Kamaz, stille Helden einer anderen Welt

Langläufer, Helden einer anderen Welt oder einfach nur Tour berichte

15.01.2012 12:50    |    Kamazfreak    |    Kommentare (50)

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Hallo zusammen,

 

 

 

heute möchte ich einen Blog eröffnen in dem es über Erfahrungen mit und für Behinderten bzw. (neudeutsch) Menschen mit erhöhtem Assistenzbedarf geht. Letztens als ich tanken war sah ich den Aufkleber welchen ich hier eingestellt habe. Und möchte wissen ob jemand von euch den Dienst in anspruch genommen hat oder es einfach nur leere Versprechungen sind.

 

Außerdem würde ich gerne wissen was für Mitbürger mit Beeinträchtigung getan wird, damit sie weiter oder besser mobil bleiben/sind.

 

 

 

Die üblichen Behindertenparkplätze kennt ja jeder bloß leider sehe ich in den wenigsten fällen jemanden der den Behindertenausweiß in der Windschutzscheibe hat, oder dem man es ansieht das er wirklich den Parkplatz braucht. Wie sind hier die Erfahrungen?

 

 

Los mit den Erfahrungen :)

 

 

Gruß Kamazfreak


15.01.2012 13:32    |    Acanthus1

ich kann dazu nur sagen, dass ich diesen Hinweis eben zum ersten mal sehe. Fiel mir noch nie beim Tanken auf.

Ich finde aber das ist eine tolle sache. Ob es funktioniert?


15.01.2012 14:59    |    Goify

Müsste man mal testen. Aber als Nichtbeienträchtigter kommt das wohl nicht so gut.


15.01.2012 15:01    |    7406

Viele Maßnahmen für körperlich Behinderte sind gut gemeint, aber in der Umsetzung einfach mieß. Beispiel Parkplätze: Toll ist, dass die der Tür des Baumarktes am nächsten stehenden Parkplätze reserviert sind. Dumm nur, dass die kaum breiter sind als 0815 Parkplätze und somit das Herrausziehen, Aufstellen und Umsteigen in den Rollstuhl extrem schwer machen. Ganz toll sind auch Tiefgaragen mit Behindertenparkplätzen, aber ohne Fahrstuhl und haufenweise Stufen/Türschwellen etc.

 

Bei so einem Tankdienst müsste ein Tankwart bereitstehen, der das Farzeug betankt und den Fahrer auch noch abkassiert, am besten auch noch mit einem mobilen EC-Terminal. Alles andere wäre halbherzig.


15.01.2012 15:02    |    mbjadcnein

Auch noch nie gesehen.

 

Erst jetzt stelle ich mir die Frage, weshalb man eigentlich so wenig Fahrzeuge mit Behindertenumbau an Tankstellen sieht.

 

Müsste einem ja aufgefallen sein, da die Prozedur doch recht lange dauert.

Oder macht das dann immer der Beifahrer?


15.01.2012 15:26    |    Dr Seltsam

Vielleicht weils nicht soviele gibt?!

 

Was ich aber mal loswerden will: Ich find das super das jetzt an so vielen öffentlichen Gebäuden Rollstuhlrampen dran sind. Kommt man als Kurierfahrer super mit seiner Sackkarre ins Gebäude, Rollstuhlfahrer seh ich da eh nie drauf. Nutzt die wenigstens einer :D


15.01.2012 17:23    |    perchlor

Zitat:

Ich find das super das jetzt an so vielen öffentlichen Gebäuden Rollstuhlrampen dran sind. Kommt man als Kurierfahrer super mit seiner Sackkarre ins Gebäude, Rollstuhlfahrer seh ich da eh nie drauf. Nutzt die wenigstens einer

. . . und `ne Mutti mit Kinderwagen!

Hat sich wohl auch noch nie Jemand drüber beschwert, wenn die Rampe benutzt wird.

Anders sieht`s beim Missbrauch der Beh.-Parkplätze aus, seh ich leider vieeel zu oft und gelegentlich rutscht mir dann der freundliche Hinweis raus: "sieht man Ihnen echt nicht an daß Sie im Kopf behindert sind".

