MOTOR-TALK News - Aktuelle News rund ums Auto & Motorrad aus der Redaktion

16.06.2012 14:57    |    italeri1947 italeri1947    |    Kommentare (41)    |   Stichworte: ,

Ganz wenig Geld - Fiesta, R21 oder BMW?

fiesta1
Fiesta1

Zitat:

Mit 500 Euro kann man auf dem Gebrauchtwagenmarkt durchaus etwas anfangen und hat schon eine recht große Auswahl, wenn auch viele das Gegenteil behaupten und der Meinung sind "da gibt es sowieso nur Schrott". Das stimmt nicht - man muss nur wissen, was man will und wissen, dass man eben nicht alles haben kann, sondern das nehmen muss, was eben gerade am besten dasteht. Die Marke muss einem hier fast egal sein - wer sich aber mit Ford, Opel, unauffälligen Importmodellen oder verkannten Modellen, die nicht zwangsläufig schlecht sein müssen, anfreunden kann, der kann sicher sein, dass er etwas findet. Wer nicht mit überzogenen Ansprüchen auf die Suche geht, kann auch für 500 Euro einen halbwegs ordentlichen fahrbaren Untersatz finden, der mit etwas Glück auch noch ein bis drei Jahre macht. Etwas für die Ewigkeit ist so ein "Billigauto" natürlich nicht, aber wenn man zumindest ein Jahr fahren kann und dann das nächste Fahrzeug dieser Preisklasse sucht, ohne mit dem "Alten" zum Low-Budget-Tarif ernsthafte Probleme gehabt zu haben, dann ist man günstig gefahren.

So fing mein letzter Bericht in der Reihe "Was gibt's für ... Euro?" an. Nun habe ich mich wieder auf die Suche gemacht und das mit der Auflage, für ganz wenig Geld, höchstens 350 Euro, drei Autos zu finden, die ich hier vorstellen mag und die prinzipiell akzeptabel sind. In dieser Preisklasse hat man so gut wie gar keine Auswahl mehr - man muss nehmen, was es gibt. Zwar gibt es hin und wieder auch echte "Sahnestücke", aber diese überwiegen nicht: Die Realität sind weitgehend aufgebrauchte, recht betagte Fahrzeuge, auf die das Wort "Gebrauchtwagen" zutrifft: Sie wurden weitgehend aufgebraucht.

 

Ich habe mir hier ein paar für diese Preisklasse recht repräsentative Fahrzeuge ausgewählt, die alle weniger als 350 Euro kosten und verschiedener kaum sein könnten, gehe darauf ein und stelle die Exemplare vor, die mir bei meiner Suche begegnet sind.

 

Dr.Seltsam wird er vermutlich gefallen - der metallic-silberne Ford Fiesta Mk3, Baujahr 1993. Er wirkt auch wirklich gut mit seinen 45.000 Original-Kilometern, die durch ein Scheckheft nachvollziehbar sind und dem Brief mit der ersten Besitzereintragung, die bis heute die einzige geblieben ist. Natürlich bringt der kleine Kölner weder ABS noch Airbags mit, aber so etwas ist in dieser Preisklasse sowieso eher utopisch: Dafür ist das originale Werks-Kassettenradio selbstverständlich im Wagen, wie auch eine Digitaluhr und ein Satz Winterreifen im Kofferraum. Der 50 PS starke Fiesta sieht rostmäßig gar nicht übel aus - wurde offenbar gut gepflegt. Das scheint auch der Originalzustand zusammen mit Seniorenvorbesitz und Scheckheft zu gewährleisten. Einzig der TÜV ist der Haken - den müsste man neu machen, aber von der Substanz her wirkt dieser Ford gar nicht verkehrt. Für 199 Euro kann man damit keinen Fehler machen, und selbst für 300 wäre das noch möglich; mit TÜV und AU frisch (wenn wir von allerhöchstens "geringen Mängeln" ausgehen) würde er diesen Preis kosten.

