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M0tti

über Golf II GTI und dem täglichen Autoleben

01.04.2012 15:39    |    Dr Seltsam Dr Seltsam    |    Kommentare (51)    |   Stichworte: , , , , , , , , , ,

golfmotorgolfmotor

Der Regen fisselt mir ins Gesicht, angetrieben von einem schweren Wind aus Süd-West. Ich verfluche meine Blödheit keine Mütze mitgenommen zu haben, meine Ohren sind abgefroren bevor ich aus dem Auto ausgestiegen bin. Motti steht schon an der Tür und begrüst mich wie immer mit äußerster Freundlichkeit.

 

Wir gehen ins Haus, ich wärm mich erstmal auf. Der Herr der Scheune ist heut außer Lande, Herr R noch nicht da. Trotzdeßen, wir einigen uns nach wenigen Minuten auf eine erste Inspektionsrunde wie der Stand der Dinge ist. Zwar kommunizieren wir auch unter der Woche miteinander, aber nichts geht über einen Ortstermin.

 

Schnell wird klar, unsre Problemliste hat sich um einen Punkt erweitert. Während der Wind an unsren Jacken zerrt, bemerken wir den siffenden Kühlschlauch. Was nun?! Ab in den Fiesta und rein nach Hennef.

Im Wirtschaftswunderland hat natürlich um 12.30 Uhr am Samstag der örtliche VAG-Stützpunkt schon zu.

 

Bleiben ATU und Baumarkt. Bei beiden herscht Hochbetrieb, da es sich um ein automobiles Problem handelt, gehen wir zuerst zu ATU. Asche auf unser Haupt, aber Entwarnung, was wir suchen war dort eh nicht vorhanden und viel zu kurz. Nächster Stop ist der Baumarkt. Wir werden auf die Frage nach Schläuchen an die Gartenabteilung verwiesen. Unsre letzte Chance, alles andre hat zu oder nicht das was wir brauchen.

 

Und tatsache, beim Teichzubehör finden wir einen flexiblen Kunststoffschlauch wie wir ihn brauchen. Transparent, aber who cares, wir haben das Teil. Zurück zu Motti, zurück zum Golf. Der Wind bläst weiterhin wie, naja, er bläst, aber wenigstens ist der Regen weg und die Sonne hat seinen Platz eingenommen. Bei gefühlten - 2 Grad und feuchter Kälte klemmen wir unsren Gartenteichpumpenschlauch an und was soll ich sagen, dass Ding passt wie ein Maßanzug! Kühlwasser auffüllen und wo wir schon beim reinkippen sind, auch 5 L frischer Sprit werden in den Tank gepackt.

 

Kurz darauf erscheint auch Herr R. Schlauch gefixt, Sprit nachgefüllt, nachgerüstete Wegfahrsperre gelöst und alle Probleme beseitigt die bekannt waren. Als quasifinalen Akt hängen wir eine Batterie die neu geladen wurde ein und holen noch den dicken BMW von Herr R als Starthilfe.

 

Mottis Mutter als Beobachterin, der Herr R als technischer Berater, ich als Kameramann und Motti am Steuer. Den Schlüssel in der rechten Hand, drehbereit, die andre linke Hand am Lenkrad. Die Nerven sind gespannt und jeder fiebert jetzt etwas mit.

 

Kamera läuft, Mutter fröstelt. Konzentrierte Blicke, nur das brummen des BMW-Diesel ist zuhören. Tief durchatmen, drehen. Ein husten und nichts. Nochmal. Der Motor schüttelt sich wie ein nasser Hund.

Nichts. Nochmal, der Luftfilterkasten hüpft wie auf einem Trampolin. Längeres Husten. Noch 3 mal, eine kleine Qualmwolke kommt kurz aus dem Zylinderkopf und ein gewaltiger Stoß Dreck aus dem Auspuff. Keine Lebenszeichen, kein echtes laufen.

