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Mein E93

Cabrio fahren und Lifestyle

01.05.2011 10:47    |    Stan73 Stan73    |    Kommentare (23)    |   Stichworte: , , , , , , , , , ,

3er Cabrio in der Crete Senesi3er Cabrio in der Crete SenesiDie Toskana ist mehr als eine bezaubernde Landschaft, mehr als ein wunderbares Urlaubsgebiet, und mehr als bedeutendes Kulturgut. Sie ist für mich der Inbegriff italienischen Lifestyles: leckeres Essen, ausgezeichneter Wein, der Komfort Norditaliens und die Freiheit Süditaliens, und noch viel wichtiger: Ein Paradies für Cabrio-Fahrer.

 

An Vielseitigkeit ist die Toskana kaum zu überbieten. Die Landschaft ist geprägt von Pinien und Zypressen, von Weinbergen, Zitronengärten und Olivenhainen. In den Städten findet man historisch bedeutsame Gebäude, auf dem Land rustikale Weingüter und alte Bauernhöfe mit antik möblierten Gästezimmern (sog. Agriturismo). Es gibt alpine Gebirgsabschnitte, endlose Hügellandschaften und breite Mittelmeerstrände. Im Frühling grünt und blüht es überall, im Spätsommer färbt sich alles rotbraun, und im Winter kann es schon mal empfindlich kalt werden, sehr zur Freude der Skifahrer in den Gebirgsregionen.

 

Um die Toskana wirklich kennenzulernen muss man öfter hierher kommen. Wir haben uns diesmal Mitte April Freitags nach der Arbeit auf den Weg gemacht und nach einer Übernachtung beim Gardasee sind wir dann noch weitere 3 Stunden bis ins Herz der Toskana gefahren, südlich von Florenz, nördlich von Siena, also ideal für entspannte (da kurze) Tagesausflüge.

 

Im Folgenden fahren wir eine Strecke durch den mittleren und teilweise auch südlichen Teil der Toskana, für die man sich am besten mehrere Tage Zeit, mehrere Speicherkarten für die Kamera und ein Cabrio nehmen sollte. Wir beginnen in Florenz und fahren mit der Sonne, also im Uhrzeigersinn.

 

 

Florenz - Hauptstadt der Toskana

 

Florenz ist nicht nur die Hauptstadt der Toskana sondern auch eine der größten Kulturstädte Europas. Mit ein paar Bildern und ein wenig Text wird man einem Reisebericht über diese bedeutende Stadt sicher nicht gerecht.

 

Daher verzichte ich hier auf Bilder und Text und hole das eventuell irgendwann einmal in einem separaten Bericht nach. Solange könnt ihr gerne hier eure schönsten Fotos von Florenz hochladen oder schreiben, was Euch dort am meisten fasziniert. Alle die noch nicht da waren und eine Reise dorthin planen sollten auf jeden Fall mehrere Tage dafür einplanen.

 

 

Von Florenz nach Cortona - Abwechslung pur

 

chianti1chianti1chianti2chianti2chianti3chianti3chianti4chianti4Im Prinzip kann man von Florenz bis nach Cortona die Autobahn nutzen um Zeit zu sparen. Doch das wäre ein Fehler. Spätestens bei Figline Valdarno sollten wir diese verlassen und uns Cortona erst viel später zuwenden.

 

Nachdem wir den etwas industriell angehauchten Außengürtel im Norden von Figline Valdarno überwunden haben geht es ab in die Innenstadt. In der kleinen aber feinen Altstadt können wir uns zumindest für eine Stunde die Füße vertreten und das erste echte italienische Eis auf der Piazza genießen.

 

Nun geht es nach Arezzo. Es ist dringend zu empfehlen, nicht die direkte Landstraße nach Montevarchi (ca. 25 Minuten) zu fahren, denn abgesehen von den vielen Blitzern (hier darf nur 50 gefahren werden) hat sie auch landschaftlich nicht so viel zu bieten. Wir nehmen daher die wesentlich längere Route (2-3 Stunden) über Greve im Herzen des Chianti. Der sehr hübsche größere Ort am Ar... der Welt in einem Tal eignet sich übrigens hervorragend als "fester Wohnsitz" für die Zeit in der Toskana, da man die nun folgenden Städte von hier sehr gut erreichen kann. Weiter geht es über Radda in Chianti, Cavriglia, Montevarchi und dann weiter auf der Landstraße nach Arezzo. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön da abwechslungsreich. Teilweise fährt man Serpentinen bis hoch über kleine Pässe, durch Wälder, entlang von Weinbergen bis hin zur Ebene von Arezzo mit tollen Fernblicken und den vielen Olivenplantagen.