Ca. 80 % wollten "nur mal eben" oder "fahr`n eh gleich wieder" (und Manchem ist`s etwas peinlich), nicht wirklich selten aber am geilsten sind aufgetakelte Cabrio-Tussen die gleich ganz laut das keifen anfangen von wegen "um den eigenen Dreck kümmern" und wen das was "angeht".

Es geht uns ALLE was an

Ich bin kerngesund aber fahre des Öfteren eine beh. Frau samt Rolly.

Trotz Aufklebers wird gern so dicht hinter mir geparkt, daß es unmöglich ist die Heckklappe zu öffnen.


15.01.2012 17:45    |    Goify

Die Rampen sind zwar toll, aber habt ihr mal an die armen Planer gedacht, die teilweise kilometerlange Rampen konstruieren müssen? Die Maximalsteigung beträgt 6 %, also um einen Meter zu überwinden, was mit einer Treppe nur ein paar Stufen bedarf, wird die Rampe schon 33,3 m lang. Dazu kommt noch ein waagerechtes Stück von mind. 1,5 m Länge alle 6 Laufmeter Rampe, damit sich der Rolli-Fahrer ausruhen kann. Das Bedeutet, eine Rampe für 1 Meter Höhendifferenz ist knapp 36 m lang.

Das war jetzt nix gegen beeinträchtigte Menschen, sondern ich wollte nur mal meinen Alltag beschreiben. Denn wenn wir die Rampe vergessen, kommen sie nicht ins Gebäude, was ja keiner will. So hat man immer eine Herausforderung, die Rampe in das Gestaltunskonzept ordentlich einzubinden und sich den Vorwurf nicht gefallen lassen zu müssen, die Behinderten immer zum Hintereingang rein zu führen, weil nur dieser barrierefrei ist.


15.01.2012 18:00    |    notting

@OP: Bei Total ist ein Aufkleber mit der Tel.-Nr. und einem entspr. Hinweis auf jeder Säule.

@Goify: Vor unserer Hauptpost haben die eine lange Zickzack-Rampe gebaut. Einen speziellen Lift anstelle der Rampe habe ich auch schon gesehen, nimmt viel weniger Platz weg, dürfte aber über die Jahre gesehen viel teurer sein (Stromkosten, Wartung etc.).

 

notting


15.01.2012 18:16    |    Kamazfreak

@ Golfy danke für die Aufklärung habe nicht gedacht das es bestimmte vorraussetzungen dafür gibt.

 

@ Notting das war eine Agip tanke, ich glaube wenn ein behinderter erst eine Nr. anrufen muss das jemand kommt und ihm hilft dann dreht nicht nur einer an der Tanke durch, ich bekomm schon angemecker wenn 50 Liter in meinen Golf laufen lasse.

 

Hier unten ein Bild von einem nicht behinderten auf einem Behinderten Parkplatz ... Man nimmt sich einfach die Freiheit.



15.01.2012 18:17    |    Caddynutzer

Ich glaube, Ihr verwechselt da was: Behindert zu sein bedeutet ja nicht in jedem Fall, dass derjenige gleich im Rollstuhl sitzen muss. Es gibt sicher auch viele Menschen, die als behindert gelten, trotzdem aber mit "normalen" Parkplätzen zurecht kommen.

Unabhängig davon gibt es auch genug Shelltankstellen, die auch für normale Autofahrer gegen Zusatzgebühr betanken.

 

Olaf


15.01.2012 18:27    |    Kamazfreak

Es geht hier um beeinträchtigte Menschen, es gibt auch Behinderte denen sieht man es nicht an das ist wahr, diese haben aber meist keine schwierigkeiten mit dem Straßenverkehr oder mit dem Betanken ihres Fahrzeuges.

 

Ja mit Shell hast du natürlich recht, die frage wäre hier ob behinderte für diesen Service extra zahlen müssen.


