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ladafahrer - die Welt im Blick

Impressionen im Mixer des Anachronismus. Generation Golf und was übrigblieb.

11.03.2012 18:41    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (43)    |   Stichworte: , ,


Der Bußgeldkatalog ist mit seinem Strafmaß

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Spätherbst zwanzichelf, 17.56 Uhr – ein Blitz aus heiterem Himmel

zuckte von einer nicht minder freundlich aussehenden Schilderbrücke auf

der bayrischen A9.

Der Blick auf den Tacho des Firmenwagens zeigte 154 km/h bei erlaubten

100 km/h und ich nutzte die folgenden Fahrtkilometer zur überschlägigen

Berechnung meiner für ein Fahrverbot verfügbaren Urlaubstage.

An Geldstrafe erwartete ich rund 200 Euro plus Versand.

Das erwartete Fahrverbot fand ich nicht so schlimm, könnte ich doch

dann endlich mal wirklich Urlaub machen.

Wenn, ja wenn, so ein Fahrverbot nicht auch für mein Lada-„Schiff“

gälte. Denn entgegen der Meinung vieler Audi-, BMW- oder Opelfahrer,

die einen Lada nicht als Auto ansehen, wird sich das KBA nicht dieser

Meinung anschließen und ich müßte während des Fahrverbotes auf meinen

Privatwagen verzichten.

Fahrverbot wäre mir egal.

Geldstrafe auch egal.

Aber nicht Lada fahren zu dürfen das schmerzt.

 

Aus der angedachten Urlaubszeit wurde auch nichts – die Firma hätte mir

für diese Zeit einen Fahrer zugewiesen.

 

Der nach sechs Wochen eingetroffene Bußgeldbescheid war dann auch

gemäßigter ausgelegt:

Außerhalb geschlossener Ortschaft 39km/h zuviel.

Kein Fahrverbot.

3 Punkte.

143,50 Euro incl staatlicher Versandkostenpauschale.

Fahrverbot im Wiederholungsfall (25km/h+).

 

Das finde ich ausgesprochen wenig und überhaupt nicht angemessen zu der

Tatsache, dass ich ja immerhin mit mehr als 50 Tachokilometern „zuviel“

unterwegs war.

Es ist nicht so, dass ich um eine Strafe betteln würde, aber ich

empfinde den deutschen Strafkatalog nun nicht besonders schmerzhaft.

Selbstverständlich habe ich an meinem Fahrverhalten „gearbeitet“, aber

mehr aus meiner eigenen Sicht der Dinge als aufgrund der Strafe.

Wie seht ihr das? Sind die Strafen für Verkehrsverstöße zu gering und

wirken nur auf Fahranfänger oder sind sie in ihrer doch recht

bescheidenen Höhe gerechtfertigt?

 

Nochn Gedicht:

Die A9 befuhr ich mit dem Ford

Fast wie ein kleiner Lord

Statt hundert waren es fünfzig mehr

Das ärgerte die Polizei so sehr

Dass sie aus einem Kasten blitzte

Und ich lange Wochen schwitzte

Mit der Post kam der Bescheid

Viel zu spät tuts mir ja leid.

Nun darf ich zahlen

Wenngleich nicht unter Qualen

Drei Punkte jetzt im Flensburg stehen

Die werden aber bald vergehen

Fahrverbot gab’s erst mal nicht

Doch habe ich verinnerlicht

Dass, sollte es noch mal geschehn

bleibt ein Monat lang mein Lada stehn.


14.01.2012 11:22    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (11)

Eine ausgiebige Fahrzeugpflege im letzen Sommer brachte es an den Tag: Es fliegt was in der Luft.

Nach nur einem Jahr hatten sich unter den Vordersitzen auf den Lüftungskanälen der Fondfußraumbelüftung wieder einige Staubflusen niedergelassen und die seit vier jahren erstmals bepflegte Sonnenblendenoberseite verfärbte das mit Sonax-Kunststoffpflege versehene weiße Zewatuch leicht, aber erkennbar.

 

Es mußte ein Staubmagnet her. Möglichst der ultimative Mix aus "kultig", "spießig" und mit zarter Prollnote.

 

Von einer Einkaufstour brachte ich das Starterpaket von Swiffer mit: Staubwedelstiel mit vier Faserwedelkissen für 3,49 Euro. Kaum zusammengebaut und zur Vermeidung eines intellektellen Desasters stilsicher den Breitcordhut aufgesetzt, kommt meine Nachbarin angesprungen und hat ein noname-Produkt von dm in der Hand, das sie mir mit "Hätt´ste nicht kaufen brauchen...Sowas hab ich auch noch...ich kann es aber nicht so zusammenbauen, daß es hält...versuch mal..." überreichte.

