jedem Workout die gelaufene Strecke auf einer Google-Map nachzeichnen.

 

Dies läßt sich umgehen, wenn man ein iPhone, Blackberry oder Android-Smartphone besitzt. Man stellt den Pacer auf das zu absolvierende Training ein, traced mit dem Smartphone im Freerun-Modus die gelaufene Strecke, löscht nach dem Workout das freie Training und speichert vorher die vom GPS aufgezeichnete Strecke, die dann in den aufgezeichneten Daten des Pacers reimportiert werden kann. Alles verstanden?

 

Ja, und das genau ist der erste wirkliche Knackpunkt: Adidas hat eine Fülle von miCoach-Geräten im Programm und so kaufte ich ein paar Monate später den miCoach Zone. Dies ist ein Armband, welches im Takt des Pulses in der geraden aktuellen Zone (blau/grün/gelb/rot) leuchtet und zusätzlich auf Knopfdruck die Zeit oder die verbrannten Kalorien anzeigen kann. Diese sportliche Armbanduhr ist eine sehr sinnvolle Ergänzung, da der Pacer lediglich Audio-Infos über das aktuelle Workout zum guten gibt. Hinzu kamen später noch ein miCoach-Laufshort und ein Tanktop mit integrierten Herzfrequensensoren, welches auch mit Sensoren der Marke POLAR kompatibel ist.

 

Die vielfältigen Auswertungsmöglichkeiten der Website sind interessant und sehr unterhaltend. Die Planung einzelner Workouts wird somit zum Kinderspiel.

 

Wer die Ausgaben in die Hardware, wie miCoach Pacer (inkl. Herzfrequenzsensor und Schrittsensor) oder miCoach Zone (das Armband) scheut, kann auch vollkommen kostenfrei die miCoach App auf sein Mobiltelefon laden.

 

Ich finde das dies der ideale Einstieg ist, um sich mit Trainingsplänen, anaeroben Zonen und Durchschnittsgeschwindigkeiten auseinanderzusetzen. Die Messung erfolgt auf dem Telefon leider nur GPS- und geschwindigkeitsbasiert.

 

Fazit: Gerade in letzter Zeit hat adidas vermehrt Probleme mit der Firmware des miCoach Pacers, ein befriedigender Betrieb ist seit der Firmware V3.19 nicht mehr gewährleistet. Die Batterie ist sehr stark strapaziert und in den meisten Fällen bereits nach 20 Minuten leer. Viele User berichten zusätzlich von Problemen mit dem Audio-Feedback des Pacers. Wenn man also diese Lösung favorisiert, sollte man derzeit am besten nur die App nutzen und nicht die Hardware – vom miCoach Zone einmal abgesehen. Ein weiterer Nachteil ist das alle einmal hochgeladenen Daten für immer bei adidas „verschwinden“.

 

 

Wahoo FISICA Dongle (Hardware ca. 25€, iPhone)

 

 

Die vielen Problem emit dem miCoach Pacer verleiteten mich einmal zu anderen Lösungen zu suchen. Diversen Informationen im Web folgend, erfuhr ich das sowohl der Herzfrequenzsensor und der Schrittsensor von adidas nach dem ANT+ Standard kompatibel sind.

 

 

Für das iPhone gibt es seit ein paar Monaten einen intelligenten Stecker für die Ladebuchse, der es einem ermöglicht eben diese Sensoren direkt an das iPhone zu koppeln. Der Vorteil hierin liegt auf der Hand: Das iPhone liefert GPS, FISICA die HF-Daten und die Kadenzinformationen. Somit hat man alles an einem Platz. Zudem ist der FISICA-DOngle mit mehreren Apps kompatibel – eine kleine Auswahl der von mir getesteten Apps folgt.

 

Fazit: Ein nettes und sinnvolles Zubehör für das iPhone für all diejenigen, die HF-Daten in Ihrem Telefon haben möchten.

 

 

iMapMyRUN+ (Preis: kostenfrei/1,59€, Wertung: OOOOO)

 

 

Die erste Software, die ich während meiner Läufe auf dem iPhone testete besteht aus einer App, die mit einer sehr gut gestalteten Website gepaart ist. Die kostenfrei erhältliche App ist im Funktionsumfang eingeschränkt, wer ernsthaft laufen möchte sollte sich die bezahl-App holen. Aber Achtung: Ich hatte während meiner Tests eine Menge Probleme mit dieser in meinen Augen unausgereiften App.

 

 

Zwar verbindet sie sich prima mit HF-Sensor und Schrittsensor dank FISICA, aber trotz der richtigen Einstellung der Maßeinheiten auf der Website und in der App werden die Ergebnisse nach einem absolvierten Lauf kräftig durcheinandergewürfelt.

 

Fazit: Nicht wirklich zu gebrauchen, es sei denn man lebt in UK oder den USA. Auch hier werden alle Workout-Daten auf die Website hochgeladen, es besteht allerdings die Möglichkeit Strecken und Ergebnisse in gängigen Formaten von dort zu exportieren.

 

 

iRunner (Preis: kostenfrei / 9.99€ für die HF-Unterstützung, Wertung: ++OOO)

 

 

Digifit ist eine auf die Fitness-Welle spezialisierte Firma in den USA, die bereits eine Reihe von speziellen Healthcare-Apps herausgebracht hat. iRunner bietet eigentlich alles was man für das Laufen benötigt.

 

 

Die kostenfreie App ist im Grundzustand eigenlich vom Funktionsumfang mit der adidas miCoach App verlgeichbar, so richtig gewinnt sie aber erst nachdem man knapp 10€ für einen In-App-Kauf für die erweiterte Unterstützung von HF-Daten und Schrittsensoren ausgegeben hat.

 

Fazit: Wenn man nicht bereit ist, zusätzliches Geld für den HF-Support auszugeben ist die App in etwa mit adidas miCoach vergleichbar. Die Daten werden zum Digifit-eigenen Weblocker hochgeladen und man wird zur Nutzung der Website quasi verdammt.

 

 

Endomondo (Preis: kostenfrei / 2,99€, Wertung: +++OO)

 

 

Die Endomondo App macht nicht nur wegen ihres klaren Designs auf den ersten Blick viel Spaß, auch die dazugehörige Website ist gut durchdacht und bietet ein Fülle von innovativen Funktionen. An kann gegen Freunde oder eigene Ghost-Runs antreten, um sich herauszufordern. Ergebnisse können in eine Reihe von anderen Social-Network-Systemen exportiert werden.

 

 

Bedienung ist topp, wobei der Funktions- und Informationsumfang der App zum Teil ein wenig auf der Strecke bleibt. Besonders das Audio-Feedback ist ein wenig dürftig.

 

Fazit: Wer einsteigen möchte und den sozialen Aspekt eines Trainings nicht aus den Augen verlieren möchte, sollte sich Endomondo Pro ruhig einmal ansehen.

 

 

iSmoothRun (Preis: 3,99€, Wertung: ++++O)

 

 

Eine der aktuellsten Apps im Bereich Running ist das in Griechenland von aktiven Läufern entwickelte iSmoothRun. Für nicht einmal 4€ erhält man eine sehr leistungsfähige App, bei der alle gesammelten Daten strikt auf dem Telefon verbleiben und trotzdem gibt es ausreichend Möglichkeiten die Ergebnisse auf gängien Plattformen zu teilen. Ein dicker Pluspunkt. iSmoothRun ist nebenbei erwähnt auch die einzige App, die die Wetterverhältnisse zum Zeitpunkt eines jeden Laufes berücksichtigt und loggt. Innovativ auch das die Entwickler an ausgefallene Funktion wie die Heartrate-Recovery gedacht haben, hier kann man nach dem Ende des Workouts feststellen ob das eigene Herz noch in einem normalen Zustand ist oder nicht.