15.01.2012 18:44    |    perchlor

@ Goify,

die Knallköppe die sich diese Richtlinien ausgedacht haben sind aber meilenweit entfernt von Deiner und meiner Realität. Es gibt bestimmt 1 Gruppe Behinderter die mit der von dir beschriebenen Rampe zurecht kommen, aber 10 Gruppen denen das gar nichts nützt. ( Nix gegen Dich, Dir werden gewisse Werte vorgegeben die Du einhalten mußt) "Mein Pflegefall" hat eine "Fehlstellung des linken Armes", (heut üblicher, vornehmer Ausdruck für `ne typische Contagan-Schädigung bei der die Hand am Ellenbogengelenk sitzt und weitgehend funktionslos ist) und würde sich auf der schönsten DIN-Rampe auch nur im Kreis drehen. Ich selbst hab schon vielen Leuten geholfen da wieder runter zu kommen; rauf hat es mit Müh und Not geklappt und runter haben sie einfach begründete Angst! .

Ich denke die meisten Behinderten würden einen barrierefreien Hinter- / Seiteneingang lieber nutzen als ungebremst von der Rampe in den U-Bahnschacht zu düsen.

Ach was wären wir doch ohne unsere (Kommunal-) Politiker ?!


15.01.2012 18:45    |    Caddynutzer

Ich habe eine Cousine, die halbseitig gelähmt ist, aber mit allem soweit klar kommt, Auto fährt, selbst tankt usw.

Sie will sich nicht helfen lassen; hat den Willen, alles selbst zu erledigen. Natürlich hat sie aber einen entsprechenden Ausweis.

 

Ob es natürlich sinnvoll ist, jedes Öffentliche Gebäude und dergleichen unbedingt mit behindertengerechten Einrichtungen auszustatten, egal was es kostet, sei dahingestellt.

Meist sind die dann eh wieder einseitig, z.B. für Menschen mit Gehbehinderung. Die, die schlecht sehen können, stolpern dann sicher über die Fahrrampen, weil diese wieder schlecht zu erkennen sind oder das Geländer blockieren.

Aber das war ja nicht das Thema.

Sicher kommen jetzt wieder Aufschreie von Behinderten... ich bleibe aber bei meiner Meinung.

 

Olaf


15.01.2012 19:01    |    perchlor

@ Caddynutzer,

Kein Aufschrei,

Du hast recht,

wenn man für jede Behinderung den passenden Haupteingang bauen wollte müssten auf jeden Fall schon mal alle Anderen den Hintereingang nutzen ! ? ! ? ???

Aufschrei !!!

Da kommt doch glatt wieder jemand daher und wird erklären das es diskreminierend ist Behinderte durch den Vordereingang zu lotsen wobei alle "Gesunden" den Haupteingang hinten nutzen.

Am besten geht es miteinander, mit Rücksicht & with a little help und ohne profilierungssüchtige Politiker !


15.01.2012 19:05    |    notting

@Kamazfreak: Also laut meiner Definition von "so behindert, dass sie auf Behindertenparkplätzen parken dürfen" erhalten viele keinen entspr. Ausweis. Dazu gehören insb.:

- ältere Menschen mit altersbedingten Gehproblemen (insb. solche, die ohne Rollator immer wieder ohne "Fremdeinwirkung" wie übersehene Stufe auf der Schnauze liegen)

- temporär Behinderte für die Zeit ihrer Behinderung (z. B. Gipsbein - sogar linkes Bein in Gips am Steuer in einem Linkslenker-Automatik-Fahrzeug ist ja kein Problem)

 

Aber heute kann sich ja nur noch derjenige durchsetzen, der die größte Lobby hat oder am medial am stärksten auf die Tränendrüse drücken kann. Z. B. ein österreichischer Behindertenverband hat ein Problem damit, wenn eine blinde Frau hübsch und nicht arm ist -> http://www.heise.de/tp/artikel/36/36095/1.html

 

notting


15.01.2012 19:12    |    Ulfert

Zitat:

Ob es natürlich sinnvoll ist, jedes Öffentliche Gebäude und dergleichen unbedingt mit behindertengerechten Einrichtungen auszustatten, egal was es kostet, sei dahingestellt.

