23.12.2011 21:18
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KUESmagazin
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Taugt der Chevrolet Impala SS als Familienauto?Lieber guter Weihnachtsmann, es muss nicht immer das brave Rentier sein. Wie wäre es mal mit einem Schlitten, der eine Antilope im Logo trägt? Schwarz, gemein und gar nicht graziös: der bauchige Chevy Impala gilt als Inbegriff des fiesen Cruiser. Bollernd, blubbernd, böse schnaufend schleicht der Schwarze Chevy durch die nächtlichen Gassen. Doch ein kurzer Tritt aufs Gas genügt und der gemeine Gangsterwagen schießt mit einem V8-Schrei nach vorne. Kein Wunder, denn der irre Chevrolet Impala SS protzt mit einem 264 PS starkem Corvette-Motor unter der ellenlangen Haube.
Den Namen hat die Schwarze Limousine von der Antilope im Logo. Die Impala (Aepyceros melampus), auch Schwarzfersenantilope genannt, ist eine mittelgroße afrikanische Antilope. Wegen der äußerlichen Ähnlichkeit wurde die Impala früher oft in die Nähe der Gazellen gestellt, ist nach neuen Erkenntnissen aber dichter mit den Kuhantilopen verwandt. Impalas erreichen eine Schulterhöhe von 90 cm und ein Gewicht von 40 kg (Weibchen) bis 65 kg (Männchen). Sie sind oben rehbraun gefärbt, die Flanken haben dabei eine etwas hellere Farbe. Auf der Flucht können Impalas hohe Geschwindigkeiten erreichen und bis zu 9 m weite Sprünge vollführen.
Okay, so wild treibt es der Ami-Bock mit dem Alu-Block natürlich nicht. Chevrolet bezeichnet seit den frühen sechziger Jahren die sportlichste Version stets als Impala. Im Modelljahr 1961 wurde der Impala SS (Super Sport) eingeführt. SS sollte einst zum Performance-Markenzeichen von Chevrolet werden, obwohl es sich in den meisten Fällen bloß um ein Ausstattungspaket handelte, das lediglich optische etwas fetziger daher kam.
Der erste Impala SS besaß aber auch technische Besonderheiten, angefangen vom speziellen 5,7 l-V8 (348 cui) mit 305, 340 oder 350 SAE-Brutto-PS oder dem ebenfalls erhältlichen 6,7-Liter (409 cui), den es mit bis zu 425 PS gab, über breitere Reifen und Felgen und verstärkte Federn und Stoßdämpfer bis hin zu gesinterten Bremsbelägen. Auf Basis des 1990 eingeführten neuen Caprice, der auf der B-Plattform von General Motors beruhte, gab es nach über 20 Jahren wieder einen Impala SS. Auf dem Autosalon in Detroit stand Anfang 1992 die Studie eines Impala SS aus der Feder des GM-Designers John Moss, die bei Presse und Publikum guten Anklang fand. Das Show Car wurde praktisch unverändert in die Serie übernommen, allein das Chevrolet-Emblem auf dem Kühlergrill war bei der Serienversion nicht rot, sondern in Chrom ausgeführt.
14 Monate nach dem Salon ging der Impala SS im Werk im texanischen Arlington in Serie. Beim SS handelte es sich um eine Sportversion des Caprice. Genau betrachtet baute der Impala auf dem Caprice mit dem 9C1-Polizeipaket auf und besaß damit viele der Komponenten, die privaten Kunden ansonsten vorenthalten blieben. Dazu zählten ein verstärktes Fahrwerk, ein stärkeres Kühlsystem, große, gelochte Scheibenbremsen rundum, Getriebeölkühler, Doppelauspuff, verstärkte Elektrik und weitere Änderungen geringerer Natur. Eine weitere Besonderheit des Impala SS war die Hinterachsübersetzung von 3,08:1 samt Selbstsperrdifferenzial und ein um 2,5 cm niedriger gelegtes Fahrwerk. Den Antrieb übernahm ein modifizierter 5,7-l-V8 Typ LT1 aus der Chevrolet Corvette, der 194 kW (264 PS) und 447 Nm leistete. Anders als die in Corvette und Camaro verwendete Version des LT1-Motors besaß dieser im Impala keine Alu-, sondern gusseiserne Zylinderköpfe und eine auf mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen ausgelegte Nockenwelle. Beim Impala SS waren die äußeren Zierteile in Wagenfarbe ausgeführt, wodurch er weniger „badewannenhaft“ wirkte als der Caprice.