 

chianti-abends1chianti-abends1chianti-abends2chianti-abends2chianti-abends3chianti-abends3chianti-abends4chianti-abends4Der Umweg von Figline bis Montevarchi ist besonders in der Zeit kurz vor Sonnenuntergang eine echte Traumstrecke, denn sie ist kaum befahren, wie schon erwähnt landschaftlich abwechslungsreich, und bietet für den Cabriofahrer alle Aspekte vom langsamen Cruisen durch urige Dörfer, Kurvenfahren an den Bergen (im Lichte des Sonnenunterganges fällt der kalkweise bis ins grünliche gehende Teint der Beifahrerin kaum auf) bis hin zu wunderbaren Rallye-Strecken, also geschwungene gut ausgebaute Straßen auf Bergkämmen ohne lästige Blitzanlagen. Leider ist auch die Qualität des Straßenbelages oftmals sehr "abwechslungsreich".

 

Arezzo haben wir mangels Zeit diesmal ausgelassen (deshalb gibt es auch keine Bilder). Die Stadt ist aber zweifellos eine Reise wert. Wie überall in der Toskana hatten sich hier früher die Etrusker niedergelassen und noch heute zeugt das historische Stadtzentrum mit den vielen Piazzas, Sakralbauten und Museen von deren Baustil. Landschaftlich gesehen treffen hier weite Ebenen und Gebirgszüge aufeinander.

 

 

Cortona - DER Geheimtipp

 

Cortona ist der Geheimtipp für alle die Reisenden, welche urige Altstädte sehen, toskanisches Lebensgefühl genießen aber nicht von Touristenschwärmen überrannt werden wollen. San Gimignano hingegen mit seinen 7.700 Einwohnern wird jährlich von mehr als 8 Millionen Besuchern förmlich erdrückt. So schön diese Stadt auch ist: Zwischen April und September kann man kaum empfehlen sich die doch sehr imposanten 15 Türme anzuschauen.

 

cortona1cortona1cortona4cortona4Doch zurück zu Cortona: Die Stadt liegt hoch oben am Berghang mit tollem Blick über eine riesige Ebene mit Blick bis hin zum Lago Trasimeno in Umbrien. Alleine die Fahrt hinauf ist schon ein Erlebnis. Besonders am frühen Abend ist das Licht in der sehr gut erhaltenen Innenstadt fantastisch für tolle Fotos und einen entspannten Rundgang.

 

cortona2cortona2cortona8cortona8Cortona - Drehort Cortona - Drehort cortona7cortona7Cortona - HinterhofCortona - HinterhofCortona - GalerieCortona - GalerieCortona - StadtgrenzeCortona - StadtgrenzeCortona - Madonna del CalcinaioCortona - Madonna del CalcinaioWas in den meisten anderen toskanischen Städten an Touristenshops zu finden ist, das wird hier durch die vielen Galerien ersetzt. Wer sich die ausgestellten Bilder ansieht, der spürt die Lebensfreude in dieser Stadt. Helle fröhliche Farben geben genau das wieder, was der Reisende beim Besuch dieses toskanischen Juwels empfindet.

 

Übrigens wurde hier auch der Film "Unter der Sonne der Toskana" gedreht. Wer genug Zeit hat, der kann in und um die Stadt herum nach den Drehorten suchen.

 

 

Montepulciano - viele Autos und steile Straßen, fantastisch erhaltene mittelalterliche Gebäude und atemberaubender 360 Grad Fernblick

 

MontepulcianoMontepulcianoMontepulcianoMontepulcianoDie Überschrift verrät eigentlich schon fast alles über diese Stadt. Sie liegt auf einem 600 Meter hohen Hügelrücken um den herum der weltberühmte Wein angebaut wird. Montepulciano ist ebenfalls nicht so extrem touristisch wie andere Städte der Umgebung und die komplett von einer Mauer umschlossene mittelalterliche Stadt zählt zu den besterhaltenen in der Toskana.

