29.01.2012 19:57
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Nasenpfahl
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Kommentare (22)
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Moin Motor- Talker, aus gegebenen Anlass mal ein brisantes Thema über Brummi's im Winter.
Neulich verlor ein Sattelauflieger auf der Autobahn Schnee und Eisschollen. Der nachfolgende Verkehr weichte der herunterfallenden Dachlast aus. Die Folgen waren mehrere Unfälle und einige Kilometer Stau.
Gestern ein ebenso gefährliches Szenario. Auf einer Gefällestrecke kam ein Sattelauflieger - unterwegs mit Sommerreifen - ins Schleudern, zerstörte mehrere Meter Leitplanke, rutschte einen Abhang hinunter und kam auf der Seite zum liegen. Etwa tausend Liter Diesel liefen ins Erdreich, der Fahrer wurde leichtverletzt im Fahrzeug eingeklemmt. Die Ladung - bestehend aus Gurken und Blumenkohl - verteilte sich um's Fahrzeug.
Daran sieht man, dass die Gefahr trotz strenger Gesetze allgegenwertig ist. Und die Fahrer? Einsteigen und fahren, oder arbeitslos. |




Kommentare: 22
29.01.2012 20:11 |
norske
Ich meine, das Problem mit den herunterfallenden Eis- und Schneeschollen liegt nicht am Fahrer, sondern an der Berufsgenossenschaft.
Die Fahrer dürfen meines Wissens die Dächer der Auflieger nicht von den Schnee und Eislasten befreien, da der Fahrer, stürzt er beispielsweise bei dieser Arbeit, nicht über die BG versichert ist.
Grüsse
Norske
PS: Falls ich mit obiger Aussage falsch liege, bitte korrigieren.
29.01.2012 20:15 |
silverdreammachine
Norske hat recht...
machen wir morgens auf dem Firmenhof mit der Leiter die Planen frei und es passiert was, sind wir nicht versichert- und auf den wenigsten Rastplätzen an der Autobahn gibt es Gerüste zum Freimachen...
29.01.2012 20:29 |
matse80
Rasthof Altenburger Land hat sowas für Brummis.
Aber das mit dem Eis ist brisant, hatte auch schon so ein Vergnügen auf der Scheibe :/
29.01.2012 20:30 |
andyrx
wurde hier mal ausführlich diskutiert--> Klick
diesen Winter bisher mangels Frost noch nicht das große Thema....aber die nächsten Tage soll das ja anders werden
mfg Andy
29.01.2012 20:40 |
mattalf
So ein Geruest sollte fuer jede Firma Pflicht sein. Genau wie auch Winterreifen fuer LKW und Ketten die mitgefuehrt werden muessen. Daran sollte eine Spedition nicht sparen.
29.01.2012 20:45 |
silverdreammachine
@mattalf
bei einer großen Spedition geb ich dir recht, aber bei uns als kleiner Kurierdienst mit 2 7,5t und 2 12t-LKW ist das unrentabel... und das Problem mit den Rastplätzen besteht weiterhin, wenn du dort übernachten mußt...
29.01.2012 21:10 |
mattalf
Egal wie, der Schnee bzw Eis muss runter. Und lieber einmal eine 4 Stellige Summe bezahlt und so ein Geruest angeschaft als einen Unfall verursacht.
Auf den Rasthøfen ist es sicher bescheiden, aber es nimmt den Fahrer nicht aus der Pflicht. Kracht es, ist er Schuld. Fæhrt er nicht, ist er den Job los. Guter Rat ist teuer
29.01.2012 21:12 |
mattalf
Mal kurz gesucht und was gefunden. http://www.geruestbau-strixner.de/?page_id=7837
29.01.2012 21:18 |
silverdreammachine
Tja, ich gebe dir voll und ganz recht- mir ist es auch wohler, wenn der ganze Sch... von der Plane runter ist; wir haben bei uns im Industriegebiet `n Kreisverkehr und nicht viel Verkehr- ist der LKW leer, fährt man 3-4x etwas flotter rum, und die Plane ist leer
; wenn der LKW beladen ist, dann sollte man aber eher an die ladung denken...
Edit: wie gesagt, mit`m 7,5t- mit`m Sattel bekommst du die Plane im Kreisel auch nicht frei...
29.01.2012 21:19 |
dodo32
..mir ist 1995 mal eine solche Platte auf die Frontscheibe gefallen. In der Autobahneinfahrt hinter einem LKW gewesen, auf den Beschleunigungsstreifen und noch bevor ich überholen konnte kam das Ding runter. Hat's den Wischer abgerissen und meine kleine Schwester, gerade mal 4 Jahre alt im Babysafe auf dem Beifahrersitz
Die Scheibe hat es ausgehalten...
