Neues aus dem Premiumsegment

Meine Zeit bei BMW Hamburg (WIEDER DA!)

19.08.2014 15:44    |    bruno violento    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: , , ,

Wenn ich morgens vor dem Aufstehen bei Spiegel Online kurz die weltpolitische Lage sondiere, scrolle ich in der Regel nicht ganz runter bis zum Ressort Auto. Weder die Aktualität, noch die Informationstiefe schaffen es, mich als Leser zu fesseln. Ich glaube, die meisten Artikel dort sind für Menschen geschrieben, die sich für Autos gar nicht so doll interessieren.

 

Heute blieb mein Blick hängen an der Überschrift "Das sind die Traumautos der Deutschen". Genau das, was wir brauchen - eine weitere Rangliste, die SPON die Möglichkeit einräumt, mit nichtssagenden Fotostrecken Klickzahlen zu generieren, ungefähr so relevant wie die inflationären Ranking-Shows der dritten Programme (wie etwa "Die schönsten Brandenburger Seen" oder "Geniale Verbindungen – Hessens spannendste Brücken". Alter Schwede, was für ein Hardcore-Blödsinn! Das glaubt mir doch kein Mensch, wenn ich nicht die Links nachliefere: Unglaublich! Unfassbar!).

 

Wenn man den gängigen Klischees glaubt, ist die Mehrzahl der Deutschen wohl nicht gerade für besonderen Einfallsreichtum verschrien. Das Ergebnis der im Artikel zitierten Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Online-Auto-Portals mobile.de hat mich in seiner Trostlosigkeit dann doch überrascht:

 

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07.08.2014 12:40    |    bruno violento    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: , , , , ,

Wenn zwei Menschen beschließen, ihr Leben miteinander zu verbringen, dann gibt es kein Dein und Mein mehr. Es gibt nur noch Unser. Bei Heidi und mir betraf das auch meinen unseren MINI One. Aufgrund unserer unterschiedlichen Arbeitszeiten war gemeinsames Fahren ausgeschlossen, sodass wir beide den Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestritten. Anstatt mich bequem, trocken, schnell und - vor allem - ALLEINE zur Arbeit zu fahren, stand der MINI also den ganzen Tag traurig vor der Haustür und wartete auf Auslauf.

 

Bis vor drei Jahren, als Heidi beschloss, sich neben dem Beruf in Abendform weiterzubilden. Sie war vier Mal pro Woche von 07:00 Uhr bis 22:00 Uhr unterwegs, also überließ ich ihr das Auto und fuhr weiterhin mit Bus und Bahn zur Arbeit. Doof, wenn man sich den ganzen Tag beruflich mit Autos beschäftigt. Da ich von Natur aus zu Neid und Unzufriedenheit tendierte, spielte ich folglich mit dem Gedanken, ein Zweitfahrzeug anzuschaffen.

 

Nachdem wir uns mehrere Kleinwagen im Fiestagrandepuntocorsamito-Format angesehen haben und ich mich für keinen richtig erwärmen konnte, ergriff mal wieder der Zufall die Initiative.

 

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04.08.2014 18:41    |    bruno violento    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: , , , , ,

fotofoto

MINI ONE

Typ: R56

Farbe: Pepper White

Produktion: 03/2009

Leistung: 55 kW/ 75ps

Laufleistung bei Kauf: 250 km

 

Natürlich ist neben meinen beruflichen Aufs (erfreulich viele) und Abs (erschreckend viele) noch ganz viel anderes, bedeutsames Zeug seit meinem vorletzten Artikel in diesem Blog passiert.

 

Die Älteren unter Euch, werte Leser, werden sich daran erinnern, wie im Jahr 2007 die Subprime-Krise zur Weltwirtschaftskrise wurde. Die damals amtierende Große Koalition beschloss, die schwere Rezession im Winterhalbjahr 2008/2009 mit dem Konjukturpaket II zu überwinden, das - neben vielen anderen Maßnahmen, die Abwrackprämie enthielt. Diese jagt einigen Automobilforisten noch immer kalte Schauer über den Rücken, weil sie den Bestand an erhaltenswerten Youngtimern durch die Prämie dezimiert sehen. Auch wenn sich tatsächlich der Bestand an Fahrzeugen mit Alter über 15 Jahren sich in 2009 kaum verändert hat, war unter den 1.706.839 verschrotteten Fahrzeugen sicherlich das eine oder andere Schätzchen, um das es schade ist.