Ferner typisch waren der spezielle, einfacher gestaltete Kühlergrill, der Entfall des Ornaments auf der Motorhaube, der Heckspoiler und ein Einsatz vor der C-Säule mit dem Impala-Logo. Ferner 17-Zoll-Felgen aus poliertem Aluminium und überraschend breite Reifen der Größe 255/50 ZR 17. Die Innenausstattung umfasste Mittelkonsole mit Becherhaltern und Ablagefach, Ledersitze mit eingeprägten Impala-SS-Logos und Lederlenkrad. Der Impala SS erwies sich als eines der erfolgreichsten GM-Sondermodelle aller Zeiten. Im Modelljahr 1994 gab es den Impala SS nur in Schwarz mit grauem Interieur.
Chevrolet verkaufte 6303 Stück. 1995 waren wahlweise auch Dunkelrotmetallic und Dunkelgraugrün erhältlich und die C-Säule wurde verbreitert. 21.434 Exemplare wurden verkauft. Im Modelljahr 1996 gab es einige Änderungen; so wurde der digitale Tacho durch einen analogen ersetzt und der Automatik-Wählhebel wanderte von der Lenksäule auf die Mittelkonsole. 41.941 Exemplare des 96er-Modells konnten abgesetzt werden. Mit der Einstellung der gesamten B- und der von ihr abgeleiteten D-Plattform im Sommer 1996 entfiel auch der SS.
Nur eine Hand voll Chevy Impala SS soll es in Deutschland geben. Doch selbst, wer sein Geld als Weihnachtsmann verdient, wird sich ihn leisten können: Die Preise beginnen bei 15.000 Euro. Dafür gibt es sonst nur einen neuen VW Polo.
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Kommentare: 22
23.12.2011 21:44 |
norske
Danke für den schönen und interessant geschriebenen Beitrag.
Schade finde ich allerdings, dass sich, typisch für Beiträge zu amerikanischen Autos, gleich zwei Abstimmungsmöglichkeiten in der Umfrage befinden, die das Vorurteil über exorbitant hohe Spritverbräuche amerikanischer Fahrzeuge bedienen. Jedes vergleichbare deutsche oder europäische Auto verbraucht genauso viel, nur wird das zu gerne unter den Tisch gekehrt – oder würdet Ihr ernsthaft darauf eingehen / in Eure Abstimmung mit einbeziehen, dass z.B. der Porsche Cayenne I über 60 Liter / 100 km weg gurgelt?
Grüsse
Norske
23.12.2011 21:58 |
Reachstacker
Die Mehrheit der Impala sind natürlich nicht "SS" kosten unter 30'000 und schaffen immerhin um 30mpg, was 8 Litern auf 100km entspricht. Ein Passat kanns auch nicht für weniger...
Entweder will man einen geräumigen Wagen oder man will ihn nicht. Für alle anderen gibts Chevy Spark.
Ich habe den Impala als Mietwagen gefahren und kann nur sagen das es ein sehr bequemes Auto ist.
Gruss, Pete
23.12.2011 22:04 |
KUESmagazin
Der Hinweis zum Spritverbrauch ist richtig.
In unserer Cadillac Geschichte steht's auch:
Minimal sind um die 8 Liter mit einem V8 möglich.
23.12.2011 22:11 |
Dynamix
Ich find den Impala SS aus den 90ern gut. Super Optik. Viel Power und viel Platz. Für mich eine echte Powerlimousine.
23.12.2011 22:15 |
norske
Na also. Warum dann die Auswahl „Bei den Spritkosten kommt bald Peter Zwegat“ und „Mit LPG Autogas wäre es ein Geheimtipp“?
Oder verbrauchten vergleichbar motorisierte Limousinen und Kombis deutscher, europäischer oder asiatischer Provenienz in den '90ern eklatant weniger?
Grüsse
Norske
23.12.2011 22:38 |
Daemonarch
So schön der auch ist, in meinen Augen sind nur die 65er bis 68er Modelle das wahre!
