02.11.2012 12:25
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italeri1947
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Musik
In seinem wunderbaren "Crash-Kurs" zum Thema "METAL" , auf den ich verweise, schrieb man, dass es doch ganz nett wäre, wenn auch ich als hier einer der ältesten Schreiberlinge über Musik meiner Zeit und meinen Musikgeschmack schreiben würde. Ich möchte die entsprechende Passage zitieren!
, wurde geschrieben.
Das lasse ich mir nicht zweimal sagen - zumal es hier in meinem Blog den Namen "Autos, Menschen und Musik" gibt, und Musik ein fester Bestandteil desselben ist, auch wenn ich eher selten darüber schreibe. Ich nehme es vorweg - ich bin "Instrumentalist": Ich spiele selbst einige Instrumente (wenn auch nicht mehr regelmäßig, doch es sind schöne Hobbys) und habe mir meine musikalischen Lieblinge meist in diesem Bereich gesucht. In meiner Kindheit habe ich im Prinzip alles gehört, was auch meine Eltern mochten. Mein Bruder, weitaus älter als ich, war schon mit der Lehre fertig, als ich in ein Alter kam, in dem Musik erstmals einen gewissen Stellenwert in meinem Leben gewann - heute hört er den regionalen Sender für Volksmusik, Schlager und Evergreens, wie fast alle in seinem Alter.
Es war damals üblich, als kleiner Junge in etwa das zu hören, was auch die Eltern hörten - und das war bei uns zuhause viel alpenländische Volksmusik. Als gebürtiger Österreicher war mein Vater zudem ein Freund der Hausmusik - er spielte Zither und Akkordeon, und oft saßen wir abends im Wohnzimmer, um gemeinsam zu singen und zu musizieren. Selbst im Auto sang mein Vater gern, denn da die meistens seiner Renaults kein Autoradio hatten, sang er selbst: Er konnte es aber auch, weil er auswendig (!) etliche Schlager, Operettenstücke, Volks- und Wanderlieder kannte, die er dann anstimmte.
Später kamen dann Gerhard Wendland, Camillo Felgen und andere zeitgenössische Schlagersänger in mein Repertoire, ehe ich 1965, mit 18 Jahren, einen Musiker kennen lernte, der mich für mein gesamtes restliches Leben in einem wichtigen Maße begleiten sollte - Hans Last, geboren 1929 in Bremen, besser bekannt als James Last. Durch ein bestimmtes Album, das er 1965 veröffentlichte (ich erfuhr später, dass das seine erste goldene Schallplattenehrung war, weil diese Produktion so enorm erfolgreich war), wurde ich auf ihn aufmerksam. Es war Musik, die mir spontan gefiel und die auch mein Vater schätzte. Unter jungen Leuten war ein Tanz am Samstag gebräuchlich, und da war meistens auch ein junger Autoschlosser-Lehrling namens Hans, der heute hier schreibt, anzutreffen. Was da gespielt wurde, war ein breites Spektrum. Bei uns gab es eine "Combo", so nannte man nämlich jene kleinen, eher amateurhaften Gruppen, die Evergreens und Tagesschlager beherrschten und oft aufspielten. Auch diese "Combo" bestand aus fünf jungen Männern aus unserem Ort (sie leben alle noch), also kannte man sich - ich habe hin und wieder mitgewirkt, wenn eine Hammond-Orgel benötigt wurde. Einerseits wurden natürlich amerikanische und englische Hits angespielt, die manche Eltern noch immer nicht akzeptierten und somit nur hier zugänglich waren für die Jugend, aber auch Schlager, musikalische Romanzen und instrumentale Stücke waren ein fester Bestandteil.
Später kam die ZDF-Hitparade mit Herrn Heck, und die war bei uns Pflichtprogramm. Mit Viktor Worms und diversen englischsprachigen Beträgen, die dort dann kamen, gliederte sich mein Vater zunehmend aus, weil er mit englischen Liedern (aber auch mit "neueren" deutschen Schlagern ab den 70er-Jahren) nichts mehr anfangen konnte. Er hörte gern den Countryschlagersänger Ronny (2011 verstorben) und die Lieder von Mireille Matthieu, aber ansonsten blieb er Operetten, Volksliedern und Wanderlieder treu.
Gewisse Schlager-Interpreten wie Roger Wittaker habe ich dann auch schätzen gelernt, und auch eine Sängerin namens Hanne Haller hatte mitunter gute Texte. Truck Stop höre ich bis heute gern, und wen ich ebenfalls sehr schätze, ist Michelle, die ihr vielleicht auch kennt. Auch die Flippers können gehört werden; von denen habe ich eine CD-Box, in der drei CD's enthalten sind.
Ansonsten bin ich eher ein "Instrumentaler" - zu James Last, von dem ich sehr vieles besitze, kamen im Laufe der Jahre unter anderem der Klarinettist Henry Arland, der Gitarrist Ricky King, der Trompeter Walter Scholz, der Orgelspieler Franz Lambert sowie einige Tanzorchester hinzu. Ambros Seelos und Hugo Strasser, beide aus Bayern, bringen tolle Werke und sind auch menschlich sympathisch. Nicht zu vergessen Max Greger, nur diese "singenden Saxophone" mag ich nicht, und mit diesen "Amigos" kann ich auch nicht viel anfangen. Deren Musik besitzt keinerlei Gehalt. Dafür mag ich klassisch angehauchte Werke dieser Italiener; das ist so ein Ensemble, die stets mit venezianischen Masken auftreten. Deren Name fällt mir nun leider nicht ein, aber im anderen Zimmer habe ich CD's von ihnen, das weiß ich sicher.
Was ich von meinem Vater sicher geerbt habe, ist seine Vorliebe auch für volkstümliche Musik mit Bezug auf alpenländische Kultur. Auch das Singen und Musizieren hat bei mir Gehalt - doch ich komme viel zu selten dazu. Es kommt immer irgendetwas dazwischen, wenn ich an die Hammond-Orgel möchte oder mich für meine Trompete entscheide. Manchmal jedoch nehme ich mir die Zeit einfach, denn Musik ist wie eine Sucht, es ist eine große Freude und ein wertvolles Stück des Lebens.
Sicher bin ich in der heutigen Welt und auch in meiner Altersklasse durchaus polarisierend und nicht alltäglich mit meinem Musikgeschmack, aber ich bin auch tolerant: Jeder sollte das hören, was ihm Freude schenkt. Eine Musikrichtung, die ich nicht mag, gibt es an sich nicht; eine jede Richtung hat ihren künstlerischen Wert und begeistert ein spezielles Publikum. |