 

Nicht bedauerlich ist jedoch der Tod meines Punto. Eine grobe Schätzung ergab seinerzeit, dass ich einen knapp vierstelligen Betrag in die notwendigen Teile hätte investieren müssen, um die Möhre durch die nächste Hauptuntersuchung zu schleusen.

 

Zeitgleich begab es sich, dass ich mit dem Auftrag betraut wurde, bei einer MINI Roadshow mitzuarbeiten. Damals, im Juni 2009 wurden mehrere MINIs mit der Beklebung "Abi '09" vor Hamburger Gymnasien abgestellt, um bei begüterten Jugendlichen das Bedürfnis zu wecken, sich für die letzten 13 (oder 14 oder 15) anstrengenden Schuljahre mit einem modischen Kleinwagen belohnen zu lassen. Bei der Überführung dieser MINIs hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, die kleinen Flitzer in freier Wildbahn zu bewegen. Sofort bin ich dem Reiz verfallen, der mich seitdem nie losgelassen hat - das unverwechselbare Fahrgefühl und der coole Look der britischen Kleinfahrzeuge. Mal ehrlich - war schon was anderes als meine müde Punte. Die Chance, einmal einen MINI mein Eigen zu nennen, erschien mir damals, als auszubildender Automobilkaufmann im ersten Lehrjahr, noch unendlich weit weg.

 

Als der Fiat nun also drohte, der Weltwirtschaft zu folgen - und zwar den Bach hinunter - und mir die MINI Welt mit einem Paukenschlag eröffnet wurde, gedieh in mir die Idee, die drei Informationen "Es gibt eine Umweltprämie in Höhe von € 2.500", "Mein Auto hält nicht mehr lange" und "Ich liebe MINIS" miteinander zu verknüpfen. Eine kurze Rückfrage bei einem unserer MINI Verkäufer (immerhin saß ich an der Quelle) nach der allergünstigsten Möglichkeit, einen MINI zu fahren, führte mich zu einem eben dieser Fahrzeuge aus der MINI Roadshow, noch immer mit der "Abi '09"-Beklebung, die meine Begeisterung für die Marke im Hamburger Stadtverkehr so sehr geboostet hat. Die Ausstattungsliste umfasste nur 32 Zeilen (zwei davon gingen alleine für "55 kW Motorvariante" und "Leistungsreduzierung" drauf), aber eben auch die beiden einzigen lebensnotwendigen Ausstattungen im MINI: Klimaanlage und weiße Blickleuchten. Nur das Schiebedach, bei allen meinen bisherigen Fahrzeugen an Bord - habe ich immer vermisst.

 

Zack, Angebot ausgedruckt, die obligatorische Nacht für weitreichende Entscheidungen drüber geschlafen, Leasing-Vertrag unterschrieben - eine Woche später bin ich morgens mit meinem italienischen Beinahe-Auto zur Arbeit gefahren und abends mit meinem neuen MINI nach Hause.

 

Das ist jetzt fünf Jahre her.

 

Mit dem MINI One Habe ich tolle Erinnerungen gesammelt - Roadtrips nach Berlin und Amsterdam, Fahrten an die See, Löwen bestaunen im Serengeti-Park - mittlerweile sind rund 75.000 Km zusammengekommen. Nach der 36-monatigen Leasing-Laufzeit habe ich ihn adoptiert. Ich habe in dem Auto gelebt und es geliebt. Werkstätten hat der Kleine nur zwecks Wartung von Innen gesehen und die geringe Leistung hat bei entsprechenden Drehzahlen im Stadtverkehr nie das Bedürfnis nach mehr aufkommen lassen. Unterm Strich ein perfekter Kleinwagen, der sein Geld wert war (trotz geringer Ausstattung immerhin etwa € 15.900).