 

Nochmal, dass mittlerweile 5 oder 7 Video, ach ich hab aufgehört zu zählen. Der Wind bläst stärker, der nächste Regen zieht auf. Es orgelt, es pfeift, Herr R geht verschiedene technische Möglichkeiten durch. Und aufeinmal.

 

WROOOOOM!!

 

ER LÄUFT! Der Motor hustet, rüttelt, wackelt, aber er läuft. Die Drehzahl liegt bei 2000, er läuft aus freien Stücken. Der durchgerostete Auspuff scheppert wie ein alter Diesel, die Spinnenweben tanzen wie irre, aber der Golf lebt. Nach über 8 Jahren läuft der Motor zum erstenmal wieder selbstständig und aus eignen Stücken. Die Zylinder tanzen, der Sprit fließt, der Kühlschlauch hält.

 

Nach knapp 1 Minute 30 ist das Spektakelt vorbei. Die weitere Fehlersuche ergibt dann, dass die Verteilerkappe quasi hinüber ist, der Zündverteiler besser auch gleich neukommt und wo wir dabei sind, sind neue Zündkerzen auch eine Idee. Das erklärt auch vielleicht warum der Herr R meint einer der vier Zylinder spielt nicht richtig mit.

 

Klar wird der Meckermichel jetzt meinen das hätten wir auch eher machen sollen und als erstes, allerdings, hätte der Motor sich als Totallschaden herrausgestellt wären neue Anbauteile auch verschwendetes Geld gewesen. Zumal wir erstmal das neu einbauen was wirklich nötig ist. Die Mittel sind knapp und auf Verdacht und Spass Teile tauschen ist bei uns nicht drine.

 

Geist und Antrieb der Golf-Aktion sind immer noch unsre Leidenschaft am Auto und Mottis Wunsch endlich einen Teil seiner Kindheit auferstehen zu lassen, nicht unsre finanzielle Lage oder ein Meisterbrief im KFZ-Handwerk.

Zudem, Geld, Kompetenz und Fachwissen kann man schliesslich immer noch sparen, lernen und erwerben. Was hier zählt ist Leidenschaft und Spass an der Sache.

 

In diesem Sinne. Der Patient lebt, wir haben einen klar messbaren Puls. Alles weitere ist jetzt eine Frage der Zeit, des Wetters und der finanziellen Lage. Und bevor ichs vergess, die Scheune ist unser! Der Gute bekommt jetzt auch noch eine feste Hütte rundum nach dem er jahrelang auf der Obstwiese stand.

 

Und wers nicht glaubt das er lief, hier ein Beweisvideo ;)

 

 


19.03.2012 19:48    |    M0tti M0tti    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: , , , , , , , , , , ,

Nun viele haben ja schon die bisher erschienenen Artikel über die Golf 2 Restauration gelesen, aber wie kam ich dazu?

 

Angefangen hat es mit einem völlig anderen Auto...

Ein Ford Taunus P3 Cabrio. Ich kenne den Wagen schön länger und er steht auch bei uns, jedoch gehört er niemandem aus der Familie.

 

Meine Tante (KFZ Mechanikerin) hat einen Bekannten, wem dieses Cabrio gehört. Dieser Bekannte wollte den Wagen von der Karrosse wieder besser haben. Also wurde einiges geschweißt und erneuert. Dies hat die Begeisterung zu Autos in ihr geweckt und dieses Auto war der Grund warum sie KFZ-Mechanikerin geworden ist.

Dann fuhr das Cabrio wieder einige Zeit lang und zum Ende der 90er war dann die Zylinderkopfdichtung defekt und sollte gemacht werden. Der Besitzer wollte die Teile besorgen und nunja... nun sind wir in diesem Jahr und er steht noch immer bei uns.

 

Er steht recht gut geschützt in der Ecke und als ich mit Dr. Seltsam über unser Gelände schlich und ihm ein bischen was "rumführte" fiel ihm der P3 direkt ins Auge. Er erzählte mir, dass der Wagen sehr selten ist und er es wert wäre wieder aufgebaut zu werden.