Eine Gesellschaft lässt sich daran messen, wie sie mit den Schwachen umgeht. Da gibt es kein Optimum, aber wichtig ist, dass es getan wird.

 

Da die Gesellschaft ja altert und in Zukunft der Rollator vor dem Rathaus sicher eines der gängigen Verkehrsmittel wird, sehe ich die Rampen als gut an - Lebensqualität bedeutet auch, möglichst selbstbestimmt leben zu können. Auch wenn man nicht mal "richtig" behindert ist sondern nur alt. Die Cousine wird das bestätigen.

 

Außerdem haben die Kids mit den Skateboards da auch oft mehr Spaß als auf einer schnöden Treppe :D

 

@Goify: Du machst das schon. Aufgaben sind dazu da, gelöst zu werden.


15.01.2012 19:20    |    Caddynutzer

Meiner Mutter, die stark sehbehindert ist, würden die Rampen nichts bringen. Dann lieber das Gebäude absenken lassen, damit es ebenerdig begehbar ist.

Keiner kann für jede Eventualität etwas vorbeiten...


15.01.2012 19:28    |    Dr Seltsam

Mal ne Fragen an die Herren Bauexperten :)

 

Ich seh an vielen Treppen, vorwiegend etwa aus den 90ern, solche "Patroullienabgänge". Also ganz normaler Treppe und links oder rechts davon zwei ca 30 CM breite Betonrampen die in der Achsbreite eines normalen Kinderwagens oder Rollstuhls auf die Treppe aufgebracht sind.

 

Ich VERMUTE die sind auch für Kinderwagen oder Rollstühle gedacht. Die Dinger haben teilweise aber echt einen mörderischen Winkel, ich bin da drauf früher als Kind immer runtergelaufen und wenn ich mir vorstelle das da ein Rollstuhl oder Kinderwagen auch nur 1 M ohne Bremsen rollt. Der kriegt ja irre Speed drauf. Wo zu sind die also und wer denkt sich sowas aus!?

 

Sowas mein ich:

 

http://3.bp.blogspot.com/.../Unterf%25C3%25BChrung+2.JPG

 

Das is doch lebensmüde :eek:


15.01.2012 19:35    |    notting

@Dr Seltsam: Sicher, dass es da nicht irgendwo einen Aufzug gibt? Ich glaube eher, dass das gar nicht dafür gedacht ist, Menschen rollenderweise zu befördern, sondern damit man Fahrräder und Sackkarren leichter rauf/runter bekommt.

 

notting


15.01.2012 20:22    |    Goify

notting, sehe ich genauso. Sackkarren, Kinderwagen oder Fahrräder. Aber nicht für Rollstühle. Selbst wenn eine weitere Person diesen schiebt/bremst, ist das Risiko viel zu hoch.


15.01.2012 20:28    |    Dr Seltsam

Also dort gibt es vielleicht einen Fahrstuhl, ich bin mir nicht sicher weil ich das Foto einfach von google genommen habe. Es gibt aber Ecken hier im Ort, da gibt es solche Rampen und das ist kein Fahrstuhl oder ein leichterer Aufgang auf Entfernung zu sehen.

 

Fahrräder könnt ich mir vorstellen, aber Kinderwagen. Der wiegt ja auch schon einiges und wenn man bedenkt das der von meist von Frauen geschoben wird, die naturgemäß nicht Hulk Hogans Statur haben. Wer denkt sich sowas aus :confused:


15.01.2012 20:33    |    notting

@Dr Seltsam: Also Buggy dürfte gehen, wenn das Kind selber die Treppe runterläuft.