 

Der Zusammenbau des (wohl nur wenig günstigeren) dm-Produktes klappte hervorragend und ich dachte mir: "Mach mal einen Vergleich für die Freunde der high-end-Pflege bei MT"

 

Das blaue noname-Produkt von dm fiel schon beim ersten Versuchslauf vollends durch: Zum Einen hat es die Form eines Pfannenwenders - ist also für "den Mann von Welt, der auf Allüren hält" nicht tragbar; zum Anderen, man sieht es auf den Bildern recht gut, hat es griffstückseitig im Wedelbereich eine kantige Fläche, die die zarte Narbung (m)einer hochwertigen Vinyl- und Polymerflächen zu beschädigen droht. Bei Lederausstattung scheint mir eine Beschädigung beim "Alltagsputz" unabwendbar. Zudem kommt man mit dem Vorderteil sehr schlecht in enge Bereiche, um die es ja hauptsächlich bei der ultimativen Anti-Staub-Pflege geht.

 

Einwandfrei hingegen funktioniert der Swiffer, der im schlecht abzuphotographierenden und real gleichfalls gewöhnungsbedürftigen Signalgelb daherkommt. Enge Stellen und Falze sind kein Problem, durch die allseits abgerundeten Formen möchte ich die Gefahr von Kratzern auf empfindlichen Flächen als unwahrscheinlich bezeichnen.

 

Mein Fazit:

Das blaue noname-Produkt wird auf Hausanwendung reduziert und, wenn die drei mitgelieferten Ersatzwedelkissen verbraucht sind, dem "gelben Sack" zugeführt.

 

Der Swiffer darf weiterhin im Handschuhfach mitfahren und bei Gelegenheit durch mein Auto wedeln.

 

- Welche Staubwedel habt ihr (Calif. Car Duster o.ä.)?

- Seid ihr zufrieden?

- Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung?

- Wie steht ihr überhaupt zum Thema high-end-Staubwischen in der Männerdomäne?

Hier dürft ihr diskutieren; hier braucht man(n), quasi, wenn man(n) aus Sicht der Frau ohnehin schon der artfremden Putztätigkeit frönt, nicht Geschirr zu spülen oder den Samstag mit Müllbeutelweitwurf zu verbringen.

 

Gruß Thomas


13.12.2011 05:44    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (3)

burghozoburghozo

Der offene SL gleitete auf der Nebenspur so unvergleichlich souverän dahin wie es schon immer nur ein Mercedes konnte. Es war ein silberfarbener MOPF-1 mit hellen Blinkergläsern, ohne Scheinwerferwischwaschanlage und die seitlichen Lüftungsschlitze unterstrichen den klassischen Anspruch mit jeder Radumdrehung.

Mein Blick fiel auf das Holzlenkrad, hinter dem ein gepflegter Endfünfziger mit einer im traditionsverliebten englisch-erdfarbenen Karo gehaltenen Schiebermütze gemütlich und sichtlich streßbefreit durch den angenehm sonnigen Tag fuhr.

 

Fast mochte man meinen, er kam direkt aus dem Golfclub, aber war es nur Mütze und Lenkrad, was mich mit jedem Blick so begeisterte?

Nein: Es war vielmehr etwas, das ich schon viele Jahrzehnte nicht mehr gesehen habe. Das letzte Mal meines Wissens bei meiner Konfirmation, als die seinerzeit noch ultrareichen Rinderbarone meiner argentinischen Verwandtschaft sich einen sehr, sehr chrom- und glanzstrotzenden Mercedes-Cabrio-Datsun-Z-Vergleich mit meinem schwäbischen Bankiersonkel lieferten. Wahrscheinlich ein eher unbewußter Wettstreit. Heute müssen auch die Argentinier ein wenig für ihr Geld arbeiten und der Onkel verstarb einige Jahr nach der Konfi kurzfristig an Unregelmäßigkeiten im Bankhaus.

Leider hatte ich mich damals mehr für Mathematik interessiert als für Autos; trotzdem blieben mir bis heute neben den riesigen roten Hüten und dem fast wie Auswuchtgewichte anmutenden Brilliantschmuck der Damen vor allem die ledernen Autofahrerhandschuhe der Herren und Diskussionen über das europäische Aufkommen der japanischen Marke "Datsun" im Gedächtnis.

 

Ja, auch der SL-Fahrer schräg vor mir trug Autofahrerhandschuhe und auch über die Entfernung von mehr als einer Wagenlänge erkannte man die gute Paßform und ich vermute eine Maßanfertigung. Autofahrerhandschuhe in der heutigen Zeit... vllt mal in Italien... aber in Deutschland?