23.12.2011 23:49 |
Romiman
Mir hat der Caprice immer besser gefallen. Und noch besser die Schwestermodelle Buick Roadmaster (Lim.) und Cadillac Fleetwood Brougham. Sportliche Autos gab und gibt es doch zur Genüge. Aber solche plüschigen Schiffe sind leider vollkommen ausgestorben. Schade...
23.12.2011 23:56 |
Andi2011
Die Voruteilsbedienung mit dem Verbrauch...da geb ich Norske recht!Ansonsten feiner Beitrag über einen tollen Ami.Ich als Familienvater würd den Impala Kombi (gern auch einen aus den 60ern) für dei Familie aber vorziehen und den Impala SS fährt der Papa zum Spass ganz alleine nach Feierabend
Grüße
Andi
24.12.2011 09:58 |
mehrzehdes
wenn man amifan ist, gibt es viele gründe, dieses sondermodell zu kaufen. denn anders als an stammtischen diskutiert, waren die leistungen der v8 in den 70/80/90er jahren eher mäßig. und auch so manches ps-monster vom höhepunkt der ps-schlacht in den frühen 60ern vor den abgaslimits, kann nicht nur keine kurve fahren, sondern wird auch auf der geraden von einem modernen auto mit halber ps-zahl beim beschleunigen stehen gelassen.
insofern war der ss ein bemerkenswerter versuch, ein grundsätzlich sportlicheres auto zu bauen, also wenig verluste im getriebe, strafferes fahrwerk, kurvenwilligere lenkung und damit eine grundsätzlich bessere straßenlage. nicht nur optik und mehr motorleistung, sondern eben auch tatsächliche verbesserungen.
ob das aber heute ein alltagsauto sein sollte, mit dem man die kinder zur schule bringt, weiß ick nicht. eher nicht. es geht ja bei der kindererziehung um symbolik, darum haltung zu vermitteln. und dieser heimliche lehrplan sollte nicht vermitteln: scheiß auf die spritpreise, scheiß auf den spritverbrauch!
wenn ick mir meinen benz angucke, der maximal einstellige verbräuche erzielt, um dieses auto kreise fährt ohne innen kleiner zu sein und ein drehmoment realisiert, das ein v8 gerne hätte, sieht man schon, daß sich beim auto gewaltig was getan hat.
24.12.2011 10:02 |
meehster
Die Kiste hätte wirklich etwas. Aber ich gebe zu, daß ich den mit LPG fahren würde, auch wenn der Verbrauch gar nicht sooo hoch ist.
24.12.2011 12:15 |
SWISSGIN_HH
ein schickes auto.
auch wenn ich den look schon fast zu normal finde. und ich hätte mir den ganz großen v8 geholt

und der verbrauch bei einem v8 sollte erstmal nicht interessieren, da man sonst eh falsch an die sache rangeht.
jedoch kann man mit solchen motoren auch sparsam fahren.
meiner (dodge challenger srt8) verbraucht im schnitt 13-15l. ich habe ihn aber auch schon problemlos mit unter 10l bewegt. das ist alles möglich und kommt halt auf den fahrer an.
wenn man jetzt ein normalen 4-zylinder benziner nimmt, mit 100ps und üblichen 7-8l/100 km, dann ist ein v8 viel effektiver und sparsamer
24.12.2011 17:38 |
HeinzHeM
Die große Frage aber ist doch: was will man solch einem Auto erreichen? Auf der Autobanhn mit Tempo 80 auf der rechten Spur zwischen all den Lkw verbringen oder nicht doch eher als cooler Typ aus der Menge herausstechen und daher in der Stadt gesehen werden wollen? Es würde mich aber wundern, liessen sich die zitierten 8 Liter Verbrauch tatsächlich im Stadtverkehr realisieren... ;-)
24.12.2011 18:12 |
Reachstacker
@ HeinzHeM
Der Passat ist im Stadtverkehr mit 10.7 Liter angegeben (EPA) der Impala mit 11.7 Liter.
Die 80 km/h LKW sind euer Problem, sowas haben wir im Heimatland des Impala nicht.
Im Klartext heisst das das der Durchschnitts Impala mit 120km/h gemütlich durch die Gegend rollt.
Weder NEFZ noch EPA fahren irgendwo nahe V/max und die beschleunigen auch nicht in 8 Sekunden. Da ist schon ein Unterschied zwischen test und Realität.