 

Er ist noch immer Teil der Familie. Heidi pendelt mit ihm jeden Tag 70 Kilometer zur Arbeit und zurück. Auch wenn ich mittlerweile etwas anderes fahre (aber dazu beimnächsten Mal mehr) - der MINI One bleibt in liebenden Händen.

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01.08.2014 12:49    |    bruno violento    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: , , ,

Hallo Freunde!

 

Fast sechs Jahre ist es her, dass ich meinen letzten Eintrag verfasst Habe. Erinnert sich noch wer an mich? :)

 

Ich habe in den letzten Jahren immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, dieses Blog wiederaufzunehmen, aber es ist so wie mit alten Freundschaften, die eingeschlafen sind - hin und wieder denkt man daran, einfach anzurufen - doch irgend etwas hält einen fast immer davon ab, einfach zum Hörer zu greifen.

 

Jetzt stehe ich hier mit dem Hörer in der Hand, es klingelt - und ich bin ein bisschen aufgeregt :)

 

Viel ist passiert seit dem 19. November 2008, hier ein kleiner Überblick in Kurzform für alle, die sich fragen, was aus dem tollpatschigen, unbeholfenen Azubi mit dem merkwürdigen Humor geworden ist:

 

  • Die Ausbildung zum Automobilkaufmann habe ich im Januar 2011 beendet (in der Gesamtnote ein Prozent an der 1 vorbei... Mist).
  • Anschließend wurde ich in den Verkauf Teile & Zubehör übernommen.
  • Im Juli 2012 wurde ich MINI Zubehörspezialist.
  • Im Juni 2013 habe ich die Zusatzausbildung "Geprüfter Automobil Teile- & Zubehörverkäufer" abgeschlossen.
  • Seit dem 01.01.2014 bin ich Zubehörspezialist für BMW, BMW i und MINI.

 

Heute bin ich auf den Tag genau neun Jahre in der BMW Niederlassung Hamburg angestellt. Wenn sich noch immer der Eine oder Andere findet, der mich auf meinem weiteren beruflichen Weg begleiten will, dann ist er herzlich eingeladen.

 

Willkommen zurück bei Neues aus dem Premiumsegment!

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19.11.2008 23:24    |    bruno violento    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: ,

Der Hintergrund

 

Alexej war nervös, und darum tat er was er immer tat, wenn er nervös war: Er tippte ununterbrochen mit dem linken Zeigefinger auf den Tisch im Coffeeshop.

Er hasste diese sterilen Läden, die wie Pilze aus dem Boden schossen, hasste das durchgestylte, Heimeligkeit vorspielende Interieur, er hasste das falsche Grinsen auf den unverschämt attraktiven Gesichtern der uniformierten Mitarbeiter und das Coolness demonstrierende Publikum mit ihren überteuerten Apple-Spielzeugen.weiterlesen


18.11.2008 23:42    |    bruno violento    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: , , , ,

Ich habe mich immer damit gebrüstet, dass unterm Strich noch nie einer meiner Kunden unzufrieden war mit meiner Leistung.

 

Bis heute.weiterlesen


17.10.2008 03:42    |    bruno violento    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: ,

Darum geht's

Hier fing's an

Hier ging's weiter

Hier ging's noch weiterer

 

Susi erkannte ihr schmerzverzerrtes Gesicht in Pats Hornbrille. Der Schmerz breitete sich rasend schnell von ihrem Rücken im gesamten Körper aus. Sie spürte Pats unbeholfene Hände unter ihren Armen, die ihren Sturz auffingen.

Sie wollte es nicht glauben. All ihre Hoffnungen hatte sie daran gesetzt, ihn zu finden, ihn zu warnen.

Pats fragender Blick war das Letzte, das sie sah, dann wurde ihr schwarz vor Augen.weiterlesen


01.10.2008 20:44    |    bruno violento    |    Kommentare (48)    |   Stichworte: , , ,

Haltet Ihr "Querlenker" für lesenswert?

Seit gestern ist Querlenker , ein neues Blog, online, in dem mein Leidensgenosse Leif Lehmann, ganz im Stil von "Neues aus dem Premiumsegment", von seiner Ausbildung zum Automobilkaufmann schreibt.