 

Fahrer und Auto schienen sich nicht nur aneinander gewöhnt zu haben, sondern wie zu einer Einheit verschmolzen zu sein. Ich freute mich für ihn, nicht zuletzt auch, da auf dem Beifahrersitz eine sehr reizende brünette Dame aus der Riege der intellektuellen '67er Kopftuchfraktion saß, die sichtlich seine langjährige Ehefrau war (man erkennt bei manchen Ehepaaren eine unauffällige Harmonie und ausgeprochene Selbstverständlichkeit der Körpersprache) und trotz daß sie bestimmt schon zum 25sten Mal ihren 30sten Geburtstag feiern durfte, sah sie bezaubernd aus und das Oberteil ihres Kostüms aus vermutlich leichtem Tweed unterstrich ihre Attraktivität zusätzlich. Das rote Kopftuch und der filigran bedruckte Seidenschal ließen mich an frühe Bilder der zeitgenössischen Sängerin "Alexandra" denken. Und ein wenig an die junge Liz Taylor.

 

Es schien mir beim Anblick des Paares, als ob sich versehentlich ein Loch in der zeitlichen Dimension eines Paralleluniversums geöffnet hat.

War 2011 oder 1968?

Wo war oben und unten?

Ist Verkehrsfluß gleich Zeitfluß?

Jetzt nur nicht die Nerven verlieren und zusehen, daß man in der Dimension von 2011 bleibt. :)

Doch meine Angst war unbegründet, der R129 sowie das ansteigende Verkehrsaufkommen auf der Ausfallstraße erhoben bodenständigen Anspruch an das dritte Jahrtausend.

 

So sind die beiden dann ihrem Ziel entgegengefahren. Mit Autofahrerhandschuhen und rotem Kopftuch.

Vllt zu einem Cafe, einem Spaziergang entlang der Sommerwiesen oder einfach nur zum Besuch der Enkelkinder?

Auf jeden Fall wünschte ich den beiden mit ihrem Auto, daß sie noch möglichst lange diese unglaublich sympatische "Leichtigkeit des Seins" genießen können, die sie mir an diesem Tag vorgelebt haben.

 

Was war euer schönstes Fahrerlebnis in diesem Jahr?


04.12.2011 12:20    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (3)


Ludwig HirschLudwig Hirsch

"Du, der Ludwig Hirsch macht keine Musik mehr"

"Warum denn das?"

"Weil er gestorben ist".

 

Mein Idol der Pubertät, das meine Unsicherheiten im großen Angebot der Selbstfindungen und neuen Erfahrungen so unnachahmlich in Worte fassen konnte, war gegangen.

 

Da zogen auf einmal die Erinnerungen an der geistigen Leinwand meiner Schädeldecke vorüber:

 

Die Momentaufnahmen meiner Besuche in den typischen Mädchenzimmern meiner Schulkameradinnen der frühen 80er Jahre (die sind heute alle müde, ausgeträumt und desilloussioniert), mit parfümiertem Schwarztee der Geschmacksnoten "Banane", "Kiwi" oder "Mango", dazu der mit Lebensmittelfarben grün und lila eingefärbte Marmorkuchen, die Räucherstäbchen und gebatikten Wandbehänge - und die Langspielplatten (auch von Hirsch), die nur 20min "lang" liefen, sodaß an pubertäres Schmuseverhalten nicht zu denken war und stattdessen in Ermangelung von Unterhaltungselektronik über BiblisC, Startbahn-18-West oder die Vorzüge der mathematischen Mengenlehre diskutiert wurde.

 

Die dunkelgrauen Lieder aus dem Walkman, so passend in meiner unsteten Zeit, wenn ich zur Weihnachtszeit alleine irgendeinen Berg bestiegen habe, um dem Himmel möglichst nahe zu sein oder heilig Abend auf einem alten WK1-Schlachtfeld darauf wartete, daß sich die Seelen aus dem Morast erheben und sich zu mir setzen würden mit meinen vielen Fragen, auf die mir die Erwachsenengesellschaft keine Antwort geben konnte oder schon wieder ein Psychiater die Behandlung abbrach, der es beim Blick in meine Seele mit der Angst zu tun bekam.

 

Die LPs, die beim Verlust der ersten großen Liebe den Trennungsschmerz immer wieder aufs Neue so wunderschön tragisch auf dem dahinschmachtenden Level hielten.