 

Für den Fahrer mit schmalem Geldbeutel, aber hohem Platzbedarf habe ich einen Renault 21 Nevada 1.8 Automatik aus dem finalen Baujahr 1994 gefunden. Persischrot-Metallic, aus zweiter Hand, 78.000 Kilometer und TÜV bis April 2013 - geht doch! Der Kombi kostet 350 Euro und besticht durch einen akzeptablen Gesamtzustand; mit Glück ist er auch 2013 noch in der Lage, dass er die Hauptuntersuchung nochmals besteht. Der R21 zeigt, was ich schon ansprach: Ungeliebte, wenig gefragte und kaum bekannte Fahrzeuge, die wie eben alte Franzosen mit zahllosen Vorurteilen belegt sind, die meist nicht unbedingt zutreffend sind, bekommt man selbst in einem soliden Zustand für "ganz wenig Geld", weil niemand so ein Auto will. Dafür ist der Renault 21 besser als sein Ruf, und insbesondere die späten Modelle ab 1992 waren gut verarbeitete Fahrzeuge mit robusten Motoren und brauchbarer Langzeitqualität; Rost etwa ist beim R21 kein großes Thema. Leider dafür die Elektrik - und dieser Kandidat hat elektrische Fensterheber. Doch an sich kann man da nichts sagen und diesen großen Kombi durchaus empfehlen. Ob er den TÜV noch einmal schafft, ist zwar aktuell fraglich, und ein lohnender Wiederverkauf ist noch ungewisser als die Zukunft des Renault-Kombis von 1994, aber selbst wenn man ihn in einem Jahr entsorgen müsste, ist man dann immer noch recht günstig gefahren.

 

BMW fahren ist für 299 Euro ebenfalls möglich. Dafür erhält man einen mauritiusblauen 316i E36 aus dem Baujahr 12.1992, 220.000 Kilometer gelaufen und - mit TÜV und AU bis Ende 2013. Er hat ein Schiebedach, ein Radio, das BMW-Ledersportlenkrad, elektrische Zentralverriegelung und immerhin sogar schon ABS, bringt 99 PS mit und leider auch einiges an Rost - gepflegte BMWs kosten eben doch mehr als 299 Euro. Dafür aber ist der E36 technisch robust und wer sich an der Optik nicht stört, der kann hier zugreifen und noch zumindest bis Ende 2013 damit herumfahren. Der alte Bayer lenkt, fährt, bremst, heizt und bietet selbst in dieser Klasse noch ein bisschen "Premium": Was will man eigentlich mehr? Vielleicht einen gepflegten E36 ohne Rost - aber der kostet eben auch mehr. Den E36 machen recht niedrige Ersatzteilpreise (Nachbauteile) und die schnelle und problemlose Verfügbarkeit von gebrauchten Ersatzteilen interessant, ebenso seine technische Problemlosigkeit. Es gibt zwar bessere Motoren als genau diese 316er-Serie, aber grundsätzlich ist das ein akzeptables Auto. Wer wirklich nicht mehr ausgeben kann, einen Schrauber an der Hand hat und die Optikd es BMW akzeptieren muss, der kann hier zugreifen.

 

Nun noch eine Frage, welchen ihr von den drei vorgestellten Autos nehmen würdet und wieso; und auf eure Tipps in der niedrigsten Preisklasse bin ich auch schon gespannt. Ihr könnt auch gern Inserate auswählen und mitbringen; ich bin offen für alles.


Kommentare: 41

16.06.2012 15:15    |    Goify Goify

Ich würde den BMW nehmen, da er wenigstens ABS, einen Airbag und eine Sicherheitsfahrgastzelle hat. Den kann man den Winter über fahren, bzw. bis die erste Reparatur kommt und dann in dem Export geben. Mit Glück bekommt man seine 299 € zurück.

Bei den 220.000 km des BMW ist es aber gut möglich, dass er die Gänge nicht mehr hält, also genau prüfen.

 

Die anderen Fahrzeuge scheinen kaum schlechter zu sein, aber ohne Sicherheitsausstattung ist Geiz an falscher Stelle. Denn wird man wirklich in einen Unfall verwickelt und trägt körperliche Schäden davon, würde man sich wohl in den Arsch beißen, kein richtiges Auto gekauft zu haben.


16.06.2012 15:18    |    thilxe thilxe

Der R21ist ein Super Auto


16.06.2012 15:26    |    silverdreammachine silverdreammachine

Ich habe für den R21 gestimmt, obwohl die Wahl schwerfällt... Der BMW fällt bei mir leider raus, der Rost ist mir ein wenig zu viel des Guten- wenn ich ein Auto kaufe, dann ist mir die Marke eher egal als die Optik- wenn ich selbst ein Auto länger gefahren habe und daran hänge, dann ist es mir egal, wie es aussieht (bei meinem Xedos 6 waren beide hinteren Radläufe weggefault), aber bei einem "neuen" Fahrzeug sollte die Optik zumindest am Anfang passen:cool:;

Airbag, ABS u.ä. brauche ich dafür nicht unbedingt, ich bin früher auch gut ohne klargekommen, und hätten meine Vor-Fahrzeuge nicht alle wegen den verschiedensten Mängeln weggemußt, würde ich heute ja z.B. vielleicht auch noch in meinem 91er Primera ohne alles rumfahren;);

Den R21 würde ich wegen seiner Größe dem Fiesta vorziehen, wobei dieser eigentlich das bessere Angebot zu sein scheint- vorausgesetzt, er würde TÜV mit der Behebung von Kleinigkeiten bekommen...