 

 

Die Audiohinweise suchen im Detailgrad ihresgleichen und werden demnächst auch laut der Entwicklerwebsite auch auf Deutsch verfügbar sein. Die App unterstützt direkt und ohne Umschweife den FISICA-Sensor.

 

Fazit: Sauber designte App, die kaum Wünsche offen lässt. Leistungsfähige Planungstools ermöglichen eine Vielzahl von verschiedenen Workouttypen.

 

 

TESTERGEBNIS

 

 

Ich persönlich favorisiere zur Zeit eine gemischte Ausstattung: Ich ziehe mein adidas Tanktop über, clipse den adidas Herzfrequenzsensor vorne dran und streife den miCoach Zone über das Handgelenk. Im Schuh befindet sich der Schrittsensor. Das iPhone befindet sich in einem BELKIN-Holster am Arm, darin eingesteckt der FISICA-Dongle und auf dem iPhone läuft iSmoothRun.

 

 

Ich habe iSmoothRun so eingestellt, das die dort vorhandenen HF-Zonen 1 bis 6 analog zu den Zonen von adidas sind –damit blinkt die LED des miCoach Zone Armbandes stets im korrekten Bereich. Die Exporteinstellungen habe ich so gewählt, das fertige Trainings von iSmoothRun automatisch an die kostenfreie Version der Runkeeper Website übertragen werden. Dies habe ich gemacht, weil Runkeeper vernünftigen Support für meine Withings-Personenwaage und das Withings-Blutdruckmeßgerät bereitstellt, sowie Exportmöglichkeiten für Twitter und Facebook auf Lager hat.

 

Die Website ermöglicht zudem einen sehr guten Follow-Up über die positive (oder auch negative) Entwicklung der eigenen Trainingsergebnisse, die Meßergebnisse der Withings-Geräte erscheinen wie von Geisterhand ebenfalls auf der Startseite des Profils.


31.08.2011 00:35    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Mietwagentest, Renault, Megane, Sixt, TomTom, 16V

So, wieder einmal ein Mietwagentest. Diesmal ein (zumindest bei Sixt) recht selten zu sehender Gast in der Kompaktkategorie mit 5 Türen: Der aktuelle Renault Mégane III als 5-Türer 1.6 16V in der TomTom Edition.

 

• Vorstellung / Fahrbericht (++OOO)

 

Wie immer, wenn man die Qual der Wahl hat entscheidet man sich meistens aus dem Bauchgefühl heraus. Als ich letztes Wochenende in Bremen ankam hatte ich die Wahl zwischen einem Peugeot 508 und einem Renault Mégane. Da ich sowieso keine längeren Touren an dem bevorstehenden Wochenende geplant hatte und direkt im Anschluss nach der Abholung noch in die Bremer Innenstadt fahren musste, nahm ich lieber den etwas kompakteren Renault. Mit der Schlüsselkarte bewaffnet betrat ich das Parkhaus. Okay, der Mégane entpuppte sich nicht als Coupé, sondern als 5-Türer, noch dazu war ein Carminat-Navi mit TomTom in den Wagen integriert. Zusammen recht positive Details der Ausstattungsliste für ein vollwertiges Auto was vom Preis her stark unterhalb der 20.000 EUR-Grenze liegt.

 

 

Nach dem anlassen des Motors kommt jedoch die erste Ernüchterung: Das klingt nicht gerade sehr verlockend. Überhaupt merkt man eigentlich sofort, dass der Franzose die Sache mit der Geräuschdämmung im Innenraum eher recht lax anzugehen scheint – kann man aber noch so verschmerzen. Okay, denn wollen wir mal. Die ersten Meter in Richtung Innenstadt meistert der Renault mit dem doch noch als „recht spritzig“ zu bezeichnenden 1.6l-Motor obwohl seiner mageren 100 Pferdestärken durchweg anständig. Klar, man sollte wahrlich keine Beschleunigungsorgien oder Ampelsprints jenseits von gut und böse erwarten. Der Motor läuft, tut dies den Fahrgästen permanent durch seine ordentliche Geräuschkulisse kund und ist bis Tempo 90 recht gut auf das manuelle – sehr knackige aber nicht hakelige - Schaltgetriebe abgestimmt. Es bleiben keine Wünsche an ein 5-Türiges Stadtauto offen. Die Lenkung ist sehr leichtgängig und perfekt auf das Stadtleben abgestimmt. Nur der Federungskomfort bleibt bei Kopfsteinpflaster doch sehr auf der Strecke.

 

Dieser Wagen leidet – wie viele andere Kleinwagen - unter der typischen französischen Federungskennlinie: Weich – nicht zu weich – gut zu ein paar vereinzelten Bodenwellen aber mit vielen Defiziten behaftet auf holperigeren Streckenabschnitten. Wenigstens ist die Verarbeitung im Innenraum einen Tick besser als bei so manch anderen Gefährten in dieser Preisklasse und es klappert nichts.

 

 

Bewegt man den Mégane allerdings auf die Autobahn, merkt man das dies nicht gerade dessen bevorzugtes Terrain zu sein scheint. Ab spätestens Tempo 140 muss man die Lautstärke des Radios aufgrund der Motor- und Windgeräusche doch recht deutlich anheben, um von den Nachrichten überhaupt noch etwas mitzubekommen. Bei realen 180 km/h ist denn aber auch schon das Ende der Fahnenstange und die Vmax erreicht.

• Bedienbarkeit / Intuitivität (+++OO)

 

Wer sich mit dem Fahrwerk anfreunden kann oder plant das Auto nicht für längere schnelle Autobahnabschnitte einzusetzen wird sicherlich seine Freude an den vielen netten Gimmicks haben. Allem voran das integrierte TomTom Navigationssystem mit Live-Daten-Anbindung und genial einfacher Bedienung mittels Stick auf der Mittelkonsole.

 

Bei diesem System lässt sich einfach alles Mögliche parametrisieren: Kuh-Muhen beim Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit oder zur Warnung an Schulen und Altenheimen gefällig? Kein Problem! Einzig und allein die Tatsache, dass der doch recht große und dominant zentral auf dem Armaturenbrett starr installierte Bildschirm sich nachts nicht automatisch in den Nacht-Anzeigemodus umstellt ist ein wenig nervig. Man kann über einen längeren Tastendruck neben dem Joystick die Anzeige zwar komplett abschalten, aber eben nicht schnell und einfach dimmen (da diese auch nicht am Regler für die Instrumentenbeleuchtung gekoppelt ist). Und so hangelt man sich mühsam durch viele Menüs per Joystick, bis man unter der erschlagenden Fülle der Optionen das Nachtdesign gefunden hat.

 

 

Das Kartenmaterial kommt übrigens von einer SD-Karte, die rechts neben den Bildschrim eingesteckt wird. Darstellung und Planungsoptionen bei Verkehrshindernissen lassen in der weiteren Bedienung eigentlich keine Wünsche mehr offen.

Das große digitale Tachoinstrument ist stets gut ablesbar und die im Armaturenbrett eingebettete MFA gibt im Klartext Auskunft falls es irgendwas wichtiges zu vermelden gibt. Komfortplus auch hier, zu einem unschlagbaren Preis.

 

• Verarbeitung / Qualität (+++OO)

 

Der neue Mégane ist wieder einen Hauch wertiger und erwachsener geworden. Oberflächenoptik und –haptik haben enorm zugelegt und doch merkt man das der Wagen eben doch nichts weiter als ein mit viel Kunststoff ausgegossenes Cockpit zu bieten hat. Die Karosseriespaltmaße wurden kleiner im Vergleich zu den Vorgängermodellen und die jüngere dynamischere Form im Kontrast zum dicken Heckbürzel mit der stark abfallenden Scheibe der Vorläufers steht dem aktuellen Mégane weitaus besser zu Gesicht.