 

Ja, Ludwig Hirsch ist tot. Gestorben am 24. Nov in einem Wiener Krankenhaus. Daß sich etwas trauriges anbahnt, das hatte man schon bei seinem Besuch zur Beerdigung seiner Schwiegermutter in Weingarten vermutet. Da war er sehr still, appetitlos, rauchte wenig und mochte den kurzen Weg vom schwiegermütterlichen Anwesen bis zum Friedhof von seiner Frau im Auto gefahren werden.

Gestorben ist er nun fast wie im Lied des großen schwarzen Vogels, nur daß sein Körper vom Vogel nicht vom Fensterbrett mitgenommen wurde, sondern unterhalb des Fensters aufgefunden wurde.

 

Mir bleibt die Hoffnung, daß es den großen schwarzen Vogel für ihn tatsächlich gegeben hat, seine Seele jetzt im Himmel ist und er nicht mitbekommt, wie die Würmer sich (Lied: I lieg am Ruckn) durch seinen Körper bohren.

 

Ein stiller Mensch mit guter Musik für stille Stunden.

 

Thomas


02.12.2011 11:19    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (23)

Fahrt ihr bei Bedarf mit Kindersicherung in den Türen?

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Der X3 war noch nicht richtig zum Stehen gekommen, da gingen auch schon die hinteren Türen auf. Fahrbahnseitig stieg ein etwa 8-jähriges Kind mit Schulranzen aus, trottoirseits stiegen zwei Kids aus, die jünger waren. Alle drei laufen Richtung Haustüre, die Fahrerin parkt ihr Auto in einer Stellplatzlücke zwischen zwei Fahrzeugen - meiner Einschätzung nach viel zu eng, als daß man die Kids hätte dort erst aussteigen lassen können

Die Straße, eine Ortsdurchfahrt mit 30 km/h, lies mir viel Zeit zum Reagieren und wegen des Gegenverkehrs zu warten; fast noch genug, um mich über die gefährliche Gesamtsituation zu ärgern.

 

Ich setze meine Fahrt fort und ärgere ich mich wenig später doch noch über die vermeintlich nicht aktivierte Kindersicherung. Und darüber, daß das ältere Kind mit dem Schulranzen "für die Situation eines ausreichend gesicherten Kindes" allzu zügig aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist. Im Kindersitz kann es, zumal auch im X3 sicherlich hinten keine drei Kindersitze Platz haben, nicht gesichert gewesen sein.

 

Im Blogbild seht ihr die mechanische Kindersicherung meines Autos. Sieht unscheinbar aus, funktioniert aber auch bei Geschwindigkeiten unter 8 km/h.

Das scheint nämlich bei einigen "komfortbetonten" Fahrzeugen schlecht gelöst zu sein, daß nämlich die elektronische Aktivierung der Türsicherung/Kindersicherung den Bereich der Schrittgeschwindigkeit nicht abdeckt.

 

Achtet ihr immer darauf, die Kindersicherung aktiviert zu haben?

Wie löst ihr das möglicherwiese vorhandene Sicherheitsloch der Schrittgeschwindigkeit?

 

Gruß Thomas


24.09.2011 13:27    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (18)


Mein Berufsstart "Ausbildung 2011"

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Der erste September 2011 brachte für viele Jugendliche den sogenannten "Ernst des Lebens":

Vorbei mit überschaubaren Stundenplänen, den freien Nachmittagen der Regelschulen, flippigen outfits und lockerem "Abhängen".

Aber vorbei auch für viele Jugendliche aus den unteren Schulsystemen die Zeit der Ungewißheit, Perspektivlosigkeit und der Angst, den gesellschaftlichen Stempel des downtown-Kindes nicht durch eigene Leistung abwehren zu können.

 

Überhaupt die Chance zu erhalten, Leistungs- und Lernbereitschaft beweisen zu dürfen, ist für viele junge Menschen heute schon ein "Privileg".

 

Nach nunmehr drei Wochen Lehrlingsbetrieb möchte ich z.B. gerne von euch wissen,

- ob es schwierig war, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

- mit welchen Erwartungen ihr in die Ausbildung gegangen seid.

- ob es Schwierigkeiten im Umgang mit den gegenseitigen Erwartungen gab.

- ob ihr die Entscheidung für euren Ausbildungsbetrieb/-beruf erneut treffen würdet.

 

Seht ihr eure Berufsausbildung als echte Chance zum Einstieg in ein Berufsfeld oder nur als Zwischenstation für ein nachfolgendes Studium?

 

Akzeptiert euer gesellschaftliches Umfeld/Eltern eure Entscheidung, einen Beruf zu erlernen?

 

Was fällt euch spontan zu eurem Berufsstart 2011 ein?