29.01.2012 21:23 |
ami 56
"Norske hat recht...
machen wir morgens auf dem Firmenhof mit der Leiter die Planen frei und es passiert was, sind wir nicht versichert- und auf den wenigsten Rastplätzen an der Autobahn gibt es Gerüste zum Freimachen..."
Das kann doch nicht als Entschuldigung für die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer gelten. Dann muss der Bock eben stehen bleiben, bis die Planen frei sind. Wem schon einmal so eine Eisplatte auf der Autobahn bei 130 auf die Windschutzscheibe geknallt ist, kann von Glück reden, wenn die Scheibe nicht platzt. Bei mir ist sie geplatzt und der LKW-Fahrer fuhr einfach weiter. Ich hatte Gott sei Dank einen anderen Autofahrer hinter mir, der diesen LKW zum Anhalten gebracht hat. Bei der Verhandlung hat er dann behauptet, nichts bemerkt zu haben. Dass er aber als die Eisschollen sich lösten, direkt gebremst hat, daran wollte er sich nicht mehr errinnern. Aber die anderen Zeugen schon. Auf die Frage des Richters, ob er sich vorstellen könnte, was passiert wenn so eine Eisplatte ein Kind am Kopf trifft, antwortete der Fahrer nur mit "Quatsch, so was passiert mir nicht". Wegen grober Fahrlässigkeit hat er dann seinen Führerschein abgeben müssen. Wenn es nach mir ginge, würde er heute noch zu Fuss gehen.
Die Schäden am Fahrzeug waren neben der Windschutzscheibe, Dellen auf Haube, Kotflügel und Dach, machte zusammen 15.000 €.
Ich persönlich habe auch den BCE und bin öfters mit 40 Tonnern unterwegs gewesen. Die ewige Diskussion, wenn eine Fuhre eine Stunde länger dauerte, hat mich jedesmal genervt. Wir haben dann alle gewechselt, als der liebe Chef sagte, dass er Bussen nicht zahlt und wenn unsere Pappe weg wäre, automatisch die Kündigung käme. Er selbst ist genau sechs Wochen einen seiner LKW´s gefahren und dann war seine Pappe weg.
Ich habe mir mit dem Fahren mein Studium finanziert und fahre nur noch ab und zu in dem Betrieb für einen Freund.
ami 56
29.01.2012 21:28 |
silverdreammachine
Da ich auch PKW-Fahrer bin, kann ich auch das gut nachvollziehen...
Wenn richtig dicke, schwere Eisplatten drauf sind, dann versuche ich die von unten durch die Plane zumindest zu verkleinern, um solche großen Geschosse zu vermeiden- auch nicht optimal, ich weiß...
Und ich weiß auch, daß man als Autofahrer auch instinktiv ausweicht, wenn da so`ne ganz dünne, relativ kleine Platte runterkommt- ist das gleiche, wie mit Wild, im Endeffekt ist das gefährlicher, als das stur draufhalten- und trotzdem passiert es mir selbst auch immer wieder...
29.01.2012 21:32 |
mattalf
@ami56
So schaut es aus. Die LKW fahrerei hab ich auch schon vor Jahren an den Nagel gehangen. Und nur aus einem einzigen Grund. Der ,,Chef``! Generell immer am sparen und antreiben. Das wird fast in jeder Spedition schon kriminell. Fahrzeiten von 17-19h waren bei mir die Regel. Samstag war auch normaler Arbeitstag. Das ganze zu einem Lohn wo man nur den Kopfschuetteln kann. Aber die finden immer wieder Leute die es machen. Traurig
29.01.2012 21:55 |
Kipptransporteur
Ich fahre morgen früh um 5uhr mit dem lkw los, mein Zug stande seit mitte Dezember... muss extra um 3 uhr Aufstehen um die Eisplatten mit dem Gerüst das bei uns im Hof steht runterzumachen ... und trotzdem bis nachts arbeiten
...
Unterwegs ohne Gerüst, und mit unpassender Ladung ... keine Chance
29.01.2012 22:22 |
frosch112000
Ich verstehe nicht, warum man nicht die Dächer der LKW's in der Mitte einfach herstellersseitig ganz leicht anhebt? So ca. 15cm und dann hat man eine leichte Neigung nach rechts und links und das Wasser kann ablaufen, es bilden sich keine Pfützen mehr, die zu Eisplatten gefrieren können.
Oder verstehe ich da was falsch?
29.01.2012 22:39 |
jackknife
Ganz simpel: Ladevolumen. Würdest Du das Dach in der Mitte erhöhen, dann müsstest Du die Seiten niedriger machen, da der LKW sonst nicht mehr durch diverse Unterführungen passen würde oder sogar die maximal erlaubte Höhe überschreiten würde. Möglichst rechteckig muss der Laderaum sein, damit er optimal ausgenutzt werden kann.