 

Montepulciano - GasseMontepulciano - GasseMontepulciano - FernblickMontepulciano - FernblickMontepulcianoMontepulcianoParkplätze sind wie auch schon in Cortona ausreichend vorhanden. Das Auto müssen wir außerhalb der Stadtmauer abstellen. Das gilt nicht für die vielen, vielen Kleinlaster, welche Restaurants und Geschäfte beliefern. Der Weg zum Hauptplatz der Stadt, dem Piazza Grande, erinnert mehr an Bergsteigen als an Spazieren, und man wundert sich immer wieder, wie die vielen Zulieferer dieselben Straßen mit ihren untermotorisierten Autos die engen steilen Gassen mit einem Affenzahn heraufquälen ohne dabei die Fußgänger zu überfahren.

 

Montepulciano - Brunnen am Piazza GrandeMontepulciano - Brunnen am Piazza GrandeMontepulcianoMontepulcianomontepulciano7montepulciano7Besonders sehenswert sind die Gebäude rund um die Piazza Grande (mit dem Dom). Der Platz zählt zweifellos zu den schönsten in der Toskana. Außerdem sollte man sich die Zeit für den Rundwanderweg in der Nähe der Stadtmauer nehmen, auf dem die tolle Fernsicht auf die umliegenden Hügellandschaften ganze Speicherkarten der Fotoapparate füllt.

 

 

Asciano

 

Asciano - Kirche Sant’AgataAsciano - Kirche Sant’AgataAscianoAscianoIn Asciano sollte man sich die Collegiata di Sant’Agata anschauen, eine Kirche mit zwei "Nebenkirchen", d.h. direkt an der Kirche befinden sich noch zwei weitere Kapellen. Die verschlafene kleine Stadt eignet sich gerade zur Mittagszeit für einen kleinen Spaziergang. Hier bekommt man noch viel vom toskanischen Alltag mit den vielen Festen und Märkten mit, wenngleich die Altstadt noch nicht so touristisch herausgeputzt ist wie die bekannteren toskanischen Touristenhochburgen.

 

 

Von Asciano nach Arbia - die Crete Senesi als beste Cabriostrecke Italiens

 

3er Cabrio in der Crete Senesi3er Cabrio in der Crete SenesiCrete SenesiCrete SenesiCrete SenesiCrete Senesi3er Cabrio in der Crete Senesi3er Cabrio in der Crete SenesiCrete SenesiCrete SenesiDie Strecke von Asciano nach Arbia ist eigentlich nur ca. 15-20 Kilometer lang. Wer sie aber in weniger als 1,5 Stunden schafft, der ist offenbar mitten in der Nacht bei Neumond unterwegs. Tagsüber gehört dieser Abschnitt mit zu den besten Cabriostrecken in ... ja, sagen wir ruhig bescheiden ganz Italien. Im Prinzip kann man alle 217,83 Meter eine Fotopause einlegen und ganze Festplatten mit den Eindrücken füllen, die sich hier auf den Reisenden einströmen. Am besten, man macht das jeweils einmal morgens, mittags und abends, denn je nach Licht und Nebel sieht die Landschaft wieder völlig anders aus.

 

Crete SenesiCrete Senesi3er Cabrio in der Crete Senesi3er Cabrio in der Crete SenesiCrete SenesiCrete SenesiCrete SenesiCrete Senesi3er Cabrio in der Crete Senesi3er Cabrio in der Crete SenesiAuch fahrerisch bietet die gut ausgebaute geschwungene und hügelige Route mit stetem Fernblick alles, was sich das Cabriofahrerherz nur erträumen kann, inklusive toller "Sprungschanzen" und wunderbaren S-Kurven. Eigentlich ist die beste Zeit zum "Heizen" am frühen Morgen, wenn die Beifahrerin noch nicht gefrühstückt hat. Ansonsten sollte euer Cabrio unbedingt mit pflegeleichtem (da abwischbarem) Leder ausgestattet sein. :D;)

 

Crete SenesiCrete SenesiCrete SenesiCrete SenesiCrete SenesiCrete SenesiCrete SenesiCrete Senesi3er Cabrio in der Crete Senesi3er Cabrio in der Crete SenesiCrete SenesiCrete SenesiWir sind hier übrigens in der Crete Senesi (Crete bedeutet auf Deutsch "die Lehme"). Die von endlosen meist mit Gutshöfen garnierten Lehmhügeln (daher der Name) durchzogene Landschaft ist recht karg und von starker Erosion geprägt. Im Frühling wächst hier vor allem Getreide und färbt die Landschaft mit einer unwirklichen grünen Signalfarbe, im Spätsommer gleicht die Gegend eher einer Wüstenlandschaft.