16.06.2012 15:40    |    norske norske

Zitat:

Original geschrieben von italeri1947

[…]

 

Einzig der TÜV ist der Haken - den müsste man neu machen, aber von der Substanz her wirkt dieser Ford gar nicht verkehrt.

[…]

Ich frage mich eigentlich immer, warum man, wenn die HU/AU doch ohne Probleme möglich ist, nicht die für Haupt- und Abgasuntersuchung fälligen 88,- €uro investiert und anschließend das Auto zu einem angemessenen Preis verkauft. Immerhin wird der Fiesta Mk III im Zustand 3 je nach Ausstattung im Oldtimer Markt Sonderheft N° 47 mit 600,- bis 900,- €uro geführt.

 

Grüsse

Norske


16.06.2012 15:43    |    Bayernlover Bayernlover

Der BMW ist hinüber, wer weiß, wo der noch so rostet. Und wer weiß, wo der den TÜV her hat.

 

Dazu ist er noch viel zu tief, entweder weil das Fahrwerk schon durch ist oder weil mal einer dran rumgebastelt hat. Dazu kommt noch das Problem mit eingelaufenen Nockenwellen bei diesem Motor und als Krönung der Zahnriemen, der alle 40.000km gewechselt werden möchte. Wenn der Intervall auch noch überzogen wurde, na dann, halleluja ;)

 

Würde wohl den Fiesta wählen - oder lieber eine Busfahrkarte :D


16.06.2012 15:44    |    Goify Goify

Ein Wagen mit guter Substanz ist auch ein 7 Jahre alter, immer gut gewarteter Subaru Forester. Bekommt trotzdem aber keine HU-Plakette, weil ein Bremssattel schwergängig ist. Die Rechnung dazu ist astronomisch, trotz freier Werkstatt.

Daher sind Autos ohne TÜV ein ganz großes Problem, sonst hätten sie ja frischen TÜV, wie Norske schon richtig anmerkt.

Bei dem Fiesta ist es fast egal, warum er keine Plakette bekommt, die Reparaturkosten werden immer über dem Wert liegen.


16.06.2012 15:51    |    go_modem_go go_modem_go

R21.

 

Ganz klar das komfortable Auto - wesentlich mehr fürs gleiche Geld!


16.06.2012 17:20    |    uuhjeeeh uuhjeeeh

von dieser Auswahl wohl den R21, der beitet am meisten fürs Geld. Am meisten Komfort, am meisten Platz.


16.06.2012 17:33    |    bronx.1965 bronx.1965

Ganz klar: Fiesta! Überschaubare Technik, -KM Stand und Scheckheft. Was will ich mehr.

Das Perfekte Winter- Ersatzauto für alle Fälle. Die Optik ist auch noch okay, da würde ich sogar den TÜV

durchziehen.

Der R 21 ist auch noch relativ Risiko arm, käme aber wegen des o.g. nicht in Frage.

Der BMW scheint fertig, zu viele KM und Rost. Eine einzige Komponente, die versagt und weg das Ding.

Zum TÜV abfahren höchstens noch und dann, wie schon geschrieben, ab in den "Export".


16.06.2012 17:35    |    fehlzündung fehlzündung

Ich würde ganz klar dem Fiesta den Vorzug geben (wenn Platz und Laderaum nicht ausschlaggebend ist).

 

Ich halte die alten Fiesta für durchaus solide und besser als ihr Ruf. Zudem sind die Preise so im Keller, dass eine Kiste Bier im Kofferraum den Fahrzeugwert schnell verdoppelt. Mein Bruder hat seinerzeit als erstes Auto einen 93er Fiesta von einer älteren Dame gekauft. Der Wagen war scheckheftgepflegt und in einem ordentlichen Zustand. Investiert hat er in den 4 Jahren Haltedauer nur das allernötigste (neue Reifen waren fällig, da die alten spröde waren und zwischendrin mußte mal ein Auspuff ersetzt werden und eine Dichtung am Motor, da es sonst keinen TÜV gegeben hätte). Aber das waren Peanuts. Im Stich gelassen hat ihn der Wagen nie, obwohl er sich nie drum gekümmert hat. Letztendlich hat er den Wagen dann 2009 für 2500 EUR bei Frau Merkel in Zahlung gegeben. Billiger konnte man kaum fahren.