29.01.2012 23:22 |
wolffi65
ami 56
...das klingt so wie ein chef wo ich mal gearbeitet habe.der war sogar so frech und hat angeblich den lohn der fahrer an die raststätte gebracht,nur um die überweisungskosten zu sparen.mein konto hatte nie einen zahlungseingang und an der raststätte würde ich heut noch warten... . was den winter angeht,leider ists so,in deutschland bist du als fahrer der dumme-das giebts nur in deutschland.im restl. europa (zu mindest westeuropa)tut man da endschieden mehr für die fahrer.
wolffi65
30.01.2012 09:54 |
Dr Seltsam
Frosch, da gibts sogar eine Lösung. Luftkissen auf dem Dach damit der Laderaum eckig bleibt. Die werden dann aufgeblasen und entfalten sich so, dass die Platten links und rechts runterkommen.
Die Spuren von Truckplatten hab ich neulich auch wieder gesehen. Aufem Standstreifen und auf der Autobahn überall Eissplitter. Hatte mich erst gefragt was das für Zeug is bis mir dann die Erleuchtung kam.
Ich muss aber auch sagen, bitte nicht zusehr auf den Truckern rumhacken. Ich bin zwar nur ein kleines Kurierlicht mit meiner PKW-Dose, aber wenn ich seh was man da schon mitkriegt, möcht ich nicht wissen unter welchem Druck die Jungs in ihren Elefanten stehen.
Aktuelles Beispiel, ganz frisch. Ich lad eine Kleinpalette Papier. Sicher alles vorschriftsmäßig und fahr los. Unterwegs eine Ampel, ich bremese, die Ladung kippt nach vorne ab. Das nicht mehr weit war und die Ladung nicht weiter gerrutscht ist und stabil lag zum Abladen gefahren und dabei die ganze Zeit gefragt was schief gelaufen ist. Ähnliche Ladungen hat ich auf gleiche weise schon gefühlte 80 mal gesichert und die haben sich selbst nach 120 KM und dutzenden bergabbemsungen keinen Millimeter bewegt.
Beim Endkunden angekommen dann des Rätsels Lösung: Der Laden, von dem ich die Fracht übernommen hatte, hat eine minderwertig Palette genommen. Der vorder "Fuß" war einfach weggebrochen, wodurch sich logischerweise die Ladung nach vorne geneigt hat.
Und da sag ich mir, arme Lasterschweine. Wenn bei denen die Firma irgendwas minderwertig einpackt ( und man kann z.B. ner Palette nicht ansehen wieviel die jetzt aushält ) kann das weitaus schlimmere Konsequenzen haben. Macht schon einen Unterschied ob 60 KG Papier oder 6 T Stahl unterwegs plötzlich "kippen".
Klar im Zweifelsfall ist erstmal der Lastwagenfahrer schuld, aber die armen Schweine hocken zwischen allen Stühlen und kriegen eigentlich von überall Dresche. Die Dispo will schnell Geld machen, der Kunde packt sein Kram schluddrig ein und nörgelt wenn man dann noch ewig mit den Gurten hantiert, BAG und Polizei hängen denen auch im Nacken, dann noch PKW-Fahrer die sich über die Brummis aufregen und dann noch solche Eisplattengeschichten wo man rein rechtlich mal schnell in die Grauzone abtaucht.
Ich möcht echt kein Lastwagenfahrer sein.
30.01.2012 19:31 |
frosch112000
Stimmt, das habe ich auch schonmal wo (TV) gesehen. Eigentlich sinnvoll aber es muss wahrscheinlich erst wieder ein Gesetz her, bis die Spediteure (NICHT die Fahrer) sowas einbauen.
Will ich auch nicht machen. Studienkollege finanzierte sich sein Studium damit (in der Spedition seines Onkels). Und wenn ich mal davon ausgehe, dass die Disponenten ihn auf Grund der familiären Beziehung etwas geschont haben, möchte ich gar nicht wissen, was man da alles mitmacht als Fahrer.
30.01.2012 19:43 |
Nasenpfahl
Wie ich chon erwähnt habe. Ich möchte mit den armen Hunden (wenn ich sie mal so nennen darf) nicht tauschen.
Allerdings gibt es hier auch welche, die sich wie die Axt im Walde benehmen. Stichwort Zeitung lesen, Fernsehen, Fußnägel schneiden, etc.
01.02.2012 03:57 |
Hartgummifelge
Da es zum Wochenende schneien soll, droht uns auch solches
http://www.youtube.com/watch?v=UOZDjFsR94k
01.02.2012 13:13 |
Brucklyn
Ist dies das angesprochene Gerüst zum LKW abräumen?