• Verbrauch / Nutzen (++OOO)

 

Vorne wie hinten bietet der Mégane genug Platz – auch für Familien mit Kindern, sofern man keine weiten Strecken damit reisen möchte da der relativ kleine Kofferraum dem 5-Sitzer schnell Grenzen setzen würde. Der kleine 1.6’er Motor mit seinen 100 PS ist gewiss kein Kraftprotz, aber die 7,9l/100km im Praxisverbrauch nagen bei mir zumindest für ein Auto dieser Kompakt-Kategorie schon an der Schmerzgrenze.

• Kosten / Anmietung (+++OO)

 

Das komplette Wochenende war für ca. 80 EUR zu haben, exklusive Versicherungen – für dieses Auto ansonsten okay – gerade auch wegen des Navis.

Der getestete Wagen kostet laut aktueller Preisliste etwas mehr als 18.300 EUR, für einen 5-Türer mit dieser Ausstattung ein guter Kurs.

 


31.08.2011 00:28    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: Mietwagentest, Sixt, VW, Volkswagen, Scirocco, TDI

Bei einem meiner letzten Aufenthalte in Deutschland verschrieb mir die Dame am Sixt-Schalter eine Frischzellenkur in Form eines Volkswagen Scirocco TDI. Zuerst war ich ehrlich gesagt ein wenig skeptisch, ob bei einem solchen Fahrzeug derart „schwach“ und noch dazu dieselmotorisiert überhaupt sowas wie Fahrspaß aufkommen kann. Ich muss sagen, das ich mich mit meinen Anfangsvermutungen grundlegend getäuscht habe!

 

 

• Vorstellung / Fahrbericht (+++++)

 

Das steht er funkelnagelneu im Bremer Parkhaus auf der Sixt-Etage: Der Scirocco in seinem dunkel-metallicfarbenen Kleid, das die vielen bulligen Designelemente der Karosserie erst so richtig zur Geltung bringen. Ein Druck auf die FFB und der VW quittiert das öffnen der Türen mit einem kurzen einschalten der Blinker und Aktivierung des Abblendlichts. Der sieht ja mal gut aus. Von seinem Urahn – dem als Maurer-Porsche verhöhnten ersten Scirocco-Modell - hat das aktuelle Modell lediglich noch den Namen geerbt und die Tatsache das es nur zwei Türen gibt.

 

 

Im Innenraum empfängt mich ein durchweg hochwertig verarbeiteter Arbeitsplatz mit gut ausgeformten Sitzen, die auch größeren Leuten wie mir problemlos Platz bieten. Die Mehrzahl der Bedienelemente finde ich auch in meinem CC wieder – deswegen fühle ich mich auch sofort gleich ein wenig heimisch.

 

 

Das in dem von mir getesteten Wagen ein kleiner Diesel vor sich hin werkelt merkt man selbst direkt nach dem Anlassen fast gar nicht. Der Motor dreht und man hört ganz und gar kein typisches Dieselgeräusch, los geht’s! Raus aus dem Parkhaus und rauf auf die Stadtautobahn. In langgezogenen Kurven macht das Fahrwerk einen heidenspaß, der Wagen liegt satt auf der Straße und zeigt sich durchweg sehr neutral in seinem kurvenverhalten.

 

 

Merklich ist die Abstimmung zwar ein wenig straffer, aber doch gelang es VW hier den Spagat zwischen „sportlich“ und „komfortabel“ auf einem goldenen Mittelweg zu meistern. Die breiten Reifen vermitteln ein sehr sicheres Fahrgefühl, besonders in schnell gefahrenen Kurven. Sollte man sich einmal verschätzt haben, greift die Regelelektronik sehr sanft in den Gasfuß ein, ohne jedoch aufdringlich oder bevormundend zu wirken. Auch bei ständig aktivierten Fahrhilfen kommt bei der 140PS-Dieselversion des Sciroccos genügend Fahrspaß auf, wenn man ihn einmal ein wenig schneller von A nach B bewegt.

 

Die äußeren Abmessungen täuschen etwas, denn von der Größe her ist der Wagen doch ein kleines bisschen bulliger als ein aktueller Golf und besonders aufgrund der schnittigen Coupéform leidet der Ausblick nach Hinten zum Teil doch sehr stark. Die hintere Heckscheibe und die hinteren Seitenscheiben mutieren zu einem regelrechten Sehschlitz wenn man mal in den Rückspiegel oder beim Abbiegen über die Schulter schaut und durch die recht tiefe hintere Dachkante kann man so manches Mal nicht einmal seinen Hintermann in voller Pracht im Rückspiegel erkennen – somit beschränkt man sich als Scirocco-Pilot eher auf die recht großzügigen Außenspiegel.

 

 

• Bedienbarkeit / Intuitivität (+++OO)

 

VW-typisch befindet sich alles Wichtige intuitiv am richtigen Platz. Blinkerhebel und alle anderen Elemente sind identisch mit anderen Autos aus der Produktpalette. Auch das restlich Bedienkonzept gleich den anderen Modellen wie aufs Haar.

 

 

• Verarbeitung / Qualität (++++O)

 

Gerade in diesem Punkt zeigt es sich, wie gut es ist das beim Scirocco VW den Griff in die Regale der höherpreisigeren Modelle gewagt hat. Die Oberflächen sehen gelungen aus und vermitteln einen sehr wertigen Eindruck. Die Bedienelemente und Schalter mit den vielen Chromapplikationen verleihen dem Wagen ebenfalls ein sehr positives Image.

 

 

Lediglich bei den Kunstoffelementen und Armauflagen in den Türen und bei der Art und Weise der Platzierung der Spiegeleinstellung auf der Fahrerseite habe ich für mich persönlich einen kleineren Negativpunkt ausmachen können.

 

• Verbrauch / Nutzen (++++O)

 

Interessanterweise bietet der Scirocco auch für großgewachsene Leute auf den Rücksitzen ausreichend Platz. Beim Einstieg gleiten die vorderen Sitze sehr weit nach vorn und durch die langen Türen erreichen die Fondpassagiere sehr bequem ihre Plätze. Sogar lange Beine können bequem hinter den konturierten Rücklehnen der Vordersitze verstaut werden, ohne irgendwo groß anzuecken. Der einzige Knackpunkt ist jedoch die relativ steile Rückenlehne, die auf längeren Touren bei langen Leuten zum Problem werden könnte.

 

 

Der kleine Diesel gibt sich auch bei zügiger Fahrweise sehr genügsam. Ich erreichte bei meiner schnellen Fahrweise mit vielen Autobahnanteilen nie mehr als 5,6l/100km.

Ein wenig störend ist jedoch die relativ hohe Ladekante der relativ kleinen Heckklappe des ansonsten ausreichend bemessenen und gut zugeschnittenen Kofferraums. Hier sollte eigentlich genüg Stauraum für 2 Erwachsene für ein langes Wochenende vorhanden sein.

 

• Kosten / Anmietung (+++OO)

 

Das komplette Wochenende war für ca. 80 EUR zu haben, exklusive Versicherungen – für diesen gelungenen (Sport-)Wagen ein sehr guter Kurs vom Preis-/Leistungsverhältnis her.

 

Der getestete Wagen kostet laut aktueller Preisliste knapp 31.000 EUR, was sicherlich eine Menge Holz ist. Vergleicht man allerdings andere Coupés in dieser Preisklasse, denke ich das man kaum ein vergleichbares Fahrzeug findet was in puncto Platzangebot, Verarbeitung und nicht zuletzt Fahrspaß dem Scirocco das Wasser reichen kann. Für mich persönlich der Geheimtipp in der Sixt-Flotte!