Auf der neugestalteten Website www.kfz-betrieb.de vom Vogel Verlag schildert Lehmann, was ihn bewogen hatte, vom Gewerblichen in den Kaufmännischen Bereich zu wechseln, und legt dabei ein paar interessante Parallelen zum Ersteller dieses Blogs offen.

Macht euch am Besten selbst ein Bild, und schreibt, was Ihr dazu meint.


23.09.2008 21:09    |    bruno violento    |    Kommentare (10)

Ich bin mir sehr wohl der Verantwortung bewusst, die ich Euch, liebe Leserschaft, gegenüber trage, nämlich euch regelmäßig an Neuem aus dem Premiumsegment teilhaben zu lassen, aber momentan passiert einfach kaum neues.

 

Damit meine ich noch nicht einmal die allgemeine Zurückhaltung, die unsere Kunden im Allgemeinen momentan an den Tag legen oder die lähmende Langeweile, die mich während der allwöchentlichen zwölf Berufsschulstunden überfallt... Es passiert einfach nichts.

 

Mein Vorgesetzter, mit dem ich nicht nur das Büro, sondern auch den Humor und die positive grundeinstellung guter Musik und Indianern gegenüber teile, hat Urlaub. Drei Wochen Urlaub.

 

Leider hat er die Gelegenheit verpasst, mir für die drei Wochen ausreichende Aufgaben zu erteilen. Ich hangele mich also von einer kleinen Beschäftigung, die im Haus anfällt, zur nächsten und verbringe sehr, sehr viel Zeit damit, nichts zu tun.

 

Optimal wäre es natürlich gewesen, wenn mein Vorgesetzter und ich zusammen Urlaub genommen hätten, aber der aufmerksame Blogleser weiß, dass ich nur während der Schulferien Urlaub nehmen kann, da ich wöchentlich Schulunterricht habe...

 

Ihr seht, zur Zeit passiert nicht viel im Premiumsegment, aber ich harre aus, um Euch auch weiterhin mit Neuem zu versorgen...


12.09.2008 00:03    |    bruno violento    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: , , , ,

Hatte ich, liebe Leserschaft, nicht vor kurzem noch eindrucksvoll beschrieben, wie einfach die Spezialaufträge für uns kaufmännische Auszubildende im Vergleich zu denen für die Gewerblichen sind?

 

Am Montag bekam ich eine E-Mail, in der ich für so einen Spezialauftrag angefordert wurde. Erfreut über die Abwechslung sagte ich zu, und heute war es soweit: Um halb Acht stand ich in der anfordernden Abteilung und scharrte mit den Hufen.

Leider trafen die anderen Azubis erst 45 Minuten später ein, da hatte meine Motivation schon begonnen, ein wenig nachzulassen... Es ging endlich los.

 

Wir wurden mit der Aufgabe betreut, das Archiv neu zu ordnen.

Um die gesetzlichen Verwahrungsfristen für Schriftstücke einzuhalten, werden sie fünf Jahre in einem Archiv im Keller gelagert und danach an eine Fremdfirma ausgeliefert, die sie weiterhin verwahrt und nach Ablauf der jeweiligen Fristen vernichtet.

Zu diesem Zweck müssen die Aktenordner aus den Regalen in spezielle Kisten der Fremdfirma verpackt werden.

 

Nun ist es hierzu vorteilhaft, wenn man die Regale erreichen kann, das war nicht gegeben.

So ein Archiv bietet nämlich nur einen limitierten Stauraum, dieser jedoch reicht nicht aus, um die Flut an Akten aufzufangen, die hier aufschlagen.

Logische Konsequenz: Die Akten, die nicht mehr in die Regale passen, werden in Umzugskartons vor diesen gestapelt.

 

So ein Umzugskarton fasst zehn bis zwölf Ordner, die sind ganz schön schwer. Nachdem der sechzigste Karton den Weg aus dem engen Archiv in den Vorraum geschafft hatte, war die Motivation auf ein Minimum geschrumpft, obwohl die Hauptaufgabe noch nicht einmal begonnen war.