 

 

Siena - Pflichtprogramm jeder Toskana-Reise

 

Siena - Piazza del CampoSiena - Piazza del CampoSiena - Piazza del CampoSiena - Piazza del CampoJa, Siena ist sehr touristisch.

Ja, die Parkplatzsituation ist - vorsichtig ausgedrückt - eine Katastrophe (Geheimtipp: Einzig im preiswerten Parkhaus "Del Campo" mit überbreiten Parkbuchten findet man immer einen Platz - nicht weitersagen! ;)).

Ja, in Siena wird gerne mal ein Preisaufschlag genommen.

 

Siena - DomSiena - DomSiena - DomSiena - DomAber: Siena ist nun mal eine der schönsten, historisch bedeutendsten und größten Städte der Toskana und liegt zudem mitten in ihrem Herzen. Und das muss man einfach gesehen haben und eigentlich auch immer wieder sehen. Das empfand nicht nur Goethe so, sondern das ist auch für den Reisenden im 21sten Jahrhundert einfach offensichtlich. Basta! ;)

 

siena5siena5siena4siena4siena6siena6Der Piazza del Campo (kurz Campo genannt), der größte Platz der Stadt, ist weltberühmt und war z.B. Kulisse für James Bonds "Ein Quantum Trost". Er liegt etwa da, wo sich die drei Hügel, auf denen die Stadt liegt, treffen. Auch den Dom sollte man gesehen haben. Durch die beiden Marmorarten erhält er seinen schwarz-weißen Zebra-Look. Und an den vielen mittelalterlichen Palästen kann man auch nicht vorübergehen ohne sich an deren Architektur zur erfreuen. Auch hier gilt wieder: Das beste Licht für Fotos gibt es in den zwei bis drei Stunden vor Sonnenuntergang.

 

 

Allgemeine Infos

 

  • Straßen: Die Rückreise von Siena nach Florenz kann ruhig über die Autobahn erfolgen. Mit ruhig ist aber nicht gemeint, dass die Fahrt selbst ruhig ist, sondern das ist in Bezug auf die schöne Landschaft an beiden Seiten der Strecke zu verstehen. Die Straße selbst ist ... eine Katastrophe. Die maximal erlaubten 90 km/h kann man mit einem normalen Fahrwerk kaum empfehlen. Und da sind wir auch schon beim Thema: Die Straßen (inkl. der Autobahnen) in der Toskana sind in ihrer Beschaffenheit höchst unterschiedlich. Will sagen: von exzellenten Traumrallyestrecken (es fehlen nur noch die rotweißen Streifen am Fahrbahnrand) bis hin zu DDR-Schlaglochrouten ist alles dabei. Und wenn man ehrlich ist, dann ist ein Großteil eher der letzten Kategorie zuzuordnen. Es hat schon einige Urlauber gegeben, die sich nach dem Toskanaurlaub erst einmal das Fahrwerk runderneuern lassen mussten. :D
  • Geschwindigkeiten: In der Toskana sind auf Landstraßen oft nur 50 km/h und auf den Autobahnen i.d.R. nur 90 km/h erlaubt. An den Hauptstrecken wird der Verkehr mit stationären Blitzen überwacht. Zwar wird konsequent von hinten geblitzt, aber die Kästen sind immer deutlich mit Schildern markiert, so dass man kaum Gefahr läuft, nach der Rückkehr unerfreuliche Post aus Italien zu erhalten.
  • Reisemonate: Die besten Reisemonate sind April und September. In der Zeit von Mai bis August ist es oft zu heiß und Millionen Touristen bevölkern die Städte, und ab November ist es oft sehr neblig und ungemütlich kalt.
  • Anfahrt: Die Anfahrt aus München erfolgt über den Brenner am Gardasee vorbei (für eine stressfreie Reise empfiehlt sich hier z.B. in der schönen Kleinstadt Rovereto eine Übernachtung auf Hin- und Rückweg) über Modena bis nach Florenz und dort dann entsprechend des Zielortes eine der vier Autobahnen in Richtung Osten bis Südwesten. Von Verona bis Florenz ist die Autobahn sehr gut ausgebaut und bei den erlaubten 130 km/h kommt man überraschend schnell in Richtung Reiseziel.
  • Straßengebühren: Die Autobahngebühren sind recht happig: In Österreich fallen Vignette und Brennermaut an (jeweils ca. 8 Euro) und in Italien dann nochmals ca. 30-35 Euro (richtet sich dort nach gefahrenen Kilometern). Das alles gilt One-Way, d.h. ohne die Tagesausflüge innerhalb der Toskana kommt man alleine für Hin- und Rückreise auf insgesamt fast 100 Euro an Straßenbenutzungsgebühren.

