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Motorrad-Exoten

Blog über Motorräder, Prototypen, Einzelstücke und Designstudien, die es in Deutschland nicht oder zumindest noch nicht gibt.

03.03.2012 19:33    |    Lewellyn Lewellyn    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: , ,

Beim gestrigen Besuch der Motorräder Dortmund konnte ich dann auch mal die neue Horex live anfassen und probesitzen.

 

Wenn man sich schon ein bischen mit der Entwicklungsgeschichte und den Fotos beschäftigt hat, fällt als erstes auf, dass es sich live um ein eher unauffälliges Motorrad handelt. Erst auf den 2. Blick offenbaren sich Details wie die Krümmerführung, die auf das Besondere hindeuten.

 

Gespannt nehme ich Platz. Neben der (für mich etwas zu) weichen Sitzbank fallen sofort einige Dinge auf.

 

- Die Sitzhaltung erinnert stark an die BMW R1200R. Der relativ breite Lenker ermöglicht die von der R bekannte, leicht nach vorne orientierte Sitzposition, die dem Kurvenräubern so förderlich ist. Gleichzeitig ist der Kniewinkel eher sportlich eng (bei meiner Größe), was zu der versammelten Sitzposition beiträgt.

 

- Entgegen dem Eindruck der ersten Fahrbilder sitzt man nicht wie befürchtet "auf" dem Motorrad, sondern fühlt sich relativ gut integriert. Nicht wie auf einer K1300R, aber der erwähnten R1200R sehr ähnlich.

 

- Alles macht einen sehr wertigen Eindruck. Aus Fahrersicht ist alles da, wo man es erwartet und in guter Haptik. Solide Verarbeitung, wohin das Auge blickt. Von der erwähnten, etwas zu weichen Sitzbank abgesehen. Das Cockpit ist mir etwas zu kleinzahlig, aber wenigstens in den wesentlichen Anzeigen analog. Das mittlerweile fast obligatorische Mäusekino ist unauffällig zwischen den beiden Uhren untergebracht, darüber prangt die analoge Tankanzeige. Ich hoffe mal, das tut sie nicht, weil man sie dauernd im Blick haben muss.

 

Ein aufgeschnittener Motor lies auf dem Stand tief blicken und man sieht wirklich mal das Besondere an der Zylinderanordnung eines VR-Motors in natura.

 

Da ich auch noch eine Presse-CD bekommen habe gibts jetzt unkommentiert noch ein paar Auszüge daraus:

 

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Modern, anders und innovativ

Die neue Horex folgt einer einmaligen und ungewöhnli-chen Konzeption. Beispiele wie der einzigartige VR6-Motor und der stilbildende Aluminium-Rahmen sind Features, die es in dieser Kombination bisher nicht gab. Technische Lö-sungen für ein neues Fahrerlebnis.

Zentrales Bauteil des Fahrwerks ist der leichte Aluminium-Brü-ckenrahmen, der für maximale Festigkeit mit einem Stahl-Lenk-kopf kombiniert wurde. Das Rahmen-Layout fügt sich harmonisch in das klassisch-sportliche Gesamtdesign der neuen Horex ein und unterstreicht die klaren Linien. Bei der Konzeption wurde sehr viel Wert auf eine aktive und dynamische Sitzposition ge-legt. „Der Knieschluss bietet in Kombination mit dem in diesem Bereich schmalen Tank eine perfekte Integration des Fahrers in das Motorrad“, analysiert Clemens Neese, CEO der Horex GmbH.

 

Effizient und feinfühlig: die Federelemente

Souveräne Leistungsabgabe auf höchstem Niveau definiert die Horex mit ihrem VR6 neu. Daher vertrauen die Konstrukteure bei der Vorderradführung einer Upside-down-Gabel von WP Suspension mit mächtigen 48 Millimetern Innenrohrdurchmesser. Diese Dimensionierung sorgt nicht nur für hervorragende Bremsstabilität und effektive Rückmeldung, sie sichert auch unter allen Fahrzuständen eine präzise Vorderradführung. Und das, ohne auf ein feinfühliges Ansprechverhalten zu verzichten. 120

HOREX GmbH, Werner-Heisenberg-Str. 15, 86156 Augsburg, Germany, www.horex.com, press@horex.com

Pressekontakt: c/o DIE WORTWERKSTATT GmbH, Arnd von de Fenn, Telefon +49 7071 15641, fenn@wortwerkstatt.de

Millimeter Federweg an der Gabel spiegeln zudem die ausgewogene Balance aus sportlichen Ansprüchen und Komfort wider.