 

 

 

 

Die Umfrage richtet sich an "unsere" neuen Auszubildenden,

aber auch Ausbilder und Ausbildende möchte ich ansprechen:

 

Was hat sich im Gegensatz zu früheren Jahrgängen verändert?

 

Eine ehrliche Frage: Bildet ihr aus im Sinne des "Forderns und förderns" oder muß der Auszubildende "für sein Geld arbeiten" ?

 

Haltet ihr euch für gute Ausbilder/Ausbildende und wenn "ja", warum?

 

 

Gruß Thomas


27.08.2011 16:25    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (12)


Staus und lange Wartezeiten löse ich kindgerecht

chiodini-wikichiodini-wiki

Vor einigen Tagen, auf einer der staubekannten zweispurigen Ost-West-Verbindungsautobahnen ohne Standstreifen, hatte ich das Vergnügen, inmitten eines Staus mit längerem Stillstand mir mal ausgiebig vom Auto aus die schöne Landschaft anzusehen. Wolkenloser Himmel und Sonne satt - ein Wetter wie man es sich fürs Wochenende wünscht.

Im benachbarten Auto: eine dreiköpfige Familie, deren Kleinkind im Fond trotz offenem Fenster schon bald anfängt zu weinen. Der Fahrer steigt zwar aus und zieht dem Kind etwas luftigeres an, aber die Mutter bleibt auf dem Beifahrersitz sitzen und, mir völlig unbegreiflich, wechselt nicht auf die Rücksitzbank, um mit dem Kind zu spielen oder sich anderweitig um das Kind zu kümmern. Nach etwa 15 min, zwischenzeitlich gab der Vater dem Kind etwas zu trinken, war das Kind eingeschlafen.

 

Ich selbst käme nie auf die Idee, ohne eine Vorbereitung mit Familie längere Strecken zu fahren.

Ein Art Holzpuzzle (zur Entspannung, funzt wunderbar), DVD, Bonbons und mehrere Sprudelflaschen sind ohnehin immer dabei.

 

Mit welchen Lösungsansätzen bereitet ihr längere Fahrten mit Kindern vor?

Nehmt ihr das "volle Programm" für Staus mit?

Was tun, wenn trotz Vorbereitung Improvisation gefragt ist?

 

Gruß Thomas


16.08.2011 23:19    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (27)

Meine Stoßdämpfer und Federung werden überprüft:

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Die Fahrt über eine Altstadtstraße brachte es an den Tag: Meine Hinterachse poltert.

Leicht nur, aber es ist doch auch eine Veränderung zum bisherigen Fahren bemerkbar. Dazu vereinzelt ein leises Quietschen aus dem Federbeinbereich hinten rechts. Nicht bei zügiger Autobahnfahrt, sondern nur bei langsamen Geschwindigkeiten.

Nach nun fast 80.000 Tachokilometern.

 

Der Infoständer der Firma monroe, der bei meiner früheren Aachener Fachwerkstatt steht, beschreibt Prüfintervalle für Federung/Stoßdämpfer von 20.000km.

Und behauptet, daß ab 100.000km schon mit starken Funktionseinbußen zu rechnen sei.

Kann also durchaus sein, daß meine Federbeine ihr "Bergfest" schon hinter sich haben.

Genaueres wird der Fahrwerkstest beim TÜV in den nächsten Tagen zeigen.

Künftig, egal ob die Federbeine erneuert werden müssen oder nicht, werde ich die Überprüfung alle 20.000 km machen lassen.

 

Hier noch Lesestoff aus dem Netz:

http://www.kfztech.de/kfztechnik/fahrwerk/federung/stossdaempfer.htm

http://www.autobild.de/artikel/stossdaempfertest-721134.html

 

Wie sieht`s bei euren Autos aus.

Kontrolliert ihr eure Federbeine regelmäßig?


13.08.2011 17:11    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (6)


Wenn ich mal "geblitzt" wurde

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Noch dreihundert Meter bis zur Autobahnauffahrt. Die Musik ist gut, das Wetter beständig unbeständig und die Zahlen, die der Verkehrsfunk durchgab unterschieden sich wesentlich von den Straßennummern, die vor mir liegen. So wie es üblicherweise auch bei meinen Lottozahlen der Fall ist.

Ich freu mich auf die nächsten 100km, der weiße Scirocco kurz vor mir auf der Nachbarspur sicherlich ebenfalls; denke mir noch "Welches Päärchen parkt seinen VW-Bus so blöd am Waldrand?" und sehe kurz hintereinander zwei grellrote Punkte aus dem Dickicht geschleudert, letzterer für mich. Ein schneller Blick auf den Tacho zeigt "Ja doch, recht zügig." Unmerklich war die Tachonadel auf gute sechzig geklettert. Sapperlot, das hat man davon, daß im Freistaat so gute Straßen sind.