 

Einhundertundeinen Karton später, die Motivation neigte sich gen Ende, war der erste Archivraum, das so genannte "kleine Archiv", von allen Ordnern befreit, die neueren Ordner aus den Umzugskartons konnten eingeräumt werden.

 

Die am Morgen getane Bemerkung der zuständigen Mitarbeiterin der Buchhaltung, sie hoffe "nicht, dass das den ganzen Tag dauert", nahm geradezu komische Ausmaße an, als wir nach dem Mittagessen feststellen mussten, dass wir erst ein Drittel der gesamten Arbeit geschafft hatten.

 

Während meiner gewerblichen Ausbildung wurden für schmutzige, anstrengende oder einfach unlustige Aufgaben stets wir Werkstattvolk angefordert, oft mit der Begründung, die Kaufmänner sollten sich nicht so schmutzig machen.

Während wir beispielsweise für eine Veranstaltung Festzeltgarnituren schleppten und aufstellten, haben die Kaufmänner sich der Blumendekoration angenommen und Teelichte aufgestellt.

Wir haben uns seinerzeit intensiv dafür eingesetzt, dass das aufhört.

 

Jetzt, drei Jahre später, ist es anscheinend soweit. Die gewerblichen Azubis wurden nicht behelligt, dafür legte man uns ans Herz, "nicht so gute Klamotten" anzuziehen.

 

Schön, wenn man sich für etwas einsetzt und erhört wird.

 

Bilanz des Tages:

 

- 164 Kisten á >10 volle Aktenordner getragen

- 8 Stunden im Keller verbracht

- Motivation vollständig aufgebraucht

- Muskelkater

- erst ein Drittel der zu erledigenden Arbeit geschafft

 

Um es mit den Worten eines berühmten norddeutschen Illustrators und Philosophen zu sagen:

Zitat:

Ein Glück, morgen ist Berufsschule.


05.09.2008 09:40    |    bruno violento    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: , , , ,

Ganz lustig, so eine Berufsschule.

 

27 nette Menschen, eingepfercht in einem Raum, der eigentlich nur Platz für 24 bietet, aber perfekt ausgestattet ist mit PCs und anderen technischen Gimmicks, die einem das Lernen erleichtern.

 

Vier nette Menschen, bis zum Füllstrich angefüllt mit Fachkompetenz und einer Vision, die 27 anderen Menschen zu lehren.

 

Nach etlichen Vorstellungsrunden (die Lehrer wollen schließlich wissen, wie man heißt) und einem ersten Scannen der Mitschüler bin ich zuversichtlich, dass die nächsten zweieinhalb Jahre noch die eine oder andere unterhaltsame Situation zu Tage bringen werden.

 

Das Fach "Service und Technik", das sich im ersten halben Jahr auf den technischen Bereich konzentrieren wird, birgt für mich zwar sicherlich nicht allzu viele neue Erkenntnisse, ebenso "Wirtschaft und Gesellschaft", da wir die hier vorgesehenen Themen nicht nur in der Schule unzählige Male nicht nur durchgekaut, sondern tatsächlich zermalmt haben, sondern auch in der technischen Berufsschule, aber man kann ja nicht alles haben.

 

Besonders freue ich mich auf das Fach "Unternehmensführung und Verwaltung", da hier die Themen verborgen liegen, mit denen ich in meiner bisherigen Laufbahn naturgemäß wenige Berührungspunkte hatte.

Besonders interessant verspricht hier das erste Jahr zu werden, das einem Planspiel gewidmet ist, in dem in der Klasse acht fiktive Autohäuser, von uns Schülern geführt, auf dem Markt gegeneinander antreten werden.

Der einzige Wermutstropfen: der Unterricht findet im vierten Stockwerk statt.

Dem vierten Stock eines Schulaltbaus mit sehr hohen Decken, dafür aber ohen Fahrstuhl, Rolltreppe oder Treppenlift.

 

Und Bruno mag keine Treppen.