Um die Dämpfungsaufgaben an der hinteren Einarmschwinge kümmert sich ein Zentralfederbein – ebenfalls von WP Suspension –, das über eine leichte und kompakte Umlenkung ein progressives Ansprechverhalten erzielt. Neben Druck- und Zugstufe an Gabel und hinterem Stoßdämpfer kann selbstverständlich auch die Federbasis verändert werden. Durch die hydraulische Vorspannung am Federbein gelingt die individuelle Anpassung besonders schnell und einfach. Das Einsatzspektrum der hochwertigen Fahrwerkskomponenten reicht dabei vom dynamischen Power-Trip mit der neuen VR6 bis zur Tour zu zweit.

 

Formschön und stabil: die Einarmschwinge

Die Einarmschwinge überzeugt neben ihrem eleganten Design auch mit hoher Stabilität, welche die präzise Führung des Hin-terrads sicherstellt – ein wichtiger Fakt bei der enormen Motor-leistung von rund 160 PS des VR6. Vorteilhaft außerdem: der durch die Einarmschwinge einfache Hinterradausbau. Als weiteres Plus dieser Konstruktion können die rechtsseitigen Auspuff-Endtöpfe noch enger ans Motorrad herangerückt werden. „Das fördert die schmale Silhouette der 1.200er Horex und verringert gleichzeitig den Luftwiderstand“, ergänzt Clemens Neese.

 

Serienmäßig: Radialbremsen und ABS

Für überzeugende Bremsleistungen verfügt die neue Horex vorne über zwei Wave-Bremsscheiben von Braking, die mit radial befestigten Brembo 4-Kolben-Sätteln eine Verzögerung auf hohem Niveau gewährleisten – zusammen mit der hinteren

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Einzelscheibenbremse mit einem Doppelkolben-Sattel. Besonders wichtig war den Entwicklern, dass die neue Horex serienmäßig über ein ABS-System der neuesten Generation verfügt. Ein nur etwa 500 Gramm leichtes Bosch-ABS vom Typ 9MB, das speziell für Motorräder konzipiert wurde, reguliert daher für maximale Sicherheit den Bremsdruck und passt ihn über zahlreiche Parameter optimal an.

 

Faszinierend anders: die Auspuff-Führung

Die beiden Auspuffendrohre drücken der rechten Motorradseite ihren Stempel auf, stechen optisch hervor und überzeugen mit sattem Klang. Damit der Auspuff aber überhaupt so filigran ausfallen kann, werden jeweils drei der sechs Auspuffkrümmer in einem Strang zusammenführt. Das ergibt eine strömungs-günstige Abgasführung, die spürbar zur gelungenen Leistungsentfaltung des Roadsters beiträgt. Ein weiterer, positiver Effekt dieser Auslegung ist die Zentralisierung der Massen rund um den Schwerpunkt der neuen Horex – eine Basis für leichtes Handling. Das schmale Layout der Krümmerführung unterhalb des Motors erlaubt zudem die einfache Nachrüstung mit einem Hauptständer.

 

Wartungsarm: Kettenantrieb mit Graphit-Feststoffschmierung

Die neue Horex ist das erste Motorrad, das serienmäßig mit einem Kettenantrieb in Verbindung mit der innovativen Graphit-Feststoffschmierung der hessischen Schunk Group ausgerüstet ist. Dadurch wird die Kette im Betrieb konstant mit einem dünnen Schmierstofffilm aus Graphit überzogen. Dieser legt sich schützend auf die einzelnen Glieder und kann nicht abgeschleudert werden, wodurch das Motorrad – im Vergleich zu konventionellen Schmierstoffen – stets sauber bleibt. Die optimal geschmierte Kette überträgt die schützende Graphitschicht

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ebenso auf Ritzel und Kettenrad. Damit unterliegt der gesamte Antriebsstrang einem deutlich geringeren Verschleiß, wodurch sich die Wechselintervalle des gesamten Sekundärtriebs spürbar verlängern.