 

 

Das war es mal wieder von mir. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ich konnte die eine oder andere Anregung für euren nächsten Toskanaurlaub geben und ich hoffe, die Fotos gefallen euch.

 

Jetzt interessiert mich, was ihr an der Toskana am liebsten mögt, ob und wie oft ihr dort hinfahrt (und wohin genau), und welche Geheimtipps ihr auf Lager habt.

 

Eurer Stan73


Kommentare: 23

01.05.2011 11:45    |    CaddyTete CaddyTete

Sehr schöner Bericht und wunderschöne Bilder! Da bekommt man richtig Lust, auch mal dorthin zu fahren.

 

Gruß Steffen


01.05.2011 13:53    |    Stan73 Stan73

Vielen Dank, Steffen! Dann mach es doch: Fahr dorthin. Du wirst es nicht bereuen. Die (selbst aus dem Süden Deutschlands) lange Anfahrt lohnt sich. Dort unten sind sogar viele Engländer mit Wohnwagen unterwegs. Und selbst für die scheint es sich zu lohnen.


01.05.2011 17:06    |    UHU1979 UHU1979

Schöner Bericht und tolle Bilder. Wie hat es denn der Beifahrerin gefallen?

Die Toskana habe ich letztes Jahr nur durchquert (deine Ausführungen zur Crete Senesi kann ich zustimmen), aber wenn schon der Lago Trasimeno erwähnt wird: Mir hat Perugia (50km von Cortona) sehr gefallen.


01.05.2011 17:51    |    letzterlude letzterlude

Klasse Bericht, wundervolle Bilder, die bei mir sofort wieder Fernweh nach Bella Italia auslösen.

 

Mein letztjähriger Sommerurlaub führte mich inkl. La Familia übrigens nach Figline Valdarno in das am Ort befindliche Ferienresort "Norcenni Girasole Club". Eine zwar recht große und sehr lebhafte Anlage, aber für die Kids im Kleinkind und Teeniealter geradezu Ideal mit diversen Poollandschaften, Bars, Sport & Spiel für jung und alt, Ristorantes, einer Disco, usw..

 

Gleichzeitig ist der Ort durch die zentrale Lage ein perfekter Ausgangspunkt für ausgiebige Cabriotouren durch die Toscana.

 

Habe spontan noch mal ein Bild aus Montepulciano von 2010 hochgeladen...



01.05.2011 19:59    |    Stan73 Stan73

@Uhu: Herzlichen Dank! Die Beifahrerin hat sich genau so gut erholt. Ich habe meine Ausführungen in Bezug auf ihr Wohlergehen "etwas" überspitzt. Sobald ich zu rasant gefahren bin und ihr übel war bin ich natürlich vom Gas bzw. sie saß auch sehr viel am Steuer. Und zum Thema Umbrien: Da war ich noch nie, aber wir haben dort schon einige interessante Ziele identifiziert, die auf unserer Liste stehen. Der Ausblick von Cortona bis hin zum Lago Trasimeno war aber bisher mein einziges Umbrien-Erlebnis.

 

@letzterlude: Vielen Dank! Na dann kennst du die Ecke ja auch gut. Freut mich, wenn das bei dir Fernweh auslöst, denn das sind ja positive Emotionen. Danke für dein Bildupload!


01.05.2011 21:23    |    Anni 1964 Anni 1964

Zuwas dorthin reisen, wenn es hier den Stan gibt, der uns immer auf dem Laufenden hält! :D

Da kann man die Zeit auch nutzen, die eigene Umgebung näher zu erkunden.

Mit Deinem Bericht hat man das Gefühl, auch dort gewesen zu sein. :)

Dankeschön für Deine Mühe, uns so gut mit Deiner Reise zu unterhalten.

Mache weiter so, schreibe nieder, was Ihr erlebt habt und wir User danken es Dir mit Kommentaren!


02.05.2011 15:11    |    Imbranato Imbranato

Guter Bericht, ist auch eine schöne Tour, die du da gemacht hast.

Ich wohne in der Nähe von Montepulciano und habe bis auf Asciano auch alle diese Orte besichtigt.

Ich gehe mal davon aus, dass du das Val d'Arbia von Montepulciano nach Asciano hochgefahrn bist. Hast du etwa Montalcino nicht mitgenommen? Von dort stammt der angeblich weltbeste Wein (Brunello, fängt bei etwa 20€/Flasche an) und die Aussicht ist wirklich beeindruckend.

