07.02.2012 17:47
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Nasenpfahl
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Hallo Freunde der Mobilität,
heute geht es, passend zu den eisigen Temperaturen und dem aktuell herrschenden Schneegestöber, um den Arosa meiner Freundin, genauer gesagt um den Ex-Arosa, denn er starb den Motortot. Lange hatte ich nicht das Vergnügen mit dem Elefantenrollschuh. Nach zirka vier Monaten trennten sich bereits wieder unsere Wege.
Erstmal ein paar Fakten über das Mobil aus spanischer Feder. Bewaffnet war er mit dem 1-Liter 50 PS Ottomotor aus Aluminiumguss. Sein Innenraum, speziell das Amaturenbrett, war zu 98% das selbe, wie man es im Polo 6N findet, die restlichen 2% teilten sich die rote Instrumenten- und Amaturenbeleuchtung, sowie die Sitze mit den kleinen Männlein drauf. Es war eine Tattoo-Edition. Zur Sonderausstattung gehörten eine höhenverstellbare Lenksäule sowie höhenverstellbare Vordersitze, Nebelscheinwerfer und Servolenkung.
Der Arosa lief sehr gut - zu gut, um wahr zu sein. Doch eines NACHT'S beziehungsweise in der Früh um fünf Uhr klingelte mein Telefon. Dreimal dürft ihr raten, wer dran war. Richtig, meine Freundin. Und was hat man früh um fünf am Telefon so zu erzählen? Genau! "Die Ölkanne im Kombiinsturment leuchtet. Kannst du mich bitte von Arbeit holen?" Zu dem Zeitpunkt habe ich mir nichts weiter gedacht und bin verschlafen ins Auto gestiegen. Da im näheren Umkreis nicht an Motoröl zu kommen war, wurde der rote Flitzer stehen gelassen, nachdem klar war, dass der Ölstand nicht gerade hoch war.
Am nächsten Tag, es war ein Sonntag, ging es auf den Weihnachtsmarkt und danach mit einem Liter feinsten Motoröl wieder zu der Karre. Öl rein und nachgesehen, ob der Ölstand jetzt reicht. Alles bestens, also Auto an und los. Halt, nach zehn Metern war dann doch wieder Schluss. Meine Freundin stieg aus und sagte mir, dass die Ölkontolllampe wieder leuchtete. Darauf sagte ich ihr, dass sie tiefturig und schonend langsam bis nach hause fahren soll. Das ging soweit auch gut bis ungefähr drei Kilometer vor dem Ziel. Dort fuhr sie nämlich rechts ran, stieg aus und sagte, dass der Motor kein Gas mehr angenommen hat und ausgegangen ist. Ohne groß zu überlegen hing er keine Minute später schon an meinem Audi und wurde zur Werkstatt geschleppt.
Am nächsten Tag beim Versuch, ihn vielleicht durch Anrollen wieder flott zu bekommen, wusste ich, was los war. Sobald ich die Kupplung kommen lassen habe, stand der Bock auf einen Meter, als würde man mit einem Seil angebunden sein. "Motor fest, na toll!" dachte ich. Aber warum? Die Lösung stand in tausenden Threads im Internet: "Frostschaden"... Irgendwo im Öl befand sich Kondenswasser, welches eingefrohren war und die Ölpumpe bei ihrer Arbeit behinderte. Nach einigen Telefonaten mit diversen Autoverwertern, um einen Austauschmotor zu bekommen, gab es in meinen Augen nur eine Möglichkeit: Weg damit! Für mich machte (und macht) es wenig Sinn, einen gebrauchten Motor für 1100€ zzgl. tauschen, Kupplung erneuern und sonstigen Arbeiten einzubauen, der dann im nächsten Winter auf Grund von Kurzstrecken (täglich zehn Kilometern) wieder verreckt.
Im Februar, nachdem es über einen Meter Schnee hergezimmert hat, wollte ich die Kiste los werden, um für einen neuen Gebrauchten platz zu schaffen. Also erstmal den reichlichen Meter Schnee runterschaufeln und den Haufen, den der Schneepflug davor geschoben hat, bei Seite schnippsen. Dann kam es so, dass ich einen Käufer hatte, der die Winsel für sagenhafte 400€ haben wollte. Ein paar Wochen später erfuhr ich, dass sämtliche Pleul Mehl waren und auch sonst am Motor alle Innereien gebrochen, zerdrückt und zerquetscht waren
Mittlerweile bin ich froh, dass meine Freundin nun keine Köchin mehr ist, gutes Geld bei geregelter Arbeitszeit verdient, einen 25 Kilometer Arbeitsweg hat und einen Polo 6N mit 1,6 Liter Benziner fährt.
Das war es auch schon wieder für heute. Aber um die Blogreihe mit dem nächten Blog über meinen derzeitigen Skoda nicht schon enden zu lassen, werde ich in den nächsten zwei Episoden zuerst den Polo 6N meiner Mutter und gleich danach noch den selbigen meiner Freundin vorstellen, bevor ich mit dem Skoda-Blog dann das Finale anpfeife (und ihr mich dafür auspfeift
Somit: Stay tuned! |

- eine Meisterleistung 