 

Bzgl. des R21 fehlen mir die Kenntnisse, aber ich könnte mir vorstellen, dass ersatzteile für dieses Auto einfach schwerer zu bekommen sind und auch mehr kosten als bspw. für einen Passat oder Vectra. Daher würde ich den R21 eher nicht nehmen.

 

Der BMW ist einfach nur durch. Den kann man nehmen, wenn man ein Auto braucht für ein paar Wochen und es danach wieder abstoßen will. Dann muss man nur hoffen, dass in dieser Zeit nichts kaputt geht, dann könnte es sch doch lohnen. Aber für eine längere Beziehung sehe ich mit dem Auto keine Chance.


16.06.2012 17:37    |    Drahkke Drahkke

Ganz klar den R21, weil der IMHO den größten Nutzwert für's Geld bietet.


16.06.2012 18:02    |    racer4679 racer4679

Mein Bruder ist auch einer von denen, der sich ständig für wenig Geld einen Familienwagen kauft, weil der vorhergehende Wagen nicht mehr durch den TÜV kommt.

Deshalb. Was bekommt man für wenig Geld? Nicht viel- außer Schrott! Jetzt hat er sich einen 98er Volvo V40 2.0 mit 240 Tkm zugelegt - für 900 €! Das Ding ist eine reine Baustelle, wie seine bisherigen Fahrzeuge auch (BMW 320i, Opel Omega Caravan und Ford Escort Turnier LPG). Lieber mal paar Tausend Euronen mehr investiert und finanziert, als sich eine rollende Zeitbombe auf den Hof zu stellen.

 

Grüße


16.06.2012 18:18    |    Drahkke Drahkke

Wenn man die Fahrzeuge vor dem Kauf intensiv prüft, bleibt das Risiko, eine Dauerbaustelle zu erwerben, relativ überschaubar.


16.06.2012 18:22    |    racer4679 racer4679

@ Drahkke

In diesem Preis-Segment braucht man nicht viel zu prüfen.

Man bekommt nur Probleme und Schrott geboten. Für wenig Geld gibts nur Ware für Bastler.:D


16.06.2012 18:37    |    Drahkke Drahkke

Da muß ich bis jetzt wohl immer sehr großes Glück gehabt haben...:D


16.06.2012 18:48    |    VolkerIZ VolkerIZ

Verständnisfrage: Bietet der Fiesta-Verkäufer neu Tüv für einen Endpreis von 300 Euro an oder war das Deine Schätzung, was der Fiesta mit neu Tüv kosten würde, wenn man es selber machen läßt? Im ersteren Fall wäre für mich die Entscheidung klar, obwohl ich die beiden anderen Autos interessanter finde. 2 Jahre streßfrei fahren für 300 Euro, dafür würde ich sogar Fiesta fahren. Außerdem spricht der extrem niedrige km-Stand und die gute Gebrauchtteileversorgung für den Fiesta. Der R21 ist mir schon zu selten geworden, da muß man zu viel neu kaufen, wenn mal was kaputt geht und der BMW ist ein recht aufwendiges Fahrzeug, gute Qualität, aber eben auch viel dran, was Ärger machen kann und vermutlich auch machen wird, wenn einer schon so billig angeboten wird.

 

Im zweiten Fall würde ich das Risiko nicht eingehen und den BMW nehmen. Wer den Fiesta für 199 kauft, ist mit Tüv-Gebühren schon fast 300 los, da bleibt höchstens noch Geld über, um Bremsbeläge wechseln zu lassen. Und wenn beim Fiesta unterm Strich nachher 600 Euro auf der Rechnung stehen, dafür gibt es interessantere Autos.


16.06.2012 19:30    |    mirabeau mirabeau

Angebot und Nachfrage bestimmt den Preis. Einen guten Golf, BMW, Audi oder gar Mercedes gibts praktisch nicht für ein paar Euro. Die Besitzer können mehr verlangen und das Fahrzeug geht genauso weg.

Aber gute Autos mit schlechtem Image (wie wohl der R 21) bekommt man, weil der Verkäufer eben verkaufen will. Wieviele potentielle Käufer wissen überhaupt, was ein R 21 ist?

