Auf Enteckungstour - Hotel Atlantis Den letzten Urlaubstag wollten wir - inbesondere auch wegen des tollen Wetters - nicht nutzlos verstreichen lassen. Da wir aber nur noch einen Tag zur Verfügung hatten, wollten wir erst eine Vorauslese machen, was sich noch lohnt näher anzusehen. Also buchten wir in bester Touristenmanier ein Busticket für eine Stadtrundfahrt mit den roten Doppeldeckern. Vorteil hierbei ist, dass es sich nicht um geschlossene Führungen handelt, sondern man auch an jeder Sehenswürdigkeit nach Belieben ein- und aussteigen kann. Dies sollte uns später bei der Rückreise aus der Speicherstadt zugute kommen.
Im Laufe der Stadtrundfahrt lernten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten kennen, wie z.B. die Alster, Rathaus, Hotel Atlantis (im Bild zu sehen), Villenviertel und auch die noch im Bau befindliche Hafencity (gleich neben der Speicherstadt).
Mittagsrast im Steigenberger Hiernach stiegen wir mitten in der Stadt aus und setzten unsere Tour zu Fuß fort. Auf diesem Weg hielten wir mittags Rast und beschlossen, am letzten Tag standesgemäß zu dinnieren. Also verschlug es uns ins Steigenberger, direkt an einem Verbindungskanal zwischen Alster und Elbe gelegen. Übrigens ist die Alster kein See, sondern ein Fluß. Nur so nebenbei 
Das Hotel mit Außenbewirtschaftung ist hier rechts im Bild zu sehen. Wie übrigens viele Bauten in Hamburg, traditionell als Klinkerbau.
Speicherstadt bei Tag Nach der mittäglichen Stärkung gingen wir weiter in die Speicherstadt. Von den Kanälen aus hatten wir sie bereits bei Tag und auch bei Nacht gesehen. Aber wir wollten uns gewisse Punkte noch näher anschauen. Eine Vielzahl von Museen gibt es hier zu entdecken, so z.B. das Miniaturmuseum, Speicherstadt- und Gewürzmuseum usw. Hier haucht man lebende Geschichte ein und es ist ein Erlebnis, an wie vielen Ecken man traditionelle Gebäude, Verzierungen oder sonstige Bebauungen entdecken kann. Ganz ohne Führer.
St. Pauli, Reeperbahn, Davidswache Nach unserem Fußmarsch durch Innen- und Speicherstadt wollten wir uns einen weiteren wichtigen Punkt nicht entgehen lassen. Wie sollte es auch anders sein. Wir begaben uns auf die Reeperbahn. Beim Schlendern über eine der wohl bekanntesten Straßen Hamburgs werden einem Freud und Leid als unmittelbare Nachbarn vor Augen geführt. An der Straße steht der Lamborghini oder der Abt-Audi, gleich nebenan liegt die Randschicht der Bevölkerung im Tran und wartet auf ... was auch immer. Die Geschäfte sind zwar alle schön bunt und preisen ihre Produkte an. Aber auf uns wirkten sie nicht gerade einladend. Auch unser Abstecher an der Davidswache vorbei (im Bild hinter einem Baugerüst versteckt) zur Herbertstr. hinterließ ein eher mulmiges Gefühl. Wir verdrückten uns dann in eines der Restaurant am oberen Teil der Reeperbahn und aßen zu Abend.
Der Dom, Rummel auf hamburgisch Danach - quasi als Abschluss des Tages - wollten wir der Tour noch etwas Glanz verleihen und gingen auf den Hamburger Dom, quasi Rummelplatz auf hamburgisch. Echt riesig der Platz. Und das Ganze dauert auch noch mehrere Wochen. Dort habe ich Fahrgeschäfte gesehen, die ich sonst noch nirgends zu sehen bekommen habe. Es wurde langsam Nacht und im Lichterschein der vielen Attraktionen war es ein leichtes noch einige schöne Fotos zu schießen.
Attraktionen auf dem Hamburger Dom Ein Geschäft reihte sich ans andere und buhlte um den Inhalt der vorbeischlendernden potentiellen Kundschaft. Wir strichen so durch die Reihe und ließen uns dieses Großstadtflair noch in die Nase wehen. Es war schließlich der letzte Tag. Wir ließen es uns noch etwas gut gehen, genossen ein paar Rummelspezialitäten und dachten mit Wehmut an die morgige Heimfahrt. Dementsprechend durfte es nicht zu spät werden. Wir hatten noch eine lange Reise vor uns.
Lichtspektakel bei Nacht auf dem Dom Es nutzte ja nichts. Irgendwann ist nunmal Schluss. Langsam trottend traten wir den Weg zum Auto an und fuhren in unser Hotel. Da es schon spät war konnten wir nichts mehr zusammenräumen. So checkten wir noch schnell ein paar eMails und ich erweiterte den Blog um einen weiteren Eintrag. Wir waren beiden müde und geschafft. Bei unserem vorläufigen Urlaubsresumee im Hotelbett stellten wir fest, dass der Urlaub (wie immer) schön aber zu kurz war. Das Wetter hätte anfangs etwas besser mitspielen können, hat sich aber zum Ende hin dann gebessert.
Außerdem überdachten wir kurz die Urlaubskosten und uns stellte sich die Frage, wie sich so etwas eine Familie mit mehreren Kindern leisten kann. Angesichts verschiedener Unterkunfts- und Teilnahmegebühren bleibt ein ganz schöner Batzen hängen, der mit mehreren Kindern um einiges höher gelegen hätten. Und auch wenn über die hohen Spritkosten lamentiert wird, waren die bei uns der kleinste Posten, obwohl wir so gut wie alles mit dem eigenen Auto unternommen haben.
Wie auch immer, morgen gehts zurück und es wird Zeit zum Schlafen, damit wir auch fit für die Rückreise sind.
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