 

Die Idee gefiel mir und über die nächsten Wochen sammelte ich Infos über das Auto und an einem Tag öffneten wir mal die Tür um ein Blick in den Innenraum werfen zu können.

 

Durch Dr.Seltsam bekam ich auch an einen Kontakt zu einem Ford-Club. Zudem rechneten wir mal zusammen durch, was ein Wiederaufbau kosten könnte...

Wir kamen auf um die 20.000€. Dort war dann auch der Kaufpreis für den Wagen an sich mit einberechnet. Zudem hatten wir noch nicht mit dem Besitzer gesprochen. Also war die Summe nicht ganz klar, jedoch war ich mir sicher: das ist mir zu viel. Hinzu kommen noch ein paar andere Punkte.

Zum Beispiel, dass die Teile nicht wirklich sehr einfach zu bekommen sind und auch, dass der Kontakt aus dem Ford-Club immer sehr lange zum Antworten brauchte.

 

So schwand der Gedanke immer mehr. Es ist schade, denn ich mag den P3 und ein Oldtimer war schon immer ein Traum von mir, aber dieses Projekt wäre zu groß für mich gewesen.

 

Dann schaute ich nach alten Mercedes. Sehr stark gefiel mir der R107, jedoch wäre das wohl noch teurer geworden. Alleine für den Wagen würde ich meine 7.000€ hinlegen.

In den Winterferien war ich wieder am Suchen bei autoscout24 und dann fiel mir wieder der Golf 2 meiner Mutter ein.

 

Ich wusste nicht viel über ihn, nur eben, dass meinte Mutter ihn Ende der 80er gebraucht kaufte und er schon ein Unfall hinter sich hat, er schon einen 2. Motor bekam und es ein GTI ist.

Nachdem ich an einem Wochenende sowieso recht lange wach war eröffnete ich hier im Golf 2 Forum folgenden Thread und wollte dann eigentlich ins Bett gehen.

 

Die Resonanz war jedoch so schnell und gut, dass ich wach blieb um schnell zu Antworten. Als meine Mutter dann wach war half sie mir auch noch dabei und ich konnte sie das ein oder andere fragen.

Zudem konnte ich viele Kontakte knüpfen und weiß was auf mich zukommt. Desweiteren kenne ich die Details des 1984er Golf 2 GTIs inzwischen auch recht gut und freue mich schon sehr auf das Schrauben :)

 

Nun sind wir schon beim 4. Teil des Projektes. Nächstes Wochenende werden Dr. Seltsam und ich vermutlich (je nach Wetter) den Golf starten und an seinen neuen Platz fahren. Dort wird er, hoffentlich, über die Osterferien zerlegt werden. Zumindest schon mal so weit, dass schauen können wie die Karosse aussieht.

Ein Werkzeugkasten habe ich mir auch jetzt bestellt und hoffe er wird einen guten Job leisten :)

 

Also mehr im nächsten Blog über den Golf. Wollte euch nur zeigen wie alles anfing ;)


04.02.2012 14:13    |    M0tti M0tti    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: , , , , , , , , , ,

ktaghktagh

Soeben wollte ich ein Blog vorbereiten, welcher morgen oder heute Abend auch veröffentlocht wird, und sehe dann etwas: Mein Blog ist die aktuelle Blogempfehlung!

Mit einem breiten Grinsen machte ich mich an das Schreiben dieses Artikels...

 

Ich möchte meinen treuen Lesern danken, die schon seit erscheinen meines ersten Artikels mitlesen und natürlich auch bei denen die zwischendurch auf den Zug aufgesprungen sind.

Weiterhin auch bei Dr. Seltsam, meinem "Pressesprecher", welchen ich hier über dieses Forum kennen gelernt habe und der mir mit den Blogs über den GTI hilft. Großes dank dafür.

 

Zu guter letzt bedanke ich mich natürlich auch beim Motor-Talk Team für dieses wunderbare Forum :)

Hier findet man wirklich zu allem eine Antwort!