 

Scirocco_TDI140PS_BlueMotion.pdf (96 mal heruntergeladen)

26.08.2011 10:40    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: Audi, ZV, Meldung, Frankreich, Tot

Eine etwas zugegebenermaßen etwas ungewöhnliche Meldung erschüttert das vom medialen Sommerloch geplagte Frankreich in den letzten Tagen: Unweit von Toulouse im Süden des Landes „ermordete“ offenbar ein Auto einen jungen Mann durch eine unglückliche Verkettung von Umständen. Fast unweigerlich denken viele Leute bereits an den Erfolgsroman und dessen Verfilmung „Christine – Das Auto das mordet“ des erfolgreichen amerikanischen Autors Steven King. Denn es ist einfach schier unglaublich was sich letzten Sonntag in der kleinen Stadt Moissac zugetragen hat.

 

Ein 22-jähriger unternahm offenbar zusammen mit seinem Bruder einen Zug durch die lokalen Diskotheken und trank ordentlich einen über den Durst. Die zuständige Gendarmerie kann lediglich rekonstruieren, das eben dieser junge Mann nicht selber nach Hause gefahren ist, sondern von jemandem gefahren wurde weil er zu stark alkoholisiert war. Dies bestätigten einige Zeugen, die den Mann am frühen Sonntagmorgen noch lebend gesehen hatten. Während der Heimfahrt jedenfalls schlief er denn wohl dann in seinem eigenen Fahrzeug ein, der Fahrer parkte den Wagen direkt vor dem Wohnhaus des 22-jährigen und lies diesen trotz seines ernstzunehmenden alkoholisierten Zustandes schlafend im Wagen zurück. Die Polizei fand den Autoschlüssel im Briefkasten des Wohnhauses. Gut 10 Stunden später gegen Abend des selben Tages wurde der junge Mann in seinem Auto der Marke Audi tot aufgefunden!

 

 

Was war passiert? Eine erste Obduktion zur Ermittlung der Todesursache ergab das der Körper des Mannes stark deshydriert war, die Temperaturen im Wageninneren stiegen vermutlich im Verlauf dieses sehr heißen Sommertages auf ca. 70 bis 80 °C. Hinzu kam das der Audi wohl aufgrund des schlüssellosen Schließsystems und der Tatsache das der Schlüssel sich weit weg vom Fahrzeug im Briefkasten des Hauses befand nach einiger Zeit wohl automatisch die Türen verriegelte und das dies offenbar zusätzlich im SAFE-Mode passierte.

 

Kurz und knapp: Das somit im Wagen eingeschlossene spätere Opfer konnte die Türen nicht mehr von innen öffnen! Die Gendarmerie rekonstruierte ferner das er wohl noch versuchte mit letzten Kräften ein Fenster zu zertrümmern – was ihm allerdings aufgrund seines allgemeinen Zustandes offenbar nicht (mehr rechtzeitig) gelang. Es vertrocknete quasi qualvoll im Fahrzeug.


22.06.2011 11:19    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: Opel, Werbung, Frankreich

Nach nunmehr längerer Blogpause wollte ich mich mal kurz bei meinen treuen Lesern zurückmelden. Die Firma in Frankreich, der Sport mitsamt der Marathonvorbereitung für Ende Oktober und die Familie nehmen fast meine gesamte Freizeit in Anspruch. Mietwagen-Testberichte türmen sich und müssen irgendwann einmal geschrieben werden und ich habe einfach irgendwie viel weniger Zeit mich allem zeitnah zu widmen und weil ich weniger durch die Weltgeschichte reise und auf irgendwelchen Airports sitze, komme ich fast gar nicht mehr zum schreiben. Ich gelobe allerdings Besserung.

 

Einfach zu popelig...Einfach zu popelig...

 

So, kommen wir nun mal wieder zu einem aktuelleren Thema: Seit einiger Zeit kursieren ja wieder nach dem Super-GAU im Hause Opel von 2004 erneut einige Hiobsbotschaften um den Rüsselsheimer Autobauer in den Nachrichten.

 

Aber das ist nicht alles, denn wer damals die Geschichte um die angeforderte Milliardenhilfe in Form von Übergangskrediten und Bürgschaften seitens der Bundesrepublik Deutschland für den ach so angeschlagenen deutschen Autobauer mitsamt den hohlen Versprechungen des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors (GM) verfolgt hat, weiß mittlerweile ja auch wie schwierig ein grenzübergreifendes Wirtschaftskonstrukt Namens EU doch sein kann. Nicht zuletzt waren es ja schließlich die Beschwerden beim europäischen Gerichtshof aus Großbritannien, Belgien und Spanien die dem ganzen Konstrukt um die von Frau Merkel eingefädelte und favorisierte Rettung der Firma Opel durch die Investoren Magna und der russischen Sberbank den Garaus machten.

 

Unter dem Deckmantel der vermuteten politischen Begünstigung wollten die drei zuvor genannten Länder in denen ebenfalls Opel-Produktionlinien  vorhanden sind augenscheinlich verhindern, dass eine Übernahme der deutschen GM-Tochter durch diese beiden Investoren überhaupt stattfindet. Daraufhin weigerte sich die amerikanische Firmenzentrale kurzum, den angeschlagenen Autobauer – vermutlich aus Imagegründen – in seine instabile und unsichere Autonomie zu entlassen.

 

Mittlerweile sind zwar alle staatlichen Beihilfen wegen des annullierten Verkaufs zurückgezahlt und weitere zusätzlich beantragte Hilfen eingefroren, aber nichtsdestotrotz ist der Konzern knapp bei Kasse. So droht seit Anfang Juni laut Presseberichten den rund 25.000 Opelanern nun ein erneuter Verkauf. Die Belegschaften werden nicht ausreichend informiert, es kursieren die wildesten Gerüchte. Volkswagen sei an einer Übernahme interessiert, so hieß es vor ein paar Tagen.

 

Lasst sie doch einfach mal machen...

 

Was man sich aber weiss Gott nicht so einfach gefallen lassen muss ist die derzeit wohl stupideste Werbekampagne seit Menschengedenken, den die Marketingstrategen aus dem Hause Opel vornehmlich in nicht-germanophonen Ländern forcieren.

 

Schon während meines Urlaubes auf dem französischen Eiland Guadeloupe ist mir Anfang diesen Jahres diese Werbekampagne während der dortigen Karnevalsumzüge sauer aufgestoßen: Überall Flyer mit Sprüchen und deutschen Floskeln wie „Deutsche Qualität“ und dem erklärenden französischen Beisatz: „Man muss nicht deutsch sprechen können, um einen Opel Corsa zu kaufen“!

 

Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit höre ich 2 bis 3 Mal diesen Spot im Radio und ich muss sagen besonders als Deutscher schäme ich mich fast schon für so viel depperten Dilettantismus.

 

Komischerweise finden alle Franzosen in meinem Freundeskreis diese Radio- und Fernsehspots überhaupt nicht kreativ, geschweige denn als positives Aushängeschild für Autos aus „deutscher“ Produktion. Viele verbinden die für französische Ohren harschen deutschen Wörter mit dem Krieg und zumindest da erinnert sich ein nicht gerade kleiner Teil der Zuhörer in Frankreich eher an  ganz andere Modelle der Opel-Produktpalette wie den Opel Blitz im grauen Wehrmachtsanstrich. Im übertragenen Sinne wäre es ungefähr so, als wenn VW den New Beetle in einer Fotomontage in Frankreich mit dem „Führer“ stehend im Fond bewerben würde.

 

Das schlimmste ist aber wohl, dass diese Ablehnung die Firma Opel überhaupt nicht groß zu jucken scheint. Einen besonders gut gemachten Spot(t) über diese simple Werbe-Lüge aus dem Hause GM findet man bei Youtube.