Gruss, Pete
24.12.2011 18:31 |
norske
@ HeinzHeM:
Ja, was will man wohl mit einem solchen Auto erreichen?
Vielleicht möglichst bequem und entspannt auch längste Strecken hinter sich zu bringen, ohne auf jede Menge Platz für Passagiere und Gepäck verzichten zu wollen. Oder auf dem Supermarktparkplatz sein Auto sofort wieder zu finden und nicht erst zum falschen individualisierten schwarzen Golf gelaufen zu sein. Auch den Weg von und zur Arbeit entspannt auf einem sofa-ähnlichen Sitz zu verbringen, anstatt in einem, auch für sehr schlanke Leute, zu engen Schraubstock eingezwängt zu werden. Die gesamten Wocheneinkäufe einer vierköpfigen Familie problemlos im Kofferraum unterzubringen. Vielleicht möchte man aber auch sein hart verdientes Geld nicht einfach für überteuerte Massenware aus Wolfsburger-, Ingolstädter-, Münchener- oder Untertürkheimer Produktion aus dem Fenster werfen.
Aus allen diesen genannten Gründen würde ich mir privat nie mehr etwas anderes als ein amerikanisches Auto kaufen – auch wenn das der vorurteilsbehaftete Durchschnittsdeutsche niemals verstehen wird.
BTW: Was will man mit einem VW Golf Plus erreichen?
Frohes Fest
Norske
PS: Wie kommst Du eigentlich auf das schmale Brett, man könne mit amerikanischen Autos auf bundesdeutschen Autobahnen nur mit 80 km/h fahren?
Auch mit amerikanischen Autos lassen sich bequem dauerhaft höhere Tempi bewerkstelligen, ohne dass der Verbrauch den von vergleichbaren deutschen, europäischen oder asiatischen Autos (gleicher Epoche) übersteigt – ein paar US-Cars lassen sich übrigens serienmäßig so schnell über deutsche Rennstrecken fahren, dass der deutschen Premium-Konkurrenz schwindelig wird (der Cadillac CTS-V nimmt der deutschen Konkurrenz von Audi, BMW und Mercedes (AMG) beispielsweise auf dem kleinen Kurs in Hockenheim bis zu 4 Sekunden ab – im Serientrimm!)
24.12.2011 18:55 |
norske
@ Reachstacker:
Pete,
in einem Land, in dem eine Nazi-Partei nicht verboten werden kann, weil der Verfassungsschutz zu viele V-Männer dort untergebracht hat, ist Offenheit gegenüber Produkten aus anderen Staaten nur schwer möglich – vor allem dann, wenn die heilige Kuh der Deutschen, also das Auto, betroffen ist.
Hier glauben doch immer noch die Meisten, dass Innovationen im Fahrzeugbereich nur von deutschen, bestenfalls von europäischen Autobauern ausgehen. Erster Turbomotor in einem Serienfahrzeug => BMW, erster Allradantrieb in einem Serienfahrzeug => Audi, Airbag serienmäßig zuerst => Mercedes usw. usf. Die deutsche Überheblichkeit gerade in dem Bereich kennt keine Grenzen!
Aus dieser Ignoranz der Realität gegenüber, die über Generationen praktiziert wird, leitet sich dann natürlich ab, dass außer den Deutschen natürlich niemand richtige Autos bauen kann – und die Amis schon dreimal nicht, weil es dort ja auch noch ein Tempolimit gibt und der Sprit nichts kostet.
Die deutsche Automobilindustrie nutzt dieses Verhalten dann auch ordentlich aus und der Deutsche zahlt unverschämte Preise für z.B. einen VW Passat, der besser ausgestattet in den USA deutlich billiger ist…
Aus dem Volk der Dichter und Denker ist leider inzwischen ein Volk der Deppen, Egoisten und Intoleranten geworden, und das wird von Generation zu Generation schlimmer…
Frohes Fest
Norske
24.12.2011 19:24 |
SWISSGIN_HH
vor allem sollte man sich mal vor augen führen, was die amis schon alles geleistet haben in der automobilgeschichte!!!
man sollte sich auch mal einen vollausgestatteten cadillac fleetwood aus den 50er jahren anschauen. der hatte damals extras drin, die hier als innovation gefeirt werden^^
24.12.2011 20:48 |
meehster
Die deutschen Hersteller waren einige Male nur die ersten, die die "Innovation" regulär auf dem hiesigen Markt angeboten haben - und wenn nicht, dann hat das Marketing das oft so verkauft als ob.