 

notting


15.01.2012 21:28    |    Schraubermeister Tom

Hallo zusammen,

 

@Dr.Seltsam

Die von dir gezeigten Rampen an den Treppen sind mit Sicherheit NICHT für Rollstuhlfahrer. Auch nicht für Sackkarren ( die sind zu Schmal ) Ich denke mal eher, die sind zum Fahrräder hochschieben oder auch für Kinderwagen. Vorstellen könnt ich mir auch, das die für Koffertrollys sind.

 

@all

Das man z.b. Rollsthlfahrer kaum selbst Tanken sieht, hat mehrere Gründe. Das gößte Problem ist der Platzbedarf, den ein Rolli hat. Wenn er den Tankstutzen auf der Linken Seite hat, muss er zum Ein- und Aussteigen soweit von der Säule abstehen, das der Schlauch schon fast zu kurz ist.

Oder wenn er den Stutzen rechts hat, dann muss er auch soweit abbleiben, das er mit dem Rolli dazwischen kommt.

Dann kommen noch zwei Hindernisse dazu: die Zapfpistole hängt recht hoch und entweder stehen die Zapfsäulen auf einem Sockel uder es ist ein Anfahrschutz davor, damit die PKW da nicht ranfahren. Also kommen da auch die Rollifahrer kaum heran. Und dann die Pistole auf den Schoß legen und etwas rumrangieren zum Tankstutzen am Auto? Oder den Schlauch über den Schoß liegen haben? Und immer die Gefahr, mit dem Rolli sich ne ordentlich Schramme ins Auto zu zaubern!

Ne, den Streß tut sich keiner an. Entweder nimmt der Rollifahrer jemanden mit oeder wenn er mal jemanden gerade wohin fährt, hält man gerade an der Tanke an oder er bittet einen nahen Angehörigen/Freund, meit dem Auto zum Tanken zu fahren. Aihrem Heimatort haben die Rollifahrer meist eine kleine Tankstelle als Stammtanke, wo sich jemand schon beim Anblick des Wagens jemand in Bewegung setzt.

 

Ein Rollstuhlfahrer braucht auch keinen Parkplatz in Eingangsnähe. Das wollen die auch nicht unbedingt. Sitzen die erstmal im Stuhl, können "kilometerweit" fahren. :)Was ein Rollstuhlfahrer braucht, ist PALTZ auf der Linken Seite zum Ein-und Aussteigen. Es muss sicher sein, das sich niemand links daneben stellen kann. Die Eingangsnähe ist da Latte. Ein Rollifahrer kann nicht mal eben den Bauch einziehen, wenns eng wird. :)

Wenn ich mir so manche Parkplätze an Discountern so ansehe? :confused: Alle schön in Eingangsnähe, aber von den Ausmassen nicht größer wie ein normaler Parkplatz. Und die anderen Parkplätze links daneben.

Als "Zweibeiner" hat man keinen Blick für die kleinen Schwierigkeiten, die der Alltag so hat. Kleine Geschichte dazu: Ich bat meinen Freund ( Rollstuhlfahrer ) mal, etwas für mich aus einer Apotheke bei uns im Ort zu holen. "Geht nicht so einfach:" sagt er zu mir. Darauf ich:"Wieso, da ist doch gleich der Parkplatz und die Apotheke ist doch auch unten." "Ja, aber die hat eine Stufe im Eingang."

Mein Blichk war sehr fragend und am selben Abend bin ich dort hin gefahren, um nach zu schauen. Nicht aus Misstrauen, sondern weil ich nie eine Stufe wahrgenommen hab. Und wirklich, da war vor dem Eingang ein trapezförmiger Absatz. Etwa 20 cm über dem Niveu vom normalen Pflaster. Bis zu dem Zeitpunkt habe ich diese 20cm nicht wahrgenommen, für einen normal Gehenden ein Schritt, über den keiner nachdenkt.

 

Ab dem Zeitpunkt gehe ich mit anderer Sichtweise. Zum einen rüsten wir in unserer Werkstatt auch Fahrzeuge für Behinderte um und zum anderen wird mein Freund auch oft als "Fahrdienst" von unserer Werkstatt eingesetzt. Was er sehr gerne Macht!!!!! Und ich fahre für ihn auch Tanken, bzw. er bringt meine Tochter mal wieder irgendwo hin und bei der Gelegenheit tankt sie für ihn.

