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Ein kurzes Resüme zum T4 DIPA Wohnmobil: 1 Jahr Haltedauer ist rum und es ist Zeit mal zu überlegen was Vor- und Nachteile gebrachte hat. Also ein Vorteil ist der Kauf eines WOMO´s von einem beständigen und in der Nähe liegenden WOMO Händlers. Denn wie ich erfahren mußte repariert nicht jeder WOMO Händler dein WOMO weil viele einfach nur Teile tauschen können aber bei Reparaturen schnell am Ende sind.
DIPA heißt Dieterich und Pasler und die Fa. kann ich wirklich empfehlen. Sehr guter Kundenservice zu fairen Preisen. Ansässig in Nürtingen-Zizishausen. www.dipa-reisemobilbau.de/startseite.html
Seit letzdem Jahr habe ich ca. 1200 € in den Bus gesteckt wobei natürlich mein Schnickschnack mit dabei ist. Gegenüber meinem alten Wohnmobil einem Isuzu Midi (Ersatzteilversorgung über Opel) konnte ich feststellen das die Ersatzteile für den VW T4 erheblich günstiger sind. Graßester Unterschied: Heckklappendämpfer kosteten bei Opel 320 € als Sonderanfertigung vom Hersteller 220€ für den T4 lediglich 17,50€ Viele Teile kann man auch aufgrund des großen Ersatzteilangebotes günstig im Netz finden. Allerdings sind beliebte Verschleißteile wie Türpappen und Sitze aufgrund hoher Nachfrage oft überteuert.
Viele Kleinigkeiten sind es die sich zu einer Anzahl von Reparaturen häufen. Defekte Beleuchtungen, Schlater, Undichtigkeiten, Rostprobleme und elektrische Dinge. Aber alles war relativ kostengünstig reparabel. Auch im WOMO Ausbau sind einige Dinge im laufe der Jahre ihrer Abnutzung erlegen und mußten ausgetauscht werden wie die Haltewinkel des Dachbettes, Befestigung der Seitenverkleidung und Gardinen. Auch die Aufbaubatterie gab nach 8 Jahren ihren Geist auf.
Der Bus hat noch einen Shoke. Der kann aber nach wenigen hundert Metern wieder eingefahren werden im Gegensatz zu einem alten Mazda von mir der da immer rumzickte. Ist also beim T4 kein Problem den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Allerdings sollte der alte Diesel bei kalten Temp. nicht sofort belastet werden. Also ruhig etwas laufen lassen bevor man durchstartet. Lästig waren die Klappergeräusche und das doch recht laute Innengräusch beim Fahren. Das klappern und quitschen stellte sich heraus das es vom Beifahrersitz kam. Sobald der belastet wurde verschwand das Geräusch.
Der Bus fährt sich für einen Van sehr gut und wendig. Wendekreis ist absolut o.k. Er liegt auch sehr gut auf der Straße. Beim Einparken dachte ich ist der doch kurze Bus relativ problemlos. Allerdings ist nach hinten durch den Einbau die Sicht schon eingeschränkt und aufgrund der höheren Sitzposition kommt auch die Schnauze des Hintermanns nicht ins Sichtfeld so das man doch wegen dem Heckfahrradträger einigen Respecktabstand läßt. Auch vorne weiß man das er ja kurz ist und man knapp einschlagen kann aber man sieht trotzdem die Schnauze nicht. Mit einem Kombi der sogar länger war viel mir das doch leichter.
Ein Mango des Busses ist natürlich der leistungsschwache Motor mit 68 PS. Wenigstens hat er den Turbolader denn das Modell ohne hat ja nur 60 PS. Auch wenn man davon nicht´s merkt. Bis er mal auf Touren auf der Autobahn kommt hängen mir bei unserer etwas ansteigenden Autobahnauffahrt die LKW´s im Kofferraum. Aber wenn er mal auf der Autobahn rollt dann kommt man doch flott voran wobei ich die 140 Km/h aufgrund der Laufleistung nur selten bequeme. Daher ist bei 120 Schluß. (laut Fhzg Schein 130 km/h max Speed)
Ansonsten ist der T4 ein durchaus taugliches Alltagsfahrzeug und die Ausrüstung mit Gurten hinten habe ich doch schon öfter benötigt als ich beim Kauf dachte. Also mit einem blosen 2 Sitzer täte man sich keinen Gefallen oder Freunde! Beim Camping ist unbedingt die Stehhöhe die durch das Aufstelldach gegeben ist notwendig. Nicht nur zum Kochen sondern auch beim Umziehen sehr hilfreich. Also Finger weg von den Ausbauten ohne Hoch- oder Faltdach. Das sind nur Schlafmobile aber keine Wohnmobile!
Meine größte Sorge gilt dem Rost. Den werde ich dieses Jahr entgegenwirken müssen. Denn trotz Pflege fängt er an unter der Fahrertürdichtung und am Eintritt an zu rosten genauso wie die obligatorische Tankklappe. Zum Glück hat meiner kein Rost an den Pfalzen! Auch bei der Heckklappe kommt nach dem zumachen immer wieder Wasser unter dem Heckscheibengummi hervor. Da wird er wohl auch unsichtbar dahinrosten. Diese Heckscheibe hat im übrigen keine Heckscheibenheizung weil man sich wohl entscheiden muß ob man eine isoliert haben will ohne Heizung oder eine mit Heizung die aber kein Isolierglas ist. Also hat man im Winter immer das eine oder andere Übel. Wobei die Isolierglasscheibe nicht so schnell zufriert.
Also Fazit: Ich werde das Auto hoffentlich noch eine ganze Weile fahren. Technisch ist er jetzt wieder top und für 2013 steht der 2.Zahnriemenwechsel und die Rostvorsorge im Vordergrund. Vom Motor her mache ich mir keine Sorgen. Der läuft und ist nach Austausch der Ventildeckeldichtung auch absolut trocken. Die Markise könnte auch noch Opfer des Airbrushes werden oder ich lasse sie in Wagenfarbe lackieren. Aber anscheinend ist das Airbrush billiger als der Lackierer. Aber dann keine Farbexperimente sondern passend in grün mit VW Bus und VW Logo drauf. Denke ich mal!
So hoffe konnte wieder ein paar Infos geben für alle die auch mit so einem Allzweckmobil liebäugeln. Dann aber muß man doch leider 10 Riesen in die Hand nehmen wenn man was ordentliches will! Meine Favouriten sind der California weil sehr wertstabil und komplett ausgestattet bis auf den Kühlschrank denn er hat nur eine Kühlbox. Der Carthago ist auch optimal ausgestattet und ist preislich günstiger zu haben als der California mit richtigem Kühlschrank. Und natürlich der DIPA Merlin mit Kühlschrank und versenktem Tisch in der Küche aber selten im noch gutem Zustand am Markt.
So muß jetzt aufhören denn heute sind die neuen Heckklappendämpfer gekommen mit 910 Nm die eingebaut werden wollen. Mal sehen was die taugen und heben! Sollen ja angeblich die stärksten sein. (wichtig wegen Fahrradträger) Schauen wir mal was die für 17,50 € taugen!