 

Damit dieser Blog nicht ganz so leer wird:

Heute Abend oder morgen folgt noch einer mit mehr Inhalt - worüber verrate ich noch nicht ;)

Ob heute an dem Käfer von meinem Onkel gearbeitet wird, kann ich leider noch nicht sagen. Sollte dies der Fall sein, dann werde ich wohl morgen ein Blog vorbereiten bzw der Doc wird aus meinen Erzählungen ein Blog zusammenbasteln. Leider kann er heute nicht dabei sein, aber ich bedanke mich für die Hilfe der letzten Wochen.

Weiterhin freue ich mich auf das gemeinsame Schrauben am GTI - das wird super^^

 

Grüße und noch ein scnhönes Wochenende (oder bis heute Abend zu dem anderen Blog),

Motti


16.05.2010 18:34    |    M0tti M0tti    |    Kommentare (35)    |   Stichworte: , , , , , ,

Ja lange habt ihr nichts mehr von mir gehört, aber ein Thema beschäftigt mich seit einiger Zeit.

 

Ich schaue, meist aus langeweile oder interesse, auf den Herstellerseiten und baue mir einen Neuwagen zusammen. Von Golf GTI über Swift Sport und auch ein BMW 3er mussten über mein Bildschirm fliegen. Natürlich war das alles nur aus spaß und bestellt habe ich mir keinen. Den GTI hatte ich auf ~33.000€, den Swift auf ~19.000€ und den 3er bei 71.000€ (oder wars ein 5er?^^), auch ein 1er BMW hat nicht gefehlt - 38.000€. Die Ausstattung variierte und mal habe ich übertrieben und mich mal auf das beschrenkt, was ich gerne hätte.

 

Ich werde mir aber nie einen Neuwagen kaufen (zumindest in den nächsten 10 Jahren nicht). Warum? Zu teuer. Klar wer das Geld hat kann das gerne machen, aber ich würde NIE ein Credit aufnehmen oder mir Geld (sagen wir Beträge >5000€) leihen um mir einen Neuwagen kaufen zu können. Außerdem verlieren Neuwagen seeehr schnell an Wert - oder nicht?

Vorteile hat der Kauf eines Neuwagens aber auch: Man kauft einen auf seine Wünsche zugeschnittenes Auto. Sei es die Farbe oder ein extra Sound-System was man unbedingt will. Das ist schon ein guter Grund um sich einen Neuwagen zu kaufen. Jedoch kann man - mit viel glück und genug ausdauer - auch einen Gebrauchten mit ähnlicher oder sogar besserer Ausstattung finden. Das Problem: Man weiß NIE wie die Wagen behandelt wurden. Wurde er jetzt die ganze Zeit nur über die Autobahn gejagt und mit >5000 u/min gefahren (mal als krasses beispiel) oder ist er gut gepflegt worden und vorher auch ordentlich eingefahren worden?

 

Durch die Abwrackprämie wurden natürlich viele Neuwagen verkauft und ich freue mich schon, wenn diese Neuwagen in ca. 4-5 Jahren so günstig sind, dass ich mir einen gebrauchten 1er BMW oder Suzuki Swift Sport oder Mitsubishi Colt oder VW Golf V bzw VI leisten kann. Denn dann sind so viele Fahrzeuge der Art verfügbar, dass der Preis - hoffentlich - entsprechend gering ist.

 

Zu dem Wertverlust gibt es einen schönen Artikel von Auto Motor und Sport. Als beispiel ein VW Scirocco hat nach 3 Jahren und 60.000 km nur noch 50,4% des Neupreises oder der Fiat 500 nur noch 50,3%!

 

Wie seht ihr das? Habt ihr schonmal ein Neuwagen gekauft? Wenn ja warum grade ein Neuwagen und keinen Gebrauchten? Bereut ihr es oder würdet ihr es wieder machen? Falls nein - warum nicht?

 

 

Fotos:

  1. von auto-online.ch
  2. von auto-motor-und-sport.de
  3. von bmwgebraucht.de
  4. von auto-presse.de

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 06.02.2012 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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