 

 

Vielleicht ist es aber eben gerade diese gefährliche Ignoranz der Stimme des Volkes, die ja bereits zur eigentlichen Opel-Krise geführt hat. Die sinkenden Absatzzahlen hubraumgroßer Automobile in den USA aufgrund der explodierenden Kraftstoffpreise waren ja auch sowas von unvorhersehbar, stimmt’s liebe GM-Manager?


17.01.2011 11:28    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: Mietwagentest, Sixt, Passat, Variant, Volkswagen, TDI

Heute stelle ich einen heißen Anwärter auf die Nachfolge für meinen aktuellen CC vor, den neusten Passat als Variant. Wenngleich ich ehrlich gesagt mit gemischten Gefühlen diesen Wagen gefahren bin.

 

 

Seinen Ruf als DAS typische Vertreterauto erhielt der Passat als Variant – vor allem als Diesel - mit der ersten brauchbaren Urversion, die in den 90’er Jahren mit einer mutig gestalteten Frontpartie für Furore sorgte. Damals atmete der Motor durch das klitzekleine Nasenloch, das als VW-Emblem mittig und stolz auf der fast komplett entgrateten nüchternen Frontpartie prangte. Alles – nur keinen Schnickschnack, ein richtiger Volkswagen also.

 

 

Die späteren Baureihen ließen dann den Passat mit der Zeit deutlich erwachsener werden, man merkte fast wie man der gehobenen Mittelklasse der Konkurrenz im eigenen Konzern vom Schlage Audi A6 Kombi Paroli bieten wollte. Und letztendlich gelang dies irgendwie, denn für mich war der Passat stets irgendwie DER Inbegriff des Kombis schlechthin.

 

 

Nun aber haben wir den meines Erachtens designtechnischen Salat: Ein Passat, der irgendwie so richtig keiner ist, viele klare Linien – angelehnt an das was der Scirocco uns doch so mutig vorgeturnt hat. Und uns hoffen ließ - vergebens wie ich nun finde - denn gerade diese klaren Linien vermitteln Langeweile, kein Halt an dem sich der Betrachter sattsehen kann und zum ersten Mal machen Querstreifen und viel horizontal angebrachtes Chrom und glänzendes Plastik alles andere als „dick“.

 

 

Da leidet nicht nur das Überholprestige, von weitem verwechselt man den Passat doch glatt mit einem Golf Kombi. Nein, der neue Passat ist vorne wie hinten in meinen Augen eher eine nüchterne und vor allem sehr langweilige Nullnummer geworden, es fehlt am gewissen Biss der einem Mittelklasse-Lastesel nur allzu gut ins Gesicht stehen würde.

 

 

Im Vergleich zu meinem CC setzt sich dieser qualitative Abstieg leider auch im Innenraum fort, die Bediensatelliten sind alle zwar leichtgängiger aber auch haptisch viel wabbeliger und damit unpräzise geworden. Und zu meinem Leidwesen gilt dies auch für die Lenkradtasten, die Multifunktionswippen sind mal eben schnell unversehens bei einer Lenkraddrehung betätigt. Viele Senderwechsel sind damit vorprogrammiert.

 

 

Die restlichen verwendeten Materialien des Innenraumes sind weitgehen mit meinem CC identisch, das Armaturenbrett und die Weichschaum-Applikationen auf den Türen hingegen sind deutlich weicher geworden und so hinterlässt mein Ellenbogen auf längeren Touren des Öfteren im neuen Passat einen tiefen sichtbaren Abdruck im Weichplastik des oberen Teils der Fahrertür, bleibt nur zu hoffen das dies nach ein paar Jahren der Nutzung zu keinen bleibenden Dellen führt.

 

 

Die Bedienung ist leicht und eindeutig, intuitiv lassen sich alle Funktionen bequem erreichen – der Innenraum ist ja nun auch nicht so breit als das dies irgendwelche Probleme mit sich bringen sollte. Die einfachen Polstersitze sind im Rücken recht bequem, die Lordosenstütze und die Rückenlehnen werden in diesem doch recht spartanisch ausgestatteten Modell bereits elektrisch verstellt.

 

 

Ein Schwachpunkt hingegen ist aber die mangelnde Auflagefläche für längere Oberschenkel, sowohl vorne als auch im Fond – dies könnte einen deutlichen Negativpunkt für Vielfahrer und Vertreter darstellen, die mit einem Passat liebäugeln. Auf den hinteren Plätzen ist der Raum mehr als ausreichend. Der Innenraum gleicht dem des CC ansonsten fast bis aufs Haar, ist aber nicht zuletzt vom Raumgefühl her deutlich schmäler. Eine weitere unnütze Designeskapade ist in meinen Augen die mittig auf dem Armaturenbrett angebrachte kleine Analoguhr – so überflüssig wie die Eier vom Papst – denn die MFA zeigt mir die aktuelle Uhrzeit jederzeit digitalgenau hinter dem Lenkrad an.

 

 

Das nagelneue Navigationsradio RNS315 mit CD-Laufwerk reißt allerdings alle Kritik wieder raus: Absolut flüssige Kartendarstellung, superschnelle Routenberechnung und vollständige Integration inklusive der Anzeige der Navigationsinfos in der MFA. Ein echt sinnvolles Zubehör zu einem sehr moderaten Preis. Gut, die Klangqualität ist dafür eher durchwachsen und ein wenig kraftlos – aber es gibt schlimmere Navigationsradios bei anderen Herstellern, die weitaus mehr kosten.

 

 

Der kleine 103kW Diesel mit Bluemotion kann in gemäßigten Geschwindigkeitsbereichen durchaus überzeugen. Folgt man der Schaltempfehlung in der MFA lässt sich dank des recht guten Durchzugs recht schaltfaul fahren. Der Geräuschpegel im Innenraum selbst bei zügiger Fahrweise ist angenehm. Lediglich in Geschwindigkeitsbereichen jenseits der 160km/h zeigt der Motor seine Schwächen, den Topspeed von 210km/h erreicht man nur sehr zäh und mit sehr viel Anlauf. Erfreulich hingegen die Verbrauchswerte: 6,2l/100km bei doch recht zügigem Tempo sind recht positiv zu beurteilen.

 

 

Vom Fahrverhalten her zeigt sich der neue Passat angenehm neutral. Der Kombi zirkelt leichtfüßig wie eine Feder um schnell gefahrene Kurven und bricht so gut wie nie aus, in Grenzsituationen schiebt er ganz leicht über die Vorderräder und schon greift das ESP regulierend ein. Ein absolut narrensicheres neutrales Fahrverhalten. Als neutral würde ich aber nicht die Dämpfung bezeichnen: Gemessen an meinem CC liegen die Dämpfer des Passat Variant schon im sehr straffen Bereich. Bodenwellen oder Verkehrsberuhigungsschwellen quittiert das Fahrwerk da ein oder andere Mal mit einem kräftigen Schlag vorne beim ausfedern und Fahrbahnunebenheiten gelangen direkt und fast ungefiltert an den werten Vertreter-Hintern.

 

Weniger überzeugend auch das Standard-Abblendlicht: Sehr tief, zu den Seiten hin sehr dunkel und vom Profil her undefiniert und zu stark auf die rechte Fahrbahnhälfte konzentriert, das ist bei weitem nicht die Lichtreferenz im Jahre 2011! Setzen, sechs. Aber dieses Manko mach auch wieder Lust auf mehr: Ich würde deswegen gerne einmal den dynamischen Lichtassistenten, den VW als Neuheit anbietet austesten, bei dem einzelne Bereiche der Fahrbahn ausgeblendet werden, sobald sich darin ein anderer Verkehrsteilnehmer befindet.