Auch Pienza und Montefollonico sind einen Besuch wert!

 

Zu den allgemeinen Infos:

Auf Landstraßen sind 60km/h erlaubt, auf den kostenpflichtigen Autobahnen 130 und den kostenlosen Superstradas entweder 90 (z.B. Lucignano-Arezzo oder Siena-Florenz) oder 110 (Perugia-Siena). Letztere sind qualitativ ziemlich schäbig. Ansonsten finde ich allerdings die Qualität der Straßen nicht sonderlich schlimm, aber vielleicht habe ich einfach vergessen, wie gut sie in Deutschland sind.


02.05.2011 17:21    |    Stan73 Stan73

@Anni: Herzlichen Dank! Es freut mich, wenn das bei dir so angekommen ist. Nichtsdestotrotz kann ich dir natürlich nur wärmstens empfehlen, auch einmal (am besten mehrmals) dort hinzufahren. Die Landschaft ist ein Traum und Menschen und Essen tun das Übrige für eine schöne Zeit.

 

@Imbranato: Vielen Dank! Da hast du dir ja wahrlich eine bezaubernde Heimat ausgesucht. Bzgl. der Route kann ich dir nicht mehr exakt sagen, ob wir durch Montalcino gefahren sind. Insgesamt haben wir ja noch viel mehr als das oben beschriebene gesehen, und da verliert man schon mal den Überblick nach der Reise. Ich werde aber beim nächsten Mal auf diesen Tipp und auch die anderen beiden (Pienza und Motefollonico) achten. Bzgl. Straßen sind die Superstradas und die Autobahnen für mich das gleiche. Für mich unterscheiden sie sich nur durch den Preis und die sich daraus ergebenden Unterschiede im baulichen Zustand. Und die Autobahn / Superstrada von Siena nach Florenz ist auch mit ihren 90 km/h schon oft jenseits dessen, was ich meinem Auto zumuten möchte. ;) Die Qualität der Straßen in Deutschland ist sehr unterschiedlich, liegt aber nach meiner subjektiven Warnehmung insbesondere in der Toskana (und da sowohl auf dem Land als auch in der Stadt) deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Am Gardasee sieht das aber schon wieder anders aus, denn die Straßen dort sind meist sehr gut.


02.05.2011 23:43    |    Olli the Driver Olli the Driver

Ist schon ein paar Jahre her das ich dort war, möchte gerne mal wieder hin. Einige der Orte kenne ich, aber wie du schon sagst, man muss öfters hinkommen...


03.05.2011 05:55    |    Wilhelm_Grimm Wilhelm_Grimm

Hallo Stan, ein toller Bericht mit ebensolchen Bildern!!

Du hast mich jetzt ganz heiß gemacht, muss bald wieder mal in die Toskana... letztens war ich gegen Ende September 2008 dort, da wars im E93 aber schon ein wenig frisch - war noch die verrückte Zeit in der ich ohne WS rumgurkte... :D

 

Straßen sind so wie Du beschrieben hast, kurvig und schön aber leider oft kaputt...



03.05.2011 08:42    |    Stan73 Stan73

@Oli: Absolut, denn die Toskana ist sehr groß. Ich war beispielsweise noch nie in der Maremma. Würde sehr gerne mal die wilden Pferde sehen. Aber der nächste Urlaub kommt bestimmt ...

 

@Wilhelm-Grimm: Vielen Dank! :) Ich muß sagen, daß es mir von Mal zu Mal besser gefällt. Das ist wie mit allen Urlaubszielen: wenn man ein paar Mal dagewesen ist, dann weis man, was sich in der jeweiligen Region zu tun lohnt. Das WS brauchte ich jetzt übrigens nur Abends oder wenn meine Liebste meinte, daß es zu sehr zieht ;), denn tagsüber war es schön warm. Da hatten wir sogar oft die Fenster unten.


11.07.2011 16:06    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Blog des Uhus:

 

Wenn ich den See seh’, brauche ich kein Meer mehr

 

[...] @manni9999: Einen Reisebericht zur Toskana findest du übrigens hier.

[...]

 

Artikel lesen ...


16.01.2012 14:20    |    Schmelli12 Schmelli12

Danke für den tollen Reisebericht. Ich plane gerade dieselbe Tour, also die östliche Toscana. Wir wollen knapp eine Woche das Chianti, Arezzo, Montalcino in Tagestouren von einem Agriturismo aus im Cabrio erkunden.