 

Der Sechszylinder entwickelt bereits bei etwa 2.000/min 90 Nm, im Bereich um 3.500/min liegen 100 Nm an, die sich bei moderaten 7000 Umdrehung zum Maximalwert von 135 Nm steigern. Ähnlich entfaltet sich auch die Leistungskurve der neuen Horex: „Mit 161 PS beziehungsweise 118 kW bei 9.000/min haben wir das Drehzahlniveau bewusst niedrig gehalten. Damit nutzen wir die konzeptbedingten Vorteile des VR6-Motors bestmöglich aus“

 

Die für den Horex Motor konstruierten Kolben mit schrägem Kolbenboden ermöglichen es trotz der im V-Winkel angeordneten Zylinder, alle sechs Brenn-räume in einer Ebene zu versammeln. Dabei kommen jeweils zwei Einlass- und ein Auslassventil zum Einsatz, die radial um die genau mittig angeordnete Zündkerze positioniert sind. Die beste Konstruktion für maximale Leistungsausbeute. Die Steuerung der Ventile wird von insgesamt drei parallel im Kopf angeordneten Nockenwellen gewährleistet, wobei die mittlere, teilkonische No-ckenwelle sowohl für die Auslassventile der hinteren Zylinder wie die Einlassventile der vorderen Zylinderreihe zuständig ist. Auch dieses Konzept einer TOHC-Steuerung (Triple Overhead Cam-shaft) der Horex ist einzigartig im aktuellen Motorradbau.

 

 

Die neue HOREX VR6 Roadster

Technische Daten

Fahrzeugspezifikationen können sich im Detail noch ändern.

HOREX

 

Motor Bauart VR6, 15° V-Winkel, gespiegelte Schränkung

Hubraum cm³1218

Bohrung/Hub mm 68/55

Leistung kW/PS 118/161

bei ca. 9000/min

Drehmoment Nm 135 bei ca. 7000/min

Zylinderzahl 6 (mit je einer BING-Drosselklappe)

Verdichtung 11,5 : 1

Ventilbetätigung tohc triple overhead camshaft

Ventile pro Zylinder 3, radial angeordnet

Kraftübertragung Getriebe

Kupplung Mehrscheiben-Ölbadkupplung, hydraulisch betätigt

Getriebe Sechsganggetriebe

Hinterradantrieb Dichtring-Kette mit permanenter Graphit-Trockenschmierung

Endübersetzung 1 : 2,42

 

Fahrwerk

Rahmenbauart Aluminium-Brückenrahmen mit Stahl-Gitterrohr-Lenkkopf

Vorderradführung Upside-down-Gabel Ø Standrohr 48 mm (WP Suspension, Druck-, Zugstufe und Federbasis einstellbar)

Hinterradführung Einarmschwinge mit Zentralfederbein (WP Suspension, Druck-, Zugstufe und Federbasis einstellbar)

Federweg vorne/hinten mm 120/120

Nachlauf mm 95

Radstand mm 1515

Lenkkopfwinkel °66

Bremsen vorn

Doppelscheibenbremse, Ø 320 mm (Braking), radiale 4-Kolben-Sättel (Brembo)

Bremsen hinten Einzelscheibe, Ø 264 mm (Braking), 2-Kolben-Sattel (Brembo)

ABS serienmäßig (Typ BOSCH 9MB)

 

Räder

Aluminium-Leichtmetall (geschmiedet)

vorn 3,50 x 17

hinten 6,00 x 17

Reifen

vorn 120/70 ZR 17

hinten 190/55 ZR 17

 

Maße und Gewichte

Breite Motor Zylinderkopfdeckel mm 429

Sitzhöhe mm ca. 820 (+-20)

Gewicht fahrfertig kg ca. 250

zul. Gesamtgewicht kg ca. 450

Tankinhalt ca. 19

Höchstgeschwindigkeit km/h bei 250 abgeregelt

Kraftstoff Super bleifrei

 

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Wie gesagt, direkt aus der Presse-Mappe so übernommen.