 

 

In puncto Zuladung glänzt der Passat mit seiner Funktionalität. Die Rücklehnen lassen sich geteilt fast komplett horizontal umlegen. Die Entriegelung ist dafür bequem vom geöffneten Kofferraum an den beiden Seiten des Laderaumes erreichbar. Ein wenig hakelig hingegen ist die Bedienung der Laderaumabdeckung, ein wenig mehr Intuitivität bei der Bedienung wäre eventuell sinnvoll gewesen, hat man aber erst mal den Dreh raus, funktioniert die Bedienung des Plastik-Rollos fast einwandfrei – gewusst wie.

 

Die Anmietung an der Sixt-Station am Airport in Bremen erfolgte ohne Große Probleme im ADAC-Tarif. Der Mietpreis inklusive Winterreifen und Versicherungen lag bei rund 130 EUR für das komplette Wochenende.

 

Eines steht fest: Als einer von 4 Konkurrenten werde ich mir nun einmal den Passat als Limousine als Ersatz für meinen CC im August in einer gehobenen Version ansehen. Neben den vielen neuen innovativen Assistenz-Features interessieren mich nun auch mal das Fahrverhalten und die Dynamik der verschiedenen Motorisierungen. Da die Limousine erheblich kompakter als der Kombi wirkt, hoffe ich das das neue Design in Verbindung mit einer schicken Lackierung und netten Felgen am Ende ein schlüssiges Gesamtpaket und Hingucker ergibt, aber das hängt unter anderem auch vom Heck ab. Aber vielleicht bringt bis dahin VW den CC im Facelift auf den Markt, mir ebenso kantigen Frontlinien und einer unschlüssigen Designsprache.

 

Vom Kombi jedoch bin ich nun (leider) kuriert, da der Gesamteindruck (besonders designtechnisch) am Ende doch eher durchwachsen ist. Dieser Eindruck steht so gut wie fest, denn von den Proportionen her würden am unschlüssigen Konzept des neuen Passat Kombi selbst Tieferlegung, Frontspoiler und 18-Zöller nichts mehr groß ändern können. Der Grundpreis für die gewählte Motorisierung liegt derzeit bei 31.500 EUR, der von mir getestete Wagen summierte sich trotz der doch recht sporadischen Extras bereits auf 33.550 EUR.

 

•Vorstellung / Fahrbericht [+++OO]

•Bedienbarkeit / Intuitivität [++++O]

•Verarbeitung / Qualität [+++OO]

•Verbrauch / Nutzen [++++O]

•Kosten / Anmietung [+++++]

 

Anbei ein VCDS-Scan, noch nicht alle Steuergeräte werden von VCDS 10.6 komplett erkannt und unterstützt, das Herstellerprospekt des Testwagens ist wie immer auch dabei.

PASSAT Variant.zip (236 mal heruntergeladen)

06.12.2010 11:10    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Mietwagentest, Sixt, Unfall, SLK

So, ich wollte nur mal kurz meinen Schreib-Streik beenden und mal wieder ein paar aktuelle Ereignisse in meinen Blog hier einpflegen. Es hat sich viel getan, sowohl im positiven als leider auch im negativen Sinne.

 

Fangen wir also der Reihe nach mal mit Ereignissen aus der letzteren Kategorie an.

 

Mitte September war ich wieder einmal in Deutschland unterwegs und brauchte – wie immer – einen fahrbaren Untersatz. Leider wurde es als ich bei Sixt eintraf wieder einmal ein Mercedes SLK, den ich schon mal hier im Blog getestet hatte. Somit sollte eigentlich nichts Neues in Verbindung mit diesem Wagen zu berichten sein, aber erstens kommt es immer – und zweitens meistens anders als man denkt…Murphy’s Gesetz halt.

 

Auch sollte man ja auch meinen, das nach meinen Hunde-Unfall so langsam Schluss sein sollte mit unvorhergesehenen Ereignissen dieser haarigen Art, aber sollte es nicht! Das Lexikon gibt uns zur Definition Begriff „Unfall“ ja bekanntlich die folgende Auskunft:

 

Ein Unfall ist ein unerwünschtes, von außen auf einen und/oder mehrere Menschen oder Dinge rasch einwirkendes Ereignis, das ohne eine Absicht bewirkt wurde. Aus einem Unfall folgt die Schädigung der Gesundheit und/oder eines Sachwertes.

 

Ausgerechnet an diesem Wochenende sollte ich einen Tag länger in Deutschland bleiben, da ich am frühen Montagmorgen noch einen wichtigen Termin in Bremen wahrzunehmen hatte. Und dann geschah es: Ich fuhr kurz vor 6h auf die Autobahn und kurz nach der Autobahnauffahrt lief mir ein Fuchs vor das Fahrzeug, gerade als ich den Blick vom Rückspiegel wieder auf die Straße vor mir richtete. Schrecksekunde, die Autobahn ist um diese Zeit im hohen Norden ja menschenleer und links war dementsprechend frei – also Gas weg, bremsen und gleichzeitig dabei ausweichen (ABS- und ESP sei Dank). Aber dieser spezielle Meister Reineke war weiß Gott nicht einer des schlauesten seiner Art, er lief unbeirrt weiter nach links…und traf genau die rechte Fahrzeugfront. Ich hielt mit Warnblinkanlage auf dem Seitenstreifen an, suchte nach dem verletzten Tier wurde allerdings nicht fündig und rief die Polizei.

 

Die fragten nur ob das Tier noch am Unfallort sei, was ich sodann verneinte. Mir wurde daraufhin gesagt, dass dann in diesem Falle niemand käme und lediglich der zuständige Jagdpächter informiert wird, um an den Folgetagen nach einem Fuchs mit Kopfverband Ausschau zu halten und ihn ggfs. von seinem Leiden zu erlösen.

 

Der nächste Anruf ging an die Sixt Hotline, die allerdings wie der Zufall wollte aus technischen Gründen gerade nicht erreichbar war.

 

 

So setzte ich also meine Fahrt langsam weiter fort nach Bremen, der Wagen sollte am Nachmittag zurück zu Sixt und gegen Mittag erreichte ich auch endlich jemanden in der dortigen Hotline, damit schon mal entsprechende Vorbereitungen und die Disposition anlaufen konnten.

 

 

Als ich am späten Nachmittag bei Sixt am Bremer Flughafen eintraf sagte ich dem dortigen Car-Checker eines Subunternehmens, das irgendwo an diesem Fahrzeug ein „Mangel“ sei den es zu entdecken gilt und das Sixt bereits von mir davon in Kenntnis gesetzt wurde. Daraufhin lief der Typ wie von einer wilden Hummel gestochen um den Wagen und versuchte mir alles Mögliche im Übergabeprotokoll aufzudrücken…Kratzer am Fahrertür-Falz, mikroskopische Sprenkel an den Alufelgen – aber den eigentlichen Schaden sah er nicht! Vollpfosten...

 

Nach gut 3 Minuten rief ich den Herren zur Fahrzeugfront und deutete stumm auf den fehlenden Chromring um den Nebelscheinwerfer der Beifahrerseite und er gab unverwunden zu, dass er ohne meinen Hinweis dies nicht gesehen hätte! Spätestens hier bereute ich, ein so aufrichtiger Kunde zu sein.

 

 

Er gab mir alsdann das Protokoll auf dem lediglich die Delle mit einem kleinen Kreuz im unteren Bereich des Front-Stossfängers auf der Beifahrerseite und das Wort „Unfallschaden“ eingetragen waren. Innerlich verabschiedete ich mich bereits von gefühlten 1.800 EUR in diesem Moment, wohlwissend das ein viel schwererer Hund an meinem Passat CC einen Schaden von nicht einmal 1.200 EUR verursacht hatte und ich maximal 600 EUR „Aufschlag“ bereit wäre für den Namen Mercedes zu zahlen.