 

Anschließend geht es in ein gemietetes Ferienhaus an der Süd-Westseite bei Piombino zum baden und relaxen. Hier sind wir dann zum dritten, aber bestimmt nicht letzten Mal. Es gibt sehr viele lohnenswerte Ziele, z.B. im Süden, östlich von Grosseto die drei in Felsen gebaute Orte Pitigliano, Sorano und Sovana. Oder die Schwefel-Thermen von Saturnia, die in Kaskaden angelegt sind.

 

Wir legen übrigens auch gerne einen Zwischenstopp am Gardasee ein. Beim Hinweg fühlt man sich schon nach wenigen Stunden im Urlaub und auf dem Rückweg kann man nochmal italienisches Flair geniessen, bevor es ganz zurück geht.

 

Agriturismo buchen wir dieses Jahr zum ersten Mal. Darf ich mich nach deinen Erfahrungen erkundigen? Irgendwelche Empfehlungen?

 

 

Herzliche Grüße

S.


16.01.2012 14:56    |    Stan73 Stan73

Hallo Schmelli,

 

freut mich, wenn dir der Bericht gefällt. Vielen Dank auch für deiner Empfehlungen. Werde die von dir genannten Ziele welche ich noch nicht kenne mal im Netz anschauen.

 

Mein Erfahrungen mit Agriturismo sind ausgesprochen gut. Oft sind diese deutlich schöner eingerichtet als Hotels und oftmals auch schöner gelegen (z.B. auf irgendwelchen Hügeln mit Fernblick). Allerdings muss ich sagen, dass wir uns tendenziell eher die etwas teureren Agriturismo anschauen, und da erwarte ich auch einen gewissen Standard. Nachteilig gegenüber Hotels ist das eingeschränkte Verpflegungsangebot. Allerdings finde ich es in der Toskana ohnehin viel schöner, jeden Abend ein anderes - idealerweise nur von Einheimischen besuchtes - Restaurant auszuprobieren. Ich kann dir leider keine konkrete Empfehlung für ein konkretes Agriturismo geben, da ich mir die Namen nicht merken kann und wir nicht im Voraus buchen sondern vor Ort suchen. Das ist zwar nicht ganz unkritisch (gerade in der Saison sind sie oft ausgebucht), aber wenn man sich durchfragt, dann empfehlen Einheimische - sofern sie Englisch sprechen - gerne mal echte Geheimtipps. Dabei muss man dann aber manchmal preislich recht flexibel sein.

 

Wann plant ihr eure Tour? Vor April könnte es noch zu kalt sein, aber Juni / Juli wird es sehr voll. Wünsche dir auf jeden Fall schon mal einen wunderbaren entspannenden Urlaub und viele tolle Erlebnisse.

 

Beste Grüße,

 

Stan


16.01.2012 15:12    |    Schmelli12 Schmelli12

Hallo Stan,

 

Danke für deine schnelle Antwort. Wir fahren in den Pfingstferien, also Ende Mai/Anfang Juni. Was den Komfort angeht, so sind wir flexibel. Die Angebote unter agriturismo.it sind aber jedenfalls nicht überteuert. Ich werde mich dort ein wenig näher umsehen.

 

Du meinst also, man sollte die Agriturismo idR ohne Abendessen buchen?

 

Liebe Grüße

Schmelli


16.01.2012 19:38    |    Stan73 Stan73

Hallo Schmelli,

 

wir haben noch nie die Agriturismo über das Internet gebucht. Auf der Seite sind sie echt günstig, aber dir sollte dann schon klar sein, dass auch Ausstattung usw. dementsprechend sind. Ich persönlich würde ohne Abendessen buchen, denn es gibt überall Restaurants, die von außen vielleicht etwas unheimlich aussehen, aber da bekommt man oft die besten Sachen. Am besten Einheimische fragen oder - noch besser - schauen, wo viele Autos davorstehen die zudem alle italienische Kennzeichen haben. Das sind die besten Läden! Ihr fahrt zur m.E. schönsten Zeit, Glückwunsch. :) Zu dem Zeitpunkt ist es noch nicht so voll wie im Sommer (wobei du in Tourihochburgen wie Siena trotzdem schon die bekannten Parkplatzprobleme hast) aber schon ordentlich warm (zumindest tagsüber). Außerdem ist noch alles schön grün. Ich bin nämlich nicht der große Fan von dem rot-braun Mix im Spätsommer, zumal das dann "tödlich" für den Cabriofahrer ist, weil es dann ohne Ende staubt und der Fahrgenuß dann in kleinen Seitenstraßen ohne Asphaltdecke zum Wüstensturm mutiert. Wünsche dir auf jeden Fall einen tollen Urlaub. Kannst ja hier mal berichten, wie es war und vielleicht ein paar Bilder hochladen.