 

Besonders stolz ist Bruno auf das Ergebnis des Einstufungstests in Wirtschaftsmathematik:

Nicht nur, dass er über die erforderlichen 80% gekommen ist, die die Spreu vom Weizen trennen...

Nicht nur, dass er 100% erreicht hat...

...Nein, Bruno, der schon immer unter Dyskalkulie litt, hat sogar als EINZIGER 100% erreicht!

 

Nun rätsele ich natürlich, über wen das mehr aussagt:

Über mich, oder über die anderen... ;)


28.08.2008 22:42    |    bruno violento    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: , , , ,

Man mag es nicht glauben, liebe Leserschaft, aber es läuft!

 

Alle Probleme mit der kaufmännischen Berufsschule sind geregelt (Das ging ja fix!), mittlerweile hat sich die Zahl der mit Mailboxen versorgten Azubis auf 18 erhöht, und ich habe endlich wieder Zeit, mich meinem Spezialauftrag zu widmen.

 

Spezialaufträge sind eine komische Sache. Während meiner technischen Ausbildung waren sie durch die Bank unattraktiv, mit ein wenig Glück musste man nur kurz etwas Unhandliches die Treppe herunter tragen, mit Pech etwas Schweres die Treppe hoch.

 

Spezialaufträge befassten sich auch gerne grob mit dem umfassenden Thema Entsorgung, was meist mit dem lebensgefährlichen Herumklettern in scharfkantigen Stahlschrottbergen, dem Benutzen ätzender und anderer menschenunfreundlicher Chemikalien oder dem bloßen Sortieren von Müll verbunden war.

 

Im kaufmännischen Bereich sind Spezialaufträge selbstverständlich eher ungefährlich.

Meist beinhalten sie unter Anderem das Anfertigen von PPPs und EXCEL-Mappen zu diversen Themen, von der Anschaffung der Kaffeemaschine über den Vergleich von Fahrzeugaufbereitungsvarianten bis zur Verwaltung der Auszubildenden.

 

Mein aktuelles Projekt befasst sich mit dem Zusammentragen von Informationen von Bildern, technischen Daten und Reparaturinformationen zum F01/02, dem neuen Siebener, und deren Zusammenfassung in einfachen Programmen zum internen Gebrauch.

 

Interessante Sache. Das Projekt wird noch ein paar Tage in Anspruch nehmen. Im Moment jedoch freue ich mich erstmal auf Montag:

 

Den ersten Schultag!


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 31.05.2008 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Das bin ich!

bruno violento bruno violento

MINIMALIST.


Als Automobil-Enthusiast von der frühesten Kindheit an bin ich bei einer alleinerziehenden Mutter ohne fahbaren Untersatz aufgewachsen. Massenhafter Konsum diverser Autmobilzeitschriften und meine dilettantischen ersten Fahrversuche nach dem erwerb der Fahrerlaubnis Klasse B haben meine Begeisterung für Autos jedoch mein ganzes Leben lang weiter angefacht, sodass ich nach der Schule beschloss, auch mein Berufsleben der Individualmobilität zu widmen.

Nach den Ausbildungen zum Kfz-Mechatroniker für PKW-Technik und zum Automobikaufmann sowie der Weiterbildung zum Geprüften Automobil Teile- und Zubehörverkäufer bin ich nun Zubehörspezialist in der BMW Niederlassung Hamburg.

Zur Liebe zu den besten Autos der Welt (BMWs natürlich) ist im Laufe meiner Berufstätigkeit auch die nahezu erotische Beziehung zu den geilsten Autos der Welt gewachsen - MINIs.

In meinem MINI Cooper Coupé befahre ich nun jede Straße, die mir unter die Räder kommt, immer auf der Suche nach einem neuen Abenteuer.

Das mach ich hier:

WIEDER DA - jetzt neuerer, spannenderer, besserer, exclusiverer und schönerer als je zuvor! Ich arbeite als Zubehörspezialist bei BMW Hamburg und liebe Autos. Hier erfahrt Ihr alle Erlebnisse aus meinem Berufsleben und den paar freien Minuten drumherum, die mir lesenswert erscheinen.

Stammleser

Demnächst...

Endlich Urlaub!