 

Die Tage gingen ins Land, als wir auf einmal ein Fax mit der Rechnung in die Firma bekamen: 3.270,69 EUR. Wow – mehr als doppelt so teuer wie eingangs gedacht!

 

Im angehängten 10-seitigen Gutachten der Firma GKK aus Hamburg wurde u.a. auch auf einmal der rechte Kotflügel wegen eines Schadens bildlich festgehalten.

 

 

Die Bildqualität des Fotos ist allerdings alles andere als überzeugend und als ich jedenfalls das Auto abgab, war an dieser Stelle absolut nichts (ansonsten hätte es der Car-Checker ja gleich auf Anhieb bei der Rückgabe gesehen). Entweder denen ist der Reifen bei der Überführung zum Gutachter geplatzt, es wurde ein wenig „nachgeholfen“ oder der Car-Checker hat sich bei mir rächen wollen weil ich selbstverständlich über dessen oberflächliche Arbeitsweise im Sixt-Büro nebenan gemeckert hatte.

 

Das die Verkleidung des Unterbodens gerissen war und ein vorstehendes Plastikteil schabenderweise das Reifenprofil etwas in Mitleidenschaft gezogen hatte, wusste ich bereits vorher. Anscheinend sind SLK‘s eben nur aus Spucke und Pappe zusammengedengelt, ein ähnlicher Unfall wie der mit dem Hund an meinem CC wäre wohl im Mercedes fast ein wirtschaftlicher Totalschaden geworden.

 

Aber was nützt das Ganze: Am Ende würde ein ewiges hin und her vielleicht sogar noch mit Juristen viel mehr Zeit und Nerven kosten, als der Aufschlag auf die Rechnung für den neuen Kotflügel. Und noch was: Das Logo „Kompressor“ kostet bei Mercedes satte 19,74 EUR neu, wobei das alte definitiv noch nutzbar war! Soviel zum Thema „Gutachten“. Die Firma GKK behalte ich in Zukunft auf jeden Fall mal im Auge wenn ich selbst demnächst mal Unfallgeschädigter sein sollte, die scheinen gut und sehr generös zu rechnen!

 

Also am Ende zähneknirschend den Rechnungsbetrag überwiesen und gut ist. Gibt halt dieses Jahr weniger Weihnachtsgeschenke unterm Tannenbaum und meinen persönlichen Standpunkt in Sachen Sixt werde ich mir für 2011 nochmal genauestens überlegen! Und eins habe ich aus dieser Geschichte gelernt: Was der Car-Checker nicht sieht…

Sixt-Schaden.xps (230 mal heruntergeladen)

17.09.2010 09:00    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: GLS, Paket, Benachrichtigung, Abzocke, Service

Ich muss mal wieder meinem Aerger ein wenig Luft machen - ist ja auch schon fast Wochenende! Nachdem ich letztes Wochenende einen weiteren Wildunfall mit dem Mietwagen erlebte (Bericht folgt) und mein Notebook einen kleineren Wasserschaden aufgrund des norddeutschen Schmuddelwetters erlitten hatte, bestellte ich kurzerhand eine neue Ersatztastatur bei einem Online-Ersatzteile-Haendler.

 

Ich freute mich schon, als die Bestellwebsite sagte das der Versand zu mir nach Frankreich nix Extra kosten wuerde. Also schnell eine Tastatur fuer insgesamt knapp 90 EUR in den Warenkorb gelegt.

 

Die eMail des Online-Haendlers mit der Auslieferungsbestaetigung kam bei mir am Montag an, vielleicht koennte ich so mein Notebook noch bis vor dem Wochenende reparieren? Also mal abwarten. Die Woche verging und gestern Abend als ich meinen Briefkasten oeffnete sah ich eine Benachrichtigungskarte der Firma GLS.

 

Aber sehen wir uns dieses kleine Kommunikations-Kunstwerk des Herrn Krikelmeyer einmal genauer an: Was will uns der unbekannte Kuenstler eigentlich damit sagen?

 

Huhu, ich war da - Du nicht (aber wann)?Huhu, ich war da - Du nicht (aber wann)?

 

Fuer meinen Geschmack fehlen ein paar ganz wichtige Angaben, wie z.B. Datum und Uhrzeit wann man versucht hatte mich zuhause anzutreffen. Der Absendername waere ja eigentlich auch nicht schlecht. Ein wenig bloede ist auch, das man mit der "Recepisse"-Nummer nicht einmal ein Online-Tracking machen kann, um in Erfahrung zu bringen in welchem Depot nun das Paeckchen liegt um es ggfs. selbst dort direkt abzuholen.

 

Der eigentliche Hammer jedoch ist m.E. die "Service-Hotline": Die kostet satte 1,34 EUR pro Anruf, plus 0,34 EUR die Minute! Ja, ich habe heute dort angerufen aber leider hoerte ich drei mal das ich doch lieber spaeter anrufen sollte, der besseren Servicequalitaet wegen! Gelinde gesagt ist das doch alles ein Hohn, oder? Da kassiert GLS schon Porto und zockt nun obendrein nochmal ueber 8 EUR ab, nur damit man einen neuen Termin fuer die erneute Auslieferung (denn aber nicht vor Montag) oder die Info bekommt wo genau sich das Paket zur Zeit befindet, damit man es selber im Depot abholen kann - ich denke diese Info waere auch noch irgendwo auf der Benachrichtigungskarte unterzubringen.

 

Ich fuer meinen Teil werde nun genauestens bei meinen naechsten Internet-Bestellungen nachschauen, mit welchem Logistikpartner meine Versender arbeiten und bei GLS einen grossen Bogen machen und zur Not von einer Bestellung absehen. GLS kommt mir so schnell nicht mehr ins Haus - bleibt hinzuzufuegen das ich selbstverstaendlich vorsorglich in Erwartung der Sendung einen grossen Zettel auf dem Briefkasten angebracht hatte, jegliche Sendungen bei unseren Nachbarn - die Rentner sind und aufgrund einer Gehbehinderung staendig zuhause anzutreffen - abzuliefern.

 

Fazit: Nach 4 Anrufen landete ich endlich in einer mehr als 8-minuetigen Warteschleife, nur um zu erfahren das das Paeckchen im Depot XY liegt wohin ich nun lieber selber fahren werde, um es dort persoenlich abzuholen. Denn wer weiss, vielleicht erwartet mich bei einem neuen Liefertermin die gleiche Odysee zum zweiten Mal?

 

Ein Schelm wer boeses hinter diesem Geschaeftsgebahren wittert.

Habt Ihr auch schon mal aehnliches mit Logistikunternehmen erlebt?


06.09.2010 23:02    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: ESTA, USA, Einreise, Flugsicherheit

Aus Schei… Geld machen! Da haben die USA schon seit geraumer Zeit die Einreiseformalitäten verschärft und sogar allen Einreisenden aus den Ländern die bislang klaglos wegen des sogenannten „Visa Waiver Programms“ ohne große Formalitäten in die Vereinigten Staaten einreisen konnten die zeitraubende ESTA-Prozedur vor dem Abflug zur Pflicht gemacht und nun dies: Nun soll für diesen automatisierten Datensammlungskraken nun auch noch der Reisende in die eigene Tasche greifen! Stolze 14 US$ verlangt das Departement of Homeland Security ab dem 8. September 2010 von jedem, der in die USA einreisen möchte.

 

 

Gezahlt werden kann diese neue Gebühr natürlich nur per Kreditkarte auf der Website der ESTA (https://esta.cbp.dhs.gov) und die einmal erteilte Einreisebewilligung ist maximal 2 Jahre gültig! Wer nun also noch schnell ein Schnäppchen machen möchte, um in die USA einzureisen sollte sich beeilen.