Deshalb würde ich auch hier den Renault nehmen, 78000 km ist weniger als manche 50 mal teurere Golfs in Wirklichkeit draufhaben. Und der Tacho dürfte nicht manipuliert sein, lohnt sich ja gar nicht :-)


16.06.2012 19:46    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

Ich muss hier einfach ehrlich sein, der Fiesta ist wunderbar :)

 

Kein Rost an Radlauf und Tankstutzen, sieht auch nicht repariert aus. Also wenn da was war, dann wurds professionell gemacht. Der Wagen ist ein orginall Vor-94er und super innen wie außen in Schuss. Alle Radkappen sind da, nichts ist verbastelt oder verdellt. Eintüten, wegstellen und in 3 Jahren damit als Exot auf der Youngtimermesse auflaufen. Ein wunderbares Auto.

 

Der R21 wäre meine Nr. 2. Einziges Manko ist eben, dass er so selten ist. Daher die Frage ob und wie schnell man da bestimmte Teile für bekommt und vorallem wer das Teil noch reparieren kann, wenn man nicht grad irgendwo einen fähigen, alten Renaultmeister aufgabelt. Viele Werkstätten sind auch bei brandaktuellen oder wirklich häufigen Autos überfordert. Ein seltner Franzose kann da mal schnell sinnentleerte Bastelorgien auslösen.

 

Nr.3 ganz weit abgeschlagen der BMW. Der E36 macht mich immer misstrauisch, zuoft als Tuningopfer verheizt und um den Baum gewickelt. Kein Geld auch nurmal für das nötigste, aber das einzig funktionierende Teile am Auto ( die Scheinwerfer ) werden gegen irgendwelche Baumarktbilliglampen ausgetauscht. Glaube die Versicherungstarife von dem Ding sind auch ab durch die Decke.

 

Trotzdeßen, eine intressante Zusammenstellung :)


16.06.2012 19:58    |    Daemonarch Daemonarch

Zitat:

Da muß ich bis jetzt wohl immer sehr großes Glück gehabt haben...:D

Dito...


16.06.2012 20:22    |    DER POLO_NEGER DER POLO_NEGER

Bei diesen 3 Autos fällt mir die Entscheidung schon erheblich schwerer, ich glaube ich würde den Fiesta nehmen, er hat immer noch eine gute Substanz, der Zusand ist ok und die Teileversorgung ist auch noch gut und günstig:)


16.06.2012 21:42    |    mondeofan2008 mondeofan2008

r21, weil: er sparsam und sonst günstig im unterhalt ist...2. weil er zuverlässig und unkaputtbar ist. 3. sehr viel platz und kompfort bietet und zuguterletzt sehr chic aussieht! meine schwester hatte den mal mit ihrem freund zusammen...war ein tolles auto...hab mit dem auch einige tausend km geschrubbt!


16.06.2012 21:43    |    italeri1947 italeri1947

Obwohl ich auch E36 fuhr und der Wagen immer zuverlässig lief (der kam aber auch aus erster, bester Hand und kostete bedeutend mehr als 299 Euro - ein E36 für dieses Geld kann nicht viel sein, das gebe ich zu, aber nur zum "Kaputtfahren" bis der TÜV abläuft reicht der auch allemal, wenn man davon ausgeht, dass man einen Schrauber für das Nötigste hat und sich auf gebrauchte Ersatzteile beschränkt, da aber auch nur das absolut Kleinste macht, was zum Fahren absolut nötig ist, und alles andere ausspart, was nicht zwingend notwendig ist). Für einen halbwegs durchreparierten E36 muss man schon etwa 800 bis 1000 Euro einkalkulieren und kann dann Glück haben, einen aus erster Hand erwischen, der unverbastelt ist und eine zumindest "lückenhaft nachvollziehbare" Vorgeschichte hat. So was gibt es, und speziell als früher 320i lohnt sich das durchaus. Zwar sind das keine Ausstattungswunder und der Zustand ist auch nichts für die Ewigkeit, aber das Auto ist dann auf jeden Fall besser und haltbarer als der da für 299 Euro. Die angesprochenen Nockenwellenprobleme exakt dieses Vierzylinders bestätige ich gern, und bei einem Fahrzeug für 299 Euro geht man besser nicht davon aus, dass der Zahnriemen für mehr als diesen Kaufpreis erst gewechselt wurde. Das Intervall wurde in jedem Fall überschritten. Mich erinnert exakt dieser BMW an die C-Klasse, die ich im 500-Euro-Segment vorgestellt hatte.