Mit einem Lächeln fahr ich auf die Autobahn und werde, anstatt demnächst zum Italiener zu gehen, mal wieder selber Pizza machen. Irgendwie muß die unvorhergesehe Kontenschwächung ja wieder reingeholt werden und selber kochen ist eh gesünder. :D

 

Wie seid ihr emotional unterwegs, wenn es euch aus heiterem Wegesrand erwischt?

Wart ihr da im (vllt beruflichen) Zeitdruck oder habt ihr euch von guter Laune zum Träumen und zügigem Dahinrollen verleiten lassen?

Wirkt sich der doch merklich unterschiedliche Straßenzustand der verschiedenen Bundesländer auf euer Geschwindigkeitsverhalten aus?

 

Auf Antworten freue ich wie mich wie immer

 

Gruß Thomas


11.08.2011 06:38    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (4)


Postkarte

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Als Ansichtskarte genoß sie Erinnerungswert, vor allem zur Erinnerung an die Menschen, von denen man sie aus entfernten Ländern erhalten hat.

Geschäftliche und private Mitteilungen, die Zahl der Worte nur durch die Schriftgröße auf dem dünnen Kartonpapier begrenzt, wurden mit ihr verschickt. Bei Privatpost war gegen Ende des Textes meist der Platz alle und so verkleinerte man während des Schreibens die Schriftgröße schon ins fast unleserliche.

Telefonieren war damals teuer, entfernungsabhängige Minutenpreise statt flatrates sicherten der Postkarte das Überleben.

 

Heute scheint nur noch die Taste für die 45cent-Briefmarke am Markenautomaten daran zu erinnern, daß es auch Postkarten gab.

E-mail und sms haben längst Einzug in die täglichen Mitteilungen gehalten; sind Standard geworden und bestechen durch die Möglichkeit, beispielsweise aktuelle Bilder vom Urlaubsort anzuhängen.

 

 

Empfindet ihr die Postkarte als ausgestorbenes Mitteilungsmedium oder hat sie in Nischenanwendungen wie z. B. Ansichtskarte noch eine Berechtigung?

Wann habt ihr das letzte Mal eine Postkarte geschrieben oder bekommen?

 

Gruß Thomas


04.08.2011 07:16    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (14)


Butterbrezel, ...

Sie gilt als erstes Zeichen schwäbischen Erfindertums, die zwar zur Entstehungszeit (mangels Patentamt) kein Patent erhalten hat, aber von nahezu allen deutschen Ingenieuren, Erfindern und Genußmenschen gerne verzehrt wurde und wird.

 

Im schönen Bad Urach, nahe Reutlingen, am Fuße der Burg Hohen Urach und in zauberhafter Landschaft eingebettet, die mit herrlichen Wanderwegen, steilen Hängen des Albtraufs und einem imposanten Wasserfall besticht, fiel ein Bäcker vor seinem Herrn in Ungnade.

"Dumm gelaufen", denn zur damaligen Zeit war das Leben kritischer Untertanen oftmals von recht kurzer Dauer.

Aber der Schwabe weiß ja nie, für was er einen anderen Schwaben noch brauchen kann, somit gab der Herr des Bäckers selbigem noch eine Chance: "„Back einen Kuchen lieber Freund, durch den die Sonne dreimal scheint, dann wirst du nicht gehenkt, dein Leben sei dir frei geschenkt.“

Daraufhin backte der Bäcker seinem Herrn eine Brezel und ward frei.

 

Heutzutage können wir in den seltensten Fällen handwerklich gebackene (Laugen)Brezeln konsumieren.

Tiefgekühlte Aufbackrohlinge, gefertigt in eurasischen Billiglohnländern und als Massen"back"ware bei Bäckereien, Backketten und Tankstellen angeboten, lassen mich vom Genuß her nur noch einen tieferen Vergleich finden, nämlich den zu elsässischem "Bier", das man stark gekühlt und schnell trinken muß, um nicht vom Glauben an die Braukunst abzufallen.

Ähnlich die im Bild auf dem Teller liegende Industriebrezel schwäbischer Machart (erkennbar am Bauchschitt), die nach nur zwei Stunden so hart war, daß an einen Aufschnitt und Butteraufstrich gar nicht zu denken war und ich sie vllt ins örtliche Betonwerk mitnehme, um die Druckfestigkeit einem Vergleich mit Beton der Güte C20/25 zu unterziehen.