 

Doch sollte man sich fragen, ob dieses ganze Bremborium etwas gebracht hat? Gut, seit dem 11. September 2001 gab es keine erneuten Anschläge auf dem Boden der USA, aber heute Wissen wir z.B. das weder die Namen der Haupt-Attentäter vom 9/11 auf einer „No-Flight-Liste“ zu finden waren, noch das sogar das heutige ESTA-Prozedere einen vorherigen Alarm bei den zuständigen Behörden ausgelöst hätte.

 

Warum wehrt sich nun nicht die EU geschlossen vor einer solchen Maßnahme der USA? Wo bleibt der kostenpflichtige Prüfprozess, der uns vor rechtsextremistischen Waffennarren oder unverbesserlichen Holocaust-Leugnern, die aus den USA zu uns nach Europa reisen möchten gegen ein kleines Entgelt schützt? Wieder einmal sind Flugreisende die Melkkühe, neben erhöhtem Kerosinzuschlag, CO²-Pflichtabgaben, erhöhten Sicherheitsgebühren und Flughafensteuern im Zeichen des allgemeinen Terrorwahns.


06.09.2010 13:11    |    taue2512 taue2512    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Mietwagentest, Volkswagen, Polo, V, TDI, 5-türig, Trendline

Während meines unplanmäßigen Werkstattaufenthaltes aufgrund der Kollision meines CC mit dem Hund spendierte mir Volkswagen in Toulouse einen Polo TDI als 5-türer, den ich hier auch mal in meinem Blog testender Weise erwähnen möchte.

 

 

Ich unterschrieb einen Mietvertrag für diesen Ersatzwagen, und der erste Miettag sollte für die Dauer der Reparatur (Dienstag bis Freitag) sogar kostenlos sein. Ich freute mich über die 35 EUR, die am Ende die Reparaturkostenrechnung entlasten sollten. Gut, am Ende hat VW sogar komplett auf die Kosten des Ersatzwagens verzichtet als ich ihn wieder vollgetankt am Freitagmittag auf den Hof stellte – ein wirklich sehr netter Zug, was sicherlich auch die Versicherung freuen sollte.

 

• Vorstellung / Fahrbericht [++++O]

 

Bei uns in Frankreich fahren ja eher besonders viele Kleinwagen herum, somit prägen das Stadtbild auch viele kleine Autos vom Typ Seat Ibiza oder eben VW Polo, nur das hier anteilsmäßig deutlich mehr 5-türige Versionen mit Dieselmotoren davon herumfahren als in Deutschland. Und so wirkt sich das auch auf den Markt in Frankreich aus: Während man in Deutschland laut Online-Konfigurator rund 16.725 EUR für einen 3-türigen VW Polo TDI in der getesteten Ausstattung hinlegen muss, bekommt man in Frankreich den gleichen Wagen schon ab 12.500 EUR – mit zwei zusätzlichen Türen wohlgemerkt.

 

 

Gut, von dem kleinen Selbstzünder kann man keine halsbrecherischen Geschwindigkeiten und Fahrleistungen erwarten, doch die recht gut kultivierten 75PS gehen relativ zügig zur Sache. Im Stadtverkehr braucht man für den kurzen Sprint von einer Ampel zum nächsten Stau kaum mehr Pferdchen unter der Haube, das manuelle 5-Gang-Getriebe ist optimal auf ein sehr schaltfaules entspanntes Fahren ausgelegt und der kleine recht agile Wagen macht extrem viel Spaß wo man ansonsten mit dem CC so manche Parkplatzprobleme bekommen würde.

 

Einen Abstrich nimmt man jedoch in Kauf: Der Innenraum ist sehr laut, im Stand werkelt da vorne merklich ein TDI und kurze Abschnitte auf der Stadtautobahn bei 130km/h verlangen einen etwas erhöhten Konversationspegel zwischen den einzelnen Passagieren. Die stattliche Vmax des 1,2l kleinen Diesels von 170 km/h möchte man aus eben diesem Grunde seinen Mitfahrern nicht zumuten.

 

 

Ansonsten zeigt sich der Kleinwagen aber stets von seiner besten Seite: Das Fahrwerk liegt abstimmungsmäßig irgendwo zwischen „bretthart“ und „ein wenig komfortabel“, bügelt leichtere Schlaglöcher effektiv aus und neigt selbst bei heftigen Lastwechseln kaum zu übermäßig hohem wanken der Karosserie.

 

• Bedienbarkeit / Intuitivität [+++OO]

 

Alles in diesem Auto ist klar, übersichtlich, einfach, eingängig und eben VW-typisch. Große relativ leicht verständliche Hebel und Schalter, wenig Schnickschnack und klar zu bedienende Satelliten hinter dem Lenkradkranz. Man fühlt sich eigentlich auf Anhieb wohl in diesem Auto. Auto pur: Nur die Klimaanlage, das Lederlenkrad und das RCD310 waren zusätzlich im getesteten Wagen mit an Bord.

 

• Verarbeitung / Qualität [+++OO]

 

Der von mir gefahrene Wagen hatte ein Problem mit der Heckklappe, bleibt zu hoffen das dies kein allzu häufiges Problem beim Polo ist. Jedenfalls war die Heckklappe verschlossen, aber die Anzeige im Armaturenbrett behauptete steif und fest das diese offen sei. Alle weiteren Oberflächen, im Besonderen die verwendeten Materialien für das Armaturenbrett wirken insgesamt sehr hochwertig für einen Wagen in diesem Preissegment.

 

• Verbrauch / Nutzen [++++O]

 

Am meisten Spaß macht der kleine Diesel-Polo jedoch an der Tankstelle: Gerade einmal 4l/100km genehmigte sich der Kleine im Stadtverkehr! Absolute Spitze für einen wirklich vollwertigen 5-türigen Stadtflitzer. Auch der Platz ist auf den hinteren Sitzen noch ausreichend für etwas längere Strecken.

 

 

Die Rücksitzbank ist serienmäßig umlegbar und vergrößert das Ladevolumen auf über 950l mit einem Profil von für einen Kleinwagen sehr erstaunlichen 95 x 80 cm an der engsten Stelle – was den Polo zu einem sehr vielseitigen Lademeister werden läßt.

 

• Kosten / Anmietung [+++++]

 

Wie bereits erwähnt hätte der Wagen 35 EUR pro Tag als Werkstatt-Ersatzwagen gekostet. Am Ende gab es die 4 Tage in diesem Auto jedoch komplett gratis und bei dem äußerst niedrigen Verbrauch waren die 32 EUR für die abschließende Tankfüllung eine sehr gute Investition.

VW_Polo_TDI.pdf (251 mal heruntergeladen)

  • von 32
  • 32

Letzte Meldung...

Ein guter Bekannter von mir verkauft hier auf MT seinen Audi TT Quattro Roadster! Wer den kauft, kann sich so schon mal einen Weg der Urlaubsanreise an die französische Cote d'Azur sparen!

 

Zitat: "Der wohl beste Motor der Welt ist die Vagina: Sie kann mit nur einem Finger gestartet werden, ist selbstschmierend und nimmt es mit allen Kolben auf. Sie macht selbtständig einen Ölwechsel alle 4 Wochen. Das einzige Debakel: Das zugehörige Motor-Management ist manchmal zu temperamentvoll!"

Dr. Hermann Otto Klöpneckler, österreichischer Gynäkologe

Twitter Beiträge

Neueste Tweets

55.000 Klicks pro Monat koennen nicht irren...

Mein Blog hat am 18.12.2008 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Letzte Kommentare

Die schönsten Ausreden...

Meine treuesten Leser

Mein XBOX-Live Gamertag

  • rennmax rennmax
  • taue2512 taue2512
Zum Seitenanfang
  • PASSAT CC TDI DSG (Permalink) | (c) 2001-2012 MOTOR-TALK GmbH