Daher sehe ich jetzt auch Behindertenparkplätze, die eigentlich als solche nichts taugen.

 

MFG Thomas


16.01.2012 00:34    |    SLer

Das mit den tlw.zu steilen Rampen stimmt schon, aber was wäre wenn es gar keine Rampe gäbe?

 

Lieber nen Rolli mit fremder Hilfe die steile Rampe hoch geschoben als Rolli plus den "Menschen mit eingeschränkter Mobilität", also den Behinderten, 5 Stufen rauf zu heben.

 

Und für die Leute die nur mal kurz auf dem Rolli Parkplatz stehen, gebe ich zu bedenken das in dem Moment wo der Rollifahrer den Parkplatz braucht, dieser einfach besetzt ist. Das der Besetzer gleich wieder zurück sein will weiss ja keiner.

 

 

Olli

 

PS Hier noch ein schönes Parkplatzfoto direkt bei mir in der TG. Kein Fake. Ist aber ein Frauenparkplatz kein Rolli.



16.01.2012 08:16    |    Schraubermeister Tom

@SL er

 

Wenns ne Frau war, die dort parkt, sei ihr verziehen. Die brauchen nun mal etwas mehr Platz.:D:D

 

MFG Thomas


16.01.2012 11:00    |    pieb

Die Sache auf den Frauen Parkplätzen ist auch oft faszinierend - vorallem das dieses Klischee hin und wieder zutrifft :D.

 

In meiner Umgebung sind die Behinderten Parkplätze ziemlich groß, am Baumarkt ist sogar der Behindertenparkplatz geteert anstatt gepflastert wie die anderen - auf sowas muss man erstmal kommen...

PS.: Es gibt auch eine TG in meiner Nähe wo die Frauenparkplätze genauso groß sind wie die für Behinderte.:D


16.01.2012 15:56    |    perchlor

Frauenparkplätze sind ein Thema für sich denn sie sind anscheinend ein rechtsfreier Raum ( aber nur für Frauen )

Oder hat schon mal jemand `ne Politesse gesehen die auf`m Frauenparkplatz Knöllchen verteilt hat wegen einer Ordnungswidrigkeit ? Nee ! Da ist erlaubt was frau gefällt und frau kann so parken wie`s frau gefällt. Und denen ist das noch nicht mal peinlich !

Im Gegenteil, Frauen sind diejenigen, die ich am häufigsten beim Missbrauch von Behindertenparkplätzen beobachte.

Wobei wir beim eigentlichen Thema wären:

Einige schrieben hier, daß man links von einem Beh.-Fzg mehr Platz lassen müsse . . .

Ich fahre eine Behinderte, muß hinten den Rolly aus. / einladen und rechts die Person raus- / reinheben mit daneben stehendem Rolly. Ich schrieb anfangs auch schon, daß der ausreichend grosse Aufkleber an der Heckscheibe nur zu gern übersehen wird und ich (nach Arztbesuch o.Ä.) 0 Chance habe den Rolly einzuladen ohne vorher das Fzg zu rangieren.

Über die B-Parkplätze am Supermärkten kann ich mich nicht beschweren (oft gibt es sogar sehr sinnvolle Mutter-Kind Parkplätze !!! ) und überdies möchte ich darauf hinweisen das man bei der Behörde die den B-Parkausweis ausstellt auf Anfrage auch noch eine weitere Ausnahmegenehmigung erhält ! ! !

DIN A4 grosser Zettel, Beck Texte in Taschenbuchformat sollte man dabei haben denn die A-Genehmigung ist in Beamtendeutsch / Zeichen Nr. xyz verfasst.

So darf man u.U. in Fußgängerzonen parken oder beim Arztbesuch den Privatparkplatz des benachbarten Rechtsanwalts benutzen.

Nur immer schön den Ausweis gut sichtbar auslegen !


