Bei meinem FoFi stand die 3-Jahres- bzw. 60'000km-Inspektion an und so hab ich mich bei meinem Freundlichen mal erkundigt, ob man mir den neuen Ford Focus mal zur Probefahrt zur Verfügung stellt: dem Wunsch wurde entsprochen 
Eins vorweg: wer jetzt einen neutralen oder professionellen Testbericht erwartet, den muss ich enttäuschen: ich bin noch zu begeistert von dem Auto ^^
Aber von vorn: nach dem Aufstehen zu einer unchristlichen Zeit (ja, 7 Uhr ist für einen Student zeitig) hab ich meinen Kleinen abgegeben und voller Vorfreude den FoFo in Empfang genommen. Dann wieder heim, kurz gefrühstückt und sich erst mal mit den technischen Gegebenheiten vertraut gemacht:
1,6 l EcoBoost-Motor (150 Turbo-PS) mit 6-Ganggetriebe in der Titanium-Ausführung, u.a. Xenon, Tempomat, Einparkautomatik, Start-Stop-Automatik, uvm.
Der erste Eindruck: einfach nur toll. Sehr weiche Materialien, toll von der Haptik, bisher von Ford nicht gekannte Verarbeitungsqualität!
Von vielen Seiten wird die überfrachtete Mittelkonsole kritisiert, ich muss sagen: ja, sie ist voluminös, ABER auf meine 1,75 m ist sie perfekt zugeschnitten: ich komme bequem überall ran, ohne anzustoßen. Mir gefällt's, aber ist natürlich Geschmackssache.
Dann den Motor auf dem Weg zu meinem Kommilitone (und gutem Freund und heutigem Beifahrer
) behutsam warmgefahren. Auf den kleinen Nebenstraßen im Erzgebirge kommt das Herzstück des Focus zu Vorschein: das Fahrwerk. Schon mein FoFi liegt toll auf der Straße, aber das ist noch einmal was ganz anderes. Querfugen in Kurven werden geschluckt, ohne dass das Fahrzeug einen Mucks macht. Um schnelle Kurven bettelt der Fahrwerk förmlich: "Prügel mich noch schneller hier rum"! 
Nunja, anschließend ging es in den Stadtverkehr. Da ich sonst nur Kleinwagen fahre, war ich doch etwas skeptisch ob des großen Tanzsaals, der da noch mit dranhängt. Aber weit gefehlt! Ließ sich super handlen, nirgendwo mal Probleme gehabt, selbst im Parkhaus nicht.
Nun war es an der Zeit, die Einparkautomatik auszuprobieren (wenn sie schon mal drin ist ^^): also eine Nebenstraße und große Parklücke gesucht. Sensor aktivieren, auf die Anweisungen warten, Gas und Bremse und ZACK steht er drin. Ich bin vollkommen platt. Klar soll es funktionieren, aber dass das so reinbungsfrei funktioniert... Letztlich machen wir das Spielchen sicher 5mal, die Parklücken werden immer kleiner, bis wir dann schlussendlich eine Lücke anpeilen, wo mein Gefühl/Augenmaß sagt: lass das lieber, das ist verdammt eng. Aber die Elektronik sagt: das pack ich! Also dann... Manöver beginnt, nach dem Gegenlenken lasse ich zur Sicherheit meinen Beifahrer zur Kontrolle aussteigen
Unnötigerweise: perfekt steht er in der Lücke. Eine wirklich feine Sache!
Anschließend geht's zum Motortest auf die Autobahn: wie gesagt, 1,6l-Turbomotor. Ich bin bis dato nur mit Kleinwagen gefahren, einzig ein Peugeot 407 SW mit 2l-Dieselmotor steht auf meiner Erfahrungsliste. Also wie vom Kleinwagen gewohnt, im 3. Gang auf die Autobahn und das Pedal durchgetreten. Hoppla! Die Tachonadel rennt ja förmlich! Also die Gänge (lässt sich übrigens sehr schön schalten, ein schöner Druckpunkt zum Einlegen der Gänge) zügig durchgeschaltet und nach kurzer Zeit steht der Tacho bei 200. Ich frag meinen Beifahrer, was er meint, wie schnell wir sind: 140... Ein ganz laufruhiger, kultivierter Motor. Die Akustikdämmung (Motor gekapselt, Dämmmaterial unter der Motorhaube, Schallschutzverglasung) tut ihr übriges.
Dann die erste Geschwindigkeitsbegrenzung *möp* Gut, um den Tempomat mal auszuprobieren: für längere Strecken sicher eine sehr schicke Sache. Einzig störend fand ich, dass sich die Geschwindigkeit mit den Tasten in 1-km/h-Schritten variieren ließ, imho fast zu fein untergliedert.
Aber die Geschwindigkeitsbegrenzung ist zum Glück auch bald vorbei, also mal versuchen, wie er so von Tempo 130 im 6. Gang zieht: immer noch kraftvoll erreichen wir bald wieder die 200. Viel höher will ich es auch nicht treiben, ist ja nicht mein Wagen 
Nach einer Weile geht es dann wieder zurück, eigentlich soll ich doch meinen Vater 14:45 Uhr von der Arbeit abholen, das könnte knapp werden ^^ Also ist etwas Beeilung angesagt 
Dort angekommen gibt's dann noch einen kurzen Fahrertausch, damit er auch was davon hat. Jetzt geht's mehr über kleine Landstraßen, wo wir es wirlich mal darauf anlegen, dass Fahrwerk an die Grenzen zu bringen (ohne dabei jmd. zu gefährden).
Irgendwann ist dann aber auch der schönste Tag vorbei und ich muss wieder zurück zur Werkstatt, meinen Kleinen holen. Vorher noch schnell den Tank aufgefüllt und den Wagen abgebraust.
Pünktlich 15 Minuten vor Feierabend (
) nehme ich dann wieder meinen FoFi in Empfang. War ein phänomenaler Tag mit einem geilen Auto, den ich so schnell nicht vergessen werde!