Uneßbar, der Müll. Dazu noch 90 cent teuer.

 

Die drei ordentlich hergestellten Brezeln bayrischer Art im zweiten Bild, schon mit Butter belegt hatten hingegen keinerlei Chance, die Frühstückspause zu überleben.Und sollte doch mal eine vergessen werden, schmeckt sie zur Mittagszeit noch immer wie am frühen Morgen.

Der Verkaufspreis lag übrigens bei 50cent je Stück und die Bäckereien, von denen beide Brezelarten gekauft wurden, liegen in Ingolstadt und 600m auseinander.

Ein Genuß sondergleichen, für den ich während meiner Zeit in Rheinlandpfalz auch schon mal 40km weit gefahren bin, nur um von süddeutschen "Entwicklungshelfern" gute Brezeln zu kaufen.

 

Deshalb: Hütet euch vor Sturm und Wind; und Brezeln, die nur aufgebacken sind. :D

 

Was sagen MT-Mitglieder über die Butterbrezel? Gefragt ist auch die Fraktion nördlich des Mains, die es ja nicht so "mit Laugengebäck" haben?

 

Hat die Laugenbrezel/Butterbrezel für euch Kultstatus?

Stellt die Butterbrezel die Grundlage eines luxuriösen Frühstücks dar?

Wie steht ihr zu aufgebackenem Industriebackzeug?

 

Gruß Thomas


04.08.2011 06:05    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (1)


Lautstarke Videowerbung im Baumarkt

Das ist ja der Hammer!Das ist ja der Hammer!

Vorbei an Aktionsware, Wäscheständern, Klappboxen und Motorölen durchstreife ich einen typischen Bau- und Heimwerkermarkt auf der Suche nach einem Wischblättervorrat für mein Auto. Die Hintergrunzmusik beackert meine Nerven und ich ärgere mich darüber, daß ich wieder meinen mp3-stick vergessen habe. Abgrundtief herzerwärmende Schlager, wie man sie sonst nur zur single-Party abgehalfterter Gaststätten vermutet, vernebeln meinen rationalen Kaufwunsch wie dampfendes Canabiskraut.

Jetzt heißt es, sich zu konzentrieren im Dschungel der Gänge und Fächerböden.

Einmal rechts abbiegen, schon sehe ich Starterbatterien und im benachbarten Fach Wischerblätter eines Billig- und eines Premiumherstellers.

Am Ziel meiner Einkaufstour?

Weit gefehlt, denn ich habe die gesuchte Wischblattgröße des Markenproduktes noch nicht in der ungeordneten Aufreihung herausgefunden, schon schwätzt mich vom gegenüberliegenden Fach die Stimme einer Endlosschleife an:

Thema ist der Lackreparaturstift, der Kratzer in Autolack, gleich welchem Farbton, wieder unsichtbar macht. Dazu die Filmvorführung, deren Glaubwürdigkeit viele MT-Mitglieder schon in mehreren kritischen Beiträgen „verrissen“ haben.

Ich fühle mich zwangsberieselt, erheblich belästigt und mit den Gedanken „Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist“ und "Wunderstift für Lackreparatur - Verarschung pur" verlasse ich die Scheibenwischer – ohne ein Paar gekauft zu haben.

Demnächst ist wieder eine 20%-Aktion in einem anderen Baumarkt. Dort sind die Werbeinseln ähnlich, aber mit einer Einkaufsliste können meine schwäbischen Gene die Belästigung immerhin in Geldwert mitnehmen.

Oder ich gehe, wie schon oft, zum Fachhandel. Dort ist es ruhig und ohne Jahrmarktatmosphäre, die Produkte sind erstaunlicherweise nur cent-Beträge teurer als der reguläre Baumarktpreis und bei eventuellen Fragen habe ich einen Fachverkäufer in Sichtweite.

 

Wie steht ihr zu extremer Videowerbung beim Einkaufen?


30.07.2011 10:06    |    ladafahrer ladafahrer    |    Kommentare (7)


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Wer täglich mit einem Auto zur Arbeit kommt, muß noch lange keinen Führerschein besitzen.

Überlaßt ihr einem Mitarbeiter ein Firmenfahrzeug zur beispielsweise einmaligen Fahrt von der Firma zum Arbeitsort, muß die Fahrerlaubnis vor der Fahrzeugübergabe überprüft werden.

Auch, wenn der Mitarbeiter bei Einstellung über geeignete Papiere verfügt hat.

Und auch, wenn der Mitarbeiter mit einem Auto zur Firma kommt

 

Die rechtlichen Folgen einer solchen versäumten Überprüfung habe ich derzeit im Raum stehen.