 

Nicht zustimmen kann ich, dass es heißt, für einen solchen Preis gibt es nur Baustellen, die ständig Probleme haben. Ich sage: Kauft man sich Fahrzeuge, die man vorher gewissenhaft und ggf. unter Aufsicht eines Bekannten, der was von Autos versteht, besichtigt und greift schon nicht nach dem schlechtest gepflegten Exemplar, das zur Wahl steht, kann man das Risiko zumindest einschätzen.

Verwendung ausschließlich gebrauchter Ersatzteile oder Nachbauteile und ein freier Schrauber, den man kennt und der nicht teuer ist, sind bei Fahrzeugen in dieser Preisklasse sowieso nicht nur hilfreich, sondern Voraussetzung. Für ein 20 Jahre altes Auto mit ungewisser, wahrscheinlich nicht sehr langer Zukunft lohnen sich teure Investitionen nicht.

Ich kenne einen Mann, der seinen sehr maroden Vectra B kurz vor dem fälligen TÜV im Januar noch mit neuen Bremsbelägen (originale Opel-Teile vom örtlichen Opel-Betrieb) ausrüsten ließ. Dann aber gab es einen Zahnriemenriss (Intervall war um Jahre überschritten worden - der Mann, der den Vectra 2006 gebraucht kaufte, wusste gar nicht, dass der Vectra einen Zahnriemen hatte, und ließ ihn daher auch nie wechseln!), und der nicht mehr fahrbereite Opel konnte für 70 Euro in den Export verkauft werden - als Teileträger oder warum auch immer. 70 Euro, aber die Teile haben viel mehr gekostet, die wenige Wochen zuvor beim Händler eingebaut wurden: Da ärgerte sich der gute Mann, und so was kann man vermeiden, indem man bei Autos, deren Lebenserwartung sowieso eher begrenzt ist, auch nur günstige Teile einbaut, die weder teuer sind noch den Wagen lang überleben werden. So sehe ich das!

 

Zitat:

Aber gute Autos mit schlechtem Image (wie wohl der R 21) bekommt man, weil der Verkäufer eben verkaufen will. Wieviele potentielle Käufer wissen überhaupt, was ein R 21 ist?

 

Deshalb würde ich auch hier den Renault nehmen, 78000 km ist weniger als manche 50 mal teurere Golfs in Wirklichkeit draufhaben. Und der Tacho dürfte nicht manipuliert sein, lohnt sich ja gar nicht :-)

So sehe ich das auch, denn der R21 wurde schon als junger Gebrauchter in den 90er-Jahren teils für aberwitzig niedrige Preise angeboten. Frühe Modelle kosteten bereits 1993/94 keine 5000 Mark mehr - und wir reden nicht von ungepflegten Rostlauben, sondern von durchaus scheckheftgepflegten und beulenfreien Fahrzeugen, und trotzdem kaufte so etwas kaum jemand; wenn, dann nur über den Preis. Der Renault 21 war nie ein schlechtes Auto, aber er geriet gern in die Hände, die sich so einen Wagen entweder nicht leisten konnten und ihn deswegen verfallen ließen, oder die Pflege und Wartung für unsinnigen Mist hielten: Darunter leidet die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit selbst eines teuren Prestigewagens, und da die Mehrzahl der R21-Besitzer in diesem Feld anzusiedeln waren, wurden die Fahrzeuge rasch verschrien. Gemeinhin ist der Renault 21 aber recht solide und haltbar.

 

Zitat:

Daher die Frage ob und wie schnell man da bestimmte Teile für bekommt und vorallem wer das Teil noch reparieren kann, wenn man nicht grad irgendwo einen fähigen, alten Renaultmeister aufgabelt.

Meist du mit dem "fähigen, alten Renaultmeister" mich? Falls ja, fühle ich mich geehrt und danke dir herzlich!

Hier stimme ich dir zu: Der R21 ist recht ausdauernd, aber wenn was kaputt geht, was bei einem mindestens 18 Jahre alten Wagen passieren kann, sieht es etwas düster aus. Ersatzteile aber sind natürlich schwieriger zu besorgen als bei Ford und BMW, da man sich keine Hoffnung auf Teilespender oder am Schrottplatz aufzufindende Fahrzeuge machen kann - der Einkauf führt meist gezwungenermaßen zum Renault-Vertragshändler. Der kann zwar das Meiste, was zum Fahren eines R21 nötig ist, noch anbieten, aber eben auch nicht mehr alles und auch nicht ganz billig. Nachbauteile sind bei einem solchen eher seltenen Wagen wie dem R21 auch nicht immer zu bekommen! Das übersteigt meist leider die finanziellen Möglichkeiten eines Fahrers, der sich wirklich nicht mehr leisten kann als ein Auto der allerniedrigsten Preisklasse.