 

VG,

 

Stan


17.01.2012 11:41    |    Schmelli12 Schmelli12

Danke, ich werde berichten, selbstverständlich mit Fotos.


05.04.2012 11:56    |    Alamais Alamais

Hallo,

 

ich hol diesen (übrigens sehr gut geschriebenen!) Reisebericht auch nochmal hervor...

 

Nicht zuletzt aufgrund dieses Berichtes, habe ich dieses Jahr im Juli so ziemlich genau dasselbe vor, auch mit einem e93. So ziemlich alle Fragen wurden hier ja schon beantwortet, einzig das Thema Sicherheit würde mich noch interessieren..

 

Ich hänge an meinem (doch recht teuren) Auto, und wie man hört, gehen gerade die Italiener nicht sonderlich Sorgfältig mit dem Eigentum anderer Leute um. Was hast du diesbezüglich für Erfahrungen gemacht bzw Tipps zu geben um Kratzer am Auto zu vermeiden? Insbesondere das Parken interessiert mich... wo und wie ist es am besten, sein Auto abzustellen?

 

Und das Thema Diebstahl allgemein, wie sicher ist es mit so einem teuren Auto durch Italien zu gondeln und es Nachts auch mal an der Straße abzustellen? Mir ist bewusst, dass es überall, auch in Deutschland, böse Buben gibt, aber gerade von südlichen Urlaubsländern hört man doch viel negatives, gerade was deutsche Luxuskarossen angeht.

 

Zur Not hätte ich noch die Möglichkeit, mit dem 10 Jahre alten Peugeot 206 CC meiner Freundin zu fahren... Da würde ich mir in diesen Belangen natürlich nicht groß solche Gedanken machen müssen, aber mal ehrlich, wenn man einen e93 mit üppiger Ausstattung vor der Tür hat will man nicht in nem 10 Jahre alten Franzosen in den Urlaub fahren ;) Zumal dieser ein Benziner ist, der e93 ist ein 320d, sprich auch die Kosten wären mit diesem deutlich günstiger...

 

Was würdest du empfehlen?

 

Danke schonmal im vorraus,

 

mfg

Jörn


05.04.2012 22:27    |    Stan73 Stan73

Hallo Jörn,

 

da kann ich dich voll beruhigen. Ehrlich gesagt habe ich in der Toskana weniger Sorge um mein Auto, als wenn ich es mitten in einer deutschen Großstadt abstelle. Auch wenn der E93 ein tolles Auto ist; in Italien fahren noch ganz andere (wesentlich teurere) Flitzer rum ...

 

Mit dem Parken würde ich aber schon genauer aufpassen, denn vielen Italienern ist ihr Auto nicht so lieb wie uns Deutschen, d.h. eine Schramme beim Parken wird da manchmal leider etwas lockerer gesehen. Am besten du parkst im Parkhaus oder lässt etwas mehr Abstand zum Nachbarn als üblich. Das in Siena oben empfohlene "Del Campo" hat z.B. sehr breite Parkbuchten, und zudem parken dort vorwiegend Autos ab Mittelklasse aufwärts, denn der Italiener mit 20 Jahre altem Fiat parkt einfach draussen wo es ihm passt. ;) Insgesamt muss ich aber feststellen, dass mir persönlich in der Toskana noch nie der kleinste Kratzer ans Auto gekommen ist, hier in München hingegen laufend. Nur von Freunden habe ich diesbezüglich schon negative Erfahrungen gehört.

 

Den einzigen Rat, den ich dir für die Toskana (und eigentlich auch jede andere Tourigegend in Europa) geben möchte: Lass keine Wertsachen offen im Auto liegen.

 

Also meine ganz klare Empfehlung: Nimm deinen E93 und geniesse ihn in dieser wunderbaren Landschaft. Und wenn ich eine Bitte äußern dürfte: Berichte doch bitte, wie es dir gefallen hat und was du alles gesehen und erlebt hast. Ich wünsche dir jetzt schon einen tollen Urlaub! :)

 

Beste grüße,

 

Stan


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