 

Folgendes ist geschehen:

 

Ein Mitarbeiter wurde eingestellt. Zur Zeit der Einstellung war er für die Benutzung von im Straßenverkehr zugelassenen Firmenfahrzeugen nicht vorgesehen, sodaß der Führerschein von der Geschäftsleitung nicht kopiert wurde.

Die gute Auftragslage und der im regionalen Arbeitsmarkt begründete Mangel an Mitarbeitern führten dazu, daß besagter Mitarbeiter nun doch Firmenfahrzeuge bewegte und kleinere Materialbesorgungen erledigte.

Da er öfters mit dem (vermeintlichen) Auto seiner Schwester in die Firma kam, schöpfte ich auch keinen Verdacht, daß irgendetwas "faul an der Sache" sein könnte und ließ mir seinen Führerschein nicht zeigen, als ich ihm den Schlüssel für einen Firmentransporter (mit Pkw-Führerschein fahrbar) überließ, damit wir am folgenden Tag eine Baustelle zügig erledigen könnten.

Ich hatte mich sowohl auf das Personalbüro verlassen als auch auf seine tägliche Teilnahme am Straßenverkehr.

 

Als er am nächsten Morgen nicht auf der Baustelle erschien, war ich entsprechend mißgelaunt, mußte aber verschiedene Arbeiten erledigen, bevor ich den Mitarbeiter nach geraumer Zeit endlich am Telefon hatte. Er sagte, er hätte verschlafen und käme sofort.

Er kam natürlich nicht.

Nachdem ich die wichtigsten Arbeiten der beispielsweise Aufrechterhaltung von Zufahrtsberechtigungen der Anwohner erledigt hatte, suchte ich besagten Mitarbeiter in seiner Wohnung auf und fand diesen am späten Nachmittag sturzbetrunken vor.

Das Firmenfahrzeug schien unbewegt noch am Abstellort des Vorabends geparkt zu sein und so nahm ich den Fahrzeugschlüssel an mich.

Wie sich im Laufe des Nachmittags herausstellte, hatte der Mitarbeiter, noch nachdem ich des morgens mit ihm telefoniert habe, zwei Unfälle gehabt, wurde von der Polizei gesucht, aufgrund falscher Namensangaben bei den Geschädigten aber nicht gefunden.

 

Als die Polizei ihn nach vier Tagen ermitteln konnte, war er wieder nüchtern und im Laufe der Vernehmung kristallisierte sich nach Polizeiangaben heraus, daß der junge Mann keine gültige Fahrerlaubnis besitzt und auch noch nie eine besessen hatte.

Einzuschieben sei noch, daß im am Schadensfolgetag anberaumten Personalgespräch sämtliche Angaben und Unterlagen sich als unwahr und/oder gefälscht herausgestellt haben. Selbstverständlich gab es die fristlose Kündigung mit Lohneinbehaltung zur teilweisen Begrenzung des finanziellen Schadens.

 

Da ich dem Mitarbeiter aber den Fahrzeugschlüssel überlassen hatte, ohne die Fahrerlaubnis zu überprüfen, wurde ich ebenfalls als Beschuldigter zur Vernehmung vorgeladen und mit der Aussicht auf eine nach Tagessätzen berechnete Geldstrafe konfrontiert.

 

Daß man, gerade im Bauhauptgewerbe, Mitarbeiter hat, die aufgrund eingeschränkter persönlicher Fähigkeiten, Alkohol- und Drogenmißbrauchs öfters mal die Fahrerlaubnis entzogen bekommen, ist mir bekannt und bei den entspechenden äußeren Merkmalen werden solche Leute tatsächlich täglich kontrolliert, bzw. sind von der Firmenfahrzeugnutzung bis auf Wiedervorlage der Fahrerlaubnis ausgeschlossen.

 

Der Vorwurf der Polizei war aber unter anderem, daß ich mich nicht darauf verlassen hätte dürfen, daß, wer nahezu täglich einen Pkw fährt, zwangsläufig einen Führerschein dafür hat.

 

"Schaunwermal", was seitens des Staates demnächst an Strafmaß kommt. Meine Investitionen in mein Privatauto sind aber erst mal auf Eis gelegt. Und mein Sparschwein wird alsbald gegen einen Sparelefanten ausgetauscht :)

 

 

Ich hoffe, daß ich euch mit diesem blog ein wenig für "Vermeidung von unfaßbar unglaublichen und unwahrscheinlichen Situationen" sensibilisiert habe.

 

Habt ihr auch schon solche kruden Erlebnisse gehabt?

Dann schreibt sie auf.

 

Danke und Gruß, Thomas