 

Da in meiner direkten Nachbarschaft auch ein Horex-Händler ist, werde ich so bald als möglich einen Fahrbericht nachliefern.

 

Wollt Ihr auch noch die Pressefotos haben?


04.11.2011 09:52    |    Lewellyn Lewellyn    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: , , ,

So zwischendurch ein paar Neuigkeiten zum neuen, deutschen Motorrad Horex:

 

Positiv ist zu sehen, dass es mittlerweile wohl 15 Händler gibt, bei denen Horex dann auch tatsächlich gekauft werden kann. Liste gibts auf der Webseite.

 

Ohne viel Tamtam wurde jedoch der Kompressor erstmal begraben, da es wohl Zulieferprobleme gibt.

Zudem ist der versprochene Zahnriemen durch einem normalen Kettentrieb ersetzt worden. Laut Horex wegen Problemen bei der Ruckdämpfung. Vieleicht auch eher wegen Problemen bei der Kalkulation.;)

 

Durch den Wegfall des Kompressors reduziert sich die Leistungsangabe von 200 auf 160 PS. Was im Rahmen sportlicher, wassergekühlter 1200er Vierzylinder liegt (K1300R = 173 PS).

 

Wie auf obigem Fotos schön zu sehen, sitzt, vielmehr "thront" man auf dem Motorrad, ohne jeglichen Windschutz. Inwieweit sich das aufs Fahrgefühl auswirkt, wuss man wohl selber "erfahren". Ich hab zum Vergleich mal ein Bild der K1300R beigefügt, wo der Fahrer deutlich mehr ins Mopped integriert ist.

 

Ohne jetzt polemisch werden zu wollen, scheint Horex in der Realität angekommen zu sein. Der Wegfall von 2 "Alleinstellungsmerkmalen" (auch wenn der Kompressor später nachfolgen soll) wird dem Absatz nicht gerade förderllich sein, da die Zielgruppe ja doch eher die gutbetuchten Motorradfahrer sein sollen, denen solche Details wichtig sind. Und wenn BMW demnächst den 1600er-6-Zylinder in ein Roadsterfahrwerk packt, dann wirds ganz eng.

 

Hoffen wir das Beste. Etwas Wettbewerb im Hochpreissegment tut dem Markt immer gut.

 

www.horex.com


30.01.2011 13:19    |    Lewellyn Lewellyn    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: , , , ,

So, nach langer Zeit mal wieder ein neuer Exotenblog. Es war allerdings übers Winterhalbjahr nicht viel los auf dem Neuigkeitenmarkt.

 

Von unerwarteter Seite wird ein Motorrad in Richtung Produktionsstart entwickelt, dass wohl auch als Wettbewerber zur demnächst vieleicht kommenden Horex zu sehen ist. Die FGR 2500 V6 von einem tschechischen Entwicklerteam.

 

Dabei ist der Name Programm. Knapp 2,5-Liter-V6 (2.442cm³), quer eingebaut mit 90 Grad Zylinderwinkel, das sollte zumindest akustisch schon mal Maßstäbe setzen. :cool:

 

Anvisiert sind 240 PS. Die Gewichtsangabe von etwa 270kg erscheint mir sehr niedrig. Allerdings wiegt der Motor nur 107kg. Könnte somit sogar hinkommen.

 

Das Layout läßt auf ein einigermaßen kurventaugliches Gefährt mit einem hohen Leistungsüberschuss schließen.

Bei dem zu erwartenden Drehmoment wird die FGR wohl ohne elektronische Fahrhilfen nur höchst umsichtig zu bewegen sein.