Ansonsten ist er aber ein gutes Auto, und die Wahrscheinlichkeit, einen relativ gepflegten Renault 21 für ganz wenig Geld zu bekommen, ist wie bei Konkurrenten wie Peugeot 405, Ford Sierra oder Mitsubishi Galant E30 sehr groß, denn die übriggebliebenen Exemplare, die es heute noch irgendwo da draußen gibt, sind meist gepflegte Fahrzeuge mit wenigen Kilometern aus der sowieso sehr empfehlenswerten R21-Zeit ab 1991/92. Nicht wenige Renaults ab 1991 haben sogar schon ABS drin, und ab November 1993 konnte man den R21 mit Fahrerairbag bestellen.


16.06.2012 21:48    |    FranzR FranzR

Das ist schon auch ein bißchen eine Geschmacksfrage.

Wenn ich gerade bauen würde, den Kombi.

Den BMW evtl. weil er ein schönes Auto ist. Allerdings scheint eine genaue Prüfung gerade hier angebracht zu sein.

Den Fiesta wenn es geht gar nicht. Den muß man ja jeden früh vor dem Einsteigen ansehen, das ist zu viel verlangt :rolleyes:

 

Ich habe jetzt mal den R21 ausgewählt, scheint ein vernünftiges Angebot zu sein. Außerdem sieht er nicht aus wie ein aufgequollener Hefekloß :D


16.06.2012 23:27    |    mr. mountain mr. mountain

Den Fiesta, aber mit Vorabcheck eines Kfz-Mechanikers des Vertrauens, um die TüV Kosten zu kalkulieren.

Der BMW ist ja schon auf den Bildern eine Rostlaube, der Renault fällt wegen der hohen Teilepreise raus.


17.06.2012 08:22    |    Dr Seltsam Dr Seltsam

Da würde ich glatt ja sagen italeri, als ich das mit dem "alten Renaultmeister" geschrieben habe hat ich dich leis im Hinterkopf.;)

Bei einem "jungen Burschen" der nur noch Teile tauschen und Diagnosestecker kennt, der weiß vermutlich bei so einem Auto garnicht wo vorne und hinten ist. Da hät ich wesentlich mehr vertrauen wenn jemand wie du Hand anlegt. Allerdings, muss man eben erstmal finden.


17.06.2012 08:38    |    amgolfV amgolfV

Fiesta weil am wenigsten Kilometer und deswegen wahrscheinlich noch Am fitesten.

 

Renault 21 ist charakterlos.

 

316i hat wahrscheinlich 20 dubiose Vorbesitzer und ist verbastelt.


17.06.2012 10:27    |    scion scion

Zitat:

Renault 21 ist charakterlos

...wieviel Charakter braucht ein <500.- Euro-Auto ?:confused:


17.06.2012 10:36    |    FranzR FranzR

gelöscht weil doppelt.....


17.06.2012 10:37    |    FranzR FranzR

Ob die Theorie daß ein 316i für Angeber einen zu kleinen Motor hat, aufgeht?

Dagegen spricht allerdings die "Tieflage". Aber wenns nur das wäre....

Die gelben Blinker sprechen allerdings wieder für einen seriösen Besitzer, sonst wäre schon längst der oben erwähnte Baumarkt/eBay Kasperlkram verbaut.


17.06.2012 12:24    |    Bayernlover Bayernlover

Für so schlimm verbastelt halte ich den BMW gar nicht, die Innenausstattung sieht ja auch noch passabel aus. Aber der tiefe Sitz der Karosse legt eben nahe, dass er entweder tiefergelegt wurde oder sich über die Jahre selbst tiefergelegt hat.

 

@Italieri: Einen durchreparierten E36 wird man für 800-1000€ nicht finden, da kann man gut und gerne das Doppelte einplanen, wenn es reicht.


17.06.2012 13:02    |    Daemonarch Daemonarch

Ich denk mal, ein Auto für nichtschrauber wird man in dieser "Klasse" nicht finden...

Allerdings kann einen auch in der 5.000 Euro Klasse die bittere Realität schnell einholen.

 

Wenn man sich das mal überlegt, die Autos hier kosten weniger, als manche als Monatsrate abdrücken.


