03.07.2009 11:33
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jalopy
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USA
Auf zum letzten Bericht des USA-Trips. Die Station vor unserem Abflug zurück nach Deutschland ist LA. Im Anfangsbericht und auch im vorletzten Bericht habe ich ja schon leicht anklingen lassen, dass die Stadt nicht ganz so mein Ding ist. Woran es liegt? Naja, da gibt es einige Gründe, die natürlich nur meinen persönlichen Eindruck wiederspiegeln und eventuell nicht so schlimm wären, wenn man davor nicht in den unendlichen, leeren Weiten der USA unterwegs gewesen ist. Daher sind die hier aufgezählten Punkte meiner Antipathie natürlich nur subjektiv zu bewerten und ich fordere jeden meiner Blogleser dazu auf, seine eigenen Erfahrungen dazu zu machen oder mir mitzuteilen:
Überall Stau! Nicht das ich nicht stauerprobt bin, immerhin lebe ich in Berlin und wohnte davor 7 Jahre in NRW, aber das in LA ging echt an meine Substanz. Bei den Fahrzeiten in LA muss man auch bei kurzen Strecken mindestens eine Stunde drauf rechnen. Damit ist die Erkundung der Stadt eher langwierig. Leider sind die öffentlichen Verkehrsmittel nicht oder nur wenig vorhanden. Also nicht wirklich ein Ersatz für das Auto. Ein Tipp: wer sich in LA aufhält, sollte am Wochenende seine Trips starten, da sich dann der Verkehr in „erträglichen“ Grenzen hält. Wenn man allerdings in Museum möchte, dann muss man sich in der Woche ins Auto setzen.
Los Angeles ist riesig! Das vereinbart sich mit den Fahrzeiten überhaupt nicht und auch damit nicht, dass die Sehenswürdigkeiten so weit auseinander liegen. Sprich: egal wie man es macht, man macht es falsch. Alles streckt sich ewig hin.
Die Strände sind alle wunderschön nur muss man leider, wenn man dort Parken möchte, auch bezahlen. Es ist quasi unmöglich in Los Angeles einen schönen Strand ohne Parkgebühr anzusteuern. Richtung Malibu sind die Strände dann sogar verbaut durch die Strandhäuser der „Schönen und Reichen“. Erholungsfaktor kommt dann nicht so richtig auf, wenn man einfach mal nach einen netten Flecken für einen Sonnenuntergang sucht.
Die Stadt ist die Stadt der Extreme und eine echte Scheinwelt. Was im TV immer so glanzvoll aussieht, ist nur punktuell und für den Moment aufpoliert. Der Sunset und Hollywood Boulevard ist neben den „Walk of Fame“ auch der Treffpunkt der Armen. Das Kodak Theater habe ich gar nicht wiedererkannt. Wenn das nicht dran gestanden hätte, hätte ich nicht gewusst, dass hier die Oscars vergeben werden. Dann sind da auch noch die Wohngebiete, die durch den Wachschutz für jeden anderen Besucher unzugänglich gemacht werden. Sehr befremdlich. Und wenn man dann so wie wir, sich auch mal ausversehen in die Armen-Viertel verirrt, um dann kurze Zeit später an den Häuser, bzw. an den nicht einsehbaren und verbarrikadierten Grundstücken in Beverly Hills vorbeifährt, dann wird das Gefühl noch bestärkt. Ich habe auf meiner Reise durch die USA nirgends einen so großen Kluft zwischen Arm und Reich gesehen oder gespürt, wie hier in LA.
Hier nun aber nach all den Schauergeschichten ein paar Tipps zu den Anlaufstellen, die wir besucht haben.
Natürlich sind wir in Hollywood gewesen und haben uns den „Walk of Fame“ angesehen. Gutes Schuhwerk ist hier wichtig, denn die Strecke ist nicht gerade kurz, wenn man sich die ca. 2.000 Namen alle ansehen möchte.
Ganz in der Nähe ist auch der Hollywood Friedhof "Hollywood Forever", von dem man witzigerweise auch ein Wahrzeichen des Paramount Studios sehen kann, den Tank. Ironie oder Zufall? Auf jeden Fall findest man hier längst verstorbene Stars & Sternchen. Mehr was für Lieberhaber der klassischen Filme.
Von dort aus ging es weiter nach Beverly Hills und zum Strand, wo wir versuchten, noch den Sonnenuntergang zu erhaschen, was uns aber Aufgrund des Staus nicht gelang.
Wie bereits erwähnt waren wir auch in Malibu. Kann man gesehen haben, muss man aber nicht. Dort gibt es allerdings für alle Bürger ein zugänglicher Pier, die einen schönen Blick auf LA liefert. Ganz in der Nähe ist auch das Adamson House, welches man kostenlos besuchen kann, wenn man keine Führung im Haus selber möchte. Nette Parkanlage und wunderbarer Blick. Genau das richtige für einen erholsamen Zwischenstop.
Zu mehr haben wir es in den 2 Tagen aufgrund der oben beschriebenen Umstände nicht geschafft, was uns dann aber auch nicht wirklich leid tat. Damit endet nun der Bericht einer 4 wöchigen Reise durch einen nur kleinen Teil der USA. Und was soll ich sagen: das ersten was ich in Deutschland gemacht habe war, mir ein dunkles Brot, Fleischsalat und Wurst zu besorgen und erstmal richtig zünftig Deutsch zu essen. |

Wie ich das vermisst habe!
Falls Ihr eine Panne mit dem Auto habt oder Ihr aus anderen Gründen nicht mehr weiterkommt, dann lauft nicht los um Hilfe zu holen, sondern wartet im Auto, bis jemand vorbeikommt, der Euch helfen kann. Volltanken und genug Lebensmittel mitnehmen versteht sich glaube ich von selbst, denn dort ist nicht wirklich viel los.