16.01.2012 19:49    |    Ulfert

Und dann gibt es da noch die Mathematik:

 

1 Frauenparkplatz = 3 normale Parkplätze

 

:D:D

 

Sorry fürs Offtopic :)



18.01.2012 12:42    |    katzenvater

Mit dem tanken an der Stammtanke im Dörfchen komme ich einigermaßen zurecht, an der Dachreeling festhalten und ums Auto geht grade noch, nur mit der Kasse, da habe ich das so geregelt, daß die Kassiererin kurz herauskommt und das Geld abholt. Sollte es mal körperlich garnicht hinhauen, rufe ich dort an und sage, ich komme in 10 Minuten, schickt mir mal jemand raus. Nur Unterwegs, wenn keiner dabei ist, wirds manchmal etwas umständlich, klappte bisher aber auch meist ohne große Probleme.

 

Was mich aber eher teils aufregt, aber auch belustigt: Die Länge der Behindertenplätze bei Einkaufszentren, meist sind die für mich gnadenlos zu kurz.

Der Rolli ist im Heck, und der knapp 5 meter Kombi passt sowieso nicht komplett auf den Platz..Da sollten die Planer mal drüber nachdenken, es gibt ja auch Leute mit Rampe im Heck.

Ist jetzt hinter dem Platz noch die Zu-oder Durchfahrt des restlichen Parkplatzes, gibt es da schonmal Stau, das Ausladen,setzen und Verschließen der Klappe dauert eben, Zaubern kann ich schließlich nicht.

Meist warten die Leute ja auch, was sollen sie sonst denn tun? Allerdings gibts immer wieder einen "Idioten", der meint, mit Hupen und Rumschreien hinterm Lenkrad werde ich schneller..

Denkste, grade dann dauert das Ganze entschieden länger, die Decke im Heck muß ja dann auch noch geradegezogen werden, der blaue Einkaufskorb wird gegen den roten getauscht und innerlich amüsiere ich mich..Ich weiß, ist fies, dann noch extra langsam zu machen, aber manchmal kann man einfach nicht anders bei solchem Unverständnis


18.01.2012 18:01    |    Kamazfreak

Hallo Katenvater,

 

wie meinst du das das es unterwegs meist ohne probleme geht?Bittest du jemanden oder hilft dir die Tankstelle dabei?


19.01.2012 12:33    |    katzenvater

}} Bittest du jemanden oder hilft dir die Tankstelle dabei? {{

 

Tanken kann ich ja noch selbst, nur ins Kassenhäuschen komme ich zu Fuß nicht mehr, Rolli ausladen usw ist auch nicht das Wahre, dauert einfach zu lange und die Leute hinter mir müßten zu lange warten..

 

Entweder gebe ich Handzeichen, oder wen die nicht verstehen oder es nicht merken, wird eben jemand, der grade Richtung Kasse geht, gebeten, mir jemand rauszuschicken.

Allgemein tanke ich aber hier im Ort, und wenn ich beide Tanks (Gas/Benzin) vollmache, reichts locker einmal quer durch die Republik


15.03.2012 19:56    |    leuchtturm 86

bescheid, habe keinen Parkausweiss bekommen . Also Parke ich über zwei normale Plätze , das ich mit meiner Protehse die Tür einfach ganz aufmachen Muss ! Plätze zu schmal !! Lege meinen Ausweis hinter der scheibe , und gut ist es .bis jetzt glück gehabt .mal sehen wie lange noch .mfg

 

und zu den Schild ,habe ich noch nie gesehen . Aber ich habe ja auch nur Gehhilfen nötig . Und damit ist es auch nicht einfach.


08.06.2012 05:51    |    leuchtturm 86

Und wo sind die Parkplätze für Behinderte ?Keine Rollstuhlplätze !!! es gibt für allen scheiß Plätze, nur keine behinderten

 

Parkplätze für normal Sterbliche Behinderte !!

 

Was soll das ? wir hatten mal Am Alkauf Hamm -Real heute , 20 Rollstuhl Parkplätze ,10 Behinderten Parkplätze, nun keine

 

Behinderten Parkplätze mehr !