 

Die Motorentwicklung hat immerhin 6 Jahre gedauert, da werden sie wahrscheinlich noch mindestens weitere zwei Jahre brauchen, bis das Dingen Serienreif ist.

 

Überhaupt sind an der Maschine viele interessante Details wie die 6in6-Auspuffanlage, die trotzdem nicht übermäßig wuchtig erscheint.

Die Kette als Sekundärantrieb ist von der Einbaulage und aus Gewichtsgründen die logische Wahl. Erinnert im Design ein wenig an die neue Ducati Diavel. Zufall oder nicht. ;)

 

Immerhin tut sich mit Horex und FGR was im Kleinseriensektor in Europa. Ob der Trend zu 200+ PS Leistung wirklich vom Kunden gewünscht wird? Vermutlich muss man sowas anbieten, um im Hochpreissektor zumindest einen Rechtfertigungsgrund für die viele Kohle zu haben, die man vom Kunden haben muss, damit der Aufwand irgendwie mal wieder reinkommt.

 

Bin sehr gespannt, ob die FGR tatsächlich mal käuflich zu erwerben sein wird.

 

Der Link zum Hersteller: FGR

 

Und der Link zur Bildergalerie: Bildergalerie


15.06.2010 20:33    |    Lewellyn Lewellyn    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: , ,

horexhorex

Wie erwartet ist die geheimnisvolle Wiederbelebung einer Motorradmarke Horex.

 

Herausgekommen ist ein wie erwartet üppig motorisiertes Naked-Bike, das allerdings als Paukenschlag noch über einen Kompressor verfügt. Wie erwartet ist der Grossserienrivale die K1300R bzw. die Suzuki B-King, die alle zusammen mit der Horex auf demselben Leistungslevel von 175 PS liegen.

 

Um den von mir exakt geschätzten Aufpreis zur K13R von 5.000 Euro zu rechtfertigen (ca. Preis der Horex: 20.000 Euro, wie von mir erwartet *selberaufdieschulterklopf*), kann die Leistung wohl durch den Kompressor kurzfristig auf 200 PS angehoben werden. Oder sie wird sofort die 200PS haben, wenn sie damit die Homlogation schaffen.

 

Und ebenfalls wie erwartet ist der Motor ein VR6. Und ebenfalls wie von mir vorausgesagt, ist der Motor ein 1200er. :cool:

Auch das von mir auf 230kg eingeschätzte Gewicht wird mit 239kg nur durch den Kompressor überschritten. ;)

 

Die Serienfertigung wird erst 2011 :eek: starten, wahrscheinlich werden die ersten Motorräder nicht vor 2012 ausgeliefert.

Interessenten haben also noch Zeit zu sparen.

 

Über den optischen Eindruck soll sich jeder selber ein Urteil bilden. Mir erscheint sie etwas pummelig, aufgrund der sehr kompakten und versammelten Bauweise. Hat aber einige schöne Details.

 

Die Höchstgeschwindigkeit soll auf 250km/h begrenzt werden, was ohne jegliche Verkleidung eh utopisch ist. Allerdings sind wir dann wieder bei der Frage, warum man einen Kompressor braucht, wenn schon die nicht aufgeladenen K1300er ständig mit der Antischlupfregelung kämpfen.

 

Mein persönliches Fazit: Ein wahrscheinlich gut fahrendes Spielzeug ohne grosse Alltagstauglichkeit.

Das wird schwierig für Horex, weil die Racerfraktion damit nix anfangen kann, die betuchten Tourer auch nicht.

Für die grosse Show optisch zu gewöhnlich und die Superdupamegaleistung von 200PS zaubert BMW demnächst

aus der unverkleideten S1000RS, wenn sie denn so heißen wird. Bis 2012 wird es sie auf jeden Fall geben.

Und für einige 1000 Euro weniger.

 

Ich hätt ja bei Triumph angefragt und aus dem 2,3-Liter Dreizylinder der Rocket III einen 1,6er-Twin gemacht und darum eine schöne Horex aufgebaut. Für 13 k€ und nur mit 100 PS, aber eben in der Tradition von Horex einen stehenden Twin. Mit ordentlich Bumms. :cool:

 

Der Link zur offiziellen Webseite: www.horex.com


18.05.2010 14:32    |    Lewellyn Lewellyn    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: , ,

Geheimnisvolles tut sich in Deutschland.