24.12.2011 22:44 |
Reachstacker
Na ja. Ganz sooo schlimm wirds in Deutschland wohl noch nicht sein...
Extremes zu verbieten ist nicht immer ganz einfach und birgt gewisse Risiken für Freiheitsliebende "Normalos". Ausserdem ist mir (von der Ferne) schon aufgefallen das man sich in D gerne über Rechtsradikale mokiert und dann Linksradikale zum Kaffeekranz einlädt. So gehts ja auch nicht...
Das ist aber alles weit weg vom Impala.
Wir sind uns, denke ich mal, einig das der Impala in etwa das selbe verbraucht als Eurofahrzeuge ähnlicher Grösse und Leistung. Das Problem ist eher das er auf Grund des geringeren Preises mehr zugänglich ist als seine Euro Vettern... Es verwirrt das geschulte Euro Gehirn halt das Arbeiter sich so ne Millionärskarre leisten können. Da liegt doch der Hase im Pfeffer begraben? Es steht einem Arbeiter einfach nicht zu soviel Benzin zu verbrauchen wie ein Millionär.
Was "Errungenschaften" angeht: Autogeschichte wurde im grossen ganzen von 5 Nationen geschrieben: Frankreich, Deutschland, Italien, England, USA. Seit den 60ern hat sich Japan dazu gesellt. das heisst natürlich nicht das es nicht andere Nationen gibt die sich in der Automobilgeschichte einen Platz geschaffen haben, Die Tschechei, Schweiz, Schweden und einige andere.
Sicherheitsgürtel kamen von Schweden, nicht Deutschland.
Serienmässiger Allrad? Kommt wohl drauf an wie man Serienmässig definiert aber ich denke ne halbe Million Jeeps kann man schon als Serie zählen.
BMW Allrad gibt es erst seit 1985. Subaru gabs schon seit 1971, seit 1974 Weltweit. Wollte man einen Deutschen Allrad vor 85 hätte man seit den Mitt 50ern einen DKW Munga kaufen müssen. Ein Auto in das ein heutiger Deutscher nur unter Zwang einsteigen würde...
Mercedes hat sich zwar um die Knautschzone und die Fahrgastzelle verdient gemacht aber ich denke das wurde zuerst in Schweden praktiziert.
Die Lenkung wie wir sie heute kennen kam aus Frankreich?
Erstes Deutsches Auto mit Wandlerautomatic kam von Borgward, die Automatic selbst war allerdings ein Borg-Warner Getriebe aus den USA.
Im Autogeschäft wurde schon seit dem Beginn viel über die Grenzen getauscht, inwieweit der Kunde das mitbekam steht auf einen anderen Blatt.
Am Ende geht es ja auch nicht nur um Technik (auf die die Nicht-Erfinder immer so Stolz hinweisen) sondern auch um die Anschaffbarkeit. Was soll das kosten und kann sich ein normaler Mensch sowas leisten?
Gruss, Pete
Frohe Weihnachten und Allzeit Gute Fahrt.
24.12.2011 22:49 |
meehster
@ Pete: Das mit dem Allrad im PKW war Jensen mit dem FF.
24.12.2011 22:55 |
Reachstacker
Wiki sagt so um 1966 rum.
Also doch nach dem DKW Munga, vor Subaru und lange nach dem Jeep.
Der Preis des Jensen würde mich mal interessieren. Wahrscheinlich nicht sehr Arbeiter Freundlich.
Gruss, Pete
25.12.2011 17:48 |
italeri1947
Von den Eigenschaften her auf jeden Fall: Viel Platz, gute Ausstattung - das harmoniert, zumal so ein Impala sicher stilvoller wirkt als ein ranziger Zafira A der ersten 1999er Serie oder Ähnliches. Aber ich denke, dass die Unterhaltskosten eines solchen Trumms das Budget der durchschnittlichen Familie sprengen würden.
02.02.2012 16:20 |
Mad_Max77
@ Reachstacker,
ein DKW Munga ist kein PKW im herkömmlichen Sinne, sondern ein spartanisch ausgestatteter Geländewagen, der Jensen FF hingegen war der erste PKW mit Allrad, da gibt es nichts dran zu rütteln.