 

Warum ? Das gleiche bei uns gegen über auf dem Parkplatz , 3 Rolly plätze, nur da steht alles nur kein Rollstuhlfahrer ! denn die

 

Geschäfts Gebaude und Praxsen haben alle treppen und kein Fahrstühle !

mfg


01.07.2012 01:12    |    gini68

@leuchtturm 86

 

Hallo,

kannst du mir bitte mal den unterschied vom „Behindertenparkplatz“ und vom „Rollstuhlparkplatz“ erläutern?

Gibt es für den Behindertenparkplatz auch ein Verkehrszeichen und wie sieht dieses aus?

MfG


01.07.2012 08:25    |    perchlor

@leuchtturm 86

 

Wenn Du schon (vollkommen sinnfrei) Haare spalten willst:

Zitat:

Das gleiche bei uns gegen über auf dem Parkplatz , 3 Rolly plätze

wie sind die denn gekennzeichnet ?

 

Ein Rolly ist `ne Gehhilfe, 4-rädrig, je nach Ausführung mit Einkaufskörbchen, meist mit Sitzfläche damit sich der / die gehbehinderte Nutzer/in ausruhen kann, Hand- / Feststellbremse, höhenverstellbare Griffe.

Personen die darauf angewiesen sind haben in der Regel schon das Merkzeichen "G" für gehbehindert m Beh.-ausweis und erhalten darauf hin schon den Parkausweis für die Behindertenparkplätze, an Rollstuhl gebundene Personen erhalten "aG", aussergewöhnliche Gehbehinderung, darüber hinausgehend gibt es noch auf der Vorderseite des Beh.-ausweises unter Name / Geb.-date die Spalte "die Notwendigkeit ständiger Begleitung ist nachgewiesen B "

 

Zusätzlich zum Beh.-Parkausweis erhält man auf Anfrage (ohne Antrag !!! ) beim Ordnungsamt / Rathaus eine "Ausnahmegenehmigung", die DIN A4 Seite ist voll !!! mit der man z.B. Fußgängerzonen befahren / -parken kann und und und

statt zu motzen sollte man sich erst mal schlau machen

Sogar private Parkhausbetreiber wie Union Boden gewähren Behinderten kostenlose Nutzung der Parkhäuser ohne gesetzliche Verpflichtung, man muss nur fragen !

 

Macht mal Deutschland nicht so schlecht (guckt Euch mal wo anders um) und tut mal selber was dafür das es noch besser wird !

 

MFG


01.07.2012 10:04    |    notting

@perchlor: Das Teil heißt offiziell "Rollator" http://de.wikipedia.org/wiki/Rollator

Und ich kenne niemanden, der nur weil er altersbedingt einen Rollator braucht, weil er sonst hin und wieder ohne äußere Einflüsse wie eine Treppenstufe übel auf die Schnauze fällt, auch einen Behindertenausweis hat.

 

notting


01.07.2012 11:38    |    gini68

Moin,

 

@perchlor, ich kann dir da nur recht geben.

schönen sonntag.

mfg


01.07.2012 17:25    |    perchlor

@notting

Zitat:

Und ich kenne niemanden, der nur weil er altersbedingt . . , . . hin und wieder ohne äußere Einflüsse wie eine Treppenstufe übel auf die Schnauze fällt, auch einen Behindertenausweis hat.

Daß Du solche Menschen nicht kennst glaub ich DIR auf`s Wort.


01.07.2012 17:49    |    notting

@perchlor: :confused: - was willst du mir damit sagen?

 

notting

 

PS: Meine Oma ist mal, als ich sie auf den Friedhof begleitet habe und sie noch keinen Rollator hatte, übel auf die Schnauze gefallen - das erste Mal, dass ihr das in meiner Gegenwart passiert ist. Naja, kurz Zeit später wurde die dann zum Glück von meiner Mutter zum Rollator überredet. Einen Behindertenausweis hat sie nicht.


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