 

Auf einer noch sehr übersichtlich gestalteten Webseite http://www.das-neue-motorrad.de kündigt ein Herr C.N. in Kürze die Vorstellung eines völlig neuen deutschen Motorrads an.

 

Stark. Begehrenswert. Deutsch.

 

Viel mehr ist dort erstmal nicht zu erfahren. Die Motorpresse hat ein wenig recherchiert und tippt auf die Hörmann-Rawema GmbH aus Chemnitz, die u.a. Prototypen und Anlagen für die Fahrzeugindustrie (war z.B. am BMW C1 beteiligt) fertigt.

 

Interessant an Hörmann-Rawema ist, das diese im letzten Jahr die Markenrechte an Horex von Daimler erworben haben. Da liegt der Verdacht nahe, dass dieses nicht nur zu Werbezwecken geschehen ist, zumal die auf der Webseite zu sehende Silhouette ein klassisch-nacktes Motorrad zeigt.

 

Ich bin gespannt, was da kommt. Hoffentlich nichts abstrakt übermotorisiert und überteuertes.

 

Update 1: Die Zeitschrift "MO" hat in diesem Link die Informationen zusammengetragen.

 

Auch MO tippt auf "Horex", hat aber eine Patentschrift des Herrn Neese ausgegraben, die auf einen etwa 1 Liter grossen ultrakompakten VR6-Motor hinausläuft. Motortechnisch natürlich hochinteressant, vom Kaufpreis her dann wohl eher im Luxussegment angeordnet. Es bleibt spannend...

 

Update 2: Ein paar wenige Details zum Motorrad wurden veröffentlicht.

 

- Brückenrahmen

- Einarmschwinge

 

 

- Ein Endtopf

- Design von einem Professor für Design der Hochschule München

 

Ansonsten viel Marketinggeblubber im neuen Informationsupdate. Einfach den ursprungslink anklicken.

 

Update 3:

 

Die Sache konkretisiert sich:

 

- Es wird ein Hochpreismodell

- Sekundärantrieb über Zahnriemen

- Bernt Spiegel hat "beraten"

 

Wenn ich die ganzen Infos mal so auf mich wirken lassen, wird die"Horex Imperator 1200 R" (mein Tipp für den Namen) über den von der MO erwähnten, wegen der Konkurrenz im Hubraum aufgestockten VR6-Motor mit etwa 160PS (gute Mischung aus Leistung und Haltbarkeit), ca. 230kg wiegen und >20.000 Euro kosten.

 

Denn der Gegenpart heißt BMW K1300R und da darf man schon von den Daten her nicht zu weit abfallen, wenn man 5k€ (oder sogar mehr) Aufschlag nehmen will. Mythos hin oder her.

 

Genug fabuliert, warten wir auf den nächsten Newsletter. :)

 

 

Update 4: Außer viel Marketinggeblubber gibts im letzten Häppchen vor der Premiere nächste Woche nur noch ein paar nachgereichte Details:

 

- ABS

- USD-Gabel

- Soziusfreundlicher Beifahrerplatz

 

Der Motor soll gleichmäßig Leistung entfalten und die Spitzenleistung bei eher niedrigen Drehzahlen erreichen.

Nun müsste man natürlich wissen, im Vergleich zu welchem anderen Motorrad. Wenn ich die Aussagen zur Ergonomie mal

filter, dann steht da, dass man das Motorrad eher nicht an den Fahrer anpassen kann.

 

So rein gefühlsmäßig läuft das auf eine Mischung aus K1300R und R1200R mit Zahnriemen statt Kardan raus.

 

Wie ich gerade festgestellt habe, liegt mein Blog hier bei den Stichworten "das neue deutsche Motorrad" an Platz 2 bei google. :cool:


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 16.04.2010 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Blogautor(en)

Lewellyn Lewellyn

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BMW

 

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