17.06.2012 13:17    |    Goify Goify

Wobei man sich dann die Frage stellen muss, ob ein alter Golf für 1.000 € auch 30 Mal schlechter ist, als ein neuer Golf.


17.06.2012 14:09    |    FranzR FranzR

Zitat:

Wobei man sich dann die Frage stellen muss, ob ein alter Golf für 1.000 € auch 30 Mal schlechter ist, als ein neuer Golf.

eine wahrlich interessante Überlegung :D


17.06.2012 17:21    |    St. Abilus St. Abilus

Ich würde den Fiesta nehmen, soweit da keine gravierenden Mängel versteckt sind. Technisch robust und ggf. Ersatzteile für schmales Geld vom Schrotti usw...


17.06.2012 20:21    |    Daemonarch Daemonarch

Zitat:

Wobei man sich dann die Frage stellen muss, ob ein alter Golf für 1.000 € auch 30 Mal schlechter ist, als ein neuer Golf.

Das dürfte schon rein physikalisch kaum möglich sein.

Mit etwas Pflegeaufwand dürfte der auch nicht wesentlich schlechter fahren und kürzer halten als der Neuwagen.

Vielen Menschen geht es halt um das Image. Was soll der Nachbar denken mit so einer alten Rostlaube vor der Tür...


18.06.2012 18:47    |    emil2267 emil2267

den BMW & ich hät noch nicht mal sorgen,immerhin rost zählt nicht als feinstaub :D

 

ein onkel meiner freundin fährt nen ähnlichen 316i,unterschied besteht darin,seiner is hellblau :D

 

der eimer fährt aber recht günstig & zuverlässig,is zwar mehr braun als blau,aber keine durchrostungen

 

300,-€ oder am ende bestimmt sogar noch weniger für 1,5jahre tüv finde ich für so nen glücksspiel ok,erwartungen das alle drei der kandidaten überhaupt die nächste HU erreichen,würde ich gar net erst stellen ?!

 

für 300,-€ habe ich letzten sommer meinen audi 80 2.0E von 1992 gekauft,der hat jetzt noch tüv bis dezember 2013 & dafür wurden fahrwerk & bremsen fast komplett,windschutzscheibe erbeuert,hinzu kamen motorüberholung,getriebe-,antriebswellentausch,frontbau inkl. beleuchtung,wasser- & heizungskühler & diverser anderer kleinkram,zuletzt hatte ich bei tachostand 245.000km meine erste panne in fast 10jahren alt-audifahrerei,dies aufgrund einer maroden spritpumpe

 

alles in allen is das kein 300,-€ auto mehr & beim kauf solcher kisten zählt fast immer,what you pay,is what you get :rolleyes:

 

in dem segment würde ich nur stöbern,wenn ich hardcoreschnäppchenjäger wäre,ich den aufbau des potentiellen wagens in erwägung ziehe (hat sich auch in meinem falle als loch ohne boden raus gestellt),den wagen verwursten will (hab mich deswegen auch schon nen audi 90 geschossen) oder doch einfach nur schmerzfrei bin & mich noch mit dem grössten haufen schrott auf die strasse trau :eek:

 

ps.: kann aber auch gut gehen,hatte mal nen trabant 601 für 20,-DM gekauft (vorbesitzer musste anno 1997 noch AU machen),der brachte mich gut & zuverlässig durch einen winter & nen fiasko XR2i bekam ich für nen arbeitseinsatz bei nem garagenausbau & der machte auch spass,bis die kupplung endgültig zerfurzt war :)


20.06.2012 23:07    |    krebsandi krebsandi

Ganz ehrlich.

A Radl oder a Fahrkarte für die Öffis(ÖPNV):D:D:D


27.06.2012 23:28    |    Kawaman1974 Kawaman1974

....der bmw ist von den dreien das kleinste übel


07.07.2012 23:45    |    remarque4711 remarque4711

Hallo Hans,

 

ich habe mich für den R21 entschieden weil

A: der am meisten Platz hat

B: ich glaube, dass der noch viele KM machen kann

C: vielleicht auch nochmal den TÜV schafft

D: ich einen alten Renault-Meister kenne

E: ich einen R19 von 1991 235.000 KM gafahren bin (durch eigene Schuld geschrottet)

F: ich mir damals keinen neuen R21 leisten konnte

 

Jatzt habe ich aber in der Anzeige gesehen, dass das Getriebe nicht schaltet, also kommt der doch nicht in Frage.

 

Martin


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Mein Blog hat am 13.05.2011 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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